Hufrehe oder doch nicht?

By gitana | Hufe, Hufrehe, spez. Beschläge etc.

Ich möchte euch mal die Fotos der Vorderhufe eines meiner Pferde zeigen, einmal vor und einmal nach einer vorsichtigen Bearbeitung. Leider habe ich die Vorher-Fotos von unten vergessen :red: .

Da ich gerade eigentlich so überhaupt keine Zeit habe, stelle ich jetzt einfach mal die Bilder ein und ihr könnt euch ja schon mal Gedanken machen, was euch so einfällt, auch gerne Fragen. Ich schreib dann mehr dazu, sobald ich dazu komme.

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Und ganz besonders würde ich mich natürlich über eine Beurteilung von agrajag freuen 😉 , dessen Beiträge ich z.T. schon in anderen Foren mit großem Interesse gelesen habe.

Jetzt erst mal vorne links:

  • gitana gitana sagt:

    Einer vorne links fehlt noch:

    Dann vorne rechts:

  • gitana gitana sagt:

    Das klappt nicht so mit dem Hochladen, wie ich es gerne hätte: :motz: Daher jetzt nochmal die von vorne rechts zusammen: das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/45402/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/45403/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/45404/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/45405/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/45406/ bißchen durcheinander, aber Hauptsache drin, bevor wieder alles weg ist :wacko:

  • gitana gitana sagt:

    Und nochmal das ganze Pferdi, 19jähriger Weißnichtwas-Wallach, Stm. 146 cm: das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/45407/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/45408/ Jetzt muß ich mich erst mal ganz schnell verabschieden und werde dann später mehr dazu sagen (bzw. so viel oder überhaupt genaues weiß ich ja selbst nicht, soll ja kein Test sein hier, sondern ich will es echt selber wissen, was da los ist und was ich davon zu halten habe :whistling: )

  • Avatar Aragon sagt:

    Das sieht nach ´ner alten Rehe inkl. Hufbeinabsenkung aus und das Pferd hat die typischen EMS-Fettpolster.

  • Avatar Patrizia sagt:

    Die weisse Linie scheint mir auch verbreitert, ist sie sehr porös?

    Der Huf selbst sieht schon ordentlich schuhig aus…. habt ihr Rö.-Bilder?

    Wie alt ist denn der Weisse? Hat er auch Last mit Cushing? Der Speck überall ist ziemlich eindeutig..

    Edit: Wer lesen kann ist klar im Vorteil. 19 ist er. Würde mit Cushing ja auch so langsam passen, muss aber nicht. Meine Kleine sah genauso aus, als sie mit 16 ihre erste Rehe bekam. Mittlerweile ist sie 23 und schlank, aber die Speckpolster z. B. am Hals sieht man immer noch ein bisschen.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    …und das Pferd hat die typischen EMS-Fettpolster.

    Hätte ich jetzt auf den ersten Blick auch gesagt 🙂

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Ich glaube nicht, dass man anhand der Fotos unterscheiden kann, ob das Pferd Rehe hat, ECS ode EMS oder halt Rehe dadurch ausgelöst.

    Hast Du mal Röntgenaufnahmen auf Hufbeinrotation machen lassen?

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Mein erster Gedanke war, daß die Hufe vor der Bearbeitung irgendwie noch besser aussehen als danach. Erstaunlich, und eigentlich ja auch unmöglich. :nix:

  • Avatar Kirsten sagt:

    Was immer es ist, ein normaler Huf sieht anders aus. Was sagt denn TA und Schmied dazu? Das sind schliesslich die Fachmänner vor Ort

  • Avatar Silke sagt:

    Hallo Katja,
    ich bin zwar nicht agrarjag, aber vllt. weiß ich ja auch was 😀

    also, ich würde schon auch sagen, dass da im Huf eine Hufbeinabsenkung/Rotation vorliegt (Röntgenbilder wären toll). Hat das Pferd denn Probleme beim Laufen? und auch tatsächlich diese Fettpölsterchen (Übergewicht)?

    Mir persönlich sind die Trachten zu hoch, dadurch ist das Hufbein leicht auf die Spitze gestellt, außerdem trägt der Strahl nicht richtig mit. Das ist aber relativ leicht zu beheben. Ein gesunder Barhuf sieht tatsächlich anders aus.
    Ich frage mich, was soll diese Abrollgeschichte an der Zehe, wenn dafür die Seitenwände zu lang gelassen werden :nix: . Man kann schon die Verschiebung nach oben erkennen. Der Huf ist ohnehin schon zu steil, da wäre ich an der Zehe eher vorsichtig.

    Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten, aber die Pferde die ich mit solchen Hufen übernommen habe, hatten spätestens nach einem halben Jahr eine ausbalancierte Hufform und belastbare Barhufe. Natürlich kann ich das jetzt nur vom Foto her sagen… eine Beurteilung am Pferd wäre präziser 😀 . außerdem kann ich mich schriftlich nicht so gut ausdrücken… es bleibt irgendwie immer mehr im Kopf drinne als letztendlich aufs Blatt kommt :tuete:

  • Avatar moppel sagt:

    Auch wenn´s ne „vorsichtige“Bearbeitung sein sollte: so, wie die Hufe jetzt nach der Bearbeitung aussehen, wird sich die Situation eher verschlimmern statt verbessern,würde ich vermuten. Wichtig wäre erstmal,die viel zu hohen Trachten u. Tragrand-Überstände anzugleichen. Sodass auch der Strahl zum Mittragen kommt.
    der zu hohe Tragrandüberstand lässt wie man sieht die Seitenwände weghebeln/verbiegen,was wiederum zur Zusammenhangstrennung von Seitenwände+Hufbein führt – (siehe die extrem verbreiterte weisse Linie an den Seitenwänden auf dem Foto VL nachher). Das macht die Hufbeinaufhängung noch instabiler. Außerdem sind die Hufwände nicht gleich hoch frontal gesehen.
    Auf dem Foto VL nachher ist außerdem der Übergang Trachte-Seitenwand sehr unsauber gearbeitet: ist nicht glatt durchgehend,sondern ein Huckel….wie ein Stollen.

    Ich würde auch röntgen lassen, dabei unbedingt auf den Verlauf der Zehenwand u. unter die Sohle eine dicke Metallnadel o.ä. kleben,damit man a) den Wandverlauf im Vergleich zum Hufbein und b) die Stärke der Sohle gut erkennen kann.

  • gitana gitana sagt:

    So, jetzt werf ich mal schnell ein paar mehr Infos ein: Vor ziemlich genau 4 Wochen wurde vom TA ein Reheschub diagnostiziert. Danach absolute Boxenruhe und Hufverband. Nach einigen Tagen mal ganz kurz „Probelaufen“ auf hartem Boden, einige Tage später nochmal, diesmal ein größeres Stück auf der Straße. TA war beide Male sehr überrascht, daß es ziemlich gut aussah bzw. sogar unauffällig. Nach 2 Wochen jeden Tag 10 min. führen, ging ohne Probleme. Der nächste versprochene Besuch fand nicht mehr statt, da er die Termine ständig vergisst und ich keinen Bock mehr hab, ihm ständig hinterherzutelefonieren. Pferd läuft wie immer (schon seit Beginn des Führens) und ich hab jetzt einfach angefangen, weiter vorsichtig die Bewegung zu steigern. In Bezug auf die weitere Behandlung einer Hufrehe hab ich vom TA sicher auch nichts wirklich gigantisches zu erwarten. Wollte also mal einen Huffachmann draufschauen lassen. Von den Schmieden und Barhufbearbeitern bei uns hier hab ich von wenigen Ausnahmen noch nix gescheites gesehen, leider! Habe jetzt zufällig eine Huforthopädin der DifHO kennengelernt und mit ihr einen Termin ausgemacht für morgen. Letzten Freitag hatte ich ihr die Bilder geschickt, die sie dann am WE mitgenommen hat zu einem Treffen mit Ausbildern und Kollegen. Folgendes hat sie mir dann vorab geschrieben: „Ihr Pferd hätte definitiv gerne einen anderen Huf. An den Bildern ist deutlich zu sehen das das Pferd eine Flexion im Hufbein hat, wenn nicht sogar einen leichten Sehnenstelzfuß. Sie haben tapfer versucht den Huf in eine Form zu bringen, die man gerne sieht und ich muß sagen auch ordentlich. Aber der Huf gehört viel steiler. Das mag vielleicht für das Auge nicht schön sein, aber das Hufbein gibt es vor. Die flache Stellung schmerzt ihn. Von einer Rehe kann ich auf den Bildern nichts sehen. Die angebliche Rotation im Hufbein kann auch einfach die wegschnabelnde Zehe zeigen. Ich werde mir alles am Mittwoch noch mal genau anschauen und ihnen anhand des Pferdes erklähren wie ich zu meiner Meinung komme. Auch zeigt sich manches am Pferd noch deutlicher oder anderst. Sicher ist jedoch das wir Abhilfe schaffen können.“ Ich hab auch das Biernath-Buch in meiner Sammlung und zum Thema „Sehnenstelzfuß“ nochmal genau nachgelesen und das wäre tatsächlich exakt passend. Ach ja, Röntgenbilder wurden gemacht und es liegt eine leichte Rotation vor. Cushing-Test wurde auch gemacht, Wert war nur ganz geringfügig erhöht. Normal ist bis 50 (von was?), er hat 55. EMS wurde nicht getestet. Ich glaub auch nicht, daß er das hat. Das Foto ist irgendwie doof, so extrem überbaut ist er nicht, der Boden fällt nach vorne hin auch noch ab und so „gestaucht“, wie er auf dem Foto wirkt, ist er auch nicht. Muß mal versuchen, andere Bilder zu machen. Im normalen Training ist er tatsächlich sehr gut bemuskelt, ein richtiges kleines Kraftpaket, bin ganz sicher, daß es kein EMS-Fett ist, da hat sich sogar der Mann von der Pferdewaage schon getäuscht (Guckt: Jaa, der ist zu dick, ganz deutlich! Dann Tast: Oh, das ist ja gar kein Fett, sind ja tatsächlich alles Muskeln 8| !“ :outlaugh: Ich hab das Pony jetzt 9 Jahre, hab ihn schon mit total krummen Füßen und, naja, etwas merkwürdigem Gang übernommen, er hatte nie Probleme damit und ich hab halt versucht, das so vertretbar zu halten, sonst wäre alles noch viel schlimmer/schiefer geworden. Wurde auch von Fachleuten verschiedenster Art von wirklich guten Barhufbearbeitern und Osteopathen immer als für dieses Pferd sehr guten Zustand beurteilt. Hier noch ein Bild aus besseren Zeiten :S : das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/45441/ Hab ich was vergessen? Weitere Fragen, Ideen, Vorschläge, …?

