Galopphilfen

By maurits | Archiv: Ausbildung

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anlässlich der Diskussion im Tinus-Fred bezüglich der verschiedenen Formen, wie man die Galopphilfe geben kann, bitte ich hier um regen Austausch.
Wie galoppiert Ihr an, und warum?

lg
maurits

  • Avatar Briana sagt:

    Da wir meiner RB versuchen beizubringen das man Hand- und nicht Kreuzgaopp geht 😉 baut sich mein angaloppieren wie folgt auf :

    1. Stange in der Halle liegen haben
    2. 5-6 Trabschritte vor der Stange aussitzen
    3. Hand weit nach innen nehmen
    4. 4-5 Schritte vor der Stange äußeres Bein deutlich zurück
    5. ÜBER der Stange gleichzeitig mehr inneres Bein und leicht! anticken mit der Gerte des inneren Hinterbeins

  • Bille21 Bille21 sagt:

    Wie galoppiert Ihr an,

    So wie von Nessi im Tinus-Fred beschrieben: Gewicht nach innnen, innere Hüfte etwas nach vorne, den äußeren Schenkel verwahrend hinter den Gurt, mit dem inneren Schenkel etwas mehr Druck und dabei mit der inneren Hand etwas nachgeben, um den Galoppsprung „heraus zu lassen“.

    und warum?

    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich darüber noch nicht nachgedacht habe. :red: Weil ich es so gelernt hatte und es in der Regel auch klappte.

    Als ich damals Nardos Vorgänger Tierro kaufte, war der jedoch so ausgebildet, wie Babsy es beschrieben hat: die Galopphilfe kam mit dem äußeren Schenkel. Am Anfang gab es beim Angaloppieren ordentlich Probleme, weil wir offensichtlich in unterschiedlichen Sprachen redeten. Allerdings kam bei ihm erschwerend dazu, dass er in Halle und auf dem Platz massiv geklemmt hat, so dass der Galopp nur ein kleiner Teil unserer Probleme war. Wir haben ihn dann von der Galopphilfe her „umgestellt“ auf meine „Reitweise“ und dann klappte es mit der Zeit im Rahmen unserer Möglichkeiten ganz gut.

  • Avatar santimo000 sagt:

    Ich galoppiere meinen Wallach innensitzend über das innere Bein an. Das äussere Bein liegt nur leicht verwahrend am Pferd. Die innere Hand gibt beim Ansprung nach. Warum? :nix: Weil ich und das Pferd scheinbar auch, sonst würde er nicht reagieren, so gelernt haben. Ich kann mich aber an viele, vor allem Schulpferde, erinnern bei welchen man das äussere Bein sehr weit zurücknehmen und permanent Druck ausüben musste dass sie überhaupt angaloppieren resp. im Galopp bleiben. Ich empfand das immer als äusserst anstrengend und verkrampfe durch diese „Beinhaltung“.

  • missredcat missredcat sagt:

    Gewicht nach innen, innere Hüfte etwas vor, äusseres Bein leicht zurück,
    Hand innen sanft vor, kurzer Impuls mit äusserem Bein, zack Galopp.
    Dann erhält im weiteren Galoppverlauf das innere Bein den Takt und Fleiss.

  • Avatar maurits sagt:

    ich so wie nessi beschreibt, und eigentlich ist das ja wie bei missredcat, nur dass wir den Impuls nicht aussen geben sondern innen.
    Mein alter Gerrit war so fein auf Galopphilfe eingestellt, dass man den nur noch über die Sitzverlagerung angaloppieren konnte. Also Sitzverlagerung im Sinne von innere Hüfte etwas vor, somit kommt das äussere Bein auch verwahrend hinter den Gurt, und dann reichte ein winziger kaum spürbarer Impuls, eigentlich nur eine kurze Muskelanspannung und er sprang immer sauber in den Galopp.
    Bei Mau brauche ich noch teilweise etwas mehr „Druck“, das liegt aber auch an seinen Antwortlatenzen die er teilweise auf reiterliche Hilfen zeigt. 😀

    lg
    mau

  • Bille21 Bille21 sagt:

    Babsy, wenn das äußere Bein den Impuls zum Angaloppieren gibt, warum erhält dann das innere Bein den Takt und Fleiss?

  • missredcat missredcat sagt:

    Ergänzend hinzugefügt: Der Impuls des äuseren Schenkels wird mit der Zeit immer mehr minimiert, ich sehe hier bei unseren Bereitern keine offensichtliche Hilfengebung.
    Ausserdem ist es bei jungen Pferden hilfreich, sie in einer leichten Aussenstellung anzugaloppieren, das ist die natürliche Haltung (wie z.B auf der Weide)
    und fällt ihnen leichter.

  • Avatar maurits sagt:

    ich wage zu behaupten, dass das innere Bein trotzdem treibend wirkt, auch in der Hilfe zum Angaloppieren, nur dass der Fokus einfach mehr auf den Einsatz des äusseren Beins gerichtet ist.
    Wir geben ja durch das reine Zurücknehmen des Aussenbeines ebenfalls einen Impuls, den das Pferd wahrnimmt.

    lg
    maurits

  • Avatar Talimeth sagt:

    Liebe Leute,

    zunächst noch enmal frohe Weihachten.

    Ich darf einmal einige Gedankn zum Galoppieren aus mener Sicht zum besten geben. Zunächst bin ich der Überzeugung, dass auch das galoppieren aus dem Körperzentrum kommt. Das sieht man übrigens bei allen guten Reitern, egal aus welcher Tradition. D.h. ich stelle mir den Galopp vor, lasse ihn in mir Wirklichkeit werden und nehme das Pferd einfach mit. In meinen Augen ist damit auch die Diskussion, ob innere oder äußeres Bein unwichtig. Denn mit meinem Weg ergibt sich die korrekte Schenkellage automatisch. Ich lege kein Bein zurück, sondern das geschieht einfach von der Mittelpositur ausgehend. Aufgrund dessen, dass die Bewegung aus dem Zentrum kommt geht die Hand ebenfalls leicht nach oben mit rotierend (keine aktive Ausführung) und unterstützt dadurch zusammen mit dem Zentrum, dass das Pferd im Gleichgewicht bleibt und nicht nach vorne überkippt. (Übrigens: Dasselbe im leichten Sitz). mache ich dann meine Bewegung größer und bringe dabei die äußere chulter etwas mehr vor, so wird der Galoppsprung größer, mache ich meine Bewegung kleiner, so wird der Galopppsprung kleiner.

    Ich glaube, dass so dinge wie innen Druck oder außen Druck etc in der Regel gar nicht so viel weiter helfen. Wird es korrekt gemacht, so ergibt sich das eh vo alleine. Wichtig ist, dass ich in meinem Körper selbst die richtige Bewegung, das richtige Bewegungsgefühl habe. Wichtig ist das richtige Öffnen und Schließen der Hüftgelenke, ein Rhythmusgefühl und das innere Bild wie der Galopp richtig sein soll.

    Aufpassen muss man und darf das Pferd nicht zuviel schieben, sonst kommt es in einen falschen Vierschlag und fällt auseinander. Wichtig ist auch, im eigenen Körper nach oben zu denken. Das hilft dem Pferd, den Rücken zu heben, rund zu springen und den richtigen Takt zu finden. Wichtig ist auch, die Pferdenase immer nach vorne zu lassen. Lieber keine Genickbiegung als ein eingerolltes Pferd. Das eingerollte Pferd kann nicht korrekt gehen, auch nicht über den Rücken, wohl aber das Pferd mit offenem Genick.

