" Homevideo" gestern im TV, Cybermobbing im Internet

By maurits | Archiv: Smalltalk

hat das ausser mir jemand gesehen?
Ich fand das ganz furchtbar.
Sehr realistisch leider auch.

lg
mau

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    Hatte es ihm Radio gehört, mit einer kleinen Erklärung, war aber reiten und konnte es somit leider nicht anschauen…

    Dort ging es im Allgemeinen um Mobbing, richtig?

  • Avatar Tierfan sagt:

    Habs nicht gesehen, weil ich erst um 22.30Uhr vom Stall zurück war. Was gab es denn dort so furchtbares zu sehen?

  • Avatar maurits sagt:

    es ging um einen 15 jährigen, dessen peinliches Video versehentlich in falsche Hände geriet.
    Er wurde dann erst erpresst , konnte das Geld nicht aufbringen, und das Video erschien im Netz.
    Er wurde innerhalb kürzester Zeit von der gesamten Schule gemobbt, falschen Verdächtigungen ausgesetzt, seine Freundin hat sich daraufhin getrennt.
    Am Ende hat er sich erschossen.

    Die Verzweiflung und Hilflosigkeit war beklemmend realistisch und erschreckend deutlich zu spüren.
    Und ich denke das ist ein Thema, was jeden betreffen kann.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Au watte… das ist ja eine üble Geschichte. :S

  • Avatar Red Setter sagt:

    Ich hab den Film leider nicht gesehen (hab kein deutsches Fernsehen), aber auf https://www.klicksafe.de/service/aktuelles/news/cyber-mobbing-film-ard.html steht was dazu und viele Infos zu und über Cybermobbing.

  • Enco Enco sagt:

    Ich habs gesehen und fand es auch furchtbar!
    Heute muß ich immer wieder an den Film denken und wie furchtbar sich so jemand fühlen muß!

  • Avatar wind sagt:

    Habe es ungefähr ab der Mitte gesehen. Man kann sich sehr gut vorstellen, dass es unter Jugendlichen wohl tatsächlich so abgeht. Ich fand das sehr beklemmend, diese Hilflosigkeit, Ohnmacht sich dagegen zu wehren – einfach schrecklich. :no:

  • Avatar maurits sagt:

    in der Talkshow anschliessend war eine Mutter, deren Sohn sich suizidiert hat mit 13 Jahren, dem ging massives Mobbing in Netzwerken a la facebook voraus.

    lg
    maurits

  • Avatar dat ninalein sagt:

    ich habe dazu einen bericht auf bayern3 gehört…
    allerdings hatte ich gestern acuh keine zeit, den film zu sehen und dann also ich hoch kam, hat mein mann schon borgia geschaut.

    ich frage mich allerdings, wenn so ein kind suizid begeht, was stimmt im elternhaus nicht, dass kinder sich nicht den eltern anvertrauen oder umgekehrt, bemerken eltern wirklich nichts, wenn ihre kinder unter so etwas leiden?

    lg nina

  • Avatar maurits sagt:

    Die Eltern haben das gemerkt, aber ich glaube niemand hat die ganze Bandbreite erkannt, die dahintersteckte. Ausserdem war das Video recht brisant, damit wäre ich auch nicht zu meinen Eltern gegangen. Es ging um ein Selbstbefriedigungsvideo. Dieses wurde von dem Erpresser dann noch an die Freundin des Jungen geschickt, natürlich mit dem Namen ihres Freundes als Urheber, die dachte, ihr Freund habe ihr das geschickt und die Eltern machten ein Riesentheater wegen sexueller Belästigung. Das führte dann dazu, dass dieser Jakob der Schule verwiesen wollte, die Lehrer waren überfordert, und NIEMAND hat den Jungen mal ins Gespräch genommen, man wollte das Thema nur schnell vom Tisch haben. In dem Film hatten sich die Eltern frisch getrennt, er blieb beim Vater, die Mutter war mit der kleinen Schwester ausgezogen. Er war viel allein. Sein Vater war aber der erste, der sich wirklich mühte, ihm zu helfen. Die Mutter kam später und kümmerte sich auch, wollte den Sohn noch auf eine andere Schule anmelden, doch ihm war bewusst, dass auch dort schon Schüler waren, die von dem Video wussten. Als aussenstehender konnte ich für mich sagen, der Junge hätte vermutlich in dem Zustand therapeutische Hilfe gebraucht, der war ja schwerst traumatisiert durch das Geschehen. Für Laien ist das, so schwer es nachzuvollziehen sein mag, oftmals nicht mal in der Nähe einer Überlegung. Und das nicht böswillig sondern aus Unwissenheit. Hier hat sich vor 2 Jahren ein 14 jähriger vom Zug überfahren lassen, einen Tag vor seinem Geburtstag. 100 m vom Elternhaus entfernt. Den Eltern ist da kein Vorwurf zu machen, das ist so unvorstellbar schlimm, dass ich das fehl am Platze finde. Die Hintergründe kenne ich nicht genau, es ist von jugendpsychiatrischer Therapie die Rede, aber die Familie ist sicherlich alles andere als asozial oder problembehaftet. Ebenso weiss ich dass während meiner Ausbildung damals im Ort ein 14 jähriger von der Autobahnbrücke auf die A 31 gesprungen ist, und dabei ums Leben kam. Das kann jede Familie treffen. Und Jugendliche in der Pubertät sind verschlossen und lassen die Eltern oft nicht an ihrer Welt teilhaben. Fakt ist doch, dass die Menschen sensibilisiert werden sollten für die Gefahren die das Internet bietet. Wir wissen alle, dass diese öffentliche Art, sich im Internet preiszugeben, schnell nach hinten losgehen kann. Das Internet ist eine Erfindung, die die Menschheit nicht mehr unter Kontrolle bekommt. Theoretisch könnte ich mich anonym über einen ausländischen Server einloggen, und jemanden den ich nicht leiden kann, übelst diffamieren, seinen Ruf zerstören, seine berufliche Laufbahn, sein Leben. Das geht wie man gestern sah, ganz schnell. Ich habe da keine Ahnung, aber mein Bruder ist gerade hier und wir unterhalten uns gerade darüber. Er ist vom Fach, was Internet angeht. WIe kann sowas funktionieren? http://www.youtube.com/watch?v=eS_uIoz_A8w so zum Beispiel lg mau

