Hengstboxen anbieten?

By Raglan | Archiv: Haltung und Pflege

Da ich in meinem bisher jahrelang gepachteten Stall keine Möglichkeiten mehr habe mich „auszuweiten“ 🙁 haben wir uns nun auf die Suche nach was Eigenem begeben. Gefunden haben wir was Geeignetes im selben Ort – optimalerweise fast gegenüber von meinem jetzigen Stall.

Da der Hof optimal gelegen und eine Aufteilung auf mehrere Stallgebäude und Weiden möglich ist, haben wir uns mit dem Thema Hengsthaltung befaßt. Derzeit habe ich zwei Hengstboxen, dort wäre eine Aufstockung auf 4 Boxen möglich.

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Die Frage die sich uns nun stellt ist, ob es unter Pferdebesitzern überhaupt eine Nachfrage nach Hengsthaltung (Paddockbox + Weide) gibt. Wir müssen dieses Stallgebäude (noch) nicht zwangsläufig ausbauen und könnte auch abwarten was passiert, aber ich bin nicht abgeneigt den Ausbau gleich komplett in Angriff zu nehmen, damit einmal alles komplett fertig ist.

Vll. gibt es hier ja Stallbesitzer, die Erfahrungen haben mit dem „Vermieten“ von Hengstboxen :denk:

Gern nehme ich wenn auch Tipps zur optimalen Gestaltung des Stalles entgegen 😀

  • ines sagt:

    Wir haben einen Pensionsstall und ich biete KEINE hengstboxen an. weniger wegen der Hengste – mehr wegen der Besitzer.
    Wie wir alle außerhalb der wendywelt wissen gibt es durchaus sinn einen hengst zu erziehen. und das eben doch irgendwie (noch) konsequenter als den rest der pferdegeschlechter.
    Stefan sieht als Hufschmeid viele pferde und eben auch hengste. Und zumindestens hier gibt es überproportional viele hengstbesitzer, die mit dem pferd überhaupt nicht umgehen können. Wir bieten ven full-service. Füttern, misten, weide rein und raus usw. und es würde mich irgendwie stören, wenn ich so´nen unerzogenen hengst auf dem hof hätte. Ich habe keine lust auf stress in meinem stall… daher ist der einzige hengst bei uns stefan.

    gruß

  • Raglan sagt:

    Ines, das wäre auch ein Minuspunkt für mich – ein derart verzogener Hengst, so dass der Umgang jeden Tag zum Abenteuer wird und man gar keine Lust auf den Halter hat :flucht: das wäre auch für mich nicht ok.

    Da wir (haupt)wirtschaftlich nicht auf die Haltung von Pensionspferden angewiesen sind, wäre für uns eine Vorabselektion des Hengsthalters wichtig – falls halt überhaupt Bedarf an Hengsthaltung vorhanden ist :nix:

  • sternchen2904 sagt:

    Hallo,

    wir haben Hengsthaltung, im Paddockstall (mit Stuten) und in den Stallungen ohne Paddock. Die Hengste haben auch täglichen Weidegang. Die Hengsthalter freuen sich und die Hengste fühlen sich wohl. Bis dato keine Probleme.

    Zur Zeit 12 Hengste.

    LG
    Gabi

  • ines sagt:

    sternchen – ihr zählt nicht, ihr habt anderes grundwasser :eye: .

    raglan: was für gründe gibt es für bzw gegen hengste?

    vielleicht ein paar überlegungen

    dafür:
    spezialisierung eröffnet neuen kundenkreis (boxen die leer standen werden evt voll)
    darauf könnte eine erhöhung des boxenpreises resultieren (geringes angebot an hengstboxen) bei gleichbleibenden kosten
    erfahungsaustausch mit gleichgesinnten. (gibt viele vorurteile aber eben leider auch viele tatsachen)

    dagegen:
    mehrarbeit. Stall bzw weidemanagment muss auf hengste abgestimmt sein
    evt zeitweise unruhe im stall, da die anzahl der hengste zunimmt
    es gibt unglaublich viele schlecht erzogene hengste
    wenn du nicht auf die hengste angewiesen bist
    stutenbesitzer könnten deinen stall als potentiales zuhause für ihr pferd ausklammern. (der wülde höngscht ist tatsächlich mies erzogen und geht durch zäune usw)

    sind nur ein paar überlegungen auf die schnelleund erheben keinen anspruch auf vollständigkeit.

