Friese rollt sich auf

By Sky0202 | Archiv: Ausbildung

Hallo,

vielleicht hat ja der ein oder die andere eine weiter Idee für mich.
Derzeit helfe ich einer Bekannten(ihr gehört das Pferd nicht) mit ihrem Friesen.

Starpferd: Helena schwarze PRE Stute

Spanische Traumpferde

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Problem: Stute wurde damals (vor 3 Jahren etwa) zum Anreiten 4Wochen in Beritt gegeben. Danach bekam sie Fohlen und stand auf der Koppel. Jetzt wurde vor etwa 3 Monaten damit begonnen sie wie richtig zu reiten. Zuvor ging sie immer mal ins Gelände. Sie soll im Herbst zur Sterprüfung…leider kenn ich mich damit nicht aus, ob sie auch in Dillenburg geritten werden muss etc. Ist auch unabhängig vom Problem, das sie hat. Ich möchte auch an dieser Stelle nicht auf das Ster eingehen.

Problem ist, dass sie sich bei der kleinsten Berührung durch Zügeldruck etc. aufrollt. Ich habe es noch nie gesehen, dass sich ein Pferd so aufrollen kann. Die Bekannte hat versucht sie durch schnell vorwärts an den Zügel zu bekommen. Leider sah es beim ersten Mal, als ich sie gesehen habe, sehr hektisch und unkoordiniert aus.
Generell ist es so, dass die Stute überhaupt nicht an das Gebiss heran tritt. Sobald sie Druck spürt, ist sie mit dem Maul an der Brust…und das meine ich auch so.
Zunächst habe ich mit ihr und der Reiterin durch Schritt-Halt-Übergänge versucht, dass sie vorsichtig an das Gebiss heran tritt. Das klappt auch kann gut. Die Stute schafft es diese Haltung für etwa 3-5 Sekundne zu halten, bis sie sofort wieder abklappt. Aufwärts-Arrets helfen leider nur kurzfristig…sie rollt sich dermaßen auf, dass man kaum einen Ansatzpunkt hat.

Longieren ist grausam…sie beißt sich nur in die Brust. Das haben wir derzeit gelassen. Zudem kommt, dass die Stute keinerlei Schenkelgehorsam besitzt. Dies wäre für mich jetzt vorraniger Handlungsbedarf, da die Stute so dermaßen fest und hart am Bein ist, dass sie einfach dagegen läuft und man kaum eine Chance hat das Pferd auch nur annähernd zu stellen oder gerade zu richten…Das Gleichgewicht sowie Takt sind interessanter Weise gut.
Bislang haben wir versucht nur ganze Bahn und große Zirkel zu reiten und ihr immer wieder den Weg vorwärts-abwaärts zu zeigen….nru Schritt und Leichttraben. Dies klappt halbwegs. Sobald sie den Zügeldruck( nur durch das Gewicht) spürt rollt sie sich sofort auf…die Zügel hängen dabei durch. Wie gesagt, dass habe ich noch nicht erlebt oder gesehen.
Generell würde ich so weiter arbeiten und versuchen schrittweise den Kontakt herzustellen. Sobald der Schenkelgehorsam da ist, leicht nach außen weichen lassen, damit man sie an den äußeren Zügel bekommt. Wirklich sehr schwierig. Die Übergänge zeigten bislang die beste Wirkung, um sie nach oben hin zu öffnen.

Habt ihr so etwas schon mal erlebt? Bin dankbar für jeden Tipp. 🙂

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Kann es sein, das der Stute einfach noch die Kraft fehlt um in Aufrichtung zu gehen?

    Ich würde zunächst am Schenkelgehorsam arbeiten, das V/A weiter festigen und nur kurze Momente in Aufrichtung verlangen.

  • Avatar Sky0202 sagt:

    Hallo,
    den Gedanken hatte ich auch. 😉 …deshalb ja die Arbeit am Schenkelgehorsam.
    Lässt man die Stute am langen Zügel laufen, so trägt sie den Hals halbhoch und weit vor der Senkrechten. Nimmt man die Zügel vorsichtig auf, schießt der Kopf an die Brust.
    Ich vermute, dass sie sich beim Beritt extrem angeboten hat…aber nicht reel …und sie nie gelernt hat, an das Gebiss zu treten. :nix:

  • Avatar Sky0202 sagt:

    VA zu erarbeiten ist extrem schwierig. Derzeit läuft sie Runde um Runde ganze Bahn und wir versuchen ganz vorsichtig ihr den Weg zu zeigen…sie hat panische Angst sich abzustrecken. In einer halben Stunde haben wir vielleicht 3-4Mal den Moment, dass sie die Tendenz zeigt sich abzustrecken….egal ob im Schritt oder Trab.

  • Avatar FlickaTaraLuna sagt:

    Das gleiche probleme habe ich mit meiner stute doch auch gerade.
    Ich longiere sie viel am halfter oder kappzaum und fange langsam an
    sie mit kappzaum zu reiten.
    Sie soll erstmal lernen sich zu strecken ohne druck im maul zu fühlen.
    Bei ihr braucht mann auch die zügel nur leicht anfassen und schon ist der
    kopf weg.
    Vielleicht könnt ihr die stute auch erstmal gebiss los arbeiten.

  • Avatar Wumba sagt:

    Wie geht sie denn im Gelände bzw. wie war das da?
    Und wie wurde sie da geritten, wenn Bein gar nichts für sie bedeutet? Was versteht sie denn? :denk:

    Ich würde mit so einem Pferd zunächst einmal gar nicht aktiv am V/A arbeiten, sondern darauf setzen, dass sich das ergibt. Einfach von null an, schauen was sie so nach und nach anbietet.
    Das kann man eigentlich auch ganz wunderbar im Gelände, da kann man gemeinsam vieles positiv verstärken. Bremse müsste dann aber gehen.

    Wenn sie schon mit Angst auf leichtesten Druck (ich meine nicht Zügel) reagiert, bekommt man imho anders keinen Partner, mit dem längerfristig gemeinsam Spaß an der Arbeit entwickeln kann.

  • Avatar Cubano9 sagt:

    VA zu erarbeiten ist extrem schwierig. Derzeit läuft sie Runde um Runde ganze Bahn und wir versuchen ganz vorsichtig ihr den Weg zu zeigen…sie hat panische Angst sich abzustrecken. In einer halben Stunde haben wir vielleicht 3-4Mal den Moment, dass sie die Tendenz zeigt sich abzustrecken….egal ob im Schritt oder Trab.

    Natürlich ist das jetzt eine Blind-Diagnose, weil ich das Pferd ja nicht kenne, aber weil Fraxinus sich exakt genauso verhalten hat (allerdings war der schon an der Longe so ein Extrem-Roller), würde ich mal folgendes probieren: Anstatt mit v/a anzufangen, zunächst mal in so einer Art „Remonte-Arbeitshaltung“ mit freundlichem, aber deutlichem Zügelkontakt reiten, ganz unabhängig davon, ob sie sich dabei zunächst verhält wie ein Rollbraten. Bloß keine schlackernden Zügel, für einige Kandidaten ist das echtes Gift und verschlimmert das Problem nur. Stattdessen aus der „Arbeitshaltungs-Position“ versuchen von hinten nachzutreiben und dann nach und nach (ich rede hier von Zentimetern) vorn genau so viel rauszulassen, wie vorher hinten nachgetrieben wurde. Das dauert natürlich eine ganze Zeit, aber das ist ja nun mal leider so bei Roll-Kandidaten.Zur Entspannung würde ich sie dann nur am ganz langen Zügel laufen lassen, ganz egal, in welcher Kopf-Hals-Haltung sie dann läuft.
    Was ich unbedingt lassen würde, wären Aufwärts-Arrets – ich würde in einem solchen Fall die Hand lediglich ruhig und freundlich stehen lassen, nachgeben wie oben beschrieben.
    Man darf nämlich in meinen Augen eins nicht vergessen: Für viele Pferde mit relativ hoher Aufrichtung ist nicht die Arbeitshaltung das größere Problem, sondern die Dehnungshaltung – die kostet Kraft und braucht Muskulatur plus Balance.

  • Avatar Sky0202 sagt:

    Hallo,
    im Gelände verhält sie sich genauso wie auf dem Platz. Solange man die Zügel nicht anfasst, trägt sie den Hals halbhoch eher Richtung Aufrichtung. Das war zunächst auch meine Idee…im Gelände erarbeiten…klappt leider bislang auch nicht besser. Ich sag ihr, dass sie daran bleiben soll.

    @Cubano…das klingt tatsächlich sehr ähnlich. So hatte es die Bekannte zunächst versucht. Dadurch, dass die Stute so stumpf am Bein ist, kann man sie nicht richtig nachtreiben…die Gerte wird ignoriert. Es fehlt an Grundgehorsam…sehr schwierig. Gerade heute habe ich ihr gesagt, dass sie das bitte am Kappzaum etc. erarbeiten soll, dass die Stute „treibbar“ ist. …oder erst einmal auf Gerte und Stimme reagiert. Es ist so viel gleichzeitig. Eins nach dem anderen behandeln und dann Zeit geben.

