Hund und Arbeit(szeit)…

By Miss Sophie | Allgemeines über Hunde

Also, mich umgibt ja auch schon seit geraumer Zeit der Wunsch nach einem hündischen Begleiter…. Ich habe allerdings immer die Sorge, dass ich ihm zeitlich nicht gerecht werden könnte. Also, nicht im Sinne von den Hund auslasten: Beschäftigung, wenn wir dann frei haben, ist definitiv gegeben in Form von Wald, Wasser und Hundesport, und ein Garten zum „mal nur in der Sonne rumgammeln“ ist auch vorhanden. Aber ich bin voll berufstätig d.h. 8-10 Stunden weg, mein Freund ist Lehrer, der hat also öfter mal halbe Tage Zeit. Einen Hund acht Stunden allein zu lassen, käme für mich nicht in Frage. Also, generell alleinelassen schon, nur eben nicht sooo lange. Somit müsste ich eine Lösung für die Tage finden, an denen beide lange außer Haus sind, ich würde also vermutlich so eine Hundetagesstätte in Anspruch nehmen, ist natürlich auch ein echter Kostenfaktor! Aber habe ich damit weit genug gedacht? Was ist, wenn sich die Gesamtsituation ändert (bei meinem Freund ja eher unwahrscheinlich, außer Trennung).

Zudem habe ich ja die Situation, einen großartigen Hund nach Herzenslust zu bespaßen, im Grunde sollte ich also froh sein, dass ich diese Möglichkeit habe, ohne gleichzeitig auch alle Verpflichtungen inklusive Zeitprobleme zu haben…. trotzdem fällt es mir auch unheimlich schwer, die abends wieder wegzubringen. Ich würde so gerne mit meinem eigenen Hund auf dem Sofa rumschnarchen, um dann irgendwann träge in's Bett überzuwechseln. Mit Hund in den Urlaub fahren, Eltern besuchen, HUndesport machen, Reiten, vielleicht sogar Rettungshundestaffel…

Also, was ich an dieser Stelle wissen möchte: Wie handhabt ihr das? Habt ihr die Möglichkeit, euren Hund/Hunde mit zur Arbeit zu nehmen, seid ihr eh selbstständig, passen die Eltern drauf auf?? Und bei denen, wo der Hund auch mal stundenweise allein ist, wie lange ist das dann und wie gut verträgt er das? Das ist ja auch ein Problem bei den Überlegungen, man weiß ja nie, wie ein Hund damit klarkommt, und wenn er nicht allein sein kann, was dann????

Danke schonmal!
Nini

EDIT: Mann, ich schreibe aber auch immer Romane………….. :rolleyes:

  • Avatar Windspiel sagt:

    Ich habe ja nun seit beinahe 12 Jahren mein Hündin, davor auch immer Hunde gehabt.
    Aktuell ist es so gelöst, daß wenn ich arbeiten gehe, gehe ich natürlich vorher mit ihr raus, am Mittag kommen dann entweder Schwiegermutter oder Schwiegervater, gehen mit ihr raus, und ich dann halt wieder, wenn ich abends heimkomme.
    Es ist schon vorgekommen, daß Schwiegereltern wegen Urlaub o.ä. nicht konnten, da bin ich in der glücklichen Lage, zur Not selber über Mittag schnell heimfahren zu können.

    Anders würde ich es aber nicht wollen, zB Hundetagesstätte käme für mich niemals in Frage; ist aber nur meine persönliche Einstellung.
    Generell denke ich, wenn Du die Möglichkeit hast, bei Einzug des Hundes 2-3 Wochen Urlaub für die Eingewöhnungsphase zu nehmen und dann jemanden hast, der sich mittags kümmert, sollte das kein Problem sein – Vorraussetzung: der Hund ist schon stubenrein und aus dem Alter raus, wo die alle 2-3h raus müssen….

  • Avatar Red Setter sagt:

    Nur zum Bedenken: gerade für einen Welpen, aber auch für einen neu zu Dir gekommenen älteren Hunde wirst Du kaum die Hauptbezugsperson (aus Hundesicht!) werden können, wenn der Hund so ziemlich von Anfang an 8-10 Stunden mit anderen Leuten verbringt.

    Ein Welpe braucht ca. ein halbes Jahr bis er seine Blase wirklich kontrollieren kann. Klar sind viele Hunde früher stubenrein – aber bis 6 Monate sehr gut beobachten und sehr regelmäßig ‚rausgehen ist völlig normal.

    Mir persönlich wäre 8-10 Stunden zu lange, selbst wenn der Hund nicht alleine ist (dann fände ich es absolut indiskutabel), sondern fremdbetreut wird, vor allem, wenn der Hund nicht das einzige Hobby (oder besser Lebensinhalt) neben dem Job werden soll.

    Ernsthafte(!) Rettungshundearbeit ist extrem zeitaufwändig und mit vollem Job schon kaum vereinbar, gibt es noch andere Hobbys (Pferd…) ist es unmöglich.

    Mantrailing/an der Rettungshundearbeit orientiertes Training for Fun kann man natürlich auch mit weniger Zeitaufwand betreiben.

  • Avatar Alba sagt:

    Ich habe folgeden innovativen Lösungsansatz: ZWEI Hunde! 😀
    Wir gehen morgens raus, dann gibt es Frühstück für alle und die zwei Damen verschwinden wieder in ihren Körbchen. Jetzt im Winter kommt es tatsächlich gelegentlich vor, dass ich beide in exakt der gleichen Position wieder vorfinde, wenn ich von der Arbeit komme. Sie haben sich keinen Deut bewegt.

