Keilkissen?

By Janina | Ausrüstung

Hallo!
Ich geselle mich momentan zu den „Sattelsuchenden“ 😉 u. merke, dass sich das gar nicht so einfach gestaltet.

Ein besonderes Problem ist, dass ziemlich viele Sättel mit Keilkissen angeboten werden, ich aber gelesen habe, dass die für die „barocken“ Pferde nicht wirkl. geeignet sind. In der Cavallo wurden auch mal einige Experten zitiert, die von Keilkissen grundsätzlich nichts hielten (aber bei Cavallo-Artikeln bin ich auch immer etwas vorsichtig).

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Dennoch lese ich (natürl. bei Verkäufern von Keilkissensätteln), dass durch eben solche Kissen der Sattel angeblich besser liegt u. eine größere Auflagefläche hat.

Hier im Forum habe ich mich jetzt auch schon durch einige Sattelthreads durchgelesen u. auch hier wurde öfters empfohlen für barocke Pferdetypen einen Sattel ohne Keilkissen zu wählen.

Also könnte mir das bitte mal jemand irgendwie erklären? ?(

Und dann gleich noch eine Frage: Was genau ist die Alternative zu Keilkissen? Französische Kissen? Gibt´s da noch andere?

Beim Passier Grand Gilbert habe ich z. B. gelesen, dass es den ohne Keilkissen gibt, allerdings hat auch wieder hier im Forum jemand geschrieben, dass der aber auch kein französisches hat. Aber was für eins hat er denn dann? :wacko:

Also ich finde das alles seeehr verwirrend u. würde mich über ein paar Infos freuen 🙂

Liebe Grüße,
Janina

  • Sky0202 sagt:

    Hallo,
    ob Keilkissen sinnvoll oder nicht sind, hängt von deinem Pferd ab. Ich habe einen Andalusier mit einem Passier Grand Gilbert mit Keilkissen und er liegt sehr gut.
    Suche mal französische Kissen, dazu hatten wir schon einmal einen Thread. Ein guter Sattler sollte dir da weiterhelfen können.
    Viel Glück

  • janina sagt:

    Hallo,
    ob Keilkissen sinnvoll oder nicht sind, hängt von deinem Pferd ab. Ich habe einen Andalusier mit einem Passier Grand Gilbert mit Keilkissen und er liegt sehr gut.

    Also dass es vom Pferd abhängig ist, ist mir so weit schon klar. Die frage ist nur, in wie fern? Sprich: Ist es grundsätzlich von Vorteil bei einem breiteren Pferd mit kurzem, geschwungenem Rücken u. wenig Widerrist einen Sattel ohne Keilkissen zu suchen?
    Wo genau liegen da die Vorteile?
    Hast du dich bei deinem Sattel bewusst für Keilkissen entschieden oder hat sich das so „ergeben“? U. hat dein Andalusier einen „typischen“ Rücken oder eher gerade (unser erster Luso hatte z. B. auch einen wahnsinnig geraden Rücken, da hätte ich mich das auch nicht gefragt)?

    Suche mal französische Kissen, dazu hatten wir schon einmal einen Thread. Ein guter Sattler sollte dir da weiterhelfen können.
    Viel Glück

    Den Thread habe ich gelesen (vgl. meinen Beitrag, ich habe mich auch darauf bezogen, weil genau in diesem Thread geäußert wurde, der GG hätte eben keine franz. Kissen), aber meine Fragen werden da nicht beantwortet ?(
    Und guter Sattler ist hier auch nicht einfach 😉 Außerdem hätte ich gerne vorab Infos von Leuten, die mir nichts verkaufen wollen 😛

    Liebe Grüße,
    Janina

  • Sky0202 sagt:

    Hallo,
    der GG hat keine franz. Kissen. Jetzt kommt es eben wieder darauf an, was typisch ist 😀 …das Thema gab es ja erst von wegen alter, neuer Typ etc. Also, meine Stute hat einen sehr geraden Rücken mit einem sehr leichten Schwung. Die Schulter ist steil. Der Widerrist ist ausgeprägt. Mittlere Rippenbogenbreite. Kammerweite ca 33-34.
    Ich habe mich nicht für oder gegen Keilkissen entschieden, sondern für den Sattel, welcher gepasst hat. Ich habe nicht Vor-oder Nachteile verglichen, sondern habe mich für den Sattel entschieden, welcher optimal an den Rücken meines Pferdes angepasst werden kann. Zudem kommt noch dazu, dass jeder Hersteller eine andere Art Keilkissen anbietet. Die Form, Dicke und Breite unterscheiden sich da doch sehr stark. Persönlich würde ich bei einem Pferd, welches einen sehr kurzen Rücken und hinten überbaut ist von einem Keilkissen abraten, da dort starke Druckpunkte auftreten können oder der Sattel in seinem Schwerpunkt verschoben wird.