    Die Stute ist bildhübsch und absolut toll gezogen (auch die Halsung) etc. daher finde ich es so schade, dass sie so „hyper“sensibel ist /oder gemacht worden ist. Sie hat Bewegungen und einen tollen Charakter….sehr schade alles.

    Danke für die Tipps

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Sky, das habe ich vorhin vergessen, sollte aber eigentlich an den Anfang meines Postings. Frax war in der Tat zunächst auch sehr klemmig am Bein. Den habe ich erst mal ohne Anlehnung nach vorn geschickt, einfach am langen Zügel. Das ging übrigens recht schnell.

  • Avatar Sky0202 sagt:

    Okay…danke dir 🙂

  • Avatar maurits sagt:

    wie läuft denn bitte eine „Sterprüfung“ in Dillenburg ab?

    Ich würde, unabhängig davon das Pferd mal länger als nur drei Monate reiten und einfach mal sehen, das dürfte sich mit der Zeit geben, vernünftiges Gereit vorausgesetzt. Das Pferd scheint ja ausbildungstechnisch nicht weit von einem gerade angerittenen Dreijährigen zu sein.

    Für eine IBOP in den Niederlanden, die dazu dienen kann, die nötigen Punkte für ein Ster- oder Modelprädikat einzufahren, rechnet man beim gut angerittenen Pferd, sprich 4 jährig und älter, von einer Vorbereitungszeit von 3 Monaten. Vor diesen drei Monaten hat das Pferd aber normalerweise eine reiterliche Grundausbildung erhalten, geht also nicht komplett als gerade erst angerittenes Pferd da rein. Bei dieser IBOP-Prüfung wird Wert auf gute GGA gelegt, sowie gutes Hinterbein, guter Impuls, „Souplesse“, und Geschmeidigkeit und Annehmen der reiterlichen Hilfen, also Durchlässigkeit.

    Das wird höher bewertet, als ein Pferd, was vielleicht permanent die Nase vor der Senkrechten trägt, aber dafür ein lahmarschiges Hinterbein hat.

    Wie der deutsche Verband das handhabt, weiss ich nicht. :nix: Die Anforderungen können aber unmöglich höher sein als beim KFPS. Eher niedriger.
    Zumindest liegt die Messlatte für die Stererklärung recht niedrig.
    Wie die jetzt eingerollte Pferde bewerten entzieht sich meiner Kenntnis.

    lg
    mau

  • otto otto sagt:

    wie läuft denn bitte eine „Sterprüfung“ in Dillenburg ab?

    In Dillenburg findet m.W. keine Sterprüfung statt. Dort veranstaltet der FPZV alljährlich seine Prämierungen. Stuten können da „Stern“ werden.

  • Avatar maurits sagt:

    Doch ich glaube es gibt auch irgendne Prüfung, mir dämmert da was.

    Ich würde so ein Pferd aber nicht komplett ohne Gebiss oder Zügelkontakt reiten, wie ja hier mehrfach geschildert. Damit löse ich das Problem nicht, sondern gehe dem nur aus dem Weg.

    lg

  • otto otto sagt:

    Zumindest liegt die Messlatte für die Stererklärung recht niedrig.
    Wie die jetzt eingerollte Pferde bewerten entzieht sich meiner Kenntnis.

    … hmmm … nach der bisherigen Praxis des FPZV, wonach selbst vom KFPS abgekörte Hengste wieder gekört wurden, stehen die Chancen – auch für eine Stute die sich einrollt – bestimmt nicht schlecht, prämiert zu werden. :flucht:

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    Ich würde so ein Pferd aber nicht komplett ohne Gebiss oder Zügelkontakt reiten, wie ja hier mehrfach geschildert. Damit löse ich das Problem nicht, sondern gehe dem nur aus dem Weg.

    lg

    Das ist so nicht unbedingt richtig, bei meinem funktioniert das wunderbar, nur mit „Zügel weg“ wird das nichts, aber in Zusammenhang mit einem durchdachten Training kann das sehr wohl zum gewünschten Effekt führen. Meiner ist das Beispiel dafür.

    LG Jenny

  • Avatar JAusten sagt:

    Ich würde so ein Pferd nicht ohne Hilfe in Form von Reitunterricht korrigieren wollen. Ohne die Hilfe eines RL werden die Schwierigkeiten mehr oder weniger bleiben.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Wenn der RL nur ein Schwätzer ist bringt Dir das auch nicht viel 😀

  • Avatar JAusten sagt:

    Sorry, aber nicht jeder RL ist sch***e und alles alleine korrigieren zu wollen, bringt noch weniger. Meine RL sind ganz und gar nicht sch***e.

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    Wenn der RL nur ein Schwätzer ist bringt Dir das auch nicht viel 😀

    :resp: Das ist wohl wahr

    Sorry, aber nicht jeder RL ist sch***e und alles alleine korrigieren zu wollen, bringt noch weniger. Meine RL sind ganz und gar nicht sch***e.

    Das war sicher nicht direkt auf dich bezogen sondern darauf das ein RL nur was bringt wenn er denn auch gut ist und da hat Merlijn defintiv Recht :bravo:

    Lg Jenny

  • Avatar JAusten sagt:

    Genau, und weil alle so gute Reiter sind und sich selbst stets objektiv gegenüberstehen, können sie leicht beurteilen, ob ein RL so schlecht unterrichtet, dass er/sie besser gleich zu Hause bleibt. Selbst wenn ein RL ein Schwätzer ist, ist es immer besser jemanden schauen zu lassen, als alles ganz allein korrigieren zu wollen. Es muss ja auch kein RL sein, kann ja auch ein anderer Reiter sein, den man mal fragt.

    Nö, ich habe das nicht auf mich bezogen. Mache ich grundsätzlich nicht, wenn mir andere Menschen fremd sind.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Was heisst alles alleine korrigieren wollen?

    Das würde in dem Fall ja heissen, man müsste täglich einen RL engagieren :ostern:

    Also bitte… :doh:

    Auf dem Niveau, auf dem hier zeitweise diskutiert wird, traue ich jemandem schon mal zu, mal ein ein paar Wochen lang, ganz einfach zuzureiten, genau so wie Maurits es empfohlen hat.
    Zumal wohl Sky garantiert nicht schlecht reitet.

    Das heisst ja auch nicht, dass man es nicht auch von aussen überprüfen soll :rolleyes:

    Friesen sind Weltmeister im Aufrollen.
    Und man muss den Grund nicht immer in der Angst vor dem Gebiss suchen 🙂

  • Avatar nisenase sagt:

    also grundsätzlich denke ich, dass im Hinterkopf durch die kurze Vorbereitungszeit zuviel Druck aufgebaut wird und es nun eben klappen soll. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass eine reele Anlehnung wirklich Jahre dauern kann……Zügel weg würde ich nicht machen. Kontakt mit Vorwärtstreiben (das Vorwärts konsequent erarbeiten) und den besagten Übergängen immer wieder. Dann, evtl. osteo durchchecken lassen, vielleicht KANN sie sich auch nicht fallen lassen….wiederum ist die Muskelanspannung im reellen v/a eben auch ne Dehnung, und so wie bei dem Menschen für den Spagat (übertriebenes Bspl) muß auch ein Pferd traniert werden…. Aber das weißt Du wohl alles schon selbst, bist ja selbst ein guter Reiter. Vielleicht sollte einfach überlegt werden, das Pferd im nächsten Jahr vorzustellen. Dann macht man sich keinen Stress….

    Longe/einrollen: schicken schicken schicken.auch wenn es zu Beginn gruselig ausschaut. mal probieren obs am Kappzaum unausgebunden klappt oder aber verschiedene Ausbindemöglichkeiten versuchen. Durchtesten, was hilft.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Es muss ja auch kein RL sein, kann ja auch ein anderer Reiter sein, den man mal fragt.

    😀
    Aber genau DAS , macht ja Sky2002 mit ihrer Bekannten…und mit Friesen hat sie keine Erfahrung :ostern:

    Und DU glaube ich auch nicht.

    Bei solchen Friesen (rückhaltig) muss erst das Vorwärts installiert werden und das geht eben nur über kontrolliertes und ruhiges vorwärts, aber vorwärts. Dann kommt auch der Schenkelgehorsam 😉

  • Avatar Ploco sagt:

    Jep, sehe ich genauso….schicken, auch wenn’s gruselig ausschaut. Ich habe gegenteiliges Problem, eine Stute die sich (ist auch Exterieur bedingt) oben hinstellt. Sieht zwar nett aus, ist aber nicht reell durchlässig und weigert sich den Hals fallen zu lassen bzw. sich nach v/a zu dehnen. Auch hier ist nach vorne bis der Arzt kommt angesagt :wacko:

    Zur Veranschaulichung hier mal 2 Bilder von der Hannoveraner Dame

  • Avatar JAusten sagt:

    Aufrollen ist ja nichts anderes, als dass sich das Pferd auf die Art und Weise den Hilfen entzieht. Nicht nur bei Friesenpferden würde ich das durch kontrolliertes vorwärts korrigieren, auch bei anderen Rassen (z.B. WB). Die reelle Anlehnung muss das Ziel sein und ich brauche dazu Hilfe – nicht täglich (hahaha, wie lustig), aber so 1x-2x/Woche. Ist aber schön zu hören, dass Reiter unterschiedliche Lösungswege suchen und finden. Des weiteren sind natürlich Ferndiagnosen nicht immer richtig und sorry, ist es etwa so, dass, obwohl hier Ratschläge/Anregungen gegeben werden, nicht jeder den TS und das Pferd persönlich kennt? Eine Nachlässigkeit, keine Frage!

