Hengst wird kastriert

By ines | Kastrationen, Geschlechtsorgane, Hormone

Hallo

Blöde überschrift: wer sie versteht und ne bessere Idee hat kann sich gerne melden!!

Starpferd: Helena schwarze PRE Stute

Spanische Traumpferde

Dein eigenes Jungpferd nachziehen aus einer spanischen Traumstute? Bereits ab 1.500 € (mit Schutzvertrag).

Ich habe ein bischen im Archiv geschaut, aber letzten endes keine passenden Anwtorten gefunden, daher nun so:

Ich werde Herrn Hengst nun nächste Woche zum entmannen bringen und habe da so einige Fragen, vielleicht könnt ihr mir helfen!
Ich wüsste gerne, wie sich eure „Hengste“ Charakterlich verändert haben nach der kastration. Drei Tierärzte haben mir drei unterschiedliche Dinge erzählt. Das ging von „nach 10 Tagen ist das ein Schaf“ bis zu „jedes jahr hengst dauert einen monat bis das hormongesteuerte verhalten raus ist“. das wären dann also sechs 8|

Wann habt ihr nach der kastration wieder angefangen mit dem Hüh zu arbeiten? Herr hengst wird mit jedem tag, an dem er nicht „in der hand ist“ ätzender, könnte man also ein ganz kleines bischen bodenarbeit machen, so ab dem vierten tag oder so? (wenn er fit ist natürlich)

liebe grüße, ines

Ich danke zwei speziellen personen aus dem forum bei der Hilfe zur entschlussfindung :friend:
ich danke meinem schatzi, daß er die beiden kämpfenden Pferde trennen konnte
und ich danke vor allem meinem Tierarzt für den richtigen spruch zur richtigen zeit

  • Aragon sagt:

    huhu,

    luschtige kleine dankesrede, ein bisschen wie bei der oscar-verleihung 😀

    wann sich dein ex-hengst wie verändert, kann dir keiner sagen – normal ist sicher eine spanne von einigen wochen bis zu einem halben jahr oder auch jahr, bis sich sein „neues ich“ eingependelt hat. kommt auch sehr darauf an, wieviel von seinem verhalten hormongesteuert war und wieviel „echt“ hengstig (alphatier) ist. bei meinem wallach zb., der extrem hengstig war (geschrei, totales ausrasten beim anblick fremder pferde) war nach 10 tagen tatsächlich alles weg. der ist aber auch anonsten kein „richtiger“ hengst gewesen, ließ sich von einigermaßen dominanten wallachen herumjagen usw.

    arbeiten/bewegen solltest und kannst du ihn möglichst bald wieder, so lange keine komplikationen auftreten.

  • Andrea S. sagt:

    Ines, wie alt ist der Knabe?
    ich denke auch damit hängt es ein wenig zusammen.

    Ich habe 2 Wallache. Der jetzt 16jährige Hafi wurde mit 3 Jahren kastriert. Zuvor – er sollte zur Körung – deckte er 3 Stuten. das brachte ihn derart in Fahrt, dass man sich noch kurz vor der Körung zur Kastration entschied. :doh:
    Der Knabe war lange Jahre garnicht mit anderen Wallachen zu halten, ist es heute noch nicht und deckt – sind die Damen allzu aufdringlich – auch heute noch.

    Der 2. im Bunde ist ein 9jähriger Lusitano, der 7,5jährig aufgrund ausgeprägter Hengstmanieren, ohne je zuvor gedeckt zu haben, gelegt wurde. Als Hengst war er nicht mehr gefahrlos händelbar oder zu Reiten. Hinzu kam, dass er durch jeden Stromzaun ging und somit jahrelange Boxenhaft hatte :(.
    Der Knabe ist mittlerweile gefahrlos zu Reiten und zu händeln und sicher hinter jedem Stromzaun zu halten, besitzt jedoch nach wie vor ausgeprägte Hengstmanieren, wenn er frei ist.

    Die Vergesellschaftung der beiden Wallache (beide alleine oder beide in eine Herde) habe ich zu den Akten gelegt. Herr Hafi lässt das Provozieren nicht, was dazu führt, dass die beiden erbitterte Kämpfe austragen, die wirklich böse sind. Zum Glück stehen beide stramm wenn ich zur Ordnung rufe, sonst hätte ich wohl schon Ponys am Grill anbieten können.

    Will heißen, es gibt Knaben die sind trotz langjährigen Hengstdaseins mit Deckeinsatz nach einem halben Jahr Lämmer (so ein Hengst im Bekanntenkreis, der in einer gemischten Herde steht und den Stuten so garnicht mehr interessieren), andere bleiben wie sie sind :nix:
    Ein Regelgibt es dafür scheinbar nicht.

  • lindaglinda sagt:

    mein champ wurde mit 5 kastriert, weil er mir alle drei wochen auf den wecker ging – dann hatte er immer seine tage. 😀 gedeckt hatte er einmal aus versehen. :maul: :motz:

    er wurde donnerstags morgens inner klinik aufm tisch kastriert, kam abends nach hause. ich stellte ihn sodann zu seinem ärger für 4 wochen tag und nacht mit seinem wallachfreund auf die weide. danach hab ich ihn ganz normal geritten, war ja alles bestens verheilt (früher schon sah man nichts mehr.)

    ein wallach war er nach den vier wochen alle male. er kannte ja die haltung mit meinem wallach, war ja nie alleine gehalten worden, von daher war die vergesellschaftung mit der restlichen wallachherde einfach. die fand etwa 3 monate nach dem eierabschnitt statt und war kein problem.

    alles gute und herzlichen glückwunsch zu deinem entschluss. nervtötende und lästige hengste braucht echt kein mensch. :thumbdown:

  • ines sagt:

    hallo

    @andrea: eben so einen erbitterten kampf hat hengst mit einem wallach hinter sich. und
    a) bin ich sicher, daß er den anderen umgebracht hätte, wenn wenn wir dir nicht hätten trennen können (ich dachte das machen nur hunde) und
    b) hat er seit dem einen anderen blick. klingt albern, vielleicht weißt du trotzdem was ich meine. (Und laut Tierärztin „echt dicke eier“)