    achso: eine überlegung noch zum schluss: auch stuten / wallachbesitzen kann man kündigen, wenn das pferd ein killer ist :attack:

  • nisenase sagt:

    ist schon aufwendiger, die Zäune müssen wirklich gut sein, so 2 Bänder reichen da nicht. Ich hab hier einen Hengst, der angefangen hat durch Zäune zu gehen (nach über 6 Jahren bei mir), der kommt jetzt hinter Pannels (Kostenaufwand). Für nächsten Sommer weiß ich noch nicht WIE ich ihn auf die Weide stellen kann. Die Koppeln werden beansprucht durch die „Wege“ die sich die Hengste teilweise erlaufen. Also ich hab hier nur 2 Hengste und 2 Wallache stehen und Aufwand ist es immer etwas mehr, auch wenn die Hengste brav sind.

  • Raglan sagt:

    Danke erstmal für Eure Erfahrungen 🙂 Wir haben geplant zwei Hengste zusätzlich aufzunehmen, zwei Hengste habe ich bereits bei mir stehen, bin also im Bilde, was die Zäune und das Management darum betrifft. Im Moment stehen insgesamt 8 Pferde bei uns und ich habe habe es trotz der räumlichen Enge (Hengste stehen mit zwei Wallachen draußen im Außenstall) bisher gut hinbekommen. Jedes Pferd kommt auf die Weide und auf den Auslauf – keiner muss drin bleiben.

    Wie gesagt, wir haben nicht vor „schwierige“ Hengste bei uns aufzunehmen, sondern welche mit denen ein normaler Umgang möglich ist. Wir möchten gern Hengsthaltung anbieten, um uns damit ggf. über die nächsten Jahre ein zweites finanzielles Standbein aufzubauen. Bei uns im Umkreis gibt es jedoch Reitställe noch und nöcher, da ist die Konkurrenz untereinander groß. Hengsthaltung ist jedoch in keinem der Ställe möglich.

    Der Hof bietet sich halt optimal dafür an…die Ställe sind so verteilt, dass man nicht zwangsläufig an Wallachen oder unserer Stute vorbei muss. Die Weiden liegen so links und rechts der Hoffläche verteilt, dass Hengste nichtmal Sichtkontakt zu unseren restlichen Pferden hätten. Der Hof liegt am Ende einer Sackgasse, die direkt auf der Hoffläche endet. Da reitet niemand vorbei, da er dann mitten auf dem Acker stehen würde.

  • träumel sagt:

    Wir haben hier Hengste.
    Der Stabesi bekommt immer wieder Anfragen ob Hengstboxen frei wären.
    Zur Zeit sind aber alle belegt.
    Wir haben 4 Stück, wovon drei ohne Paddock sind, aber mit tgl. Weidegang.
    Ich finde Hengste toll, vor allem zum misten 😀 wenn die Besitzer klar im Kopf sind :daumen: :tuete: und du könntest ja „auswählen“ !
    Ich würde sowas in Betracht ziehen, kleine private Hengsthaltung – hätte ich einen. :thumbsup:

  • Ploco sagt:

    Ich stimme Träumel zu und würde das bei so einem Hof und den Gegebenheiten auch anbieten! :ja: Das ist eine wirkliche Marktlücke obwohl es hier bei uns in der Gegend langsam etwas mehr wird. Eben, Du kannst Dir die Besitzer und Pferde ja aussuchen!

  • Red Setter sagt:

    stutenbesitzer könnten deinen stall als potentiales zuhause für ihr pferd ausklammern. (der wülde höngscht ist tatsächlich mies erzogen und geht durch zäune usw)

    Ich als Stutenbesitzer würde eher nicht in einen kleinen, eher freizeitreitergeprägten Stall einstellen, wenn es dort Hengsthaltung gibt. Nicht weil ich generell ein Probelm mit Hengsten habe, sondern weil ich die Befürchtung hätte, dass in so einem Stall eher die Leute mit unerzogenen Hengsten landen – und davon reicht dann ja schon einer! Da nützen mir die anderen 3 supererzogenen Hengste auch nicht unbedingt was…

    Die Frage ist aber, ob das überhaupt so schlimm wäre. Wenn Du den Stall auch mit Wallachen und den Hengsten vollkriegst, kannst Du auf Stuten eh gut verzichten.