    Zwei Besonderheiten kommen noch hinzu: Ich arbeite – normalerweise, im Moment aber schon – nicht ganz Vollzeit, 8 Stunden sind sie aber auch mind. alleine und es kann auch schon mal länger werden. Erwachsene Hunde kommen damit schon mal klar, wenn es kein Dauerzustand ist und wenn Besonderheit zwei auch gegeben ist: Ich habe beide auf Rohfleischfütterung. Das hat den grandiosen Vorteil, dass die Verdauung nicht mit dem ganzen Ballast voll ist und sie wirklich nur ein einziges kleines Häufchen pro Tag „müssen“, an manchen Tagen auch gar nicht. Das nimmt wirklich Stress aus der Gassi-Problematik! 😀

  • missredcat missredcat sagt:

    Bei Red Setter unterschreib!
    Ich bin selbstständig und arbeite im Home Office, am WE ist Vega einmal übernacht
    bei meiner Mutter und wenn ich im Stall bin ist er auch dort.
    Wenn die Zeit knapp ist und ich viel zu tun habe (ich gehe allerdings morgens mindestens 1,5 Std
    mit ihm Gassi / laufen / walken) kommt auch mal meine Mutter Mittags und geht mit ihm Gassi.
    Ich habe also jemand zweiten wo er gerne ist und diese Person kann gut mit ihm umgehen.
    Obwohl ich ganztägig daheim bin, habe ich also Ersatz für Zeitnot, Stall fahren, Urlaub, etc.
    Hundesport mache ich auch mit ihm, sind i d Woche zusätzlich mind. 2 Std die ich unterwegs bin mit Fahrtzeit.
    Obwohl er ausgewachsen ist, gehe ich insg 4x tgl mit ihm raus. Er ist ca 2,5 Std tgl unterwegs.
    Mantrailing ist toll aber auch sehr zeitaufwendig. Vor 4 Stunden waren wir nie zuhause.
    Ein halber Tag ist also weg. Vom Profibereich ganz zu schweigen.

  • Avatar Miss Sophie sagt:

    naja, dass es bei den Hundetagesstätten solche und solche gibt, ist unbestritten…. bei einer wirklich guten mit einer passend zusammengestellten Gruppe könnte ich mir aber auch vorstellen, dass das für den Hund eine richtig tolle Sache sein könnte. Gesetzt dem Fall, er kann mit anderen Hunden was anfangen. Weswegen würdest du es denn nicht machen) Interessiert mich wirklich, weil ich mir da auch noch keine endgültige Meinung gebildet habe.

    Mmh, dass ich mittags relativ beliebig lange Pause machen könnte, ist eigentlich gegeben, wäre ja auch nur an den relevanten Tagen notwendig…. Mache ich mir am Ende zuviele Gedanken???
    Ich habe auch grade gelernt, dass das Schlafbedürfnis von Hunden allgemein komplett unterschätzt wird, Hunde brauchen wohl eigentlich ähnlich viel Schlaf wie Katzen, also so 18-20 Stunden am Tage, ältere Hunde sogar bis 22!! (habe mir die Originalarbeiten aber noch nicht angesehen, ob ich denen so glauben würde). Der Unterschied ist eben, dass Katzen sich die Zeit einfach nehmen, während Hunde durch die Domestikation darauf gepolt wurden immer „Gewehr bei Fuß zu sein“ und sprichwörtlich arbeiten/laufen bis zum Umfallen.
    das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass dem Hund ein paar Stunden mehr Schlaf über den Tag garnicht schaden (Dass gemeinsames Ruhen für ihn noch schöner wäre, ist natürlich auch klar).

    Und wenn man den Hund zu Beginn der Sommerferien holt, wäre mein Freund ja sogar 6 Wochen verfügbar!

    Hach, ich glaube, ich muss mal mit dem Herrn zuhause sprechen…………..

  • missredcat missredcat sagt:

    Alba, ich barfe Vega auch, der kackt aber mind. 3 Haufen 😀 !
    Er wird allerdings auch 3 x tgl gefüttert.

  • Avatar Alba sagt:

    8| @missredcat
    Ich füttere zweimal täglich, meine Hunde liegen so um die 20 kg (die eine etwas mehr, die andere etwas weniger) und sind eher etwas spackig als zu dünn. Allerdings barfe ich auch nicht, ich füttere 50/50 Rindermix (Muskelfleisch, Knorpel, Sehnen etc.) und grünen Pansen, damit ist der Bedarf an Pflanzenteilen lt. meinem TA vollständig gedeckt. :nix:

  • Avatar Red Setter sagt:

    wie schon gesagt: wenn Dein Mann die erste 6 Wochen da ist und auch danach der Hund viel fremd betreut wird, wird es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht DEIN Hund werden – der Hund wird sich dann an Deinem Mann und/oder dem Hundesitter orientieren. Gerade in der wichtigen Phase, wenn der Hund bei Euch einzieht.

    Wer will denn einen Hund? Du oder Dein Partner? Ist es für Dich okay, wenn Dein Partner die Hauptbezugsperson wird und Du nur die 2. Geige für den Hund spielst? Könnte dann aber auch im Hundesport schwierig werden. Die Hunde, die am besten mit ihren Handlern zusammen arbeiten, sind die mit einer sehr engen Bindung – und im Normalfall ist eine enge Bindung neben vielen anderem auch eine gemeinsam verbrachte Zeit Frage.

    Ja, Hunde schlafen viel – ABER nicht am Stück und 20 Stunden am Tag halte ich schon für übertrieben – in 4 Stunden hätte ein wildlebender Hund, Wolf, Schakal ja gar nicht genug Zeit zum Futter beschaffen und zum Fressen, zum pflegen sozialer Kontakte usw.

    Für mich hört sich das bei Dir nicht ideal an. Vor allem nicht für einen Junghund/Welpen.

  • Avatar Miss Sophie sagt:

    Sorry, da hatte ich die ganzen anderen Beiträge noch garnicht gesehen…

    @red setter:
    da hast du sicher recht, dass man so garnicht die Hauptbezugsperson werden kann… Die Idee wäre ja aber, das nur als Notlösung für 2, nur ausnahmsweise 3 Tage die Woche zu machen, und dann auch nur halbtags zu machen (Also die Mittagspause nutzen zum abholen/wegbringen). Was hältst du sonst von solchen Einrichtungen generell, hat der Hund was davon oder ist das eher Stress??
    Und das Rettungshundearbeit RICHTIG viel Arbeit ist, glaube ich gern! Ich würde es halt sehr gerne machen, würde mich dann aber noch ganz genau erkundigen, ob ich das hinkriegen würde. Die Ortsgruppe bei uns trifft sich definitiv immer abends zu den regelmäßigen Terminen, das ginge schonmal. Was dann aber noch so dazukommt, das weiß ich nicht…

    @alba:
    😀 Das wäre natürlich eine großartige Lösung! Ich glaube aber ,das ich mich erstmal an das Leben mit einem Hund heranwage. Außerdem gibt es den anderen „Bespaßungshund“ ja auch noch, der ist ja auch oft da, da wird das schon ein echtes Rudel!

    @missredcat
    Das wäre traumhaft, mit dem Hund zuhause arbeiten, das wird aber so schnell nicht passieren…
    Aber wie gesagt, die Zeit außerhalb der Arbeitszeit wird definitiv gut genutzt. Wenn ich mit dem anderen Hund zum Hundesport fahre, sind das immer 4-5 Stunden, weil auch das Abholen und wegbringen dazukommt. Macht aber nix, weil sie einfach SO einen Spaß dran hat!

