Hund jagen abgewöhnen

By patch | Allgemeines über Hunde

Geht das?
So als Ottonormalverbraucher, bekommt man das hin?

Eine Freundin von mir hat einen Labradormix (was auch sonst? 😀 ), der mir drei Monaten das Jagen angefangen hat. Sie war auch brav in der Hundeschule, da wurde ihr von der Trainerin gesagt, sie solle ihn an der Schleppleine lassen.
Das ist eine ziemlich unbefriedigende Art, spazieren zu gehen, finde ich, sowohl für den Hund, als auch für sie und mich. Ständig hängt der Hund in der Leine, sie wird gezogen, ich stolper über die Leine, mein Hund hängt in der Leine. 🙁

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Sie hat den Hund auch mal losgelassen und er hat auch mit meinem gespielt, aber dann angefangen, zu schnüffeln und ab die Post, hinter einem Kaninchen her. Meiner selbstverständlich erst mal mitgepest, ist aber glücklicherweise auf Pfiff und tiefe, laute Stimme zurückgekommen. :hurra: Seitdem passe ich auf wie die Pest, denn er würde offensichtlich auch gerne.

Nun würde ich gerne weiter mit dieser Frau spazieren gehen, die seit zwei Jahren ihren Hund an der Leine hält und zweimal wöchentlich die Hundeschule aufsucht. Auf dem Platz ist der Hund wohl auch hervorragend, aber sobald er im Feld ist, versucht er zu jagen. Bekommt man das noch raus?

LG, Patch

  • Red Setter sagt:

    Mit viel Arbeit – ja bekommt man hin! Je nach Einsatz vielleicht nicht 100% immer und überall aber zumindest so, dass große Teile des Spaziergangs off-leash geschehen können.

    Allerdings würde ich mich wohl nach einer anderen Hundeschule/einem anderen Trainer umsehen, wenn die/der keine Antworten auf diese Frage hat.

    Normalerweise sollte die Schleppleine ein zeitlich begrenzt eingesetztes Werkzeug sein und das Ziel ist, das Ding wieder loszuwerden (außer im Einsatz z.B. beim Tracking). Was sagt denn die Trainerin dazu?

    Dafür braucht’s keine Anti-Jagdtraining-Hundeschule, sondern einfach eine Trainerin die konsequent und sinnvoll am (Grund)gehorsam arbeitet.

  • Red Setter sagt:

    Nachtrag:

    Auf dem Platz ist der Hund wohl auch hervorragend, aber sobald er im Feld ist, versucht er zu jagen.

    Das erleben ich soooo oft! Und dann gerne die Leute, die voller inbrunst erzählen wie super gut der Hund doch hört – ja, so lange der Hund nichts besseres zu tun hat. Solange das „Spiel“ Gehorsam auf dem Hundeplatz das Interessanteste ist, hört wohl fast jeder Hund perfekt – Gehorsam ist es allerdings erst, wenn der Hund auch noch hört, wenn andere interessante Reize da sind.

    Gerne dann der Satz „Eigentlich hört mein Hund immer! Nur nicht, wenn er Wild, Nachbars-Katze, Jogger, Radfahrer, Reiter, Nachbars-Hund usw. sieht.“ :ostern:

  • patch patch sagt:

    Na ja, das ist ja das, was meine Freundin zum Verzweifeln bringt:

    Nach drei Hundeschulen, viel Geld für Privatstunden, ist der Rat: Lass ihn nicht von der Leine.
    Dass der Hund in der Unterordnung auf dem Platz toll ist, ist ja schön, aber diese Schleppleine ist echt … naja.
    Kastrieren, war auch noch so ein Ratschlag, von dem ich nicht weiß, wozu er gut ist. Also, in Bezug auf das jagen, meine ich.

    Aber der Sack (der Hund 😀 ) rennt los, guckt sich um und zeigt auf Pfiff sozusagen den Stinkefinger, indem er erst recht Gas gibt. :maul:

    LG, Patch

  • Nicole sagt:

    Da heisst es dann wohl aufmerksam sein beim Spazieren gehen. Deine Freundin muss definitv schneller sein als der Hund und ihm sein kommando geben bevor er losrennt. Bei unserem letzten Hund war es genauso, war ich unachtsam war sie weg, auf dem hundeplatz 1A aber draussen im Feld musste ich immer höllisch aufpassen und einfach schneller sein

  • Red Setter sagt:

    Puh, ich hab ja leider keine Kristallkugel 😛 deswegen kann ich nicht wirklich irgendwas raten.

    Fragen, denen man nachgehen sollte, sind: wie wurde der Ruckruf aufgebaut? Wie reagiert der Hund in mittlerer Reizlage (also nicht so „langweilig“ wie auf dem Hundeplatz, aber auch nicht so spannend wie Wild).

    Ist der Hund an seiner Besitzerin interessiert?

    Wird der Hund draußen gearbeitet? (Dummytraining, Wald-Agility, Reizangel…)

    Ist der Hund halbwegs ausgelastet? Bekommt er genug Auslauf (auch mal flotter – am Fahrrad z.B.)? Bekommt er genug Denkaufgaben (z.B. Suchspiele, Trailing/Tracking)?

    Ist die Besitzerin konsequent? Und damit meine ich wirklich konsequent! Wenn das Kommando „sitz“ kommt, sitzt der Hund im Bruchteil einer Sekunde auf dem Hintern? Was passiert, wenn der Hund Kommandos ignoriert?

    Bleibt die Besitzerin lange genug bei einer Trainingsmethode, um wirklich erfolg zu haben?

    Hängt die Schleppleine einfach am Hund oder wird sie als Werkzeug genutzt? Klappt der Rückruf an der Schleppleine? 100%? Auf welche Distanz?

    Wie benimmt sich der Hund an der Schleppleine und an der kurzen Leine? Ist er auf die Besitzerin konzentriert?

    Kommt der Ruckruf früh genug? Also kann sie den Hund lesen und eingreifen, bevor nix mehr ankommt im Hundehirn?

    Klappt der Rückruf nie? Wann klappt er, wann nicht? Im Garten? Auf der Straße vorm Haus? Auf dem Feld? Im Wald? Ohne Wildsichtung?

    Und zu guter Letzt: gibt’s bei Euch keine vernünftigen Trainer? 😉

  • patch patch sagt:

    Puh, ich hab ja leider keine Kristallkugel 😛 deswegen kann ich nicht wirklich irgendwas raten.

    Fragen, denen man nachgehen sollte, sind: wie wurde der Ruckruf aufgebaut? Wie reagiert der Hund in mittlerer Reizlage (also nicht so „langweilig“ wie auf dem Hundeplatz, aber auch nicht so spannend wie Wild).

    Bis zu einer Distanz von 10-15 Metern kann der Hund abgerufen werden, solange er nicht die Nase am Boden hat.

    Ist der Hund an seiner Besitzerin interessiert?

    Ja, aber nur, wenn er sich ausgetobt hat.

    Wird der Hund draußen gearbeitet? (Dummytraining, Wald-Agility, Reizangel…)

    Reizangel??? Was ist das denn? Äh, ich fürchte, sie geht zum Hundeplatz und spazieren, das war alles.

    Ist der Hund halbwegs ausgelastet? Bekommt er genug Auslauf (auch mal flotter – am Fahrrad z.B.)? Bekommt er genug Denkaufgaben (z.B. Suchspiele, Trailing/Tracking)?

    Auslauf ca. 2-3 Stunden am Tag an der Schleppleine, ansonsten 1000 ‚Quadratmeter Garten, Apportieren mag er nicht, Denkaufgaben wären bestimmt toll, ansonsten ist der zwar gelehrig, aber wie Du vermutlich gerade befürchtest, unterfordert.

    Ist die Besitzerin konsequent? Und damit meine ich wirklich konsequent! Wenn das Kommando „sitz“ kommt, sitzt der Hund im Bruchteil einer Sekunde auf dem Hintern? Was passiert, wenn der Hund Kommandos ignoriert?

    Jetzt, wo Du es sagst…ich starre sie immer böse an, wenn sie ihrem Hund beim Rufen entgegenläuft… Nein, so 100% konsequent ist sie nicht.

    Bleibt die Besitzerin lange genug bei einer Trainingsmethode, um wirklich erfolg zu haben?

    Sie war immer in der Hundeschule, der ist jetzt etwas über zwei, also ja, ich denke schon, aber es ist frustrierend, immer Lob auf dem Platz zu bekommen und den Rat Schleppleine als seligmachende Lösung…

    Hängt die Schleppleine einfach am Hund oder wird sie als Werkzeug genutzt? Klappt der Rückruf an der Schleppleine? 100%? Auf welche Distanz?

    Ja, die hängt am Hund. Rückruf klappt, wie oben, solange der Hund nix in der Nase hat.

    Wie benimmt sich der Hund an der Schleppleine und an der kurzen Leine? Ist er auf die Besitzerin konzentriert?

    Er zieht… Und nein, der will rennen.

    Kommt der Ruckruf früh genug? Also kann sie den Hund lesen und eingreifen, bevor nix mehr ankommt im Hundehirn?

    Nein. Wenn der Hund los ist, schießt er erstmal in Lichtgeschwindigkeit ab um sich auszutoben. Meiner läuft mit, ist aber abrufbar und drängelt ihn auch zurück zu Frauchen, wenn möglich. Ist er wieder in der Nähe ohne Fährte, s. o.

