Hackamore für´s Gelände ?

By kea | Ausrüstung

hab unter der suchfunktion alles durchgeschaut aber leider nichts passendes gefunden:

hab mit meinem auch nach 6 1/2 jahren immer noch probleme im gelände. er ist brav, unerschrocken aber doch sehr lauffreudig im gelände, was sich leider immer wieder als sehr stressig erweist und vorallem mit viel kraftaufwand nur zu bewältigen ist.

Starpferd: Helena schwarze PRE Stute

Spanische Traumpferde

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vorgeschichte: durch seine ausbildung zum feldtest lief er über ein halbes jahr an der kutsche. als ich ihn übernommen habe war er von anfang an sehr unsensibel im maul. was sich auf dem platz bedeutend gebessert hat, aber im gelände leider immer noch nicht. er hat über 700 kg und einen hals den fast jeden hengst vor neid erblassen lässt.

er geht regelmässig im schritt wie auch im trab mit mir „durch“. (im galopp keine probleme) er bestimmt die geschwindigkeit, lässt sich sehr schlecht regulieren. er legt sich auf das gebiss und ab gehts. (hab da auch echte probleme nicht in vorlage zu kommen) es sind dann geschätzte 20 kg in der hand und bin teilweise echt machtlos gegen diese kraft die er da anwendet.

zur zeit ist es noch übler keine halle, platz nicht bereitbar, also nur gelände. gestern war er dann ganz super drauf obwohl wir lange strecken traben konnten, ging es noch nen steilen waldweg runter, da sind wir dann anfangs im trab und anschließend im galopp den berg runtergedüst, ich noch fast an nem baumstamm hängengeblieben, finger gequetscht bis ich ihn endlich zum halten gebracht hab. ich stinkesauer. :kowa:

er wird seit ich ihn hab mit doppelt oder einfach gebrochenem gebiss geritten. ne reitkollegin mit der ich öfters ausreite, hat vor 5 wochen auf ein hackamore umgestellt, da sich ihre stute von meinem hat anstecken lassen. seit sie das draufhat, reitet sie locker flockig mit 2 finger den zügelhaltend neben mir her.

ich bin jetzt echt am überlegen, was für vorteile oder nachteile bringt ein solches gebiss mit sich. (durch das ständige ziehen am gebiss wird das maul dadurch ja auch nicht besser)

bevor jetzt ein teil über mich herfällt ;-))) wöchentlicher reitunterricht, zähne erst gemacht, sattel passt……. 😉

würde mich über gute ratschläge freuen.

lg

kea

PS. hackmore mit lederband, weich unterlegt und kurzen aufzügen !!!!

  • dat_julschen sagt:

    Tja, also ich halte grundsätzlich nichts davon, solche Probleme durch ein Hack zu lösen.
    Rittigkeitsprobleme sollten behoben werden und nicht versteckt, und das du ihn nicht kontrollieren kannst, sieht für mich danach aus.

  • Red Setter sagt:

    ich stimme da absolut Julschen zu.

    Und gebe noch zu bedenken: nicht jedes Pferd mag den Druck auf der Nase. Mir sind einige bekannt, die dem Druck dann nach oben ausweichen (= steigen), vor allem wenn ein generelles Rittigkeitsproblem zu Grunde liegt.

  • fichtefucht sagt:

    Stimme da Julchen zu :ja:
    Probier doch mal, ihn mit nem Profi ins Gelände zu schicken, ob er es da auch macht.
    Ich hatte dieses Problem mit Theo einige Zeit auch, jetzt eigentlich nicht mehr.
    Schärfere oder andere Zäumungen lösen das Problem nicht, auch wenn es vielleicht vorübergehend besser erscheint

  • dat_julschen sagt:

    Ich würd versuchen, ihn auf geeigneten Strecken mal so laufen zu lassen, wie der Herr das für richtig befindet, nur um dann wenn er müde wird, ein weiteres Stück in dem Tempo zu verlangen.

    Denke ein Kutschpferd mit 700kg wird nicht soviel Blut mitbringen um sich da aufzuspulen.
    Und an der Rittigkeit arbeiten, das wirst du nicht drum rum kommen.