    PS: Dein Glaube ist Dein Himmelreich

  • sweltsje sweltsje sagt:

    Hallo,

    ich kenne das Problem ja auch, hatte das mit meinem Friesen auch zu Anfang. Vorwärts am langen Zügel war zu Anfang das Mittel der Wahl. Und wir haben das Gebiss gewechselt. Von doppelt gebrochen zu einfach gebrochen und etwas dicker. Das liegt ruhiger im Maul und er entzieht sich damit viel weniger. Die Anlehnung kommt mit der Kraft und die kommt aus dem Vorwärts. So ein Pferd mit Zügelkontakt an den Zügel reiten zu wollen geht meiner Erfahrung nach nicht. ZUmal sie mit aufgerolltem Hals dann auch fest im Kreuz sind, nicht von hinten durchtreten und einfach total blöd zu steuern sind. Das fördert garantiert nicht das Training der „richtigen“ Muskelgruppen, die das Pferd ja braucht, damit es die Kraft hat, überhaupt den Reiter zu tragen. Longe nur am Kappzaum ist auch gut. Ob Ausbinden an der Longe hilft die Dehnungshaltung zu erarbeiten, muss man probieren, bei meinem funzt das nicht, genausowenig wie DL…
    Ich longiere aktiv nur am Kappzaum auf verschiedenen Linien, klein, groß… mit Abwechslung und über Stangen.
    Der Knoten ist bei uns irgendwann von alleine geplatzt, nachdem ich ein paar Wochen fast nur ins Gelände geritten war. Aber eben auch frisch vorwärts. und nicht nur am langen Zügel, im Trab hab ich da durchaus auch aufgenommen und da rollte er viel weniger ein als in der Bahn. Interessant war, dass er unter Stress (Lehrgang) extrem „rückfällig“ wurde, ohne dass ich anders geritten wäre… also ists auch ne Kopfsache…

    Und @Frau Mau und @Otto: ich finde Eure Beiträge zu der Frage der Stern-Prämierung hier jetzt echt überflüssig. Im Eingangspost steht, dass es darum nicht geht, und nicht weiter darauf eingegangen werden soll… könnt ihr das nicht einfach mal akzeptieren? ?( Es geht um ein reiterliches Problem und nicht um die Anforderungen der verschiedenen Verbände.

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    vorwärts ist gut, aber auch Abwechslung, das ist bei meinem das wichtige. Extrem viel Abwechslung. Seitengänge im Trab, viele Übergänge, viele Volten und Kringel reiten, schnelle Handwechsel, dann ist meiner nicht mehr abgetaucht, aber wenn der mal unten war hat man den mit einfachem vorwärts trotzdem nicht hoch bekommen, der hat sich quasi unten eingehakt und da war er dann, sehr unangenehm zu reiten. Es ist Reiter- und Pferdabhängig und auch hier gibt es sicher viele Wege die nach Rom führen, man muss den richtigen für sich und das Pferd finden. Qualifizierter, regelmäßiger Unterricht vorausgesetzt.

    LG

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    Interessant war, dass er unter Stress (Lehrgang) extrem „rückfällig“ wurde, ohne dass ich anders geritten wäre… also ists auch ne Kopfsache…

    Sehr interessant, bei mir ist es genau andersrum. Daheim geht viel mehr schief als auf Lehrgängen. Wenn ich immer erzähl wie frustriert ich bin weil was nicht klappt oder er sich mal wieder aufrollt etc. pp. und dann dort reite frägt mich meine Trainerin immer ob ich einen an der Klatsche habe. Wir betreten beide dort die Halle und sie ist dabei, dann klappt es. Ich glaube da strenge ich mich einfach mehr an als daheim, das muss einen psychologischen Hintergrund haben :doh:

  • Avatar M_N_ sagt:

    Ich glaube da strenge ich mich einfach mehr an als daheim, das muss einen psychologischen Hintergrund haben :doh:

    Das kann sehr gut sein, umgekehrter Vorführeffekt quasi… 😀

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    Ich glaube da strenge ich mich einfach mehr an als daheim, das muss einen psychologischen Hintergrund haben :doh:

    Das kann sehr gut sein, umgekehrter Vorführeffekt quasi… 😀

    Lieber Vorführeffekt, denn ich reite mehr alleine daheim als auf Lerhgängen :attack:
    Natürlich ist es auch so das ich bei Lerhgängen dauerhaft korrigiert werde und mir jemand sagt wie ich jetzt genau was und wann machen soll :nix:

  • Avatar Diana sagt:

    Derzeit läuft sie Runde um Runde ganze Bahn und wir versuchen ganz vorsichtig ihr den Weg zu zeigen…sie hat panische Angst sich abzustrecken. In einer halben Stunde haben wir vielleicht 3-4Mal den Moment, dass sie die Tendenz zeigt sich abzustrecken….

    Ich würde da ganz anders herangehen.
    Etwas unorthodox vielleicht, aber erprobt.
    Ich würde das Pferd an die Longe nehmen, in einem Roundpen oder Longierzirkel.
    Dann würde ich drei Varianten testen und ggf. kombinieren.
    Einmal: Chambon.
    Könnte sein, dass das erstmal nicht funktioniert, wenn sich das Pferd sehr aufkröpft. Möglich aber, dass beim 2. oder 3. Benutzen beim Pferd der Knoten platzt.
    Dann: Halsverlängerer, dieses elastische Gummidingen. Damit das Pferd an den Druck im Maul gewöhnen. Verschallung ausprobieren – ob über den Kopf laufend oder von der Seite oder von unten kommend.
    Ruhig in Kombination mit dem Chambon und einem Nathegebiss.
    Und dann: Longe nicht am Kopf des Pferdes einhaken, sondern durch den Trensenring führen und am Longiergurt rel. weit unten befestigen.
    Bei allen Varianten im Trab schön vorwärts treiben, immer wieder stellen, weiche Paraden geben und wieder weit nachgeben.
    Damit lernt auch ein Friese, sich nach v/a abzustrecken.

    Aber als allererstes würde ich mich ums Maul des Pferdes kümmern.
    Sehr gut möglich, dass da eine Kleinigkeit sehr stört – egal , ob es das Gebiss ist ( Nathegebiss ausprobieren, einfach/ doppelt gebrochen probieren, testen, ob irgendwo was klemmt oder scharf ist) oder etwas an den Zähnen.
    Nasenriemen wechseln und gucken, ob das Pferd mit einem anderen besser klarkommt.
    Passform des Sattel prüfen.

    Pferd auf Stimme ausbilden.
    Peitschengebrauch beim Longieren, Gerte beim Reiten.
    Wenn alles an der Longe klappt, einen Reiter ev. an die Longe nehmen, bis auch da das v/a klappt.

  • Avatar Sky0202 sagt:

    Hallo,
    das Gebiss haben wir schon gewechselt. Sie hat jetzt ein doppelt-gebrochenes Sprenger das passt. Sie läuft besser damit.

    Danke für die Aufklärung mit Stern (Dillenburg). Ich werde die Besitzerin mal fragen, ob das in diesem Jahr sein sollte, oder ob es nicht verschoben
    werden kann.

    Wie gesagt, mit Friesen kenne ich mich überhaupt nicht aus, bin aber eben um Hilfe gebeten worden. So schlecht kann ich dann wohl nicht reiten… :blinzel: ..oder wie war das mit den Einäugigen… :bravo:
    Einheitlich zeigt sich, dass der Weg das „Vorwärts“ zu erlernen zunächst das eigentliche Ziel sein sollte. Habe ich auch so euren Beiträgen entnommen. Das hat mich bestätigt.
    Zudem werde ich ihr raten, dass sie das Longieren mit verschiedenen Ausbindern probieren und weiterhin ins Gelände gehen soll.
    Ich muss jedoch wirklich sagen, dass ich immer noch über das Reitgefühl nachdenke…hat echt Spaß gemacht :thumbsup:

    Danke euch für die Tipps

  • GidranX GidranX sagt:

    Ich muss jedoch wirklich sagen, dass ich immer noch über das Reitgefühl nachdenke…hat echt Spaß gemacht :thumbsup:

    Beschreib mal.. :blinzel:

  • Avatar maurits sagt:

    Meine Frage nach der Sternprüfung war absolut ernst gemeint.
    Ich möchte wissen, was da verlangt wird.

    Desweiteren interessiert mich die Abstammung der Stute.