    Klappt der Rückruf nie? Wann klappt er, wann nicht? Im Garten? Auf der Straße vorm Haus? Auf dem Feld? Im Wald? Ohne Wildsichtung?

    Rückruf klappt, wie gesagt, auf gewisse Distanz, solange die Nase oben ist. Auf der Straße kein Problem. Vom Haus kein Problem.

    Und zu guter Letzt: gibt’s bei Euch keine vernünftigen Trainer? 😉

    Weiß ich nicht. Ich finde keine Hundeschule, die mir zusagt und in meinem Zeitfenster liegt. Ich kann also nicht wirklich sagen, ob es hier gute Trainer gibt und wurschtel mit meinem alleine rum.

    Danke, Red Setter!

    LG, Patch

  • Andrea S sagt:

    Hängt die Schleppleine einfach am Hund oder wird sie als Werkzeug genutzt? Klappt der Rückruf an der Schleppleine? 100%? Auf welche Distanz?

    Wie benimmt sich der Hund an der Schleppleine und an der kurzen Leine? Ist er auf die Besitzerin konzentriert?

    Ich glaube, dass genau DAS ein wesentlicher Punkt ist!
    Klappt der Rückruf mit Schleppleine und wie schnell. Und vor allem, was passiert wenn er an der Schleppleine hängt und nicht gleich hört? Schleppleine durchhängend oder auf Zug, so dass regaiert werden kann?

    Ich habe hier ja auch so eine Wutz mit Jagdinstinkt. Mittlerweile haben wir das ganz gut im Griff.
    Abruf klappt sogar beim Versuch jagen gehen zu wollen. Aber… nur wenn ich 100% konsequent und dran bin. Hab ich nen Tag an dem ich viel anderes im Kopf habe und nicht 100 % bei ihr bin, sprich, ich bei einem Kommando nachlässig bin, habe ich verloren wenn sie Witterung aufnimmt. (Gott sei Dank sind es bei ihr aber „nur“ Mäuse auf Feldern die sie interessieren)
    Denn, es könnte ja sein, dass ich es jetzt doch auch nicht wirklich ernst meine. Ich muss aber dazu sagen, wenn sie merkt es könnte Ärger geben, ist sie fix wieder da und wenn ich 100% bei ihr bin, ist sie garnicht erst weg.

    Der Hundeplatz klappt dagegen immer super! Grund, hier sind wir beide voll konzentriert 😉

    Wie ich letztendlich diese unerzogene Wutz, die ja erst mit knapp nem halben Jahr zu mir kam (letztes Jhar im November) und zuvor scheinbar alles durfte dazu gebracht habe nicht mehr abzuflitzen, war harte und konsequente Arbeit außerhalb des Hundeplatzes. Der Hundeplatz/Hundeschule kann immer nur Ideengeber sein, seine Hausaufgaben muss man zuhause erledigen.
    Ich habe mit der Terriatorin auch in Phasen gehabt, in denen ich hätte heulen können, weil ich das Gefühl hatte „was soll ich eigentlich noch tun?“.
    Bei ihr war dran bleiben und durchhalten ganz wichtig. Und so ein Terrier kann einen schon mal zur Verzweiflung treiben :wacko:
    Bei ihr hat es sich ausgezahlt. Seit ca. Juni habe ich einen Hund der bis auf wirklich wenige, oben beschreibene Situationen, voll bei mir ist. Sie läuft frei bei Fuss, wartet auf Kommandos und führt diese auch fast immer sofort aus. Schicke ich sie voran und sie darf laufen wie sie will, entfernt sie sich bis auf eine Entfernung von 20-30 Metern und kommt dann zurück, sucht Bestätigung. Sie lässt sich mittlerweile auch aus einem spielenden Hunderudel abrufen.
    Die Menschen, die sie noch bis Juni nicht unbedingt geschenkt haben wollten, weil sie arbeitsintensiv und dabei hartnäckig war, sind mittlerweile der Meinung, ich hätte ihr ne Fernsteuerung einbauen lassen, weil sie so gut hört und würden gerne die Hunde tauschen :irre:

    Fakt ist, die Tierchen brauchen Kopfarbeit. Mehr oder weniger. Mein Terrier hat sie bekommen und bekommt sie auch weiterhin.
    Auch schleppe ich sie überall mit hin (da wo möglich) und fahre eher nach der Devise Konfrontation ist alles und Gehorsam ist überall erforderlich. was den Gehrosam angeht, lasse ich mich auch nicht durch Dritte (Bsp: Menschen die meinen Hund bei Fressnapf entzückt bis hysterisch anquietschen und sie zum Anspringen auffordern) beeinflussen. Der Hund hat zu hören-Punkt. Die hysterischen Menschen bekommen wenn nötig nen Spruch :fies: Macht einen nicht beliebter bei den Menschen, beim Hund aber schon 😉

    Ich bin mit der Wutz total zufrieden :love: Und wenn ich ehrlich bin, hab ich Im Frühjahr auch noch nicht geglaubt, dass wir im Herbst so weit sind :no:

  • Cappuccino sagt:

    Geht das?
    So als Ottonormalverbraucher, bekommt man das hin?

    klar, dafür gibt’s zwei Möglichkeiten:

    1. Jagdschein machen und zusammen mit dem Hund jagen gehen

    2. Den Hund als Apportierer trainieren, und zwar nicht nur Tennisbällchen werfen, sondern richtig anspruchsvoll. Ich bemängele bei fast allen Hundeschulen, dass die Hunde quasi im Erstklässlerstadium stagnieren. Da wird mit Schleppleinen, Futterdummies, etc. gearbeitet, aber leider geht es dann nicht weiter. Schau doch mal ins Retrieverforum http://www.retriever-forum.net , da gibt’s jede Menge Tips und auch Fachleute, die dabei helfen, wie man einen gut veranlagten Retriever(mix) artgerecht ausbilden und beschäftigen kann.

  • Sichelohr sagt:

    Jagdschein und Jagen muß ja nicht sein, aber den Hund als Jagdhund ausbilden zu lassen ist keine schlechte Idee.

    Dem Hund den Jagdtrieb abzugewöhnen halte ich für undurchführbar, aber man kann den Trieb so unter Kontrolle bringen.
    Ein ausgebildeter Jagdtrieb wird auch niemals eigene Wege gehen ( dürfen).

    Aber Obacht:
    Hier geht es um “ Kadavergehorsam“, das ist nicht jedermanns Sache, meine eigentlich auch nicht.

    Aber:
    Erst kommt die Disziplin, dann kommt die Freiheit.

    Obedience wäre auch eine Alternative zu den Jägern.

    Da er als Labi-Mix zu den Apportierhunden gehört, würde ich Dummy-Training empfehlen, damit er seinen Jagdtrieb hierbei ausleben und um konditionieren kann.

  • Sichelohr sagt:

    Der Gebrauch der Schleppleine:

    Irgendwo stand es ja schon, die Schleppleine ist eigentlich als Erziehungsmittel gedacht.

    Am Besten mit 5 Metern anfangen.

    Da der Grundgebühren offensichtlich sitzt, warten, bis der Hund abgelenkt ist.

    Den Hund EINMAL ansprechen, dann EINMAL das Abrufkommando.

    Er wird nicht hören, also ruhig und vor allem KOMMENTARLOS die Leine einholen.

    Ist der Hund an Ort und Stelle, Sichtkontakt herstellen, noch EINMAL das Abrufkommando und SOFORT loben wie bekloppt und belohnen.

    Auflösen und in die nächste Runde.

    Erst, wenn das klappt die Distanz vergrößern.

    Das ist nervig und frustrierend.
    Aber es geht.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Bei Hunden mit stark ausgeprägtem JagdINSTINKT bekommt man das manchmal, aber nur selten vernünftig in den Griff.
    Jedenfalls ist das meine Erfahrung.
    Hatte mal einen Rottweiler (vor dem Einschläfern gerettet.)
    Lammfromm, lag zuhause im Körbchen mit meinen Katzen, hat sie beleckt und beschmust…
    Aber wehe draussen war eine Katze zu sehen. 8o
    Dann ging sie ab die wilde Fahrt…. :attack: :attack: 8| :maul:

    Da half dann auch kein Rufen, kein Schreien, kein Betteln, kein Drohen…. das Hinterherfetzen war in diesem Moment wichtiger.
    Freund Hundetrainer mit eigenem Hundeplatz, ich selbst auch nicht unwesentliche Erfahrungen mit schwierigen Hunden… haben uns die Zähne ausgebissen.

    Dieser Hund war execellent ausgebildet.
    Hörte (ausser im Jagdfieber :red: ) aufs Wort, sowohl mit als auch ohne Leine, ließ sich problemlos auch in Entfernung SOFORT ablegen, hatte KEINE Unarten, wie ziehen an der Leine, Ungehorsam, Aufmüpfigkeit, unkontrollierte Aggressionen, etc.
    Nichts der Gleichen. Er war die Ruhe in Person.
    Und trotzdem haben wir dieses Problem nie in den Griff bekommen.

