Immer wiederkehrende Krusten auf den Narben

By gitana | Ekzeme, Sommerekzem, Hautprobleme, Pilz, Fell, Mauke

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Vor 1,5 Jahren habe ich einen Hengst gekauft, der eine ältere komplett verheilte und vernarbte Verletzung an den Hoden hat, die Haut war an diesen Stellen rosa statt schwarz, aber glatt und weich, sah tadellos aus. 2 TÄ habe ich darauf angesprochen, ob das ein Problem sein könnte, aber beide meinten Nein, denn es wäre ja einwandfrei verheilt.

Nach einigen Wochen bildeten sich auf den hellen Stellen plötzlich Krusten, erst kleine, dann immer mehr. Ich habe alles nacheinander jeweils eine Zeitlang mit Melkfett, Ballistolöl und Wundsalbe von Schaette eingeschmiert, half aber gar nichts. Die Krusten lösten sich zwar, aber es bildeten sich immer wieder neue. Dann habe ich ganz aufgehört zu schmieren und wollte sehen, ob es vielleicht alleine abheilt, aber da wurde es schlimmer.
Ich hatte dann eine Osteopathin da, die sich aber auch noch mit Homöopathie u.a. auskennt, die gab mir dann Globuli (weiß nicht mehr welche, stehen im Stall :red: ), von denen ich 2 Tage hintereinander pro Woche je 10 St. geben sollte, außerdem sollte ich die Haut jeden Tag mit normaler Zinksalbe aus der Apotheke einschmieren. Habe ich auch etliche Wochen gemacht, half aber auch nicht. Es wurde auch nicht schlimmer, blieb aber immer der gleiche Stand, die alten Krusten gingen ab, neue bildeten sich.
Wieder eine Weile später hatten wir den Zahnarzt da, der aber auch richiger TA ist. Der gab mir 2 Salben, eine dunkelrote, die ich zuerst verwenden sollte, so lange, bis es etwas besser wird, und eine hochdosierte Zinksalbe, mit der ich dann weitermachen sollte. Die dunke Salbe habe ich wochenlang benutzt, half aber gar nicht, es wurde eher noch schlimmer, dann habe ich irgendwann mit der Zinksalbe weitergemacht. Abheilen tat es da auch nicht, aber es wurde wenigstens etwas besser.
Einige wenige Male in dieser gesamten Zeit sind die Stellen abgeheilt und blieben es auch für einige Wochen bzw. Monate, aber ich konnte keinen Zusammenhang zu irgendeiner Salbe erkennen. Vor kurzem fing es jetzt wieder an ;( . Im Herbst war mal eine Zeitlang gut, mit Beginn der Frostperiode ging es wieder los. Jetzt habe ich mal Fotos gemacht und hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen, woher das kommen kann und was man dagegen tun kann. Ist ja auch für das Pferd ziemlich nervig, weil die Haut da ja ständig zusammengezogen und gedehnt wird und das mit den harten Krusten, die dann immer wieder reißen, sicher sehr unangenehm ist.

Hat jemand Ideen?

  • Avatar Ulla sagt:

    Dieses Problem hatte eines meiner Pferde an einer Beinnarbe. Ich habs mit Graphites-Salbe in den Griff bekommen. Das dauerte natürlich auch ein bißchen und es haben sich noch 2 oder 3x Krusten gebildet aber dann war alles ok und die Narbe sieht heute gut aus. Graphites ist ein homöopathisches Mittel und kann auch als Globuli gegeben werden. Dazu müßte man allerdings erst feststellen obs zum Pferdetyp passt.

    LG Ulla

  • gitana gitana sagt:

    So, ich hab inzwischen mal nach den Globuli geguckt, die ich damals geben sollte, das war Arnica C200.
    Die Salben vom TA waren Wedederm Wundsalbe (die Dunkle) und Zincojecol WDT.

    Nach Graphites hab ich mal gegoogelt, das könnte auch passen.

    Sonst noch Ideen?

  • Avatar nadschen sagt:

    Sieht ja nicht so angenehm (fürs Pferd) aus. Ich habe sehr gute Erfahrungen hiermit gemacht. Stör Dich bitte nicht an der Bezeichnung. Ich benutze es mittlerweile für alle oberflächlichen Verletzungen. Sehr erstaunt war ich nach der Behandlung, nach erfolgreicher Skalpierung am Rücken. Mein Pferd hatte eine Stelle die 40 cm lang und teilweise bis zu 3 cm breit war. Dort hatte ihm eine der Stuten das Fell abgezogen – natürlich in der Sattellage. Ich habe die Stelle mit der Salbe gewaschen. Kein suppen/nässen, alles geschmeidig. Nach einer Woche war die Haut wieder zu und das Fell kam gut nach :thumbsup: Der Vorteil ist das nichts dran kleben bleibt wie bsw. bei Salben. Wichtig ist, dass man die Seife nicht auswäscht. Bin über den Tip und Probe von einer Bekannten zu der Seife gekommen. Was ich jetzt allerdings nicht mehr benötige ist die Zinksalbe. Liebe Grüße nadine

  • Avatar nadschen sagt:

    Hast Du schon mal einen Abstrich/Haut Probe zur Untersuchung nehmen/untersuchen lassen?

