Hufpflege nach Frau Dr. Strasser

By missredcat | Hufe, Hufrehe, spez. Beschläge etc.

Wer hat Erfahrung mit der Hufpflege nach Strasser?

Hintergrund: Ich habe nun zu einer Hufpflegerin gewechselt die nach dieser Methode arbeitet.
Vorher hatte ihn immer unser Hufschmied am Stall ausgeschnitten,
allerdings nicht so 100% sauber wie ich das gerne gehabt hätte.
Die Trachten und Eckstreben waren ziemlich lang, bzw. sind teilweise
an den Vorderhufen nach einigen Wochen weggebrochen – hingen aber noch am Huf
fest oder haben sich Richtung Strahl verschoben. Dazu kam leichte Strahlfäule.
Die Beschlagsarbeiten mit „Eisen“-Pferden macht er super,
nur war mir das ausschneiden / die Barfußpflege nicht akkurat genug.

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Eine Freundin hatte mir diese Hufpflegerin empfohlen,
sie war mittlerweile zweimal da und hat Kasper ausgeschnitten.

Der Strahl stinkt nicht mehr und der Huf weitet sich, laut Hufpflegerin litt Kasper
unter einem leichten Zwanghuf. Sie möchte ihn nach und nach umstellen.
Die Hufe sind sehr sauber bearbeitet. Ich bin vom ausschneiden / raspeln sehr zufrieden.
Nur: steht er nun um einiges flacher als vorher und meine Ausbilderin
hat mir nahegelegt, ihn so nicht stehen zu lassen,
da das über kurz oder lang auf die Sehnen geht.

Ich würde mich über allgemeine „Strasser“-Erfahrungsberichte freuen.

  • Patti sagt:

    Hmmm. Also ich persönlich habe noch keine direkten Erfahrungen mit dieser Methode. Habe mir vor einiger Zeit aber mal Interessehalber Info-Material schicken lassen. Generell ist das schon eine sehr radikale Ansicht, die dort vertreten wird….
    Schau mal bei google – da findest du jede Menge Infos.
    (die meisten nicht zu positiv….)

    Gruß
    Patti

  • missredcat missredcat sagt:

    Hi Patti,

    danke für Deine Antwort.
    Ich habe schon gegoogelt und war etwas erschrocken
    wie viele negative Seiten diesbezüglich im Netz sind.
    Ich denke, schwarze Schafe gibt es überall,
    egal ob nach Strasser, Biernat, etc. gearbeitet wird.

    Die Ansicht das JEDES Pferd barfuß gehen kann finde ich auch ziemlich radikal,
    ich denke manchen Pferden tut man damit definitiv keinen Gefallen.

    Diese Frage stellt sich GsD bei Kasper nicht, da er schon immer barfuß läuft.
    Was mir ein wenig Kopfzerbechen bereitet, ist die flachere (laut Hufpflegerin
    „normale“ und gerade „richtige“) Stellung die er nun hat.

    LG Babsy

  • Granado sagt:

    ich habe mich mal recht ausführlich mit diesem thema beschäftigt…

    ein kleiner tipp: wenn dich die niedrigen trachten bei kasper stören, dann wechsel die pflegerin., denn sie werden definitiv noch kürzer..
    ich gebe deiner RL recht, meiner meinung nach geht das sehr auf die sehnen.
    es ist eine grundeinstellung bei frau strasser (und allen,die danach arbeiten), dass die trachten extremst runtergekürzt werden…
    noch dazu kommt, dass diese menschen extrem redegewandt sind, wenn sie dir was erklären, labern sie solange rum, bis du alles glaubst. war jedenfalls bei mir so.

    strasser ist eine lebenseinstellung, mir wurde damals sogar die behandlung erst verweigert,weil mein pferd nachts für 12 stunden in die box kam. ich wurde als schlechter mensch dargestellt, dessen armen pferd man ja helfen muss. gnädigerweise lies sich der herr aber auf eine behandlung ein, die ich aber nach weiterer recherche verweigerte. ein pferd mit hufbeinsenkung&-rotation barhuf und ohne trachten zu stellen, das wäre wahnsinn gewesen und er hätte das wohl nicht lange mitgemacht. zumal er eh schon sehnenprobleme hatte. zum glück habe ich mich informiert und er hat dann einen vernünftigen orthopädischen beschlag bekommen.
    als ich dem strasser-menschen meine entscheidung mitteilte, wurde er sehr ungehalten und bezeichtete mich u.a. als tierquälerin :irre:

    naja,das wären meine erfahrungen mit strasser..

    strasser ist eine lebensphiolosiphie, wenn man nicht 100% dahinter steht und sein ganzen leben umkrempelt, um stasser zu ‚leben‘, die haltung für strasser optimiert (24 std. draußen, schtooter,holz,wasser,torf,rindenmulch,…… auf der koppel), wird man über kurz oder lang probleme mit der radikalen einstellung der hufbearbeiter bekommen…

    carina

  • Patti sagt:

    Carina –

    das war auch mein Eindruck den ich von der Infobroschüre hatte. Da war ein ein Großteil Werbung für die eigene „Huf-Akademie“ oder sowas mit bei – und wenn man sich dort anmelden wollte (à la „Hufpfleger in 8 Wochen“ oder so – für knapp 9.500 €) MUSSTE man sich verpflichten, die eigenen Pferde im Offenstall, ohne Eisen etc zu halten. Ein Wahnsinn meiner Meinung nach….

    Gruß
    Patti

  • Watson Watson sagt:

    Ich glaube zum Thema Strasser gab es schon mal einen Beitrag, ich find den nur nicht mehr…. aber da war was und ich meine mich zu erinnern, dass es auch ziemlich negativ war

  • missredcat missredcat sagt:

    Hallo Carina,

    danke für Deinen ausführlichen Erfahrungsbericht.