    Überleg Dir gut wie bei Dir der Markt aussieht! Was für Einsteller ziehst Du an? Wie hoch ist die Gefahr, dass bei Dir „hauptsache Wallemähne und Hengst, aber keine Ahnung von Pferden“ Leute landen?

  • wind sagt:

    Die Weiden liegen so links und rechts der Hoffläche verteilt, dass Hengste nichtmal Sichtkontakt zu unseren restlichen Pferden hätten.

    So ist das bei uns auch, wobei allerdings nur Platz für einen Hengst ist. Es gab die letzten Jahre, seit ich in dem Stall bin, nie ein Problem mit den verschiedenen Hengsten an sich.

    Man muss dazusagen, dass einen großen Teil der Erziehungsarbeit der SB geleistet hat. (was er aber bei unerzogenen Wallachen und Stuten auch nachholt, wenn es sein muss) Die Hengste konnten/ der derzeitige kann jederzeit von den Stallmädels geführt werden.

    Einziges Problem waren ab und zu hirnlose Miteinsteller oder Reitbeteiligungen, die schonmal meinten, eine Stute direkt neben der Hengstbox zum Putzen anbinden zu müssen, oder die „aus Versehen“ das falsche Pferd zu den Stuten auf die Koppel stellen wollten (den Hengst :panik1: ) – Aber sowas kann man als Betriebsinhaber steuern!! Auch Menschen kann man erziehen .. :na:

  • MerlijnCH sagt:

    Hengstboxen anbieten ???

    Nie im Leben nicht :panik1: :panik1: :panik1:

  • Raglan sagt:

    Wir haben zwar eine Stute, aber das ist auch unsere 😉 da ich mit Stuten nicht „kann“, ziehe ich dies eh nicht in Betracht bzw. fällt das von vornherein flach, halt wegen der Hengste.

    Meine bisher drei Einsteller sind den Umgang mit Hengsten inzwischen gewöhnt und halten sich an meine Anweisungen – da wird es keine Probleme geben. Wir haben uns schon länger Gedanken um diesen „Markt gemacht, aber bisher irgendwie nicht getraut – man will ja auch nicht etwas hinterherrennen, was sich im Endeffekt nicht lohnt.

    Merlinjn…das war klar 😀

  • Diana sagt:

    Bist Du denn im Umgang mit Hengsten versiert?
    Also nicht nur mit braven, denen man das Hengstsein kaum anmerkt, sondern auch mit welchen, die mal aufmüpfig werden und eine klare Ansage brauchen?
    Oder hast Du jemanden, der damit Erfahrung hat und auch jederzeit parat stehen kann?
    Man darf sich nicht drauf verlassen, dass die Burschen jeden Tag gleich drauf sind – gerade wenn es Einstaller sind und ab und an mal ein Wechsel ansteht.

  • Raglan sagt:

    @ Diana…keine Angst, ich habe nicht nur brave Hengste um mich gehabt und weiß, wie es ist, wenn so ein Herr auch mal hormonell durchstartet 😀 Das der Kuscheltierfaktor hier nicht dazugehört ist mir vollkommen klar. Ich habe vor meinem ersten Hengst auf der Deckstation meiner Freundin mitgearbeitet – und mein Erster war auch alles, nur nicht brav 😀

    Ich hatte jedoch und habe immer noch jahrelang in der Hengsthaltung erfahren Menschen um mich herum – von denen habe ich in den letzten Jahren schon eine Menge lernen können und bin sehr dankbar dafür.

    Wissentlich möchten wir uns jedoch keinen im Umgang extrem problematischen Hengst auf den Hof holen, da wollen wir dann Auswählen.

