Euthanasie – welche Methode ist am "humansten"?

By DonNico | Archiv: Allgemeine (Pferde)Themen

Aus gegebenem Anlaß beschäftige ich mich derzeit gedanklich damit, was und insbesondere wie das im Not- und Ernstfall mit meinem Pferd passieren soll, wenn ein irreperabler Unfall oder dergleichen geschieht. So ungern man sich damit auseinandersetzt – ich würde mich besser fühlen, wenn ich wüsste was ich am Besten tun soll wenn es denn irgendwann mal sein sollte:

– Bolzenschuß und Kehlschnitt
– Einschläfern per Medikamenteninfusion

Ich habe von der Bolzenschußfraktion gehört, daß der Bolzenschuß das Hirn zerstört aber erst das Ausbluten den Tod herbeiführt. Pferd soll von alledem nichts mitbekommen aber was ist, wenn der erste Schuß nicht gleich „sitzt“?

Die Einschläferbefürworter sagen, es wird zunächst sediert und dann ein Mittel eingespritzt, welches innerhalb kürzester Zeit zum Herzstillstand führt.

Ich mußte bereits 2 Hunde einschläfern lassen, es dauerte mir jedes Mal viel zu lange, bis die Augen trüb wurden und ich sicher war, daß mein Freund nun gegangen ist. Dieses Thema ist nicht schön, ich weiß, aber ich würde wirklich gern wissen, welche Methode denn am schnellsten wirkt ohne daß das Pferd sowas wie Angst verspürt.

Danke im voraus!

  • Avatar Fluppel sagt:

    Pferd soll von alledem nichts mitbekommen aber was ist, wenn der erste Schuß nicht gleich „sitzt“?

    Dann steht es u.U. wieder auf… :seufz: Ist einem Bekannten passiert. Der zweite saß dann aber…

    Ich hoffe, Mumpitz schaut hier rein und klärt auf – die ist ja vom Fach. :thumbsup:

    Ansonsten kann ich nur noch beitragen, dass man den Platz für das Töten (egal ob Bolzenschuss oder Spritze) gut wählen sollte. Es ist weder schön für den Besitzer wenn das geliebte Pferd nachher an den Frontlader gebunden durch den Hof kutschiert wird, noch ist es ein „schöner Abschied“ wenn das Pferd beim Spritzen des Sedativum in den eingeschalteten Stromzaun fällt und wild umherzuckt. Beides habe ich live miterlebt und das war für den Besitzer jeweil die Hölle.

    Wenn hier mal ein Pferd gehen müsste, wüsste ich genau wo (schöne Wiese, abgelegen vom Stall, aber direkt befahrbar, abgelegen vom „täglichen Drumherum“) – da sollte man auch mal einen Gedanken dran verschwenden.

  • Avatar Legolas sagt:

    Bei meinem Pferd wurde damals eine Spritze i.v. gegeben und das ging schnell.
    Und das ganze passierte in der gewohnten Umgebung, von daher käme für mich kein Bolzenschuss in Frage. Ich finde das wo nämlich für mich persönlich mit entscheident.

  • Avatar DonNico sagt:

    Meine eigenen Gefühle würde ich den „Interessen“ des Pferdes gegenüber zurücksetzen – also auch wenn es schrecklicher anzusehen wäre, den Bolzenschuß wählen wenn es denn wirklich schneller ginge.

    Fluppel, ich hab bei PETA auch schon diverse Videos gesehen, wo der Schlachter 6 mal ansetzen mußte bis der Stier es endlich überstanden hatte!!! Grauenhaft! Auch Dein zweites Beispiel ist erschreckend und bestätigt mich eigentlich nur darin, schon im vorherein alle Unklarheiten soweit wie möglich zu beseitigen.

    Was nach dem Tod mit dem Tier passiert … da bin ich ganz pragmatisch, es ist mir schlichtweg egal. Es ist nur noch die leblose Hülle, nicht mehr mein Pferd, Hund oder was auch immer. :no:

  • Avatar jaara2008 sagt:

    DonNico, ich fürchte, bei diesem Thema wirst Du ne glatte fifty-fifty-Antwort bekommen. Jeder hat da seine Erfahrungen zu gemacht und hält natürlich „seinen“ Weg für den Richtigen… Nichtsdestotrotz werde ich Dir auch meine Erfahrungen dalassen: Ich war bisher bei dreien unserer Pferde beim Einschläfern dabei und es war jedes Mal anders, aber jedes Mal „okay“, wenn man es denn so nennen möchte. Ich würde immer wieder diesen Weg wählen.

