Chronisch- rezidivierende Blinddarmobstipation

By Aragon | Kolik, Verdauung

Hey!
Der mittlerweile 14-jährige Andalusierhengst meiner Freundin hat eine chronische Blinddarmverstopfung. Letztes Jahr um diese Zeit wurde er immer dünner und elender, ohne erkennbare Ursache. Eines Tages dann hatte er eine schwere Kolik, war in der Klinik, Ergebnis: Blinddarm bis oben hin verstopft, Nervenenden bereits stark geschädigt. Er hat sich dort nach einer Woche wieer halbwegs bekrabbelt, aber seitdem bekommt er immer wieder Verstopfungen im Blinddarm und ist insgesamt ein Schatten seiner selbst, sieht aus wie ein 30-jähriger Klepper. Zwischendurch gibt es gute Phasen, jetzt gerade fast ein halbes Jahr ganz okay, vorsichtig wieder aufgebaut, und nun hatte er wieder leichte Koliksymptome und war 2 Wochen lang verstopft, schmerzempfindlich in dem Bereich, hat nicht gefressen. Laut Klinik und TÄ geht das dann jetzt wohl immer so weiter … und sie ist verständlicherweise total ratlos. Das Pferd soll täglich leicht bewegt werden, tut aber von sich aus keinen Schritt, man muss ihn wirklich zwingen, nur im Gelände geht es halbwegs. Er ist die Hälfte von dem, was er mal war, hat dickes “Angstfell” bekommen, kaut oft leer, einfach ein trauriger Anblick. Andererseits geht es ihm auch wieder nicht wirklich dreckig, er frisst, scheint meist keine Schmerzen zu haben, ist auch halbwegs reitbar (ohne Leistungsanspruch).

Erstens wollte ich gern mal fragen, ob ihr noch Tipps habt, wie man dem Pferd helfen kann. Er bekommt, wenn er keine akuten Probleme hat, Heu satt, dazu kleine Portionen Mash mit Paraffinöl und EM-H. Gibt es vielleicht irgendwas homöopathisches zur Unterstützung der Darmtätigkeit?

Dann wollte ich mal ein Stimmungsbild einholen, was ihr machen würdet. Einfach so weitermachen, so lange es eben geht? Pfed kastrieren und irgendwo in eine nette, ruhige Rentnergruppe integrieren? Einschläfern?

Blöde Sache … 🙁

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