  • Avatar Aragon sagt:

    Aufgrund welcher Symptome hattest du denn den TA da und wurde die Rehe diagnostiziert?

    Sowohl der Cushing- als auch der EMS-Test sind nur sehr bedingt aussagekräftig. Dem Erscheinungsbild von Pferd und Hufen nach würde ich mal zu 90 % von Cushing oder EMS ausgehen. Der ausgeprägt Speckkamm auf dem Hals (und dass der knallfest ist, ist absolut typisch für EMS) sowie die „Cellulitis“ am Hintern sprechen eine deutliche Sprache. Das muss übrigens gar nicht bedeuten, dass das Pferd insgesamt „zu fett“ ist – nur an diesen Stellen sind die Polster halt absolut schädlich, weil sie die bösen Hormone produzieren.

  • Avatar Diana sagt:

    Vor ziemlich genau 4 Wochen wurde vom TA ein Reheschub diagnostiziert.

    Vier Wochen.
    Der Huf wächst aber seit etwa einem halben Jahr steiler nach.
    War da auch mal was?

  • Avatar Silke sagt:

    was war denn vor 4 Wochen? ist er angeweidet worden? hat er evtl zu viel Gras erwischt? Das kann unter Umständen zu rehetypischen Symptomen führen, ist aber mit ein paar Tagen Diät in den Griff zu bekommen.

    Ansonsten schließ ich mich moppel an.

    ähm, und ich glaube ich verwende die Begriffe steil und flach genau umgekehrt als Deine Huforthopädin und meine hoffentlich das Gleiche wie sie :tuete:

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Huhu,

    würdest Du mir verraten, mit wem Du bei der DifHO in Kontakt stehst? Vorname reicht mir oder per PN!