    Und ich glaube auch, dass Diana einen gangbaren Weg neben der Reiterei aufgezeigt hat.
    Für mich wäre bei dem Pferd als allererstes das vorwärts und der Schenkelgehorsam zu installieren, das klingt ja grauenhaft.

    lg
    maurits

  • Watson Watson sagt:

    Wie gesagt, mit Friesen kenne ich mich überhaupt nicht aus,

    ich habe mir hier letztens erst sagen lassen „auch ein Friese ist ein Pferd“ 😀

    So schlecht kann ich dann wohl nicht reiten

    :irre: du hast ja nen Vollknall

    Chambon wäre mir jetzt auch eingefallen, damit sie lernt nach unten gehen = Druck weniger. Bin ja mal gespannt, wie ihr das löst.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    @sweltje: prima Beitrag

    Wäre denn ein Gogue nicht besser geeignet als ein Chambon? Das geht weniger aufs Gebiss.

  • Avatar Sky0202 sagt:

    Das Reitgefühl war trotz der sehr vielen Baustellen sehr angenehm, gleichzeitig schön schwungvoll und angenehm zu sitzen. Ich haben vorher nur auf zwei anderen Friesen gesessen. Da kam dieses Reitgefühl nicht rüber. Deshalb war ich so begeistert :thumbsup: . Die Stute war ansich schon schön rund und ging sehr schön taktklar…wie gesagt..ich mag sie sehr leiden :herz:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    ich habe mir hier letztens erst sagen lassen „auch ein Friese ist ein Pferd“ 😀

    Ja das ist so schon richtig…aber ein klein bisschen hat ein Friese schon unterschied zu andern Pferden, und das ist der hoch angesetzte Hals.
    Das macht die Sache schon ein bisschen schwieriger und kniffliger, gerade wenn sich ein Pferd diesbezüglich nicht kooperativ zeigt. Wobei kooperativ der falsche Ausdruck ist, meist müssen sie erst begreifen was man von Ihnen will.

    Das braucht seine Zeit, manchmal viel Zeit.
    Meiner war auch so ein Kandidat.
    Sehr steile Aufrichtung. Schon wenn der guckte, machte der immer „Stellung guck“ oder aufrollen.
    Stand man neben ihm und er musste sich zu einem umdrehen, zog er dabei den Hals so komisch zusammen um dann in Stellung aufgekröpft „guck“ sich nach Dir umzudrehen 8o
    Das machte mich wahnsinnig. Ich ging so weit, ich hätte ihn nie in einer Stallgasse ausgebunden, weil er da immer genau dies Stellung einnahm.
    Immer nur so anbinden dass er sich gut drehen konnte, immer diese „verspanntguck“ Stellung vermeiden 😀
    Obwohl er sonst ein Gummitier ist 😉

    Heute ist da alles kein Thema mehr, aber als er jung war, haben wir sicher zwei Jahre nur an diesem Thema gearbeitet. Kontinuierlich und mehrmals pro Woche im Training. Locker vom Hocker, grosse Linien, Biegung Stellung, offenes gelängtes Genick usw. usf. und dabei ruhiges, aber aktives vorwärtsgehen.
    Es braucht einfach seine Zeit und Kontinuität im Training.
    Also regelmässig, nicht alle 14 Tage oder alle Jubeljahre einmal .

    Der schönste Moment war, als er plötzlich begann, sich wohlzufühlen in der Dehnungshaltung zu tanzen, oder sich gar in den Zügel zu lehnen 😀 und daran abzudehnen….das war der Moment wo man das Gummibandprinzip 😉 aufbauen konnte.
    Ich habe dann oft im Trab den Jagdsitz praktiziert und das Pferd auf grossen Linien reinziehen lassen.
    Mache ich heute übrigens sehr oft nach einer Reiteinheit. Nochmals so richtig hoch mit dem Rücken und schwoingen in grossen Linien…finden beide cool :hech:

    Chambon wäre mir jetzt auch eingefallen, damit sie lernt nach unten gehen = Druck weniger. Bin ja mal gespannt, wie ihr das löst.

    Chambon, geschweige den ein Goque würde ich da niemals einsetzen. Und das hat nix damit zu tun, dass ich sowieso nicht ausbinden würde.

    Geschweige denn ein Pferd was sich so aufrollt, so schnell kann man den gar nicht herumschleudern, zentrifugieren umd den in Ahnlehnung zu bringen.
    Und Friesen die ausgerutscht auf der Nase liegen gefallen mir gar nicht. :eye:

  • Avatar Diana sagt:

    Nein, nein, nein.
    Mit einem Chambon baut man keine Anlehnung auf.
    Das geht gar nicht, weil es überhaupt keine seitliche Verbindung zum Gebiss gibt.
    Damit lernt eine Pferd nur eines: seinen Hals vorwärts/abwärts zu strecken.
    Dabei muss man gut nachtreiben, damit das Pferd die Hinterhand aktiv einsetzt.
    Und dabei kommt dann auch der Rücken hoch.
    Im Endeffekt hat man ein ausbalanciertes Pferd, das mit aktiv eingesetzter Hinterhand locker über den Rücken läuft und dabei die Nase auf Buggelenkhöhe trägt und das Genick geöffnet hat.
    Nachzulesen in dem Buch „Springreiten“ von Paalman.
    Eine empfehlenswerte Lektüre mit vielen Bildern und Illustrationen für jeden, der ein Pferd ausbildet.
    Beileibe nicht nur fürs Springen.

  • Avatar Diana sagt:

    sie hat panische Angst sich abzustrecken.

    Wegen dieses Satzes habe ich das Chambon empfohlen.
    Erstmal die Scheu vor dem Abstrecken beseitigen, dann weitermachen.

  • sweltsje sweltsje sagt:

    @sweltje: prima Beitrag

    Meinst du mich? :red: Danke 🙂

    und ich fand Merlijns Beitrag eben gut!

    Und ich würde weder Chambon noch Gummis am Friesenhals verwenden. Diese Gummis sind ein Witz wenn der Friesenkragen aufgekröpft oder gummitierartig verworfen unterwegs ist. Damit ist kein Gradeaus und keine Linie reinzubringen. Das sind meine Erfahrungen. :nix:

  • Avatar Diana sagt:

    Oh Mann, keiner versteht mich….
    Das Gummi soll das Pferd nicht ausbinden, sondern einen leichten elastischen Druck aufs Maul ausüben, damit sich das Pferd an das Gefühl gewöhnt.
    Es verkriecht sich ja sofort, wenn es auch nur etwas Druck verspürt.
    Ein Gummiausbinder lädt die Pferde ein, sich darauf zu lümmweln, was natürlich nicht gerne gesehen wird.
    Hier aber schon, denn das Pferd vermeidet ja aktiv jeden Kontakt zur Anlehnung.

    Was ich beschrieben habe, sind Korrekturmaßnahmen, um das Pferd aus dieser Vermeidungshaltung herauszubringen.
    Und zwar erprobte, sowohl an Friesen, als auch an anderen Pferden mit ähnlichen Problemen.
    Wenn man die Probleme in den Griff bekommen hat, geht man zu normalen Ausbildungsmethoden über.

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Das ist so nicht unbedingt richtig, bei meinem funktioniert das wunderbar, nur mit „Zügel weg“ wird das nichts, aber in Zusammenhang mit einem durchdachten Training kann das sehr wohl zum gewünschten Effekt führen. Meiner ist das Beispiel dafür.

    LG Jenny

    Meine auch, allerdings kein Friese 😀

  • sweltsje sweltsje sagt:

    Oh Mann, keiner versteht mich….
    Das Gummi soll das Pferd nicht ausbinden, sondern einen leichten elastischen Druck aufs Maul ausüben, damit sich das Pferd an das Gefühl gewöhnt.
    Es verkriecht sich ja sofort, wenn es auch nur etwas Druck verspürt.
    Ein Gummiausbinder lädt die Pferde ein, sich darauf zu lümmweln, was natürlich nicht gerne gesehen wird.
    Hier aber schon, denn das Pferd vermeidet ja aktiv jeden Kontakt zur Anlehnung.

    Was ich beschrieben habe, sind Korrekturmaßnahmen, um das Pferd aus dieser Vermeidungshaltung herauszubringen.
    Und zwar erprobte, sowohl an Friesen, als auch an anderen Pferden mit ähnlichen Problemen.
    Wenn man die Probleme in den Griff bekommen hat, geht man zu normalen Ausbildungsmethoden über.

    Diana, nicht verzweifeln 🙂 . Ich weiß ja was Du meinst, und ich schrieb auch weiter oben (wie jemand anderes auch), dass man Hilfszügel einfach testen muss. Was Du schreibst ist technisch einleuchtend und kann funktionieren, muss aber nicht 😉 . Ich hab mit den Gummidingern am Friesenhals da son Bild vor meinem geistigen Auge… ist schon sehr lange her, und war in einem Handels – und Ausbildungsstall für Friesen den Du auch kanntest… 😉 . Und das Ergebnis gefiel mir schon als unbedarftem Teenie gar nicht… so aus dem Bauch heraus. Deshalb hab ich mir so ein Teil nie angeschafft, und kann dazu demnach aber keine eignen Erfahrungsberichte liefern.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Nein, nein, nein.
    Mit einem Chambon baut man keine Anlehnung auf.
    Das geht gar nicht, weil es überhaupt keine seitliche Verbindung zum Gebiss gibt.