    Er ist sechs und hat beim reiten vorher schon einen bischen Max gemacht, gab sich aber schnell. Er hat einen MORDS-respekt vor stromdraht, sodaß weide und Box mit Paddock kein Problem sind. Aber die Wege von a nach b nur mit Serreta :motz: Wobei die alleinige anwesenheit dieser ausreicht :huh:

    Die „dankesrede“ war völlig ernst gemeint, seit dem Tag als herr hengst hier einzog überlegte ich, ob er nicht auch herr wallach werden könne. Aber das prädikat gekört und seltene rasse und lässt sich ja händeln machten die entscheidung echt schwer. und dann kommen die besagten personen ins spiel. und in kombination mit dem anblick eines Pferdes voller Hass auf mensch und tier haben wir mittwoch einen kastrationstermin :na:

    gruß ines

  • ines sagt:

    Hallo

    Die Kastration ist nun durch… Günni ist aus der Klinik wieder da und man seit die Hormone weg sind, ist doch deutlich mehr Hirn im Pferd!! :hurra:

    Die ersten zwei Tage hat er das schwer persönlich genommen und auch seinen Boxennachbarn über attakiert :eye: . Ich denk, das lag an den Schmerzen, die er wohl trotz Schmerzsaft hatte.
    Dann hat er einen Tag nach blöder rumhopserei in der Box (trotz Weide!!) noch ziemlich gesifft. aber nun ist er durch damit. :bravo:
    Günni ist noch immer stolz, das kann er ja auch bleiben, aber er ruht sooo viel mehr in sich, es fällt ihm viel leichter sich zu konzentrieren, da die Weiber zwar nett, aber nicht mehr alles-bestimmend zu sein scheinen. HERRLICH!!
    Morgen gibts das erste Mal wieder den gerittenen Günni, bin sehr gespannt, wie er sich so verhält.
    Bis jetzt war die Kastration ein voller Erfolg und eine gute Idee

    Ob er jemals mit anderen Pferde zusammenstehen wird, weiß ich noch nicht. Ich denke wir warten mal ab wie er sich in den nächsten Wochen verhält. Ich würde ihm das gerne ermöglichen, ich habe aber auch gesehen, was er mit dem anderen Wallach beim letzten versuch gemacht hat :panik:

    so long… ines

  • Bille21 Bille21 sagt:

    Das hört sich ja richtig gut an… Welche seltene Rasse ist Dein Günni denn?

  • ines sagt:

    Hallo Bille!

    Ein Murgese ist der Günni. Seit Mittwoch ein gekörter Wallach 😛 Nach bisherigen Recherchen gibts in Deutschland vier Murgesen – 3 Wallache und eine Stute
    wenns klapps sieht man ihn hier (beim vorbesitzer) das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/22272/

  • Mumpitz sagt:

    Schade drum, aber trotzdem Glückwunsch!

  • Bille21 Bille21 sagt:

    Da muß ich zu meiner Schande gestehen, dass ich von Murgesen noch nie was gehört habe… :red: Wo kommen die denn her?

    Übrigens: hübscher Junge :bravo:

  • Cubano9 sagt:

    Moins,
    tja – wirklich schade drum. Aber bei Deiner Geschichte war die Kastration goldrichtig. Aaaaaaaber: 😀 Rechne nicht damit, dass sich die Hormon-Geschichte bei dem schicken Neu-Wallach sooo schnell einpendelt. Wenn ich das richtig verfolgt habe, war die Kastration erst Anfang des Monats, so schnell reguliert sich ein Hormonhaushalt meines Erachtens nicht auf Null. Das nur mal so als mahnendes Stimmchen aus dem Hintergrund… 😉

    …Soweit ich weiß, kommen die Murghesen aus Bella Italia

  • Mumpitz sagt:

    Wenn ich das richtig verfolgt habe, war die Kastration erst Anfang des Monats, so schnell reguliert sich ein Hormonhaushalt meines Erachtens nicht auf Null.

    Das kann sehr unterschiedlich sein: Es gibt Hypersexuelle, die schon nach einer Woche nicht mehr wissen, was Sex ist, und es gibt „ganz normale“, eigentlich eher ruhige Typen, die sich auch nach Jahren noch irgendwie zu erinnern scheinen…. Woran das liegt? Keine Ahnung!

  • Cubano9 sagt:

    tsss, dass Du immer gleich an Sex denken musst 😀 Ich dachte eigentlich bei der Vorgeschichte von Ines jetzt eher an Hengstverhalten wie Revierverteidigung etc.

  • Mumpitz sagt:

    Das gehört doch dazuhuuuuu! :eye:

  • ines sagt:

    Hallo
    @cubano: ich möchte betonen, daß es das Verhalten meines Pferdes war, und nicht meines 😉 Ich persönlich finde ja mehrere Pferde auf einer Weide immer netter anzusehen als einzelne 🙂

    @ mumpitz: Ich hatte NIE im Leben eine derart starke veränderung in sooo kurzer Zeit erwartet. Zumal er ja mit 6 Jahren schon ein Großer ist und fraglich war, ob sich überhaupt was tut. Selbst wenn er so bleibt wie er jetzt ist war das die richtigste Entscheidung. Wobei mir einfällt… kann sich das wieder wandeln? :panik:

    Im Moment schreit er mal – und hört wieder auf. Wenn ne Stute an ihm vorbei geführt wird findet er das nett, aber auch nicht unbedingt mehr. („Hallo Süße! Ach, wo lag noch mein Heu?“) Und er hat deutlich weniger Körperspannung beim Führen und ist im ganzen einfach entspannter geworden. Nicht tot im Gesicht, einfach weniger gestresst irgendwie.

    Murgesen kommen aus Italien. wenn du Werbung für schlechten Umgang mit Pferden sehen willst schau mal bei Youtube nach Murgesi. :kotz:

    (Günni ist sportlicher als die gezeigten)

    gruß ines

    Vielleicht finde ich mal jemanden, der uns fotografiert

  • Cubano9 sagt:

    Hallo
    @cubano: ich möchte betonen, daß es das Verhalten meines Pferdes war, und nicht meines 😉

    Da hab ich mich schlampig ausgedrückt. Korrekt wäre gewesen, „bei der Vorgeschichte des Hengses, die Ines hier gepostet hat“. Oder so… 🙂

  • Crina sagt:

    Hallo,

    hab mich jetzt einfach mal diesem Thread angeschlossen, wollte keinen neuen aufmachen, Überschrift ist ja doch recht allgemein gehalten.