  • Diana sagt:

    Ja , dann!
    In eine Marktlücke reinzustoßen ist immer positiv.
    Probiere es einfach.
    Wenns nicht klappt, schmeißt Du alle wieder raus.
    (Aber vorher vielleicht nochmal Ynses aktuelle Boxen durchlesen… 😀 )

  • MerlijnCH sagt:

    (Aber vorher vielleicht nochmal Ynses aktuelle Boxen durchlesen… 😀 )

    *giggel*….ob Du es glaubst oder nicht, aber genau auf diese Box wollte ich auch hinweise….ungehallt sind die Warnungen verpufft 😀

    Und was heisst schon Marktlücke…ist der Stall anständig, füllst Du ihn ruckzuck mit Wallachen für die Hälfte vom Aerger.

    Also wenn ich etwas als Marktlücke definiere, dann will ich verdienen, ok investieren und dann das 4fache vom marktüblichen Preis verlangen.

    Wenn ich mir sowas antun würde, muss es auch rentieren 😀

  • maurits sagt:

    der Ynsegastgaul ist aber doch kein Hengst oder hab ich das übersehen? Das ist einfach ein renitentes Monster, oder?

  • Diana sagt:

    Ich meinte auch nicht in Bezug auf Hengst, sondern auf das, was einem erzählt wird, wenn einer unbedingt einstallen will.
    Da wird aus einem renitenten Monster gern mal ein nur völlig verängstigtes Tier, weil es doch geschlagen wurde. :doh:

  • sternchen2904 sagt:

    sternchen – ihr zählt nicht, ihr habt anderes grundwasser :eye: .

    Hä?? :nix: muss ich Dich verstehen?

  • Ielke sagt:

    ich hab jetzt nicht alles hier gelesen, aber bei uns „um die Ecke“ hat jemand sich diese Marktlücke geschnappt und bietet einen Pensionsstall ohne Mädels:

    http://www.hof-bauermeister.de/rhoen/index.php

  • Raglan sagt:

    Danke für Eure Meinungen – die Reiterkreise sind hier (wie bestimmt woanders auch) doch sehr eng. Da kann man sich schon vorher über einen Hengstbestitzer informieren. Ich war dieses Wochenende wieder mit meinen Pferden auf einem Lehrgang und kann mich nur immer wieder darüber freuen, wie gut es ihnen doch geht.

    Wir haben jetzt geplant, den Stall wohl erstmal hengstgerecht auszustatten und einfach die Zeit abzuwarten. Gerne nehme ich Tipps zur optimalen Gestaltung entgegen :ja:

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Also ich wäre dankbar, so einen Stall in meiner Nähe zu haben.

    Habe ich doch in meiner recht kurzen „Pferdebesitzerlaufbahn“ einige Ställe erlebt, die Hengste zwar aufnahmen, aber optimale Hengsthaltung war das nicht. :no: Auch muss man dann weniger mit der Blödheit anderer Einstaller rechnen. Ist auch was … :rolleyes:
    Finde einen Stall ohne Mädels bestens geeignet. Bei uns herrscht eine angenehme Ruhe und die Jungs sind äußerst entspannt.
    Mein Pferd hatte sich im alten Stall recht schnell angewöhnt, aus dem Boxenfenster hinaus zu schießen (mit gefletschten Zähnen :red: ), wenn jemand mit Pferd vorbei ging. Das hat er im neuen Stall trotz Stallgassenverkehrs nicht einmal gemacht. :ja:

    OT: in dem Stall vom Link: was ist denn ein Ebbe- und Flutsystem??? Am Mehr sind die ja nicht gerade angesiedelt … :nix:

  • Legolas sagt:

    Das ist ein Bewässerungssystem für den Platz oder Hallenboden, glaub ich.

  • sternchen2904 sagt:

    Also ich wäre dankbar, so einen Stall in meiner Nähe zu haben.

    Habe ich doch in meiner recht kurzen „Pferdebesitzerlaufbahn“ einige Ställe erlebt, die Hengste zwar aufnahmen, aber optimale Hengsthaltung war das nicht. :no: Auch muss man dann weniger mit der Blödheit anderer Einstaller rechnen. Ist auch was … :rolleyes:
    Finde einen Stall ohne Mädels bestens geeignet. Bei uns herrscht eine angenehme Ruhe und die Jungs sind äußerst entspannt.
    Mein Pferd hatte sich im alten Stall recht schnell angewöhnt, aus dem Boxenfenster hinaus zu schießen (mit gefletschten Zähnen :red: ), wenn jemand mit Pferd vorbei ging. Das hat er im neuen Stall trotz Stallgassenverkehrs nicht einmal gemacht. :ja:

    OT: in dem Stall vom Link: was ist denn ein Ebbe- und Flutsystem??? Am Mehr sind die ja nicht gerade angesiedelt … :nix:

    …also bist Du aber früh unterwegs 8) . Jetzt hat Wietse ja auch einen zärtlichen Nachbarn der ihm am Hals knabbert und die Damen mit dem dicken Hintern die ihn flott machen 😀 .
    Ja Ebbe / Flut System hat mit der Entwässerung des Platzes und nichts mit dem Meer zu run.

    😉 Grüßle
    Gabi

  • Zugellos sagt:

    Ein kompetenter Hengststall, das wäre klasse gewesen. Unser Schnuddel wurde gelegt, da wir sowas leider nicht gefunden hatten.

  • Akascha sagt:

    Ich würde immer Hengste nehmen, vorausgesetzt die Menschen dazu ticken richtig und machen kein eididei mit dem Hengst, der dann zu sonst was mutiert. Ich habe den Stall ja nun voll ( bis auf eine Box, die halte ich Fichtefucht noch frei)und ein Hengst ist noch dazu gekommen ( wobei ich nicht wirklich weiß, ob das echt ein Hengst ist so wie der sich benimmt 😉 ), leider, so dachte ich, auch eine Stute, aber das geht absolut problemlos. Die Besi des Hengstes zeigt ihren Pferden auch sehr genau wo der Hammer hängt, daher alle gut erzogen und………………………GAAAAAAAAAAAAAAAAAANZ wichtig, sie hat keine Probleme damit, wenn ich einem ihrer Pferde mal einen vorn Latz knalle, weil es denkt es dürfte mit mir anders umgehen als mit Frauchen 😀
    Also mein Resümee ich würde immer Hengste nehmen :ja:
    Aber es ist bei Pferden ja wie bei Hunden, es gibt Menschen, die sind mehr auf Stuten und andere, die kommen mit Hengsten besser klar. Ich bin z.B.: eher der Hengsttyp, aber bei Hunden kommen mir eigentlich nur Mädels ins Haus, komme ich besser mit klar

  • MerlijnCH sagt:

    Ich habe den Stall ja nun voll ( bis auf eine Box, die halte ich Fichtefucht noch frei)

    ….öhm….soviel ich weiss, hat sie das Pferd vo ca. 3 wochen platziert 8)

  • Raglan sagt:

    Akascha, ich bin auch eher ein Hengstmensch :ja:

    Wir wollen den Stall mit vier Boxen ausbauen und jeweils einen Paddock davorsetzen. Direkt daneben liegt eine Weide, die so ca. 1/2 ha groß ist. Praktischerweise ist diese bereits zu zwei Seiten mit einer ca. 2,50 m hohen dichten Naturhecke bewachsen, eine Seite ist mit hohem Maschendrahzaun und Naturholz zum Garten hin begrenzt. Diese würde wir dann gern in zwei Hälften teilen und als Winterauslauf nehmen. Hinter der Hecke (da gibt es einen Durchgang) liegen nochmals 2 ha, welche wir dann im Sommer nutzen wollen.

    Der Auslauf für die Wallache liegt vom „Hengststall“ aus hinter einer großen Scheune, so dass Jungs diese gar nicht sehen können. Die Weide für die Wallache liegt so auf der anderen Seite des Hofes, dass man sie nur einsehen kann, wenn man sich hinter den Gebäuden durschlängelt.

    Ich hatte vor zwei Wochen eine Anfrage, ob ich eine Box für einen Hengst frei hätte – die Dame war sehr enttäuscht, als ich ihre sagen mußte, dass ich alles voll habe. Da ich die Frau über Bekannte schon kannte, wäre sie jmd. gewesen, die ich gern aufgenommen hätte.

  • Akascha sagt:

    .öhm….soviel ich weiss, hat sie das Pferd vo ca. 3 wochen platziert 8)

    :look: nuja, ich bin ja auch nicht immer auf dem neusten Stand der Dinge 😉

  • fichtefucht sagt:

    ….öhm….soviel ich weiss, hat sie das Pferd vo ca. 3 wochen platziert

    ne, vor zwei 😀

    Er steht ja jetzt bis zum Gerichtstermin erstmal bei einer Tierärztin aus rechtlichen Gründen.