  • kea sagt:

    😀
    das wir ein rittigkeitsproblem haben ist mir schon bewusst, sonst würde er sich ja von mir auch besser kontrollieren lassen.

    auf dem platz funktioniert es auch in der zwischenzeit viel besser, nur im gelände ist es teilweise noch schwierig. ich hab den stall vor 4 monaten gewechselt, vorher war das gelände sehr bergig, da hat es keine so grosse rollte gespielt, da hat er freiwillig aufgehört. hier ist es jetzt sehr flach und die strecken sind viel kürzer so das du immer wieder durchparieren musst.

    es ist kein kutschpferd wurde nur für den feldtest ein halbes jahr an der kutsche ausgebildet. (freiberger) seit dem wird er nur noch geritten.

    wenn der erst dampf draußen ist, was bei ihm aber eine weile geht, da er sehr ausdauernd ist möchte ich eigentlich nicht. er soll ja von anfang an so laufen wie ich das will. wenn ich ihn jedesmal erst laufen lass, wirds auch nicht besser. er wird noch von ner freundin von mir geritten, bei ihr klappt es schon besser, aber auch die beiden müssen erstmal streiten, wer das tempo angibt. was sie auch ab und zu zum verzweifeln bringt, da das eigentlich nicht ihr stil ist.

    für das wenige „blut“ das in seinen adern fließt, kann er sich schon ganz schön aufspulen, nicht in steigen aber buckeln kann er auch ganz nett 😉

    das ein anderes gebiss nich gerade die beste lösung ist davon gehe ich aus, aber irgendwie möchte ich mal das gefühl der kontrolle haben.

    ist der druck mit so einem gebiss sehr unangenehm, aufs gebiss legen scheint ihm ja nichts auszumachen :stein:

  • Mumpitz sagt:

    wenn der erst dampf draußen ist, was bei ihm aber eine weile geht, da er sehr ausdauernd ist möchte ich eigentlich nicht. er soll ja von anfang an so laufen wie ich das will.

    Die meisten Pferde sind schlau genug zu lernen, sich besser gar nicht erst aufzuspulen bzw. loszurennen, wenn sie dann mehr rennen müssen, als ihnen lieb gewesen wäre. 😉
    Beispiel: Mein Pferd ist mir in jungen Jahren genau ein Mal durchgegangen. Als er dann aufhören wollte zu rennen, musste er in sehr flottem Tempo nochmal fast die anderthalbfache Strecke weiter galoppieren. Das hat der nie wieder versucht!

  • Julanka sagt:

    wenn der erst dampf draußen ist, was bei ihm aber eine weile geht, da er sehr ausdauernd ist möchte ich eigentlich nicht. er soll ja von anfang an so laufen wie ich das will.

    Die meisten Pferde sind schlau genug zu lernen, sich besser gar nicht erst aufzuspulen bzw. loszurennen, wenn sie dann mehr rennen müssen, als ihnen lieb gewesen wäre. 😉
    Beispiel: Mein Pferd ist mir in jungen Jahren genau ein Mal durchgegangen. Als er dann aufhören wollte zu rennen, musste er in sehr flottem Tempo nochmal fast die anderthalbfache Strecke weiter galoppieren. Das hat der nie wieder versucht!

    Das geben leider unsere Wege nicht her. Da ist die Gefahr zu groß, daß ich in einem Spaziergägner/Fahrradfahrer hänge.
    Also gibt es nur kurze Galoppeinlagen, solange ich ihn unter Kontrolle habe. Leider knallt sich Pony auch nur zu gerne auf die Hand 🙁
    Aber ich bin auch ein bekennendes Geländeschisshäschen :red:

  • kea sagt:

    nur nochmal zum richtigen verständnis 😉

    er geht mir nicht durch, im sinne von davonlaufen….. wir reiten los, aber ich reite alleine weil er im schritt den anderen immer 15 metern voraus ist und ich ihn nicht langsamer krieg

    ich trabe an und er legt im trab los (obwohl ich sitzen bleibe) in nem trab denn du kaum noch sitzen kannst ich versuch ihn zu regulieren mit zügel und einsitzen er legt sich aufs gebiss und legt los, wenns ihn dann richtig nervt dann kommt auch manchmal noch der a… hoch.
    kommt er etwas zurück und ich geb ihm bissel mehr zügel wird er gleich wieder schneller…..
    versucht natürlich dann auch noch anzugaloppiern. im galopp legt er sich dann komischer weise nicht auf den zügel.

    das regulieren wird dann zum ziehkampf, was ich ja nicht will, aber ich krieg ihn nicht zum halten. (in der zwischenzeit ist dann der feldweg zu ende und die teerstrasse kommt) :flucht:

    es gibt natürlich auch tage da läßt er sich besser regulieren aber die mehrheit sind die oben beschriebenen.

    auf dem platz das gegenteil da musst ihn erst mal richtig treiben

  • kea sagt:

    Ich würd versuchen, ihn auf geeigneten Strecken mal so laufen zu lassen, wie der Herr das für richtig befindet, nur um dann wenn er müde wird, ein weiteres Stück in dem Tempo zu verlangen.