  • Avatar maurits sagt:

    oder sogar eine Gewebeprobe.

    lg
    maurits

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Apropos….

    Ich habe sehr gute Erfahrungen hiermit gemacht. Stör Dich bitte nicht an der Bezeichnung.

    Ich finde diese handgesiedeten Seifen super! Ich habe immer einen kleinen Vorrat an Pferdeseifen (verschiedene) für als Mitrbingels bei Einladungen oder kleine Geschenke… Die werden bei meinem Rösseler-Freunden immer mit Freuden ausgepackt und jeder bezieht wohl inzwischen selber.

  • gitana gitana sagt:

    Vielen Dank noch für den Tipp mit der Seife (die Bezeichnung stört mich jetzt nicht, wieso sollte sie das?), werde ich mir mal vormerken. Als erste Verzweiflungstat hatte ich gleich mal nach Ullas Tip die Graphitessalbe besorgt und habe schon den Eindruck, daß es etwas besser wird, hoffentlich ist es keine Einbildung. An irgendwas, was gegen Mauke hilft, hatte ich auch schon gedacht, denn eine gewisse Ähnlichkeit besteht da ja schon irgendwie, zumindest äußerlich, von der Ursache her habe ich da keine Ahnung. Mit Mauke selbst habe ich auch keinerlei Erfahrung, gottseidank!

    Einen Abstrich bzw. Hautprobe habe ich noch nicht machen lassen, was könnte denn dabei in diesem Fall z.B. gefunden werden?

    Wir haben ja nun schon so viele Jahre eigene Pferde, in Höchstzeiten bis zu 7 gleichzeitig :panik: , aktuell immer noch 4, aber gottseidank von ganz wenigen Ausnahmen und überwiegend Kleinigkeiten abgesehen waren immer alle gesund und munter :hurra: , deswegen bin ich da gar nicht so erfahren, was Pferdekrankheiten betrifft, hoffe, das bleibt weitgehend so.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Einen Abstrich bzw. Hautprobe habe ich noch nicht machen lassen, was könnte denn dabei in diesem Fall z.B. gefunden werden?

    öhmmm….ich habe mir jetzt das ganze nochmals durchgelesen, verstehe ich es richtig, dass da kein einziger „richtiger“ Tierarzt draufgeguckt hat, ausser den beiden nach dem Ankauf, die meinten wegen den damals abgeheilten Stellen, müsstest Du Dir keine Sorgen machen ????

    Also dann würde ich es mal darauf ankommen lassen, was ein „richtiger“ Tierarzt finden könnte 😉

  • Avatar maurits sagt:

    Einen Abstrich bzw. Hautprobe habe ich noch nicht machen lassen, was könnte denn dabei in diesem Fall z.B. gefunden werden?

    Bakterien, Viren, Pilze, Gewebeveränderungen…..

    ich denke, wenn man da gezielt sucht wird man etwas finden und kann dann ebenso gezielt behandeln.

    lg
    maurits

  • gitana gitana sagt:

    Ein richtiger TA schon, eben der auf Zähne spezialisierte, von dem hatte ich ja die Wedederm- und die Zincojecol-Salbe. Meiner muß aber demnächst eh dringend kommen wegen der fälligen Impfungen, dann lasse ich den auch mal draufschauen.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    würde ich unbedingt machen :friend:

  • Avatar nadschen sagt:

    würde ich unbedingt machen :friend:

    Es bringt ja nun auch wenig immer nur die Symptome zu bekämpfen, wichtiger wäre ja, um dem herr zu werden die Ursache zu kennen. Dann kann man wenigstens gezielt behandeln. Im Zweifelsfall hast Du sogar jetzt schon mehr Geld für die ganzen Salben ausgegeben, als es eine richtige Behandlung gekostet hätte. Ich weiß auf das Geld kommt es nicht an, aber ärgern tut man sich in so einem Fall hinterher mit Sicherheit. :motz:

  • Avatar Mirage sagt:

    Meine Stute hat ähnliche Verkrustungen auf einer uralten Narbe am Hinterbein seit 10 Jahren. Ich habe damals alles untersuchen lassen von Hautprobe bis hin zu einer Gewebeprobe. Rausgekommen ist leider gar nichts. Die TÄ´s (2 verschiedene) waren ratlos.

    indirekt in den Griff bekommen habe ich es über ein Ringelblumenbalsam. Kommen Krusten schmiere ich um´s geschmeidig zu halten, die Krusten abzupfeln zu können und gut ist es. Dann mache ich gar nix bis sich wieder die ersten Krusten bilden. Mit den Jahren hat sich die Krustenbildung allerdings wesentlich verbessert. Die krustenfreie Zeit hat sich stark erhöht, letztes Jahr musste ich noch genau 2x schmieren, 2005 noch fast das ganze Jahr durchgehend. Am schlimmsten ist die trockene Zeit, da bilden sich die Krusten am liebsten, ist es sehr nass und matschig habe ich Krustenruhe 🙂

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