HILFE! Probleme beim Kutsche fahren!

By Katja | Fahrsport

❓ Wir wissen nicht mehr weiter! Wir fahren immer 2 spännig Kutsche, aber beide Pferde werden auch geritten. Unser wallach allerdings macht uns Probleme vor der Kutsche: Mist geht er keinen ruhigen Schritt, sonden „trippelt“ nur (so Art langsamen Traben, fast auf der Stelle), die Stute aber hingegen geht ganz ruhig und lässt sich davon nicht beeinflussen. Dieses trippeln macht er eigentlich schon seit dem wir ihn haben. Eine Zeit lang wars fast weg, dann fing er wieder damit an. Allerdings macht er das nicht die ganze ngig, sondern nur Etappenweise, je nach laune, mal mehr, mal weniger. Es macht den Endruck, als ob er am liebsten losrennen möchte. Allerdings hat er eigentlich genug Bewegung.

Jetzt hat er sich etwas neues angeeignet: Im Feld wird er sowieso unruhiger als im Dorf, und jtzt (bevorzugt wenn es Richtung nach Hause geht) Galoppiert er vor der Kutsche. Es ist auch eine Art galoppieren im tempo vom schnellen Schritt und wenn wir traben galoppier er oft auch. Er kann aber auch recht ruhig gehen, auch im Trab. 🙂

Wir wissen nicht ob er es aus Übermut macht, aus Bewegungsdrang oder ob er sogar Schmerzen hat.

Weiß jemand einen Rat??? ?(

  • Avatar ChaCha sagt:

    macht er das auch beim Reiten?

  • Avatar maurits sagt:

    Hol Dir professionelle Hilfe bevor mehr passiert. Sprich, Korrekturarbeit bei einem erfahrenen Fahrtrainer. Dabei auch Unterricht für Dich selbst.

    Es kann an vielem liegen, oftmals ist es ein Erziehungsproblem, oder aber die Hilfen werden nicht korrekt gegeben, so dass das eine PFerd ständig Stress hat.

    Du hast, wenn er mit der Kutsche mal so richtig unterwegs ist, nicht mehr viel Einwirkungsmöglichkeit, denke bitte auch daran, dass man im Strassenverkehr unterwegs ist.

    lg
    maurits

  • Avatar Mirage sagt:

    Wie lang habt ihr den Wallach den schon?

    Wie regelmäßig wird gefahren und wie regelmäßig wird geritten?

    Wird der Wallach auch gymnastiziert beim Reiten?

    Fahrt ihr Kutsche mit Tempo oder eher gemütlich?

    Habt ihr das Kutschenfahren gelernt?

    Gibt es einen Fahrlehrer, der Euch auch ab und an begleitet?

  • Avatar maurits sagt:

    Man korrigiert so was meist mit dressurmässiger Arbeit, und wenn man „draussen“ fährt, auch mit Übergängen und Beschäftigung.

    Wichtig ist Korrektur mit weicher, feiner, gefühlvoller Hand, denn oftmals hat man sich die Probleme mit der Hand selbst hineingefummelt.
    Viele festgehaltene Pferde zeigen so ein Verhalten.

    Auch wenn man meint, mit weicher Hand zu fahren, ist es oft nicht so.

    Die Ausrüstung, das Gebiss, die Passform des Geschirrs, die Leinenverschnallung gehört auch geprüft.
    Wie ist das Pferd in der Zweispännerleine verschnallt, macht Ihr mit der Leinenverschnallung Temperamentsausgleich?

    Alles Denkanstösse, aber es gehört ein Profi dazu, der sich das mal ansieht.

    lg
    maurits

  • Avatar Katja sagt:

    Nein beim reiten macht er das nicht. ❗ In der Halle ist er eigentlich ganz brav, nur im Gelände manchmal nervös und vorallem schreckhaft bei Geräuchen.

    Wir bzw.die Besitzer haben ihn seit 4 Jahren. ❗ Sie gehören nicht mir, sondern sind nur meine Pflegepferde aber ich bin da schon seit 9 Jahren.

    Er kam aus Sachsen und war total dünn als er zu uns kam, weil die da nicht mehr genug Zufressen für die vielen Pferde hatten. Anfangs war er total ruhig und ging nur ganz langsam, weil er warscheinlich keine Kraft hatte. Als wir ihn dann nach ein paar Monaten aufgepäppelt hatten, wurde er richtig frech, wild, und schlug aus. Damit haben wir uns dann 2 Jahre rumgeschlagen. Das mit dem Wild sein kam allerdings auch daher, das er zu wenig Bewegung hatte und das Ausschlagen konnten wir ihm abgewöhnen.

    Da wir auch nicht die allerbesten Reiter waren und nur gelegentlich in die Halle können( ist nicht unsere eigene) sind wir meist ausgeritten, allerdings hat er da die meiste Zeit nur getrippelt. Das ging soweit, das keiner mehr Lust hatte ihn zu reiten.

    Dann haben wir uns dazu entschlossen ihn für ein 3/4 Jahr in einen guten Reitstall zur Ausbildung zu geben. Das hat wirklich sehr geholfen, da er keine gute Ausbildung im Reiten hatte, außerdem hab ich ort auch nochg ein paar Reitstd. bekommen.

    Als er nach Hause kam, lief zuerstmal alles sehr gut, allerdings hatte er sich dort warscheinlich irgendeine Krankheit eingefangen, die so nach einem Jahr erst richtig herauskam. Dann hatte er regelmäßig Durchfall und so was.

    Ja…auf jeden Fall hat er sich jetzt wieder ein paar Macken angewöhnt, da er auch ein richtiger Dickschädel ist.