    Es gäbe ja auch noch die Möglichkeit, dass „meiner“ dann halbtags bei meinem „Bespaßungshund“ + Frauchen sein könnte. Das ginge sicher, ist aber sicher auch was, worauf man sich nicht auf Jahre hin verlassen sollte, kann sich immer was ändern.

    Das ist es eben, irgendwie die Gewissheit auf Jahre hinaus zu haben, das fehlt mir … kann man wohl aber auch nie wissen…..

  • missredcat missredcat sagt:

    Aber barfen ist doch Rohfleischfütterung 😉 .
    Wer wieviel Gemüse zufüttert hat damit nichts zu tun.
    Ich habe mich lange damit auseinander gesetzt, es sollte idealerweise
    ein Anteil von 30-40% fein püriertem Gemüse/Salat/Kräuter dabei sein.

    Ich füttere auch Pansen, Muskel, Kopffleisch, Rind, Huhn, Fisch, Lamm…
    Aber dazu könnte man ja einen neuen Thread eröffnen 😀 .

    Miss Sophie: Deinen Wunsch nach einem Hund kann ich absolut nachvollziehen :hug: .

  • Avatar Alba sagt:

    Aber barfen ist doch Rohfleischfütterung 😉 .
    Wer wieviel Gemüse zufüttert hat damit nichts zu tun.
    Ich habe mich lange damit auseinander gesetzt, es sollte idealerweise
    ein Anteil von 30-40% fein püriertem Gemüse/Salat/Kräuter dabei sein.

    Ich füttere auch Pansen, Muskel, Kopffleisch, Rind, Huhn, Fisch, Lamm…
    Aber dazu könnte man ja einen neuen Thread eröffnen 😀 .

    Miss Sophie: Deinen Wunsch nach einem Hund kann ich absolut nachvollziehen :hug: .

    „Barfen“ war für mich immer gleichbedeutend mit „Gemüse kochen“, danke für die Aufklärung! 🙂

    Wenn ich mir meinen grünen Pansen so ansehe, komme ich locker auf über 30% Grünzeug. Also barfe ich wohl auch!

    Die Menge, die dein Hund bekommt, würde mich jetzt aber doch interessieren. Und wie groß/schwer er ist.

  • Avatar Miss Sophie sagt:

    Und wieder hänge ich. 😀

    @redsetter
    für meinen Freund wäre es dann eher der „Kumpel“ und Laufkamerad, den „echten“ Sport und geistige Auslastung würde ich dann liefern. Wollen wollen wir beide, sind beide mit Hunden groß geworden. Wir sind uns aber eben auch beide bewusst, dass wir nicht 24 Stunden da sind.
    Ich hätte definitiv kein Problem damit, wenn er die erste Geige spielt, die Emma liebt ihn ja auch abgöttisch, da bin ich dann auch fast abgeschrieben, wenn er dabei ist (ist eher ein „Männerhund“).

    Und beim Hunde“sport“ bin ich ja nicht sooo ehrgeizig, dass ich unbedingt auf Turniere muss. Also gemeinsam Spaß haben reicht da schon, und so genial, wie die Emma das macht, obwohl wir uns nur ein paar mal pro Woche sehen, da hätte ich gar keine Sorge bezüglich der Bindung.

    Tja, wie gesagt, diese Studie will ich mir auch erstmal genauer angucken, kommt mir auch recht lang vor.

    Auch wenn es sich jetzt vielleicht so anhört, ich will jetzt nicht versuchen, alle Einwände zu entkräften… einfach würde es auf keinen Fall sein, das merke ich, und noch finde ich selber nicht, dass die Bedingungen, die ich bieten kann, ausreichen. Ich frage mich nur, an welchem Punkt ich sagen könnte: JETZT geht es.

    Deswegen bi nich weiterhin gespannt auf andere Lebensmodelle mit Hund!!

    @missredcat:
    DANKE! :friend:
    Deswegen auch mein nicht ganz unterschwelliges Bemühen, das Ganze als „Doch-irgendwie-gut-machbar“ hinzustellen.

  • Avatar Red Setter sagt:

    Miss Sophie: es gibt wohl gute und schlechte HuTas – ich fürchte es gibt deutlich mehr schlechte als brauchbare. Viele nehmen keine intakten Hunde – manche nehmen nur keine Hündin für 4-6 Wochen um die Läufigkeite herum – bedenke das bitte.

    Nicht jeder Hund ist Rudelkompatibel – selbst Hunde, die von Welpe an daran gewöhnt werden, können sich unwohl in Gesellschaft anderer Hunde fühlen oder sogar aggressiv werden. Besonders bei wechselnder Belegschaft, was Du in einer HuTa immer mehr oder weniger stark haben wirst.

    Klar, es kann sein, dass Dein Hund das alles völlig unkompliziert mitmacht – aber wenn nicht? Was dann?

    Was sagt denn Dein Partner dazu? Ist er auch 100% für den Hund? Schließlich soll er ja anscheinend sehr viel Zeit mit dem Hund verbringen.

    So ganz versteh ich auch nicht wie genau Du Dir das ganze jetzt vorstellst? Wer soll sich wann um den Hund kümmern? Und vor allem wer kümmert sich um den Welpen/Junghund und bringt ihm das kleine Hunde 1×1 bei? Stubenrein werden, alleine bleiben, „sitz – platz – aus“, das dauert mindestens bis zum 9 Monat bis das sitzt. Und nein, da reicht es nicht morgens zu üben und abends noch mal. Das muss alles häufig über den Tag verteilt geübt werden – besonders ganz am Anfang. Konzentrieren können sich die kleinen Knöpfe sowieso noch nicht länger als max. 10 Minuten.

    Wenn Du eh Hundesport machst, hast Du keine Trainer und Tainingspartner, denen Du vertraust und die Dich und Deine Lage wirklich beurteilen können? Ferndiagnosen sind da immer sehr schwierig…

  • Avatar Alexa69 sagt:

    Wir haben jetzt drei Hunde.

    Aber mal beim Anfang beginnen mit einem Hund. Den konnte ich mit ins Büro nehmen, wir wohnten außerdem im selben Haus.
    Dann kam der zweite dazu, der kam ebenfalls mit ins Büro.

