Kann man jemandem raten, einen Kopper zu kaufen?

By Diana | Zähne, Kopf

Diese Seite bewerten

Leute ohne allzuviel praktisches Fachwissen wollen für ihre jugendliche Tochter ein Reitpferd kaufen.
Ein Pferd ist im Angebot, das von den Rahmenbedingungen her passen könnte – aber es ist ein Kopper.
Es käme in Haltungsbedingungen, die für einen Kopper ideal wären, aber man weiß ja nie, worüber sich so ein Pferd aufregt – vielleicht fände es das neue Leben gar nicht so toll.

Sollte man da besser zu- oder abraten?

  • Avatar Chaplin sagt:

    Also ich habe ja selber einen Kopper, der soweit keinerlei Probleme damit hat… ich unterbinde das Koppen nicht. Am Anfang war es sehr gewöhnungsbedürftig und es hat mich ehrlich gesagt sehr „aufgeregt“, wenn er wieder – anscheinend grundlos – zu koppen begann. Mittlerweile höre und sehe ich das gar nicht mehr, er führt ein „normales“ Leben … dennoch wüsste ich nicht, ob ich den Kauf empfehlen würde… auf der anderen Seite: warum nicht 8| … über eventuelle gesundheitliche Probleme, die auftreten könnten, müsste man sich vorher ggf. infomieren und abwägen…

    Man muß sich darüber im Klaren sein, daß man einem Kopper seine Unart mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht abgewöhnen kann, es aber über die Haltungsbedingungen mildern/ optimieren könnte.

  • Avatar Saro sagt:

    Ich würde da weder zu noch abraten. Du kannst einfach aufklären, die Vor und Nachteile erzählen und dann müssen sie sich selber entscheiden. Würde das nie als Rat sonder immer als Info verpacken (verstehe aber nix von Kopper, habe schon weig keinen mehr gesehen)

  • Avatar Shiva sagt:

    Also ich kenne einen Kopper, bei dem die Besitzer das homöopatisch in den Griff bekommen haben. Natürlich auch durch Beschäftigung des Pferdes und Freilauf im Offenstall. Generell einen Rat dazu abzugeben finde ich immer etwas problematisch …

  • Avatar Savannah72 sagt:

    Klar, warum denn nicht? Was spricht dagegen? Es wird immer wieder darauf hingewiesen in sämtlichen Zeitschriften, das es nicht stimmen soll das Pferde aufgrund von Koppen mehr Koliken haben sollen, als andere Pferde.
    Ich selber habe ja auch einen Kopper und das seit 5 Jahren. Er stand vorher in Boxenhaft und jetzt bei mir im Offenstall. Da er ein starker Kopper war, habe ich ihm bei mir fast alle Möglichkeiten zum Koppen genommen. Um zu koppen muß er schon etwas weiter laufen, sonst koppt er während des Fressens, nicht nur beim Kraftfutter, sondern auch beim Heu fressen.
    Es war also wirklich extrem und er magert ab wenn er permanent koppt, zumal alle Anderen ihm sein Futter während des Koppens wegfrassen. Er ging auch ne Zeitlang weg und ließ sein Futtereimer stehen um zu koppen, da war der Eimer natürlich leer wenn er wieder kam. Seitdem muß er noch weiter laufen um zu koppen und jetzt frißt er auch in Ruhe sein Kraftfutter auf und hin und wieder läuft er dann zu seinem Kopperbalken gar nicht mehr rüber, weil das meiste Futter dann schon aus dem Maul raus ist und er dann nur noch wenig koppen kann. Ich füttere ihn auch nur noch aus dem Eimer und nicht mehr aus dem Trog, das hat auch schon viel gebracht.
    Er koppt an schräge Balken usw. Da wo er koppen kann habe ich E-Zaun gespannt und ihm auf jeder Wiese und auf den kleinen Weiden neben dem Paddock jeweils eine Möglichkeit zum Koppen gegeben. Auf dem Paddock selber gibt es keine Möglichkeit mehr. Aber da immer eine Wiese offen ist, geht er dann dort rüber. Er koppt dadurch wesentlich weniger, weil es ihm manchmal einfach zu blöde ist soweit zu laufen. Er muß etwa 40 – 50 m weit vom Offenstall/Heuraufe gehen um koppen zu können.
    Ein Kopperriemen würde ich persönlich nicht benutzen. Aber jedes Kopperpferd ist auch individuell anders. Homöopathische Mittel haben bei meinem leider gar nicht geholfen.