    Ich schaue mir am WE Kaspers Hufe an (er wurde am Montag nochmal an den Zehen geraspelt,
    da diese ganz schön lang war im Vergleich zu den Trachten), und werde dann – nach Rücksprache
    mit unserer Ausbilderin – entscheiden was getan wird. Leider konnte ich selbst nicht dabei sein und
    kann somit erst am WE seine Hufe begutachten.

    Es ist wirklich zum Mäusemelken, endlich habe ich jemanden gefunden der ihn super ausschneidet –
    ich will mir eigentlich nicht schon wieder jemand anderen suchen –
    aber mit der Stellung habe ich so meine Bedenken :nix:…

    Die zu steile, enge Stellung, die er vorher hatte war auch nix…

    Warten wir das WE ab, vielleicht steht er nach der erneuten Behandlung auch gut… ich hoffe es.

    LG Babsy

  • Kerstin-K sagt:

    Hallo !

    Daß man nach Strasser ausschneiden läßt, darf man heutzutage kaum mehr laut sagen 8), ich tu`s trotzdem !

    Alle meiner 30 Pferde und Ponys aller Altersklassen, Rassen, Größen und Formen werden seit 13 Jahren nach dieser Methode ausgeschnitten, und ich bin mehr als zufrieden. Lahmende Pferde, Sehnengeschichten, Beinprobleme, Entzündungen usw. sind mir und meinen 4-Beinern ein Fremdwort, und das kann bei der Anzahl von Pferden kein Zufall sein… Bei mir wurden die neu gekauften Pferde immer sofort auf barhuf umgestellt, wenn sie beschlagen waren, auch das lief problemlos, ohne das Blut spritze o.ä., wie man bei Straßer-„Gegnern“ immer hört. Pferde, die bei Kauf nicht in Ordnung waren, liefen mit der Umstellung dank dieser Methode ganz schnell wieder 1A !

    Meine Pferde leben alle in Offenställen, mit Holzböden, Rasengittersteinen und Kies-Sand-Ausläufen, gehen fleißig ins Gelände (und wir haben NUR Kiesböden im Gelände) und verdienen sich ihre Euro`s im Schulbetrieb – wenn sie also nicht laufen würden, wäre ich echt aufgeschmissen und bei Gott kein Fan dieser Methode.

    Ich bin der Meinung, überall (Sattler, Tierarzt, Hufschmiede, Hufpfleger uvm.) gibt es schwarze Schafe, die es schaffen, eine Methode schlecht vorzustellen. Am besten sollte man sich seine Meinung selbst bilden, da kommt man am besten bei weg !

    Wie heißt denn deine Hufpflegerin (gerne per PN) ?

    Lieben Gruss
    Kerstin

  • Saba23 Saba23 sagt:

    Hallo Babsy,

    ich kenne Strasser nur von den Vorurteilen im Internet kann Dir also dazu nichts sagen. Aber ich habe für Zara eine Hufpflegerin hier aus München die nach Biernat arbeitet und bin mit ihr sehr zufrieden. Evtl würde sie ja bis zu Euch rausfahren?! Bei Interesse gebe ich Dir gerne den Kontakt per PN.

    Grüße Saba

  • Mumpitz sagt:

    (Zu) flach ist NIE günstig! Schau es Dir an und mach, wenn möglich, Fotos und berichte nach dem Wochenende…

  • Harrietta sagt:

    Also, ich habe eine schon ziemlich lange (etwa 9 Jahre glaube ich) zurückliegende, dafür aber einschneidende Erfahrung mit der Strasser-Methode gemacht.
    Mein damals sechsjähriger Wallach hatte über den Sommer vorne Eisen bekommen, und ich wollte sie über Winter wieder abnehmen. Dabei habe ich mich von Bekannten überreden lassen, bei der Gelegenheit ihren Wunder wirkenden Hufpfleger nach Strasser auszuprobieren.
    Dieser Mensch hat mich zunächst völlig überrumpelt, mir erklärt, dass ich aus diversen Gründen ein Tierquäler sei (vor allem wegen der Eisen), und mein Schmied komplett unfähig. Nach dem Ausschneiden war mein Pferd dann so übel lahm, dass ich am nächsten Tag den TA gerufen habe, der mich ob der Hufe nur angeschaut hat wie ein Auto – war echt geschockt. Sauerkrautwickel, Schmerzmittel, Pferd in den Matsch stellen, das ganze Procedere bei starker Huflederhautentzündung eben, und mein Pferd konnte wirklich kaum stehen vor Schmerzen, es war schlimm anzuschauen – und vor allem schlicht unnötig.
    Der Herr wollte mein Pferd unbedingt weiter „behandeln“ (völlig gesundes Pferd vorher) und wurde sehr unangenehm, als ich dies ablehnte. Es sei normal, sagte er, wenn ein Pferd die ersten drei Wochen nach einem Ausschneiden „klamm“ sprich stark lahm ginge, da blieben immer noch drei Wochen von der sechswöchigen Beschlagsperiode zum Reiten, aber wenn mir das Reiten wichtiger sei als die Gesundheit meines Pferdes… usw.
    Mag sein, dass das ein ganz ganz schwarzes Schaf war, aber seitdem … Wenn ich das Wort „Hufpfleger“ höre, lächle ich freundlich, drehe mich um und sehe zu, dass ich Land gewinne.
    Es gibt tatsächlich auch einfache und ganz normale Hufschmiede, die wunderbar Barhufpflege betreiben können.
    Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du den richtigen für dein Pferd findest :friend: .
    Wollte das nur mal loswerden, manchmal weiß man eben erst hinterher, an wen man da gerät.
    Viel Glück bei der Suche,
    Harrietta

  • catania sagt:

    Meinem Schmied gegenüber darf man den Namen Strasser nicht erwähnen. Ihm kommen dann fast die Tränen, so sehr regt er sich auf.