    Was häufig hilft, ist an Travers, d.h. der Galoppstellung zu denken, Schulterherein, Gerade-Gebogen etc. verlangt vom Pferd schon einiges. Da muss amn dann auch schauen, weil das Pferd dann eher zum Umspringen neigt.

    So, liebe weihnachtliche Grüße xmas xmas xmas

    Talimeth

    @maurits: Nach meiner Erfahrung kommt das beste Ergebnis, wenn das Treiben ncht vom Schenkel, sondern ebenfalls vom Körperzentrum kommt. Sally swift sagte mal: sich vorstellen, ab dem Oberschenkel amputiert zu sein. darin unetrscheidet sich übrigens der von mir dargestellte Ansatz mit dem von Meyners, der tatsächlich an das Treiben mit dem Bein denkt. Mein Ansatz hat sich in meiner Erfahrung aber sehr gut bewährt und födert sehr die Harmonie der beiden Partner.

  • Avatar Sky0202 sagt:

    Hallo,
    im Prinzip kann man jedem Pferd eine andere Hilfe als seine „Hilfe“ für eine bestimmte Lektion beibringen. Es ist ja nur eine Konditioniereung 😀 . Ein bestimmter Reiz (Hilfe, Geräusch, Lied singen … 😛 etc.) löst eine bestimmte gewollte Reaktion aus, dass das Pferd eben „verknüpft“. Bei meinem jetzigen Stütchen ist es z.B. so, dass ihr die innere Hüfte wichtiger ist, als jegliche andere Hilfen. Wir haben uns in den Jahren so eingespielt, dass ich eben nur noch darauf achten muss sie einzurahmen und dann geb ich ihr einen winzigen Schubs mit der inneren Hüfte.

  • Avatar Talimeth sagt:

    Unabhängig ob es wissenschaftlich betrachtet so ist oder nicht: man sollte sich nach meiner Erfahrung losmachen von dem Gedanken, ein Pferd auf etwas zu konditionieren. Aus dem eigenen Körper vorgeben, halte ich für die bessere Vorstellung für jede Hilfengebung.

  • Avatar kuwi sagt:

    Als ich vor ewig langen Zeiten noch „richtig englisch“ geritten bin auf teilweise sehr sehr gut ausgebildeten Pferden, waren die Hilfen auch so wie oben von Missredcat beschrieben. Das innere Bein „massierte“ dann im Takt und laut Reitmeistern mußte der Galopp so geritten werden, wie wenn ich jeden Galoppsprung neu aus dem Pferd herausreiten und wieder frisch angaloppieren wollte.

    Jetzt bei meinen „mixstyle“ gerittenen Semi-Western-Ponnies tendiere ich eher zu einer Galopphilfe, wie es Talimeth beschreibt:
    Ich sitze gerade am Pferd, inneres Bein lang und gerade, äußeres eigentlich auch lang und nur minimal weiter hinten – wie es sich eben aus Stellung und Biegung des Pferdes unter mir heraus ergibt. Die „Hilfe“ selber ist de facto mehr eine Art visualisieren und ganzkörperlich umsetzen und als solches sehr schwer zu beschreiben und definieren.
    Ab dem Moment wo das Pferd galoppiert, gebe ich keine weiteren Galopphilfen mehr. Takt und Tempo werden über den Sitz und über minimales vor- und zurücknehmen der Zügelhand definiert.

    Gleichwohl springen meine Pferde bei anderen Reitern auf die „normalen 08/15 Standart-Galopphilfen“ wie von Bille beschrieben auch korrekt an.
    Nur zuviel Gewicht auf den inneren Sitzhöckern wird von den Pferden meistens mit Außengalopp quittiert 😉

  • Bille21 Bille21 sagt:

    Als ich vor ewig langen Zeiten noch „richtig englisch“ geritten bin auf teilweise sehr sehr gut ausgebildeten Pferden, waren die Hilfen auch so wie oben von Missredcat beschrieben. Das innere Bein „massierte“ dann im Takt und laut Reitmeistern mußte der Galopp so geritten werden, wie wenn ich jeden Galoppsprung neu aus dem Pferd herausreiten und wieder frisch angaloppieren wollte.

    Aber das ist genau der Zusammenhang, den ich nicht verstehe: zum Angaloppieren kommt das äußere Bein zum Zug, aber zum Weitergaloppieren das innere? :nix: Ich kenne es eben auch so, dass eben jeder Galoppsprung so geritten wird wie erneutes Angaloppieren. Und das wäre in dem Fall ja dann das äußere Bein… ?(

  • Avatar Daiwana sagt:

    Danke Talimeth, jetzt wird mir klarer, denn ich habe mich immer leicht darüber gewundert,
    woher mein junges Pferd wusste, dass es bei meiner Hilfe jetzt Angaloppieren soll,
    obwohl es den Galopp unter dem Reiter noch gar nicht kannte..
    Es klappt sofort und auf dem Punkt, ohne zig Versuche, oder Nachtreiben.
    Wobei wir uns allerdings beide über den ersten Galoppsprung erschrocken hatten.
    Ich, weil ich nicht mit diesem riesigen Bergauf Galopp gerechnet hatte und sie ,
    weil ich nicht wirklich mit ihrer Bewegung mitkam.
    So das der erste Galopp nur ein paar Sprünge war…doch es war eine tolle Erfahrung.

    LG
    Heidi

  • GidranX GidranX sagt:

    Es kommt ja darauf an, was genau ich tun will und ich will es meinem Pferd ja LEICHT machen. Meine Beine sind für das jeweilige, gleichseitige Hinterbein zuständig. Will ich das das innere Hinterbein aktiver ist, dann gebe ich mit meinem inneren Schenkel den Impuls, die treibende Hilfe. Will ich verhindern das die Hinterhand abdriftet, lege ich den äusseren Oberschenkel etwas zurück und halte sie damit in der Bahn. Wie deutlich ich diese Hilfen geben muss, kommt auf den Ausbildungsstand des Pferdes an. Viel später sieht man eben nix mehr von unten. Welche gedanklichen Hilfen der Reiter benötigt – also z. b. die Schulter frei zu machen/halten weil er z. B. beim angaloppieren dazu neigt nach vorne zu fallen, ist m. M. nach eine etwas andere Baustelle. Dann helfen diese Tipps nach oben zu wachsen, oder mit dem äusseren Gesäßknochen vermehrt Gewicht nach hinten zu bringen.
    Was ich nicht verstehe ist, wieso ihr nach Innen sitzt? Was soll das denn bringen? Also was bezweckt ihr damit?

  • Avatar Talimeth sagt:

    Wobei es eigentlich klar ist, dass ein betontes Gewicht innendas Pferd zum Außengalopp anregt, muss es doch die innere Seite HEben. So reiten eigentlich alle Reiter die Wechsel durch Sitzen nach innen,d.h. der neuen äußeren Seite. Dass es in der Reitlehre anders steht, die inere Seite muss freigegeben werden.