    Das weiss ich auch 😀

    Damit lernt eine Pferd nur eines: seinen Hals vorwärts/abwärts zu strecken.
    Dabei muss man gut nachtreiben, damit das Pferd die Hinterhand aktiv einsetzt.
    Und dabei kommt dann auch der Rücken hoch.

    Und genau da wirst Du unter Umständen ein Problem kriegen

    Im Endeffekt hat man ein ausbalanciertes Pferd, das mit aktiv eingesetzter Hinterhand locker über den Rücken läuft und dabei die Nase auf Buggelenkhöhe trägt und das Genick geöffnet hat.
    Nachzulesen in dem Buch „Springreiten“ von Paalman.

    Sagt Herr Paalmann 😀

    Ich hätte noch ein Chambon abzugeben, schön in Leder braun mit braunem Gummiknochen 😀

    Und wenn man eins benutzt, bitte vorsichtig an die Einstellung rantasten.
    Benutzt man es zu weit, hats keinen Effekt, ausser dass das Pferd noch reintreten kann, ists zu eng, wirkt es kontraproduktiv.

    Und irgendwie muss man es trotzdem so einstellen, dass der Weg überhaupt aufgezeigt wird 😀
    Am besten innerhalb einer Eiheit anpassen.$
    Ein Chambon gehört meienr Meinung nach auch nicht in Anfängerhände, aber das sind wir ja hier nicht.
    Uebrigen sollte man mit einem Chambon auch nicht galoppieren :thumbdown:

    Ich mach das lieber vom Sattel aus und longiere vom Boden mit Kapp 😀

  • Avatar maurits sagt:

    falls wir den selben „Handels und Ausbildungsstall“ meinen, dürften die Bilder, die dort produziert wurden (man konnte sie ja damals in einer angesehenen Friesenzeitschrift unter „Ausbildung“ bewundern, nebst kleinem Kind, welches mit messerscharfen Sporen und ohne Kappe die dreijährigen anritt) nicht repräsentativ für korrekte Friesenausbildung sein, sondern eher ein abschreckendes Beispiel.

    Von Halsverlängerern halte ich auch nichts, eher von sinnvoll und kurzfristig angewandten Hilfszügeln beim Longieren und korrektem Beritt.
    Chambon/Gogue kann allerdings wertvoll sein, in geeigneter Hand.

    lg
    maurits

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    Uebrigen sollte man mit einem Chambon auch nicht galoppieren :thumbdown:

    Ich habe noch nie eins benutzt und werde es auch nicht, aber das hätte ich gerne erklärt. ?(

    Bei meinem kommt auch ein Kapp drauf, im höchsten Fall Laufferzügel, allerdings wie Ausbilder, verschnallt (da die Lauffer aber ohne diese doofen, schweren, nervenden Gummiringe sind und auch viel leichter find ich die super geeignet in der Ausbindervariante)

    LG

  • Avatar aficionada sagt:

    Die Ursache des Problems ist doch die, daß das Pferd sich vor dem Gebiß fürchtet. Ich hatte ähnliche Probleme bei 2 meiner jungen Pferde. Das Gebiß im Maul war ein fieser Fremdkörper, der die Pferde verängstigt hatte. Bei meiner PRE-Stute war das so extrem, daß man das Gebiß, welches im Maul lag, nicht mal an den Ringen berühren durfte, ohne das die Angst in ihren Augen aufstieg. Geholfen hat hier vor allem Geduld. Gebiß blind in das Maul hängen und mit Halfter arbeiten, Flexionen erarbeiten, mit Gebiß im Maul füttern. 3-4 Monate lang. Irgendwann kommt dann ein Punkt, an dem man merkt, daß man das Gebiß anfassen kann, daß auch ein bißchen mehr Druck nix schadet und dann kann man anfangen, mit Gebiß zu reiten. Erst mit 4 dann mit 2 Zügeln. Und dann wird das Pferd auch mal kess und testet, ob es einem die Zügel aus der Hand ziehen kann. Und dann kann arbeiten. Jegliche Form von Ausbinderei halte ich für kontraproduktiv, weil sie dem Pferd nicht erklärt, daß es keine Angst vor einem Gebiß im Maul haben muß. Durch die Ausbinderei wird das Pferd nur in eine Form gepreßt, die es nicht versteht. Man muß dem Pferd erklären, was ein Gebiß im Maul soll und ihm die Zeit lassen, dies zu verstehen und anzunehmen. Bei meiner hypersensiblen, schnell überdreht reagierenden PRE-Stute hat dies wunderbar funktioniert, sie sucht mittlerweile ganz klassisch die Hand und läßt sich nicht mehr verunsichern. Und aus der hätte ich sofort einen happelnden spanischen Rollmops machen können…. :panik:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich glaube nicht, dass die Friesin à priori „Angst“ vor dem Gebiss hat….. 🙂

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    Durch die Ausbinderei wird das Pferd nur in eine Form gepreßt, die es nicht versteht.

    Also für mich ist das Ausbinden eben nicht „das Pferd in eine Form pressen“, meine „Ausbinder“ (oben erklärt) werden so verschnallt dass das Pferd genügend Platz hat. Sprich ich stelle mich vors Pferd, fasse es an den Gebissringen und die Ausbinder sind dann gut verschnallt wenn das Pferd den Kopf gerade und die Nase etwas vor der Senkrechten ist. Hoffe ihr versteht wie ich das meine.

    LG

  • Avatar maurits sagt:

    genausowenig wie ich glaube, dass der „Angst hat, den Hals zu strecken“. Der weiss einfach nicht was er soll.

    So ein Quatsch.

    Mal ehrlich, Leute, vorwärts reiten, Schenkelgehorsam installieren, und vor allem Zeit lassen, dann geht es. Und auch mal drüber weg schauen, wenn es nicht lehrbuchmässig ausschaut, und immer daran denken, dass ein Friese vom Ausbildungsstand eines erst wenige Monate angerittenen Pferdes nicht stundenlang in perfekter Haltung gehen kann.

    Meine Güte, der soll lernen ans Gebiss heranzutreten, dafür muss ich den schon mit Gebiss arbeiten. Statt das ganze Sammesurium an Alternativequipment auszupacken, damit löse ich das Problem nicht, in dem ich es vermeide.

    Was machen eigentlich die ganzen „Serreta-pur“ Longierer, wenn die Pferde dem Schmerz durch das Naseneisen ausweichen? Von denen käme vermutlich keiner auf die Idee, einfach mal mit Wassertrense zu arbeiten, oder?

    Nein, statt dessen liest man überall und immer wieder nur, wie „böööse“ das Trensengebiss im Maul ist, dass das Pferd davor Angst habe. So ein Blödsinn. Ich kenne kein Pferd, was gescheit auf Trense angeritten wurde und da hätte Angst haben müssen.

    Ich hätte als Pferd mehr Angst vor diesen messerscharfen Kappzäumen, mit denen landauf und landab in der Anti-FN Fraktion herumgefuhrwerkt wird. Aber da spricht man von „feiner Einwirkung“. Werd ich im Leben nicht begreifen.

    lg
    maurits

  • Avatar Aragon sagt:

    Im Gegenteil sind Ausbinder, richtig verschnallt, sogar ein besonders gutes Mittel, um einem Pferd Vertrauen ins Gebiss zu vermitteln, weil sie nämlich absolut unemotional sind, nicht blöd rumfuckeln, niemals nach hinten ziehen und schneller nachgeben, als jede Reiterhand das kann.

    Die Mär von der „Angst vor dem Gebiss“ kann ich nicht mehr hören. Aufrollen tun sich auch Pferde, die noch nie irgendeine schlechte Erfahrung mit dem Gebiss gemacht haben, einfach um sich zu entziehen. Und Friesen sind darin wirklich sehr oft Weltmeister!

  • Avatar Tierfan sagt:

    Kappzaum und Serreta ist aber schon noch ein Unterschied… :tuete:
    Benutze zwar selber nichts dergleichen, finde das ein Kappzaum allerdings evtl. ne Alternative sein kann.

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    Ich hätte als Pferd mehr Angst vor diesen messerscharfen Kappzäumen, mit denen landauf und landab in der Anti-FN Fraktion herumgefuhrwerkt wird. Aber da spricht man von „feiner Einwirkung“. Werd ich im Leben nicht begreifen.

    lg
    maurits

    Nicht alle Kappzäume sind scharf und eine Seretta würde ich meinem Pferd nieeeeeee im Leben auf die Nase schnallen.

    Wenn ich aber sehe wie mit den Gebissen teilweise „longiert“ wird, dann wirds mir übel, dann soll sich nochmal einer wundern warum das Pferd tot im Maul ist. :panik1: Es hat alles Vor- und Nachteile, es bedarf „einfach“ immer nur einer guten Anleitung/Ausbildung, einem guten Pferdegespür- sowie Verstand etc. pp. Das fehlt bei vielen leider vorne und hinten :motz:

  • Avatar maurits sagt:

    natürlich, Tierfan.