    Das was auf keinem Fall gemacht werden darf ist dem Pferd eins auf die Nase zu hauen wenn er koppt. Das hat man mit meinem Araber vorher gemacht und ist jetzt noch nach 5 Jahren ein wenig Kopfscheu. :doh: :irre:
    Wo ich das koppen per Stimme abstellen kann ist, wenn er angebunden steht. Wenn ich ihn putze und sattel, dann möchte ich nicht das er koppt. Sonst ist er beim Sattelgurtfestzurren empfindlicher. Aber da brauche ich nur „nein“ sagen, dann hört er sofort auf.

    Ansonsten habe ich mich inzwischen damit abgefunden, was anfangs schon schwer fiel. Allerdings mehr die doofen Bemerkungen, was macht Dein Pferd da? Dann beantworte ich immer diese Frage mit: pferdisches Rauchen, es ist ne Sucht wie andere mit ihren Zigaretten. :nase:

    Wenn das Pferd ansonsten Top ist, würde ich es kaufen. Ich finde das ist ein Gewährsmangel wo man durchaus mit Leben kann. :ja:

    Liebe Grüße, Silke

  • Avatar sinola sagt:

    Wenn das Pferd ansonsten ok ist, warum nicht??

    Wie man heute weiß, sind Kopper oft hochsensible Tiere. Die Ursachen für Koppen können vielfältig sein.
    Fakt ist jedoch, dass koppende Pferde oftmals deshalb kolikanfälliger sind, weil sie Magenprobleme oder sogar Magengeschüre haben.

    D. h. nicht nur „Beschäftigung“ ist wichtig, sondern viel gutes Rauhfutter.

    Natürlich sollte man Streßsituationen vermeiden und die Haltungsbedingungen optimieren und nicht am koppen hindern. Das macht solche Pferde oft gereizt und wenn man bedenkt, dass es eben nicht nur eine Unart (Gewährsmangel gibt es nach neuem Recht als solche nicht mehr) ist sondern oft organische Ursachen hat, ist auch nicht sinnvoll.

    Eines meiner Pferde koppt übrigens auch ………

  • Avatar Akascha sagt:

    Fakt ist jedoch, dass koppende Pferde oftmals deshalb kolikanfälliger sind, weil sie Magenprobleme oder sogar Magengeschüre haben.

    Hatten wir das nicht hier vor einiger Zeit?
    Koppen ist wohl keine Unart, sondern eine Problematik aus dem Magenbereich!
    Irgendein Wissenschaftler oder so ( man ich weiß es nicht mehr genau, Vorstufe Schusselheimer) hat mal ner Probandengruppe Pferde Renni gefüttert und das Koppen wurde weniger oder verschwand sogar!
    Wenn das Pferd sonst gut passt, warum nicht! Allerdings sollten die Leute das schon alleine entscheiden, nicht dass Du später den Schwarzen Peter untergeschoben bekommst falls was falsch läuft!

  • Avatar Mosquetero sagt:

    Aber wenn Koppen eigentlich gar nicht schlimm ist, warum sind dann viele Koppern gegenüber so skeptisch? Ich kenne z.B. eine junge Stute (v. Rubinstein), die erfolgreich bis Dressurpferde A vorgestellt wurde. Der Besi starb, Pferd sollte weg. Problem: Kopper!! Die Stute wurde für einen Appel und nen Ei in den Schulbetrieb verkauft und muss nun täglich Anfäger durch die Gegend tragen. Warum??? Ich habe sie selbst mal geritten, super leichtrittig, tolle Gänge, bisschen hampelig, aber brav. Warum will niemand ein solches Pferd kaufen, nur weil es koppt?? Oder warum gehen Kopper gewöhnlich weit unter Wert weg? Würde mich ehrlich mal interessieren!

