Das elendige Magengeschwür

By Pelle | Kolik, Verdauung

Nachdem ich jetzt einige Geschichten über diffuse Magengeschichten las:

Kleine Geschichte:
Seit 2005 Besitz und seitdem immer großzügiger Offenstall:
Mein Pferd war immer etwas auffällig mit
etwas anlecken von Gegenständen, Holz anfressen, mal “voll” gefressen von der Weide geholt (etwas aufgebläht, nicht schlimm, wie halt manche Pferdebesitzer ihre Pferde von der Weide holen)), am nächsten Tag mal etwas gewundert, dass doch so etwas weniger drauf ist. Heu wird dauerhaft getunkt. Alles mal weniger, mal wochenlang garnicht, kann man nicht messen. Die allgemeine Meinung: “der ist doch brav, schaut doch gut aus.” Fand ich ja auch.
Interieur ist er doch manchmal büffelig, wenn er anderer Meinung ist, aber ansonsten gut händelbar.
Wochenlang gibt es ein völlig normales Pferd, bis dann mal diese Kleinigkeiten auftreten..und wieder verschwinden. Problem: er zeigt seine Beschwerden nur diffus, also mehr als recht unauffällig.
Reiterlich verhaltend, wurde zwar besser, aber nie ganz sicher,
Dann berufsbedingt Umzug 2007 in einen Offenstall, augenscheinlich völlig unproblematisch.

Umzug im August 2010: Pferd kommt in einen Offenstall mit zwei weiteren, u.a. seine Herzensdame, die er wirklich ernst nahm. Die dann auch leider verkauft wird. Die Augenkuhlen machten sich für mich bemerkbar, ansonsten gesundes BMI. TA hatte keine Bedenken (Impftermin). Silvester schwere Gaskolik, wir wollten ihn einschläfern.

Seit März 2011, Umzug: der letzte Umzug hat das Fass zum überlaufen gebracht. TA da wg. wiederkehrender leichten Schlundverstopfungen, oder doch Koliksymptomen, andauernden Husten,..hatten wir alles doch schon mal in wechselnder Reihenfolge. Aber geballt? Ja wer legt zuerst das Ei? :wacko: Ach, ich vergass, der Hufrollenbefund, der doch als Weidepferd in “Schach” war..

Behandlung mit Gastrogard, über mehrere Wochen. Wichtig die Rauhfutterumstellung. Im Sommer war er halt abend in der Box, da er draussen das Heu nicht frass, sondern dem Gras den Vorzug gab.

Fazit:
Ich war bekennender Offenstaller. Ich weiss jetzt, dass er seine “Ruhezonen braucht. Er steht jetzt im Stall. Mit all seinen damaligen Problematiken. Er hustet nicht mehr, er bekommt keine SV, keine Koliken. Ich füttere regelmäßig Mash und morgens unmelassierte Rüschnies mit Haferflocken und Öl. Dazu kontinuirlich Heu (bedampft) und Heulage.
Seit Schmiedwechsel läuft er auch mal wieder lahmfrei.
Stoffwechsel?

Und der eigene Ehrgeiz, dass ich nichts mehr von diesem Pferd möchte, ausser dass er sein Leben auf der Weide mit seinen (hoffendlich) langen Kumpels verbringen kann.. Stallwechsel wird es nicht mehr geben, egal wie es ausgeht.

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