Hallo Leuts, ich bin gerade etwas deprimiert …
Aber mal von Anfang an. Heute morgen bin ich mit dem 3 jährigen Westfalen meiner Freundin in die Klinik gefahren. Der Junge steht seit einiger Zeit bei mir (eigendlich schon die Hälfte seines Lebens) da er ein absolutes Montags Modell ist.
Angefangen hat es als er ca. 6 Wochen alt war. Durch enorme Wachstumsschübe hatte er die Wachstumsfugen dermassen gereizt das er kaum laufen konnte. Das haben die Besi und der TA recht gut in den Griff bekommen. Da er ein recht hübsches Pferd zu werden versprach und sein Bruder vor ein paar Jahren Körungssieger war sollte er auch als potentieller Hengstanwärter aufgezogen werden und wechselte als Jährling in eine Hengstherde beim Aufzüchter. Dort hat er sich dann ein halbes Jahr später beim spielen überschlagen. Wir haben ihn dann sofort in die Klinik gebracht, er bekam abschwellende Mittel, Entzündungshemmer und wurde geröngt. GsD nichts gebrochen nur gestaucht. Er blieb also nach seinem Klinikaufenthalt erst einmal bei mir und ging mit unseren Rentnern auf die Weide. Im darauf folgenden Frühjahr wurde er dann kastriert und nach einiger zeit lief er wie ein ganz normales Pferd in meiner Herde mit. Im Herbst hab ich ihn dann zu seiner Besitzerin zurückgestellt. Letztes Frühjahr sollte er dann anfangen zu arbeiten und wechselte ich einen Ausbildungsstall – prommt war wieder irgendetwas. Diesmal war es das Fesselringband das Probleme machte. Nach Rücksprache mit mehreren TÄ wurde er dann im Mai operiert, kam danach wieder zu mir und hatte den Sommer Zeit sich zu erholen. Letzten Monat wurde der Fesselkopf noch einmal geschallt – alles i.O. – also hab ich ihn mit an die Reithalle genommen und angefangen ihn zu arbeiten. Die Besi und ich hatten abgesprochen das ich ihn anreite da ich ihn gut kenne und sofort merke wann irgendetwas nicht stimmt. Die ersten 10 Tage gab es auch keine Probleme, er machte gut mit und kann schon ganz anständig im Kreis laufen und dann fing er an zu tickeln. Nicht viel aber es war da. Unsere TA kam und hat das Gelenk abgespritzt und das Pferd lief klar. Also lag der Verdacht nahe das es sich um evtl. Folgen der Fesselringband OP vom Frühjahr handelte – evtl. Verklebungen etc. Also Termin in der Klinik machen und da war ich dann heute. Meine Freundin mußte arbeiten also bin ich allein mit ihm los. Es sind 3 Stunden lang Voruntersuchungen und Tests gemacht worden dann bin ich in Rücksprache mit der Besi allein nach Hause gefahren. Die nächsten 2 – 3 Tage werden noch Tests veranstalltet. Der Verdacht auf Spätfolgen nach der OP ist nicht mehr aktuell. Vielmehr sind die Docs der Meinung das es sich um die Folgen der Ataxie handelt….. Aber die hatten wir (so glaubten wir wenigstens) schon lange hinter uns gelassen.
Was soll denn aus ihm werden wenn es sich wirklich noch um die Ataxie handelt?? Man kann doch einen 3jährigen nicht schon in Rente schicken …
Und dabei ist er so ein grottenbraver ehrlicher und hübscher Kerl. Ich könnt heulen ;(
Sorry für den Roman aber ich mußte das nun mal loswerden.

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