    Denke ein Kutschpferd mit 700kg wird nicht soviel Blut mitbringen um sich da aufzuspulen.
    Und an der Rittigkeit arbeiten, das wirst du nicht drum rum kommen.

    das mit dem dampf rauslassen, war auf o.g antwort gemeint, dadurch wirds aber meiner meinung nach auch nicht besser, wenn ich ihm jedesmal erst rennen lass, auserdem gehts vom gelände her nicht……

  • Julanka sagt:

    nur nochmal zum richtigen verständnis 😉

    er geht mir nicht durch, im sinne von davonlaufen….. wir reiten los, aber ich reite alleine weil er im schritt den anderen immer 15 metern voraus ist und ich ihn nicht langsamer krieg

    ich trabe an und er legt im trab los (obwohl ich sitzen bleibe) in nem trab denn du kaum noch sitzen kannst ich versuch ihn zu regulieren mit zügel und einsitzen er legt sich aufs gebiss und legt los, wenns ihn dann richtig nervt dann kommt auch manchmal noch der a… hoch.
    kommt er etwas zurück und ich geb ihm bissel mehr zügel wird er gleich wieder schneller…..
    versucht natürlich dann auch noch anzugaloppiern. im galopp legt er sich dann komischer weise nicht auf den zügel.

    das regulieren wird dann zum ziehkampf, was ich ja nicht will, aber ich krieg ihn nicht zum halten. (in der zwischenzeit ist dann der feldweg zu ende und die teerstrasse kommt) :flucht:

    es gibt natürlich auch tage da läßt er sich besser regulieren aber die mehrheit sind die oben beschriebenen.

    auf dem platz das gegenteil da musst ihn erst mal richtig treiben

    Exakt das beschreibt auch mein Problem. Das endet immer in einer Zieherei. Nachgeben wird mit Gasgeben quittiert. Ich habe mich damit so irgendwie arrangiert. :nix:

  • Chavez sagt:

    Wenn Du es gebisslos versuchen möchtest, kannst Du evtl mal das Glücksrad ausprobieren? Vielleicht kennst Du jemanden um es auszuleihen, da es nicht gerade billig ist. Ansonsten kann ich nur die Alternative aus NL empfehlen, da ist es deutlich günstiger. Mein Pferd wird nur gebisslos geritten, das funktioniert prima. Das Glücksrad (oder Blum Hackamore, wie es in NL heisst) lässt sich in der Verschnallung variieren, so das es mal mehr Zug oder eben weniger gibt. Aber die Pferde stumpfen eben nicht noch mehr ab im Maul. Ich wechsel immer mal zwischen mech. Hackamore, Sidepull oder eben dem Glücksrad. Aber mein Pferd kennt es nicht anders, der mag einfach keine Gebisse.

  • Caterchen sagt:

    Was passiert denn, wenn du das Losrennen garnicht erst zulässt?
    Also Antraben, nach ein paar Metern sofort zur Volte abwenden,
    wieder ein paar Meter gradeaus, wenn er wieder anzieht,
    sofort wieder zur Volte abwenden?

  • Red Setter sagt:

    Wie ausgelastet ist denn Dein Pferd?

    Die Freiberger, die ich kenne (sind nicht allzu viele – aber alles tolle Pferde!) sind alle ziemliche Arbeitstiere. Die wollen was tun und werden grantig, wenn die nicht richtig was zu arbeiten haben.

    Außerdem haben die alle einen flotten raumgreifenden Schritt – sollen die doch auch, oder? Vielleicht ist Deiner in seinem Grundtempo eben einfach zu schnell für Deine Ausreitpartner. Und ein Pferd mit einem guten Schritt dauernd auszubremsen (gerade, wenn es nicht sehr, sehr rittig ist!) halte ich für absolut den falschen Weg!

  • Kastenteufel sagt:

    oh ja dieses Problem kenn ich auch. Besonders bei neuen Ausreitpartnern schrittet und trabt mein Pferd nach dem Motto lieber tot als zweiter – das Galoppieren probier ich dann gar nicht erst. Es kann aber definitiv nicht nur an dem mangelnden Schrittvermögen meiner Ausreitpartner liegen denn es sind auch so einige große Pferde dabei.
    Im alten Stall hatten wir nur ein recht begrenztes Ausreitgelände das auch von vielen Spaziergängern genutzt worden ist. Somit war ein richtiges „Auspowern“ nicht drin. Als letzte Versicherung bin ich dann mit einem Pelham geritten. Aber wenn mein Opa meint er muss laufen dann nehmen wir die Nase in die Luft und dann kann man ziehen wie man will er läuft dann einfach als Sternengucker weiter.
    Ich bin dann wieder dazu über gegangen mit normalem (doppelt gebrochen) Gebiss zu reiten und noch mehr mit anderen Hilfen zu arbeiten. Dabei hat sich die Stimme bei meinem Pferd als das beste Hilfsmittel erwiesen. Klingt verrückt ist aber so.
    Für die Zukunft hab ich mir fest vorgenommen mal wieder ein paar Stunden RU zu nehmen um noch besser auf mein Schimmeltier einwirken zu können.
    Ach by the way an kea – das mit dem Hals von deinem Pferd bei dem jeder Hengst neidisch werden könnte kenn ich – siehe Bild