    Irgendwann waren die beiden nicht mehr und Anton kam. Auch der durfte bei der ersten Arbeitsstelle mit ins Büro und meine Pausen waren lang genug zum Gassi gehen und mein Chef hatte nichts dagegen, wenn ich zwischendurch mal mit dem Junghund eben raus musste. Manchmal waren seine zwei Hunde auch dabei.
    Bei einer späteren Arbeitsstelle durfte Anton nicht mehr mit. Er blieb alleine, morgens lange gelaufen und entweder musste mein damaliger Freund erst um 11 Uhr anfangen, dann ging er auch noch mal und ich kam um 16.30 Uhr wieder nach Hause. Oder aber er war dann eben die ganze Zeit alleine. Das war nicht gut, es hat auch das eine oder andere Kissen drunter gelitten. Später ergab sich die Möglichkeit mit einer Freundin, dass sie Anton mittags geholt hat und gemeinsam mit ihrer Hündin gingen sie spazieren.

    Hunde zu Hause lassen, das würde für mich nicht mehr wirklich in Frage kommen, zumindest nicht ganztags.

    Jetzt sind wir selbständig, die Hunde sind natürlich mit in der Firma. Nur der Anton, der mag das nicht mehr. Der bleibt nun zu Hause, wenn ich morgens vom Stall komme. Da ist er dann für ca. 4-5 Std. alleine. Er schläft und wenn ich mit den anderen beiden nach Hause komme, dann geht es kurz raus und es wird weiter geschlafen. Er kann und will nicht mehr so viel, es geht ihm gut so.

    Gerade einen Welpen würde ich nicht in fremde Hände geben oder gar länger alleine lassen.

  • Avatar Red Setter sagt:

    Dein letzter Beitrag hat sich mit meinem überschnitten :friend:

    Zum Thema Bindung: Hunde sind Wundertüten! Nur weil Hund A sich trotz verhältnismäßig wenig Zeit an Dich bindet, heißt das noch lange nicht, dass Hund B das auch tut. Das gilt natürlich im besonderen für Rassen, die eher „Ein-Mann/Frau-Hunde“ sind.

  • Avatar wind sagt:

    Miss Sophie: Deinen Wunsch nach einem Hund kann ich absolut nachvollziehen .

    :ja: Ich auch! Ich war ja heuer im Frühjahr schwer in Versuchung… :seufz: Obwohl bei mir die Möglichkeit besteht, den Hund den ganzen Tag mit im Büro zu haben, hat mich dennoch der Zeitaufwand abgeschreckt. Ich hätte das Gefühl dabei gehabt, dem Hund nicht gerecht zu werden. Ein paarmal um den Block zum Pipi machen ist nicht das, was ich mir unter Hundehaltung vorstelle, und für ausgedehntere Spaziergänge und Unternehmungen habe ich die Zeit einfach nicht. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Kommt dann abends ja auch noch das Pferd dazu. Jeden Tag. Nein, ich hätte das Gefühl, dass JEDER zu kurz kommt – Hund, Pferd, Job .. zu letzt noch ich (habe eh jetzt schon das Gefühl, mit der Kraft am Limit zu sein) :seufz: :no:
    So schade es auch ist, ich habe das Thema Hund aufgeschoben .. Ich weiß, die Zeit wird irgendwann kommen! :ja:

  • Avatar Landei sagt:

    Muss es denn ein Welpe sein? Mein letzter Hund war 5 als ich ihn aus dem Tierheim übernommen hab. Da gabs nicht viele Überraschungen, er blieb brav allein, war sozialkompatibel und aus dem gröbsten raus (Blase hielt bei Schietwetter locker 10 Stunden- raus in den Regen, nein danke Frauchen :irre: 😀 ).

    Nun hab ich einen Welpen, gez 10 Monate und ehrlich- puuuuhhhh! Der ist süß und putzig und überhaupt :love: , aber auch echt anstrengend! Bis da alles so läuft, wie mans gern hätte, dauert und kostet Arbeit und Energie. Der Kleine bleibt an „doofen“ Tagen im Hundekindergarten- ist er von klein auf so gewöhnt und er geht dort total gerne hin. Schöner Nebeneffekt: am nächsten Tag ist er so platt getobt, da hat er tatsächlich ein Schlafbedürfnis von 20 Stunden (sonst eher selten 😉 )!

  • Avatar Miss Sophie sagt:

    @red setter:

    Wie ich nachträglich noch geschrieben habe, er wäre absolut dafür, für ihn ist der unmittelbare Wunsch vielleicht nicht ganz so stark. Wenn’s halt irgendwann reinpasst… aber wann ist denn das??

    Mit den HuTas hatte ich ja selber schon geschrieben, es gibt solche und solche, und auch Hunde, die es können und solche, die nicht. Das mit den Hündinnen während der Läufigkeit hatte ich noch nicht bedacht, danke!

    Was Welpenerziehung betrifft, da habe ich denke ich schon ziemlich klare Vorstellungen, was es braucht.
    Ich bin in der Hundeschule unseres Tierheims, da wird es immer ziemlich deutlich, was noch alles dazugehört außer „Sitz“ und „Platz“ und an welcher Stelle es dann bei den Leuten hapert. Die Pubertäts- oder einfach schwierigen Lernphasen der Junghunde noch garnicht mit eingerechnet!

    Aber wenn du sagst, es dauert 9 Monate, bis der Hunde aus dem Gröbsten raus ist, meinst du dann, es können sich nur Leute einen Welpen anschaffen, die 9 Monate komplett Zeit habe??? Dann gäbe es weit weniger Hunde in Deutschland, zum Glück aber auch weit weniger in den falschen Händen, das stimmt.
    Meine Idee wäre: Hund zu Beginn der Ferein holen, Freund hat eh frei, ich nehme auch den Großteil meines Urlaubs, Freund dann noch länger frei, langsames heranführen an das Alleinebleiben. Sobald er wieder Schule hat, wäre der Hund erst stundenweise allein und stundenweise in einer geeigneten HuTa oder beim Frauchen meines Spaßhundes, mindestens, bis er besser allein bleiben kann, idealerweise als langfristige Lösung. Aber wie gesagt, länger untergebracht werden müsste er nur an zwei Tagen die Woche, selten mal ein 3. Tag dazu. Alles vorrausgesetzt, der Hund macht das mit, klar, das ist ja der große Knackpunkt in meinen Überlegungen.
    dass in unserem Fall ein Welpe eher ungeeignet wäre, denke ich auch.