    Natürlich hatte er auf Grund seiner Grösse nie ein Erfolgserlebnis beim Jagen. Zu gross, zu schwer, zu langsam….
    So dass sich seine Ausflüge auch meist in Grenzen hielten.
    Wenn die erste Kondition nachgelassen hatte, und er wieder Herr seiner Sinne wurde, konnte man ihn problemlos zurückordern, aber so recht befriedigend wurde es nie!

    Ich denke dass sowas manchmal einfach eine Charaktergeschichte ist.
    Der eine Hund ist anfälliger für sowas, der nächste wieder nicht.
    Wichtig ist, dass man sich versucht auf einer Ebene zu arrangieren, mit der beide leben können.

    Mich persönlich haben diese Jagdausflüge nie ersthaft geärgert, maximal gestört. :nix:
    (Zumindest bin ich danach nicht zuhause weinend zusammengebrochen, weil mein Hund nicht gehört hat.)
    Schließlich kannte man sich inzwischen ein Jahrzehnt und ich wußte, wenn der erstmal nicht mehr kann, kommt er eh reumütig zurück.

    Ein Hund ist eben keine Ich-habe-zu-funtionieren-Maschine, sondern ein Tier, was seine eigenen Bedürfnisse und Instinkte hat, die nicht immer konform mit unseren laufen.
    Auch ein Chihuahua stammt vom Wolf ab. 😉
    (Unglaublich, aber wahr. :bite: )

  • Red Setter sagt:

    Mich persönlich haben diese Jagdausflüge nie ersthaft geärgert, maximal gestört. :nix:
    (Zumindest bin ich danach nicht zuhause weinend zusammengebrochen, weil mein Hund nicht gehört hat.)
    Schließlich kannte man sich inzwischen ein Jahrzehnt und ich wußte, wenn der erstmal nicht mehr kann, kommt er eh reumütig zurück.

    :kowa: :kowa: :kowa: Und das Reh, das gehetzt wurde und deshalb (je nach Jahreszeit, je nach Art des Wildes, je nach Gelände) jämmerlich verendet ist, hat halt pech gehabt! Genauso wie der Hund und der Autofahrer, dem der Hund ins Auto gerannt ist. Und der Jäger, der den Hund schießen darf (eigentlich sogar MUSS), wenn er ihn beim Wildern erwischt usw.

    Ne, dafür hab ich Null Komma Nix Verständnis genau solche (in diesem Fall wohl ehemaligen) Hundehalter, sorgen dafür, dass so viele Hundehalter als Rücksichtslose Idioten angesehen werden.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Also jetzt ist aber mal gut! :irre:
    Wie kommst du darauf, derart weit auszuholen und solch einen Müll zu schreiben? ?(

    Zum einen hat er nie ein Reh gejagt, sondern maximal eine Katze auf den nächsten Baum, oder einen Hasen in sein nächstes Erdloch! (Wohnort Berlin!!!!)
    Und zum anderen schrieb ich bereits oben, (aber wer lesen kann ist klar im Vorteil!), dass er NIEMALS ein Erfolgserlebnis dabei hatte, da er einfach zu schwer und zu langsam für eine ernsthafte Jagd war!

    Desweiteren waren wir stets bemüht ihm dieses Verhalten abzutrainieren, was nur leider auch in 10 Jahren keinen nennenswerten Erfolg hatte.

    Zu behaupten ich hätte es wissentlich hingenommen, dass Rehe im Wald verenden, ist ja wohl echt das Allerletzte! :thumbdown:

    PS. Und an welcher Stelle bitte habe ich behauptet, mein Hund hätte im Wald Rehe gejagt??? ?(
    Er ging im Wald IMMER an der Leine!!!! (Schon mal was von Leinenzwang im Wald gehört? Wer seinen Hund dort grob fahrlässig ohne laufen läßt, kann sich im Zweifelsfalle auch mal ne Anzeige vom Forstamt einkassieren!)

    Auch auf Hundeauslaufplätzen kann man niemals garantieren, dass dort mal ein Hase vorbeigepest kommt. Wie soll man das beeinflussen????
    Es gibt nun mal Situationen, die es nicht anders hergeben!

  • Red Setter sagt:

    Jetzt mal ehrlich: kann ich den Hund nicht vom Jagen abhalten, dann hört er nicht. Punkt so einfach ist das.

    Ich schrieb’s oben schon, wohl fast jeder Hund (und jeder Besitzer) kann ruckzuck lernen bei niedriger bis mittlerer Reizlange einen guten Gehorsam zu zeigen – ist ja schließlich ein interessantes Spiel!

    Kommt jetzt aber ein hoher Reiz (z.B. etwas, was die Jagdkette auslöst, oder auch ein anderer Hund, oder die läufiger Hündin vom Nachbarn, oder, oder…) – dann wird’s interessant.

    Ein Hund, der nicht abrufbar ist, hört nicht! Und dabei ist egal, von was abrufbar. Kein ja, aber in Situation x, y und z hört Fifi doch. Ja, weil Fifi da anscheinend hören will und nix besseres zu tun hat.

    Als Trainer/Hundeschule jemanden mit Jagdhundeerfahrung suchen (eventuell auch mal bei den Jägern direkt nachfragen/schauen, auch da gibt es mittlerweile einige gute Trainer) und an der Sache arbeiten. Oder sich damit abfinden und den Hund außerhalb von eingezäuntem Gelände mittels (Schlepp)leine sichern.

    Die Schleppleine heißt übrigens Schleppleine, weil sie geschleppt wird. Man hält sie nicht in der Hand (zumindest nicht nach der Einführung-Phase), sondern der Hund zieht sie über den Boden und im „Notfall“ tritt man drauf oder greift die Leine. Sonst ist die Schleppleine einfach nur eine lange Leine – das ist aber natürlich nur Wortklauberei 😉

    @ Patch: Das ist ’ne Reizangel http://www.youtube.com/watch?v=sh1bssXrENg wenn die Hunde das toll finden, ein gutes Instrument zum Auspowern UND um an hoher Reizlage einen Abruch zu üben (Stichwort: doppelter Ruckruf)

    Doppelter Ruckruf = ich schicke den Hund (auf Entfernung) erst ins SItz oder Down (unterbreche somit die Jagdsequenz) und rufe den Hund dann zurück (oder sammel ihn ein). Fällt manchen Hunden (und Haltern) leichter als der direkte Ruckruf, braucht aber genauso viel Arbeit, bis es sitzt.

    Wichtig für Deine Freundin: Grundgehorsam muss besser und konsequenter werden und es macht wahrscheinlich mehr Sinn einen neuen Rückruf aufzubauen, als an dem alten schon „verwässerten“ (der Hund hat schon gelernt, dass er ihn nur befolgen muss, wenn er Lust dazu hat) weiter zu arbeiten. Außerdem sollte sie sich jemanden suchen, der ihr den Umgang mit der Schleppleine richtig zeigt.

  • Red Setter sagt:

    July, ne, ich hab kein Verständnis für Dein Verhalten. Es ist egal, ob der Hund ein Erfolgserlebnis hatte oder nicht – gerade Rehe aber auch anderes Wild krepieren oft schon vom Hetzen – gerade in Richtung Winter. Und genau das schrieb ich – dafür reicht es schon, dass der Hund das Wild ein gutes Stück hetzt. Und auch in Berlin kann der Hund wunderbar vor ein Auto rennen usw.

    Dein zweites Post hört sich auch auf einmal gaaanz anders an, als Dein erstes. Da hast Du geschrieben, dass es Dir eigentlich egal war, wenn der Hund jagd. Auf einmal war der Hund immer an der Leine und hat eigentlich nie gejagdt und war sowieso nur in der Stadt unterwegs – ja was den nun?

    Ne, bei solchen Posts (ob’s jetzt so war oder nicht) krieg ich echt die Krise und es wundert mich nicht, dass Hundehalter so oft als die letzen rücksichtlosen Idioten gesehen werden. Es bleibt Dir unbenommen mich dafür jetzt so richtig scheiße zu finden :nix:

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Pass mal auf liebe Red-Setter, was du in meine Postings reininterpretierst, ist ja schon sehr wunderlich! 8o
    Bitte lese doch mal mein erstes Posting genauer!
    Stand dort irgendwas von Wald? Stand dort zufällig das Wort KATZE???? 😉

    Ich wußte noch gar nicht, dass Katzen meistens im Wald leben. :doh:

    Ich habe in keiner Silbe irgendeine von deinen Behauptungen auch nur annähernd so dargestellt!
    Unser Hund wurde damals regelmässig von meinem Freund (Hundetrainer und Hundeführer, Ausbilder für Polizei- und Wachhunde) auf dem Hundeplatz und/oder Hundespielplatz betreut und fortgebildet.
    Seit wann ist ein Hund dort dauerhaft an der Leine??? ?( ?( ?(

    Und auch in unserem Hundeauslaufpark direkt hinter der Tür, kam es in 10 Jahren eben schon das ein oder andere Mal vor, dass ein Hase mitten auf dem Rasen saß.

    Mein damaliger Freund war wahrlich kompetent genug einen Hund auszubilden und zu führen.
    Aber es gibt eben auch Hunde, die für gewisse Sachen nicht die nötige Charaktereigenschaft mitbringen und denen man gewisse Instinkte niemals hundertprozentig abtrainieren kann.
    Es gibt Hunde die sind als Blindenhunde geeignet, und welche, die es eben nicht sind, weil sie in der Laufbahn ihrer Ausbildung charakterliche Schwächen zeigen.