  • fichtefucht sagt:

    ich trabe an und er legt im trab los (obwohl ich sitzen bleibe) in nem trab denn du kaum noch sitzen kannst ich versuch ihn zu regulieren mit zügel und einsitzen er legt sich aufs gebiss und legt los, wenns ihn dann richtig nervt dann kommt auch manchmal noch der a… hoch.
    kommt er etwas zurück und ich geb ihm bissel mehr zügel wird er gleich wieder schneller…..
    versucht natürlich dann auch noch anzugaloppiern. im galopp legt er sich dann komischer weise nicht auf den zügel.

    das regulieren wird dann zum ziehkampf, was ich ja nicht will, aber ich krieg ihn nicht zum halten. (in der zwischenzeit ist dann der feldweg zu ende und die teerstrasse kommt)

    es gibt natürlich auch tage da läßt er sich besser regulieren aber die mehrheit sind die oben beschriebenen.

    auf dem platz das gegenteil da musst ihn erst mal richtig treiben

    Das war genau auch mein Problem mit Theo :rolleyes:

    Wir haben es in den Griff bekommen, und zwar ohne Gebisswechsel. Nimm dir bitte nen guten Profi, ( und ich meine wirklich Profi, nicht nur jemanden, der beser reiten kann als du) der dir Ratschläge gibt und vor allem das Pferd auch selber mal im Gelände reitet, damit er es selber spürt und dir helfen kann. Vielleicht liegt es wirklich nur am Sitz, klingt banal, aber bei mir war es so :tuete:
    Investier das Geld für Profiberitt JETZT,du wirst es jahrelang sparen :friend:

  • kea sagt:

    schon mal vielen dank für eure netten antworten 😀

    @ chavaz
    reitest du dann nur am langen zügel, einhändig und gibts nur impulsartig zügelhilfen ?

    @ caterechen
    leider sind die wege zu schmal um in eine volte zu reiten, da daneben meistens acker oder wald ist :no:

    @ red setter
    meiner ist zur zeit leider nicht sehr ausgelastet, keine halle nur ne bewegungsscheune (sehr klein) platz seit anfang dez. nicht bereitbar
    zu anderen zeiten is er aber auch nicht viel besser. er ist mit knapp 1.70 ein xxl freiberger dementsprechend auch die übersetzung und arbeiten ja das will und macht ihm auch spass. am schritt mach ich jetzt auch nichts mehr, ich halte jetzt halt mehrmals an und lass die anderen aufschließen. (war nur fürs bessere verständnis). er ist im prinzip ein tolles pferd, wenn ich nur nicht in gelände laufend passagier wäre. er ist täglich auf der koppel aber das reicht ihm bei weitem natürlich nicht aus.

    das es ein reitliches problem ist, da seh ich ja auch so, bin späteinsteigerin und reite jetzt seit knapp 7 1/2 jahren. das meiner beim kauf erst 4 jährig war, macht es auch nicht einfacher. :irre: wir haben uns soweit ganz gut zusammengerauft, aber dieses problem leider noch nicht in den griff bekommen. da das reiterliche weiterkommen ja leider nicht allzu schnell fortschreitet trotz regelmässigen unterricht den ich alten stall hatte.
    such ich halt noch nach einer anderen lösung.

    durch diese zieherei wird ja seine mauligkeit auch nicht besser, so dachte ich halt was gebissloses wäre vielleicht kurzfristig eine lösung bis ich ihn irgendwann mal reiterlich auch anders pack… (die hoffnung stirbt zuletzt),
    ich mach das ja nun schon seit ich ihn hab mit, aber im alten gelände ist es mir nicht mehr so aufgefallen, da es teilweise nur berghoch ging und du km lang traben konntest ohne durchparieren zu müssen.

    mit nem profi wäre vielleicht auch noch eine alternative, da ich mich hier eh nach nem neuen reitlehrer umschauen muss, da meine alte rl bis hierher nicht fährt.
    aber leider spielt das „tolle“ wetter noch nicht mit, das man endlich wieder anfangen kann auf dem platz zu reiten.
    und dann muss ich den auch ein weilchen kennen, bevor er/sie ohne aufsicht mit meinem dicken ins gelände lasse.