  • Avatar Akascha sagt:

    Weil Koppen zu den Gewährsmängeln gehört oder gehörte!
    Dies Ding mit Magen und Koppen ist eher eine neuere Erkenntnis!

  • Avatar Liebe Frau sagt:

    moin :

    ich würde jeder Zeit wieder einen Kopper kaufen,
    habe bislang null Nachteile davon gehabt !
    Ausser, dass diese Ignoranten in den öffentlichen Reitställen
    immer verlangten, dass mein Pferdchen nicht neben ihren untergebracht wird.
    Weil sie sich das ja angeblich abkucken.
    Daraufhin habe ich DVD Player mit perfekten Piaffen und Passagen aufstellen wollen,
    damit die Pferde sich das abkucken können 😛
    Nun, da ich einen eigenen Stall habe –
    lass ihn koppen :attack:
    abgekuckt hat es sich bislang keiner
    er hat keinen Unterhals
    ist auch nicht verspannt
    also, was solls
    die blöden Hauptmängel sind eh abgeschafft

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Ich würde da weder zu noch abraten. Du kannst einfach aufklären, die Vor und Nachteile erzählen und dann müssen sie sich selber entscheiden. Würde das nie als Rat sonder immer als Info verpacken

    Genau SO würde ich es machen, sonst ist der Beratende nachher der Dumme.
    Kopper sind oft billig, weil niemand sie im Stall haben will.
    Daß gesundheitlich eine Magenproblematik dahinter stecken kann, wurde hier ja schon erwähnt.

  • Avatar Diana sagt:

    Es ist ein SEHR nettes Pferd und passt prima zu dem Mädchen – aber er koppt wie Sau.
    (Vorhin war Termin zum Gucken und Ausprobieren.)
    Ich bin gespannt, wie sich die Leute entscheiden.

  • Avatar Hijara sagt:

    Wenn die das Pferd kaufen weil es eben billiger ist, finde ich das keine gute Voraussetzung. Da kann man sich dann nur wünschen dass das Geld für die Tierarztrechnungen… reicht. Wenns die große Liebe ist 😉 warum nicht. Man muss aber auch bedenken dass das Pferd sehr schwer weiter zu verkaufen wäre. Wir hatten eine Kopperstute nebenan stehen mit ganz flachen Zähnen vom Koppen. Die wurde gedeckt, hatte während der Trächtigkeit massiv mit Koliken zu kämpfen und hat nun seit 5 Wochen ihr Fohlen. Es koppt inzwischen auch. Das fand ich sooo schrecklich. So ein niedliches Kerlchen und setzt schon mit den Zähnen laufend am Tor auf. Sorry- das war OT.

  • Avatar oldie sagt:

    Ein Pferdehändler sagte mir mal “ Watt de Peerd in de Freiziit mache- is misch ejal“.
    Mir auch- ich mag Kopper- sind sie doch meist ein Ticken intelligenter, als die anderen….sie brauchen “ mehr“ an Entertainment und co. Gefällt mir doch. Kluge Köpfe.
    Wenn se könnten, würden sie Rauchen.. 😀
    ( SARO: Weggucken!)

    Also: Wenn se gesundheitlich o.k sind und nicht dauernd rumkoliken und die Zähne verrammeln- egal. KAUFEN. :thumbsup:

  • Avatar Liebe Frau sagt:

    ja ja intelligent sind die 🙂 🙂 🙂

  • Avatar Kigali sagt:


    Generell würde ich mit zu oder abraten immer etwas vorsichtig sein.

    Wie hier schon geschrieben, kann man mit Koppern immer wieder Probleme bekommen. Sei es das irgendein Hirni nicht will das der Kopper neben seinem Pferd steht oder gesundheitliche Probleme (Koliken, extremer Zahnabrieb)

    Allein die Tatsache, das ein Pferd koppt, wäre für mich kein Grund, ein Pferd nicht zu kaufen. Wäre ich wegen des koppens unsicher, würde ich meinen Tierarzt fragen, ihn bitten bei der AU einen genauen Blick auf die Zähne zu werfen.