    Was Fluppel über die Wahl des Ortes schreibt, halte ich ebenfalls für wichtig, sofern man dazu noch Zeit und Gelegenheit hat. Eine Fläche, die ein wenig abgelegen vom Alltagsgeschehen ist, andererseits aber gut befahrbar ist, damit der Tierkörper dann problemlos abgeholt werden kann, ist „ideal“. Bei unserer alten Stute, die sich in der Box ein Hinterbein brach und nicht mehr aufstehen konnte, hatten wir diese Möglichkeit nicht… :seufz:

    Auch finde ich es gut, wenn man jemanden hat, der für einen bei der Firma, die die toten Tiere einsammelt, anruft. Ich habe das zwei Mal für Freundinnen gemacht, umgekehrt dafür auch eine von ihnen für mich. Zumindest bei der Firma „Saria“ (habe jetzt vergessen, wie die aktuell heißen) hat man unserer Erfahrung nach einen äußerst gefühllosen und unfreundlichen Menschen am Telefon – das kann man in so einer Situation fast nicht aushalten.

  • patch patch sagt:

    Ich bin auch für das Einschläfern.
    Hat das Pferd keinen Transportstress, Spritzen kennen die meisten Pferde, erachten das als nicht so schlimm.
    Allerdings hatte ich immer den Eindruck, die wissen, was jetzt kommt.

    Jaara: Ich hatte da auch mal eine Nette am Telefon bei „Saria“.
    Das mit dem gebrochenen Bein in der Box hört sich ziemlich horrorhaft an.

    LG, Patch

  • Avatar Donnaluttchen sagt:

    Da ich das ganze bei meinem Rentnerpferdchen auch machen musste….. ich würde immer wieder mit Spritze einschläfern lassen. Die Zeit kommt einem selbst vermutlich immer lange vor, aber im Prinzip schläft ja erst das Pferd und dann kommt der Rest. Sofern der Zugang gut gelegt ist kann da eigentlich meiner Meinung nach kaum etwas schief gehen und es hat bis zum Einschlafen meiner Meinung nach nicht lange gedauert. Nach dem Setzen der nächsten Spritze war es dann auch ganz schnell vorbei.
    Eine gute Zuwegung zur Weide oder so reicht leider unter Umständen für den Abdecker auch nicht aus. Hier nimmt der Abdecker das Tier nur mit, wenn ein gepflasteter Weg daneben ist. Also auf eine Wiese fährt der nicht rauf, aber vielleicht ist das auch nur hier so. Da ich mein Pferdchen nicht an der Straße einschläfern wollte, da Schulweg, (Abdecker kam erst am anderen Nachmittag, genaue Zeiten werden nicht genannt) wurde mein Pferdchen hinterm Haus meiner Eltern eingeschläfert, wo es auch eine gepflasterte Zuwegung gibt.
    ….aber leicht wird es nicht …..ist es nie….lg

  • Avatar Andrea S sagt:

    Für mich kommt und käme bei einem transportfähigen Pferd (verladefomm und keine Schmerzen beim Transport) immer nur der Bolzenschuss in Frage.
    Ich selbst und auch Bekannte haben ihre Pferde ohne Probleme so von der Welt gehen lassen.
    Ist ein Pferd nicht verladefromm, hat es Schmerzen beim Transport oder es besteht ein akuter Notfall ist die Euthanasie für mich das Mittel der Wahl.
    Auch so musste ich bereits ein Pferd erlösen. Dieses war nicht mehr transportfähig. Die Euthanasie verlief problemlos da das Pferd bereits die vorgangegangene Narkose gut akzeptierte (problemlos, Pferd sank sofort zu Boden) und bei der Eutahansie die Regenbogenbrücke ohne Probleme überschitt.

    Dennoch, bei einem transportfähigen Pferd ziehe ich den Bolzenschuss vor.

    „Komplikationen“ können in beiden Fällen auftreten. Und wenn ich darüber nachdenke, ist mir die im Fall des Bolzenschusses „lieber“ :nix:
    Eine missglückte Euthanasie möchte ich nicht miterleben :no:
    Und selbst die TA meiner TA-Praxis ziehen bei ihren eigenen Pferden den Bolzenschuss vor, so, wie viele TÄe es für die eigenen Pferde tun!