    Huflederhautentzündung und Hufbeinabsenkung.
    Ist dann eben so…

  • AndalusierHaller sagt:

    Hallo Babsy,

    ich hatte erst vorgestern eine frischgebackene Hufpflegerin da, eine Studienkollegin von mir, die noch zusätzlich Hufpflegerin gelernt hat. Sie hat gemeint, von den Strasserleuten soll man unbedingt die Finger lassen. Aber ich kann Dir gern die Nummer von Ursl geben, die ist fit.

  • Castellano sagt:

    Ich kenne Strasser nur negativ über das www. Vor wenigen Jahren war eine Hufbearbeiterin an meinen Pferden, die sich leicht an Strasser orientiert, aber der Methode nicht blind verfallen ist. Aufgrund der weiten Anfahrt habe ich die Behandlung abgebrochen und kann von daher nicht sagen, ob sich die Methode langfristig günstig auf die Hufstellung meiner 4Beiner ausgewirkt hätte.

    Seither arbeite ich mit einer Huforthopädin die nach Biernat (?) arbeitet erfolgreich zusammen. Sie schaffte es in wenigen Hufbehandlungen, die Fehlstellung eines meiner Pferde extrem zu verbessern. Daran haben sich vorher 2 Schmiede die Zähne ausgebissen. Die Bearbeitung verläuft immer nur ganz minimal, sodas es zu keiner extremen Umstellung u somit zur Überlastung/Lahmheit führt. Trotzdem sie nur minimal am Huf „schnitzt“, zeigen sich wahre „Wunder“.
    Bis jetzt konnte ich nach jeder Behandlung ganz normal weiter reiten, keine Fühligkeit/Lahnheit/Unsicherheit auf Seiten der Pferde!

    Die Trachten werden übrigens sehr gepflegt, nicht weggearbeitet 😉

  • rubia sagt:

    Tag.

    Zu Strasser:
    Ich habe aus unserer Gegend die gleichen Dinge gehört wie die oben beschriebenen.
    Wer einem Pferd, das vorher ohne Schmerzen war, über das Hufe „pflegen“ nachher Schmerzen verursacht, der … :maul:
    Ich wäre mit Strasser-Leuten sehr vorsichtig. Die arbeiten – soweit ich weiß – mit einer Schablone (zumindest im Kopf). Das sagt ja auch einiges…

    Seit MÄrz sind wir bei einer Biernat-Huforthopädin. Louna läuft super. Der Bewegungsablauf hat sich stark verbessert, der Huf hinten links, dessen Strahl 1,5 J. feucht und tief war, ist inzwischen vollkommen trocken und sieht perfekt aus.

    Kann ich also empfehlen. Wobei die Biernat Leute selbstverständlich nicht die Einzigen sind, die eine gute Barhufpflege anbieten!

    LG

  • missredcat missredcat sagt:

    Es gibt tatsächlich auch einfache und ganz normale Hufschmiede, die wunderbar Barhufpflege betreiben können.
    Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du den richtigen für dein Pferd findest

    Genau das wünsche ich mir auch. Einfach jemanden der ihn vernünftig ausschneidet :ja:.
    Ich brauche keinen speziellen Huforthopäden/Pfleger oder sonstiges, Kasper hat eine sehr gute
    Hufqualität. Leider habe ich vorher nicht gewusst nach welcher Methode gearbeitet wird, bzw.
    habe ich mich erst nach dem ersten ausschneiden – als sie mir es sagte das sie nach Strasser arbeitet –
    ein bisschen schlau gemacht was diese Methode eigentlich ist.
    Und war ziemlich erschrocken das so viele negativ Meldungen im Internet rumgeistern.

    Die Hufpflegerin ist eine ganz sympathische, auf mich kompetent wirkende Frau…
    nur ob ich mit der Art der Hufpflege meinem Pferd einen Gefallen tue :nix:?

    Ich bin durchaus offen für „alternative“ Sachen, aber nach der Aussage meiner Ausbilderin –
    der ich absolut vertraue – bin ich nun etwas skeptisch, bzw. die „flache“ Stellung habe ich ja selbst gesehen…

    Werd am WE mal Fotos machen.

    LG Babsy

  • schwarztier schwarztier sagt:

    Hallo, ich habe einige Zeit die Arbeit einer klassischen Strasserin beobachten dürfen (ca für 2,5 Jahre): Trachten kurz und kürzer, Huf immer flacher, Hufsohle wurde immer dünner, man konnte die Sohle selbts bei Trockenheit mit festem Daumendruck bewegen. Auf gefrorenem Boden konnte sich das Pferd kaum bewegen. Die eigentlichen Probleme (Arthtrose vermutlich im Huf- oder Krongelenk) wurden immer schlimmer.
    Glücklicherweise hat diese Frau einen anderen Wirkungskreis und deshalb kommt nun eine andere zu diesem Pferd, die nach Strasser ausgebildet ist, aber jetzt auf Basis von Naturhufen arbeitet (gibt´s auch so´ne Spezialrichtung). Nach kürzester Zeit konnte das Pferd wieder sehr gut laufen , die Arthrose kann man natürlich nicht wegzaubern, aber es will wieder laufen, je weicher der Boden, umso weniger sieht man vom ticken.