  • Avatar dat ninalein sagt:

    mau, ich möchte da niemanden einen vorwurf machen, ich frage nur, weil lebst drei kinder, wenn auch noch klein, aber das medium pc ist halt allgegenwertig. und es ist eher die angst, die da aus mir spricht, quasi würde ich es bemerken, könnte ich meinen kindern helfen. so war das eher gemeint.

    lg nina

  • Avatar maurits sagt:

    ach so meintest Du das. :hug: Das verstehe ich gut.

    Ich glaube die generelle Problematik hat durch das Internet eine noch grössere Brisanz bekommen und die Folgen sind viel gravierender.
    Gestern sagte ein Psychologe, dass das Internet einfach eine neue Plattform für immer schon bestehende Störungen bietet.
    Mobbing hat es immer gegeben, auch an Schulen, früher wurdest Du in der Klasse ausgegrenzt oder auf dem Schulhof, heute verfolgt es Dich durchs ganze Leben.

    Diese TOR-Netzwerke sind übrigens aus der Not entstanden, dass in vielen Ländern der Welt das Internet per Regierung zensiert wird, und so die Möglichkeit für die Nutzer besteht, an unzensierte Informationen zu gelangen. Leider wird diese Technik auch für kriminelle Machenschaften missbraucht.

    lg
    mau

  • anchy anchy sagt:

    hat durch das Internet eine noch grössere Brisanz bekommen und die Folgen sind viel gravierender.
    Gestern sagte ein Psychologe, dass das Internet einfach eine neue Plattform für immer schon bestehende Störungen bietet.

    Die Folgen sind gravierender, da nachhaltiger. Vor Jahren war es den Opfern noch möglich den damaligen Plattformen durch den natürlichen Lauf des Lebens zu entkommen. Schulwechsel, Berufswechsel, Freundeskreiswechsel.
    Aus den AUgen aus dem Sinn gibt es heute dank Internet nicht mehr und Gruppenmobbing mit derartigen Auswüchsen sind ein nierderschwelliges Angebot an diejenigen, die sich nicht offen trauen in einen Konflikt zu gehen.

    Mobbing hat es immer gegeben, auch an Schulen, früher wurdest Du in der Klasse ausgegrenzt oder auf dem Schulhof, heute verfolgt es Dich durchs ganze Leben.

    Die Inhalte des Mobbing bleiben über Jahre bestehen und haben stigmatisierende Wirkung. Das „Opfer“ kann sich nicht mehr entziehen. Es entsteht sozusagen ein Permanenttrauma, welches sich durch die ganze Pubertät/ Jugend ziehen kann.

    Ich bin selbst Mutter einer 15 (fast 16) jährigen Tochter und was ich da teilweise zu lesen und zu sehen bekomme…es ist schlimm und wirklich nicht leicht, auch das eigene Kind für die Befindlichkeiten des potentiellen Opfers zu sensibilisieren. Zu einfach die Verlockung dem „Feind“ eines auzuwischen .
    Die entstehen Gruppendynamik dabei ist nicht zu unterschätzen und ein harmlos gemeinter „Streich“ gewinnt eine gefährliche Eigendynamik.