  • dat_julschen sagt:

    Kea, das Kutschpferd war nicht negativ gemeint, sondern eher das ich so ein Pferd auch mal laufen lasse, weil ich die als recht cool einschätze.

    Erfahrungsgmäß kann ich einen Blüter nicht „müde“ reiten, die fallen irgendwann um.
    Be Freibergern ist mir das noch nie unter gekommen.
    Und es ist wie Mumpitz bereits schrieb, ein probates Mittel. Nach 2, 3 Mal haben die geschnallt, das es blöde ist zu Rennen und lassen es schlicht.
    Was passiert denn, wenn er im Gelände arbeiten muss?
    Schenkelweichen, Schulterherein, Rückwärtsrichten……etc?

  • Blumchen Blumchen sagt:

    Ich bin früher mal ein Pferd geritten, daß im Gelände mit Gebiss und Hackamore (statt Nasenriemen eingeschnallt) geritten wurde. Das Hackamore kam nur zum Einsatz wenn das Pferd zu heftig wurde.

    In deinem Fall würde ich das Pferd im Gelände arbeiten. Wenn es im Schritt zu schnell wird – Anhalten, rückwärtsrichten oder seitwärts/übertreten lassen. Wenn es im Trab zu schnell wird sofort zum Schritt durchparieren und neu antraben. Gar nicht erst ins Rennen kommen lassen. Jedes kleinste Entgegenkommen des Pferdes mit weich werdender Hand belohnen (nicht Zügel wegschmeissen) und mit der Stimme loben.

  • Chavez sagt:

    @ chavaz
    reitest du dann nur am langen zügel, einhändig und gibts nur impulsartig zügelhilfen ?

    Da ich überwiegend im Gelände unterwegs bin, reite ich meistens mit längeren Zügeln. Einhändig oder beidhändig – so wie es kommt. Aber meiner ist auch eher der gemütliche Typ. Den bremse und treibe ich auch eher mit Stimme und Sitz. Ich habe meinen Chavez allerdings auch schon 13 Jahre – mit dem kann ich lesen und schreiben :love: Aber wenn gearbeitet wird, verwende ich überwiegend das Glücksrad und damit reite ich dann so wie andere mit Gebiss.

  • Mosquetero sagt:

    Bei meinem Pferd hat es auch gewirkt, ihn laufen zu lassen. Also wenn er durchging, habe ich ihn gehen lassen, und als der Herr keinen Bock mehr hatte, da kam dann ich! :fies: Ich hab ihn einfach eine Viertelstunde galoppieren lassen. Das haben wir 2x durchgemacht, danach fand er Durchgehen irgendwie wenig reizvoll. 😀
    Erstens würde ich dir empfehlen, es deinem Pferd zu erlauben, sich auch mal richtig auszupowern. Lass ihn also ruhig mal ordentlich vorwärts galoppieren. Vielleicht wird er dann in den anderen Gangarten etwas geduldiger.
    Zweitens würde ich die Finger vom Hackamore lassen, wenn du ihn schon auf Trense nicht halten kannst. Versteh mich nicht falsch, ich reite selbst gerne mit Hackamore, aber nicht im Gelände. Vermutlich passiert es dir dann nämlich, dass dein Pferd dich entweder ganz ignoriert oder sich wehrt, etwa durch Steigen. Abgesehen davon, dass gebissloses Geländereiten von den meisten Versicherungen nicht gedeckt wird (meine ich jedenfalls), wäre es mitr persönlich zu riskant, gerade wenn ich einen „Durchgänger“ habe. Ich habe auch keine Lust, die ganze Zeit rumzuzergeln, aber wenn eine Straße kommt und guter Zuspruch nicht hilft, hat man mit Trense vllt bessere Chancen. 😀
    Ansonsten haben die anderen es auf den Punkt gebracht: Rittigkeit verbessern!

  • kea sagt:

    :denk: :denk:
    also wenn ich einen teil von euch richtig verstanden hab, soll ich ihn in dem tempo traben lassen wie er will, auch wenn er im nähmaschinentrab davonrauscht. aber wenn ich ihm das tempo erlaube, springt er ja nach ner gewissen zeit in den galopp um, in dem er sich ja gut kontrollieren lässt.
    dann muss ich ihn doch wieder zurück nehmen. dann geht der schnelle trab ja weiter. da lernt er doch nichts dabei, oder sieh ich da was falsch.
    auf dem schlauch steh.

    ich würd das jetzt verstehen wenn er mir richtig durchgehen würde im galopp und wenn er kaputt ist von selbst durchparieren will und ich dann weiterschick, bis er auf dem zahnfleisch daher kommt das versteh ich, aber darum geht es ja nicht.

    natürlich lass ich ihn wenn der boden es zulässt bei jedem ausritt galopieren und wenn das gelände es hergibt auch mal den berg hochflitzen.
    aber auch wenn er mal ordentlich galoppiert ist und ich ihn dann anschließend wieder antrabe, will er sein tempo gehen.

    das was @blümchen geschrieben hat, kann ich eher nachvollziehen, das ich ihn gleich wieder durchpariere, was mit sicherheit sehr spassig mit ihm werden wird, aber ein gewisser lernerfolg sich da vielleicht schon einstellen könnte.