    Unser Rottweiler damals sollte eingeschläfert werden, weil er nicht das nötige Zeug zum Diensthund mitbrachte.
    (Na klingelts?)
    Er liess sich eben dann und wann nicht mehr kontrolliert abrufen, eben das Thema welches wir hier gerade besprechen.

    Er hat dies auch nach 10 Jahren und beständigem Training nicht seingelassen!
    Und ich lasse mir auch nicht von dir unterstellen, dass wir dies nicht versucht haben abzustellen.

    Was ich deutlich machen wollte, und das geht auch aus meinem ersten Posting hervor, dass es Hunde gibt, die eine gewisse Leistungsbereitschaft mitbringen, und solche, die eben dauerhafte Defizite haben!

    Das hat nichts (aber auch rein gar nichts) mit fahrlässigen Handlungen zu tun!

  • Red Setter sagt:

    Das hast Du geschrieben:

    Mich persönlich haben diese Jagdausflüge nie ersthaft geärgert, maximal gestört. :nix:
    (Zumindest bin ich danach nicht zuhause weinend zusammengebrochen, weil mein Hund nicht gehört hat.)
    Schließlich kannte man sich inzwischen ein Jahrzehnt und ich wußte, wenn der erstmal nicht mehr kann, kommt er eh reumütig zurück.

    Und die Aussage finde ich einfach :kowa: :kowa: :kowa: und bestätigt das Bild des rücksichtslosen Hundehalters in der Öffenltichkeit. Und ja, da reg ich mich drüber auf! Schließlich fallen solche Aussagen auf alle Hundehalter zurück.

    Das „Wenn er erstmal nicht mehr kann“ bei Dir heißt die nächsten Katze zwei Meter weiter auf den Baum zu jagen und der Hund ja eigentlich doch nie gehetzt hat, kann ja niemand ahnen – wäre vielleicht hilfreich, wenn Du das dann auch so schreiben würdest :rolleyes:

  • missregina sagt:

    Das ist ein sehr interessantes Thema 😀
    Ich kann Red Setter nur zustimmen.
    Ich kenne dieses Thema zu gut, denn ich habe eine äusserst Jagd freudige Cockerdame daheim :red:
    Mittlerweile sind wir ein sehr gutes Team, aber es bedarf viel Arbeit. Neben einem einwandfreien Grundgehorsam arbeite ich viel an unserer Bindung, d.h jeder Blickkontakt ihrerseits wird gelobt. Ich ändere unerwartet meine Richtung, sie lernt daher auf mich zu achten, dass ich interessant bin. Und ganz wichtig, man muss den Radius seines Hundes kennen, wie weit kann er von mir weg und ist aber noch abrufbar! Da liegt es dann an mir, dass diese Grenze nicht überschritten wird. Das bedarf viel Konsequenz und Aufmerksamkeit.
    Mir scheint es so, als müsste deine Freundin für ihren Hund interessanter werden und ihn mehr fordern.
    Und ich kenne eine sehr gute Trainerin, vermutlich ist sie zu weit weg, aber vielleicht kann sie jemanden in eurer Ecke empfehlen :nix:
    http://www.waldtraining.de

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Ich habe versucht die Hintergründe näher zu erläutern, was du daraus machst, ist deine Kanne Bier. :huh:

    Ein Hund ist nun mal ein Lebewesen und so schnell kann man manchmal gar nicht gucken, wie hinter einem plötzlich eine Katze auftaucht, oder mitten beim Spielen auf dem Hundeplatz plötzlich ein Hase vorbeirennt.
    Zu behaupten man könnte solchen Situationen gänzlich aus dem Weg gehen ist schlicht gelogen! :irre:

    Da du ja so fit in der Hundehaltung bist, rate doch mal, wie gross die Kondition eines Rottweilers in einer Jagdsequenz ist! :gähn:
    Das müßtest du doch wissen, dass ein Rottweiler niemals auch nur annähernd längere Distanzen zurücklegen kann, ohne dabei nach einigen wenigen Minuten komplett ausgepowert zu sein!
    Das kannst du doch nicht vergleichen mit einem Setter! (Und ich gehe gerade davon aus, dass du dies tust, da du ja vermutlich nicht umsonst Red-Setter heißt!)

    Wieviele Rottweiler hattest du denn schon? Die Frage meine ich ernst!

    Einem die Worte derart im Munde herumzudrehen ist :thumbdown: .

    Wenn er losschnallte und einem Hasen hinterherjagte, war nach wenigen Minuten Feierabend.
    Wir kannten dieses Problem. Und haben uns versucht damit weitestgehend zu arrangieren.
    Das war das, was ich damit meinte, dass ich mich darüber nicht mehr geärgert, sondern es mich maximal gestört hat.
    Was nicht gleichzusetzen ist mit, dass ich es gutheisse!
    Und das stand ja schließlich auch weder in meinem ersten, noch zweiten noch sonst-was-für-ein-Posting!

    Also bitte mal die Kirche im Dorf lassen!

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    … haben uns die Zähne ausgebissen.

    …Und trotzdem haben wir dieses Problem nie in den Griff bekommen.

    …aber so recht befriedigend wurde es nie!

    …Wichtig ist, dass man sich versucht auf einer Ebene zu arrangieren, mit der beide leben können.

    …was seine eigenen Bedürfnisse und Instinkte hat, die nicht immer konform mit unseren laufen.

    Zusammenfassung für Red-Setter! (Waren ja scheinbar die Passagen, die du nicht gelesen hast!)

  • Britta sagt:

    Meinen ersten Hund bekam ich als er schon 2 Jahre alt war, er hatte null Erziehung und verschwand beim spazierengehen plötzlich einfach im Wald. Heiße Spur gefunden und ab ging’s. Schleppleine hat der Kerl sofort durchschaut, hatte er die drauf, hat er es nach dem ersten mal nie mehr probiert, also sehr unbefriedigend, weil wer geht schon gern das ganze hundeleben mit Schleppleine spazieren? Ein Hundesportkollege gab mir dann den Tip mit etwas nachwerfen.gesagt getan, das erste Mal flog beim Losstarten der Schlüssel hinterher und TRAF! Absoluter Glücksfall! Tat dem 40 Kilo Hund nicht weh, hat ihn aber erschreckt. Plötzlich kam mein Kommando wieder bei ihm an. Die nächste Zeit hatte ich dann immer eine Coladose dabei, die mit einigen Steinchen gefüllt war. Die musste nicht mal treffen, das neben ihm aufschlagen hat gereicht. Irgendwann war das Abbiegen in den Wald Geschichte. Mit meinen anderen Hunden, die ich schon als Welpe bzw. Junghund bekommen hatte, brauchte ich das nicht zu machen. Da saß der Grundgehorsam einfach von Anfang an.

  • Red Setter sagt:

    Sag, mal July – ich hab Dich nur zitiert – da hast das geschrieben und diese Aussage finde ich scheiße und die bleibt auch scheiße, egal, was Du noch dazu schreibst. Denn sie transportieren auch ein Bild von ALLEN Hundehaltern.

    Wenn Du da anderer Meinung bist – bitte! Ich bin’s nicht.

    Und wenn ihr nicht gerade einen kranken völlig deformierten Rotti hattet, dann kann der natürlich ein Tier so hetzen, dass es zu schaden kommt, wäre ja auch komisch, wenn nicht, bei den Leistungen, die ein Rotti als Schutzhund bringen muss. Um Schaden anzurichten reicht schon eine kurze Hetzsequenz. Erstaunlich, dass Dir das nicht klar ist. Komisches Bild hast Du von Rottweilern…

    Selbst die kräftigen (und deutich langsameren) Leos meiner Eltern können gewaltigen Schaden anrichten und auch Jagderfolge haben – denn – Überraschung – es sind HUNDE, also Beutegreifer.

    Edit: jetzt aber genug davon, wir schreddern nur das eigentliche Thema.

  • dat ninalein sagt:

    huhu,

    zum thema ablenkung, patch, was macht denn deine freundin auf den gemeinsamen gassigängen, nur gassi gehen, oder eben den hund *ablenken* und fordern, so dass dieser dann wirklich müde und ausgelastet ist und gar keine lust mehr verspürt, jagen zu gehen, weil das für ihn nun grad gänzlich egal ist?

    lg nina

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Ich gebs auf…. :no:
    Du hast deine Meinung, ich meine!

    Habe hier niemals gutgehiessen, dass er gejagt hat. Nicht in einer Silbe!
    Wenn du das daraus machst, dann bidde schön.
    Ganz schön voreingenommen! :thumbdown:
    Und vor allem ignorant, stur, und besserwisserisch.

    Ich verteidige mich deswegen so wehement, weil du versuchst einen völlig anderen Stiefel daraus zu machen.