    Ich beziehe mich allgemein darauf, dass besonders in Pferdeforen sehr häufig die Serreta zum Longieren angepriesen wird, und man betont, wie sehr fein das Pferd darauf reagiere und man „gebisslos“ halt für pferdefreundlicher halte.

    Wenn Kappzaum, dann ein gut angepasster, der nirgendwo weh tut. Ich habe selbst einen mit breitem, schweren und gut gepolsterten Nasenriemen, der leistet beste Dienste hier.

    @Aragon, sehr guter Beitrag, danke Dir!

  • Avatar Aragon sagt:

    Ich longiere stets und gern mit Serreta und da ist überhaupt nix scharf (natürlich eine ohne Zacken). Mein Pferd ist so fein, dass es auf Augenbrauenheben angaloppiert, da wäre irgendwas Scharfes völlig kontraproduktiv. Selbst bei einem Grobmotoriker passiert da nix. Dass die Serreta gaaanz scharf ist, ist ungefähr so ein hartnäckiges Nonsense-Gerücht wie dass die Einwirkung auf die Maulwinkel bei hoher Hand besonders pferdefreundlich ist oder dass Hafer immer spinnig macht oderoderoder.

  • Avatar Aragon sagt:

    … wohingegen ich diese dicke gepolsterten Kappzäume absolut schwammig in der Einwirkung, klobig, hässlich und unmöglich zu verpassen finde. Immer hängt der blöde Backenriemem halb im Auge, wenn man das Ding nicht so fest zuknallt, dass einem die Finger abbrechen, und der halbe Kopf vom Pferd verschwindet unter 1001 dickem Riemselgedöns. Och nee!

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    @ Aragon, da bin ich ja mal gepsannt auf die Erklärung, für mich leuchtet ein das etwas was fest ist (Naseneisen an der Seretta) auch viel schärfer wirkt als etwas das sich anpasst (z.B. Cavecon)… Oder sehe ich das total unlogisch. Ebenfalls habe ich nicht behauptet dass du nicht damit umgehen kannst, ausschließlich das ich das meinem Pferd nicht auf die Nase schnallen würde, weil ich damit nicht umgehen könnte.

    Und es steht auch ausser Debatte dass es immer am „Benutzer“ der Sache liegt wie scharf sie ist.

  • Avatar maurits sagt:

    nun, wenn man einen guten breiten Kappzaum hat, gehört auch die Sage der Schwammigkeit und der rutschenden Riemen ins Reich der Legenden 😀

    Ich longiere aber auch ganz normal auf Trense.

    lg
    maurits

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    Diese dicken Kappzäume mag ich auch nicht, aber es gibt ja noch einen Mittelweg…

  • Avatar Tierfan sagt:

    Ich persönlich halte nichts von einer Serreta! Son Eisending würde meinem Pferd nicht auf die Nase kommen!
    Leider muss ich im Bekanntenkreis selber miterleben, wie solche Dinger eingesetzt werden… (das kann man natürlich nicht verallgemeinern) Aber wieso muss ich denn sowas benutzen, wenn es auch mit weniger „unfreundlichen“ Dingen geht? Und ohne dich angreifen zu wollen – natürlich muss das Pferd „auf Augenbrauen heben“ reagieren, keiner setzt sich freiwillig „Unannehmlichkeiten“ aus. Außerdem bezweifle ich, dass Grobmotoriker, wie du sie nennst, damit keinen Schaden anrichten.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Mal ehrlich, Leute, vorwärts reiten, Schenkelgehorsam installieren, und vor allem Zeit lassen, dann geht es. Und auch mal drüber weg schauen, wenn es nicht lehrbuchmässig ausschaut, und immer daran denken, dass ein Friese vom Ausbildungsstand eines erst wenige Monate angerittenen Pferdes nicht stundenlang in perfekter Haltung gehen kann.

    So siehts aus
    :thumbsup:

    Meine Güte, der soll lernen ans Gebiss heranzutreten, dafür muss ich den schon mit Gebiss arbeiten. Statt das ganze Sammesurium an Alternativequipment auszupacken, damit löse ich das Problem nicht, in dem ich es vermeide.

    Darum reiten 😀

    Wenn ich aber sehe wie mit den Gebissen teilweise „longiert“ wird, dann wirds mir übel, dann soll sich nochmal einer wundern warum das Pferd tot im Maul ist. :panik1: Es hat alles Vor- und Nachteile, es bedarf „einfach“ immer nur einer guten Anleitung/Ausbildung, einem guten Pferdegespür- sowie Verstand etc. pp. Das fehlt bei vielen leider vorne und hinten :motz:

    Aber doch nicht bei den hier Anwesenden im Pforg 8o 8o
    Hier schreibt und vor allem reitet 😉 die Crème de la Crème der Ausbildungselite 😀

    Wenn Kappzaum, dann ein gut angepasster, der nirgendwo weh tut. Ich habe selbst einen mit breitem, schweren und gut gepolsterten Nasenriemen, der leistet beste Dienste hier.

    Wenn mich nicht täuscht, haben wir den gleichen 😀

    @Aragon, sehr guter Beitrag, danke Dir!

    finde ich auch :thumbsup:

    … wohingegen ich diese dicke gepolsterten Kappzäume absolut schwammig in der Einwirkung, klobig, hässlich und unmöglich zu verpassen finde. Immer hängt der blöde Backenriemem halb im Auge, wenn man das Ding nicht so fest zuknallt, dass einem die Finger abbrechen, und der halbe Kopf vom Pferd verschwindet unter 1001 dickem Riemselgedöns. Och nee!

    Du kannst unmöglich von meinem und Maurtis’s geschmeidigen, nahtlos jeder Pferdnase anpassbaren, tadellos sitzenden, schweren Kappzaum sprechen 8o 8o

  • Avatar Aragon sagt:

    Eine gut angepasste Serreta besteht aus einem Metall-Nasenteil, das einige cm breit ist und mit Leder ummantelt ist und überall an der Nase gleichmäßig anliegt. Die ist defintiv nicht „scharf“, und ich verwende sie auch nicht, damit mein Pferd fein reagiert (das tut es sowieso schon), sondern weil man damit sehr präzise einwirken kann (seitliche Stellung, cm-genaue Positionierung des Kopfes usw.). Wichtig ist eben, dass das Ding wirklich passt (Nasenform), keine Zacken hat und man es an der richtigen Stelle und fest genug verschnallt, dass es nicht hin- und herruckeln kann. Ich habe da bei jungen Hengsten auch schon mal deutlicher eingewirkt, aber auch da passiert absolut nichts, was diese Mär von der scharfen Serreta rechtfertigen würde. Einen superhyperüberempfindlichen Araber muss man vielleicht nicht damit arbeiten oder noch ein Lammfell drummachen, aber ansonsten ist das wirklich null brutal, scharf, schmerzhaft oder sonstwas. Aber tut auch eigentlich nix zur Sache, also sorry fürs OT.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    ….Präzise arbeiten kann ich auch mit dem schweren notabene gut sitzenden Kappzaum.

    Der Vorteil vom schweren Zaum, man kann gut in die Tiefe arbeiten.

    Ich habe noch den Original Wiener Kappazum, der leichte mit dem starren Nasenteil….ich mag ihn nicht, er hängt zuhause unbebraucht herum. :rolleyes:

    Ich glaube aber nicht, dass wir jetzt daraus eine Glaubenskrieg anzetteln sollten.

    Einig bin ich aber, dass ein Kappzaum sitzen muss und es mir regelmässig schlecht wird, wenn ich diese locker verschnallten Halfter-Dinger sehe.
    Damit kann man NICHT arbeiten, meiner Meinung nach 😀

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    @ Merlijn, hast du meine Frage bzgl. dem galoppieren mit dem Chambon gelesen? Würde mich brennend interessieren 😉

  • Avatar Diana sagt:

    Doch, alle Pferde, die ich damit longiert habe, galoppieren auch mit dem Chambon.
    Ich wüsste nicht, warum das nicht gehen sollte.

    Und eine Serreta habe ich auch.
    Sogar eine mit Zacken.
    Da habe ich aber tatsächlich ein Lammfell drum gemacht.
    Es gibt nichts Besseres, wenn man einem ungestümen Jungspund ein bisschen Erziehung nahebringen muss. 8)

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    Mit Zacken ?????????????????????????????? Lammfell hin oder her, die kommen doch trotzdem durch. Und wenn nicht, warum hast du dann keine ohne Zacken??? :panik1: :panik: :flucht:

  • Avatar Tierfan sagt:

    Mit Zacken ?????????????????????????????? Lammfell hin oder her, die kommen doch trotzdem durch. Und wenn nicht, warum hast du dann keine ohne Zacken??? :panik1: :panik: :flucht:

    DAS würde mich auch mal interessieren.