  • janina sagt:

    *ganztiefseufz*
    Also erst mal danke für deine Antwort!
    @Typisch: Dann würde ich sagen, dass deine Stute eine eher „untypische“ Rückenform für einen Andalusier hat 😛 (ist nicht bös gemeint, im Gegenteil, ich würde sogar sagen, dass das zieml. gut ist)

    Trotzdem muss ich noch mal auf meinen Ausgangspost Bezug nehmen:

    Beim Passier Grand Gilbert habe ich z. B. gelesen, dass es den ohne Keilkissen gibt, allerdings hat auch wieder hier im Forum jemand geschrieben, dass der aber auch kein französisches hat. Aber was für eins hat er denn dann?

    Die Frage habe ich extra hervorgehoben. Ich weiß, dass man ihn optional mit Keilkissen bestellen kann, aber normalerweise wird er ohne hergestellt. Nur eben mit was für einem dann? Also kein Keil- u. kein franz. Kissen, sondern….? (aber wenn das wirkl. niemand weiß, werde ich Montag mal mit einem Passier-Händler telefonieren u. mich erkundigen)

    Also trotzdem noch mal danke,
    liebe Grüße,
    Janina

  • Sky0202 sagt:

    Der GG hat ein ganz normales Kissen oder auf Wunsch Keilkissen. Guck dir mal die Homepage an. Dort findest du alle Modelle und die Möglichkeiten. Die Pferde meines Züchters haben alle so schöne Rücken 🙂 . Fulda ist ja nicht so weit weg von mir. Wenn du willst, kannst du den sattel auf meinem Pferd ausprobieren und ihn dir genau angucken.
    Lg Karin

  • Fröschchen sagt:

    Meld‘ mich auch ‚mal:

    Hatte für die Bahn eine Zaldi New Kent benützt, der dem Vor-Pferd (Lusi-Stute mit 1,69 !!) optimal gepaßt hatte. ICH sitze wieder gut, aber hatte den Eindruck, daß die KK dem jetzigen 5 1/2 j. Lusi-Hengst mit nur 1,52 eben nicht gut tun, weil sie punktuell „einpieken“.

    Nun habe ich einen gebrauchten Sommer (Tristan?? Irgendwas von Wagner…), hinten echt flach, allerdings auch aalglatt, aber er läuft besser. Ich glaube nicht, daß das frz. Kissen sind, sondern eben nur keine KK.

  • Chaplin sagt:

    Stübben stellt(e) einen Sattel Namens „Tristan“ her.

  • janina sagt:

    Der GG hat ein ganz normales Kissen oder auf Wunsch Keilkissen. Guck dir mal die Homepage an. Dort findest du alle Modelle und die Möglichkeiten. Die Pferde meines Züchters haben alle so schöne Rücken 🙂 . Fulda ist ja nicht so weit weg von mir. Wenn du willst, kannst du den sattel auf meinem Pferd ausprobieren und ihn dir genau angucken.
    Lg Karin

    Danke für das Angebot! 🙂 Evtl. würde ich darauf zurückkommen, wenn ich wirkl. darf!

    Und ich weiß ich bin furchtbar (bzw. was Sättel betrifft eben furchtbar unwissend :S , da das bisher nie Thema war): Was ist der Unterschied zwischen einem normalen u. einem französischen Kissen?

    @Fröschchen:
    Die Zaldis haben mir, glaube ich, zu viel Pausche u. die „Tristans“ von Stübbe, die ich jetzt so auf die Schnelle im Inet gefunden habe, waren auch alle mit Keilkissen. Trotzdem natürl. vielen Dank für die Antworten 🙂

  • Sky0202 sagt:

    Ja, das Angebot steht. Ich weiß selbst wie blöd die Sattelsuche ist. Dies ist mein 4. mit der Kleinen :rolleyes:

  • Tomte sagt:

    Hallo!

    Ha, da kann ich mithalten!

    Tomte ist sehr kurz im Rücken, angefangen haben wir dann mit einem Dressursattel von Sommer mit kleiner Sitzfläche und Keilkissen.