    Gruß

    Christine

  • Avatar moppel sagt:

    Auf den Fotos VR bzw. VL seitlich vorher erkennt man,dass es ca. 1-1,5cm unterhalb des Kronrandes einen leichten Knick gibt d.h. darüber wächst das Horn steiler nach,unterhalb des „Knicks“ etwas flacher – also da muss auf jeden Fall irgendwas akutes gewesen sein,was zum veränderten Wandverlauf geführt hat.
    Aber auch unterhalb des Knicks gibts schon divergierende Ringe….
    Das muss keine frühere Rehe gewesen kann, kann auch schlicht eine zu lange u. dann weghebelnde Zehenwand sein.
    Sehnenstelzfuss theoretisch ja, wenn dauerhaft fehlerhafte Hufbearbeitung u. Haltung nur auf weichem Boden zu einer verkürzten Beugesehne geführt haben- aber dazu müsste man wie gesagt auch die Röntgenbilder sehen.
    Beim Sehnenstelzfuss beim erwachsenen Pferde würde man den Huf dementsprechend steil stellen – wie der vorgegebene Winkel am Kronrand wächst)-wegen der verkürzten Beugesehne. Die verbogene weghebelnde Wand u. der Dauerzug der Beugesehne am Hufbein kann auf jeden Fall auch zur Rehe (Zusammenhangstrennung) führen.

    So oder so muss die weghebelnde Zehenwand korrigiert werden. Ebenso die verbogenen ungleichen Seitenwände.
    Wenn das Pferd schon sehr lange mit so hohen Trachten rumläuft,würde man das sicher nach u. nach korrigieren,also mit Rücksicht auf die Sehne.
    Der angeraspelte o. geschnippelte stollenförmige Hubbel hat da aber trotzdem nix zu suchen 😉

  • gitana gitana sagt:

    Ob vor einem halben Jahr mal was war, weiß ich nicht, gelahmt hat er nie. Im Dezember war er eine Woche mit Verstopfungskolik in der Klinik, ging aber gut aus auch ohne OP.

    Vor 4 Wochen kam einiges zusammen, einmal das Anweiden, aber sie standen auch nach dem Anweiden nie länger als 3 Std. auf dem Gras. Dann hab ich mal zufällig gesehen, wie ein Bauer neben der Koppel sein Rübenfeld eingegiftet hat :panik1: und hab die Pferde natürlich sofort da weggeholt. Ob er dabei was abbekommen hat, kann ich nicht sagen. Auslöser war dann ein Ausritt von knapp 2 Std., er war schon wieder fast voll auftrainiert und es war gewohntes Gelände, nur war der Boden sehr hart, er hatte ausnahmsweise keine Hufschuhe an wie sonst, weil die Hufe ja eh so lang waren und die Dame, die ihn geritten hat, hat ihn auch noch 2 x auf dem knochenharten Boden ordentlich los- und weiterbrettern lassen, besonders beim 2. Mal, das 1. Mal war noch grenzwertig) und ich konnte es nicht verhindern, dachte noch, er wäre ihr durchgegangen. Hinterher sagte sie mir, nö, alles bestens, aber er wollte so gerne mal richtig laufen :kowa: :kowa: :kowa: .

    Am Tag danach ging er ziemlich staksig, aber er geht immer etwas zäh am Anfang, hat ja auch Spat und ich dachte halt, ihm tun die Knochen weh und hab ihm einen Ruhetag gegönnt. War nichts rehetypisches zu erkennen. Verdacht Muskelkater stand auch noch im Raum, hielt ich aber für unwahrscheinlich, aber wer weiß? Hab ihn am nächsten Tag auf der Wiese etwas longiert, weil ich mal sehen wollte, wie er läuft. Erst lange Schritt, dann etwas Trab und Galopp rechts und links und er lief super für seine Verhältnisse, locker, aktiv, fleißig, sah richtig schön aus. Hab damit dann auch wieder Schluß gemacht. Tag 3 wollt ich dann reiten und merk schon beim Putzen, daß er nur von einem Fuß auf den anderen tritt, vorne und hinten! Da bin ich erst mal drauf gekommen, daß ihm die Hufe wehtun könnten :doh: . Da hab ich gleich den TA angerufen und vorsichtig den Verdacht Sohlenprellung, Huflederhautentzündung oder sogar Rehe geäußert. Später kam er dann und meinte, es wäre Rehe. Hab noch nach dem Unterschied gefragt zwischen ersterem und Rehe und er meinte, es wäre an der Trachtenfußung zu erkennen.

    moppel: Daß der stollenförmige Hubbel da nichts zu suchen hat, weiß ich, da ist mir leider beim abzwicken des ziemlich stark überstehenden Tragerandes die Zange etwas zu tief geraten :tuete: . Ich hab dann den „Stollen“ trotzdem stehen gelassen, sonst wäre ja der Huf schief geworden.