    Ganz allgemein: Ich bin ganz nd gar nicht davon überzegt, dass es Sinn macht, innen oder außen zu sitzen. Das führt nur zu schiefen Becken etc. Auch hier ergeben sich die Dinge von allein. ICh sitze immmer möglichst mittag im Sattel. Ein bewußtes umverlagern des Gewichts mache ich nie. Das kommt bei richtigem Gebrauch des Körpers von selbst.

    Gruß Talimeth

  • Avatar kuwi sagt:

    Als ich vor ewig langen Zeiten noch „richtig englisch“ geritten bin auf teilweise sehr sehr gut ausgebildeten Pferden, waren die Hilfen auch so wie oben von Missredcat beschrieben. Das innere Bein „massierte“ dann im Takt und laut Reitmeistern mußte der Galopp so geritten werden, wie wenn ich jeden Galoppsprung neu aus dem Pferd herausreiten und wieder frisch angaloppieren wollte.

    Aber das ist genau der Zusammenhang, den ich nicht verstehe: zum Angaloppieren kommt das äußere Bein zum Zug, aber zum Weitergaloppieren das innere? :nix: Ich kenne es eben auch so, dass eben jeder Galoppsprung so geritten wird wie erneutes Angaloppieren. Und das wäre in dem Fall ja dann das äußere Bein… ?(

    Weil das äußere Bein nur verwahrend wirken sollte und dem Pferd deutlich machte, daß es seine Hinterhand minimal nach innen stellt und so korrekt anspringt ❓ Während die eigentliche treibende Hilfe dann vom inneren Bein kommt :denk:

    Das Ganze ist weit über 20 Jahre her und die damaligen Lehrmeister leben nicht mehr, sonst hätte ich gerne nachgefragt. Aber damals war das für mich eben einfach so – und die Pferde haben das so gekannt und gemacht.
    Auch bei so Späßen wie Galopppirouetten diente ja das äußere Bein zum Einleiten der Wendung und um das Pferd ums durchspringende Hinterbein zu drehen, während das innere Bein „massierend“ sicherstellte, daß das Pferd weitergaloppiert …. da hätte das äußere Bein ja nicht treiben können :daumen:

    edit: Ich sitze ja an sich gerade – aber mit Tendenz nach Außen beim Angaloppieren, um – bildlich gesprochen – das Pferd vor mich zu schieben in die Galoppbewegung. Drum auch die Probleme von anderen Reitern, die meine Pferde oft erst in den Außengalopp bringen. erst mit der deutlichen Ansage“ Setz Dich mal nach außen“ gelingt da oft der Handgalopp :nix:

  • missredcat missredcat sagt:

    Das vorschieben der inneren Hüfte, das nachgeben der inneren Hand und der sanfte Impuls des leicht zurückgelegten äusseren Schenkels, lässt das Pferd mit dem äusseren Hinterbein in den Galopp springen. Das äussere Hinterbein springt zuerst an.
    Der innere Schenkel treibt NICHT jeden weiteren Schritt heraus, sondern erhält den Galopp und aktiviert das Abfussen des inneren Hinterbeins.
    Im Prinzip sieht man gar nichts von der Schenkelhilfe. Oberstes Gebot sind ein gutes Vorbereiten und eine korrekter Sitz, mit minimaler
    Hilfe sollte das Pferd anspringen (mein Ziel irgendwann, ich bin davon noch etwas entfernt *hüstel*).
    Es wird nicht jeder Galoppsprung wie neues angaloppieren geritten.

  • Avatar Talimeth sagt:

    Das Pferd weiter treiben,… auch da sollten wir getrost auf das Pferd vertrauen. Dass es weitergaloppiert. Wir müssen gar nciht soviel machen, wenn es denn im Gleichgewicht ist.

    Ic h denke, dem Pferd vertrauen ist eine wichtige Hilfe. Sie hilft uns, zuviel zu machen.

  • Avatar Wumba sagt:

    fd
    Häh? Wo ist denn jetzt mein Beitrag hin? ?( 8|

    Ich schreibs noch mal. In etwa stand da:

    Den äußeren Schenkel zurück zu nehmen, ist die Krücke dafür, die innere Hüfte vor zu nehmen. Denn das ist die eigentliche Galopphilfe. Innere Hüfte vor ermöglicht es dem Pferd erst, mit dem inneren Hinterbein unter den Körper zu springen. Der äußere verwahrende Schenkel begrenzt und gibt den Rahmen nach außen. Denn beim Handgalopp gibt es ein eindeutiges innen und außen. Mit dem äußeren Bein erfolgt kein Impuls. Das innere Reiterbein regt das innere Hinterbein an, vermehrt unter den Schwerpunkt zu springen. Auch das geht nur, wenn die Reiterhüfte den Platz dafür freigibt und das Hinterbein nicht blockiert. Das erklärt auch, warum man jeden Sprung so sitzen sollte, wie beim ersten Angaloppieren. Die Reiterhand gibt die Stellung für den Handgalopp vor (innen/außen). Die innere Hand geht, ebenfalls aus dem Vornehmen der Hüfte heraus automatisch, etwas vor, um den Galoppsprung von hinten nach vorne durch zu lassen.

    Die Galopphilfen resultieren aus den anatomischen Vorgaben des Galopps. Und ermöglichen damit ein kontrolliertes, formgebendes Reiten. Aufmerksammachende und Hinterkiste ranholende Vorarbeit vor dem ersten Galoppsprung gehören dazu.

  • GidranX GidranX sagt:

    Der innere Schenkel treibt NICHT jeden weiteren Schritt heraus, sondern erhält den Galopp und aktiviert das Abfussen des inneren Hinterbeins.

    Wäre aber dann ein Widerspruch in sich. Treiben meint ja, das Abfussen zu aktivieren. Kommt dann ja auf´s Pferd an und wie es eingestellt ist, ob ich bei JEDEM Sprung wieder auf´s neue erwähnen muss, dass es (aktiver) galoppieren soll weil sonst der Motor ausgeht oder ob es reicht zu Anfang einmal das Hinterbein zu aktivieren und dann erst wieder, wenn ich z. b. den Galopp verstärken will.. :nix:

  • Avatar nessi sagt:

    Talimeth, ich unterschreibe bei Dir, bei allen Deinen Beiträgen, die Du hier geschrieben hast!
    :thumbsup:

    Ich denke nicht vor jeder Hilfengebung drüber nach, wie und wann ich welche Hilfe wo genau geben muss. Sondern das passiert aus dem Gefühl heraus…
    Mittlerweile galoppiere ich auch mehr aus der Gewichtsverlagerung heraus an mit anliegenden inneren Bein, ohne irgendwo viel Druck zu machen.
    Die Hilfengebung erklärt sich aus der Situation heraus von alleine….deshalb ist es gar nicht so einfach, das genau theoretisch wieder zu geben. :rolleyes:

    lässt das Pferd mit dem äusseren Hinterbein in den Galopp springen. Das äussere Hinterbein springt zuerst an.

    Das stimmt mMn nicht….das äußere Hinterbein fängt mit der Stützphase an, das innere Hinterbein springt zuerst in den Galopp!