    Empathie ist in der heutigen Zeit, wo wir täglich mit den Abgründen der Menschheit im Internet konfrontiert werden, ein schwer lebbares Gut.

    Anchy

  • GidranX GidranX sagt:

    Sagen wir mal so, es ist anstrengend und nervig sich mit den Kindern zum Thema PC im Allgemeinen und Internet im Besonderen auseinander zu setzen, auch das Fernsehen und die Fernsehkultur die sich entwickelt hat, gehört meiner Meinung nach dazu. Dem Familienfrieden ist es vordergründig erstmal zuträglicher es nicht zu reglementieren.
    Keines meiner Kinder hat/hatte einen PC/Fernseher oben auf dem Zimmer. Das macht es auf jeden Fall deutlich einfacher per Schulterblick festzustellen, was da so gerade getrieben wird. Ausserdem war/ist es streng auf 1 Stunde am Tag begrenzt. Kindersicherung sei Dank ging der Rechner nach verbrauchtem Kontingent einfach aus. 😀 Da gab es dann keine Ausreden, Diskussionen etc. pp. Ich habe es mir aber ebenso verkniffen, die Kinder aus MEINER Bequemlichkeit heraus mal einfach so davor zu setzen… Wer A sagt muss nun mal auch B sagen.. ;( Auch das Fernsehen/Kino wurde/wird streng zensiert. Mein jüngster Sohn war glaube ich 12 Jahre alt, als er in einem Aufsatz schrieb, er habe einen brutalen Actionfilm im Fernsehen gesehen.. 8o Sofort wurden alle Beteiligten von mir einem Verhör unterzogen, er war nämlich in den Ferien bei Oma gewesen.. :denk: Es stellte sich dann heraus, dass er Magnum geguckt hatte.. :resp: Stefan Raab gehörte bei uns z. B. auch auf die rote Liste der nicht erlaubten Sendungen. Die Kinder verlernen bei solchen Sendungen einfach, was Grenzen sind. Mitgefühl und Mitleid ist nicht gerade das, wovon diese Sendungen leben.
    Meine 14jährige Tochter interessiert sich nicht andauernd sooooo sehr für´s Internet. Ihr Lieblingsspielzeug ist unser Telefon.. :wacko: Mal geht sie für 1 Woche jeden Tag rein, mal 14 Tage gar nicht. Den Zugang zu SVZ habe ich mit ihr zusammen eingerichtet, Fotos die sie hochladen möchte, lässt sie von mir erst abnicken. Trotz Geheule, Theater und Diskussionen winke ich nicht alles durch.. Kleidervorschriften müssen z. B. zwingend eingehalten werden.. :rolleyes: Bei FB darf sie sich noch nicht anmelden, da ich ihr noch nicht zutraue das alles dort im Überblick zu behalten. Auch hier wieder Theater, Geheule und Diskussion. Standardspruch ist natürlich – ja aber die ANDEREN DÜRFEN AUCH ALLE.. 😛 Da muss sie (und die Jungs mussten es auch lernen) eben lernen, dass das Leben manchmal hart und ungerecht ist.. 8) Ausserdem lernen sie ebenfalls, das man sowas überleben kann.. 😀
    Wichtig ist, dass sie lernen das Teil zu bedienen und wie sie es für sich NUTZEN können. Alles andere MUSS nicht sein und es wird ihnen in ihrer weiteren Laufbahn nicht schaden, wenn sie es nicht können.. Dafür hat man die Angriffsfläche für Mobbingattacken aber extremst eingegegrenzt!
    Ich hoffe, dass meine Kinder immer zu mir kommen werden, wenn sie vor Problemen die sie nicht mehr allein bewältigen können, stehen sollten. Zuletzt kam meine Tochter in den Sommerferien zu mir und meinte, Mama – ich kann Dir doch alles erzählen??!! Ihre Klassenkameradin (14J) war schwanger. Da musste ich natürlich erstmal deutlich schlucken.. 8o Und die Mädels hatten sich einen ausgefeilten Plan zurecht gelegt, wer wie wann sich unterstützend um das Baby kümmern könnte.. 8| :irre: Naja, wir haben das Thema ausführlichst 😀 besprochen, und am Ende meinte sie ein wenig vorwurfsvoll dreinblickend, dass die Mutter ihrer besten Freundin aber nicht soviel darüber geredet hätte.. :look:
    Meine erwachsenen Söhne kommen ebenfalls nach Hause und wollen immer noch meine Meinung zu Themen die sie aktuell bewegen (ja, auch Beziehungsgeschichten.. 😉 )wissen.. :nix: Ich kann gar nicht genau sagen WIE ich das hinbekommen habe, leider – sonst könnte ich es weitergeben – es ist eben so und ich hoffe einfach, dass es auch so bleibt.. :nix: Ich muss aber auch sagen, dass ich bis jetzt sehr pflegeleichte Kinder hatte… Was ich da von Freunden und Bekannten so an „Ausreissern“ mitbekomme.. :flucht:

  • anchy anchy sagt:

    Gabi :thumbsup: gut gemacht und hart bleiben 😀

    LG
    Anchy

  • Avatar dat ninalein sagt:

    gaby,

    du hast es wahrscheinlich so hinbekommen, dass du dir 1. mal zeit für deine kinder und vor allem ihre bedürfnisse genommen hast, das tun wenige heutzutage und mit bedürfnissen meine ich nicht, das kind mit süßigkeiten und spielzeug vollstopfen…
    dass du gerecht und konsequent bist, so dass sich deine kinder immer auf dein wort verlassen können. so oder so rum.
    und dass du ihnen vertraust und sie dir vertrauen. dass ihnen nicht der kopf abgerissen wird für eine dummheit, und sie, egal, was sie angestellt haben, immer zu dir kommen können und gemeinsam nach einer lösung gesucht wird, die natürlich auch sanktionen bedeuten können, aber MIT dem verständnis deiner kinder.

    lg nina

  • Avatar JAusten sagt:

    Eine entsprechende „Aufklärung“ bzgl. i-net und den Umgang damit wäre z.B. als Schulfach evtl. auch von Vorteil. Viele gehen sehr unbedenklich mit ihren Fotos/Videos um. Das Thema Sicherheit im Netz wäre auch als Schulfach geeignet. Nachteilig ist auf jedem Fall, dass die meisten Eltern deutlich schlechter mit einem PC umgehen können als ihre Kinder. Oftmals haben Eltern überhaupt keine bis wenig Ahnung darüber, was in diversen chats etc. so los ist. Es müsste besser darüber aufgeklärt werden, dass alle Fotos/Videos die man ins Netz stellt, nicht wieder „zurückgegeben“ werden und für immer Spuren hinterlassen. Diese Tatsache ist weder Eltern noch ihren Kindern immer zu 100 % bewusst.

  • Avatar Red Setter sagt:

    Eine entsprechende „Aufklärung“ bzgl. i-net und den Umgang damit wäre z.B. als Schulfach evtl. auch von Vorteil. .

    Teilweise geschieht das schon. Sowohl die KMK als eben auch Stiftungen wie klicksafe (die Seite, die ich oben verlinkt habe – von der EU gefördert) sehen genau das vor. Klicksafe z.B. gibt Materialien heraus und bietet Fortbildungen an.

    Sicherlich passiert noch nicht genug und sicherlich sind auch noch nicht genug geeignete Lehrkräft dafür vorhanden. Aber es ist nicht so, dass in dem Bereich gar nichts passiert. Es gibt auch eine Diskussion, ob diese Inhalte explizit in die Lehrpläne aufgenommen werden sollen. In Deutschland ist das ja nur nicht so einfach, weil Bildung immer noch Ländersache ist.

    Ich weiß nicht wie es momentan aussieht – ob z.B. schon Bundesländer „Internet und der Umgang damit“ explizit im Lehrplan verankert haben.

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Ich hab den Film leider nicht gesehen (hab kein deutsches Fernsehen), aber auf https://www.klicksafe.de/service/aktuelles/news/cyber-mobbing-film-ard.html steht was dazu und viele Infos zu und über Cybermobbing.

    Huhu, kleiner Tip aus der Ferne: den Film kannst Du Dir online auf der ARD Mediathek anschauen 😀

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Gidran: :thumbsup: Meine Eltern haben mich genauso erzogen. :ja: (Und die anderen 4 Kinder auch.)
    Es gab weder Fernsehen noch PC, noch sonst was auf dem Zimmer. Und das hatte rein gar nichts mit finanziellen Hintergründen zu tun, sondern mit ihrer Einstellung.
    TV war auf 45-60 Min. am Tag beschränkt. (Je nach Wochentag und Länge der gewünschten Sendung.)
    Wir haben uns eher damit beschäftigt im Garten Schnecken zu essen, Spinnen die Beine auszureissen, zu malen, buddeln, schaukeln, aus Rosenblüten „Parfum“ zu machen, Fahrrad fahren, Nachbarskinder mit Hundekacka-am-Stock zu beschmeissen ( 😀 ) und was man eben so macht als Kind. :nix: :ostern:
    In meiner ganzen Kindheit gabs nur 1x einen Satz warmer Ohren (zu Recht :tuete: ) und sind ansonsten auch mit (fast) allen Problemen zu unseren Eltern gegangen.
    Hat glaube ich (ich weiß, manche hier sehen das anders :eye: ) meiner Entwicklung keinen Abbruch getan. 😉