    Und zwar möchte ich meinen 3 jährigen Weideunfall Ende März kastrieren lassen. Eigentlich war ich mir sicher, dass dies mein ‚Stammtierarzt‘ auf dem Hof machen soll. Hab allerdings heute morgen mit Lescue telefoniert und bin mir jetzt irgendwie doch unsicher geworden, ob ich es nicht doch in der Klinik machen soll.

    Die Methode steht auf jeden Fall fest. Bedeckte Kastration mit Kurznarkose. War schon bei einigen Kastrationen von meinem TA dabei, und da ist immer alles glatt gegangen. Horrorgeschichten habe ich dagegen nur von Klinikkastrationen gehört.

    Ich weiß irgendwie im Moment nicht, was ich schlimmer finde:

    Klinik:-den Stress der Hängerfahrt+ der fremden Umgebung+ Menschen, außerdem finde ich das Aufstehen in den Narkoseboxen immer nicht ganz so ansprechend… Ich würde auch auf jeden Fall dabei sein wollen, damit kein dummer Tiermedizinstudent wie ich ( 😀 ) sich an meinem Tier austobt. Trotzdem kann ich da ja schlecht nachts vor der Box schlafen. Vorteil ist natürlich, dass wenn irgendwelche Komplikationen auftreten, gleich die Fachleute +Instrumente etc. vorhanden und zur Stelle sind

    Tierarzt am Hof: -hat meinen Kleinen schon mit auf die Welt gebracht und wir kennen uns ganz gut. Ich weiß, dass er schon viele Kastrationen durchgeführt hat, wo auch sehr selten Komplikationen nachfolgten. Mein Kleiner steht ja bei Lescue aufm Hof und ich könnte ( hoffe ich doch 😉 ) dort schlafen und immer mal wieder nach ihm gucken. Er hat ne Riesenbox, die ich supersauber halten kann ( Stroh und Gummimatten) und die Kastration auf der Weide ist wahrscheinlich ja die keimfreieste Variante. Blöd finde ich natürlich, wenn Komplikationen auftreten. Beim Aufstehen hoffe ich darauf, dass mein Kleiner ( sehr ruhig und eigentlich eher lethargisch/büffelig) sich lang genug unten halten lässt und ruhig wieder aufsteht.

    Die Kosten sind mir hierbei egal, wichtiger ist mir, dass ich fürs Pferd die richtige Entscheidung treffe. Ist ja immer furchtbar: bei anderen Pferden kriegt man die lustigsten Sachen mit und kommt damit klar und beim eigenen zerbricht man sich tierisch den Kopf. Ich wäre deswegen wirklich dankbar, wenn ich mir keine Horrorgeschichten von Kastrationen anhören müsste 😉 Ich brauch eh nen Schnapps, wenn mein kleiner da mit gespreizten Beinen vor mir liegt :red:

    Liebe Grüße

    Carina

  • Dori Dori sagt:

    Hallo,

    auch ich will mich hier mal mit anschließen. Wir werden unseren Spross kastrieren lassen, sobald es warm draußen ist (so Tierarzt) Er riet mir von der Kastration in der Box ab. Warum?
    Ich stelle unsere Pferde zur Nacht immer rein, auch im Sommer. Muss der frisch kastrierte draußen bleiben? Warum?

    Ich würde schon gern früher kastrieren, da ich es gern sehen würde, wenn der kleine mit den Stuten den Sommer verbringen könnte, da wäre dann die 2-jährige als Spielkameradin.

    Grüße
    Corinna

  • penelope sagt:

    Ein Erfahrungsbericht, für den mich gleich Leute steinigen wollen:
    Mein Hengst wurde mit 2,5 Jahren zu Hause in Stehen kastriert. Es gab eine kleine Nachblutung, weshalb der abends noch mal behandelt werden muste, ansonsten war alles super und ist problemlos abgeheilt.

    Zu der Entscheidung, das so laufen zu lassen, hab ich gar nichts beigetragen. Das haben die Züchterin, bei der er damals noch stand, die selbst praktizierende Tierärztin ist und seit 30 Jahren züchtet und der Tierarzt (mit guten Ruf und eigener „Mini-Klink“ zu Hause) so ausklamüstert. Ich hab mich halt drauf verlassen, dass die beiden schon wissen was sie tun.
    Am Kleingeld hing die Entscheidung, das so laufen zu lassen nicht – die Rechnung landete ja in meinem Briefkasten und ich hatte auch Klinik bezahlt, wenn die sich so entschieden hätten.

  • casper109 casper109 sagt:

    Ich habe meinen ersten auch zu Hause kastrieren lassen, bei den Kumpels auf der Weide und es gab keine Komplikationen.

    Ich fand es halt gut das er keinen weiteren Stress außer der Kastration hatte. Trennung von Kumpels, ungewohnte Umgebung und eingesperrt evtl . in eine Box, denn das z. B. kannte er bis dahin gar nicht, er ist auf Ganzjahresweide mit Artgenossen groß geworden.

  • Cubano9 sagt:

    Endlich kann ich auch mal was Konstruktives zum Kastrationsthema beitragen 😀
    Im November habe ich meinen 4,5jährigen legen lassen, vor knapp drei Wochen meinen 12jährigen, der zudem schon einige Fohlen produziert hatte und dessen cojones infolgedessen nicht gerade *räusper* unterentwickelt waren :red:
    Beide Kastrationen wurden hier am Stall vorgenommen. Beide wurden im Stehen kastriert. Komplikationen: Keine. Kurioserweise läuft der Heilungsprozess beim Älteren sogar schneller ab; aber der war ja auch nach der Narkose schneller wieder fit – zäher Spanier-Kerl halt.
    Wichtig ist bei einer Kastration zu Hause in meinen Augen vor allem die regelmäßige Bewegung (ich hab meine beiden gleich am nächsten Morgen im Schritt longiert), regelmäßiges Kühlen und halt die Versorgung mit Antibiotika.
    Allerdings stellte sich für mich die Frage Klinik oder zu Hause einfach nicht – die Klinik hier hat einen nicht sonderlich guten Ruf, mein TA dafür einen sehr guten. Und der gab nach eingehender Untersuchung für beide grünes Licht.