  • missredcat missredcat sagt:

    Nessi: Das inneren Hinterbein ist schon Nummer 2 in der Abfussfolge.
    Kein Widerspruch, so mein ich das Gabi :friend:, bei Kasper reicht manchmal der erste Impuls nicht so ganz aus, zumindest wenn ich oben sitze, ist er nicht gut genug am Sitz, da kann man schon mal vergessen dass der Motor anbleiben soll 😀 . Da bedarf es stellenweise einer kleinen Erinnerung mit dem inneren Schenkel. Bei nicht so energiesparenden Pferden wie Kasper, sieht die Dosierung des Galopperhaltens anders aus.

  • missredcat missredcat sagt:

    Drüber nachdenken tu ich während des Reitens auch nicht, man macht es einfach automatisch.
    Doch frage ich gerne nach einer Lektion nach, warum wieso und weshalb und stellenweise schau ich dann so in etwa ?( 8o

  • Avatar nessi sagt:

    Das ist richtig!
    Aber das innere springt trotzdem zuerst in den Galopp unter den Schwerpunkt, was ich durch den leichten Druck mit dem inneren Schenkel ja fördere.
    Das Äußere springt nicht in den Galopp, es beginnt mit der Stützphase, damit das innere anspringen kann.

  • Avatar Wumba sagt:

    missredcat: Nessi hat das richtig erklärt. Im Fußfolgeschema ist das äußere Hinterbein zwar „zuerst“ aktiv, das meinst Du vermitlich. Der eigentliche erste Galoppsprung beginnt aber mit dem Vorfußen des inneren Hinterbeins.

  • GidranX GidranX sagt:

    Genau so Wumba..und auch Dein erster Beitrag entspricht meinem Verständnis von einer richtigen Galopphilfe.
    Wie ich schon schrieb sind die Dinge die Talimeth meint eher Hilfen für den Reiter um dem Pferd das angaloppieren zu erleichtern.

  • Avatar Daiwana sagt:

    Genau so Wumba..und auch Dein erster Beitrag entspricht meinem Verständnis von einer richtigen Galopphilfe.
    Wie ich schon schrieb sind die Dinge die Talimeth meint eher Hilfen für den Reiter um dem Pferd das angaloppieren zu erleichtern.

    Worin besteht da jetzt der Unterschied?

  • GidranX GidranX sagt:

    Genau so Wumba..und auch Dein erster Beitrag entspricht meinem Verständnis von einer richtigen Galopphilfe.
    Wie ich schon schrieb sind die Dinge die Talimeth meint eher Hilfen für den Reiter um dem Pferd das angaloppieren zu erleichtern.

    Worin besteht da jetzt der Unterschied?

    Das eine sind Gegebenheiten, die vorhanden sein müssen, damit das Pferd überhaupt (leichter) angaloppieren kann mit Reiter oben drauf. Den Impuls aus dem Hinterbein, die freie innere Schulter, die Möglichkeit überhaupt nach vorne frei springen zu können (also kein festhalten mit dem Zügel). Könnte man vielleich auch lösen, indem der Reiter Handstand auf dem Pferd macht und als Kommando für ein aktivieren des Hinterbeines schnalzt.
    Das andere sind die Sitzprobleme des Reiters. Ein Reiter der zusammengesunken auf dem Pferd sitzt, benötigt z. B. das Bild nach oben zu wachsen, dadurch positionieren sich oftmals auch andere Körperteile – Hände u. Beine – besser und sorgen somit dafür, dass die Gegebenheiten die das Pferd benötigt, vorhanden sind.
    Ein Reiter der astrein sitzt, benötigt diese nicht. Ein Reiter der anders falsch sitzt, braucht andere Anweisungen. Die betreffen ja nicht das Pferd an sich. Versteht einer was ich meine.. 8|

  • Avatar Talimeth sagt:

    Ich kann beides nicht trennen. Für mich ist das Pferd der Spiegel des Reiters und auch wenn das Pferd Probleme hat, kann ich dem Pferd nur durch meine Einwirkung, d.h. durch meinen guten Körpergebrauch, meinen Selbstgebrauch helfen.

    Natürlich muss ich ein gefestigtes inneres Bild haben, um zu wissen, wie das Pferd gehen muss, welche Haltung, welche Taktfrequenz, welchen Spannungsgrad etc das Pferd haben soll, wenn ich es angaloppiere

    Gruß Talimeth

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Ergänzend hinzugefügt: Der Impuls des äuseren Schenkels wird mit der Zeit immer mehr minimiert, ich sehe hier bei unseren Bereitern keine offensichtliche Hilfengebung.
    Ausserdem ist es bei jungen Pferden hilfreich, sie in einer leichten Aussenstellung anzugaloppieren, das ist die natürliche Haltung (wie z.B auf der Weide)
    und fällt ihnen leichter.

    Ich habs eigentlich genau umgekehrt gelernt: junge Pferde immer kurz nach der Ecke angaloppieren… Und das klappt auch immer!

    Ich bin ja eh ein Gegner der „zuvielen“ Hilfen wie klopfende Schenkel usw. Meine Pferde reagieren alle auf leichte Hilfen. Den äusserenzurückgenommenen Schenkel benutze ich hauptsächlich bei Jungpferden, als kurzer Impluls, damit diese wissen, was ich von ihnen will. In einem Seminar habe ich mal gelernt, dass ein durchlässiges Pferd bereits bei leichter Verlagerung auf den inneren Gesäßknochen angaloppieren sollte!

  • Avatar maurits sagt:

    tut es auch, St. Lucia.

    Und ersetze meinetwegen „Druck“ durch Impuls. Sicherlich wird der Impuls bei einem noch jungen und nicht durchlässigen Pferd stärker sein müssen, als bei fortgeschrittenem Ausbildungsstand.
    Von der Grobform zur Feinform sozusagen.

    lg
    mau

  • GidranX GidranX sagt:

    Ich kann beides nicht trennen.

    Kannst Du auch nicht, aber ich finde es sollte immer von unten DEUTLICH gesagt werden, für wen genau die Hilfe nun gerade gedacht ist. Das zumindest fällt mir häufig auf, wissen die Reiter oftmals nicht weil sie es auch gar nicht gesagt bekommen. Sie übertragen die Korrektur/Anweisung somit einfach auf´s nächste Pferd. Was aber durchaus quatsch sein könnte, weil z. B. ihr Sitz auf dem anderen Pferd – bedingt durch Körperbau des Pferdes oder Sattel oder einfach im Laufe der Zeit – ein anderer ist.
    DU fällst gerade jetzt auf die innere Schulter das macht es dem Pferd unnötig schwer oder gar unmöglich, also mach Dich groß oder tu dieses oder jenes. Oder DIESES PFERD ist nicht aktiv im Hinterbein, also gib deutlichere Impulse innen, oder jenes Pferd fällt mit der Hinterhand aus, also begrenze es deutlicher solange es nötig ist mit dem äusseren Schenkel.
    Meiner Meinung nach ist es ein Fehler von unten, wenn nicht immer und immer wieder deutlich genug der Unterschied klar gemacht wird WESSEN Problem da gerade bearbeitet wird.
    Und schon werden viele unterschiedliche Pferde von ein und dem selben Reiter gleich geritten, werden Dinge übernommen weil sie einmal so beigebracht wurden. Wird ein Schenkel nach hinten genommen oder innen ständig getrieben obwohl es gar nicht (mehr) notwendig ist. Die Unterscheidung fällt einfach schwer, gerade wenn man noch lernt. So meine Erfahrung aus meiner Schulpferdezeit. Die wenigste Zeit hatte ich das gleiche Pferd unter dem Hintern. Ich sass auf jedem Pferd auch irgendwie anders, und trotzdem habe ich immer brav versucht alles eins zu eins aus dem vorherigen Unterricht zu übertragen. Das gab aber eher murks.