    @St. Lucia: Wollte gerade den Film schauen, aber ich find den nicht auf der Mediathek? ?(
    0 Treffer für „Homevideo“. 🙁
    Hast du vielleicht einen direkten Link?
    Edit: Habs gefunden. Sendung nur zwischen 20 und 6 Uhr verfügbar. 8|

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Was mich ja auch verwundert: bei uns wurde weder fernsehen noch Videospiele zeitmässig eingeschränkt. Ich (und auch mein Bruder) hatten aber null Interesse daran. Bei mir wurde der Besuch auf dem Reiterhof zeitlich eingeschränkt, weil ich meine komplette Freizeit dort verbracht habe. 😀

    Und bei unserem Sohn war es genauso. Der war eh lieber mit Freunden draussen.

    Hängt das evt. mit dem Wohngebiet zusammen? Wir wohnten zwar auch nicht ländlich, hatten es aber trotzdem nur ein paar Fußminuten zum Stadtrand mit Feldern, Wäldern und einem Baggersee.

    Was kann man Kindern in der Stadt heute noch bieten?

  • Avatar maurits sagt:

    ich habe gestern irgendwo gelesen, dass der Film am 17.11(?) im NDR und vorher auch noch mal auf arte wiederholt wird.
    Vielleicht finde ich die genauen Zeiten noch.

    Nee, nicht im NDR ich habe es schon gefunden:

    Sa, 22.10.2011 | 20:15 Uhr (EinsFestival) Do, 17.11.2011 | 20:15 Uhr (3sat) Mo, 12.12.2011 | 23.15 Uhr (NDR)

    lg
    maurits

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Was kann man Kindern in der Stadt heute noch bieten?

    ?( Also spontan fallen mir nur kriminiell angehauchte Dinge ein.
    -wie und wo sprühe ich das beste Graffiti
    -wo kann ich das Zubehör dafür am Günstigen „einklaufen“.
    -wie ziehe ich am effektivsten dem Anderen die Jacke ab (und danach das Handy)
    -wenn ich ins Fernsehen möchte, brauche ich nur in der U-Bahn jemanden verdreschen
    -welche Drogen wirken am Schnellsten
    -lassen sich am Lukrativsten anbauen
    -und sich anschließend gewinnbringend in der Grundschule verkaufen….

    Falls ich jemals ein Kind haben werde, (ich wage es zu bezweifeln), würde ich dafür sorgen, dass es auf dem Lande aufwächst.
    Sicher kein Garant für irgendetwas, aber so wie die meisten Kinder hier Berlin aufwachsen, möchte ich mein Kind nicht aufwachsen lassen! :no:
    Hier in Berlin muss das Kind nicht nur eine, sondern gleich 2 Fremdsprachen lernen um sich zu behaupten.
    Nichts gegen Ausländer, aber wenn ich am Gemüsestand nur noch mit Händen und Füssen einkaufen kann, weil ich des türkischen nicht mächtig bin, und auf Behörden die Aushänge ERST auf türkisch, und DANN auf deutsch aushängen, finde ich, dass irgendwas nicht mehr stimmt in unseren Grossstädten. 🙁 :no:
    Und das hat rein gar nichts mit Rassismus zu tun, sondern mit objektiven Beobachtungen meinerseits.

    Edit Nr. 4: Wer hat die ganzen Rechtschreibfehler reingezaubert? :maul:

  • Avatar maurits sagt:

    @Red-Setter und July: http://www.youtube.com/watch?v=pAhHwge8w34 man kann es bei youtube schauen.Schauspielerisch zeigt dieser Jonas Nay eine herausragende Leistung. Die Depression und die Verzweiflung sind so realistisch, dass mir das heute noch nachhängt. Ich darf so was nicht mehr sehen glaube ich. July, was hat Stadtleben damit zu tun, was ich meinen Kindern für Werte vermittle? Es geht doch darum, dass Menschen durch Mobbing massiv verletzt und traumatisiert werden, und das gibt es auf dem Land so wie in der Stadt. Berlin ist mit Sicherheit keine schöne Umgebung um als Kind gross zu werden, und bezüglich Deiner Ausführungen gebe ich Dir vollkommen recht. lg mau

  • Avatar Legolas sagt:

    Es geht doch darum, dass Menschen durch Mobbing massiv verletzt und traumatisiert werden, und das gibt es auf dem Land so wie in der Stadt.