  • dat_julschen sagt:

    Ich bin der Meinung, solche Entscheidungen sollte man so treffen, wie man selbst sich am Besten fühlt.
    Schief gehen kann immer was, den Eingriff ist Eingriff.

  • wilonya sagt:

    Schließe mich dat-julchen an
    Wir haben auch schon zwei hengste im alter von einemal 1 1´/2 und der andere gut 2 Jahre kastreieren lassen. beide auf der Koppel da dort die Infektion weniger sein soll als ind er Box und anschließend in der ox keine Spähne sondern Stroh wegen dem verkleben und sauber halten.
    Der eine verlief super problemlos und der kleine Hafi wäre fast draufgegangen, weil er sich so gegen das schlafen legegen gewehrt hat, das es schon nicht mehr schön war. Aber er ist wieder topfit und ist trotz das es im September war immer noch sehr Hengstverhalten geprägt obwohl dieser Jungspunt nie ne Stute zum Decken vorgesetzt bekam. Der andere war kurz drauf also so ca 14 Tage später schon wieder sehr viel ruhiger und man konnte ihn führen ohne das er einem den Strick durch die Hände zog und davon richtung Stuten flüchtete.
    Unser alter Hensgt ist jetzt dann 18 der ist sowas von lieb und artig bei dem steht eine kastration wegen seinem verhalten her nicht auf dem Programm wozu den er ist lieb und artig.
    Aber ich kann jedem nur dazu raten, wenn man nicht unbedingt einen Hengst halten will diese legen zu lassen. Wie und wo das muß jeder für sich selbst entscheiden.

  • Carinoso sagt:

    Ich denke jeder muß für sich selber entscheiden, denn wenn Komplikationen auftreten, ärgert man sich sowieso das man es SO und nicht ANDERS gemacht hat.

    Ich wüßte auch nicht wie ich mich entscheiden würde, muß ich aber zum Glück nicht…habe Stute und Wallach 😀

    Bei uns im Stall wurde ein 2,5 jähriger auch im stehen kastriert. Der hatte den Stall und seine Kumpels vorher noch nie verlassen und der TA sagte so sei es weniger Stress für ihn. Der TA hat den Eingriff allerdings im Herbst gemacht, denn im Sommer gibt es zu viele Fliegen und dann wäre das Risoko einer Entzündung zu hoch.

    Es war alles ganz problemlos und er durfte, als er wieder fit war auch sofort zu seinen Kumpels in den Offenstall. Es suppte noch ein paar Tage, aber der TA kam jeden Tag vorbei und sagte das es gut aussieht. Nach 3 Tagen sind die Besitzer schon wieder mit ihm spazieren gegangen, damit die Schwellung zurück geht.

    Sein vorher sehr hengstiges Verhalten hat er schon nach wenigen Tagen eingestellt und meine Stute die daneben ihren Offenstall hatte, fand ihn sowieso schon immer doof….. :nase:

  • Kirsten sagt:

    Letzte Woche wurde unser 4jähriger Spanier im Liegen bedeckt kastriert. In der Halle und nicht in der Box, weil da (so nicht profihaft gepolstert) das Risiko dass beim Hinlegen oder aufstehen was passiert recht gross ist.

    Geschichte war in knapp 40 Minuten vom Hinlegen bis zum Aufstehen erledigt. Wir haben auch vorher für und wieder Klinik/Stall abgewogen und da Hengstchen an sich jung und gesund ist den Stall weil stressfreier bevorzugt. Alles ist gut verlaufen, er war kurz nach der OP schon wieder brutal fit und hat am Tag danach die ersten Runden am Strick im Schritt gedreht. Ich würds bei einem gesunden, jungen Pferd wieder so machen. Aber ich denke ob Klinik oder Stall muss jeder selber wissen.

  • MerlijnCH sagt:

    Für mich käme nur die Klinik in Frage und bei meinen Friesenzüchterfreunden werden ebenfalls alle Pferde ausnahmslos in der Klinik kastriert :nix:

  • maurits sagt:

    Merlijn :friend:

    Ich habe drei Pferde in der Klinik legen lassen, zwei davon ohne Probleme, der dritte, ein damals 6 jähriger, hatte hohen Blutdruck und in dessen Folge stärkste postoperative Blutungen. Nur aufgrund der Tatsache, dass er in der Klinik war, diese die Wunde genäht haben (bedeckte Kastration) so dass die Blutung aufhörte, und er dort unter fachlicher Überwachung war, hat er das ohne Probleme überstanden. Bei einer OP zu Hause wäre er verblutet, er hätte keine Chance gehabt.
    So konnte ich den armen Kerl statt nach 3 Tagen erst nach einer Woche nach Hause holen.

    Zum Thema Darmvorfall, Leistenspalt und die generell verbreitete Sitte, im Stehen zu kastrieren muss ich mich nicht mehr äussern. Das wurde hier zu Genüge diskutiert, ist für meine Pferde indiskutabel.

    lg
    maurits

  • wilonya sagt:

    Soweit uns gesagt wurde , darf man doch auch gar nicht mehr im stehen kastrieren.
    Mit unseren sollten wir so wie es sich die jungen Kerle zutrauten im Schritt ein paar meter laufen am tag, damit die Wunde nicht zu schnell zubeppte und immer gut kühlen mit dem Wasserschlauch, also Wasser marsch.

  • Nicole sagt:

    Ich befasse mich auch grade mit dem Thema da unser 2 jähriger Hafi auch demnächst seine Kronjuwelen verlieren soll.

    Ich werde es zu Hause von meinem TA durchführen lassen. Ob er es im stehen macht oder im liegen überlasse ich ihm.