    Maurits, warum Gewicht nach Innen?

  • Avatar maurits sagt:

    innere Hüfte vor, nicht nach innen sitzen. Einfach mittig drauf hocken und innere Hüfte vor.
    Habe mich missverständlich ausgedruckt, als reitender Vollhonk kann das mal passieren. :nix:

  • GidranX GidranX sagt:

    innere Hüfte vor, nicht nach innen sitzen.

    kapier ich grade nicht, und wieso Vollhonk?? Ich hab doch gar nix gesagt.. :daumen:

  • Avatar Wumba sagt:

    Worin besteht da jetzt der Unterschied?

    Meinst Du die Hilfenabhandlung (Talimeth) oder welches Bein zuerst dran ist im Galopp?

    Ich geh mal auf letzteres ein: der Unterschied zwischen der Interpretation von Missredcat und dem Verständnis davon, dass der Galopp mit dem inneren Hinterbein beginnt wirkt sich unmittelbar auf die Hilfengebung aus. Wie geschrieben galoppiert Missredcat mit einem Impuls des äußeren Schenkels an, weil sie damit eben diesen zum Galopp animieren will. Startsignal geht also an das äußere Hinterbein. Das äußere Hinterbein wird aber beim Galopp automatisch aktiv um den ersten Galopp“sprung“ rauszulassen, daher gibt man das innere Hinterbein druch Hüfte vor frei und hält dies mit dem inneren Schenkel auch im Sprung bzw. animiert es unter den Schwerpunkt zu springen. Dazu muss außen keine Musik spielen.

    Meines Erachtens ist das ein ganz typischer Reiterfehler, die Galopphilfe gedanklich auf den äußeren Schenkel zu setzen. Das kommt, weil man oft sagt „äußerer Schenkel zurück“. Stimmt ja auch, aber wenn die Begründung fehlt, weshalb man das macht, beschränkt man sich gerne auf diesen Schenkel. Dabei tut es keine Not, mit ihm überaktiv etwas zu machen.
    Man sieht es auchganz oft bei jungen Reitschülern, die den Schenkel sonstwohin legen, oder Schenkelschaukeln als deutliche Unterstützung für Wechsel, bei Pferden oder Reitern, die sich mit dieser überdeutlichen „Krücke“ leichter tun.

    Selbstverständlich kann man ein Pferd aber auch auf den Druck des äußeren Schenkels konditionieren oder sonst wie zum Galoppieren bringen. Das steht ja außer Frage.

  • Avatar maurits sagt:

    Weil ich mich manchmal unklar oder missverständlich ausdrücke, deshalb Vollhonk. 😀

  • Avatar Mia sagt:

    Wie galoppiert Ihr an, und warum?

    Um nochmal zur Eingangsfrage zurückzukommen…

    Gelernt habe ich vor Jahren mal innen Gewicht, äußerer Schenkel zurück und Impuls mit dem inneren Bein zum Angaloppieren. Hat damals funktioniert. Bei besser ausgebildeten Pferden wurde das dann zu aufrichten von Fuß bis Kopf und als Impuls innere Hüfte vor zum Angaloppieren. Zwischendurch habe ich Westernuntericht auf einem Westernpferd bekommen, wo ich dann das Gewicht außen haben sollte und mit dem äußeren Bein einen Impuls geben. Hat auch funktioniert.

    Mit meiner eigenen Stute, die ursprünglich Western angeritten wurde, hatte ich eine ganze Weile Mühe die Hilfen so zu geben, dass sie auch tatsächlich richtig (insbesondere rechts) anspringt und das auch mehrmals hintereinander ohne sich dabei aufzuregen. Gelandet bin ich letztlich dabei ausschließlich den Impuls über die innere Hüfte zu geben ohne meine Beine irgendwohin bewegen zu wollen. Sofern ich das richtig mache klappt das Angaloppieren sehr gut 😀 .

  • Avatar Falun sagt:

    Maurits, warum Gewicht nach Innen?

    Man sollte eigentlich immer im/über dem Schwerpunkt des Pferdes sitzen. Dieser Schwerpunkt „wandert“ und ist nicht starr an einem Punkt. Und er „wandert“ in jeder Gangart anders. Je versammelter, desto weniger. In dem Moment des Anspringens in den Galopp ist der Schwerpunkt nicht mittig im Pferd, sondern leicht innen.

    Einfach mittig drauf hocken und innere Hüfte vor.

    Was – richtig ausgeführt – automatisch dazu führt, dass das Gewicht leicht innen ist.

    Den Impuls mit dem äußeren Schenkel zu geben, halte ich für fehlerhaft. Spätestens bei den fliegenden Wechseln werden dann Probleme auftauchen.

  • Avatar Tupfentier sagt:

    Wenn wir gerade bei den Impulsen mit der inneren Hüfte sind zum Angaloppieren, darf ich das Thema erweitern? Oder wenn es stört möge ein Mod einen neuen Thread draus machen … was macht eure Hüfte (und vielleicht die restlichen Hilfen)im Galopp beim Parrieren, wahlweise zum Schritt oder Trab?

    Mein Pony galoppiert derzeit mit einem Schwingen der inneren Hüfte an und galoppiert so weiter. Zum Parrieren schwingt die äußere Hüfte minimal mit vor und er parriert zum Trab, schwingt sie deutlicher/länger/intensiver vor parriert er zum Schritt. So gelingen uns zügelunabhängige Paraden ohne auf die VH zu fallen, RL ist zufrieden. Theoretisch könnte ich es so erklären, dass meine äußere Hüfte das äußere Hinterbein zum Vortreten auffordert und so aus Galopp Trab/Schritt wird (?). Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

    Ich weiß aber nicht, ob das so richtig ist, v.a. im Hinblick auf (vielleicht eines Tages geschenkte) fliegende Wechsel?
    Ich lese oft, die Hüfte hört auf zu schwingen zwecks parrieren, dann produziert ich aber holprige Übergänge auf der VH wenn ich das mache, finde ich unbefriedigend 😉
    Wie schwingt ihr? Oder was macht ihr zwecks parrieren?

  • Avatar Talimeth sagt:

    Sehr interessante Frage,

    also: nach dem Stand meines heutigen Wissens nd irrens: Galopp und Trab sind völlig andere Bewegungsmuster. Also gebe ich das mehr nach aufwärts-abwärts gehende Trab in meinem Körperzentrum vor. Dadurch gleitet wohl der äußere Schenkel nach vorne, der Takt ändert sich und viola- wir sind im Trab.

  • Avatar Falun sagt:

    Ich lese oft, die Hüfte hört auf zu schwingen zwecks parrieren, dann produziert ich aber holprige Übergänge auf der VH wenn ich das mache, finde ich unbefriedigend
    Wie schwingt ihr? Oder was macht ihr zwecks parrieren?

    Keine Ahnung, ich halte es eher wie Talimeth, nämlich machen und dann geht es. Uralter RL-Spruch: nicht die eine Gangart beenden, sondern die neue anfangen !