    Himmel wie haben wir das bei unserem Familienhund bloß hinbekommen damals??? :panik:

  • Avatar Miss Sophie sagt:

    Ja, dass man da nicht von einem Hund auf den anderen schließen kann, stimmt natürlich. Und wenn der betreffende Hund dann keinen Bock auf Hundesport hätte oder nicht auf Hundesport mit mir, dann findet man eben eine andere Beschäftigung, gibt ja genug….
    Wie gesagt, vom Aufwand generell sehe ich kein Problem, nur eben, die Arbeitszeiten zu überbrücken. NOCH gibt es ja auch kein Vollzeit-Pferd in meinem Leben, soll aber auch irgendwann sein, also wieder ein Faktor mehr, den mal einplanen muss. Und weiß man dann wiederum, ob der besagte Hund dann als Pferdekumpel geeignet ist??

    Hach, es geht wohl wirklich einfach noch nicht…. also mit meiner Emma glücklich sein, bis ich selbstständig bin oder irgendwo arbeite, wo der Hund mitkann oder oder oder……………..
    Grundsätzlich glaube ich aber schon, dass man einen „passenden“ Hund in mein/unser Leben einbinden könnte! Aber die Eingewöhnungsphase wird schwer zu realisieren sein und die Unsicherheit, wie der eigene dann vom Charakter her ist, ob er meine Pläne alle so mitmacht, DAS ist der Knackpunkt.

  • Avatar Red Setter sagt:

    Nein, ich glaube nicht, dass man 9 Monate komplett zu Hause sein muss, aber ich glaube schon, dass man mindestens in den ersten 9 Monaten so viel wie irgend möglich Zeit mit dem Hund verbringen sollte – und das halte ich neben einer Vollzeitstelle, bei der man den Hund nicht mitnehmen kann, für sehr, sehr suboptimal! Vor allem, sind wir mal ehrlich, neben Job hat man ja nun auch noch andere Verpflichtungen. Von anderen Hobbies, über Einkäufe, Arzttermine etc. – auch das geht alles von der „Hundezeit“ ab.

    Ich halte auch nichts davon einem Hund das Alleine-bleiben unter Druck beizubringen. Manche Nasen bleiben sehr unkompliziert schon früh alleine, andere brauchen sehr lange und sehr viele kleine Schritte um das Alleine-bleiben zu lernen.

    Nach 6 Wochen im neuen Zuhause kann ein Welpe noch nicht stundenweise alleine bleiben! Da ist wenn überhaupt gerade mal minutenweise alleine bleiben drin, wenn man es vernünftig aufgebaut hat.

    Damit man einen Hund hat, der später stressfrei auch mal 5 Stunden alleine bleibt (das ist meine persönliche Obergrenze – länger ist mein Hund nicht alleine! Und auch 5 Stunden kommen bei uns selten vor), muss das Alleine-bleiben langsam aufgebaut werden.

    Wie schon geschrieben: Hunde können erst mit etwa 6 Monaten ihre Blase komplett kontrollieren (manche früher, manche später). Davor gehört in erster Linie Glück (bzw. gutes Beobachten des Besitzers) dazu, dass der Hund an den dafür vorgesehenen Orten pieselt.

    Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Natürlich gibt es Hunde, die das alles schnell und problemlos lernen, aber das ist NICHT der Normalfall! Und was ist, wenn Euer Hund erst mit 10 Monaten stressfrei länger als ein paar Minuten alleine bleiben kann?

    Eventuell wäre ein Tierheim/Rescuehund, der genau auf Euren Alltag passt was für Euch (also ein Hund, der schon umkompliziert alleine bleibt z.B.) Da muss man sicherlich auch suchen, bis man den passenden findet, aber ihr habt ja keine Eile :friend:

  • Avatar Miss Sophie sagt:

    Ja, da hast du recht, erst dachte ich ja noch, dass man eben bei einem Welpen am meisten Einflussmöglichkeiten hat auf das, was er lernt und dass ein Hund aus dem Tierheim/Pflegestelle schon sehr gefestigt ist in dem, was er gelernt hat….
    Aber dann muss man eben die Suche aufnehmen und einen finden, der schon ein ähnliches Leben geführt hat und genau das mitbringt, was in unser Leben passt.
    Rettungshundestaffel wird dann aber wohl nicht möglich sein, ich glaube, da fängt man schon im Welpenalter mit an. Naja, irgendwann wird sicher auch dafür der passende Hund in unser Leben finden………

    Ich werde mal ganz vorsichtig die Fühler ausstrecken.

  • Avatar Stern.taler sagt:

    Ich unterschreibe erst mal bei RedSetter, sie spricht die Dinge an die ich auch zu bedenken geben würde.

    Was die Hundestagesstätten angeht auch, man kann Glück haben und eine gute finden. Dann brauch man auch noch das Glück dass der Hund einer ist/wird der das auch mag. Meinen könntest du dort nicht abgeben, der ist so auf seine Menschen fixiert, der würde eingehen. Und das ist er schon immer gewesen.

    Aus meiner Erfahrung: Ich habe den Hund angeschafft als ich noch in Beziehung war. Mein Freund hatte 12h Schichten und war tagsüber viel zu Hause, weil er vor allen Dingen nachts gearbeitet hat. Und er hatte eine ältere Hündin, so mußte mein kurzer nie alleine sein.
    Ich hatte zu dem Zeitpunkt außer einem Vollzeitjob keine anderen Verpflichtungen und habe 6min mit dem Auto von der Arbeit entfernt gewohnt… und was soll ich sagen: die ersten 1,5 Jahre hätte ich auch nix anderes tun können.
    Meine Reitbeteiligung habe/mußte ich nach 2 Monaten an den Nagel hängen, weil es einfach Stress pur war Arbeit, 3x die Woche Pferd, den Welpen und meinen Freund unter einen Hut zu bekommen. Es ging nicht anders.

    Nach dem Eingewöhnungsurlaub noch das erste halbe Jahr jeden Mittag nach Hause geflitzt um den Hund raus zu lassen, trotzdem ist es halt auch passiert dass er vorher undicht geworden ist.
    Ich fand das auf Dauer wirklich total anstrengend so jeden Tag meine Pause zu verbringen.. Essen oder wirklich von der Arbeit erholen ging da nur neben bei.

    1,5 Jahre später starb die Hündin meines Freunds, der Kurze war nun tagsüber alleine. Mein Freund machte sich selbstständig und schwupps.. war der Kurze täglich 8h alleine. Keine schöne Entwicklung, kann aber passieren.
    Der Druck „Ich muss zum Hund..“, „..aber der Hund“… ist immer irgendwie da. Keine Frage ich wollte und will das so, aber das sollte man sich vorher klar machen. Mal ne Stunde länger machen im Büro? Oh nein bitte, muss das sein.. der Hund!