    Bei einem Pferd welches im Stehen kastriert wurde hatten wir keinerlei Komplikationen.
    Vor 2 Jahren wollten wir unseren grade frisch erstandenen Welsh Hengst kastrieren lassen (wir hatten ihn 4 Wochen und hatten grade mit dem longieren begonnen), dieser wurde im liegen gemacht. Ich sagte noch zu dem TA (den ich nicht kannte er wurde mir wärmstens empfohlen und kastrierte auf dem Hof noch einen), du der atmet so flach. TA: das ist normal….. keine Minute später setzte die Atmung aus. Wir konnten ihn nicht retten.
    Somit musste unser Champ mit grade mal 3 Jahren über die Regenbrücke gehen.
    Woran es lag konnte natürlich keiner sagen. Ich behaupte heute noch die Narkose war überdosiert, das Pony war kerngesund. Hatte ihn 3 JAhren Aufzucht bei seinem Züchter nicht mal nen Husten.

  • Bille21 Bille21 sagt:

    Ich hab Nardo auch in der Klinik kastrieren lassen – ich würde mich selber auch nie auf irgendeiner grünen Wiese, Reithalle oder Stall operieren lassen….

    Aber wie es einige schon geschrieben haben: die Entscheidung muss letztendlich jeder selbst treffen, das kann einem keiner abnehmen…

  • Crina sagt:

    Hi 🙂

    danke für die vielen Antworten! Klar, muss ich die Entscheidung für mich selbst treffen, aber so ein paar Erfahrungsberichte können da sicherlich bei helfen.

    Eine Kastration im Stehen kann ich für mich ohnehin ausschließen. Laut Fachliteratur ist die bedeckte Kastration im Liegen die komplikationsloseste aller Varianten. Schlimme Komplikationen sind ja ohnehin äußerst selten, sonst hätten wir ja nicht so viele Wallache quietschfidel rumlaufen 😉

    Für weitere Antworten /Erfahrungsberichte bin ich aber trotzdem weiter dankbar 😉

  • träumel sagt:

    Hallo,
    Antares wurde mit drei Jahren hier am Hof, liegend auf der Wiese kastriert.
    Es verlief alles super, auch der Heilungsprozess – alles gut.
    lg
    träumel

  • Sookie73 Sookie73 sagt:

    Hallo,

    meiner wurde achtjährig im Liegen in der Halle kastriert.
    Habe auch wochenlang überlegt, ob überhaupt und wo…
    Es gab keine Komplikationen, nach der Narkose aufgewacht, eine Rolle seitwärts :flucht: , dann hingestanden und sich stolz im Spiegel betrachtet. Danach noch ein bischen Bohei “ hoppla hier komm ich“ – feddich. Nach drei Tagen war er mental Wallach. Hat auch keine Depressionen gehabt ?( , keinen Haarverlust :blinzel: und meiner Meinung auch keinen Streß. Der konnte nämlich ganz schön aufdrehen in der Fremde.
    Die Nachbehandlung lief hervorragend, TA in 200m Entfernung, ein TA Einsteller notfalls neben meinem Pferd.
    Nach ca. vier Wochen durfte er mit den anderen raus auf die Koppel. Da ist er jetzt Chef.
    Und steht nur alleine rum ;( . Na ja, vielleicht wirds noch…

  • Kaja24 sagt:

    Währe persönlich bei älteren Pferden (ab 2 Jahren) für ne KLinik.

    Habe meinen Wallach 9 Jährig im Winter gekauft und wegen Parasitenbefall scheren müßen und siehe da, mein 9jähriger Pferd war ein vielleicht, laut TA, ein 2wochen alter Wallach. Und ich sag euch, der ist heute immer noch durch und durch Hengst, rossige Stuten im Stall und er schläft nicht mehr im Liegen, lässt sein Heu stehen und an arbeit ist am Stall(Reitplatz) auch nicht mehr zu dencken, seine Gedanken sind dann nur bei den Damen. Selbstverständlich muss man da seine Kontakte pflegen, das heißt ich kann ihn an keiner Stute vorbei führen ohne das er sie anbackert. Auserdem steht er in einzel Haft auf der Koppel, den mit anderen Wallachen ist er mir einfach zu doof, ich habe dann immer angst das es irgendwelchen verletzungen gibt(er ist beschlagen und tritt recht gerne um sich)

    Zu der Diskussion ob in der Klinik oder zu hause legen lassen bin ich grundsätzlich dafür in der Klinik bei Pferden ab 2 Jahren, weil man komplikationen wie entzündungen dort besser bahandeln kann, Ein Jungpferd (Fohlen, Jährling) kann ich daheim mit ein paar leuten händeln und meistens sind die auch noch nicht so Hengstig, ältere sind da öfters nachtragend und sind halt doch schon etwas stärker. Auf gut deutsch, mit nem Jährling können sich 2 Erwachsene Männer noch anlegen, falls es Probleme gibt, mit nem 3 Jahre alten vor Kraft strotzendem Hengst in seiner Heimat, nicht mehr! Da ist in ner KLinik bessere vorbereitungen getroffen, und er ist von der Fremden umgebung vielleicht etwas eingeschüchtert.

    Persönlich würde ich aber Pferde ab den 8 Lebensjahr nicht mehr kastrieren lassen, ausser es muss Gesundheitlich sein, den sie verändern sich charakterlich eh kaum noch!