    Wobei ich trotzdem sagen muss, ich habe von der Strasserin viel gelernt, die theoretischen Grundlagen dieser Leute sind hervoragend und nett war sie auch, aber eben sehr engstirnig!
    Die Neue ist sehr offen, arbeitet zugunsten des Pferdes, nicht im Sinne einer Philosphie und hat kein Problem wenn ein Außenstehender sagt: nach dem letzten mal lief es schlechter …

    Strassers würde ich keine an mein Pferd lassen, diese Natural-Hoof- Leute schon (je nach Person)

  • maurits sagt:

    Babsy, wenn Du mich fragst, lass das sein.

    Dein wunderbarer Hengst hat gesunde Hufe, lass sie ihm bitte. 😉

    groetjes
    maurits

  • MerlijnCH sagt:

    Das hast Du aber fein, nett und diplomatisch ausgedrückt, liebste Mauerritze 😉

    Also ich sags mal direkt und so wie ich darüber denke:

    Miss Redcat, wenn Du Deinen wunderbaren Kasper unbedingt umbringen willst, mach weiter mit diesem Scheiss :fies:

    Ich könnte Dir Links von Diskussionen im Netz zeigen, da stellen sich Dir die Haare quer es rollen sich Dir die Fussnägel auf und Du wirst Deines Lebens nicht mehr froh 8o .
    Das ist nicht Alternativ-Hufbearbeitung, das ist Tierquälerei, erfunden von einer exorbitanten Spinnerin :irre: :irre: :doh: :flucht: :flucht:

  • missredcat missredcat sagt:

    Merlijn: Das war mal klar und deutlich ;)!
    Danke für Deine offenen Worte – und auch allen anderen für die Beiträge.

    Gibt es denn niemanden ausser Kerstin, der auch gute Erfahrungen gemacht hat?

    Ich schau mir das am WE an, mache Fotos , besprech mich mit meiner Ausbilderin
    und werde dann entscheiden (innerlich habe ich das wohl schon getan … :flucht: ).

    LG Babsy

  • catania sagt:

    Du wirst immer auch zufriedene Leute finden, wenn du sie denn suchst.
    Muss doch nicht sein…

  • E.v.A. sagt:

    Also, ich hatte mir mal eins von den Strasser-Bücher besorgt und fand die Ansichten eigentlich ganz gut und logisch erklärt. Die Erfolge, die dort zB bei der Behandlung von Hufkrebs erzielt wurden, fand ich beeindruckend, aber Papier ist ja bekanntlich geduldig.

    Dann hatte ich die Gelegenheit, einen nach Strasser ausgebildeten Hufpflger bei der Arbeit zu beobachten, da wir eine Zeit lang in einer Anlage standen, deren Besitzer die „natürliche Pferdehaltung“ propagierte.

    Die Hufsohle wurde so dünn runter geschnitten, dass es blutete. (das wäre normal und würde zur Gesundung des Hufs beitragen) und dass das Pferd klamm gehen würde, würde sich nach ein paar Wochen wieder legen. Da mein Männe dort im Stall mitgearbeitet hat, mußte er das Pferd dann jeden Tag auf den Paddock bringen. Die paar Meter von Box zum Paddock waren reinste Qual und das arme Pferd konnte sich nicht wehren, wenn andere aus der Herde sie verjagen und vermöbeln wollten.

    Hinzu kam, dass das Pferd von der Besitzerin aus vorhergehender Boxenhaltung „gerettet“ worden war und nun auf Biegen und Brechen zum „natürlichen“ Pferd umerzogen werden sollte. Dazu gehörte die Strasser-Methode und das rausstellen in die Herde, obwohl dem Pferd ein Flüchten durch die extremen Schmerzen nicht möglich war. Nachdem meine bessere Hälfte sich dann weigerte, das offensichtlich unter starken schmerzen leidende Pferd weiterhin auf den Paddock zu stellen, wo sie täglich von der restlichen Herde verprügelt wurde, wurden wir auch als unverständige Tierquäler abgetan. Wir haben es dann vorgezogen, diesen Hof zu verlassen.

    Ganz nebenbei hat dieser Strasser Hufpfleger auch noch ein Heidengeld verlangt. Die Anfahrt alleine war schon sowas von teuer.

    Ich habe damals vermutet, dass vielleicht nur dieser Eine die Methode nicht ganz begriffen hat und schlecht arbeitet, hab aber im Nachhinein übers Internet eigentlich so gut wie nur negative Resonanz zum Thema Strasser gelesen.

    Schade, weil ich die theoretischen Ansätze ganz gut fand.

  • Wumba sagt:

    Ich hab leider auch keine guten Erfahrungen damit gemacht, kenne es aber auch nur aus der Beobachtung an Miteinstallerpferden.
    Hatten auch eine Dame auf dem Hof, die nach der Methode gearbeitet hat.
    Die Pferde wurden flach gestellt, gingen alle nach einer Weile mehr oder weniger klamm, wurden im Gelände so fühlig, dass dafür Hufschuhe angeschafft werden mussten und beim Ausschneiden war mal ein bisschen Blut nicht die Ausnahme, sondern die Regel. :wacko:

    Für mich ein klares Nein zur Methode nach Strasser.
    Und Gurutum ist mir auch zutiefst unsympathisch. :red:

  • wind sagt:

    Oh Gott, wenn man das so liest, kommen einem die Tränen! Ausschneiden bis Blut kommt, Pferde können nur noch unter Schmerzen laufen … Babsy, gut dass Du so skeptisch bist!

    Stellt Euch vor, Euch werden die Fingernägel so geschnitten, dass sie bluten (soll ja das Wachstum fördern :no: ) und dann zwingt man Euch, den ganzen Tag auf einer alten Schreibmaschine zu tippen, nicht auf einer schönen weichen Tastatur … auweh!

