Kipphals – verstärkt durch Kastration?

By Xili | Allgemein, sonstiges

Ich war heute bei einer guten Bekannten, die sich vor einem halben Jahr einen 7jährigen PRE-Hengst gekauft hat. Dieser Hengst besitzt einen leichten Kipphals.

Aufgrund eines Ortswechsels und der Schwierigkeit einen Hengst dort unter zu bringen, hat sie sich entschlossen den Hengst legen zu
lassen. Nun hat sie aber die Befürchtung, dass durch die Kastration der Kipphals noch extremer wird. Ich konnte ihr diesbzgl. leider keine Antwort erteilen, nur eben dass es sich hierbei um eine Bindegewebsschwäche handelt.
Ich kenne bisher auch nur HENGSTE mit einem Kipphals 🙁

Hat jmd. von Euch Erfahrung damit? Wird der Kipphals durch die Kastration schlimmer?

  • Avatar Strick sagt:

    Dieser Hengst besitzt einen leichten Kipphals.

    Ich schäme mich fast das zu fragen, aber was ist das? :red:
    Da du ja schreibst nur Hengste hätten das stimmt mich das versöhnlich und ich trau mich zu fragen 8) 😀 😀

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Dieser Hengst besitzt einen leichten Kipphals.

    Ich schäme mich fast das zu fragen, aber was ist das? :red:
    Da du ja schreibst nur Hengste hätten das stimmt mich das versöhnlich und ich trau mich zu fragen 8) 😀 😀

    Das ist, wenn der „Kamm“ oben am Hals mehr oder weniger stark zur Seite abkippt – hier gab’s mal irgendwo ein Bild…Nein, ich gehe jetzt nicht suchen…

  • Avatar Xili sagt:

    Nein, ich gehe jetzt nicht suchen…

    Musst Du auch gar nicht 😀 Aber kannst Du mir nicht was zu meiner o. g. Frage sagen, so als Fachfrau 😉

  • Avatar lindaglinda sagt:

    aaalsooo…

    diese kipphälse kommen oft bei (importierten) spaniern vor; diese pferde neigen stark zu EMS. viele von ihnen werden irgendwann „runtergehungert“, dann kippt der hals. das pferd sieht, oberflächlich betrachtet, schlank aus, weist aber bei genauem hinsehen alle zeichen für EMS auf.

    das KANN so sein, MUSS aber nicht.

    ehrlich gesagt, würde ich so oder so kein pferd mit kipphals kaufen. der hals wird so bleiben; ob als wallach oder als hengst ist gleichgültig. kastration ist also für den hals völlig unerheblich.

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Nein, ich gehe jetzt nicht suchen…

    Musst Du auch gar nicht 😀 Aber kannst Du mir nicht was zu meiner o. g. Frage sagen, so als Fachfrau 😉

    Wenn ich könnte, hätte ich selbstverständlich! :nase: Ich weiß es leider auch nicht – habe mal gerade die möglichen Begründungen für und gegen schlechter-Werden nach Kastration durchgespielt und komme zu keiner Entscheidung

  • Avatar waikiki sagt:

    beu uns im stall gibt es zwei pferde mit kipphalsneigung.

    bei beiden hat sich der hals durch die arbeit verbessert.

    der spanier trägt seine sehr schwere mähne wechselnd mal auf der einen, mal auf der anderen seite-auch das scheint gut zu tun.

    die kastration war völlig ohne einfluß auf den hals.

    bei dem zweiten pferd wurde der hals in einer sehr arbeitsextensiven phase deutlich weicher, bei erreichen des ursprünglichen pensums wieder fest.

    beiden pferden sieht man die kipphalsneigung nicht mehr an.

  • Avatar Xili sagt:

    diese kipphälse kommen oft bei (importierten) spaniern vor;

    Der ist hier gezogen 🙁 Aber die EMS-Sache könnte vll. in Frage kommen. Werde es mal weiter geben, danke Dir 🙂

  • Avatar Akascha sagt:

    Der Kipphals ist nicht geschlechtsspetifisch! Oft haben ihn Pferde, wie Linda es beschrieb, die Fett gefüttert waren und dann auf normale Figur gebracht wurden! Der Kipphals oder auch Fettkamm bleibt, oft fällt er sogar nach der Diät deutlich mehr auf!
    EMS ist da ein Kriterium, das man auf keinen Fall außer Acht lassen darf!