  • MerlijnCH sagt:

    Habe meinen Wallach 9 Jährig im Winter gekauft und wegen Parasitenbefall scheren müßen und siehe da, mein 9jähriger Pferd war ein vielleicht, laut TA, ein 2wochen alter Wallach. Und ich sag euch, der ist heute immer noch durch und durch Hengst, rossige Stuten im Stall und er schläft nicht mehr im Liegen, lässt sein Heu stehen und an arbeit ist am Stall(Reitplatz) auch nicht mehr zu dencken, seine Gedanken sind dann nur bei den Damen. Selbstverständlich muss man da seine Kontakte pflegen, das heißt ich kann ihn an keiner Stute vorbei führen ohne das er sie anbackert. Auserdem steht er in einzel Haft auf der Koppel, den mit anderen Wallachen ist er mir einfach zu doof, ich habe dann immer angst das es irgendwelchen verletzungen gibt(er ist beschlagen und tritt recht gerne um sich)

    Hä 8o 8o

    Verstehe ich das richtig, ist „Scheren“ die Kontraindikation zu Kastrieren…. 8o :ostern:

    Daraus ergeben sich ja ungeahnte Möglichkeiten :ostern:

  • Bavaria sagt:

    Ich habe einmal einen knapp fünfjährigen in der Klinik kastrieren lassen. Ohne Probleme, sehr teuer. Vorteil war die Gummizelle zum Ablegen und wieder Aufstehen.
    Die anderen drei (3 und 5 Jahre) am Stall im Liegen im großen Offenstall. Da war genug Platz zum Umherwanken bei den Aufstehversuchen. Eine sehr dicke Schicht Sägespäne unten rein, oben drauf eine große Plane, mit etwas Geschick beim Umfallen dadraufdrapiert (der Tierarzt wußte genau, wie man sie in die richtige Richtung schubst 😀 ) war ebenfalls alles reibungslos. Einen Tag lang hab ich sie von den anderen getrennt, dann durften sie wieder in die Gruppe.
    Habe gottseidank selbst noch nie schlechte Erfahrungen gemacht beim Kastrieren. Sah aber in der Klinik einen Quarterjährling mit Darmvorfall – nicht schön 🙁

    Irgendwie mache ich mir da mittlerweile nicht mehr so den KOpf drum. Es kann gut gehen, kann genauso gut schief gehen. Unabhängig davon ob es in der Klinik gemacht wird oder daheim und wie alt das Pferd ist. Eine gute Portion Glück gehört alleweil dazu.
    Habe einen Wallach hier stehen, der im STehen kastriert wurde. Ich glaube, er war 1,5 Jahre alt. Ging auch gut. Käme für mich persönlich aber nicht in Frage.

    Wir haben momentan zwei 3 jährige Hengste. Den Großen werden wir wahrscheinlich mal in der Klinik machen lassen (bis 5 wollten wir ihn aber noch lassen wenn es geht) weil er einfach ein empfindliches kleines Scheißerchen ist 😛 und ein Pechvogel obendrein, bei dem könnt ich mir glatt vorstellen daß irgendetwas schief geht :wacko: Außerdem käme uns bei dem :irre: „OGottOGottOGottOGott“ kleinen Hysteriker eine Gummizelle sehr gelegen 😀

  • Valioso sagt:

    Egal wie man es angehet es kann immer gut oder schlecht ausgehen. Mein Carmargue wurde damals 2,5 jährig auf der Weide kastriert ohne jegliche Probleme. Und als wir unseren Valli als Fohlen gekauft haben habe ich um ihn nicht weggeben zu müßen eine Junghengstherde aufgemacht. Als wir dann 2005 umgezogen sind und die Pensionhaltung aufgegeben haben gab es eine ware Kastrationswelle 😀 5 Hengst im Alter zwischen 2 bis 4 Jahren wurden in einer Woche kastriert befor ihre Besitzer sie abholen wollten, alle auf der Weide und alle ohne Schwierigkeiten. Dann habe ich 2008 einen 5 jährigen Hengst übernommen den ich zum kastrieren in eine Klinik gebracht habe da mir in dem Alter das Risiko zu hoch war ihn zu Hause kastrieren zu lassen. Ich habe extra gefragt ob der Leistenspalt bei einem Althengst vernäht wird und bekam die Auskunft: wir machen eine bedeckte Kastration – da kann gar nicht passieren ….. Sonntag hingebracht, Montags kastriert, Mittwochs wieder abgeholt. Donnerstag für 1 Stunde auf den Paddock gelassen (Anweisung des Arztes). Wegen Kolikerscheinungen kurz nach dem reinholen die Narbe noch einmal kontrolliert und schnellstens den TA gerufen = Darmvorfall. Als der Doc kam konnte er nur noch eingeschläfert werden. War nicht schön :no:
    Mein Fazit aus diesen Erfahrungen – zu Hause kastrieren lassen bis zum Alter von 2 Jahren und danach 3 – 4 Tage Boxenruhe. Ältere Hengste nur in der Klinik und darauf bestehen das der Leistenspalt vernäht wird egal auf welche Weise kastriert wird. Nach dem traumatischen Erlebnis mit dem Darmvorfall hatte ich richtig Schiß meinen kleinen 1,5jährigen Jungen kastrieren zu lassen. Aber er wurde langsam richtig frech und da er meiner Meinung nach nicht das „Zeug“ zum Hengst hatte habe ich mich durchgerungen und ihn im Dezember hier zu Hause in einer gut eingestreuten großen Box enthengsten lassen. Vorher hatte ich ein langes Gespräch mit meiner Tierärztin und siehe da – alles gut gegangen, keine Blutung, keine Schwellung, nix!

  • lusitanolady sagt:

    Persönlich würde ich aber Pferde ab den 8 Lebensjahr nicht mehr kastrieren lassen, ausser es muss Gesundheitlich sein, den sie verändern sich charakterlich eh kaum noch!

    Das möchte ich nicht so stehen lassen. Wir haben einen Hengst mit mindestens 10 Jahren (vermutlich war er aber schon älter) kastrieren lassen und der war danach ein ganz normaler Wallach, der auch zusammen mit Stuten in der Herde lebte, ohne auch nur einen Ansatz vom Hengst zu zeigen, obwohl er früher als Deckhengst genutzt wurde. Er verstand sich auch super mit meinem Hengst.

  • maurits sagt:

    Ich habe einmal einen knapp fünfjährigen in der Klinik kastrieren lassen. Ohne Probleme, sehr teuer.
    Die anderen drei (3 und 5 Jahre) am Stall im Liegen im großen Offenstall. Sah aber in der Klinik einen Quarterjährling mit Darmvorfall – nicht schön 🙁

    Dir ist aber schon klar, dass der Darmvorfall bei einer Kastration in der Klinik durch die dort ausgeführte Technik der sogenannten „bedeckten“ Kastration verhindert worden wäre? Und dass der Darmvorfall in den meisten Fällen für das Pferd ein Todesurteil ist?