  • dat ninalein sagt:

    huhu,

    also ich hab nen schmied, der schneidet top aus, wirklich, und er erklärt dir genau, warum er das so macht…

    aber ich weiss nicht, ob der bis zu dir fährt??? wenn du die nummer haben möchtest, gebe ich sie dir gerne, die sind wirklich absolut top, auch mit den jungpferden, absolute ruhe, echt klasse.

    lg nina

  • tansu21de sagt:

    Hallo,

    wenn ich das richtig mitbekommen habe, hast Du Dein Pferd westlich von München.

    Ein Pferd meiner Schwester (Tierärztin) hat nach mehrmaligem Ausschneiden, vermutlich von derselben Hufpflegerin nach einem sehr guten Anfang jetzt richtig Probleme bekommen (geht lahm) und meine Schwester überlegt gegen die Dame vorzugehen.

    Schade, dabei hatten wir früher (ca. vor 10 Jahren) sehr gute Strasserleute an unseren Pferden. Die waren aber schon damals nicht 100% auf Linie und arbeiten heute nicht mehr nach Strasser.

  • Agente sagt:

    Dieser Mensch hat mich zunächst völlig überrumpelt, mir erklärt, dass ich aus diversen Gründen ein Tierquäler sei (vor allem wegen der Eisen), und mein Schmied komplett unfähig. Nach dem Ausschneiden war mein Pferd dann so übel lahm, dass ich am nächsten Tag den TA gerufen habe, der mich ob der Hufe nur angeschaut hat wie ein Auto – war echt geschockt. Sauerkrautwickel, Schmerzmittel, Pferd in den Matsch stellen, das ganze Procedere bei starker Huflederhautentzündung eben, und mein Pferd konnte wirklich kaum stehen vor Schmerzen, es war schlimm anzuschauen –

    Tierschutzgesetz
    § 1
    1. Zweck dieses Gesetzes ist es, aus
    der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und
    Wohlbefinden zu schützen.

    2. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

    § 17

    Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe
    wird bestraft, wer
    1. ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder
    2. einem Wirbeltier
    a) aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder
    b) länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt. :maul:

    Hat denn schon einmal jemand Anzeige erstattet? :denk:

  • Cubano9 sagt:

    Das Schlimme ist nur, dass diese Strasser-Ideologen ja einen Grund für ihr Vorgehen haben, wenn man ihnen so zuhört.
    LG
    Andrea

  • Harrietta sagt:

    Ich denke auch, dass hier das Hauptproblem ist, dass die Strasser-Menschen ihrer Meinung nach einen Grund für ihr Vorgehen haben. Ob dieser Grund auch objektiv gesehen ein solcher ist, müsste wohl im Einzelfall von Gutachtern geklärt werden. In meinem Fall wollte ich einfach nur, dass es dem Pferd so schnell wie möglich wieder gut geht, und ansonsten meine Ruhe. Ob das die richtige Entscheidung ist, lasse ich mal dahingestellt, aber ehrlich gesagt, kam mir der Gedanke an eine Anzeige damals auch. Ich hatte aber ein schlechtes Gewissen, weil mich ja keiner zu der Behandlung gezwungen hat, war ja eigentlich meine Entscheidung…
    Schwierig war das auch dadurch, dass ich diesen Strasser-Menschen von Bekannten empfohlen bekommen hatte, die bis heute völlig überzeugt von ihm sind, ganz liebe Leute eigentlich, die nur das Beste für ihr Pferd wollen. Das macht eine Anzeige auch nicht einfacher.

    Diese Anhänger behaupten alle auch steif und fest, dass ohne diese Hufbehandlung ihre Pferde inzwischen schon alle tot sein müssten, und da die alle schon vor der Behandlung was auf den Beinen hatten… beweis denen mal das Gegenteil, das ist in manchen Fällen schon schwierig, wenn die dran glauben WOLLEN.

    lg, Harrietta

  • cavallino sagt:

    Allerdings habe ich gerade vor 5 Wochen einen entscheidenden Fehler gemacht. Da ich meinen Schmied nicht erreichte, die Hufe meiner Meinung nach aber ein wenig zu hoch in den Trachten waren, lies ich mich überreden die Hufbearbeiterin, die gerade ein anderes Pferd bearbeitete, an die Hufe zu lassen. Schon als ich mir die Hufe danach ansah schwante mir nichts Gutes. Als ich auf Nachfrage, nach welcher Methode sie bearbeitet die Antwort Strasser bekam, war mir dann noch unwohler. Ich sollte recht behalten. Schon nach 2 Tagen waren die Hufe an verschiedenen Stellen ausgebrochen, die Weißen Linien gezerrt und der Strahl an allen Hufen war ungewöhnlich platt. Das Gewölbe war auch verschwunden u. die Hufsohle war so platt wie noch nie.
    Jetzt hilft uns nur die Zeit um die Hufe wieder wachsen zu lassen um dann eine Korrektur vorzunehmen zu können. Ich könnte mich in den A….beißen.

    Sicher könnt ich dir jetzt viele Merkmale für eine gesunde Hufbalance erklären, aber da gibt es kompetentere Leute die wunderbare Internetseiten haben
    Google doch einmal unter Barhuf da kann man viel lernen um Hufe zu beurteilen. Wie gesagt, von Strasser bin ich geheilt. :maul: :maul: :maul:

    Habe zufällig in einem anderen Thread meine Meinung darüber abgegeben. Ich muss dabei noch sagen das die Hufe ziemliche Verbiegungen aufweisen und sich unterschiedlich verformt haben seit dieser Behandlung :thumbdown: . Wohl hat sich mein Pferd damit nicht gefühlt.

    lg cavallino

  • anchy anchy sagt:

    @Missredcat

    Vor 10 Jahren bei meinem damals nahe 30 jahre alten Pferd, welches niemals Probleme mit den Hufen hatte.
    Auch hier hatte die Barhufpflegerin ( nach Strasser) einen angeblichen Zwanghuf diagnostiert und versucht ihn zu „weiten“.