    da haste du Recht, ich wohne auf dem Land und habe es im kleinen Rahmen selbst bei einem Kind erlebt…schlimm. Schlimmer ist, dass es Eltern gibt, die darüber schmunzeln, wenn ihr Kind ein anders mobbt, weil das ja alles nicht so gemeint ist oder gar gerechtfertigt :no:

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Mau: Ich geh gleich mal gucken! Danke! 😉

    Ich persönlich denke, dass Kinder die in Großstädten, und dann auch noch in bestimmten Bezirken grosswerden, permanenter Reizüberflutung und bösartigen Machtkämpfen ausgesetzt sind.
    Da wird auf den Spielplätzen nicht mehr an den Haaren gezogen und mal gebissen, so wie wir das kennen…. :no:
    Da wird mit Stöcken und Waffen aufeinander eingeprügelt, sich beklaut, gemobbt, Drogen konsumiert, Schule schwänzen gehört zur Normalität, schlechte Noten und Schulabbrecher ebenso, mit 12 gibt es dann die ersten Väter und Mütter unter den Kindern, und und und……
    Natürlich gibt es sowas auf dem Lande auch. Aber ich möchte fast meinen, dass die Häufigkeitsstatistik in den Städten um einiges höher liegt. (In Prozenten zur Einwohneranzahl!)

    Früher habe ich mein Taschengeld für Wendyhefte und Süssigkeiten ausgegeben.
    Heutzutage legen es die Großstadt-Kinder in CS-Gas, Handys, Zigaretten und Alkohol an!

    Edit: Worauf ich jetzt eigentlich hinaus wollte ist, dass Kinder die SO aufwachsen meiner Meinung nach viel stärker dem Mobbing ausgesetzt sind.
    Die Eltern haben doch teilweise gar keine Handhabe mehr darüber, was ihr Kind so in der Freizeit treibt. :nix:
    Ich bin ländlich aufgewachsen, und trotzdem gab es in der Nachbarschaft einen heroinabhängen Jugendlichen, der an einer Überdosis starb. Man kann das echt nicht pauschalisieren.
    Aber wenn ich mich jetzt mal im Bekanntenkreis umhöre, wo die Leute in wirklichen Ghettos aufgewachsen sind, können die auf weit mehr tote Freunde zurückblicken, als ich das kann. :flucht:
    Ich kenne den einen aus meiner Jugendzeit, die kennen 30! Oder können es schon gar nicht mehr beziffern!

  • Avatar maurits sagt:

    ein guter Freund von mir ist vor Jahren in Norddeutschland, auf dem Dorf wo man meint da sei die Welt noch okay, Opfer einer massiven Verleumdung und Mobbingattacke geworden, die ihn fast seine Existenz gekostet hat.
    Einer hat angefangen und schnell fand sich das halbe Dorf ein, um mitzumischen. Es kam zu den haarsträubendsten übelsten Anschuldigungen und der Mann wurde mehrfach angezeigt und einiger Verbrechen beschuldigt. Jeder wollte immer schon gehört haben, dass der Nachbar gesagt habe, und so weiter.

    Drei oder vier Leute, darunter mein Mann und ich, hatten den Arsch in der Hose, sich dagegen zu stellen und für den Mann bei der Polizei auszusagen, und das auch beweisen zu können. Zum Beispiel wurde er beschuldigt, unsere Pferde erschlagen und vergraben zu haben….die standen hier aber gesund auf der Weide. Und alles in dieser Form, nur so eine kranke irre Scheisse. Und alle haben mitgemacht. Das fand ich so erschreckend.
    Er wurde letzendlich freigesprochen. Die „Zeugen“ die vormals zahlreich in Zeitungen und auch im Lokalfernsehen zitiert wurden, hatten beim Gerichtsprozess alle keine Erinnerungen mehr.
    Das Opfer war ein Jahr lang massiv im Ort miesesten Angriffen ausgesetzt, auch seine Partnerin bekam Drohbriefe und anonyme Anrufe übelster Sorte, dazu war er zu dem Zeitpunkt körperlich schwerst erkrankt. Ich hatte Angst er packt das nicht, oder tut sich was an.

    Das hat mich damals schon extrem belastet, weil ich auch das Leid dieses Menschen hautnah erlebt habe und er so hilflos und machtlos dagegen war.
    Vermutlich bin ich auch deswegen so sensibel was solche Sachen angeht. Ich könnte jetzt schon wieder heulen wenn ich mich daran erinnere. Er stand und steht mir sehr nahe und ich sehe ihn noch wie heute wie ein Häufchen Elend vor mir sitzen, mit Tränen in den Augen, unfähig, das zu begreifen, was da passiert ist.