    @dat julschen
    das kutschpferd hab ich nicht negativ aufgefasst, 😀 es nur für mich die einzige erklärung warum er schon von anfang an so maulig war. das es durch das halbe jahr an der kutsche beim züchter gekommen ist.

    ich muss gestehen das ich im gelände, noch nie so richtig mit ihm gearbeitet habe.

    aber nochmal zum hackamore 🙂 ich hatte das eigentlich so verstanden, das man damit eher impuls mässig reitet. die anzüge ja nicht dauernd anstehen sollen. zum dressurreiten es sich nicht eignet da keine stellung und biegung damit möglich ist sondern eher nur zum bremsen.

    es wird ja auch von vielen im distanzsport eingesetzt.

  • Red Setter sagt:

    aber nochmal zum hackamore 🙂 ich hatte das eigentlich so verstanden, das man damit eher impuls mässig reitet. die anzüge ja nicht dauernd anstehen sollen. zum dressurreiten es sich nicht eignet da keine stellung und biegung damit möglich ist sondern eher nur zum bremsen.

    es wird ja auch von vielen im distanzsport eingesetzt.

    Das hast Du richtig verstanden. Wobei impulsartig hier nicht unbedingt durchhängende Zügel heißen muss. Ein gut gerittenes, durchlässiges Pferd kann damit durchaus auch auf dem Platz geritten werden, zum Springen wird’s ja auch viel eingesetzt. Aber es ist defintiv keine Zäumung zu klassischen Dressurreiten.

    Ich bin meine Stute früher viel mit Hackamore im Gelände geritten. Sie neigte zu plötzlichen Aussetzern (Buckeln, Durchgehen). Kontrollieren konnte ich sie mit Hackamore oder normalem Gebiss genau gleich gut. Ich reite ganz gerne im Gelände damit, wenn das Pferd die Zäumung auch mag.

    Probier doch einfach mal aus, wie Dein Pferd darauf reagiert. Vielleicht hilft’s Euch ja wirklich im Gelände (ausprobieren natürlich auf dem Platz oder in der Halle). Bei dicken Nasen ist es allerdings etwas schwierig was passendes zu finden. Die Nasenriemen sind meist sehr kurz geschnitten.

    An Eurem generellen Rittigskeitproblem wird das sicherlich nichts ändern – da ist guter Unterricht und bestimmt auch viel, viel Arbeit an Deinem Sitz gefragt.

  • KM_1996 sagt:

    Ich bin früher mal ein Pferd geritten, daß im Gelände mit Gebiss und Hackamore (statt Nasenriemen eingeschnallt) geritten wurde. Das Hackamore kam nur zum Einsatz wenn das Pferd zu heftig wurde.

    In deinem Fall würde ich das Pferd im Gelände arbeiten. Wenn es im Schritt zu schnell wird – Anhalten, rückwärtsrichten oder seitwärts/übertreten lassen. Wenn es im Trab zu schnell wird sofort zum Schritt durchparieren und neu antraben. Gar nicht erst ins Rennen kommen lassen. Jedes kleinste Entgegenkommen des Pferdes mit weich werdender Hand belohnen (nicht Zügel wegschmeissen) und mit der Stimme loben.

    Meine hat letztens angefangen zu zicken als ich sie abbremsen wollte um wieder neu anzutraben. Sie ist noch was wild, aber wenn sie ruhig ist lobe ich sie auch. Aber ab und zu ist sie einfach sturr. Dann geht sie gar nicht mehr weiter…egal was ich mache :hurra: . Hast du da einen Tipp :)?

  • amiga sagt:

    Wenn es mein Pferd wäre würde ich mir einen anderen Stall suchen, wo ich nicht ins Gelände muss sondern auch sonst normal arbeiten kann. Im Gelände würde ich nur noch Schritt gehen.

    Gruß,
    Amiga

  • Blumchen Blumchen sagt:

    KM_1996:
    Ich kenne deine reiterlichen Fähigkeiten und die Ausbildung deines Pferdes nicht. Wenn dein Pferd zickt mußt du erst recht konsquent dranbleiben und dich durchsetzen. Mit jedem Mal, wo das Pferd „gewinnt“ hast du es schwerer.