    Danach sehen wir weiter, ich hatte Akascha aber auch ne PN geschickt :denk:

  • E.v.A. sagt:

    Also, ich weiss nicht obs überall so ist, aber ich hab vor ner Weile nach nem kompetenten VP-Stall für mein wirklich totenbraves Hengstlein gesucht. Fazit, entweder wird vom SB direkt abgewunken oder es gibt Einzelhaft fürs Hengstlein und nur gelegentlich Auslauf, auch wieder separiert. Ich kanns auf der einen Seite auch verstehen und würd das Risiko mit Einstallerpferden auch nur ungern eingehen.

    Dann endlich was gefunden, dazu aber blauäugige Stutenbesitzer, die ihre Stutis zum putzen grundsätzlich immer vor der halbhohen Hengstbox anbinden müssen und sich wundern, warum ihre Stute auf einmal immer rossig ist… :kowa:

    Drum bin ich froh, dass mein Dicker inzwischen wieder fröhlich in seiner Hengst/Wallachherde steht und den unerzogenen Stuten von gegenüber ne lange Nase machen kann. 😀

    Also, Fazit, ich wäre froh gewesen, über einen Wallach/Hengststall in dem mein Dicker dann normal in Gesellschaft auf die Weide gekonnt hätte mit SBs, die nicht in Ohnmacht fallen, wenn man einen „HENGST“ :panik: anschleppt.

  • Lescue sagt:

    Halte ja auch Hengste, allerdings bisher nur eigene. Bei uns hat jeder seinen eigenen grossen Paddock plus grosse Weide, sie haben also im Sommer 24h Auslauf. Sie stehen getrennt, fühlen sich aber trotzdem als Herde mit dem Wallach und den Fohlen…. sprich sie wandern mit auf der Höhe, wo die anderen grasen usw. Unser Grundstück ist dafür aber ideal, da ich fünf Weiden habe und die Paddocks jeweils davor platzieren kann.
    Da es für mich ein Alptraum wäre, wenn die Hengste mal ausbrechen (um uns rum wimmelt es von wertvollen Holsteiner Stuten) habe ich, obwohl sie sehr zaunsicher sind, rundherum alles mit 3fach Holz plus 3fach E-zaun eingezäunt, mind. 160cm hoch. Zwischen Hengsten und Wallach-/ Fohlenherde habe ich sogar Doppelzäune. Da hab ich die Erfahrung gemacht, das 150cm Abstand reichen, um Zaunbrummeln und -laufen zu unterbinden. Zwischen den Hengsten selbst reicht ein Holzzaum mit beidseitig Strom, sie können nur stellenweise mit den Nasen aneinander, wenn sie sich gaaanz gross und lang machen, das ist ok.
    Bei meinen ist es besser, wenn sie viel sehen, was los ist, dann sind sie wesentlich entspannter. Isolieren ist eher kontraproduktiv.
    Bei den Boxen würde ich auf ausreichend hohe Trenngitter achten und oben auf der Kante keine U-Profile verwenden (können sonst mit den Zähnen hängenbleiben).
    Bei normalen Paddockboxen würden einfache Paddocktrennzäune nicht reichen, da wäre mir die Verletzungsgefahr bei einer Prügelei zu gross.
    Am besten die Anlage so gestalten, dass zwischen Box, Paddock und Weide nicht geführt werden muss, das vermindert deutlich das Unfallrisiko.

    Fremde Pferde würde ich nicht aufnehmen, bin da aber auch nicht drauf angewiesen. Bei Freunden wäre es was anderes. Hengst wäre an sich kein Ausschlussgrund, solange gut erzogen und zaunsicher. Und mit vernünftigem Anhang. Allerdings würde ich mir das auch entsprechend bezahlen lassen, da der Mehraufwand schon erheblich ist. Fängt beim Platzangebot an, aber auch das Handling (immer nur ein Pferd einzeln führen) und das bleibende höhere Unfallrisiko. Und eine Stallvertretung zu finden wenn man doch mal in Urlaub will, die entsprechende Erfahrung hat, ist gar nicht so einfach….