  • Avatar Diana sagt:

    Wenn die das Pferd kaufen weil es eben billiger ist, finde ich das keine gute Voraussetzung. Da kann man sich dann nur wünschen dass das Geld für die Tierarztrechnungen… reicht

    Ehm – wie kommst Du denn darauf?
    Das Pferd ist nicht billig und was für Tierarztrechnungen meinst Du???

  • Avatar Rosarot sagt:

    also ich glaub, ich würde versuchen, mich davor zu drücken 🙂 (Vor dem zu- oder Abraten meine ich jetzt).

    Ich bin da nämlich absolut ambivalent, was einen Kopper angeht

  • Avatar Caprichoso sagt:

    Wir hatten eine Kopperstute nebenan stehen mit ganz flachen Zähnen vom Koppen. Die wurde gedeckt, hatte während der Trächtigkeit massiv mit Koliken zu kämpfen und hat nun seit 5 Wochen ihr Fohlen. Es koppt inzwischen auch. Das fand ich sooo schrecklich. So ein niedliches Kerlchen und setzt schon mit den Zähnen laufend am Tor auf.

    Das würde aber die These bestätigen, dass Koppen manchmal doch abgeguckt wird!? Oder können Magenprobleme auch vererbt werden? ?(

  • Avatar Lichtgestalt sagt:

    Ich denke bei Fohlen ist es was anderes, die imitieren ja eh ständig die erwachsenen Pferde, v.a. die Mutter. Bei einem Fohlen habe auch ich es schon erlebt, dass es versuchte das Koppen des Nachbarpferdes nachzuahmen.

  • Avatar Caprichoso sagt:

    Hmm, und ab welchem Alter hört das imitieren auf??

  • Avatar Granit sagt:

    Hallo,

    ich halte Koppen nun auch nicht für so schlimm, aber es gibt immer wieder Leute, die sich in Vorurteilen ergehen.

    Ich von so einer Sache mal profitiert. Bekannte von mir hatten einen Kopper gekauft. Die Leute hatten recht wenig Ahnung und als sie das Pferd in so Nobelställen unterbringen, wollten hat man die Nase gerümpft. Lange Rede kurzer Sinn, das Pferd war nun nicht mehr „gut“ genug und sollte Schnellstmöglich wieder verkauft werden.

    So habe ich dieses Pferd für 2000DM gekauft. Ein gutes Pferd, hinterher bis M/A erfolgreich, ohne gesundheitliche Probleme.

    Und was der in seiner Freizeit macht, ist mir herzlich egal.

    Schönen Gruß

  • Avatar Donnaluttchen sagt:

    Ich kannte auch mal eine koppende Stute, die hatte auch öfters Koliken. Dann bekam sie einen Koppriemen auf (beim Reiten machte sie es nicht, also da natürlich kein Riemen) und das Thema war gegessen. Keine Koliken mehr, kein Koppen mehr. Sie war eine sehr erfolgreiche Ponystute bis Dressur Klasse M.

  • Avatar Caprichoso sagt:

    Diese Koppriemen sind aber auch sehr umstritten. In meinem Exstall gab es einen Kopper, der so ein Ding anhatte und ich fand es wirklich bedenklich eng…
    Was genau bzw. wie (be)wirken die eigentlich???