  • Lodoherz Lodoherz sagt:

    Ich kann Talimeth auch nur zustimmen, genau so mache/versuche ich das auch!
    Und grade im Hinblick auf den fliegenden Wechsel; ich erarbeite ihn ja grade und ich soll den Wechsel nur an der Hüfte reiten.
    Also soll das Pferd erst auf den impuls der jeweiligen Hüfte umspringen. Ist mir auch logisch für Einerwechsel hat man später ja nicht viel Zeit für eine aufwendige Hilfengebung 😀

  • Avatar Falun sagt:

    Einerwechsel hat man später ja nicht viel Zeit für eine aufwendige Hilfengebung

    Stimmt auffallend. Die Hilfen muß man eigentlich entgegengesetzt reiten. Beibringen kann ich das auch keinem Pferd, ich finde es schwer genug, das nachzureiten, wobei ich aktuell keinen reite, der das kann.

  • Avatar Cappuccino sagt:

    Ergänzend hinzugefügt: Der Impuls des äuseren Schenkels wird mit der Zeit immer mehr minimiert, ich sehe hier bei unseren Bereitern keine offensichtliche Hilfengebung.
    Ausserdem ist es bei jungen Pferden hilfreich, sie in einer leichten Aussenstellung anzugaloppieren, das ist die natürliche Haltung (wie z.B auf der Weide)
    und fällt ihnen leichter.

    Ich habs eigentlich genau umgekehrt gelernt: junge Pferde immer kurz nach der Ecke angaloppieren… Und das klappt auch immer!

    Ich bin ja eh ein Gegner der „zuvielen“ Hilfen wie klopfende Schenkel usw. Meine Pferde reagieren alle auf leichte Hilfen. Den äusserenzurückgenommenen Schenkel benutze ich hauptsächlich bei Jungpferden, als kurzer Impluls, damit diese wissen, was ich von ihnen will. In einem Seminar habe ich mal gelernt, dass ein durchlässiges Pferd bereits bei leichter Verlagerung auf den inneren Gesäßknochen angaloppieren sollte!

    Wenn du in oder kurz nach der Ecke (auf dem Hufschlag) angaloppierst, ist doch der äußere zurückgenommene, verwahrende, Schenkel völlig überflüssig, da die Hinterhand gar nicht ausweichen kann. Wozu soll dann dein Impuls dienen? Deräußere verwahrende Schenkel wird doch erst dann gebraucht, wenn du z.B. an der offenen Zirkelseite oder auf dem 2. oder 3. Hufschlag angaloppieren möchtest.

    Eine Verlagerung des Gewichts auf den inneren Gesäßknochen allein führt m.E. nicht automatisch zum angaloppieren. Erst im Zusammenhang mit anderen Hilfen, wie innere Hüfte vor, Impuls mit dem inneren Schenkel am Gurt, Körperspannung wird m.E. das Angaloppieren ausgelöst.

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Ergänzend hinzugefügt: Der Impuls des äuseren Schenkels wird mit der Zeit immer mehr minimiert, ich sehe hier bei unseren Bereitern keine offensichtliche Hilfengebung.
    Ausserdem ist es bei jungen Pferden hilfreich, sie in einer leichten Aussenstellung anzugaloppieren, das ist die natürliche Haltung (wie z.B auf der Weide)
    und fällt ihnen leichter.

    Ich habs eigentlich genau umgekehrt gelernt: junge Pferde immer kurz nach der Ecke angaloppieren… Und das klappt auch immer!

    Ich bin ja eh ein Gegner der „zuvielen“ Hilfen wie klopfende Schenkel usw. Meine Pferde reagieren alle auf leichte Hilfen. Den äusserenzurückgenommenen Schenkel benutze ich hauptsächlich bei Jungpferden, als kurzer Impluls, damit diese wissen, was ich von ihnen will. In einem Seminar habe ich mal gelernt, dass ein durchlässiges Pferd bereits bei leichter Verlagerung auf den inneren Gesäßknochen angaloppieren sollte!

    Wenn du in oder kurz nach der Ecke (auf dem Hufschlag) angaloppierst, ist doch der äußere zurückgenommene, verwahrende, Schenkel völlig überflüssig, da die Hinterhand gar nicht ausweichen kann. Wozu soll dann dein Impuls dienen? Deräußere verwahrende Schenkel wird doch erst dann gebraucht, wenn du z.B. an der offenen Zirkelseite oder auf dem 2. oder 3. Hufschlag angaloppieren möchtest.

    Eine Verlagerung des Gewichts auf den inneren Gesäßknochen allein führt m.E. nicht automatisch zum angaloppieren. Erst im Zusammenhang mit anderen Hilfen, wie innere Hüfte vor, Impuls mit dem inneren Schenkel am Gurt, Körperspannung wird m.E. das Angaloppieren ausgelöst.

    Huhu,

    lese bitte erst einmal richtig: ich schrieb von jungen Pferden. 😉

    Und da brauche ich noch den äusseren Schenkel. U.a. auch, um ein Ausfallen und Verwerfen zu verhindern. Evt. hätte ich noch schreiben sollen, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass Jungpferde bei der ersten Galopparbeit oftmals auch besser angaloppieren, wenn man dies auf dem Zirkel, also in Biegung macht. :rolleyes:

    Innere Hüfte vor ist auch eine Gewichtsverlagerung auf den inneren Gesäßknochen. Und ich kenne übrigens schon einige Pferde, die ohne jeglichen Impuls mit dem Schenkel durch reine Gewichtsverlagerung angaloppieren. Aber es kommt halt auch immer auf die Ausbildung drauf an! Ich reite lieber ohne Kraft- und großen Hilfeaufwand und bis jetzt waren meine Pferde alle sensibel genug, das auch umzusetzen.

    Aber hierbei verhält es sich wohl ähnlich wie beim SH: manche sitzen innen, manche aussen. Ich habe gelernt innen zu sitzen und scheine damit auch Erfolg zu haben 😀

  • Avatar Cappuccino sagt:

    Huhu,

    lese bitte erst einmal richtig: ich schrieb von jungen Pferden. 😉

    Sorry, ich habe schon richtig gelesen… 🙂

    Und da brauche ich noch den äusseren Schenkel. U.a. auch, um ein Ausfallen und Verwerfen zu verhindern.

    Nochmal, wenn du in der Ecke oder kurz dahinter angaloppiest, kann das Pferd nirgendwohin ausfallen. Folglich braucht es auch keinen verwahrenden Schenkel. Du kannst ihn ja hinter den Gurt verlagern, aber einsetzen solltest du ihn nicht. Verwerfen wird das Pferd sich allenfalls, wenn du keine Biegung hast. Und sicher wirst du nicht mit dem jungen Pferd in einem Moment angalopperen, wenn es keine Biegung hat.

    Innere Hüfte vor ist auch eine Gewichtsverlagerung auf den inneren Gesäßknochen. Und ich kenne übrigens schon einige Pferde, die ohne jeglichen Impuls mit dem Schenkel durch reine Gewichtsverlagerung angaloppieren.

    Ja, aber du sprichst doch jetzt vom jungen Pferd, oder doch nicht? Beim jungen Pferd wirst du schon noch mehr tun müssen, als nur das Gewicht zu verlagern.