  • Raglan sagt:

    Lescue, wie habt Ihr die Paddocks untereinander begrenzt? Meine Idee wäre ein dreireihiger Metallzaun mit entsprechenden Höhe (hatte da auch so an mind. 1,60 m gedacht) und zusätzlicher Stromlitze gewesen. Dér geplante Winterauslauf liegt direkt vor dem Ausgang des Stalls, vom Winterlauslauf geht die größere Weide ab.

    Mit der Urlaubsvertretung hast Du recht, das müßte man sich dann sehr gründlich überlegen!

  • MerlijnCH sagt:

    hmmm….ich weise übrigens darauf hin, dass in der Schweiz Boxen-Paddockausläufe mit beidseitig Strom versehen verboten sind (Stress fürs Tier) 8o

  • dat_julschen sagt:

    Granit steht auf einer Weide, mit einem Kumpel zusammen. Ist der Wallach des Stallbesitzers. Oder mit dem Wallach seines jetztigen Besitzers. Die Weiden liegen alles nebeneinander. Getrennt durch 3 Latten und Strom.
    Der Dicke hat zwischenzeitlich sogar auf einer Weide neben 2 Stuten gestanden. Solange die nicht rossig waren, war das auch kein Problem. Er interessierte sich mehr für den Haflingerwallach.
    Einzig die alte Zuchtstute auf der anderen Zeit ist hin und wieder ziemlich „aufgeregt“ weil der Hengst neben ihr steht.

  • Raglan sagt:

    Ich meine auch keine Stromlitze, die da dreireihig drumherumläuft. Es geht mir um eine Litze, die über der obersten Stange zwischen den Paddocks ist. Das habe ich bei meinem Hengst auch und der hat keinerlei Stress damit, da der Paddock groß genug ist, dass er damit nicht in Berührung kommt, außer er legt es darauf an.

  • MerlijnCH sagt:

    …nö, auch nur eine Litze beidseitig oder rundherum ist bei uns nicht gestattet…tierschutzrelevant 😀

  • Raglan sagt:

    Und hält sich dann da auch jeder dran? :denk: also darf ich dann auch als Stuten oder Wallachbesitzer in der Schweiz keinen Stromlitze spannen, wenns mit dem Nachbarn nicht klappt???

    Für D habe ich davon noch nichts gehört, lasse mich aber gern belehren…

    Achso, wenn sich die Nachbarn untereinander vertragen, gibt es für mich natürlich keinen Grund für Strom – ist für mich nur für den Fall DAS geplant…

  • MerlijnCH sagt:

    …ich rede von Paddockausläufen vor Boxen und die haben ja nun mal nur eine bestimmt Breite.

    Von einer bestimmten Breite an (weiss jetzt nicht genau wie breit) gilt das Verbot nicht mehr, dann ist das aber schon ein grösserer Auslauf.

    Aber bis zu 4 m Breite ist es wohl nicht gestattet, wobei es sicher auch gemacht wird.
    Aber man könnte denjenigen anzeigen.

    Einseitig, ist kein Problem, also wenn z.B. zwei nebeneinander immer streiten und man nicht umstellen kann.

    aber wie gesagt, wir sind Schweiz….dafür stimmt hier anderes nicht 8)

  • Raglan sagt:

    Ok, wenn wir von einem Paddock von 3×3 oder 3×4 m reden, dann wäre es auch sehr eng mit Strom 🙁 Mein Hengst hat jetzt einen Paddock von 5 x 5 m und der andere 15 x 10 m, da besteht keine Gefahr, unbeabsichtig an den Strom zu kommen.

    Beim „neuen“ Stall wollen wir die Paddocks auch so groß wie möglich machen – ich hoffe, dass ich dann auch auf 5 m Breite komme (haben noch nicht ausgemessen).

  • Aragon sagt:

    Ich hatte meinen Hengst neulich mal über Nacht (bei einem Kurs) auf einem Paddock stehen, der ca. 5×6 Meter hatte. Mit drei Reihen Stromzaun. Den mussten wir dann ausschalten, weil mein Pferd sichtlich unglücklich und gestresst ganz akkurat in der Mitte des Paddocks stand und sich nicht traute, sich zu rühren. Ich würde so eine enge Fläche nicht mit Strom einzäunen.