    Klar, wenn man ein soziales Umfeld hat dass sowas auffängt um so besser. Habe ich auch (Freunde, Mutter, Großeltern). Aber man will ja auch nicht tagtäglich bei jemand anderes bitte bitte machen müssen?

    Mittlerweile bin ich Single, mein Hund ist natürlich bei mir geblieben. Ich wohne direkt neben meinen Großeltern die den Dicken total in ihr Herz geschlossen haben. Sie holen im Laufe des Vormittags zu sich rüber und ich hole ihn nach der Arbeit ab und dann gehts raus, spazieren oder joggen. Danach zum Pferd und und und.
    Ich liebe meinen Dicken heiß und innig, aber seid dem die Situation so ist merke ich wieviel Druck man sich (zu Recht) wegen dem Hund macht.
    Ich kann nach der Arbeit mal eben einkaufen, länger machen oder oder. Ich kann auch mal abends in die Sauna gehen oder ins Kino gehen ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

    Einen Welpen könnte ich mit Vollzeitjob und Pferd nicht mehr vereinbaren. Selbst wenn ich einen Partner hätte, wüßte ich nicht unbedingt ob das so wirklich geht.

  • Avatar Red Setter sagt:

    nein, bei der Rettungshundearbeit fängt man nicht unbedingt schon mit dem Welpen an. Es gibt auch ältere talentierte Hunde. Nur sei mal realistisch: mit dem ersten Hund, den man ausbildet, landet man sowieso eigentlich nicht auf Realeinsätzen! Auch der Hundeführer muss das erstmal alles lernen.

    Ich stehe der Rettungshundearbeit in Deutschland sehr, sehr kritisch gegenüber – vergleichsweise steckt das in vielen Bereichen noch ganz schön in den Kinderschuhen, weil auf einmal jeder der sich Hundetrainer schimpft, meint Rettungshunde ausbilden zu können! Von den Rettungshundestaffeln, die ich bisher so in Deutschland erlebt und gesehen habe, hätte sich nur ein Bruchteil wirklich so nennen dürfen und im Realeinsatz hätte eigentlich auch nur dieser Bruchteil was zu suchen gehabt.

    Es spricht natürlich nichts dagegen Rettungshundearbeit for Fun zu machen und zu schauen wie weit man es da so bringt. Vielleicht reicht zum Realeinsatz, vielleicht nicht :nix: ist doch egal. Hauptsache es macht Mensch und Tier erstmal Spaß!

    Wer sich wirklich für seriöse Rettungshundearbeit interessiert, sollte sich auch gut mit der psychischen Belastung für Mensch und auch für Hund beschäftigen! Ich kenne ein paar Leute, die hauptberuflich im Rettungseinsatz arbeiten (und gar nicht gut auf die ganzen Amateure zu sprechen sind, die meinen mit ihren „Hobbyhunden“ Einsätze laufen zu müssen) – man steckt diesen Job nicht mal so eben weg. Das ist körperlich und geistig eine enorme Belastung für Mensch und Tier.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Miss Sophie: Deinen Wunsch nach einem Hund kann ich absolut nachvollziehen

    Ich auch und ich hege denselben Wunsch. Aber es ist aufgrund von Arbeit (obwohl ich ihn vielleicht sogar mit hier hin nehmen dürfte) und Fahrtweg für mich nicht realisierbar. Das ist kein Hundeleben. :no:

    Und wenn ich mir einen Hund anschaffe, dann möchte ich, dass er auch bei mir ist und mein Hund wird. So eine Lösung, wie bei missredcat ist vollkommen in Ordnung, aber eine HuTa o. ä. geht gar nicht.

  • sweltsje sweltsje sagt:

    Ich würd es nicht nochmal machen…

    Bei mir ist der Hund nach Scheidung geblieben, und ich bin ganz ehrlich sehr oft überfordert gewesen, und hab es gehasst.
    Hunde sind Wundertüten :ja: , und meiner ist z.B. kein Reitbegleithund geworden, wie erhofft. Er ist unverträglich mit anderen Hunden und jagt. Also sind die Spaziergänge immer extra. Pferd und Hund unter einen Hut, ist nicht.
    Ich muss sagen, ich strampel mich echt ab, aber er könnte ein schöneres Leben haben. Da er inzwischen alt ist und kränklich, bleibt er bei mir… aber ich hab oft ein schlechtes Gewissen, entweder dem Pferd, dem Hund oder dem Kind gegenüber.
    Hund geht mit ins Büro, ist also so gut wie nie alleine. Wir bieten ihm sicher einen schönen Familienanschluss, aber ein Malamuthmix hätte sicher mehr Bewegung und mehr Kopfarbeit nötig. Und da mache ich ständig Kompromisse. :seufz:

  • Avatar Miss Sophie sagt:

    Oh, ich hatte mich mal erkundigt und es so verstanden, dass man damit sooo früh anfangen müsste, dass ein ausgewachsener Hund dafür nicht mehr geeignet wäre.
    Mit einem erwachsenen Hund könnte man natürlich gut in die Ausbildungsweise und arbeitsweise reinschnuppern; dass man nicht unbedingt den ersten Hund, den man dort ausbildet, auch zur Einsatzreife bringt, ist auch logisch.
    Ob wir überhaupt für diese Art Arbeit/Sport geeignet sind, würde sich ja zeigen, und ob es für mich und den Hund dann für einen ernsthaften Einsatz gäbe, spielt gar keine Rolle. Darauf kommt es für mich nicht an, grad beim Hund geht’s eh nur „for fun“. Man kann auch ansonsten in so einer Staffel nützlich sein, bei allem drumherum. Da geht’s mir schon um das Ganze.

    Das es da dann auch eine gute Anzahl „Möchtegern“-Staffeln sowie auch -Hundeführer gibt, glaube ich gerne. Aber meines Wissens nach gibt es in D ausschließlich ehrenamtliche Hundestaffeln, also wie soll es dann anders sein als das „normale“ Leute mit ihrem Hund in so eine Staffel gehen??
    Da gibt es dann auch noch Qualitätsunterschiede, klar, aber ganz grundsätzlich wird man hierzulande keine Profis finden. Dabei glaube ich auch, dass es besser wäre, wenn das ein kompletter Zweig des Rettungswesens würde.
    Wie generell die Lage der Rettungshundearbeit hier ist, kann ich noch nicht beurteilen, ich würde da dann schon den renommiertesten Verein nehmen.