  • Avatar maurits sagt:

    Los, kloppt Euch! :bravo:

  • Avatar Tierfan sagt:

    :bite:

  • Avatar Diana sagt:

    Die hat mein Mann mal aus Spanien mitgebracht.

    Und was genau stellt Ihr Euch unter Zacken vor, dass die sogar durch eine Lammfellunterlage durchdringen können?

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Meine Güte, der soll lernen ans Gebiss heranzutreten, dafür muss ich den schon mit Gebiss arbeiten. Statt das ganze Sammesurium an Alternativequipment auszupacken, damit löse ich das Problem nicht, in dem ich es vermeide.

    Yep, so sehe ich das auch. Deshalb ich übrigens Frax vor dem Anreiten ausgebunden longiert, und dabei die Ausbinder (ohne Gummiringe) während des Longierens mehrmals verstellt, unter anderem auch relativ hoch, sozusagen als Simulation der Reiterhand.
    Und zur Serreta: Yup habe ich auch. Mit Zacken und Leder ummantelt. Zum longieren kam mir die zwar nie ans Pferd, aber zum Führen ungestümer Jungspunde ist das Ding Gold wert. Vorausgesetzt, man selbst ruckt nicht am Strick, sondern lässt das Pferd sich seine Konsequenz aus dem Davonstürmen selbst abholen…

  • Avatar Caterchen sagt:

    Serreta mit Zacken haben wir auch.
    Die „Zacken“ sind allerdings weder scharfkantig, noch sonderlich groß,
    ca 3mm hoch und abgerundet.
    Dazu das ganze mit Leder ummantelt.

    Wirkt Wunder, wenn die 3 jährigen Junghengste frisch eingestallt
    die holden Damen entdecken und dann am Halfter nicht mehr über den
    Hof geführt werden können.
    (und bei einem Trakehner-Hengst mit mega Hals, der selbst am Gebiss mit
    seinem Longenführer in der Halle Wasserki-fahren gespielt hat…)
    Bisher war das Thema bei allen spätestens nach dem 2. mal erledigt,
    danach sehen die das Ding nie wieder und es wandert wieder in den Keller.

  • sweltsje sweltsje sagt:

    falls wir den selben „Handels und Ausbildungsstall“ meinen, dürften die Bilder, die dort produziert wurden (man konnte sie ja damals in einer angesehenen Friesenzeitschrift unter „Ausbildung“ bewundern, nebst kleinem Kind, welches mit messerscharfen Sporen und ohne Kappe die dreijährigen anritt) nicht repräsentativ für korrekte Friesenausbildung sein, sondern eher ein abschreckendes Beispiel.

    Von Halsverlängerern halte ich auch nichts, eher von sinnvoll und kurzfristig angewandten Hilfszügeln beim Longieren und korrektem Beritt.
    Chambon/Gogue kann allerdings wertvoll sein, in geeigneter Hand.

    lg
    maurits

    Muss hierauf nochmal zurückkommen. Ich meinte nicht diesen Ausbildungsstall, den Du da ansprichst, Frau Mau :friend:
    Da wo ich viele, viele Friesen in Ausbildung gesehen hab, wurde an und für sich sehr ordentlich gearbeitet. Aber ich sah dort eben auch mal diese Gummidinger am Friesenhals, und das überzeugte nicht. :nix: Wir/die habens dann auch sein lassen.
    Ich wollte damit nur sagen, dass ich durchaus nicht nur mein eigenes Friesentier in der Ausbildung gesehen hab, und zwar selbst diese Gummidinger nicht besitze aber so einige Pferde und eben auch Friesen mit diesen Dingern bestückt habe laufen sehen. Und ich geh davon nicht ab, dass sie speziell beim Halsmonster Friesenpferd in meinen Augen nix taugen.
    Dann lieber die vieldiskutierten Dreiecker!!! 😀

    so, und dann diskutiert mal weiter über die Serretas, so was hab ich auch 😀 :bite: :tuete:

  • Avatar Ielke sagt:

    Falls sich noch jemand für das „Trainingsziel Stutenleistungsprüfung“ interessiert: Hier Bericht Landgestüt Dillenburg gibts Infos zum letzten Test und hier Zuchtbuchordnung ab Seite 28 gibts genauere Infos. Die Stutenleistungsprüfung dauert 14 Tage und umfasst Dressur- und Fahrprüfungen in Anlehnung an die Klasse A. Leider habe ich auf die Schnelle nicht gefunden, ob die Prüfung innerhalb einer bestimmten Frist nach der vorläufigen Stern-Erklärung erfolgen muss, aber da kann im Zweifelsfall sicher die Geschäftsstelle des FPZV weiterhelfen.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    @FRiesenfrau: Ich hätte gerne gewusst, wie das wohl aussieht:

    im höchsten Fall Laufferzügel, allerdings wie Ausbilder, verschnallt

    😀

    Durch die Ausbinderei wird das Pferd nur in eine Form gepreßt, die es nicht versteht.

    Ja das stimmt, sofern sie nicht korrekt verschnallt sind.

    Die Frage mit dem Galopp mit Chambon interessiert mich auch, wobei ich (ich rede jetzt nicht von diesem Fall hier) trotzdem immer eher zum Gogue greifen würde. :ja:

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    Das ist ganz simpel, ich benutze lieber die Laufferzügel weil die viel leichter sind und keine Gummiringe haben. Am Gutr recht weit unten verschnallt und dann zum Gebiss hin… Wie soll ich das erklären :denk:

  • Avatar M_N_ sagt:

    Jenny, Honeybär wollte wissen wie es wohl aussieht wenn du einen Ausbilder verschnallst… 😛

    :tuete: 😀

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    :doh: Ist zu früh am Morgen , ich habs nicht geschnallt :panik1: :kowa: :ostern:
    Ich bitte um Vergebung 😀

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Und dabei hatt‘ ich’s ja schon fett gemacht …

    Guten Morgääääääääääääään, Friesenfrau … 😀 😀 😀

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    😉

    Ich hol mir nochmal einen Kaffe :red: 😀

  • Avatar M_N_ sagt:

    :doh: Ist zu früh am Morgen , ich habs nicht geschnallt :panik1: :kowa: :ostern:
    Ich bitte um Vergebung 😀

    Solltest du das allerdings tatsächlich schaffen, komme ich nächstes WE zu deinem Lehrgang und halte das fotografisch fest. :ja:
    Die Bilder kann ich dann für viel Geld verkaufen… 😛

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    :doh: Ist zu früh am Morgen , ich habs nicht geschnallt :panik1: :kowa: :ostern:
    Ich bitte um Vergebung 😀

    Solltest du das allerdings tatsächlich schaffen, komme ich nächstes WE zu deinem Lehrgang und halte das fotografisch fest. :ja:
    Die Bilder kann ich dann für viel Geld verkaufen… 😛

    Barbara wäre da glaub nicht so begeistert von :motz: 8o

  • Avatar M_N_ sagt:

    Von dem einschnallen oder den Fotos? :blinzel: :whistling:

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    Sowohl als auch :eye:

  • Avatar Sky0202 sagt:

    Hallo,
    …habe mich über die Prüfung schlau gemacht.
    Ich habe eben mit der Reiterin gesprochen und ihr geraten, dass sie dort def. nicht teilnehmen soll. Also sie muss das der Besitzerin verdeutlichen..ist nicht meine Aufgaben. Es ist unmöglich, dass die Stute in 6 Monaten A Reiten und A Fahren soll. Vorallem widersprechen sich die Anforderungen. Die Stuten bleiben 14 Tage dort und sollen „angeritten“ sein. Es sollen bereits Takt, Losgelassenheit und Anlehung erlernt haben…dann aber am Ende der 14 Tage einen A Prüfung laufen 8| . Die Stute ist def. nicht so weit. Ich bin gespannt, ob die Bedenken ankommen…und wie es weiter geht. Ich habe jedenfalls keine Lust mich daran zu beteiligen, wenn so ein tolles Tier innerhalb einer so kurzen Zeit dahin kommen soll. :nix:

  • Avatar Sky0202 sagt:

    Gestern Abend habe ich spontan der Reiterin die Tipps gegeben…wir hatten beide Zeit. Zuvor habe ich mit der Stute etwas Handarbeit versucht, damit sie versteht zu weichen. Hat relativ gut für das erste Mal geklappt. Beim Reiten wurde es richtig gut. Sie war absolut arbeitswillig und versuchte es der Reiterin leicht zu machen. Nach kurzer Zeit hat sie verstanden, dass man gegen das Bein nicht springen und drücken sollte. Endlich konnte man von einer leichten Stellung sprechen. Die Reiterin hat es am Ende geschafft die Stute gerade (teilweise in Stellung in den Ecken) ganze Bahn in einem ruhigen Tempo zu reiten. Die Außenstellung passierte nur am Anfang. Ich bin weiterhin sehr begeistert von der Stute :love: Die Vorwärtstendenz war absolut zu erkennen und sie war absolut kooperativ. Die Reiterin ließ sich auf alle Tipps ein und versuchte es umzusetzen. Zunächst viel es ihr unheimlich schwer…Strahlend stieg sie später vom Pferd….okay; ich freute mich auch wie ein kleiner Schneekönig :whistling: .