    -Habe nie behauptet, dass er im Wald Rehe jagen gegangen ist. :doh:
    -Habe in keinem Wort geschrieben, dass es mir egal ist, OB er jagen geht, oder nicht!
    (Sondern lediglich die Wörter, dass es mich irgendwann einfach nicht mehr auf die Palme gebracht hat, und wir versucht haben uns zu arrangieren!)
    -Hat er lediglich in recht kurzen Sequenzen Hasen oder Katzen gejagt! Sicher ist das nicht schön, habe auch niemals etwas anderes behauptet!!!!
    Aber das sind eben Dinge, die man nie zu 100% vermeiden kann! Und wer so tut, als ob er es kann, hält seinen Hund vermutlich 24h auf dem Balkon!!!!
    Oder dachtest du ehrlich, ich spaziere einfach so durch die Weltgeschichte und mache mir keine Birne darüber? ?( Es so auszulegen, als ob wir es gleichgültig hingenommen haben, obwohl wir ca. 10 Jahre lang mit diesem Hund trainiert haben, ist ANMASSEND und frech!!!!! Und dabei bleibe ich!!!!!

    Es gibt Menschen, die trotz Knast und Therapie niemals gesund werden. Sie werden immer Diebe, Schläger, oder sonstwas bleiben.
    Warum sollte es sowas nicht auch beim Tier geben?
    Es gibt nun mal Tiere, die trotz ALLER Bemühungen niemals 100% alle Unarten ablegen können.
    Das ist so, und bei dieser Meinung bleibe ich auch.

    Es gibt Hunde, bei denen ein gewisses Trainingspensum reicht, um gewünschte Ziele zu erreichen.
    Und dann gibt es eben Hunde, mit denen kannste das noch 10000 Jahre üben, und sie werden ihren INSTINKT NIEMALS gänzlich ablegen!

    Und auf nichts anderes wollte ich hinaus!

    Mich hinzustellen, als ob ich es gebilligt hätte, Tiere zu jagen, ist schon ein dolles Ding. :huh:

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    Ein interessantes Thema, daß bei uns in der Nachbarschaft leider zur Zeit aktuell ist!
    Ich wohne auf dem Land, hier gibt es jede Menge Hasen, Fasane, Katzen aus der Nachbarschaft.
    Die junge Schäferhündin meiner Nachbarin hat letztens die Katze eines Nachbarn erwischt (offenbar beim Lauern überrascht) und so schwer verletzt, daß die katze eingeschläfert werden mußte.
    Meine Nachbarin steht leider auf auf dem Standpunkt, daß sie den Hund gut erzogen hat und er sofort auf Zuruf folgt.
    Das mag ja so sein, aber wenn sie den Hund vorauslaufen läßt und im entscheidenen Augenblick einfach nicht reagieren kann (weil die Straße einen Bogen macht), nützt dies alles nichts!!!

    Daher finde ich die Einstellung von July sehr grenzwertig. Nur mit der Gewißheit, daß der Hund eh nicht genügend Kondition hat und sowieso kein Tier erwischt, würde ich einen Hund einfach nicht frei laufen lassen!
    Allein die Tatsache, daß der Hund hinter Wildtieren oder Katzen herjagd, würde mich als Aussenstehenden dazu veranlassen, den Hundehalter anzuzeigen (Ordnungsamt).

  • Red Setter sagt:

    Und vor allem ignorant, stur, und besserwisserisch.

    Ja, ich bin toooootal blöd und böse.

    Mich hinzustellen, als ob ich es gebilligt hätte, Tiere zu jagen, ist schon ein dolles Ding. :huh:

    Zum 100sten Mal. Das hast Du geschrieben:

    Mich persönlich haben diese Jagdausflüge nie ersthaft geärgert, maximal gestört. :nix:
    (Zumindest bin ich danach nicht zuhause weinend zusammengebrochen, weil mein Hund nicht gehört hat.)
    Schließlich kannte man sich inzwischen ein Jahrzehnt und ich wußte, wenn der erstmal nicht mehr kann, kommt er eh reumütig zurück.

    Und diese Aussage finde ich scheiße! Diese Aussage bleibt auch scheiße, egal was Du noch dazu schreibst und erklärst.

    Jetzt aber wirklich Schluss, wenn Du mir weiter schrieben willst, wie doof und scheiße ich bin, dann mach das doch bitte per PN, damit wir nicht weiter Patchs‘ Strang zumüllen.

  • Red Setter sagt:

    @ Patch, wenn Deine Freundin in Richtung Dummytraining/Apportiertraining was machen will, dann sollte sie das Ganze richtig aufziehen und wirklich formal trainieren (z.B. orientiert am Field-Trail Sport). So wie Du Hund und Besitzerin und ihre Beziehung/Bindung beschreibst, wäre es mit Sicherheit sehr wichtig klar strukturiert mit ganz klaren Regeln zu arbeiten. Einem Retriever(-Mix) einfach nur „Sachen irgendwie bringen“ beizubringen geht schnell, korrektes Apportieren aufzubauen ist viel Arbeit (und Auslastung!) für Mensch und Hund.

    Z.B. muss der Hund völlig ruhig warten, bis er zum Apport losgeschickt wird. Er muss den Dummy korrekt aufnehmen (in der Mitte) und korrekt bringen und übergeben. Das Ganze auch über Hindernisse usw. Schöner Sport (Spiel) für Mensch und Hund!

  • patch patch sagt:

    Leider kann ich nicht ausführlich antworten wegen Büro,
    ich danke aber jetzt schon mal und werde später noch was dazu schreiben!

    LG, Patch

  • Kathi=) sagt:

    Jetzt ohne alles gaaanz aufmerksam durchzulesen :tuete: :
    Ich würde sagen nein, man kann einem Hund so einen starken Trieb nie richtig abgewöhnen.Dabei spreche ich aus Erfahrung:
    Papa, Mama, beide Jäger. Daher haben wir schon seit ich auf der Welt bin immer Jagdhunde gehabt. In erster Linie natürlich zum jagen, aber auch zum Hof hüten.
    Derzeit (und hoffentlich noch ganz lange!!) gehört der kleine Münsterländer Ingo zu uns. Er wurde natürlich zum jagen gezüchtet, ist aber der bravste und kinderliebste Hund, den es gibt! :ja: Jeder kann mit ihm schmusen und streichlen, aber sobald er draußen ist, ist er auf der Jagd. Immer wachsam. Ich selbst gehe auch nur mit (langer!) Leine mit ihm Gassi, da er sonst ganz schnell auf und davon ist. Auch wenn abends jemand klingelt oder überhaupt jemand kommt, passt er schon auf, was der Neue denn jetzt will. Aber er bleibt dabei immer freundlich und in den 3 Jahren, die wir ihn jetzt haben, hat er weder uns noch sonst einen Menschen auch nur angeknurrt. Nichts. Aber jagen uns streunen tut er. Und das würden wir ihm, selbst wenn wir es wollten nie angewöhnen. Da steckt auch einfach noch sehr der Wolf drin. (mit dem Beutetrieb und so).
    Hoffe ich konnte dir jetz helfen :look:

  • St. Lucia sagt:

    Meine Freundin hat ihren beiden RR´s das Jagen mit Sprühhalsbändern abgewöhnt.

    Ob das nun gut oder schlecht ist, keine Ahnung.

    Fakt ist aber, dass sie nach einem Jahr die Dinger nun sogar ablassen kann und die Hunde auf Ruf auch bei Wild vor der Nase umkehren und zurückkommen.

  • Diana sagt:

    Hunde sind nun mal unterschiedlich.
    Und die ganz Schlauen muss man besonders im Auge behalten.
    Unsere alte Hündin ging gern den Hasen hinterher. (Wir wohnen mitten zwischen Feldern und gehen auf Wirtschaftswegen spazieren.)
    Rufen ließ sie sich anfangs gut.
    Bis sie spitz hatte, dass ich öfter mal irgendetwas vor ihr entdeckt hatte und sie deswegen zu mir rief.
    Ab da nahm sie den Kopf hoch und blickte erstmal rundum in die Weite, bevor sie sich zu mir zurückkam.
    Falls sie nicht den rennenden Hasen/Fasan oder was auch immer entdeckte und je nachdem dann doch noch Stoff gab.
    Auch Lob oder Leckerlie waren da egal, jagen fand sie besser.
    Die kam leider nie ohne zu zögern, weil sie genau wusste, dass ich nicht ohne Grund rief.
    Und wenn sie Gas gab, war sie weg.
    Die hatte ich zur Sturm- und Drangzeit immer an der Leine oder direkt bei mir.
    Freilaufen ging mit der nicht gut.

    Mein jetziger Hund ist da ganz anders gestrickt.
    Der läuft vor und wenn ER was entdeckt, dann guckt er sich erstmal nach MIR um, ob ich das auch gesehen habe.
    Und dann reicht ein „Bleib hier“ und er läuft einfach auf dem Weg weiter und guckt höchstens ab und zu zu dem Hasenrüber, der da herumhoppelt.
    Der gibt nur Gas, wenn der Hase wirklich direkt vor ihm losspringt und lässt sich dann fast immer noch abrufen.
    Und das ohne Training, der WILL gehorchen.