    Psychische Belastung ist sicher ein Punkt, soweit bin ich aber noch nicht, dass ich das komplett durchdacht habe.

    @Stern.taler:
    das ist eben auch meine Sorge, egal, wie gut man alles arrangiert hat, man ist ständig am planen und macht sich Gedanken, ob der Tagesplan so funktioniert oder was dazwischen kommt, was die Betreuung wieder in Frage stellt und innerhalb eines Jahres könnte sich eh immer alles ändern. Stelle ich mir ziemlich unentspannt vor…..

    @Honey:
    Jo, warten, bis es passt. Wobei ich eben garnicht den Anspruch auf MEINEN Hund habe.
    So wie unser Familienhund, der meinen Papa liebt und uns andere auch brauchbar bis toll findet, dann passt das schon.

  • Avatar Miss Sophie sagt:

    Sorry Sweltsje, hatt ich noch nicht gesehen.
    Ja, das wäre eben so ein Fall, wo im Einzelfall eben alle Bemühungen nicht genug sind und zudem nur Stress bedeuten. Sowas will natürlich keiner. Und das, weil man eben nie sagen kann, wie ein Hund sich entwickeln wird….

  • Avatar nessi sagt:

    Ich hätte auch gerne einen Hund.
    Bin aber auch über Tag 8 Stunden arbeiten. Hätte zwar Mittags die Möglichkeit nach Hause zu fahren, aber das wird mir ehrlich gesagt zu stressig und dann immer den Zwang mittags nach Hause zu müssen. :no:

    Möchte dem Hund nicht zumuten 8 Stunden alleine zu sein. Deshalb kommt es für mich derzeit absolut nicht in Frage! :nix:

    Meine Nachbarin hat einen Hund und darf diesen mit zur Arbeit nehmen, die haben dort extra einen Hundehort! Das find ich gut, dann würd ich mir auch einen anschaffen, aber sowas haben wir hier leider nicht. :no:

  • Avatar kuwi sagt:

    Meinen ersten Hund – einen JRT – bekam ich mit 20 Jahren. Der lebte tagsüber bei meinen Eltern und war seine ersten 10 Lebensjahre faktisch keine Minute alleine, da er überall hin mitgenommen wurde. Ich war mit ihm 7 / Woche am Hundeplatz und im Stall,dadurch war er natürlich auch wohlerzogenst und gesellschaftsfähig. Selbst in die Tanzschule oder abends in diverse Lokale ging der mit und hatte seinen eigenen Barhocker und Leckerlis im Kühli des Barkeepers 😆 Nach dem Tode meiner Mutter blieb er tagsüber im Geschäft meines Vaters und nach dessen Tod durfte er mit mir mit ins Labor und schlief dort den ganzen Tag unterm Tisch, wenn er nicht gerade zu „Therapiezwecken“ bei Kindern benötigt wurde oder sich bemüßigt fühte meinen Chef zu jagen, stellen und verbellen 😀 Seine letzten 2 Lebensjahre blieb er lieber daheim im neu gebauten Haus mit Garten und hatte dort eine Hundklappe, falls er mal raus mußte.

    Nach seinem Tod hielt die Entscheidung „keinen Hund mehr“ ca genau 3 Tage an. Dann überwog die Trauer und wir fuhren „nur mal gucken“ zu einem „Großenkel“ Wurf meines Ersthundes. Und natürlich fuhr ein 10 wo alter Welpe mit nach Hause :doh:
    Dieser war und ist ein echter Terriorist und ließ uns im ersten jahr einiges Anschauen. Ich war damals 4 – 6 Std / Tag berufstätig, zwischendurch fuhren Verwandte zum Hund, um mit ihm zusätzliche Runden zu gehen.
    Da er aber so hyperaktiv ist, nahmen wir ein knappes Jahr danach noch einen zweiten Terrior aus dem Tierheim auf – und seither sind beide ausgelastet. Derzeit arbeite ich 3 Tage/Woche. Ab 3h ist mein Sohn daheim und an den 3 Vormittagen kommt zusätzlich ein Onkel der Familie als „Hundewalker“ vorbei. Die beiden Terrier sind tagsüber von 7 – 15 Uhr in ihrem speziell eingerichteten Hundezimmer, beide Hunde machten ihre Begleithundeprüfungen, laufen ( unregelmässig ) Agility, gehen frühmorgens raus, vormittags spazieren, ab 3 in den Garten und abends auch noch mal eine Runde raus. Hin und wieder dürfen sie mit in den Stall und an der Leine am Pferd mit ins Gelände – ein besonderes Highlight für die Zwei.
    Da sie aber – im Gegensatz zum Ersthund – nicht dauerhaft vom Jagen ( der Stallkatzen ) abzuhalten sind, und neben dem Stall eine vielbefahrene Straße ist, geht Stall nur an der Leine und nicht jeden Tag.

    Einem (jungen) Einzelhund würde ich eine mehr als 6 stündige Auszeit alleine daheim auch nie wieder antun wollen, aber ich denke, daß ich für meine Hunde derzeit eine gute Alternative gefunden habe, wo ich kein allzu schlechtes Gewissen haben muß 😉

  • Avatar Miss Sophie sagt:

    ja, dieser Druck, dann jeden Mittag nach Hause zu MÜSSEN, das stelle ich mir eben auch sehr stressig vor. An einigen Tagen wäre ja mein Freund früh zuhause, dann müsste ich nicht, aber da wechselt der Stundenplan auch auch mindestens halbjährlich, was, wenn der mal so blöd geplant ist, dass er auch jeden Tag lange hat??
    Naja, ich bin ja eh erstmal etwas ab von dem Gedanken, halte nur mal meine Ohren offen…..

    küwi, bei euch ist das ja alles prima geregelt, ich denke auch nicht, dass du bei der Regelung ein schlechtes Gewissen haben musst, hört sich prima an, aber eben auch nach viel Planerei.

  • Avatar Rosewhisper sagt:

    Ich bin gerade in Indien, und behaupte zu wissen, dass sämtliche Hunde, die ich bisher gesehen habe, liebend gerne ein Leben bei Dir auf dem Bauch liegend akzeptieren würden. :seufz: Diese kleinen Seelen sind so müde.

    :blinzel: …nur mal so am Rande bemerkt.

    Kein HundezuHause ist immer perfekt, aber die Tiere sind anpassungsfähig. Und wenn Du Dir einen passenden Kameraden aussuchst, vielleicht nicht unbedingt Deine junge „Traumrasse“, sondern ein ruhigeres, älteres Exemplar, dann wäre es in meinen Augen doch prima.