    Wir haben das Pferd physiologisch aufgebaut und festgestellt, dass sich der Rücken stark verändert.
    Zwischendurch habe ich dann einen Sattel von Prestige (Venus) benutzt mit französischen Kissen, der lag super gut. Nur passte der Sattel dann leider nach 1 172 Jahren in der Kammer nicht mehr und konnte auch nicht so verändert werden.

    Jetzt sind wir bei einem Massimo Dressursattel gelandet, der super sitzt, auch mit Keilkissen. Der Rücken von Tomte ist aber relativ gerade, so dass die Kissen nicht drücken und der Sattel vernünftig im Schwerpunkt sitzt. Wichtig ist mir da auch, dass die Schulter frei ist, das gibt dieser Sattel prima wieder.

    Das Sattelproblem ist allgegenwärtig, ich kenne niemanden, der auf Anhieb zufrieden ist.
    Ich würde auch nicht unbedingt blind einem Sattler oder einem Verkäufer vertrauen. Bei uns am Stall hat ein Sattler einen Sattel „angepasst“, der so das Pferd in der Bewegung behindert, dass das Tier anfängt zu bocken, wenn man Wendungen reiten will. Die Kammer ist so eng, dass das Pferd gar keine Muskeln mehr aufbauen kann und die Kissen drücken in den Rücken. Der Sattler ist bei uns recht bekannt und sollte eigentlich einen guten Job machen….

    Ich bin dafür, sein Pferd ganz genau zu beobachten und aufs Gefühl zu hören.

    Liebe Grüsse

    Viola 🙂

  • Red Setter sagt:

    Und ich weiß ich bin furchtbar (bzw. was Sättel betrifft eben furchtbar unwissend :S , da das bisher nie Thema war): Was ist der Unterschied zwischen einem normalen u. einem französischen Kissen?

    Also: normale Kissen sind Kissen, die aus einem Stück Leder gefertigt sind (so wie bei eigentlich allen alten Sätteln). Keilkissen sind normale Kissen, in die ein Keil (Dreieck oder ovales Stück) eingenäht wird – das erkennst Du an den entsprechenden Nähten hinten am Sattelkissen.
    Französische Kissen sind nicht mit dem Sattel vernäht, sondern nur vorne und hinten befestigt, man kann sie also verschieben.

    Grüße,
    Red

  • janina sagt:

    Danke schön!!!
    Das mit dem Keilkissen u. der Naht wusste ich ja, aber dank dir, Red, weiß ich nun auch den Unterschied zw. normalem u. franz. :thumbsup:

    @Viola: Also ich war mit dem Kieffer jetzt 14 Jahre lang zufrieden, aber halt auch deshalb, weil mein Pferd recht unempfindlich ist (ich glaube, der hatte schon wesentlich schlimmeres auf dem Rücken :whistling: @Narbe auf selbigem).
    Das ist natürl. einerseits ganz angenehm, andererseits wird es dann mit „Pferd beobachten“ recht schwierig 😉
    Ich habe durchaus auch schon über einen Maßsattel nachgedacht, aber eigentl. ist mir der Preis für die vorraussichtliche Zeit, die der Sattel noch im Einsatz sein wird (bedingt durch das Alter des Pferdes) doch etwas hoch. Aber mal schauen…
    Momentan bin ich selbst noch gespannt, bei welchem Sattel ich dann mal lande.

    So weit jedenfalls schon mal viiiielen Dank an euch 🙂

  • umsl sagt:

    Grundsätzlich ist die Sache ganz einfach, das Kissen muss der Rückenlinie angepasst sein. Wenn also der Rücken gebogen ist wie eine Banane und da ein Sattel mit nahezu geradem Kissen draufliegt, dann drückt das. Und Barockpferde haben eben häufig einen geschwungeneren Rücken mit einer nach hinten ansteigenden Rückenlinie. Packst du da ein Keilkissen drauf, drückt das hinten in den Rücken. Muskulatur kann nicht aufgebaut werden. In Extremfällen bildet sich eine Brücke. Deswegen hat meine Stute mit Keilkissen-Sattel auch vorne weiße Haare bekommen, nicht hinten.
    Ich habe jetzt einen Albion mit einem oben genähten Kissen. Das ist genauso geschwungen wie der Rücken, was bei dem Senkrücken meiner Stute recht schwierig zu finden war. Glücklicherweise habe ich eine Sattlerin erwischt, die sich ein bissel auf die barocken spezialisiert hatte. Bisher bin ich sehr gut damit gefahren, ihr zu vertrauen … und das muss man können. So ungefähr sehe auch ich, ob ein Sattel passt, aber wenns dann ins Detail geht ?( … und diese Details sind so wichtig, wenn man weiterkommen möchte. Ist wie Bergwandern mit Flip-Flops.