    Mein Pferd war dauerhaft lahm, die Sehnen und Bänder haben die Umstellung nicht verkraftet, mein damaliger TA dachte sogar an Anzeige.

    Niemals, nie,nie wieder derartige Experimente an meinem Vierbeiner. Ich Idiot!!!!!!!!

    @Tansue
    Mein Pferd stand damals südlich von München. Eventuell die gleiche „Hufschneiderin“

    Liebe Grüße

  • Kerstin-K sagt:

    Ich bin ja die, die Ihre Pferde nach Strasser ausschneiden läßt 8) !

    Wie schon in meinem ersten Topic gesagt, läuft bei meinen Pferdls alles bestens, meine Hufpflegerin ist mehr als genial. Ich hatte aber zuvor einen Hufpleger, ebenfalls Strasser, der die Pferde nicht schön hingestellt hat, die Hufe schnabelten wirklich sehr und grad bei den etwas schwierigeren Kandidaten hat man keine positiven Veränderungen bemerkt. Es war aber zu keiner Zeit bei beiden Strasser-Pflegern in all den Jahren der Fall, daß – wie oft bemerkt – Blut spritzte, die Sohlen zu dünn waren, die Pferde nicht mehr oder oder nur unter Schmerzen liefen, da muss ich die beiden wirklich in Schutz nehmen.

    Mein damaliger Hufpleger hat meinen mittlerweile 18-jährigen, immer noch fröhlich laufenden Wallach, 4-jährig vor dem sicheren Tod bewahrt, 3 Tierärzte rieten mir dazu, ihn einzuschläfern. Ich drückte wg. einer anfangs harmlosen Lahmheit bei ihm in einem halben Jahr 12000 DM an Tierarztkosten ab und letztendlich konnte mir kein Tierarzt dazu raten, irgendetwas weiter zu versuchen, ausser den berühmten Nervenschnitt oder eben mein Pferd einschläfern zu lassen. Genaue Diagnosen bekam ich erst gar nicht, es war bei 4 verschiedenen Tierärzten die Rede von Arthrose, Gleichbeinlahmheit, Hufgelenksentzündung uvm, keiner der Tierärzte bemühte sich, seine Hufe genauer anzuschauen – die Lahmheit lag „nur“ an einem massiven Trachten- und Ballenzwang. Die Eisen wurden entfernt, der Huf langsam geweitet und weg waren die Probleme, gekostet hat das Peanuts und mein Pferd läuft heute, 14 Jahre später, nach wie vor wie ein junger Gott, er ist nach wie vor unbeschlagen. So kam ich zu „meinen“ Strasser-Leuten. Ich persönlich hab mit ihnen nur gute Erfahrungen gemacht und dank ihnen in den letzten 14 Jahren bei mittlerweile 30 Pferden und Ponys nie wieder auch nur einen Cent für irgendwelche Huf- oder Beinkrankheiten bezahlt oder lahmende Pferde gehabt, von daher finde ich es schade, daß ALLE in einen Topf geschmissen werden und wieder mal nur die graussligen Geschichten ausgepackt werden. Ich weiß aber auch, daß in meinem Umkreis 2 weitere Strasser-Hufpfleger unterwegs sind, von denen man nicht viel Gutes hört – wie immer im Leben kommt es wohl darauf an, wen man vor sich hat. Ich habe auch z.B. unzählige schlimme Geschichten mit Sattlern oder Tierärzten erlebt und verteufle sie deshalb nicht alle – ich bilde mir meine eigene Meinung und entscheide dann, ob es für mich und meine Pferde in Frage kommt, oder eben nicht.

  • missredcat missredcat sagt:

    Danke euch allen für die zahlreichen Antworten!

    Ich habe heute ein paar Fotos von Kaspers Hufen/Beinen gemacht und stelle sie hier ein.
    Bin gespannt auf eure Meinung.

    Kerstin-K: Die Meinung das jeder selbst entscheiden muss, habe ich auch.
    Nur muss ich ehrlich sagen, was ich im Netz über Strasser gelesen habe
    war meist negativ. Mir ist das einfach zu heikel. Mag sein das meine
    Hufpflegerin das top in ihrem Bereich macht und Kasper gut damit klar käme,
    aber mir ist das zu unsicher. Ich stehe einfach nicht hinter dieser Methode.

    LG Babsy

  • missredcat missredcat sagt:

    Noch ein paar…

  • Rubio sagt:

    Hallo

    also ich finde ihn jetzt nicht so schlecht. Klar er steht eher flach, aber nicht mit langen Schnabelhufen und von der Achse finde ich ihn ganz ok.Hast Du mal bilder von vorher?

    Glg Angelika

  • missredcat missredcat sagt:

    Hallo Angelika,

    hab leider keine Bilder von vorher.
    Ich finde ihn jetzt auch nicht extrem flach, allerdings hab ich einfach Angst das er
    noch flacher gestellt wird, da das momentan für mich mit der Stellung grenzwertig ist.
    Mehr runter dürfte er nicht kommen. Er läuft jetzt auch gut damit.
    Mich schreckt nur ab was ich über Strasser gehört und gelesen habe.
    Ich stehe nicht hinter dieser Methode. Deswegen hat es eher keinen Sinn so
    weiterzumachen, wenn ich ewig unsicher bin ob das so in Ordnung ist.

