Rotti Bertha

By St. Lucia | Hundefotos

Da es hier ja anscheinend immer noch Leute gibt, die der Meinung sind, ein Rottweiler wäre zum Hundekampf gezüchtet, will ich euch mal mein Exemplar vorstellen:

Bertha, geb. 23.12.2007

Wir haben Bertha kurz nach dem Tod unseres alten Rottis Cleo gekauft. Eigentlich sollte kein neuer Hund angeschafft werden, aber nach zwei Wochen ohne Hund war es genug…

Der Kauf eines neuen Rottis stellte sich problematisch dar: Ich habe alle Wurfmeldungen vom ADRK abtelefoniert (wobei ich mich zuerst auf die Hausaufzuchten beschränkt habe), alles war beretis verkauft, obwohl die Welpen teilweise erst 4 Tage alt waren.

Dann habe ich die diversen Zeitungen durchstöbert und bin schließlich wie bei unserem ersten Rotti auf einem Bauernhof fündig geworden. Die Züchterin besaß auch Pferde, was sie mir natürlich noch um einiges sympatischer machte und ganz wichtig: sie besaß nur zwei Hündinnen mit denen sie jeweils auch nur zweimal gezüchtet hat. Die Hunde konnten sich auf dem Hof frei bewegen, es gab keine Zwinger, und die Kinder haben sich viel mit ihnen beschäftigt. Der Wurf bestand aus 8 Welpen, wovon zwei mit Stummel geboren wurden. Eigentlich wollte ich ja einen Hund mit Rute, aber es war bei Bertha halt Liebe auf dem ersten Blick…… Ausgesucht haben wir Bertha mit 6 Wochen und die Zeit, dass wir sie mit 10 Wochen endlich abholen durften, wollte und wollte nicht vergehen. Beim Kauf haben wir noch gedacht, Bertha kommt eher auf ihre Mutter, die mit ihren 65 kg noch zum alten Schlag gehörte. Berthas Vater war ein ADRK Rotti im neuen Sporttyp und wie wir bereits nach kurzer Zeit feststellen konnten, kommt sie voll auf ihm. Sie wiegt auch heute keine 40 kg, ist dabei aber sehr groß und hochbeinig… Und absolut nicht der gemütliche Rottweilern wie unsere alte Cleo. Bertha will gefordert werden und spielt auch heute noch mit ihren 3 Jahren täglich….

Leider geriet Bertha mit 12 Wochen unters Pferd und zog sich eine Schädigung der Wachstumsfuge zu. D. h. dass sie ihr komplettes Welpenalter mit einem Gips am Bein rumlief und dieses leider trotzdem kürzer blieb und krumm wuchs. Mit 7 Monaten wurde Bertha dann ein externer Fixateur eingesetzt, Speiche und Elle durchgesägt und die Knochen täglich um ca. 1 mm verlängert (ich musste zweimal täglich an den Schrauben drehen). Dies alles hat Bertha völlig problemlos mitgemacht und es ist dank Frau Dr. Klesty der Duisburger Klinik fast nichts mehr zu sehen. Bertha geht nach etlichen Operationen wie vor noch gerne zum TA und hat dort absoluten Spaß…. Sie freute sich sogar jedesmal, Frau Dr. Klesty zu sehen und lief, wenn wir nicht aufgepasst haben, freiwillig zu den OP Räumen – dort fühlte sie sich wohl heimisch! Ich glaube, das zeichnet u.A. den Charakter eines Rottweilers aus, der nimmt so schnell nichts übel….

So, lange Rede kurzer Sinn, hier einige Fotos. Die letzen Fotos sind in Costa Rica aufgenommen worden, wo sie doch tatsächlich angefangen hat zu schwimmen und zu tauchen – in D ging sie nur bis zum Bauchnabel ins Wasser…..

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