    Der andere Rüde durfte anfangs auch freilaufen.
    Bis er das erste Mal hinter einem Hasen her ist.
    Ab da hatte er immer ein Auge auf die Umgebung und zwei/ drei Tage später schoß er wieder weg.
    OK, also Leine.
    Ist aber doof, also machte ich ihn mal wieder los.
    Und was macht der Satan.
    Guckt mich an, guckt ins Feld und flitzt los.
    Ich brüll hinterher, sehe aber nicht, hinter was er herläuft.
    Bis ich erkenne – er läuft gar nicht hinter etwas her, er zieht in hohem Tempo große Bögen in einem Rübenfeld, um etwas aufzuscheuchen.
    Glücklicherweise war wohl grad kein Hase/ Karnickel oder so da und er kam wieder zurück.
    Und geht seitdem an der Leine. Und zwar an der normalen.
    Wenn so ein 40kg Sportler mit Schwung auf und davon geht, kann man der Schleppleine nur noch hinterhergucken.
    Und da mache ich auch nicht viel dran, denn dieser Hund gehorcht nicht gerne.
    Der macht am liebsten sein eigenes Ding und hat das in dem Leben vor uns perfektioniert.
    Bisher habe ich noch nichts gefunden, was ihm besser gefallen würde, als seinen Willen durchzusetzen.
    Im Gegenteil, wenn man dem blöd kommt, steht der schnell knurrend vor einem.

    patch, kann Deine Bekannte den Hund nicht an eine kürzere Leine nehmen, wenn Ihr geht?
    Schleppleine ist wirklich sehr unpraktisch, wenn man mit mehreren unterwegs ist (und auch irgendwie unhygienisch, finde ich 8) ).

  • dat_julschen sagt:

    Giotti ist ja nun genetisch bedingt auch eher Jagdhund.
    Sie verfügt über einen ordentlich Hang zu jagen.
    Allerdings hatte ich immer ein Auge auf sie, beim Spaziergang. Sie verfügte über den nötigen Grundgehorsam und ich war in der Lage eher zu reagieren.

    Nun ist Giotti aber auch ausreichend ausgelastet gewesen, Agility, Kinder bespaßen usw. Auch beim Gassi gehen, hab ich immer wieder Gehorsam gefordert, auch wenn es gerade nicht nötig war. Sie kam also nicht den Wald fing an zu suchen.

  • Red Setter sagt:

    Allerdings hatte ich immer ein Auge auf sie, beim Spaziergang. Sie verfügte über den nötigen Grundgehorsam und ich war in der Lage eher zu reagieren.

    Nun ist Giotti aber auch ausreichend ausgelastet gewesen, Agility, Kinder bespaßen usw. Auch beim Gassi gehen, hab ich immer wieder Gehorsam gefordert, auch wenn es gerade nicht nötig war. Sie kam also nicht den Wald fing an zu suchen.

    :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

    und genau das (Grundgehorsam, Konsequenz und Auslastung) scheint im eingangsbeschriebenen Fall das Problem zu sein :nix:

    Bevor ein Hund an der kurzen Leine nicht anständig laufen kann und die Grundkommandos 99,9% zuverlässig und zügig ausgeführt werden, muss ich bei einem jagdlich motivierten Hund, der schon wunderbar gelernt hat, dass der Ruckruf heißt „wenn Du jetzt nichts besseres zu tun hast, könntest Du ja mal zurück zu Frauchen kommen“ gar nicht weiter am Rückruf ‚rumprobieren.

    Die Besitzerin hat genau 2 Möglichkeiten: Leine dran lassen (egal ob kurze oder lange Leine), bzw. Hund nur im gesicherten Gelände laufen lassen oder sich wirklich viel, viel Arbeit machen und den Hund ordentlich erziehen UND ordentlich auslasten.

    Manche Hund haben so einen starken Jagdtrieb (besonders auch, wenn nicht von Welpe an konsequent daran gearbeitet wurde!), dass man mit ihnen nie eine gemütle Klön-Runde mit Freunden machen können wird (zumindest nie in wildreichen Gebieten), sondern man wird immer mit 100% Aufmerksamkeit beim Hund bleiben müssen, um den Hund zu kontrollieren und rechtzeitig(!) einzugreifen.

    Da muss man sich halt gut überlegen, was man leisten kann und will.

    Ich halte ja aus verschiedenen Gründen gar nix von Sprühhalsbändern, aber in diesem Fall halte ich sie für absolut wirkungslos. Wenn überhaupt kann ein Sprühhalsband (und auch ein Teletakt) nur funktonieren, wenn es auf die Sekunde genau im richtigen Moment eingesetzt wird und wenn der Grundgehorsam sowieso weitestgehen stimmt.

    Dabei ist das Risiko einer Fehlverknüpfung schon ziemlich hoch – bei einer Besitzerin die sowieso schon Probleme mit Timing und dem Lesen/Beobachten ihres Hunde hat, wäre es wirklich nur ein absoluter Zufallstreffer, ob sie den richtigen Moment erwischt und der Hund daraus überhaupt irgendwas lernt!

  • wurm wurm sagt:

    Wir haben es nie aus unserem Hund rausbekommen. Sie jagt nicht, sondern hütet . Das heisst, sie geht hinterher und kreist ein….ist mir schon mal in eine Schafherde abgehauen, au weia…
    Bei meinen Junghunden war es nie ein Problem,die waren jederzeit abrufbar>. Ich hatte immer Hütehunde, aber diese ist nun mal aus dem Tierheim und wir bekommen es nicht raus.
    Deshalb geht sie draussen nur an der Leine,lieber so, als das ein Jäger sie abschiesst. Der weiss ja nicht, ob der Hund jagt….
    Ich weiss auch nicht, wo das Problem ist, solche Hund an der Leine zu führen, bei uns am Hof kann sie laufen und spielen, ist ja eingezäunt.

  • Flix sagt:

    „Nur“ eine Katze find ich nicht so der Spitze…

    Wenn’s nicht das eigene Tier ist, geht das Mitgefühl dann flöten?
    Der Hund, der meine altersschwache Mieze in Todesangst die Straße langscheuchen *darf*, weil der Besitzer es nicht für nötig hält die Leine dranzulassen, kann mit einer deutlichen Gegenreaktion meinerseits rechnen. Beziehungsweise sein Besitzer.

    Ich möchte mal wissen, was los wäre, wenn ein Hund dein Pferd über die Koppel jagt. Das musst du doch nachfühlen können!
    Es kann immer was passieren, und selbst wenn es das nicht tut, ist es Quälerei für den Gejagten. Sei es Mensch. Katze oder Pferd.

  • Andrea S sagt:

    Meine Nachbarin steht leider auf auf dem Standpunkt, daß sie den Hund gut erzogen hat und er sofort auf Zuruf folgt.
    Das mag ja so sein, aber wenn sie den Hund vorauslaufen läßt und im entscheidenen Augenblick einfach nicht reagieren kann (weil die Straße einen Bogen macht), nützt dies alles nichts!!!

    Wattreiter, da hat Deine Nachbarin aber was falsch verstanden von guter Erziehung, oder?

    Meine Freundin hat ihren beiden RR´s das Jagen mit Sprühhalsbändern abgewöhnt.
    Ob das nun gut oder schlecht ist, keine Ahnung.
    Fakt ist aber, dass sie nach einem Jahr die Dinger nun sogar ablassen kann und die Hunde auf Ruf auch bei Wild vor der Nase umkehren und zurückkommen.

    Christine, genau das, habe ich auch einmal eingesetzt um meiner Terriatorin das Jagen abzugewöhnen! Eines welches ich manuell betätigen kann. Ich habe mir vorher allerdings genau erklären lassen, wann und wie ich es einsetzen muss. Einmal getan und Wirkung 150%!
    Danach musste ich das Halsband wieder abgeben und habe, um meinen Einfluss auch aus der Entfernung nachhaltig zu demonstrieren die nächsten Spaziergänge eine Wasserpistole dabei gehabt. Die einmal zwischen die Hundeohren oder an die Hundeohren gefeuert, hatte die selbe Wirkung;)
    Von daher, klappt wirklich!

    Dennoch, ich muss voll bei meinem Terrier sein, dann klappt auch der Grundgehorsam sehr gut. Bin ich mit den Gedanken irgendwo anders und regaiere nicht, dann wird das gelegentlich nochmal ausgenutzt, wobei auch diese Phaseen seltener werden.
    Und es ist wie Julschen sagt, es gibt eben Hunderassen, die fordern mehr als andere. Auch bei uns ist es so, dass ich meinen Hund zwischendrin abrufe und er dann vom Fussgehen über Ablegen und Bleiben Kadavergehrosam zeigen muss. Das sind kurze Sequenzen aber sie hat was für den Kopf zu tun und darf dann auf Kommando wieder die Welt erkunden (bis auf Abhauen und Jagen).

    Zitat
    Mich persönlich haben diese Jagdausflüge nie ersthaft geärgert, maximal gestört.
    (Zumindest bin ich danach nicht zuhause weinend zusammengebrochen, weil mein Hund nicht gehört hat.)
    Schließlich kannte man sich inzwischen ein Jahrzehnt und ich wußte, wenn der erstmal nicht mehr kann, kommt er eh reumütig zurück.

    Und diese Aussage finde ich scheiße! Diese Aussage bleibt auch scheiße, egal was Du noch dazu schreibst und erklärst.