  • Avatar Granado sagt:

    hey capri,

    soweit ich es weiss, liegen die kopperriemen immer sehr eng an… das pferd kann fressen und trinken aber nicht koppen, und zwar weil das metallteil des riemens vor/auf dem kehlkopf aufliegt und andere,’unnatürliche‘
    bewegungen des kehlkopfes verhindert. beim koppen bewegt sich der kehlkopf sehr weit nach hinten, um luft einzuziehen und diese zu schlucken. diese weit nach hinten gerichtete bewegung wird durch das metallteil verhindert, es wird druck auf den kehlkopf ausgeübt. pferd empfindet das als unangenehm/schmerzhaft und lässt das koppen… allerdings gibt es auch kopper, die trotz riemem koppen..

    ich hoff ich habs richtig erklärt…

    doll finde ich so riemen nicht, grenzen für mich an tierquälerei… aber das ist sicher eine frage der einstellung..

    lg carina

  • Avatar Akascha sagt:

    Soweit ich weiß, sind Kopperriemen inzwischen Tierschutzrelevant!

  • Avatar waikiki sagt:

    hallo zusammen!

    in meinem stall gibt es drei kopper. keiner hat irgendwelche gesundheitlichen probleme.

    die anderen pferde haben sich das koppen nicht abgeschaut. ich würde jederzeit wieder einen kopper kaufen! eins der drei pferde hätten wir als „nichtkopper“ nicht bezahlen können!

    die intensität des koppens hat bei allen pferden sehr nachgelassen, das koppen tritt nur noch sehr selten auf.

    kopperriemen etc. finde ich absolut no go und schrecklich!!!

    bei guten haltungsbedingungen läßt das koppen wie schon gesagt auch so deutlich nach, dass man nicht weiter darüber nachzudenken braucht!

    lg waikiki

  • Avatar Donnaluttchen sagt:

    Im von mir bezeichneten Fall war der Koppriemen quasi die letzte Möglichkeit um das Pferd vor schlimmeren gesundheitlichen Schädigungen zu schützen. Das Pony war sehr gut untergebracht. Sie war Freikopper und hat dies immer mal wieder gemacht. Durch das Koppen hatte sie sehr viele Koliken (sie war im Jahr wohl 5 mal in der Klinik und zig Koliken noch zu Hause). Nachdem der Koppriemen angelegt wurde hatte sie keine einzige Kolik mehr, war richtig gut zufrieden und sehr erfolgreich im Sport. Ich denke, jetzt mal überspitzt ausgedrückt, wenn die Alternative ein selbst herbeigeführter Tod durch Koliken ist und es diesem Tier (in diesem Fall) wirklich eine Erleichterung gebracht hat, war es keine Tierquälerei. Das heißt aber nicht, dass ich jedem Kopper sofort einen Koppriemen anlege. Ich denke die Situation, die das Koppen verursacht sollte zunächst untersucht und behoben werden. Ich habe aber schon oft gehört, dass zu kleine Kopperriemen oder falsch verschnallte Kopperriemen den Pferden quasi die Luft abgedrückt haben. Das ist wirklich Tierquälerei. Ob der Kopperriemen wirklich tierschutzrelevant ist habe ich noch nicht gefunden. Ich kenne die eine oder andere Aussage darüber.

  • Avatar Tomte sagt:

    Hallo!

    Ich hatte auch eine Stute, die auf Teufel komm raus gekoppt hat, als ich sie bekam. Ich habe sie trotz des Koppens gekauft, weil sie mir gefiel und die Chemie zwischen uns einfach „stimmte“.

    Das Pferd hatte ein riesen Leistungspotenzial und musste ständig beschäftigt werden, dann war es auch mit dem Koppen etwas besser. Allerdings stand sie zu der Zeit auch in einem Schulpferdestall (sie war vor meiner Zeit Schulpferd), was nicht die beste Haltung für sie war (Einzelhaft in dunklen Boxen).

    Wir haben dann zuhause einen grossen Offenstall gebaut und das Pferd zusammen mit unseren beiden anderen Ponys nach Hause geholt. Das Koppen wurde merklich weniger, aber ganz hat es nie aufgehört. Die Stute war aber immer kerngesund, hatte nie Probleme mit Verdauung oder den Zähnen. Nie eine Kolik.

    Das Koppen selber hat mich nie gestört, auch die anderen Pferde haben es sich nicht abgeschaut. Der Welsh-Cob war 3, als er zu uns kam und Tomte war 4, als er dazu kam.
    Die Stute habe ich dann später in gute Hände verkauft, sie geht jetzt ins Gelände und darf in einem Aktiv-Laufstall weiter koppen!