  • Avatar Xili sagt:

    Wenn ich könnte, hätte ich selbstverständlich! :nase: Ich weiß es leider auch nicht – habe mal gerade die möglichen Begründungen für und gegen schlechter-Werden nach Kastration durchgespielt und komme zu keiner Entscheidung

    Weißt Du was ich klasse finde :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: …. dass Du als TÄ sagst, du wüsstest es auch nicht :resp: :hug: Das macht Dich um so mehr sympathisch und authentisch 🙂 :thumbsup:

  • Avatar Strick sagt:

    ahhhhh ich kannte mal ein Ponyhengst der das hatte…
    Nur wir nannten es damals Speckhals :red: Der Fachbegriff war mir nicht geläufig :red:

  • Avatar Tierra sagt:

    Da du ja schreibst nur Hengste hätten das stimmt mich das versöhnlich und ich trau mich zu fragen 8) 😀 😀

    Haben auch Stuten und Wallache 😀
    Meine STUTE neigt zum Kipphals und es entstand durch EMS (gerade noch rechtzeitig erkannt).

    Der Oldenburger Wallach meiner Freundin hat ebenfalls einen Kipphals, den hatte er aber schon, als sie ihn 6-jährig kaufte, kann also nicht sagen, ob er den vor der Kastration schon hatte. Das Tier hatte dazu eine extrem volle und schwere Mähne und die zog den Hals noch weiter runter.

    Ina (Ilustre) müßte die Frage beantworten können, ob schlechter oder besser nach Kastration.

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Moins,
    also eine Stute mit Kipphals hab ich bisher noch nicht gesehen…Edit: Aber nach Tierras Beitrag bin ich schlauer

    Ansonste mal ein anderer Aspekt: Testosteron fördert ja die Muskelproteinsynthese, also den Aufbau von Muskeln. Nach einer Kastration kommt es manches Mal zunächst zum Abbau der Muskulatur. Möglicherweise kann sich da eine Kipphalsneigung evtl. verstärken. Aber wie Waikiki schrieb, mit entsprechendem Training müsste das in den Griff zu bekommen sein. Und: Man kan homöopathisch Silicea geben, was das Bindegewebe stärkt.
    Übrigens ist die Sache mit der Mähne richtig – ich achte bei meinen Jungs auch immer drauf, dass nicht immer das Gewicht auf einer Seite liegt.

  • Avatar Xili sagt:

    Und: Man kan homöopathisch Silicea geben, was das Bindegewebe stärkt.
    Übrigens ist die Sache mit der Mähne richtig – ich achte bei meinen Jungs auch immer drauf, dass nicht immer das Gewicht auf einer Seite liegt.

    Den Silicea-Tipp habe ich auch gegeben, wie auch, dass sie die Mähne auf die andere Halsseite flechten sollte 🙂

  • Avatar Akascha sagt:

    Ich würde dann eher die Schüssler Salze geben, bin da nicht so bewandert, aber ist nicht die Nr. 1 für Bindegewebssachen?

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Weißt Du was ich klasse finde :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: …. dass Du als TÄ sagst, du wüsstest es auch nicht :resp: :hug: Das macht Dich um so mehr sympathisch und authentisch 🙂 :thumbsup:

    :red: :red: :red:

  • Avatar Xili sagt:

    Ich würde dann eher die Schüssler Salze geben, bin da nicht so bewandert, aber ist nicht die Nr. 1 für Bindegewebssachen?

    Hallo Akascha,

    das Silicea gibt es auch als Schüssler-Salz, hier Nr. 11 und die Nr. 1 ist Calcium fluoratum 😉

  • Avatar Xili sagt:

    :red: :red: :red:

    Neeneenee:

    :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: …. oder: Die ewig leidige Frage, wo ist hier der passende Smiley 8| ?(

  • Avatar Mone sagt:

    Mein 7-jähriger Hengst hat auch einen Kipphals. Den hatte er aber schon, als ich ihn 3-jährig und roh gekauft habe. Kurz vorher war er von Spanien importiert worden. Er war aber alles andere als fett und er hat auch kein EMS. Durch das Reiten und die Arbeit ist es etwas besser geworden, aber ganz weg kriegt man das sicherlich nicht.