    Ganz allgemein hat der Kleine eigentlich gutes und hartes Horn, aber eher kurze Hufe, deswegen auch normalerweise Hufschuhe im Sommer im Gelände (daß die Hufe relativ lang aus dem Winter kamen, lag an der längeren erzwungenen Reitpause und das war halt immer noch nicht wieder abgelaufen). Aber sonst ist alles irgendwie ziemlich schief. Er belastet vorne beide Hufe stark innen, also innere Wand steiler und kürzer, außen lang und schräg. Abrollen tut er aber über die äußere Zehe und läuft sich somit immer einen „großen Onkel“ an und immer schiefere Hufe, wenn man nicht ständig nachkorrigiert. Außerdem werden die Hufe auch immer steiler, Zehe wird kurz, Trachten immer länger.

    Hinten steht er ziemlich eng, Hufe werden also immer außen kurz und steil und innen schräg und lang. Ich lasse es aber soweit nicht kommen, sondern korrigiere vorsichtig einfach alle paar Tage mit ein paar Raspelstrichen hier und dort.
    Ich hab ihn schon so bekommen und da man ja ältere Pferde nicht mehr massiv korrigieren soll (oder ist das inzwischen anders?), hab ich halt einfach versucht, den Zustand so vorsichtig wie möglich etwas zu verbessern und sonst einfach zu erhalten. Und was ich gemacht habe, wurde ja, wie gesagt, auch von verschiedenen Fachleuten immer abgesegnet.

    Soviel mal für jetzt … :wacko: , werde später berichten, was die Besichtigung und evtl. Bearbeitung vor Ort ergeben hat :daumen:

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Hallo! Kurz finde ich die Hufe jetzt überhaupt nicht! So sieht ein kurzer Huf aus: das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/45450/ Korrigieren kann man einen Huf auch im Alter. Allerdings muss zuvor festgestellt werden, warum die Fehlstellung vorhanden ist. Ist sie z.B. aufgrund einer Fehlstellung der Gliedmaßen (Knochen) hervorgerufen, würde ich in diesem Alter auch nichts mehr machen. Gruß Christine

  • Avatar moppel sagt:

    oh je, da war das flotte Gereit auf betonhartem Boden vielleicht der Tropfen,der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, wenn es -wie es aussieht- durch die Hufform eh schon Zusammenhangstrennungen im Huf gegeben hat. :nix:

    Ob Stellungsfehler der Gliedmaßen oder nicht: meiner Laienmeinung nach sollten die verbogenen hebelnden Wände auf jeden Fall korrigiert werden d.h. dem am Kronrand nachwachsenden Wandverlauf entsprechend u. außerdem die zu langen seitl. Tragränder u. vorallem die Trachten kürzen,damit der Strahl zum Mittragen kommt (nach u. nach natürlich). Die zu hohen Trachten verstärken das Problem der weghebelnden,verbogenen Zehenwand: da wird das Horn gestaucht,wie man an den div. Ringen sehen kann (Foto VL seitl nachher).
    Weghebelnde verbogene Wände bringen immer eine Zusammenhangstrennung mit sich d.h. die Hufbeinaufhängung wird instabil u. schlimmstenfalls kann zu viel Belastung auf Betonboden dann sogar zur Belastungsrehe führen,insbesondere wenn die Hufe z.B. auch noch durch anhaltende Trockenheit steinhart+“unelastisch“ sind. Ich kenne dieses Problem von einem meiner Pferde.

    Die abgeknipste Kante würde ich mit der Raspel korrigieren – da die Trachten eh zu hoch sind, die andere Seite entsprechend angleichen in der Höhe.

    Also,ich find die Hufe nicht dramatisch,bin sicher,dass die Huf-Frau die in wenigen Monaten verbessert hat. 🙂

  • gitana gitana sagt:

    Die Hufe sind ja jetzt auch nicht kurz, ich schrieb ja, sie sind normalerweise eher kurz, aber eben zur Zeit relativ lang.

    Klar sollen die hebelnden Wände wieder gestreckt werden, hab ich ja auch schon angefangen. Die HO hat aber geschrieben, daß die Trachten eben nicht zu hoch sind, sondern noch höher müssen, weil ein Niedrigerstellen der Trachten genau das Problem der weghebelnden Wände verstärken würde. Ich war ja mit meiner bescheidenen Meinung auch dafür, die Trachten müssen Schritt für Schritt runter :wacko: . Im Biernath-Buch ist im Kapitel über den Sehnenstelzfuß auch genau erklärt, warum die Trachten eben in dem Fall nicht niedrig sein dürfen.