    Von den Riemen halte ich persönlich gar nichts. Man bekämpft damit ein Sympton, aber nicht die Ursache! Meine Stute hatte auch einen Riemen, als ich sie kaufte. Dieser war aber das erste, was dann schnell entsorgt wurde!

    Liebe Grüsse

    Viola 😉

  • Avatar Schneehuhn sagt:

    Hallo, ich bin neu hier und durch Zufall über Googl hierher gekommen.

    Seit 1,5 Jahren habe ich einen Kopper. er ist jetzt 3 und angeritten. Ich habe ihn kennengelernt, als er 6 Monate alt war und da hat er schon gekoppt. Aufgewachsen ist er in der Fohlenherde ohne Möglichkeit zum Aufsetzen.Er nahm/nimmt dann eben den Hintern seiner Kumpels. Mit 10 Monaten hat er eine Kopper Op gehabt,die nur soweit etwas gebracht hat, dass er das Geräusch nicht mehr macht.Koppen macht er weiterhin. Die Narbe am Hals ist zu fühlen aber nicht zu sehen.Unterhals hat er auch nicht.

    Er hat keinerlei gesundheitlichen Probleme und ist ein ganz hübscher und mega lieber Kerl.Stets lernwillig und artig.

    Klar Veresuche ich das Koppen einzuschränken, aber ganz geht es nicht.

    Mir ist aufgefallen, das er sofort nach dem Fressen koppt.Egal was er bekam. Angewohntheit oder Magengeschwüre? Eine Magenuntersuchung möchte ich ihm nicht zumuten,werde aber mal etwas mit dem Futter ändern.

    Er bekommt im Winter morgens und abends Hafer/Müsli mit Öl und Mineralien und 3 mal täglich Heulage.Steht 12 Std. draußen mit anderen Teenies.

    Im Sommer 24 Std. Weide und Kraftfutter nach dem Reiten.Achso, Karotten und Äpfel gehören ( für mich) mit zum Kraftfutter.

    Nun hatte ich gelesen, dass Pferde mit Magengeschwüren ( die beim Kopper vermutet werden) kein Getreide und keine Melasse gefüttert werden sollte. Was gäbe es als alternative? Maisflakes finde ich nicht so prikelnt. Habe an Luzernecobs gedacht, da soll es aber teilweise dicke Beine geben.?

    Ich kann nicht dazuraten einen Kopper zu kaufen,abraten aber auch nicht. Als Besitzer eines Koppers hat man immer mit den anderen Pferdebesitzern zu kämpfen. Es ist eben immernoch die Ansicht verbreitet, dass sich die Pferde sowas abgucken. Klar, wenn ein Pferd die Veranlagung dafür hat, könnte es passieren. Meiner war der einzige Kopper im ganzen Stall.Kein anderes Fohlen hat gekoppt und die Mutter auch nicht.

    Er ist sehr sensibel aber sehr inteligent und ich bereue es nicht ihn gekauft zu haben. Seit ich ihn habe, hatte er eine leichte Kolik, die kam aber wegen Wetterumschwung (meinte die TA).Zu der Zeit waren aber auch in anderen Ställen viele Koliken.

    LG :attack:

  • Avatar Laremy sagt:

    Ich hatte als Teenager eine sehr intelligente fleißige Stute, die koppte. Je mehr Beschäftigung und Freigang sie hatte, desto weniger bis gar nicht hat sie gekoppt. Wurde sie aufgestallt, fing sie wieder an zu koppen. Es nervte eigentlich nur dieses ständige Gerülpse.

  • Avatar Nicole sagt:

    Meine frühere Turnierstute, hat auchgekoppt wie ne wahnsinnige. Wir haben sie 6 jährig von der Weide gekauft, mit Fohlen bei Fuss. Sie hatte von anfang an gekoppt, das Fohlen NIE. Die Stute war genial, man konnte sie von 5 jährigen Kindern reiten lassen, lief erfolgreich L-Dressur und war immer gesund, sie hatte NIE was. Auch hat sich das Koppen kein anderes Pferd in dem Stall wo wir standen abgeschaut.