    Und eine grundsätzliche Bitte an alle, die die Euthanasie wählen. Tut Euch bitte die Abholung Eures Lieblings niemals an :no:
    Es gibt Bilder, die vergisst man nicht. Und diese gehören eindeutig dazu :wacko:

    • Alle Tiere, die ein Tötungsmittel injiziert bekommen verbrennnen innerlich in gelähmten Zustand, die Narkose wird aufgehoben ohne dass man es merkt.Tierärzte wissen nicht dass T61 eine lähmende Ätzchemikalie ist & undeklariert aus purem N,N-Dimethylformamid besteht, worunter Tiere bis zu Tagen unsichtbar unter Atemnot leiden bis sie erstickt sind. während sie in jeder Faser des Körpers verätzen! Die Tierärzte wurden seit 1961 angelogen, dass T61 betäube & töte. Alle Tiere kommen durch T61 nach der Narkose innerhalb von Sekunden unbemerkt zu Bewusstsein. Die Ätzchemikalie ist ein pures Ameisenformalin. Wenn der Tierarzt denkt, dass das Tier tot wäre, fängt das Herz später wieder zu schlagen an! Die Tiere leiden solange an Atemnot bis sie erstickt sind, denn die grausame Intervet hat nur die hälfte des lähmenden Mebenzoniums hinzugefügt, damit die Tiere nicht sofort ersticken, sondern sie lange leiden. http://www.qualvolle-einschlaeferung.de

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Das mit dem gebrochenen Bein in der Box hört sich ziemlich horrorhaft an.

    Ja, das war es auch. 🙁

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Für mich kommt und käme bei einem transportfähigen Pferd (verladefomm und keine Schmerzen beim Transport) immer nur der Bolzenschuss in Frage.

    Mich würde der Grund interessieren. Würdest Du ihn mir nennen?

    Edit: Ach so, meinst Du, FALLS es Komplikationen gibt, dann „lieber“ die beim Bolzenschuß?

  • Avatar Granado sagt:

    ich stand auch schon vor dieser entscheidung. ich habe per medikament euthanasieren lassen. wichtig hier zu wissen, es gibt zwei mittel. T61 und eutha77. T61 darf nur mit vorheriger narkose gegeben werden. sonst gibt es, zumindest beim pferd wohl oft massive zwischenfälle. ich habe eutha77 gewählt. eutha77 ist eigentlich ein narkosemittel. dieses wird direkt gegeben. ob nun T61 oder eutha77 gegeben wird, lässt sich leicht erkennen. T61, da braucht man ne recht kleine menge von, bei eutha 77 sind es für ein großpferd an die 100ml, soweit ich weiss. T61 brennt zusätzlich wie die hölle, deshalb ist ab werk in T61 schon ein lokalanästhetikum enthalten. oft reicht das aber nicht :no: bei granado bestand ich auf eutha77. obwohl es recht teuer ist, teurer als die andere variante. er schlief ruhig ein, denn das eutha77 ist ein „altes“ schlafmittel, was heute in der humanmedizin jedoch abgelöst wurde. hier mal zwei interessante links: http://www.pferde-euthanasie.de/mittel.html http://de.wikipedia.org/wiki/Eutha77 zu den anderen wichtigen sachen wurde schon ausreichend was gesagt.