    Einen Welpen würde ich mir auf keinen Fall voll berufstätig ins Haus holen. Ich bin selbstständig und weiss, wie sehr ich Job und Pferd zurückgeschraubt habe, während die Zaubermaus herangewachsen ist. Ich habe übrigends auch volle Unterstützung von meinen Eltern, sowohl unter der Woche, als auch am WoE, wenn ich hundefreie Zeit brauche.

  • Avatar Miss Sophie sagt:

    Ja, dass sich manche Hunde selbst nach dem, was meinereiner bieten kann, die Hände schlecken, glaube ich auch. Und nicht wenige von denen sitzen vermutlich sogar in Deutschland………
    Hilft ja aber nichts, wenn man dann selber die Situation dauerhaft als unzureichend empfindet.

    Vom Thema Welpen bin ich definitiv ab, Traumrasse somit wohl auch…. 🙁
    das andere werde ich mal ganz in Ruhe mit meinem Freund besprechen und auch mal die Lage sondieren, wer als Gassigeher verfügbar wäre (Bruder vom Freund wohnt z.B. in der gleichen Stadt). Und Beim Frauchen meines Bespaßungshundes frage ich auch nach, ob die beiden dann nicht mal zusammen da rumgammeln können halbtags, da haben ja auch beide mehr von als allein…. (sofern sie sich denn mögen……………….)

  • Avatar Lisa Pueschel sagt:

    Das ist es eben, irgendwie die Gewissheit auf Jahre hinaus zu haben, das fehlt mir … kann man wohl aber auch nie wissen…..

    jetzt hier :party: achtung :party: Motivation *rueberschmeiss* und einen saftigen brocken selbstvertrauen *rueberschmeiss* :bravo:
    kurz meine geschichte.
    ich bin 4 jahre durch die welt gereisst und wollte einfach nicht sesshaft werden. dann kam themistokles(mein hund 😉 ) einfach waerend einer reitstunde ueber den platz gedonnert und blieb. hmm hab ich gedacht nun ist es wohl so weit. sesshaft werden. man kann ja schlecht einen hund durch die welt schloerren….boese umstaende (die besitzer auf der anlage auf der ich war haben immer gute mine zum boesen spiel gemacht und keinem gesagt das sie seit 2 jahren einen raeumungsbescheid hatten) und ich sass auf der strasse mit meinem wauz. bei einem freund eingezogen….hund mit. weil nichts zu tun in der naehe musste ich immer ewig fahren und hund wollte nicht fahren. also war er den ganzen tag alleine, also neue finca. hund mit. hund gluecklich, hat 2 kolegen alles toll. ich freund umzieh…hund mit…. hat jetzt 4 freunde und ist immer noch happy.
    lange reden kurzer sinn. wir sind viel rumgeschoben und haben immer eine loesung gefunden. das einzige was passiert ist, ist das mein doggi sich wahnsinnig an mich gebunden hat (eh klar. strassenhund und dann neu ergattertes freuchen staendig weg) i
    ich wuerd mal ueberlegen ob es nicht eine moeglichkeit gibt eine doggi door zu intallieren und vielleicht zu einem aelteren hund raten der keinen so extremen bewegungsdrang hat.
    und ganz wichtig…. nicht so viel ueber lebensumstaende gruebeln. so wie es asussieht machst du dir wirklich gedanken (sollte man auch bevor man die verantwortung fuer ein lebewesen uebernimmt!!!) aber lass die gesagt sein
    Wo ein Wille ist ist auch ein weg.
    ich kann da ein lied von singen.
    ah. nun noch eine nuetzliche frage. wo wohnst du denn eigentlich? haette da vielleicht eine idee 😉
    lg von themi und lisa

  • Avatar Samona sagt:

    Einen Hund 8 Std allein zu lassen ist ein no go, sorry aber das geht einfach nicht, wenn man nicht die Möglichkeit hat den Hund mit zur Arbeit zunehmen, oder ihn in der Zeit zu den Nachbarn oder Eltern oder einem Hundesitter zu bringen dann kann man sich keinen Hund anschaffen.

    Wie oft lese ich, Hund wegen Zeitmangel abzugeben, jede Woche, mehrmals. Ja herrgottnochmal, dann schafft Euch kein Tier an. Änderungen im Leben gibt es immer, auch Notstände, aber nie würde es mir in den Sinn kommen meinen Hund, mein bester Freund und Weggefährte, diesen einfach nach all den Jahren abzuschieben.

    3/4 Std ist bei einem ausgewachsenen Hund kein Problem aber 8 oder mehr, definitive Nein.

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    Hilfe, habe meinen Beitrag gekillt.
    Jetzt mag ich die ganze Oper nicht noch mal tippen 8|

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Mir geht es wie den meisten anderen hier: Den Hund acht Stunden allein zu lassen, geht einfach nicht. Das wird dem Tier nicht gerecht.
    Was mich angeht, kann ich allerdings gut maulen: Als Freiberuflerin arbeite ich eh von zu Hause aus. Wir haben insgesamt vier Hunde (die etwas andere Form der Patchwork-Familie 😀 ), die sich prima vertragen und auch gern mal untereinander spielen und raufen. Aber dennoch: Die sind am Tag rund 3,4 Stunden draußen. Entweder Gassi gehen oder auf dem Hof mit rumturnen, wenn wir die Pferde versorgen.
    Auf Teneriffa hatten wir ja noch mehr Hunde, sechs nämlich. Da war es aber auch total unkompliziert. die konnten den ganzen Tag (im Zweischichten-System, weil sich nicht alle sooo grün waren) frei auf rund 5000 qm Finca-Gelände rumstromern.
    Ein Einzelhund käme übrigens für mich nicht mehr in Frage. Das hatte ich früher, habe aber festgestellt, dass zwei Hunde (mindestens, grins) im Endeffekt weniger Arbeit machen. Schlicht deshalb, weil sie sich auch mal miteinander beschäftigen – wobei es meines Wissens dafür auch keine Garantien gibt.
    Wenn wir übrigens mal wegwollen, kommt unsere Bande in eine Hundepension. Ich war auch sehr neugierig, wie die (vor allem mein Rüde, der ein echtes Senibelchen ist) damit klarkommen. Ging prima, die haben den ganzen Tag draußen rumgetobt und waren abends grottenmüde. Allerdings haben wir das bisher auch nur 2x für ein Wochenende gemacht,
    LG
    Andrea

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