    Wir fahren eher gemütlich Kutsche ❗ und er wird ca. 1-2 Mal die Woche richtig in der Halle geritten und 2 Mal Kutsche gefahren. er kommt täglich auf die Wiese und er wird auch ab und zu in der Hallle laufen gelassen(dann kann er sich mal richtig austoben!) ❗

    Ja der Fahrer hat das Kutschefahren gelernt. ❗

  • Avatar maurits sagt:

    Der Erwerb des kleinen Fahrabzeichens befähigt einen nicht unbedingt, derartige Probleme allein lösen zu können. Das ist nur ein Nachweis über die grundlegendsten Kenntnisse, die man zum Fahren braucht.

    Ich sehe das ja schon an der Fragestellung, dass da nicht genügend Fachkenntnis besteht, bitte nicht böse sein.

    lg
    maurits

  • Avatar Granit sagt:

    Hallo,

    das Verhalten von dem Pferd kann vielerlei Gründe haben. Angefangen vom Geschirr, Anspannung, verschnallen der Leinen, nicht zusammenpassen der Pferde usw.

    Ich würde dazu raten einem erfahrenen Ausbilder hinzuzuziehen, der sich das mal ansieht.

    Aber auch ansonsten könnte ein wenig Unterricht und Nachhilfe in einigen Dingen nicht schaden.

    Denn in deinen Berichten sind mir verschiedene Sachen nicht klar geworden. Warum muß sich ein Pferd mit angeblich ausreichend Bewegung und Weidegang in der Halle austoben?

    Welche Krankheit hat eine Inkubationszeit von einem Jahr?

    Ich glaube hier werden einige Umstände geschönt vorgetragen, die von den eigenen Unzulänglichkeiten ablenken sollen.

    Schönen Gruß

  • Avatar Mirage sagt:

    Katja, Du sagst, vor der Ausbildung bei einem Bereiter (habe zumindest ich so verstanden) tippelte er fast immer, danach nicht mehr, jetzt kommen die „Macken“ wieder durch.

    Allein schon diese Aussage sagt mir, dass es reiterlich/fahrtechnisch nicht zum besten Können bestellt ist bei Reiter/Fahrer. Also würde ich hier ansetzen und wieder zurück zum lernen gehen (man lernt ja auch nie aus), d. h. das Fahren erstmal vollkommen weglassen und reiterlich wieder lernen/arbeiten mit gutem Reitlehrer als Unterstützung. Zusätzlich a bisserl abhärten was Nervosität und Schreckhaftigkeit im Gelände angeht ist gewiss auch nicht verkehrt. Erst wenn hier eine gute Grundlage geschaffen werden kann, ist ans Fahren überhaupt erst wieder zu denken. Und dann würde ich mir auch einen guten Fahrlehrer suchen, der hier erstmal begleitend und lehrend tätig ist, einfach um mal eine Basis zu schaffen für das Miteinander.

    Das oben genannte zu erkennen und dementsprechend zu handeln ist schwer, da spreche ich aus bester Erfahrung. Ich bin selbst leidenschaftlicher Fahrer, habe allerdings bei meiner Stute bis heute darauf verzichtet, da sie sich im Renntraining immer aufspulte und schlecht bis gar nicht regulierbar war. Hat einfach keinen Sinn, da viel zu gefährlich, inzwischen ist sie sehr ruhig über die Jahre geworden und nächstes Frühjahr wird ein Versuch gestartet mit Hilfe eines Fachmannes, ob die Ruhe auch nach 8 Jahren Abstinenz hinter dem Gig beibehalten werden kann, wenn nicht, ist das Fahren gegessen, wenn sie ruhig ist, wird ca. 1 Jahr lang Schritt gefahren, damit die Ruhe hier weiter gefestigt werden kann, bevor an Traben etc. gedacht werden kann.

    Denk dran, dass es mit einem schlecht kontrollierbaren Pferd vor der Kutsche lebensgefährlich ist für Fahrer und Insassen, für die Pferde selbst und natürlich für die gesamte Umwelt. Lass die Stute mal einen schlechten Tag haben und sich anstecken vom spinnigen Wallach, dann kann das unter Umständen Menschenleben kosten….

  • Avatar träumel sagt:

    Denk dran, dass es mit einem schlecht kontrollierbaren Pferd vor der Kutsche lebensgefährlich ist für Fahrer und Insassen, für die Pferde selbst und natürlich für die gesamte Umwelt. Lass die Stute mal einen schlechten Tag haben und sich anstecken vom spinnigen Wallach, dann kann das unter Umständen Menschenleben kosten….

    …da muß ich Mirage zustimmen, das kann ganz schnell gehen..
    Ich würde auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen :thumbsup:

  • Avatar Ricarda sagt:

    Hey Katja!

    Genau das gleiche Probelm hatten wir mit unserer Stute auch, sie trippelt einfach nur vor sich hin, ohne gegen die Leine zu gehen und dreht den Kopf nach innen. Dabei geht sie schon seit sie 4 ist vor der Kutsche (mittlerweile ist sie 19)!
    Bei uns lag das Problem in der harten, unsensiblen Hand meines Vaters – nachdem ich im Fahrkurs gelernt habe, mit Paraden und nur einer ganz sanften Verbindung zu fahren, ging auch unsere Stute normal. Allerdings fällt sie in ihr Bewegungssschema zurück, sobald sie wieder durch eine harte Hand und ohne Paraden gefahren wird.
    Vielleicht funktioniert es ja auch bei euch 😉 .

    Hoffentlich war das hilfreich,
    mit vielen lieben Grüßen,
    Ricarda

  • Avatar Katja sagt:

    Ja danke das war Hilfreich! :thumbsup: Kann mir vorstellen das es daran liegen könnte. Denn er macht den Kopf auch immer nach innen^^

  • >