Hufgelenk- Arhtroskopie und Koppelgang….ich will nicht unvernünftig sein! Brauche Rat…

By testadmin | Bewegungsapparat, Lahmheiten

Hallo zusammen,

ich brauche mal dringend Rat von euch.
Mein Pferd wurde ja nach langer Lahmheitsgeschichte am 10.01.08 operiert am Hufgelenk (Arthroskopie), der Schaden am Knorpel war schon ziemlich arg, deswegen haben auch die Injektionen nicht geholfen. Der Knorpel wurde geglättet und die Chancen ihn als Freizeitpferd zu nutzen sind ganz gut (es ist ein Tinker, mehr wie ausreiten möchte ich eh nicht mehr), er ist 15 Jahre alt.

Meine Ärztin ist leider kurz vor der OP in Mutterschaft gegangen, und ich wurde an einen neuen Arzt weitergegeben (der Chefarzt hat ihn operiert), die sind alle sehr nett….aber nicht so wie meine Ärztin eben war. Und ich bin mir unsicher….und mein Pferd tut mir sehr leid….

Weil: Seit dem 13.06.07 steht er in der Box (er stand vorher 10 Jahre lang bei mir täglich auf der Weide)……da bekam er die erste Injektion, Koppel wurde verboten, er wurde kontrolliert bewegt im Schritt und jedes mal nach 1 Woche Trab war er wieder lahm, allerdings nur ein ticken im Trab. Das hat sich dann mit 3 Injektionen bis zum Januar hingezogen, bis er dann operiert wurde. Mir tut er einfach nur leid…..die Sonne scheint nun…..bald wird es Frühling usw.

Ich habe ein Aufbauprogramm bekommen, am 10.01.08 wurde er operiert, 12 Tage Boxenruhe, dann bis heute täglich je 15 Minuten führen, ab heute fahre ich dann wieder mit ihm zur Halle (habe keine) und führe dort weiter mit meinem andren Pferd zusammen, das wird ihm gefallen, im Schritt immer langsam steigernd bis zu 45 Minuten. Am 10.04.08 soll dann Nachkontrolle sein, um dann das ok für’s reiten und auch zum traben zu bekommen um ihn aufzubauen (wenn das Bein nicht ok ist, geht er eh in Rente).
In 2 Wochen darf er lt. TA dann täglich ein wenig aufs Paddock…..wir haben einen kleinen Paddock, aber um ihn da unbeaufsichtigt drauf zu stellen das geht nicht (ist eigentlich zum Longieren gedacht) und wenn es regnet ist der Boden nicht gut, also muss ich mich da anpassen und kann ihn dann nur abends drauf lassen wenn ich da bin, aber ok.
Auf der Koppel einen kleinen Teil abtrennen ist auch sehr ungünstig, ich hätte Bedenken das er durch den Zaun rennt wenn die andren toben (unter diesen Umständen jetzt, wenn er täglich draussen ist, dann schlendert er für gewöhnlich im Schritt über die Koppel, die ist riesig).

D.h. nach der OP dauert es 3 Monate bis das Pferd wieder traben darf, geritten werden darf usw. dabei habe ich in der Klinik gleich gesagt das ich nicht unbedingt reiten will, mir ist das egal, von mir aus kann er Rentner werden, mir ist das wichtigste das er endlich wieder mit den andren raus darf auf die Wiese. Ich will gar nicht mehr reiten.
Der TA meinte das Aufbauprogramm sei sehr wichtig und das er nicht unkontrolliert rumhüpft, denn nach so einem Schaden (der ja massiv war) braucht das Gelenk 3 Monate um sich zu regenerieren mit Ersatzknorpel usw. (das der nicht mehr so stabil ist wie der Ursprungsknorpel weiss ich), das es eben später auch hält.

Ich bin momentan hin und hergerissen zu sagen, ich führe ihn nun noch 4 Wochen und wenn der Boden ok ist, ab auf die Koppel mit ihm, oder ich tu eben was der Arzt sagt (was ich übrigens seit dem 13.06. immer penibel eingehalten habe……).
Ist das unvernünftig? Ist es besser die 3-4 Monate nun noch durchzuziehen? Soll ich auf den Arzt hören? Ich hab so ein schlechtes Gewissen mittlerweile ihn so lange eingesperrt zu haben…..
Er ist nach wie vor superbrav, er läuft artig mit mir, er erschreckt nicht, er tobt nicht in der Box, er ist ein wahnsinnig liebes liebes Pferd, eigentlich ein Wunschpatient für Beingeschichten…..

Trotzdem bin ich grad echt drauf und dran unvernünftig zu werden, oder findet hier noch jemand das es Zeit ist ihn endlich raus zu lassen?
….es ist echt schwer für mich momentan…..tagtäglich alle draussen, nur er nicht und das seit einem ¾ Jahr, ich merke grad wie das an meinen Nerven zehrt….

LG
Bellinchen

(9) comments

Add Your Reply
>