    Sonnige Grüße
    Babsy

  • Quidam sagt:

    Also ich finde es so auch noch ok, ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Hast Du mit der Hufpflegerin noch mal gesprochen?

  • missredcat missredcat sagt:

    Hatte letzte Woche mit ihr telefoniert und ihr meine Bedenken mitgeteilt, daraufhin ist sie am nächsten Tag in
    den Stall gefahren um Kaspers Zehen etwas zu kürzen. Die haben in den 3 Wochen nämlich ganz schön vorgeschoben.
    Die Stellung fand sie absolut in Ordnung, hinten eher etwas zu steil…

    Hab ihr gestern eine SMS geschickt das mich mit der Strasser Methode etwas auseinander gesetzt
    habe und ich mir lieber jemand anderen für Kasper suche, da ich nicht wirklich dahinter stehe.

    Sie hat sich sehr viel Mühe gegeben als sie da war und war total nett und unkompliziert,
    deswegen tut es mir auch leid, aber ich will nicht von dieser Unsicherheit begleitet werden.

  • Legolas sagt:

    Ohne die Methode persönlich zu kennen teile ich deine Entscheidung, wenn man ein ungutes Gefühl hat bringt es auch nichts.
    Ich hatte auch einen ganz normalen Schmied und mit dem bin ich top zufrieden. Bei uns am Stall schworen auch viele auf sog. Hufpfleger nach den verschiedenstens Methoden, ich persönlich fand es nicht so berauschend, dass ein Pferd 5 Tage lahmt geht nachdem die Hufpflegerin da war und dazu noch teuerer war als ein Schmied.

  • missredcat missredcat sagt:

    Preislich war es sogar etwas günstiger als mein „normaler“ Schmied.
    Mein Eindruck war, das sie wirklich in ihrem Job aufgeht und das aus
    Passion und mit Leidenschaft macht.
    Und vom Geld her gesehen war das absolut in Ordnung!

  • Legolas sagt:

    Die Preise sind wohl von Region zu Region unterschiedlich und es müssen und sind auch nicht alle Gleich, von Ihrer Einstellung her.
    War das Ausschneiden etc. deines Schmiedes denn wirklich so übel? Na ja, hier gibt es gute und schlechte wie bei allem. :rolleyes:

  • missredcat missredcat sagt:

    Nein, das war nicht so übel.

    Nur: Als Kasper noch im Aufzuchtstall war, hatte ich den – für mein Empfinden –
    weltbesten Schmied / Barfußpfleger, den man sich vorstellen kann :).
    Ich war dadurch sehr verwöhnt wie akkurat und sauber Kaspers Hufe aussahen.
    Er hat sich sehr viel Mühe gegeben, hat teilweise die Hufe vermessen,
    hat ihn sich in der Bewegung angesehen, etc. Er hat sehr viele junge Pferde
    und Fohlen bearbeitet, viele Friesen und auch viele Barfußpferde.

    Leider ist der Weg in den jetzigen Stall viel zu weit für ihn.

    Ich wollte Kaspers Barfußpflege einfach wieder optimieren,
    die Hufpflegerin wurde mir von einer Freundin empfohlen –
    deswegen habe ich das als Alternative zu unserem jetzigen Schmied ausprobiert.

  • AndalusierHaller sagt:

    Hallo Babsy,

    ich denke auch, Deine Entscheidung war richtig! Ich finde zwar auch seine Stellung noch im Rahmen, aber er wuerde ja wohl noch flacher gestellt werden und das waere dann nichts mehr. Was mir niemals gefaellt, ist ein Ausschneiden der Sohle. Daran sollte man wirklich nur etwas Kosmetik betreiben…

    😉 😉 :hug:

  • Quidam sagt:

    Hätt ich auch so gemacht, Babsy!

  • Diana sagt:

    Ich finde die Stellung nicht zu flach – wo seht Ihr denn da was in der Richtung?

    Was ich nicht schön finde, ist die Unterseite des Hufes.
    Der Strahl ist nicht ordentlich ausgeschnitten und die Hufform ist von unten überhaupt nicht symmetrisch.

  • missredcat missredcat sagt:

    Der Strahl war super sauber ausgeschnitten als sie das erste mal da war.
    Anscheinend fleddert das bei Kasper innerhalb ein paar Wochen wieder…

  • casper109 casper109 sagt:

    ich hab jetzt hier mal quergelesen und es hat mich zum Teil wirklich entsetzt.

    Die Methode ist wenn die Pferde so kurz geschnitten werden mit Sicherheit nicht zu vertreten.

    Mein Casper hat sei ich ihn habe Probleme mit den Hufen, und wir sind nun seit 4 Jahren am versuchen, haben mittlerweile 4 Schmiede hinter uns und sind jetzt bei einem Huftechniker angelangt.

    Er wird Casper jetzt einen Sonderbeschlag machen, da er sich die Trachten untertritt das äußere Horn scheller wächst als die Sohle, dadurch hat er richtige Quadratlatschen.

    Das erste was er sagte war das wir auf jeden Fall die Trachten aufbauen müssten, ist mir ja auch klar, da aber in den Vergangenen Jahren egal was gemacht wurde nichts geholfen hat, hoffe ich das wir nun bei dem Richtigen gelandet sind und es aufwärts geht.

    Ich weiß durch Casper was es für Schmerzen sind wenn die Sohle zu dünn ist und das wünsche ich keinem Pferd und schon gar nicht wenn es durch Menschenhand herbeigeführt wird, so etwas entsetzt mich.

    Obwohl ich denke das es wie ja auch schon gesagt es auch welche gibt die diese Machart nicht bis zum Schmerz ausreizen und damit gutes bewirken, aber der Tenor ist ja leider überwiegend doch negativ.

