Insterkosak ist nicht mehr

By Talimeth | ... in Memoriam ...

Auch den Pforglern, da manche auch meine Pferde kennen, will ich darüber informieren, dass mein alter Insterkosak im Alter von 33 Jahren heute morgen eingeschläfert wurde.

Inko von Elfenglanz wurde im Jahre 1976 geboren als Enkel oder Urenkel der Treckstute Elfe von Lenski-Kattenau geboren. Nachdem er eine zwar gutgemeinte aber doch nicht so gute Grundausbildung erhalten hatte, kam er achtjährig in unseren Besitz. Auf den Vorderfüssen vorbiegig, zitterte er nach einiger Zeit Reiten auf den Vorderbeinen. Deswegen entschloss ich mich, ihn zunächst anzupiaffieren. Obwohl es mein erstes Pferd war, das ich ohne fremde Hilfe zu dieser Lektion brachte, klappte es auf Anhieb. Ein Problem war die starke Undurchlässigkeit. So übte ich eine halbe lange Seite Schulterherin, parierte durch und meine Mutter löste von unten den Kiefer. Problemlos erlernte er den fliegenden Wechsel. mein anderer Ostpreusse Ferus wurde sein bester Freund. Wir mussten wegen Pächterwechsels den Stall wechseln und kamen zu einem Ausbildungsstall, der zur Klasse der Rollkurställe gehörte. Ein Lehrling führte ihn einmal aus der Box, hatte unachtsam die Boxentür nur halb geöffnet und fügte ihm dadurch eine tiefe Wunde zu, die Zeit seines Lebens immer wieder enmal aufging.

Später ging er ab und an und meist erfolgreich Küren und aufgrund seiner SChönheit und Ausstrahlung waren wir immer plaziert. Ich denke da an ein Turnier in der Pfalz. Dort fand Ende August eine Flutlichtkür auf dem Springplatz satt. Es wurden also einige Hindernisse beiseite geräumt und ein Dressurviereck aufgestellt. Bei der Siegerehrung; Zügel in einer Hand im Arbeitsgalopp zog er plötzlich auf enen der mächtigen S-Sprünge vom dannach stattfindenden Mächtigkeitsspringen an…konnte ihn aber noch abwenden.

Da er sehr reaktionssschnell und sehr versammlungsfähig war, lernte er aus der Piaffe die Levade und die courbette, wenn er auch immer nur einen Sprung zeigte. Sein Paradestück war die Arbeit am Langem Zügel. Als ich ihn Weihnachten 1988 im RC Rastatt vorstellte, konnte man eine Stecknadel fallen hören. Ich führte zum Abschluss eine Trabverstärkung (das geht am Langem Zügel) und ein Kind rief: Jetzt rennt er sogar.

Nach dem Tode von meinem Vater musste ich Referendariat ableisten und zugleich das elterliche Unternehmen übernehmen. Wir setllten die Pferde zu Freunden. Leider war dort die Haltung nicht so toll, wie es aussah und wie ich es den Leuten auch zugetraut hatte. ergebnis: Inko kam mit dicken Beinen und auf allen vieren lahm zurück.

Er ging dann noch einige Jahre ungefähr bis zu seinem 29 Lebensjahr. Seitdem machten die Beine nicht mehr so gut mit. Die letzten Jahre habe ich ihn jeden Tag zu einem nahegelegenen See geführt. Ging es um frisches Grass konnte er auch noch im hohen Alter rabiat werden. Er wurde zu dieser Zeit stets intensiv tierärztlich betreut. Im Sommer meinte der Tierarzt noch, das könne noch lange gehen. Im Winter baute er dann doch ab und der Tierarzt meinte, wir müssten damit rechnen, dass er eines Morgens in der Box liegt und ncht mehr aufsteht. Wenn der Tierarzt im Stall war, schaute er auch immer nach Inko. Am Montag nachmittag war er wieder da und rief mich an, dass er meinte, dass der zustand sich plötzlich gravierend verschlechtert habe. Ich kam in den Stall und er meinte, dass nun der Schlusspunkt gekommen sei.

ich habe ihm abends immer noch sein geliebtes Mash gebracht. Gestern hat er es nicht mehr gefressen. Als ich heute morgen in den Stall kam, hatte der tierarzt ihn schon eingescghläfert. Obwohl er die letzten Tage fast gar nciht mehr aus seiner Box gekommen war, kam er heute morgen dem Tierarzt auf dem Paddock voller Vertrauen entgegen.

Gruss Talimeth

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