    Das mit der Mähne finde ich interessant. Aber wie hält diese auf der anderen Seite? Hängt ihr da Gewichte dran? ?(

  • Avatar Ilustre sagt:

    Mein Pferd hatte als Hengst einen Ansatz zum Kipphals (kaum zu sehen, nur wenn er den Kopf hängen lassen hat). Nach der Kastration ist das Pferd muskulär total zusammengesackt und hat nie wieder ordentlich aufgebaut. Durch EMS ist er langsam aber stetig verfettet (neinein, mein Pferd ist nicht dick das ist ein Barockpferd :na: ). Der Hald wurde immer speckiger am Kamm und darunter null Muskeln :rolleyes:
    Nach meiner Erkennntis das er EMS haben könnte und ich eine entsprechende Diät angesetzt habe, hat mein Pferd über 100 KG (langsam) abgenommen und sieht nun wieder aus wie eine Pferd.. der Hals kippt natürlich mehr zur Seite und sieht einfach schwabbelig aus (bei Kopf runter. Unter dem Sattel sieht man das nicht).
    Grüßle
    Ina

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Das mit der Mähne finde ich interessant. Aber wie hält diese auf der anderen Seite? Hängt ihr da Gewichte dran? ?(

    Nö, nassmachen, rüberkämmen, einflechten (aber nicht zu fest) gut is… 😀

  • Avatar Saro sagt:

    Ich hatte mein Hengst 12 jährig abgemagert und mit Kipphals gekauft. Nachdem er gearbeitet war und aufgefuttert wurde hatte sich der Hals verbessert. Auch ich habe die Mähne immer auf die Gegenseite des Kipphalses geflochten. (Bei meinem kippte der Hals nach rechts) 14.5 jährig wurde er kastriert. Die ersten Drei Monate baute er dann kontinuierlich ab und der Kipphals wurde wieder deutlicher, danach legte er wieder zu und der Hals war wieder wie er zu seinen hengstzeiten. Später musste ich ihn dann auf Diät setzten.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Mein Friese wurde von der Erstbesi in jungen Jahren zu fett gefüttert. Der TA hatte damals wohl auch vor Kipphals gewarnt. ;( das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/21934/ Beim v/a oder hier ist er nicht so doll zu sehen: das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/21935/

  • Avatar eike sagt:

    Hallo,

    lese hier immer EMS, was ist das bitte?

    Grüßle

    Eike

  • Avatar Ilustre sagt:

    EMS = Equines Metabolisches Syndrom kurz.. Diabetis bei Pferden
    Grüßle
    Ina

  • GidranX GidranX sagt:

    Sollte man das bei einem Pferd mit Kipphals immer abklären? Haben am Stall einen Hengst mit ziemlichem Kipphals, aus Spanien importiert. Neigen die da zu Diabetes??

  • Avatar Tierra sagt:

    Sollte man das bei einem Pferd mit Kipphals immer abklären? Haben am Stall einen Hengst mit ziemlichem Kipphals, aus Spanien importiert. Neigen die da zu Diabetes??

    http://www.pferdewiki.de/wiki/Equines_Metabolisches_Syndrom Ich würde das abklären lassen, bevor sich dann auch noch Rehe dazu gesellt. Meine TAin meinte, dass es sich hier um eine „Wohlstanderkrankung“ handelt. Ohne Hinweise auf Haltung und Aufzucht stellen wir die Pferde auf die fetten Weiden und wundern uns dann, dass sie fast platzen und/oder Rehe haben. Ein fetter Mähnenkamm muss nicht EMS sein, es kann ein Hinweis auf die Erkrankung sein. Meine geht nur noch mit Maulkorb auf die Weide, bekommt melassefreies Kraftfutter, Heulage abgewogen und in engmaschigen Heunetzen; Rehe hat sie nicht.

  • >