    Ein Kopperriemen hatten wir damals auch ausprobiert, er brachte gar nix. Auch die Stellen, wo sie aufsetzte mit irgendwelchen Mittelchen einschmieren war erfolglos.

    Also ich würde immer wieder einen Kopper kaufen, das einzige Problem was man mit ihnen bekommen kann ist, das kein Stallvermieter sie haben will.

  • Avatar Binchen sagt:

    Hallo, ich denke das kann man nicht so pauschal sagen. Ich kenne eine Stute die koppt und damit keine Probleme hat. Unser Wallach stand ein Jahr neben ihr und hat sich das Koppen nicht abgeguckt, genausowenig hat sie sich das weben angewöhnt 😀

    Ich kenne aber auch einen Wallach der koppt und der hat immense Probleme. er kolikt mind. einmal im Monat. Der Ta meint das es mit dem Koppen zusammen hängt. Magenspiegelung wurde schon gemacht, aber nichts gefunden.

    Ob es wirklich einen Zusammenhang gibt, könnte wohl das Pferd nur selber sagen.

    Also prüft ob das Pferd ausser dem Koppen keine anderen Probleme hat, wenn sonst alles in Ordnung ist, hätte ich keine Probleme einen Kopper zu kaufen.

    Achso es sollten auch noch die Schneidezähne nachgesehen werden, da es Kopper gibt, bei denen sie extrem abgenutzt sind und es gibt Ställe die keine Kopper aufnehmen.

  • Avatar E.v.A. sagt:

    Ich denke, wenn ein Pferd aus Nervosität koppt, könnte es auch eher zu Koliken tendieren, da es sich leichter aufregt etc.

    Ein Pferd, das aus Langeweile koppt, wird vermutlich nicht so schnell an Koliken leiden und braucht evtl. nur mehr Beschäftigung.

    Ein Pferd das aus Schmerzen koppt, wegen MAgengeschwür etc. kann man sicher oft medizinisch behandeln.

    Bei allen Arten des Koppens, ist es fraglich, ob es nach Abstellen der Ursache wieder weg geht oder nicht.

    Ich hatte in meiner Laufbahn bisher drei Kopper. Einen Freikopper zwei Aufsetzkopper. Der eine Aufsetzkopper hatte Anfangs ziemlich viele Koliken, bis wir Selbstversorger geworden sind. (Wobei ich nicht sagen kann, dass wir eine spezielle Art zu füttern hätten…)Danach nie wieder. Bei den Aufsetzkoppern werden halt die Zähne in Mitleidenschaft gezogen.

    Alle Vor- und Nachteile wurden ja eigentlich bereits genannt.

    Raten würde ich den potentiellen Käufer auch nur ungerne. Muss jeder selbst entscheiden, ob er damit klar kommt.

  • Avatar gata sagt:

    Ein bekannte von mir konnte für kleines Geld eine koppende Pasofinostute erwerben. Sie hat sie in einen Offenstall umgestellt. Da lebts sie seit nunmehr 15 Jahren. Kein einziges der anderen Pferde hat sich je die kopperei abgekuckt, obwohl zeitweise auch Jungpferde und Fohlen darunter waren. Die Stute hatte, so weit ich weiß, níe eine Kolik und die Verhaltensauffälligkeit ist durch die OS-Haltung wenn auch nicht völlig verschwunden so doch stark zurückgegangen untd tritt praktisch nur noch im Umkreis der Fütterung auf, oder wenn sie mit ihr auf reisen war. die Stute hatte auchs elbst 2 Fohlen, die beide nicht koppen.

    Aus dieser Erfahrung heraus kann ich nur sagen – absolutes schnäppchen gewesen.

  • Avatar carnacat sagt:

    Ich seh es wie Mumpitz und Saro.
    Einfach die Leute über die Sache mit den Koppern aufklären, sonst nichts.
    😉

  • >