    Da schließe ich mich übrigens Red Setter vollumfänglich an!
    Nicht gut finde ich übrigens auch die Aussage zum Kadavergehorsam.
    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich diesen von meinem Hund schon verlange, wenn ich ein Kommando gebe :nix:
    Weisst du July, mein Hund zB. hat wirklich nichts auszustehen. Die tobt tagsüber auf dem Hof rum und geht mit meiner Mutter spazieren (bei ihr nur an der Lauflleine :wacko: ist aber in diesem Fall okay.) Der Hund hat alle Freiheiten, doch wenn ich Kommandos gebe, hat sie zu hören! Egal wie groß oder klein dieser Hund ist. Die Kommandos machen vielleicht insgesamt gesehen 10 Minuten am Tag aus und die hat sie „in der Spur“ zu laufen. Ich gehe ebenfalls 8 und mehr Stunden am Tag arbeiten und habe meinen Job zu tun. Das Lob für gute und richtige Arbeit hält sich bei mir im Job in Grenzen, bei meinem Hund folgt es immer. Also, wo ist das Problem? Zumal man sagen muss, dass wenn man Kadavergehorsam verlangt und die Hunde das wissen, es für die Hunde angenehmer ist, weil sie wissen dass der Mensch verlässlich ist und es auch zu einer besseren Abrufbarkeit führt!

  • Cappuccino sagt:

    Falls sie nicht den rennenden Hasen/Fasan oder was auch immer entdeckte und je nachdem dann doch noch Stoff gab.
    Auch Lob oder Leckerlie waren da egal, jagen fand sie besser.
    Die kam leider nie ohne zu zögern, weil sie genau wusste, dass ich nicht ohne Grund rief.
    Und wenn sie Gas gab, war sie weg.

    Wenn ein Hund das Hetzen als Hobby für sich entdeckt hat, ist wirklich oft nichts mehr zu machen, jedenfalls nicht, ohne ganz erheblichen Druck auszuüben. Aber es gibt auch viele Hunde, die man davon abhalten kann, indem man ihnen das Stoppen schmackhaft(er) macht.

    Der erste Schritt ist, den ja reichlich vorhandenen, selbstbefriedigenden Hetztrieb z.B. auf Dummies oder Bälle zu konzentrieren. Wenn der Hund, erstmal im Garten und anderem kontrollierbaren Gelände auf spielerische Weise so richtig zum „Balljunkie“ geworden ist, führt man den Stopppfiff (oder Verbalkommando) ein: Hund im Schritt bei Fuß, Stopppfiff, Hund soll sitzen, Dummy wird geworfen und *gleichzeitig* kommt das Kommando „Apport“. Peu a peu wird der Abstand zwischen dem Werfen und dem Apport ein wenig vergrößert, so dass der Hund anfängt, wirklich aufzupassen, wohin das Teil fällt.

    2. Schritt: Sitz auf Stopppfiff in der Entfernung. Hund läuft frei, dann Stopppfiff, HF wirft das Dummy hinter sich, so dass er zwischen Hund und Dummy steht. Wieder gleichzeitig das Kommando „Apport“. Die gerade Linie zwischen Hund – Führer – Dummy ist wichtig, damit der Hund lernt, sich auf den STopppfiff sofort mit Blick zum Führer zu setzen. Damit hat der Führer sofort bessere Kontrolle über den Hund.

    Mit dieser Übung kann man u.U. den Hund stoppen, sofern man das Wild eher bemerkt als der Hund. Das Spiel muß immer wieder aktiviert werden in wechslenden Distanzen und vor allem auch wechselndem Gelände. Garantiert reagieren da nicht alle Hunde perfekt drauf, aber die meisten. Abgesehen von der eigentlichen Intention, den Hund vom Jagen abzuhalten, ist diese Spiel so herrlich auszubauen, z.B. mit mehreren Dummies, indem man den Hund vorher ein heimlich geworfenes Dummy in einem Gebüsch suchen läßt oder, die Paradedisziplin der Retriever, das Einweisen mit einbezieht. Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten, dass viele Hunde den gewöhnlichen „Gassigang“ regelrecht langweilig finden. Die Distanzen kann man dabei ausbauen bis locker 50-100 m. Meine Hündin hat gestern eine ca. 150m-Markierung in völlig unwegsamen Gelände sauber auf den Punkt gearbeitet, nachdem sie nach dem Wurf erst noch ein Dummy in entgegensetzter Richtung aus einem Waldstück gesucht hat. So macht das richtig Spaß! 🙂

  • GidranX GidranX sagt:

    Ich habe mal gesehen, wie jemand einem Hund das Katzenjagen abgewöhnt hat. :look: Mit einer langen Leine, an der der Hund richtig Speed machte – bis die Leine dann zu Ende war und der Hund einen doppelten Salto rückwärts schlug. Der hat nie mehr auch nur nach einer Katze geguckt.. 8| :daumen:

  • Cappuccino sagt:

    findest du das gut? :huh:

    Da würde ich ja fast schon eher den Einsatz des verbotenen Teletakt-geräts vorziehen, da kriegt der Hund wenigstens keine Muskel- und Wirbelzerrungen.

    Abgesehen davon ist kein Hund der Welt so blöd, dass er nicht den Zusammenhang mit der Leine und dem Ruck erkennt. Deshalb ist ja auch das Schleppleinentraining nur selten von Erfolg gekrönt.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier jeder nur liest, was er lesen will. :resp:

    „Ich habe Abendbrot gemacht. Komm wir essen Opa.“
    Mit nur einem Komma im obigen Satz mehr, wird man hier entweder zum netten Mitmenschen, oder zum Kanibalen! :flucht:

    @Flix: :irre:
    Ich liebe Katzen. Habe selbst 3, und jährlich werden bei mir viele Katzen abgegeben, die irgendwo gefunden oder ausgesetzt worden sind.
    Habe gerade erst vor 4 Wochen das hoffentlich letzte Katzenleid für dieses Jahr mit Mithilfe des Tierheimes bei mir in der Gegend eingefangen.
    Sie sitzt jetzt im Tierheim für die Vermittlung, und ist nicht mehr von den Mülleimern in der Nachbarschaft abhängig!
    Ich bin im Laufe der ca. letzten 15 Jahre durch Rumsprache mehr oder weniger notgedrungende Katzenunterkunft für notleidende Tiere geworden.
    Die ich auf meine Kosten erstmal tierärztlich versorge.
    Wenn du möchtest stelle ich hier gerne mal Bilder ein, von den 2-3 schlimmsten Fällen!
    Mal gucken wie gross deine Klappe dann noch ist!!!

    Und wie kommst du darauf, dass ich behauptet hätte, es gutzuheissen, dass mein damaliger Hund Katzen jagt, weil ich mich gegen die Vorwürfe von Wildjagd im Wald gerechtfertig habe??? :flucht: :irre:
    Wo hast du das Wort „NUR“ gefunden????? Ich suche es immer noch!!!! 8o

    Wieviele Katzen hast du denn schon eingefangen und versorgt?
    Wieviele Katzen hast du denn schon auf deine Kosten zum Tierarzt geschleppt???
    Wieviele freilebende Katzen hast du schon gefüttert????
    Wieviel Stunden hast du du schon investiert, in die Pflege und Gesundheit von extrem vernachlässigten Tieren????
    Wieoft hast du schon beim Tierheim oder Tierschutzorganisationen angerufen, und um Mithilfe gebeten??
    Naa!???? 8o Auch schon ca. 250x mal wie ich????? 8o

    Wenn ich mir das Post von Diana durchlese, ging auch ihr erster Hund dann und wann jagen.
    OHNE dass sie es stark beeinflussen konnte. :nix:
    Komisch, da regt sich keiner drüber auf. :resp:
    Kommt aber irgendwie auf’s Selbe raus. 😉

    Seid mir mal bitte nicht böse, aber einige Postings hier sind wirklich frech. 8o

    Zusammenfassend:
    -10 Jahre Hundetraining, die keinen Erfolg zum Abstellen des Jagdtriebes hatten.
    -Hundeschule im eigenen Haus
    -wöchentliche Trainingseinheiten
    -kontrollierten Auslauf
    -Leinenzwang im Wald
    -Hund vom Einschläfern gerettet

    Und ihr unterstellt mir jetzt, ich hätte es billigend und fahrlässig hingenommen? ?(
    Sorry, aber ich glaube, ihr habt echt einen Dachschaden. 😀

    Die Bilder sind nur für Flix!
    Das ist Trixi! Wurde ca. 2007 stark vernachlässigt bei mir abgeben.
    Soviel zu „NUUUUUUUUUUUUUUR“ Katze!!!!! Bei deinem Posting könnt ich :kotz:
    (Sorry für OT)

    PS. Jupp, die Krallen waren nicht nur eingewachsen, die kamen oben durch die Pfote schon wieder raus!

  • Castellano sagt:

    Bin ich hier die Einzige, die Julys Beitrag gleich beim ersten Mal lesen richtig verstanden hat???

    Ich glaube übrigens auch das es Hunde gibt die bestimmte Sachen einfach nicht lernen bzw die dann nicht abzugewöhnen sind. Meinem Border wollten wir die Arbeit an Schafen beibringen u es war ein hoffnungsloser Fall :nix: Er hat einfach Null Interesse an Schafen.

    Die Neufies wurden allesamt konsequent erzogen und trotzdem war „Kadavergehorsam“ mit direkter Ausführung eines Komandos unerreichbar. Das hat halt immer gedauert bis der Befehl durchs Fell ins Ohr und dann durchs Gehirn bis zu den Hinterbeinen kam :red: Trotzdem haben sie gehoert und keinen Blödsinn gemacht, aber dieses gewünschte Sekundenschnelle Reagieren konnte ich einfach nie herstellen.