    Der Mensch ist manchmal echt das allerletzte.

    lg
    maurits

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Hab Gänsehaut von oben bis unten. 🙁
    Tut mir sehr leid, was eurem Freund da widerfahren ist.
    Das muss echt der wahrgewordene Alptraum sein. :no:

    Von meinem Freund ein Bekannter hat sich im Schuppen erhangen. Seine 7jährige Tochter hat ihn gefunden.
    Er hat dem Druck der Gesellschaft, den Erwartungen, Verleumdungen und Auseinandersetzungen nicht mehr standgehalten.
    Und optisch war das ein Baum von Mann. 🙁
    Kenne ihn nur von Fotos.

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Ich denke schon, dass auf dem Lande den Kindern wesentlich mehr Ablenkung geboten wird als in der Großstadt.

    Wie läuft denn heute ein Kinderleben in der Großstadt ab? (ich will hier nicht verallgemeinern, aber im Bekanntenkreis so wirklich erlebt.)

    Das Kind wird morgens geweckt. Ist es mit Anziehen und Waschen fertig, wird die Glotze angeschmissen und das Frühstück vor dem Fernseher eingenommen. Danach wird das Kind zur Schule gefahren (könnte ja regnen und bei diesem Straßenverkehr kann auch ein 12jähriger nicht alleine gehen).

    Natürlich wird das Kind auch von der Schule wegen des Verkehrs wieder abgeholt. Mit viel Glück gibt es dann Mittagessen (natürlich auch vor der Glotze) und während des laufenden Fernsehers werden auch die Schulaufgaben mehr oder weniger erledigt.

    Danach wird Playstation gespielt oder der Computer eingeschaltet. Eventuell kommt ein Freund vorbei oder man besucht einen Freund – um gemeinsam Playstation zu spielen. Abends dann wieder Abendbrot mit gesamter Family am Wohnzimmertisch mit laufender Flimmerkiste. Bis 9 Uhr dann Flimmerkiste gemeinsam mit den Eltern.

    :flucht: :flucht: :flucht:

    Erst nachdem das Kind in der Schule verhaltensauffällig wird und zum schulphysiologischen Dienst geschickt wird, wird das Kind zum Fussball angemeldet. Auch hier wieder: Kind ingefahren, Kind abgeholt…….

    Ich weiss nicht. Ich bin immer zu Fuß zur Schule, hatte kein Interesse an Fernsehen und PC (und wir hatten einen C 64 😉 ), habe viel gelesen. Mein Bruder ebenso. Aber was macht man in der Stadt als Kind? Zum Spielplatz gehen? In den Jugendclub? In der Stadt abhängen? Mir fällt da irgendwie kein richtiger Ersatz ein. Wir sind wirklich noch in den Wäldern rumgestromert….

  • Avatar Red Setter sagt:

    danke für die Links, aber ich hab keine Flatrate ;( (gibt’s hier nicht) – und so’n Film verbraucht doch einiges an Datenmenge *seufz*

  • Avatar maurits sagt:

    Hab Gänsehaut von oben bis unten. 🙁
    Tut mir sehr leid, was eurem Freund da widerfahren ist.
    Das muss echt der wahrgewordene Alptraum sein. :no:

    Das war es wohl, ich mag mir nicht ausmalen wie es in ihm ausgesehen haben mag damals. Es geht ihm heute aber wieder gut.

    Das ist aber auch sehr schlimm, wenn ein kleines Kind den erhängten Vater findet, furchtbar.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @St. Lucia: Eine Bekannte einer Freundin handhabt es genauso. Ihr Kind ist noch kleiner. (Umso schlimmer.)
    Einmal war ich mit meiner Freundin um die Häuser, haben uns danach bei ihrer Bekannten getroffen.
    Da saß das Kleinkind noch nachts um 1 vor dem Fernseher. 8o
    Auf meinen Hinweis, dass dieses Kind seit Stunden ins Bett gehört, wurde nur abgewunken. „Nee, der weint sonst!“
    :doh:
    Er wird morgens von seiner stark alkoholisierten Mutter in den Kindergarten gebracht, und wenn er Glück hat, auch wieder abgeholt. :no:
    Ich kann nur erahnen was aus diesem Kind später wird.
    Einzelkind, niemals Grenzen kennengelernt, verhätschtelt und vertätschelt bis zum geht-nicht-mehr, Alkohol, Drogen und Arbeitslosigkeit, permanent wechselnde Partner vorgelebt bekommen, ihr aktueller Freund sitzt seit 1,5 Jahren im Knast…… :no: Der Junge tut mir jetzt schon Leid!

