Fohlen mit leichtem Überbiss: Einschläfern ?

By Bjutschilp | Zähne, Kopf

So, ich muss mich ‘mal auskotzen, bevor ich gleich wieder im Stall kurz vor der Explosion stehe:

Eine Einstellerin im Stall hat eine Jungstute (wird 5 Jahre alt, Quarter mit Stellungsfehler vorne) gekauft, die tragend war, mit der Prämisse, dass der Vorbesi das Fohlen bekommt.
Ganz abgesehen davon, dass die Stute bereits in ihrem zarten Alter das dritte (!!) Mal tragend war (und letzte Woche wieder neu besamt wurde), was ich zum Kotzen finde :motz: , ist jetzt das Hengstfohlen (gestern war es 14 Tage alt) in des Vorbesis' Ungnade gefallen, weil er angeblich einen Überbiss des Unterkiefers hat und daher schlecht Nuckeln könne.
Das wäre auch der Grund dafür, dass er der Mutter so kräftig mit dem Maul gegen die Zitzen schlägt.
Fakt ist jedoch, dass die Zitzen der Mutter absolut minimalistisch klein sind; und ich beim Blick in sein Mäulchen, wenn überhaupt, feststellen konnte, dass der Unterkiefer vielleicht 1-2 mm länger ist als der Oberkiefer.
Der Kleine hat auch momentan noch die Zunge vorne raushängen, weil er noch keine Zähnchen hat.

Jetzt kommt die Einstellerin mit der Neuigkeit um die Ecke, dass die TÄ meinte, der Kleine müsste operiert werden, und der Vorbesi (ein Zuchtbetrieb mit 25 Fohlen pro Jahr) dazu tendiert, ihn einschläfern zu lassen, wenn sich keiner findet, der ihn haben will, da eine OP mehr kostet, als das Tier wert sei !
Da fällt einem doch nichts mehr zu ein, oder ?

Wir haben jetzt gleich eine konspirative Sitzung am Stall um zu überlegen, was man machen könnte.
Mein Mann mahnte schon, dass ich bloss nichts Unüberlegtes tun soll. :no:

Habe ich kein Auge für einen Überbiss, oder sind schon so geringe Differenzen zwischen Ober- und Unterkiefer ausschlaggebend für eine OP ?
Wir haben eine Stute im Stall, deren Überbiss ist einfach gigantisch, da passen bei geschlossenem Kiefer vorne drei Finger locker zwischen die Zähne oben und unten.

So, jetzt ist es einfach ‘mal raus !!! :bite:

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