    Wenn es gar nicht mehr vorwärts will, kannst du versuchen es umzudrehen und ein Stück in die Richtung die du möchtest rückwärtszurichten. (Bei meinem funktioniert das, wenn er irgendwo nicht vorbei will.)

  • namibia sagt:

    Ein Hackamore mit kurzen Hebeln hat auch nicht viel mehr Einwirkung als eine Trense (ich reite mein Pferd im Gelände mit solch einer Zäumung, wenn es wollte, könnte es sich mir damit genauso entziehen wie mit einer Trense). Es wirkt halt anders, ob das Pferd es akzeptiert, muss man ausprobieren.
    Es liegt am Reiter und nicht an der Zäumung, ob er dauernd zieht oder mehr mit Impulsen arbeitet. Das geht auch mit Trense.
    Ich habe (steinigt mich dafür), als mein Pferd (arab. Vollblut) jung und voller Tatendrang war, im Gelände ein „Snaffle with Shanks“, also ein gebrochenes Gebiss mit Hebel verwendet, bin am langen Zügel geritten und habe dann, wenn er sich über meinen Willen hinwegsetzen wollte, damit deutlich gemacht, dass ich das Tempo vorgebe. Das brauche ich jetzt schon lange nicht mehr.
    Freu Dich, wenn Dein Pferd einen flotten Schritt anbietet, den solltest Du nicht allzu sehr bremsen.

  • Mosquetero sagt:

    ich würd das jetzt verstehen wenn er mir richtig durchgehen würde im galopp und wenn er kaputt ist von selbst durchparieren will und ich dann weiterschick, bis er auf dem zahnfleisch daher kommt das versteh ich, aber darum geht es ja nicht.

    Wird er denn irgendwann langsamer im Trab? Sonst würde ich doch mal versuchen, eine Art Trabverstärkung zu fordern, wenn er keinen Bock mehr hat. Du kannst das, was wir hier für den Galopp vorgeschlagen haben, ja auch im Trab versuchen. Manche Pferde sind auch ganz schockiert, wenn man das schnelle Grundtempo, das sie anbieten, noch nach vorne treibt. Ich glaube nach deiner Beschreibung nicht wirklich, dass es hilft, aber ausprobieren kostet ja nichts. 😉
    Kannst du denn auf dem Platz zu jeder Zeit z.B. Trab-Halten reiten? Denn letztlich wirst du nicht drumherum kommen, die Rittigkeit zu verbessern, gerade bei einem großen, schweren Pferd mit stumpfem Maul.

    Deine Aussage zum Hackamore halte ich für schlichtweg falsch. Man kann damit sehr wohl in Stellung und Biegung reiten, vielleicht nicht so einfach wie auf Trense, aber es geht. Zumindest bei einem Pferd, das ordentlich an den Hilfen steht.
    Ich finde diese Zäumung auch zum Bremsen nicht unbedingt geeignet, außer man hat ein Pferd, was sehr sensibel auf Druck auf der Nase reagiert. Ich gehe dabei davon aus, dass wir ein Hackamore mit kurzen Anzügen bei normaler Verschnallung meinen. Alle drei (sehr unterschiedlichen) Pferde, die ich damit geritten habe, ließen sich deutlich schlechter bremsen als mit Trense. Nach einem Durchgehen hatte ich null Chance zu bremsen, sondern musste warten, bis der Herr langsamer wurde. Sowas ist mir mit Trense noch nie passiert.
    Nach meiner Ferneinschätzung löst ein Hackamore dein Problem nicht.

  • kuwi sagt:

    Was auch zu bedenken ist:

    Man hat mit einer Hackamore faktisch keinerlei Möglichkeit, die Nase zur Seite zu ziehen, wie bei einer Trense.
    Gerade die Variante mit den kurzen Anzügen und dem breiten Lederpolster verkanntet sich gerne im Bereich der Backenknochen, wenn man versucht, mit dem Hack eine laterale Biegung zu erzwingen ( im Falle eines durchgehenden Pferdes )
    Das fügt dem Pferd meistens (ihm unverständliche ) Schmerzen zu, die es eher noch widersetzlicher machen könnten, statt nachzugeben und langsamer zu werden. Und bei den „ich habe einen ausgeprägten Hals und weiß diesen auch einzusetzen“-Typen ist ein solches Hack als „Notbremse“ leider auch eher kontraproduktiv.
    Da hat man mit einer Trense doch mehr Einwirkungsmöglichkeit, um im Falle eines Notfalles den Kopf herumzureissennehmen und versuchen, das Pferd in eine Volte zu bringen – so man Platz hat.