    Das ist nämlich der entscheidende Unterschied. Und da sch… ich persönlich drauf, ob das in der Klinik „sehr teuer“ ist, weisst Du.
    Besonders gross ist das Risiko des Darmvorfalls übrigens bei Hengsten ab drei Jahren und älter.

    Ich begreife nicht, dass Tierärzte nicht darüber aufklären. Ich begreife nicht, dass Leute, um ein paar hundert Euro zu sparen, das Risiko eingehen, ihr Pferd zu verlieren.
    Und ich begreife auch nicht, wie man sich als Hengstbesitzer da nicht informiert und sich stumpf „keinen Kopf macht“.

    Unser Tierarzt hier, weigert sich, einen älteren Hengst zu Hause zu kastrieren, er sagt, die gehören in die Klinik. Und er sagt auch warum, ich schrieb es oben, ich schreibe es immer wieder, nützt nichts, wir haben in Deutschland eine „Geiz-ist-geil“ Mentalität. Es wird nicht da kastriert, wo das geringste Risiko für das Pferd besteht, sondern bei dem TA, der das am biligsten macht.

    Eine Klinik die nicht bedeckt kastriert bei Althengsten ist mir zumindest hier noch nicht untergekommen.

    lg
    maurits

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Äh Frau Mau, sie schrieb, dass sie in der Klinik einen Jährling mit Darmvorfall sah.

  • maurits sagt:

    ja vermutlich brachte man den hin als er den zu Hause bekam.
    Oder wo würdest Du mit so nem Pferd hinfahren um zu gucken ob das noch zu retten ist, wenn nicht in die Klinik? :S

    Normal ist gängig, dass in der Klinik bedeckt kastriert wird. Daher empfiehlt man ja, mit Hengsten in einem gewissen Alter in die Klinik zu fahren. Und in der Klinik, die wir beide kennen, ist das so, da kannst Du sicher sein. Als ich vor Jahren dort einen älteren Hengst kastrieren liess, wurde auch ein Opfer verunglückter Künste dort eingeliefert, den haben sie gerade noch retten können, der hat durch die offene Kastration zu Hause massiv geblutet, und wäre daran fast gestorben. Mein Pferd hatte eine ähnliche Komplikation, die aber durch den Umstand, dass er ja bereits in der Klinik war, abgefangen werden konnte, das schrieb ich aber schon irgendwo vorher.

    lg
    mau

  • Lescue sagt:

    Ich sehe das ganze halt aus Arzt-Sicht – die besten Bedingungen hat man halt in einem OP, seien das Licht, Sauberkeit, Zubehör, ggf. helfende Kollegen, Nachbehandlung… wenn alles glatt geht draussen – wunderbar, wenn was passiert, ist man in der Klinik besser aufgehoben. Ich kenne auch keinen Fall, wo aufgrund der Tatsache, dass es in der Klinik durchgeführt wurde, irgendeine Komplikation entstand.

  • Valioso sagt:

    @ Frau Mau
    Mein 5jähriger wurde auch in der Klinik bedeckt kastriert und hatte 3 Tage später einen Darmvorfall.
    Ich habe vorher gefragt ob der Leistenspalt vernäht wird und mir wurde gesagt bei einer bedeckten Kastration könne nichts passieren …..
    Eine bedeckte Kastration heißt nicht automatisch das der Leistenspalt geschlossen wird.

  • maurits sagt:

    doch eigentlich heisst es ganz genau das.
    Mumpitz??? 😉
    Wir müssen warten bis Mumpitz kommt.

    lg
    mau

  • Valioso sagt:

    Das habe ich bei Tante Google gefunden:
    „Bei der unbedeckten Methode wird der Hodensack mit all seinen Schichten bis hin auf den Hoden eröffnet, während bei der bedeckten Methode der Hoden noch von einer dünnen Gewebeschicht (Tunica vaginalis) ummantelt bleibt. Bei der bedeckten Methode besteht kein freier Zuganz zur Bauchhöhle, dadurch werden bestimmte Vorfälle durch den völlig eröffneten Hodensack ausgeschlossen“
    Daraus schließe ich das auch bei einer bedeckten Kastration der Leistenspalt NICHT vernäht wird da das verbleibende gewebe diesen „verstopft“ und eigendlich nichts passieren kann.
    Also hatte ich bzw. mein Pferd entweder einfach nur Pech oder es wurde gepfuscht. Als ich über das Thema mit einem anderen TA gesprochen habe wurde mir gesagt: das Risiko das es bei einer bedeckten Kastration zu einem Darmvorfall kommt wäre genau so groß wie die das sich ein Pferd das Bein bricht wenn es im Schritt geführt wird. Also eigendlich =0 aber eben nur eigendlich ….
    Ich habe übrigens von der Klinik nie eine Rechnung erhalten …

  • maurits sagt:

    Oh man, da hat Dein Pferd aber Pech gehabt, das tut mir leid.

    lg
    maurits

  • Mumpitz sagt:

    Tante Google hat Recht: Bei einer bedeckten Kastration wird der Hoden und Samenstrang bis auf die innerste sie umgebende Haut freigelegt und der ganze Samenstrang dann ab(zu)gebunden, so daß eigentlich nichts vorfallen kann, wenn die Ligatur hält, was sie eigentlich sollte. Nachteil bei der bedeeckten Kastration ist, daß man da doch ein ziemlich dickes Bündel abbindet (eine sog. Massenligatur), aus der natürlich auch mal das/ein Blutgefäß rausrutschen kann. Dadurch, daß alles mit in dieser Ligatur sitzt, kann auch der Samenstrang nicht in die Bauchhöhle zurück gezogen werden, verstopft also tatsächlich den Leistenkanal, was das Vorfall-Risiko tatsächlich nochmals minimiert. Was also Valiosos Hengst passiert ist, ist wirklich selten und unwahrscheinlich und einfach furchtbares Pech.

    Den Leistenkanal verschließen/vernähen kann man natürlich nicht, wenn der Samenstrang da durchläuft, und würde man normalerweise nur bei einem Leistenbruch, also einem erweiterten Leistenkanal, tun. Gehört also nich zur normalen Kastration, auch beim Althengst nicht.