  • GidranX GidranX sagt:

    Ähm, wenn ich die innere Hüfte vornehmen habe ich den Eindruck als würde ich somit den äusseren Gesäßgknochen mehr belasten.. :nix: Lege ich den äusseren Schenkel -aus dem Hüftgelenk zurück – geht gleichzeitig die innere Hüfte vor.. :denk: Glaube ich zumindest gefühlt zu haben..

  • Avatar Cappuccino sagt:

    hmmm, also hier auf meinem Bürostuhl funktioniert es gerade ohne Gewichtsverlagerung. 😉

    Aber wenn ich mir vorstelle, durch die Ecke zu reiten mit einem gebogenen Pferd…. kommt das schon hin: Um die Kurve zu reiten, kannst man doch eigentlich die innere Schulter gar nicht nach vorn nehmen. Die Kurve selbst, egal in welcher Gangart, wird doch durch das Vornehmen der äußeren Schulter eingeleitet. Wenn man also gleichzeitig angalopperen will, sollte der Impuls dazu am besten durch den inneren Schenkel am Gurt erfolgen.

    Wenn man allerdings auf einer geraden Linie angaloppieren will, sollte schon die innere Schulter vorn sein, denn zusammen mit entsprechender Gewichtshilfe, Stellung und Biegung wird das Pferd doch aufgefordert, entweder rechts oder links anzugaloppieren. In der Ecke ist doch Stellung und Biegung ohnehin gegeben, da braucht es eben eigentlich „nur noch“ die Körperspannung und den auslösenden Impuls mit dem inneren Schenkel.

  • Avatar Cappuccino sagt:

    Ähm, wenn ich die innere Hüfte vornehmen habe ich den Eindruck als würde ich somit den äusseren Gesäßgknochen mehr belasten..

    kann es sein, dass du beim Vornehmen der inneren Hüfte gleichzeitig mit der Hüfte innen einknickst? Das würde erklären, warum du dann dabei außen mehr belastest.

  • gitana gitana sagt:

    Daß man den äußeren Schenkel vor dem angaloppieren zurücknehmen soll, hat ja nur den Zweck, beim angaloppieren selbst zu verhindern, daß dank der Hilfe zum Anspringen mit dem inneren Schenkel die HH ausfällt. Das ist also selbst gar keine Hilfe, sondern gehört zur Vorbereitung. Wenn man auf gebogener Linie angaloppiert, wie es fast immer geschieht, ist der Schenkel sowieso schon verwahrend. Er tut also beim Angaloppieren selbst gar nichts mehr, sondern bleibt einfach da, wo er sowieso schon ist. Den Impuls zum Angaloppieren selbst gebe ich auch mit der inneren Hüfte und mit dem inneren Schenkel.

    Ob ich dann innen oder außen sitze, hängt ganz einfach von der Phase des Galoppsprungs ab. Nach der Schwebephase, wenn das äußere Hinterbein auffußt, ist das Pferd sozusagen hinten außen tief, beim Abrollen über die Diagonale ist es rechts und links gleich hoch (ist das so verständlich? :denk: ) und in der letzten Phase, wo es über das innere Vorderbein abrollt, ist es vorne innen tief. Dem passe ich mich ganz einfach an.

    Die Wechsel reite ich nur durch ein Umsitzen, unabhängig von der Stellung. Ich reite auch Kontergalopp meist in Innenstellung, also z.B. Linksgalopp auf der rechten Hand auch in Rechtsstellung, egal, ob auf geraden oder gebogenen Linien. Und ich wechsel die Stellung auch gerne mal innerhalb des Galopps. Davon soll mein Pferd dann aber noch nicht umspringen, sondern nur auf die Sitzhilfe.

    Nach Podhajsky ist die Art der Galopphilfe aber auch abhängig vom Ausbildungsstand des Pferdes. Beim voll ausgebildeten Schulpferd besteht sie nur noch in einem Schließen der äußeren Faust. So werden dann ja auch die Wechsel am langen Zügel gemacht.

  • GidranX GidranX sagt:

    Ähm, wenn ich die innere Hüfte vornehmen habe ich den Eindruck als würde ich somit den äusseren Gesäßgknochen mehr belasten..

    kann es sein, dass du beim Vornehmen der inneren Hüfte gleichzeitig mit der Hüfte innen einknickst? Das würde erklären, warum du dann dabei außen mehr belastest.

    Nö.

  • Avatar Donnaluttchen sagt:

    Ich habe es auch so wie Nessi gelernt. Wobei man tatsächlich das hintere äußere Bein im Angaloppieren betreibt, nur nicht mit dem äußeren Schenkel sondern mit dem inneren Schenkel. Dieser erhält den Fleiß dann auch …der äußere Schenkel dient dazu das Pferd in der Spur zu halten und liegt somit verwahrend…Bevor ich überhaupt angaloppieren kann, muss meine Gewichtshilfe entsprechend eingesetzt werden, d.h. ich sitze gerade und schiebe im Moment des Angaloppierens die innere Hüfte vor und gebe den inneren Zügel etwas nach….so wurde es mir beigebracht…lg

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Bei Donnalüttchen unterschreib.
    Genauso hab ichs auch gelernt, und normalerweise klappts dann auch :daumen:

  • GidranX GidranX sagt:

    hmmm, also hier auf meinem Bürostuhl funktioniert es gerade ohne Gewichtsverlagerung.

    Der Stuhlsitz hat das wohl so an sich.. 😀

  • Avatar Cappuccino sagt:

    😀

    Auf meinem Bürostuhl Stuhl, „Balimo“-ähnlich, unterläßt man es tunlichst, den normalen Stuhlsitz einzunehmen, es hätte umwerfende Folgen…. 😉

  • GidranX GidranX sagt:

    Wie kommst du denn noch an deinen schreibtisch :denk: mit 1,60m langen stuhlbeinen damit deine beine locker herab hängen können 8o

  • Avatar Cappuccino sagt:

    ?(

    …von welcher Beinlänge gehst du da aus? Ich lege beide (kurze) Unterschenkel soz. „verwahrend“ hinter die Stuhlsäule und dann reite ich locker eine Grand-Prix-Aufgabe nach der anderen… 😛

  • Avatar Landei sagt:

    Interessantes Thema!

    Ich muss gestehen, ich reflektiere selten meine Hilfen, erst wenn sich ein Problem ergibt, beginnt der intensive Denkprozess :red: . Benutzt ihr Stimmhilfen zum Galopp? Gerade zu Beginn der Ausbildung finde ich es extrem hilfreich, die an der Longe benutzten Worte in den Sattel mit zu nehmen, um dem jungen Pferd zu verdeutlichen, was man wollen könnte.

    Nun ist es ja gemeinhin verpönt, auf sein Pferd einzuquatschen und mir gehen die Dauerschnalzer auch gehörig auf den Senkel, doch Alegre und ich verständigen uns gerne flüsternd. Ein leise gewispertes „Ali, Galopp“ bereitet ihn ideal vor, um schön in den Galopp einzuspringen. Er weiß, was kommt, sortiert sich und ist dann, wenn die Hilfe erfolgt, sofort da. Da wir uns aller Wahrscheinlichkeit nach nie in ein Dressurviereck vor Richtern verirren werden, sehe ich in der leisen Stimmhilfe ein gutes Werkzeug. Wie haltet ihr das?

  • GidranX GidranX sagt:

    Genauso.