    Falls Du Dir mal wo eines ausborgen kannst: versuch mal am Platz oder Halle, wie der Freibi drauf reagiert – aber versprich Dir im Gelände keine Wunderheilung… zumindest nicht von der Baby-Hack Variante 😉

    Zur Snaffle mit Shanks als Notbremse:
    Man glaubt es nicht, wie viele Pferde mit blauunterlaufenem Zahnfleisch und gravierenden Löchern im Unterkieferknochen herumlaufen, weil die Reiter meinen, mit diesem „harmlos anmutenden“ Gebiss den Vorwärtsdrang ihres Pferdes bremsen zu können.
    Ist ja „eh nur“ eine Trense mit Anzügen, da kann man ruhig mal anreissen mit einer festeren, natürlich korrekt ausgeführten Parade erreichen, daß der Bock steht …… :kotz: :seufz:

  • Mosquetero sagt:

    Man hat mit einer Hackamore faktisch keinerlei Möglichkeit, die Nase zur Seite zu ziehen, wie bei einer Trense.
    Gerade die Variante mit den kurzen Anzügen und dem breiten Lederpolster verkanntet sich gerne im Bereich der Backenknochen, wenn man versucht, mit dem Hack eine laterale Biegung zu erzwingen ( im Falle eines durchgehenden Pferdes )
    Das fügt dem Pferd meistens (ihm unverständliche ) Schmerzen zu, die es eher noch widersetzlicher machen könnten, statt nachzugeben und langsamer zu werden. Und bei den „ich habe einen ausgeprägten Hals und weiß diesen auch einzusetzen“-Typen ist ein solches Hack als „Notbremse“ leider auch eher kontraproduktiv.
    Da hat man mit einer Trense doch mehr Einwirkungsmöglichkeit, um im Falle eines Notfalles den Kopf herumzureissennehmen und versuchen, das Pferd in eine Volte zu bringen – so man Platz hat.

    Das beschreibt in etwa meine Erfahrung mit Hackamore und durchgehendem Pferd! 😉

  • namibia sagt:

    Zur Snaffle mit Shanks als Notbremse:
    Man glaubt es nicht, wie viele Pferde mit blauunterlaufenem Zahnfleisch und gravierenden Löchern im Unterkieferknochen herumlaufen, weil die Reiter meinen, mit diesem „harmlos anmutenden“ Gebiss den Vorwärtsdrang ihres Pferdes bremsen zu können.
    Ist ja „eh nur“ eine Trense mit Anzügen, da kann man ruhig mal anreissen mit einer festeren, natürlich korrekt ausgeführten Parade erreichen, daß der Bock steht …… :kotz: :seufz:

    Wusst ich es doch, ich werde gesteinigt.
    Man kann das auch so anwenden, dass es keine Schäden hinterlässt. Wer es nicht glaubt, darf gerne das Maul meines Pferdes besichtigen.
    Heute habe ich erst ein Dressurpferd auf Kandare gezäumt in der Halle gesehen, eingerollt, das hatte ständig das Maul offen, soweit es die Verschnallung zugelassen hat. Und manche gehen so ins Gelände, natürlich immer mit eingerolltem Hals, damit der Zossen ja keinen Mucks macht.

  • kea sagt:

    ich werds jetzt einfach mal ausprobieren diese woche, meine mitreiterin hat eins das sie mir zu verfügung stellt. auf dem platz und dann schauen wir mal im gelände. werde für notfalle die normale trense mitnehmen, so das ich wechseln kann. sollte er extrem darauf reagieren.

    natürlich ist es grundsätzlich ein rittigkeitsproblem 😀 aber leider verbessern sich reiterlichen fähigkeiten nicht so schnell :blinzel:

    daran arbeiten wir ja auch, ok im moment gerade nicht, aber es soll ja jetzt endlich vom wetter her besser werden und der platz dann endlich reitbar :hurra:

    ein wundermittel wäre klasse 😉 das sucht hier wohl jeder mal für ein problem 😀

    aufm platz ist er wie ausgewechselt, da brauch ich bei übergängen nur dran denken und schon pariert er durch :nix:

    @km 1996
    ich werde wegen sowas bestimmt den stall nicht wechseln, :doh: es wird dadurch nicht besser und ich gehe sehr gerne ins gelände und ich möchte meine pferd nicht in 22 stunden boxen haltung stellen. bei uns hier gibts nur halle und 6 monate koppel, oder jährlicher koppelgang und sandplatz.
    wenn beides möglich wäre, hätte ich ihn bestimmt schon umgestellt. immer noch auf der suche 😉

    ich werde dann berichten

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