  • Janina sagt:

    *g* Na, mit weißen Haaren wird´s bei meinem auch etwas schwierig 😀

    Danke für deinen Beitrag!
    Ja, mein Vater hat auch einen Albion für seinen Luso u. ist sehr zufrieden damit (trotz Keilkissen; der hat aber auch einen ganz anderen Rücken als meiner).

    Allerdings finde ich den Sattel zum Sitzen furchtbar. Es geht „schon mal“, aber so für jeden Tag wäre das nichts für mich :whistling:

    Ich habe jetzt aber einen Termin mit einer, glaube u. hoffe ich zumindest, ganz kompetenten Sattlerin, die auch schon öfters mit Iberern zu tun hatte u. ich schaue jetzt mal, was sie mir rät 🙂

    Liebe Grüße,
    Janina

  • Fröschchen sagt:

    Stübben stellt(e) einen Sattel Namens „Tristan“ her.

    Jaja, die eilige Flüchtigkeit (bin auch kein Marken-Fetischist): ist ein Stübben, kein Sommer-Sattel, der Tristan.

    Da schon ein älteres Modell, lasse ich ihn mom. komplett neu polstern, da insgesamt recht hart. Auch etwas mehr Pausche anbringen für mich (keine Kotflügel, aber etwas mehr Hilfe für mich).

    Zaldi (mit KK) wird in der Mitte etwas aufgepolstert wg. Brückenbildung, und die Gurtung verändert, dann sollte er auch gut sein.

    Glücklich bin ich jetzt mit meinem generalüberholten und wieder instandgesetzten alten Relvas. Sollte man beim Iberer durchaus probieren. Etwas anderes Sitzgefühl von den Beinen her (anfangs zieht es diese nach hinten), ist aber Gewöhnungssache.

  • Moon Moon sagt:

    Zitat von »janina«

    Und ich weiß ich bin furchtbar (bzw. was Sättel betrifft eben furchtbar unwissend , da das bisher nie Thema war): Was ist der Unterschied zwischen einem normalen u. einem französischen Kissen?

    Also: normale Kissen sind Kissen, die aus einem Stück Leder gefertigt sind (so wie bei eigentlich allen alten Sätteln). Keilkissen sind normale Kissen, in die ein Keil (Dreieck oder ovales Stück) eingenäht wird – das erkennst Du an den entsprechenden Nähten hinten am Sattelkissen.
    Französische Kissen sind nicht mit dem Sattel vernäht, sondern nur vorne und hinten befestigt, man kann sie also verschieben.

    Grüße,

    Zur Ergänzung: Wie Carnacat mir mal erklärte, können auch französische Kissen Keilkissen sein 😉

  • Janina sagt:

    Echt? Hm, okay, ich habe bis jetzt gedacht, franz. Kissen wäre gleichbedeutend mit „nicht Keilkissen“ :denk:

    Carnacat hatte ich auch schon mal angeschrieben, aber leider keine Antwort erhalten :nix:

    Nun ja, nächste Woche habe ich einen Termin mit einer Sattlerin (der erste musste verschoben werden) u. werde dann mal schauen, was die mir so empfiehlt.

  • Moon Moon sagt:

    Ich glaube dieser Beitrag ist dem Crash damals zum Opfer gefallen.

    Sie hat es glaube ich so erklärt.

    Bananenkissen normalerweise wie ihr es erklärt hattet, vorne und hinten festgepockt und nicht fest mit dem Sattel verbunden.
    Ein Bananenkissen mit zusätzlich eingenähtem Keil, soll wohl eine breitere Auflage schaffen (war bei meinem Startrekk so).
    Ein normales Keilkissen – fest mit dem Sattel verbunden und eben Keile eingenäht.

    Ich schaue nochmal ob ich den Beitrag irgendwo finde!

    –> Nö nicht gefunden ;( Der Thread hieß glaube „Wie vermesse ich einen Sattel“

  • Janina sagt:

    Vielen Dank jedenfalls für die Info :thumbsup:

  • >