    @Mau: Ich kenne die Geschichte nur vom Erzählen, weiss aber, dass seine (Ex-)Frau und das Kind immer noch in dem gleichen Haus wohnen. Die Hintergründe kenne ich nicht. Möchte mir da auch nicht zu viel rausnehmen.
    Aber ich denke wenn mein Kind den erhangenen Vater im Schuppen gefunden hätte, hätte ich zugesehen, dass ich da wegkomme. :seufz:

  • GidranX GidranX sagt:

    St. Lucia, das was Du beschreibst hat überhaupt nicht damit zu tun, ob ein Kind auf dem Land oder in der Stadt groß wird, sondern einzig und allein mit welchen ELTERN. Eltern, die ihre Kinder lediglich beaufsichtigen gibt es überall.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Gucke gerade den Film auf youtube. :seufz:
    So ein netter süsser Junge. :seufz:

  • Avatar Weltsje sagt:

    ein guter Freund von mir ist vor Jahren in Norddeutschland, auf dem Dorf wo man meint da sei die Welt noch okay, Opfer einer massiven Verleumdung und Mobbingattacke geworden, die ihn fast seine Existenz gekostet hat.
    Einer hat angefangen und schnell fand sich das halbe Dorf ein, um mitzumischen. Es kam zu den haarsträubendsten übelsten Anschuldigungen und der Mann wurde mehrfach angezeigt und einiger Verbrechen beschuldigt. Jeder wollte immer schon gehört haben, dass der Nachbar gesagt habe, und so weiter.
    lg
    maurits

    Und genau DAS gibt es auf dem Dorf viel öfter als in der Stadt.

    Ich bin in Berlin aufgewachsen und habe dort gelebt und gearbeitet. Gut, ich habe am Stadtrand von West-Berlin gelebt und da war es sehr idyllisch, schon fast dörflich. Seit 16 Jahren lebe ich in Schleswig-Holstein und zwar sehr ländlich. Um was sich die Leute hier kümmern und Gedanken machen, hätte ich früher nie für möglich gehalten :flucht: . Gerade auf dem Land gibt es m.E. viel weniger Abwechslung als in der Stadt. Da ist Mobbing schon fast ein Volkssport :cursing: .

    Und gerade hier werden die Kinder wirklich überall hingekarrt. In der Stadt kann man mit U-Bahn und Bus fahren, hier nicht.

    Dazu kommt vielleicht, dass es sich um eine recht bildungsferne Region handelt. Was hier in den Schulen abgeht, wollt Ihr nicht wissen :panik1: .

    Vor einiger Zeit hatte ich eine Schülerpraktikanten. Die war 16 Jahre alt, ihr größter Stolz war, dass sie bereits mit 7 Jahren angefangen hatte zu rauchen und auf meine Frage nach ihren Berufswünschen gabs die Antwort „wie mein Papa, Hartz IV“ :flucht: .

    Kleine Kinder können hier sicher in Feld und Flur spielen aber was machen Jugendliche? Die hängen irgendwo ab und lassen sich vollaufen. Drogen aller Art gibt es hier an Schulen genauso wie in der Stadt.

    Verwahrlosung ist kein spezielles Problem der Großstädte.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Hab den Film gerade zu Ende angesehen. ;( ;( ;( ;( ;( ;(
    Geht wirklich unter die Haut. Echt übel. 🙁
    Achtung: Bei youtube läuft der Film nur bis 1:20:00, danach ist Feierabend. Der wichtige Rest hängt irgendwie. (Filmlänge 1:28:48 )
    Auf ARD-Mediathek ab 20 Uhr läuft der Film (zwar ein klein wenig ruckeliger, aber trotzdem ok), bis zum Ende durch! 😉

    Sollte man sich echt ansehen.

    @Claudia: Wo am Stadtrand in West-Berlin bist du denn grossgeworden? ?( Ich nämlich auch.

  • Avatar maurits sagt:

    Hab den Film gerade zu Ende angesehen. ;( ;( ;( ;( ;( ;(
    Geht wirklich unter die Haut. Echt übel. 🙁

    Furchtbar, oder?
    Ich habe das jetzt bei youtube nur die ersten Minuten noch mal gesehen. Mittwoch habe ich etwas später eingeschaltet und den Anfang nicht mitbekommen, wo der Vater sich Aufnahmen seines Sohnes ansieht und weint, da war ja schon klar, wie der Film ausgeht.
    Am Mittwoch habe ich noch gedacht und gehofft, dass die eine Lösung finden…

    Der hübsche junge Mann spielt den Jungen wirklich genial, das wird man schwer wieder los.
    Vermutlich wird der Film nicht genug Leute erreichen die das sehen müssten…

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Ja, echt traurig… ;(
    Und so richtig kann man den Eltern auch keine Schuld geben. Vernachlässigt im klassischen Sinne habe sie ihn ja nicht.
    Im Gegenteil. Fand den Vater sehr bemüht für die Gerechtigkeit seines Sohnes zu sorgen.

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