  • Raglan sagt:

    Aragon – ich meine nicht komplett Strom! Nur zwischen den Paddocks auf einer Höhe von ca. 1,60 m eine Litze über der obersten Stange (falls überhaupt nötig).

  • GidranX GidranX sagt:

    An meinem alten Stall waren auch Paddocks gebaut worden 5x5m und rundherum mit Strom belegt. Ich weiss nicht wie oft die Pferde in der Litze hingen, auf jeden Fall viel zu oft…die meisten standen aber auch jeweils in der Mitte und trauten sich nicht, sich nicht zu rühren..Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, mein Pferd da drauf zu stellen. Da stand es wesentlich besser in seiner 18qm Box mit Heu.. :ja:

  • MerlijnCH sagt:

    Ok, wenn wir von einem Paddock von 3×3 oder 3×4 m reden, dann wäre es auch sehr eng mit Strom 🙁 Mein Hengst hat jetzt einen Paddock von 5 x 5 m und der andere 15 x 10 m, da besteht keine Gefahr, unbeabsichtig an den Strom zu kommen.

    hmmm…bei uns ist auch die Paddockgrösse bei Neubauten vorgeschrieben…10 Meter Länge nach Tierschutzgesetzt muss es sein.

    Also ist ein Paddock im besten Fall, Boxenbreite 3,5 oder 4,0 meter Breite Minimum mal 10 m Länger ergibt 35 resp. 40 m Paddockfläche, und es da immer noch verboten beidseitig Strom zu ziehen 8)
    breiter selbstverständlich dürfen die boxen immer noch sein, das sind Mindestmasse bei Neubauten.

  • MerlijnCH sagt:

    Aragon – ich meine nicht komplett Strom! Nur zwischen den Paddocks auf einer Höhe von ca. 1,60 m eine Litze über der obersten Stange (falls überhaupt nötig).

    raglan, Strom bleibt Strom 😀

  • träumel sagt:

    bei uns haben einige „Streithähne“ eine Litze zwischen den Paddocks, die laufen da ganz normal in ihren Paddocks rum..

  • Raglan sagt:

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das hier in D auch so ist – wenn ich neu erbaute Anlagen sehe, dann scheinen die immer eher die Fläche der Box nur etwas länger zu haben. In dem Mass möchte ich aber eh nicht bleiben – ich will so groß wie möglich gehen.

    Das Strom Strom bleibt weiß ich 😀 Wenn es ohne Strom geht umso besser – ich gehe in der Planung nur vom worst case aus.

  • Raglan sagt:

    Träumel, mein Hengst hat auf seinen 5 x 5 m auch keine Koordinationsprobleme mit der einen Stromlitze. Er weiß das und hält sich halt mit dem Kopf davon fern. Bewegen kann er sich trotzdem noch frei auf seinem Paddock bzw. steht er ja eh nur Nachts in der Box. Ansonsten mit den restlichen Wallachen zusammen auf der Weide oder mit meinem Wallach auf einem 30 x 30 m Sandpaddock.

  • Legolas sagt:

    meine haben auch Strom um den Paddock :nix: Sybe testet seit neustem immer ob auch tatsächlich Strom drauf ist :rolleyes: und der Wallach scheint es toll zu finden sich da durch bitzeln zu lassen :irre:
    Holz kommt noch dazu aber auch dann beibt der Strom, den Holz muss ja angefressen werden. Also der Amts-Vet hat mal nicht´s gesagt als er zur Abnahme kam, bezüglich des Strom´s.
    Die Versicherung wies mich darauf hin, dass bei Hengsthaltung ( wg. Hütepflicht)ein massiver Zaun plus Strom erwünscht sei :look:

  • Fluppel sagt:

    In Deutschland ist das tatsächlich auch verboten, zum Beispiel auch bei Führanlagen. Die Enge kombiniert mit Strom wird als tierschutzwidrig angesehen, was ja prinzipiell auch richtig ist. Ob es tierschutzgerechter ist, wenn sich dann Pferde (gerade in der Führanlage) kloppen und sich schwer verletzen – das ist dann die andere Frage.

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