Fesselträgerentzündung

By Kleiner Mann | Bewegungsapparat, Lahmheiten

Hallo an Alle!
Der TA hat heute leider nach Röntgenuntersuchungen eine Fesselträgerentzündung, und durch die Entlastung resultierende Veränderungen am Knochen bei meinem kleinen festgestellt…

Hat jemand Erfahrungen mit dieser Krankheit?

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Klar, kann mir das auch alles mein TA erklären, da er mir die Prognose jedoch übers Telefon mitgeteilt hat muss ich mich bis Montag (nächster Termin) gedulden. Nun würde ich gerne von euch wissen wie ihr vorgegangen seit und wie es verlaufen ist?
Wie sehen die Heilungschancen aus? Wie lange dauert es ungefähr? (Er ist 13 Jahre)
Wie wird vorgegangen?
Wird er wieder voll belastbar?
Kann man die Heilung irgendwie unterstützen? Futter? Globulis? etc?

Am Fesselgelenk selbst ist nicht zu erkennen. Ganz klar und nichts warm/heiß. Lahmt nur im Trab und Galopp.

Hab jetzt mehrfach gelesen, dass man nur auf hartem Boden Schritt führen darf. Nicht Berg hoch, nicht Berg runter…
Problem ist nur: Unser Stall liegt auf einem Berg. Hier gibt es nichts, was eben ist außer die Boxen und die Halle.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Der Fesselträger ist ein Teil des Fesseltrageapparates. Eigentlich mal ein Muskel gewesen, ist es heute eigentlich (von der Zusammensetzung eine Sehne, auch wenn der medizinische Name da irreführend ist (M. interosseus medius).

    Grundsätzlich ist die Vorgabe bei Fesselträgerschäden ähnlich wie bei Sehnenschäden. Ebener Boden ist schon wichtig , weil die Sehne zwar belastet werden soll, also unter dosierter Belastung ausheilen soll, aber die Stellung dabei möglichst beibehalten werden soll. Seitliche Belastung ist in der Phase daher eher nicht so schön.

    Grundsätzlich kannst Du Dich auf eine Genesungsphase von mehreren Monaten einstellen. Die Sehnen sind ja wenig durchblutet, und dadurch dann sehr langsam in der Heilung, das gilt auch für den Fesselträger.

    Wo sind denn die Veränderungen die am Fesselträger festgestellt wurden, am Ursprung oder am Ansatz, also weiter oben oder weiter unten am Bein?

    Es gibt für solche Fälle richtige Rehaprotokolle, nach denen man wenn die erste heiße Phase vorbei ist, und das Pferd nicht mehr lahmt, wieder anfangen kann zu trainieren. Wenn Du magst, kann ich Dir so etwas ja gern mal schicken…

    Ach ja, vergessen: Fesselträgerschäden haben immer den Ruf „das wird nie wieder was“. Mein Pferd ist jetzt 18 Jahre alt, und hat seitdem ich ihn habe (über elf Jahre sind das jetzt schon) drei Fesselträgerschäden gehabt. Einmal durch einen miesen Beschlag, den zweiten weil er einfach trotzdem er Talent hat, für die M Dressur nicht geschaffen ist (Belastung war zu groß, er hat auch vorne Fehlstellungen), und den dritten hatten wir dann quasi „durch den zweiten“, weil mein Pferd nach 6 Monaten nur gezieltem Training endlich wieder auf die Weide durfte, und da dann direkt so abgegangen ist, daß er sich aus dem Gleichbein ein Daumennagelgroßes Loch in das Gleichbein gezimmert hat.

    Das ganze ist jetzt fünf Jahre her ungefähr, und seitdem läuft das Pferd, und hatte mit dem Fesselträger keinerlei Probleme mehr.

  • Luna2 sagt:

    Meiner hatte das mal im Alter von 15 Jahren (vor drei Jahren) War auch äusserlich nichts zu sehen oder zu fühlen, nix warm oder so. Nur eine leichte Lahmheit im Trab, aber auch nur beim abschlissendem ZadH kauen lassen, wenn er mehr auf die Vorhand kam. :red:
    Er ist immer auf der Wiese bzw. Padock gegangen. Dann gesteigert bis 45 min Schritt gegangen, dann nach einem 3/4 Jahr wueder angefangen mehr langsam den Trab mit einzubauen.
    Hatte seitdem nie mehr Probleme damit *aufholzklopf*

  • Kleiner Mann sagt:

    Vielen Dank, das zu lesen baut mich wirklich auf 🙂

    Wie habt ihr eure Pferde in der anfangs Phase behandelt???

    Bekamen sie Equi oder ähnliches? Habt ihr Homöopathische Mittel verwendet? Wenn ja welche? Im Stall wurde mir gestern erzählt ich sollte es mal mit Hecla lava D6 nach Rücksprach mit dem Doc probieren.

    Waren eure Pferde in der Klinik und/ oder haben spezielle Therapien gemacht (außer Ruhe). Wenn ja was hat gewirkt, was nicht??

    Der Doc meinte die Stosswellentherapie bringt da was. Erfahrung?

    @Gilianco:

    Die Veränderung ist weiter unten zu sehen. Es wäre super lieb wenn du mir mal das Rehaprotokoll schicken könntest :thumbsup:

  • Sab sagt:

    Hallo,

    eines meiner Pferde hatte das ; lahmte leicht im Trab, so ein Ticken in Wendungen. Auf dem Ultraschall war das deutlich zu sehen. Die Stute haben wir – da sie alleine in der Box sehr schwierig wurde und ausserdem Arthrose hatte – nach Absprache mit der TAin mit den anderen Pferden auf die weide gestellt. Das hat insgesamt mehr als 10 Monate gedauert; Du musst der Sache zeit geben, das ist wirklich wichtig. Zwischendurch haben wir noch ein paar Mal Ultraschall gemacht, um den Heilungsprozess zu kontrollieren. Nach den besagten 10 Monaten habe ich wieder angefangen zu reiten, ohne Probleme. Also, Kopf hoch !

    LG

    Sabine

    P.S.: Ich habe damals um den Fesselträger noch Wickel mit kaltem Quark gemacht.

  • Falko94 sagt:

    Meine Schwarznase hatte ein Loch im Fesselträger, wurde mit Stosswelle behandelt.
    Leider hat mein Pferd nicht so gut auf die Stosswelle angesprochen und das Gewebe
    ist vernarbt. Hab danach eine längere Lasertherapie gemacht, die sehr erfolgreich
    war. Mein Pferd war wieder fit und dann kam der nächste Hammer = Kreuzbandriss!!!

  • pferdundfutter sagt:

    Bei uns im Stall steht ein jetzt knapp 10jähriger Wallach, der als Jungpferd FT-Entzündung hatte. Er hat ein Jahr Pause auf der Weide bekommen, danach war die Sache gegessen und er ist seither auch voll belastbar.
    Heute (das kannte man nur damals nicht 🙂 ) würde ich es mit Back on Track oder Magnetfeld zusätzlich unterstützen.

    Gute Besserung für Dein Pferd!

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