  • sweltsje sweltsje sagt:

    Hey super, das freut mich!! :thumbsup: :bravo:
    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass die Tulpentreter meistens sehr kooperativ und willig sind. Wenn da Widersetzlichkeit oder Arbeitserweigerung auftrat, warens meistens richtig massive Fehler in der Ausbildung oder der Zosse hat schlicht nicht verstanden was er soll. Trifft vermutlich auf viele andere Pferds und Rassen ebenso zu… ich formuliers jetzt nur hier mal so aus meiner Erfahrung mit den Friesen. 🙂

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    Hey super, das freut mich!! :thumbsup: :bravo:
    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass die Tulpentreter meistens sehr kooperativ und willig sind. Wenn da Widersetzlichkeit oder Arbeitserweigerung auftrat, warens meistens richtig massive Fehler in der Ausbildung oder der Zosse hat schlicht nicht verstanden was er soll. Trifft vermutlich auf viele andere Pferds und Rassen ebenso zu… ich formuliers jetzt nur hier mal so aus meiner Erfahrung mit den Friesen. 🙂

    Wenn ich vervollständigen darf :daumen: , ebenso möglich ist schlechte Ausrüstung sowie gesundheitliche Probleme 😀

    LG

  • Avatar maurits sagt:

    Ich frage noch mal, ist wohl untergegangen.

    Wie ist die Stute gezogen?

    Und wurde sie bereits vorgestellt auf einer Zuchtschau?

    lg
    maurits

  • Avatar Sky0202 sagt:

    Hallo Maurits,

    hatte ich vergessen zu sagen: Die Reiterin konnte mir leider nichts dazu sagen.
    Die Reiterin hat die Besitzerin auch auf die Prüfung angesprochen…sie wollen jetzt wohl erst abwarten und nichts überstürzen :thumbsup: Freut mich , dass dies überdacht wird.
    LG

  • Avatar maurits sagt:

    Ja dann versuch das doch mal rauszukriegen bitte.
    Ich frage nämlich nicht ohne Grund. 😉

  • Avatar M_N_ sagt:

    Ja dann versuch das doch mal rauszukriegen bitte.
    Ich frage nämlich nicht ohne Grund. 😉

    Das wäre auch sehr ungewöhnlich bei dir… 😀

  • Avatar maurits sagt:

    😀

    Ausserdem fiel mir gestern beim Maurits-Doppellongenarbeiten noch etwas ein, was ich morgen zum Thema Anlehnung ans Gebiss noch schreiben möchte.
    Heute bin ich aber zu müde dazu.

    lg
    maurits

  • Avatar M_N_ sagt:

    Tue das.
    Ich bin auch müde, muß morgen früh raus, 6:30 h *mitten in der Nacht das ist*
    In die Nähe von Alzey, da ist ein Horst Becker Kurs, dann kann ich ihm den Bericht aus dem Phryso zeigen. 😀
    Mache da aber Fotos von der Anlage, nicht vom Kurs.

  • Avatar maurits sagt:

    Dank des Berichtes im Phryso weiss ich jetzt auch, dass man wenn man mit Friesen auf FN Turnieren starten möchte, besondere Trainer braucht.

    Keine reinen Barocktrainer, was mir eh klar war, nein, man muss Friesen-Spezialtrainer haben… :rolleyes:

  • Avatar Falun sagt:

    Keine reinen Barocktrainer, was mir eh klar war, nein, man muss Friesen-Spezialtrainer haben…

    Hey, waren wir an diesem Wochenende auf demselben Turnier ? :ostern: :ostern: Hier lief auch so ein Trupp rum :ostern: :ostern:

  • Avatar Wumba sagt:

    Dank des Berichtes im Phryso weiss ich jetzt auch, dass man wenn man mit Friesen auf FN Turnieren starten möchte, besondere Trainer braucht.

    Keine reinen Barocktrainer, was mir eh klar war, nein, man muss Friesen-Spezialtrainer haben… :rolleyes:

    Da hast Du aber den falschen Smile hingesetzt, eigenglich müsst da jetzt deiner einer gededanklich schon mal Scheinchen zählen. :ostern:

  • Avatar Shezarade sagt:

    Dank des Berichtes im Phryso weiss ich jetzt auch, dass man wenn man mit Friesen auf FN Turnieren starten möchte, besondere Trainer braucht.

    Keine reinen Barocktrainer, was mir eh klar war, nein, man muss Friesen-Spezialtrainer haben… :rolleyes:

    Wah…das sagst Du erst jetzt. Ich hab auch eine einrollende Friesin und will in 4 Wochen ein FN Tunier gehen…. :flucht:
    Wo krieg ich den jetzt den „Nicht-Barock-Trainer-Aber-Friesen-Spezial-FN-Trainer“ her :denk:

    Hülfe…. :tuete:

    LG
    Sheza

  • Avatar M_N_ sagt:

    Dank des Berichtes im Phryso weiss ich jetzt auch, dass man wenn man mit Friesen auf FN Turnieren starten möchte, besondere Trainer braucht.

    Keine reinen Barocktrainer, was mir eh klar war, nein, man muss Friesen-Spezialtrainer haben… :rolleyes:

    DAS steht da so aber nicht drin… 😉

  • Avatar maurits sagt:

    Oh doch. Man wandte sich an „spezielle Trainer“, genannt wurde eine Dame und ein Herr, die besonders viel Erfahrung mit Friesen auf dem Gebiet hätten.
    Für mich reicht ein Trainer, der die Grundlagen der Ausbildung beherrscht und individuell auf das jeweilige Pferd anwenden kann. Der braucht keinen grossen Namen in der „Barockpferdeszene“ zu haben. Die kochen auch alle nur mit Wasser.

    Der Rest meiner Gedankengänge zum Thema aufrollendes Pferd steht übrigens in dem anderen Fred oben (Pferd rollt sich auf) ich kam da durcheinander.

    Also bitte da weiterlesen, wen es interessiert.

    lg
    maurits

  • Avatar Donnaluttchen sagt:

    kann man diese beiden Threads nicht zusammenlegen, die gehen doch über das gleiche Thema (Friesen sind ja auch bloß Pferde)…lg

  • Avatar M_N_ sagt:

    kann man diese beiden Threads nicht zusammenlegen, die gehen doch über das gleiche Thema (Friesen sind ja auch bloß Pferde)…lg

    Blasphemie!!! :panik: :panik1:

    @ Mau: ich weiß was da steht, habs ja selbst geschrieben :eye:

    In die Barockscene sollte man den besagten Ausbilder aber absolut nicht stecken, eher im Gegenteil. 😀
    Und das er sehr viel Erfahrung mit Friesen hat, er hatte ja selbst schon den einen oder anderen in Besitz, ist ja auch bekannt. 😉

  • Avatar maurits sagt:

    mir stößt einfach nur leicht, oder auch etwas schwerer 😀 auf, dass da wieder einmal mehr propagiert wird, dass Friesen „andere Trainer“ brauchen. Auch wenn Du den Bericht geschrieben hast 😉 , im nächsten kommt einer von mir, dann darfst Du auch motzen. :ja:

    lg
    mau

  • Avatar M_N_ sagt:

    Werde ich dann tun… 😀

  • Avatar maurits sagt:

    Wetten nicht??? 😀

  • Avatar M_N_ sagt:

    Sei dir mal nicht so sicher…
    Meckern kann ich gut.

    Aber gut das du das erwähnt hast, muß jetzt grad noch mal nachfragen wer die Bilder von Anfang April bekommt für die zwei (nicht von mir!) zu schreibenden Berichte.

  • Avatar maurits sagt:

    Ich nicht. ich fand diesmal noch verwertbare aus dem eigenen Fundus.
    Wobei die Vierspännerfotos vom Geländeplatz auch super gewesen wären. Vor allem die im Wasser. :resp:

  • Avatar M_N_ sagt:

    Wobei mir das im Wasser gar nicht so gut gefällt, das ist mir nicht scharf genug. 😀
    Ich finde die Serie auf dem Hügel klasse… 😀 :ja:

    So, Mail ist raus. 🙂
    Denn ich bin in der Woche vor Pfingsten im Emsland, inkl. Pfingsten komplett auf Gut Neuhof bei uns im schönen WW, von daher will ich die Fotos jetzt ‚los werden‘, evtl. reicht es Zeitmäßig noch für den nächsten Phryso.

  • Avatar maurits sagt:

    Hügel war gut, stimmt.

    Für den Bericht brauchte ich aber Turnierfotos. Ich fand noch eins eines Hügels im Münsterland. Und zwei Dressur- und Parcoursfotos aus Gahlen.
    Die Stimmung Deiner Fotos bringen sie nicht rüber, da muss ich Dir recht geben. Für den Bericht sind sie aber passend.
    Lass Dich mal überraschen.

    lg
    mau

  • Avatar M_N_ sagt:

    Auf jeden Fall 🙂

    Turnierfotos mache ich demnächst mal bei der Person aus dem Bericht… 🙂

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