  • Avatar moppel sagt:

    In dem Textauszug der DifHO-Frau,den du hier eingestellt hast, steht aber nix von „Trachten müssen noch höher“ – da steht : „der Huf gehört steiler“ u. damit wird sie wohl meinen,dass die Zehenwand steiler muss- so steil,wie sie oben am Kronrand nachwächst (also vom Hufbein vorgegeben wird). So jedenfalls würde ich diesen Textauszug interpretieren. Je höher die Trachten desto mehr Druck kommt auf die Hufbeinspitze (u. den Sohlenbereich davor) u. desto mehr verbiegt die Zehenwand,wenn da nicht lfd. korrigiert wird.
    ist denn nun gesichert,dass es ein Sehnenstelzfuss ist? Hat das dein Tierarzt so bestätigt? ich hatte es so verstanden,dass er lediglich von einer Rehe sprach? ?(
    ich hab das biernat-Buch auch 😉 u. schrieb ja schon,dass wegen der verkürzten Sehne beim Sehnenstelzfuss die Trachtenhöhe entsprechend sein muss- aber die verbogene Zehenwand muss auch beim Sehnenstelzfuss korrigiert werden (siehe vor).

    Also,ich bin jedenfalls gespannt, was die Huf-Frau beim Termin vor Ort sagt.

  • gitana gitana sagt:

    Die HO war heute da, allerdings mal nur zum gucken und beraten. Zum Behandeln hatte sie keine Zeit, haben wir für nächste Woche vereinbart.

    Vorausgesetzt, sie hat mit allem Recht, gibt es gute Nachrichten: :hurra:

    Sie konnte keine Rehemerkmale feststellen, weder chronische noch akute.

    Es ist auch kein Sehnenstelzfuß, was anhand der Fotos so schien, sondern der Huf muß einfach noch mehr der steilen Fessel angepasst werden (obwohl er schon immer relativ steil war und ich auch bei sorgfältigster Betrachtung bisher keinen Knick in der Huf-Fessel-Achse erkennen konnte 8) und ich behaupte auch, da war früher kein Knick im Huf ?( )

    Daß der Kleine EMS haben könnte, glaubt sie auch nicht, sie fand ihn schön schlank und ansonsten einfach immer noch gut bemuskelt, obwohl er in den vergangenen 4 Wochen doch schon deutlich abgebaut hat.

    Sie hat keine Bedenken, daß ich ihn wieder ganz normal vorsichtig antrainieren, reiten und füttern kann, also z.B. auch wieder Koppel (nach entsprechendem neu anweiden selbstverständlich).

    moppel, ich mein, sie hätte was gesagt von „Trachten höher“, aber vielleicht auch nicht, natürlich geht es einfach darum, den Huf steiler zu stellen und die Zehenwand wieder gerade zu kriegen.

    (Daß mein TA schon mal was von Sehnenstelzfuß gehört hat, wag ich massiv zu bezweifeln …)

  • Avatar moppel sagt:

    Das klingt doch prima 🙂
    Hatte der Tierarzt nicht was von Hufbeinrotation gesagt (anhand der Röntgenbilder?) – oder hab ich da jetzt was falsch verstanden? :denk:
    Wie auch immer, der Zehenwandwinkel muss ja in jedem Fall korrigiert werden u. die verbogenen Seitenwände ebenso,ganz gleich was da noch ist oder nicht oder war. das wird schon :thumbsup:

    wenn man die Röntgenbilder im Biernat-Huf hernimmt, scheint es wohl nicht so einfach zu sein-zumindest auf den 1. Blick, den unphysio. Sehnenstelzfuss (also der,wo Hufbein+Zehenwand nicht mehr parallel sind,das Hufbein also rotiert ist) von ner Rehe-Hufbeinrotation zu unterscheiden. :denk:

  • gitana gitana sagt:

    Ja, TA sagte was von leichter Rotation. Ich hab die Bilder nicht gesehen, weil der noch so altmodisch ist und kein digitales Gerät hat, ich könnte sie mir nur bei ihm zuhause ansehen und evtl. abfotografieren :huh:

    Ich hab das auch so verstanden, daß die Stelzfuß-Situation von den Auswirkungen her einer Rehe sehr ähnlich ist. Aber bei meinem ist es ja angeblich wohl doch nur die steile Fessel.

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