  • GidranX GidranX sagt:

    ?(

    …von welcher Beinlänge gehst du da aus? Ich lege beide (kurze) Unterschenkel soz. „verwahrend“ hinter die Stuhlsäule und dann reite ich locker eine Grand-Prix-Aufgabe nach der anderen… 😛

    Du weisst aber schon, dass bei arretierten Kniegelenken/Fußgelenken sich das Ganze nach oben/unten hin fortsetzt? 😀 Deutlich wird es bei krampfhaft nach innen gedrehten Fußspitzen. Schon klappts mit dem Hüftschwung nicht mehr.. So rein theoretisch sitzt Du also gerade vermutlich mit nickendem Truthahnkopf auf Deinem Balimo.. *kichert* :bite:

  • Avatar nessi sagt:

    Ähm, wenn ich die innere Hüfte vornehmen habe ich den Eindruck als würde ich somit den äusseren Gesäßgknochen mehr belasten.. :nix: Lege ich den äusseren Schenkel -aus dem Hüftgelenk zurück – geht gleichzeitig die innere Hüfte vor.. :denk: Glaube ich zumindest gefühlt zu haben..

    Das kommt drauf an, „wohin“ Du den inneren Gesäßnochen „schiebst“.
    Deswegen schrieb ich bei Tinus im Thread, dass ich meinen inneren Gesäßknochen nach vorne unten „schiebe“, womit das Gewicht/der Schwerpunkt dann automatisch auch leicht nach innen geht.

    Wenn Du den Gesäßknochen nach vorne oben schiebst, hast Du Deinen Schwerpunkt mehr außen. Allerdings fällt mir grad nicht ein, wozu ich diese Hilfe brauche. :denk:
    …ja doch, im SH habe ich einen super Tipp von einem Richter bekommen: Mit dem inneren Gesäßknochen nach vorne oben mitzuschwingen!
    Das funktioniert prima! :ja:

    Ansonsten denke ich auch nicht zu viel über Hilfengebung nach, deshalb finde ich es auch schwer so in der Theorie das durchzukauen.
    Aber schon sehr interessant hier auf dem sofa zu sitzen und mir vorzustellen, grad anzugaloppieren oder SH zu reiten! 😀
    Die ganze Diskussion hier finde ich SEHR interessant! :ja:

  • Avatar Cappuccino sagt:

    Du weisst aber schon, dass bei arretierten Kniegelenken/Fußgelenken sich das Ganze nach oben/unten hin fortsetzt? 😀 Deutlich wird es bei krampfhaft nach innen gedrehten Fußspitzen. Schon klappts mit dem Hüftschwung nicht mehr.. So rein theoretisch sitzt Du also gerade vermutlich mit nickendem Truthahnkopf auf Deinem Balimo.. *kichert* :bite:

    Meine Kniegelenke sind nicht arretiert, die können bei größtmöglicher Sitzhöhe locker mitschwingen, ich brauche außen auch nicht einwirken, weil dieser brave Stuhl noch nie mit der Hinterhand ausgefallen ist…. 😀

  • Avatar ambra sagt:

    Toll…

    Beim Versuch das nachzureiten bin ich von der Couch gefallen. Danke!!
    :attack:

  • Avatar Cappuccino sagt:

    :irre:

    ….das war ja klar, wenn du den Stuhl auf die Couch stellst….da kannst du ja gleich Ambra reiten…. 8)

  • Avatar Falun sagt:

    Das kommt drauf an, „wohin“ Du den inneren Gesäßnochen „schiebst“.
    Deswegen schrieb ich bei Tinus im Thread, dass ich meinen inneren Gesäßknochen nach vorne unten „schiebe“, womit das Gewicht/der Schwerpunkt dann automatisch auch leicht nach innen geht.

    Genau so :thumbsup:
    Und ich denke, genau dieses Hüfte vorschieben ist der Impuls, Schenkel brauche ich nicht. Jedenfalls beim gerittenen Pferd.

  • Avatar kuwi sagt:

    Zum Thema Galopp / Angaloppieren – Trockenübungen gab es mal wo ( ka wo ) einen interessanten Artikel:

    Man stelle sich selber auf ebenen weitläufigen Boden hin und “ galoppiert“ herum – ohne Pferd :ja:
    In 90% der Fälle wird mensch auf einer Seite problemlos dieses „Wechselschrittgehüpfe“ machen können und auf der anderen Seite ist es nur schwer bis fast nicht möglich.
    Und in 100% dieser Fälle trifft das dann mit den mehr oder weniger offensichtlichen Problemen AM Pferd überein xmas

  • Lodoherz Lodoherz sagt:

    Ähm, wenn ich die innere Hüfte vornehmen habe ich den Eindruck als würde ich somit den äusseren Gesäßgknochen mehr belasten.. :nix: Lege ich den äusseren Schenkel -aus dem Hüftgelenk zurück – geht gleichzeitig die innere Hüfte vor.. :denk: Glaube ich zumindest gefühlt zu haben..

    Das kommt drauf an, „wohin“ Du den inneren Gesäßnochen „schiebst“.
    Deswegen schrieb ich bei Tinus im Thread, dass ich meinen inneren Gesäßknochen nach vorne unten „schiebe“, womit das Gewicht/der Schwerpunkt dann automatisch auch leicht nach innen geht.

    Aber schon sehr interessant hier auf dem sofa zu sitzen und mir vorzustellen, grad anzugaloppieren oder SH zu reiten! 😀
    Die ganze Diskussion hier finde ich SEHR interessant! :ja:

    Ja, ich reite hier auch schon seid gestern abend fleißig mit (Trockenschwimmen)!! 😀

    Nun ist die Weihnachtsrumreiserei endlich vorbei und ab morgen wird dann am lebenden Objekt weitergeübt.

    Ich reite meine angaloppieren übr. auch nach vorne/unten. Reitlehrerzitat: „Die innere Hüfte zum Knie reiten!“

  • gitana gitana sagt:

    Benutzt ihr Stimmhilfen zum Galopp?

    Ja, meistens. Und nicht nur für Galopp :ja: . Erstens geb ich sie so dezent, daß das andere gar nicht mitbekommen außer den Pferden, wo ich draufsitz, und wenn sich da jemand dran stören würde, weil man „sowas“ nicht macht, wär mit das auch egal ;). Ab und zu zur Kontrolle sag ich auch mal nichts und es funktioniert dann aber trotzdem (beruhigtbin xmas )

  • Avatar Fluppel sagt:

    Ich galoppiere übers „Zifferblatt“ an. 😀 Also gedanklich die Hüfte nach 10 Uhr oder 2 Uhr schieben. 😀 Und alles weitere, wie man es früher vorgebetet bekam (innere Hand vorgeben, äußerer Schenkel verwahrend etc.) ergibt sich daraus ja auch von selbst.
    Jetzt hab ich neulich bei einer Reitstunde zugeguckt und die (für mich ganz richtig und gerade und mittig sitzende) Reitschülerin wurde von dem RL immer dazu angehalten ihre äußere Schulter weiter vor zu nehmen und ihre innere zurück. Aber – dann ist man doch eigentlich verdreht in sich? Hab ich da jetzt nen Denkfehler oder wie? Ich fand das irgendwie unpassend und die Reiterin konnte das auch gar nicht befolgen, v.a. weil es durchaus gleichzeitig immer hieß „inner Hüfte vor!“. Äääh? :denk:

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