  • Bavaria sagt:

    Äh Frau Mau, sie schrieb, dass sie in der Klinik einen Jährling mit Darmvorfall sah.

    Jup, ganz genau. Nicht meiner, keine Ahnung wem er gehörte, keine Ahnung wo er kastriert wurde. Mir hat nur die TA-Helferin ein bisschen was erzählt weil er gar so da hing wie das Leiden Christi.

    Ich habe einmal einen knapp fünfjährigen in der Klinik kastrieren lassen. Ohne Probleme, sehr teuer.
    Die anderen drei (3 und 5 Jahre) am Stall im Liegen im großen Offenstall. Sah aber in der Klinik einen Quarterjährling mit Darmvorfall – nicht schön 🙁

    Das ist nämlich der entscheidende Unterschied. Und da sch… ich persönlich drauf, ob das in der Klinik „sehr teuer“ ist, weisst Du.
    Besonders gross ist das Risiko des Darmvorfalls übrigens bei Hengsten ab drei Jahren und älter.

    Ich begreife nicht, dass Tierärzte nicht darüber aufklären. Ich begreife nicht, dass Leute, um ein paar hundert Euro zu sparen, das Risiko eingehen, ihr Pferd zu verlieren.
    Und ich begreife auch nicht, wie man sich als Hengstbesitzer da nicht informiert und sich stumpf „keinen Kopf macht“.

    Unser Tierarzt hier, weigert sich, einen älteren Hengst zu Hause zu kastrieren, er sagt, die gehören in die Klinik. Und er sagt auch warum, ich schrieb es oben, ich schreibe es immer wieder, nützt nichts, wir haben in Deutschland eine „Geiz-ist-geil“ Mentalität. Es wird nicht da kastriert, wo das geringste Risiko für das Pferd besteht, sondern bei dem TA, der das am biligsten macht.

    Eine Klinik die nicht bedeckt kastriert bei Althengsten ist mir zumindest hier noch nicht untergekommen.

    lg
    maurits

    Was regst du dich eigentlich so auf? Ich schrieb ja nur es war sehr teuer. Fakt. Daraus schließt du ganz selbstverständlich daß ich die anderen aus Kostengründen daheim legen hab lassen. Was definitiv nicht stimmt. Für mich ist allerdings eine Kastration nicht mehr diese „Wahnsinns-Sache“. Es ist ein Routine-Eingriff. Und natürlich wie jede OP und jede Narkose verbunden mit Risiken. Schief gehen kann immer was. Ob ich mir nun deshalb schon Wochen vorher drei Magengeschwüre zuleg oder mich entscheid lieber einen Gang runterzuschalten und aus ner Mücke keinen Elefanten zu machen, spielt dabei keine Rolle. Letzteres ist für mich wesentlich gesünder. Ersteres hilft meinem Pferd auch nicht.
    Informiert war ich übrigens von Anfang an. Trotzdem meine „stumpfe“ und dumme Entscheidung. Ich gehöre (nicht mehr) zu den Leuten die den TEufel an die Wand malen, hab mir angewöhnt desöfteren vom Guten auszugehen und auf meinen Tierarzt zu vertrauen, der im Übrigen kein Problem damit hat die daheim zu kastrieren. Ich hoffe, du kannst damit leben daß ich das Leben meiner Pferde so leichtfertig aufs Spiel setze :rolleyes:

  • maurits sagt:

    ich rege mich nicht explizit über Dich auf, sondern über die immer gleichen Argumente, die ich seit Jahren zu dem Thema höre, und die keinen anderen Grund haben, als die Kosten einzusparen.
    Genauso wie die Leute, die sich die Notwendigkeit von Impfungen und Entwurmungen „weglügen“, das ist nicht viel anders.

    Jeder verantwortungsbewusste Tierarzt wird einen älteren Hengst nicht zu Hause kastrieren, meine Meinung.
    Und die Gründe sind nicht von der Hand zu weisen.

    Abgesehen davon dass ich eher Magengeschwüre bekäme wenn es hier zu Hause Komplikationen gäbe, anstatt in der Klinik.

    lg
    maurits

  • Valioso sagt:

    Das sehe ich ähnlich wie Frau Mau – alles was älter als 2 Jahre ist gehört in die Klinik. Das wir (mein Pferd und ich) trotz Klinik so viel Pech hatten ist da wohl eher der Einzelfall. Aber eine solche Erfahrung reicht mir absolut (ich habe noch wochenlang davon geträumt). Ich würde auch keinen frischen Kastraten mehr am nächsten Tag zu seinen Kumpeln zum spielen schicken. Und ich vertrau auch nicht mehr vollkommen auf die Aussagen der Tierärzte. Mag sein das es sich jedzt ein wenig neurotisch anhört aber gebranntes Kind scheut das Feuer und ich geh da in Zukunft lieber auf Nummer sicher.

  • Cubano9 sagt:

    Tja, dann gehöre ich wohl auch in die Riege der geizigen und verantwortungslosen Pferdehalter. Meine beiden waren 4,5 und 12 als sie kastriert wurden – beide im Stall, beide im Stehen, beide ohne auch nur den Anflug einer Komplikation. Die Gründe dafür habe ich ja an anderer Stelle schon erzählt – die Tierklinik hier hat einen schlicht be…Ruf und war für mich nicht eine Sekunde lang eine Überlegung wert. Und wenn man sich mal die Horrorgeschichten so durchliest, die auch hier im Forum über Kastrationskomplikationen erzählt werden, kann mir auch kein Mensch erzählen, dass die Klinik immer bedeutet, dass nix passieren kann. Wie kann es denn z.B. sein, dass es auch bei Klinikkastrationen, also unter besten hygienischen Bedingungen immer wieder zu Samenstrangfisteln kommt? Eben nicht als Ausnahme, sondern sehr häufig. Eine Sache wird nämlich bei der ganzen Hygiene-Geschichte immer gern vergessen: Im heimischen Stall können die Pferde mit den dortigen Keimen prima umgehen. In der Klinik dagegen trifft ihr Organismus nun mal auf andere Keime – und das kann niemand ausschließen. Von dem Unterschied zwischen Vollnarkose und ambulanter Sedierung gar nicht zu sprechen.

  • >