    Zum Jagen an sich kann ich nichts beitragen, weil ich nie jagende Hunde oder welche mit Drang dazu hatte. Ich weiß aber das die 2Jagdhunde unseres Buergermeister u Jagdpächters trotz jahrzehntelanger Erfahrung im Führen von Jagdhunden seine geprüften Hunde auch nicht vom selbstständigen Jagen abhalten kann :look:
    Er hat mich mal auf freiem Feld, mit weiteren Jagdkollegen im Auto, angehalten, als ich zu Pferd unterwegs war und den Border frei mit hatte. Er kannte mich u meinen Hund, die anderen Jaeger batten aber um
    leinenzwang. Mein Hund stand ohne „bleibkomando“ wenige Meter von mir entfernt und wartete darauf das es weiter geht, als just in dem Moment 2 Rehe im Feld aufsprangen. Ich musste natürlich auch da kein Komando geben: der Hund schaute kurz nach was da raschelte und dann wieder mich an, Null Reaktion!
    Das hat die Jaeger dann schon mal schwer beeindruckt und ich konnte mir nicht verkneifen zu fragen, wo denn die 2 Jagdhunde seien :whistling: Die waren nämlich mal wieder selbstständig ihrem Hobby nach :doh:
    Seither werde ich auch mit freilaufendem Hund im Wald immer freundlich gegruesst von den grünen Herren.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Castellano: Ich glaube schon. :nix:

    @AndreaS: Habe deinen Beitrag jetzt erst gelesen.
    Und auch bei dir habe ich das Gefühl, dass du irgendwas durcheinander bringst. :denk:
    Selbstverständlich haben wir rund um dir Uhr absoluten Gehorsam gefordert!
    Was dachtest du denn????? ?(
    Oder meinst du, wir waren nur aus Langeweile 10 Jahre auf dem Hundeplatz? 8|
    Dieser Hund war weit besser ausgebildet, als der Durchschnittshund!
    Aber was willst du machen, wenn er TROTZDEM in gewissen Situationen nicht hört???
    Ihn verdreschen???????????? 8|
    ?( ?( ?( ?( ?( ?( ?(

    Na los! Antwort!!!!
    WAS SOLL MAN MIT SO EINEM HUND MACHEN?????

    Ach ja, einschläfern hätte ich auch noch im Angebot! :fies:

  • GidranX GidranX sagt:

    Bin ich hier die Einzige, die Julys Beitrag gleich beim ersten Mal lesen richtig verstanden hat???

    Nein. Natürlich kann man jetzt darüber diskutieren, dass Sie den Hund NIEMALS (auch auf dem Hundeplatz nicht) mehr von der Leine hätte lassen dürfen, weil es für eine Katze/Hasen nicht schön ist, die 10 Meter zum nächsten Baum/Busch in Todesangst hinter sich zu bringen, statt vermeintlich lapidar die Einstellung zu vertreten, dass ihr Hund das Tierchen sowie so nicht erwischt.. :nix: Und das ist glaube ich das Mißverständnis. Sie hat nicht die lapidare Einstellung zum gehetzten Tier, sondern einfach zu der Tatsache, dass sie den Jagdinstinkt nicht mehr aus ihrem Hund rausbekommt, daraufhin den Hund natürlich entsprechend gesichert um solche Situationen zu vermeiden, aber ALLES kann man eben nicht absichern. Was hätte sie tun sollen? den Hund einschläfern? Weil er auf dem Hundeplatz ohne Leine gearbeitet wird und ausgerechnet DA eine Katze/Hase vorbeikommt?

    findest du das gut? :huh:

    Weiss ich nicht. Ist vielleicht immer eine Frage der Alternativen, die man noch zur Verfügung hat. Ich gehe nicht davon aus, dass dies der erste Versuch war dem Hund das Katzenjagen abzugewöhnen, sondern so ziemlich der letzte Versuch.. Ob er dann auch ohne Leine die Katzen in Ruhe gelassen hat, weiss ich nicht. Zumindest hat er an der Leine kein Fass mehr aufgemacht, sobald er eine Katze gesehen hat.

  • Diana sagt:

    Komm, July, fahr mal wieder runter! 🙂
    Jeder, der schon mehrere Hunde hatte, weiß, dass nicht jeder Hund gleich ist.
    Und die meisten hier wissen wohl ganz genau, dass nicht jeder Hund im Kadavergehorsam steht.
    Wahrscheinlich wollen das auch die Wenigsten.
    Ich habe Deinen Beitrag schon ganz richtig verstanden, weil ich die Situation einfach so genau kenne, wenn man einen Hund hat und der ab und an tatsächlich mal eigene Entscheidungen trifft.
    Da ein Hund ein lebendiges Wesen ist, sollte man damit immer rechnen.
    Wer von seinem Hund vollständig ausschließen kann, dass er mal macht, was er nicht darf, hat entweder ein uraltes, ein selten dämliches Exemplar oder er sagt einfach nicht die Wahrheit.

    Mal ganz davon abgesehen, eine normale Katze übersteht es tatsächlich unbeschadet, wenn sie von einem Hund auf den nächsten Baum gescheucht wird.
    Oder warum kommen bei uns immer wieder die Nachbarskatzen aufs Grundstück, denen bald jedesmal dieses Schicksal widerfährt?

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Danke Gidran. Auf nichts anderes wollte ich hinaus.
    😉

    @Diana: Na genau das ist ja mein Reden. :nix:
    Ich wehre mich nur gegen das unfaire Steineschmeissen hier gerade.
    Und das darf ich ja wohl noch.

    Paßt zwar nicht zum Thema, aber ist auch ein instinktgesteuertes Verhalten:
    Einem Hund der dazu neigt auf andere Hunde loszugehen, wird man dies auch niemals 100% abgewöhnen können.
    Man kann nur eben versuchen dies aus dem Weg zu gehen, oder so weit es geht zu vermeiden.

    Ein Bekannter von mir hat einen solchen Hund und so sehr er sich auch in Acht nimmt, 100% vermeiden kann er es nie.
    Maulkorb, Leine… alles dran..
    Kommt im Hausflur aus seiner eigenen Wohnung raus, da steht ein fremder kleiner weisser Plüschhund bei ihm DIREKT vor der Wohnungstür. :flucht:
    Sein eigener Hund sich (trotz Maulkorb und Leine) sofort auf diesen Hund gestürzt und ihn binnen einer Millisekunde mit dem Maulkorb derart auf den Boden gehämmert, dass der kleine Hund üble Verletzungen davon trug.
    Wie will man solche Unfälle vermeiden? :denk:

    Nicht anders gings mir mit meinem Hund, was das Thema Jagd anging.

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    „Nicht anders gings mir mit meinem Hund, was das Thema Jagd anging.

    Doch, es gibt eine effektive Methode: Anleinen!

    Ich kann gut nachvollziehen, daß Hundehalter ihre Hunde gerne frei laufen lassen möchten!
    Aber wenn ich um die „Macken“ meines Hundes weiß, dann muß ich entsprechend reagieren. Das bedeutet auch, notfalls den Hund draußen immer anzuleinen und ihn nur in „sicherer“ Umgebung frei laufen zu lassen.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Wattreiter: Was ist denn eine SICHERE UMGEBUNG deiner Meinung nach? Eine Sporthalle??? 8o

    Und ich sehe da kein Problem drin, auf einem abgesperrten Hundeauslaufgebiet seinen „stark auffälligen“ 😉 Hund auch mal fetzen zu lassen.
    Watt ist denn das für ein Hundeleben sonst??? :no:
    Da kann ich ihn ja gleich in einen Käfig sperren mit einem Katzenklo, damit er bloss nicht mehr auf dumme Gedanken kommt und nur noch rund um die Uhr funktioniert!

    Es tut mir aufrichtig Leid, wenn sich auf einem Hundeplatz mal ein Hase hinverirrt.
    Bei Ankunft war meist der ganze Platz noch voll mit Hasen, die sich aber flux verdrückt haben beim Anblick der Hunde.
    :nix: Soll man jetzt diesen Hundeplatz schließen? 8|
    Begründung: Naturschutzgebiet für Hasen? 8|
    So, ich muss jetzt weg. Hab einen wichtigeren Auftrag. Rasenmähen. :attack:

    PS. Gottseidank durfte ich als Kind noch ohne Helm schaukeln! :flucht:

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    Nu bleib mal ganz ruhig :eye: ,
    Mit sicherer Umgebung meine ich tatsächlich ein eingezäuntes Arreal, ein „Hundeauslaufgebiet, einen „Hundestrand“ etc.
    So, und nun wünsche ich dir noch einen schönen Sonntag und mach einen langen Spaziergang mit deinem Hund :friend: .

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Hööö Watti, ich bin schon ganz ruhig. :ostern: :eye:
    Habe keinen Hund mehr. :no: Paßt nicht in mein derzeitiges Arbeitspensum.
    Von daher gehe ich jetzt Hühner füttern. 😀 :eat:

  • wurm wurm sagt:

    Ich denke, auch ,draussen anleinen….ist dann halt so. Viele Menschen halten ihre Katzen nur in der Wohnung, ….artgerecht ist das sicher auch nicht.

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