  • Silke sagt:

    Hallo Zusammen,

    ich habe früher mal nach Strasser gearbeitet und mich sehr mit dem Thema beschäftigt. Zu Anfang war ich sehr überzeugt, da man am Anfang recht gute Ergebnisse erziehlen konnte. Über längeren Zeitraum ist diese Art der Hufbearbeitung allerdings nur realisierbar, wenn man einen Strasseristen der „alten Schule“ hat. Die schneiden nämlich nicht so radikal in die Sohle und kürzen auch die Zehen. Trachten kürzen aber alle…. und wenn dazu die Zehe nicht gekürzt wird, entstehen die typischen flachen Hufe. Eine lange Zehe verzögert den Abrollpunkt des Hufes, dadurch entsteht vermehrter Zug an der TBsehne und damit der Hufrolle… dan Rest kennt ja jeder…

    Durch das regelmäßige ausschneiden der Sohle zum Optimieren des Hufmechanismus, wird die Sohle früher oder später so dünn, dass es tatsächlich bluten kann. Außerdem sinkt dadurch das Hufbein ab. Folge: die Pferde sind lahm… Eine gesunde und Leistungsfähige Sohle ist etwa 1cm dick und das Hufbein korrekt in der Kapsel positioniert, wenn der Strecksehnenansatz auf oder ein bissl über Kronrandniveau ist (evtl Röntgen).

    Seit ich an meinen (Kunden)Pferde insgesamt weniger mache als früher nach Strasser, haben alle Pferde ein Sohlengewölbe entwickelt wie ich es mir zu Strasserzeiten nur wünschen konnte, dünne Sohlen und so weiter siehe oben……. Beim Wanderritt neulich waren wir 30km unterwegs… Hufe hatte ich kurz vorher noch beigefeilt. Hinterher waren kaum Abnutzungsspuren zu sehen und es ging hauptsächlich über Asphalt und gekieste Waldwege… Man muß aber dazu sagen, dass die Haltung schon viel ausmacht. Ich weiß nicht ob ein Boxenpferd mit Weidegang so strapazierfähige Hufe bekommen kann dass solche Touren ohne großes Training möglich sind…

    Die Sache ist doch die…. Frau Strasser war eine der ersten dieses Jahrhunderts die sich mit den negativen Eigenschaften von Beschlag, Boxenhaltung etc. kritisch auseinander gesetzt hat. Ihre Bücher über Haltung usw. sind sehr informativ und es sind einige sehr interressante Denkanstöße drin. Viele Offenstaller setzen ihre Ideen in der Praxis um.

    Allerdings ist die Aussage, ein Pferd kann/muß nach dem Ausschneiden lahm oder klamm sein, ist ein ABSOLUTES NO GO!!! Wenn einem ein Hufbearbeiter sowas erzählt, dann ist er nachdrücklich vom Pferd/Hof fernzuhalten :maul:

  • missredcat missredcat sagt:

    @ Silke: Vielen Dank für Deine Schilderung!
    Warum werden die Trachten eigentlich so extrem gekürzt?
    Welchen Zweck hat das?

    LG Babsy

  • MerlijnCH sagt:

    ich habe früher mal nach Strasser gearbeitet und mich sehr mit dem Thema beschäftigt. Zu Anfang war ich sehr überzeugt, da man am Anfang recht gute Ergebnisse erziehlen konnte. Über längeren Zeitraum ist diese Art der Hufbearbeitung allerdings nur realisierbar, wenn man einen Strasseristen der „alten Schule“ hat. Die schneiden nämlich nicht so radikal in die Sohle und kürzen auch die Zehen. Trachten kürzen aber alle…. und wenn dazu die Zehe nicht gekürzt wird, entstehen die typischen flachen Hufe. Eine lange Zehe verzögert den Abrollpunkt des Hufes, dadurch entsteht vermehrter Zug an der TBsehne und damit der Hufrolle… dan Rest kennt ja jeder…

    Nun, soviel ich weiss ist es aber gerade Frau Dr. Strasser die solch radikalen Methoden vertritt…habe mir gar mal ein Buch von ihr „angetan“.

    Da werden die Pferde runtergeschnetzelt und dafür monatelang in ihrem Reha-Stall auf Gummiboden der mit Wasser geflutet wird (zum Kühlen) gehalten. Wie krank ist das senn???

    OT
    Silke, hast Du für die Verwendung Deines Avatars, bei der niederländischen Kunstmalerin – ich meine es ist Nicole Adriaansen – um Erlaubnis gefragt???

    Ist übrigens mein Lieblingsbild, hätte ich vor ein paar Jahren an der HK in Leeuwarden die paar Tausend Euro übrig gehabt, ich schwöre, dieser „Giganto-Schinken“ würde mir zuhause entgegendonnern 😀
    🙂

    OT aus

  • elpaso sagt:

    Was ich nicht schön finde, ist die Unterseite des Hufes.
    Der Strahl ist nicht ordentlich ausgeschnitten und die Hufform ist von unten überhaupt nicht symmetrisch.

    Hallo Diana! Die Symmetrie fiel mir auch auf. Allerdings nur,weil ich mich damit bei den Hufen meines Pferdes auch gerade beschäftige.

    @all…Ich lerne gerade wieder mal viel dazu. Wieviel Fehlstellung kann man in der Symmetrie durch Ausschneiden bei einem > 3j. Pferd denn (noch) beheben? Ist ein „Beheben“ denn u.U. „ungesunder“ (ggf. WANN?) als ein „ignorieren“? Gibt es Altersstufen, won man eine Asymmetrie nicht mehr beheben sollte? Immerhin sind wir Menschen ja auch alle nicht aus Knete und müssen mit Asymmetrien leben….

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