Horowitz – der Kampf ist verloren

By Tomte | ... in Memoriam ...

Hallo Ihr Lieben,

ich wollte hier eigentlich nicht so schnell wieder schreiben nach dem Tod unserer “Bertha”, aber nun hat das Schicksal hart und grausam zugeschlagen.

Unser Welsh-Cob “Horowitz” ist heute früh um 5.30 Uhr über die Regenbogenbrücke gegangen, mit nur 14 Jahren. ;(

Gestern abend bekam das Pony eine schwere Kolik, lag im Offenstall fest. Zum Glück war ich zu Hause, hatte mir freigenommen auf Arbeit. Ich hörte ihn noch poltern und bin noch auf Socken raus in den Stall.

Ich habe Colosan gegeben, meinen TA angerufen und das Pferd eingedeckt mit 2 Abschwitzdecken auf dem Reitplatz geführt. Nachdem der TA Buscopan gespritzt hat, sind wir noch 2 Stunden abwechselnd mit meiner Tochter und ihrer Freundin gelaufen. Um 23.30 Uhr kam der TA noch einmal, um rektal zu untersuchen. Danach immer noch nichts.

Wir fuhren dann in die Klinik nach Sottrum, nachdem wir Horowitz etwas ruhig gestellt hatten, damit er überhaupt transportiert werden konnte. In Sottrum angekommen, wieherte er uns aus dem Hänger sogar noch entgegen,so als wollte er sagen, prima…nun wird mir endlich geholfen.

Nach der Erstuntersuchung stellte sich leider raus, dass die Verstopfung irgendwo tief im Enddarm lag, im Bauchraum war Blut zu finden (anhand einer entnommenen Probe festgestellt).

WIr stimmten einer sofortigen OP zu. Horowitz kam in eine Box, wo ich mich dann verabschiedete. Und als das Pferd mich anschaute, da wusste ich, dass ich es nicht mehr lebend wiedersehe 🙁 Irgendwie hatte ich das im Gefühl.

Wir fuhren dann, als das Pony zur Narkose kam, nach Hause. Nur knapp 2 Stunden später bekamen wir den Anruf aus der Klinik, dass leider nichts mehr zu machen wäre und ich das OK geben musste zum Einschläfern :no:

Horowitz hatte am Darm eine kleine Fettgeschwulst (wahrscheinlich schon lange). Aus dieser Geschwulst hat sich ein Teil um den Darm gewickelt und diesen abgeklemmt. Es war also nur eine Frage der Zeit, wann das schief geht. Und die Zeit war nun abgelaufen…

Lieber Horowitz, kleiner schwarzer Mann, wir werden Dich niemals vergessen, Du hinterlässt eine grosse Lücke hier bei uns. Irgendwann einmal werden wir wieder mit einem Lächeln im Gesicht an Dich denken können, und ich hoffe, die Zeit kommt schnell.
Während ich das hier schreibe, laufen mir ununterbrochen die Tränen… ;(

Mach es gut, kleiner Mann. Deine Schmerzen sind vorbei.

Deine Familie
Peter, Viola und Anna, die Dich schmerzlich vermissen 🙁

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