    • Da T61 ein gefälschtes höllisch brennendes Ätzmittel ist, sowie wiederbelebendes, lähmendes, lebensverlängerndes, bewusstseinserweiterndes enthalten ist, so kann man behaupten, es wurde so gefälscht, dass die Qualen nicht schimmer sein könnten und die Intervet ein Teufel sein muss, die es gefälscht hat seit 1961 leiden Tiere weltweit daran! Tierärzte wissen nicht dass T61 eine pure lähmende Ätzchemikalie ist und undeklariert aus purem N,N-Dimethylformamid besteht, worunter die einzuschläfernden Tiere bis zu Tagen innerlich in gelähmten Zustand verbrennen müssen! Die Tierärzte wurden seit 1961 angelogen, dass T61 betäube und töten würde. Alle Tiere die mit T61 nach der Narkose von Tierärzten getötet werden sollen, kommen innerhalb von Sekunden unbemerkt zu Bewusstsein. Die Ätzchemikalie ist ein pures Ameisenformalin unter der die Tiere innerlich verbrennen müssen und das kann sogar bis zu Tage dauern. Denn der Tierarzt denkt, wenn er das Herz nicht mehr schlagen hört, dass die Tiere tot wären. Aber das Herz ist nur gelähmt und fängt später wieder zu schlagen an! Die Tiere leiden solange an Atemnot bis sie ersticken können, denn die grausame Intervet hat nur die hälfte des lähmenden Mebenzoniums hinzugefügt, damit die Tiere nicht sofort ersticken, sondern sie lange leiden. Ein Mitgrund dass das Herz wieder später weiter schlägt ist u. A. dass nur der 25. Teil von Tetracain, das man ebenso wie alles andere falsch deklarierte, in T61 enthalten ist, das beim verwandten Lidocain in niedrigen Dosen eine kurze Herzlähmung verursacht und das Herz später im normalen Herzrhythmus weiter schlägt! Adrenalin reanimiert die Tiere wie auch Tetryzolin …  Es gibt viele Beweise – drei davon: 1. Die Lungenstauung, die durch eine Erstickung entsteht; 2. Die Zuckungen trotz kompletter Lähmung durch den hineingeschmuggelten explosiv wirkenden Hauptanteil N,N-Dimethylformamid; 3. Das vom BVL falsch bezeichnete wundersame „Lazarus-Syndrom“, wodurch Tiere nach 24 Stunden noch immer durch das nicht tötende „Tötungsmittel“ T61 gelebt haben und dann erst wieder aus ihren Lähmungen herauskamen. Alle Tiere, die eine Injektion nach der Narkose mit dem sogenannten betrügerischen gefälschten wiederbelebenden und lähmenden sowie feuerbrennenden „Tötungsmittel“ T61 erhalten, leiden wie der Hund auf dem Video! Nur können Sie es und der Tierarzt nicht sehen, denn die Tiere sind komplett gelähmt! Als man 1961 Grünenthals mißbildendes Contergan vom Markt nahm, jagte man das grausame höllische T61 in die ganze Welt um Tiere beim Einschläfern zu quälen! Da der hineingeschmuggelte Hauptanteil N,N-Dimethylformamid (DMF) niemals in die Umwelt darf, gibt die grausame Gift Schmugglerin Intervet und die höllische (MSD) die verbotene Anweisung, die toten Tiere 50 cm unter das Erdreich zu begraben! Damit wir vergiften? DMF ist ebenso mißbildend, krebserregend, gentoxisch, leber- und lungentoxisch und besitzt eine akute Toxizität dermal und inhalativ. Die Ätzchemikalie T61 wird weltweit von jeder Regierung gedeckt wie vom Bundesministerium für Verbraucherschutz. Alle Tiere die beim Einschläfern eine angebliche „Tötungsspritze“ erhalten, leiden wie der Hund in dem Video, denn die vorherige Narkose wird unbemerkt aufgehoben, ohne dass es der Tierarzt bemerkt! Die Lähmung durch T61 ist in Sekunden im Gehirn und täuscht einen Bewusstseinsverlust vor! Die MSD vertreibt T61 weltweit, fälschte die Vioxx Studie woran bis 55.000 Menschen starben und 139.000 einen Herzinfarkt bekamen. Sie schmuggeln radioaktive Isotope in ihre Impfstoffe, fälschte medizinische Fachzeitschriften, fälschte …. Tierhilfe & Verbraucherschutz int. e. V. 2. Vorstand Gabriele Lang

  • Avatar Andrea S sagt:

    Mich würde der Grund interessieren. Würdest Du ihn mir nennen?

    Natürlich. Auch wenn das Thema nicht schön ist 🙁
    Wenn jemand sein Handwerk versteht, ist es für mich das pferdgerechteste :nix:
    Ich habe dies sowohl bei einem eigenen Pferd als auch bei Pferden von Bekannten miterlebt. Ohne Komplikationen. Das Ausbluten blieb mir aber erspart.
    Die Pferde brachen in allen Fällen, Hafer futternd, sofort zusammen und waren Hirntod. Somit ist gewährleistet, dass das Tier nichts mehr fühlt und wahrnimmt. Auch das Ausbluten nicht :no:
    Bei meinem eigenen Pferd war ich sehr angetan von der Kompetenz des Schlachters und seiner Einfühlsamkeit gegenüber des Besitzers.
    Alles verlief sehr pietätvoll. Der Schlachter war/ist selbst ein rühriger Pferdebesitzer. Seine eigenen Pferde hatten ihre Boxen auf dem Gelände.
    Dies war für mich zuerst eher befremdlich, im Nachhienein aber gut, denn die Tiere waren alle sehr zufrieden und ruhig, trotz des Geschehens auf dem Hof und geben so auch den ankommenden Pferden ein gewisses Maß an Ruhe mit.

    Dagegen steht eine Euthanasie. Auch die habe ich miterlebt. Aber wie gesgt bei einem bereits geschwächten Pferd, dem man nur noch einen Gefallen tun konnte, es zu erlösen und das bereits bei der Narkose die Seiten wechselte (da bin ich ganz sicher!) und bei dem dann noch die Euthanasie durchgeführt wurde. Das ist übrigens Pflicht!
    Ich möchte jedoch niemals erleben müssen, dass sich ein Tier dagegen wehrt :no:
    ich habe ein Pferd, dass sich gegen jeglcihe Form von Spritzen wehrt. Die würde sich auch im Todeskampf dagegen wehren. Da bin ich sehr sicher, es sei denn, ich würde dies selbst durchführen :flucht:
    Für dieses Pferd würde ich sogar einen Schlachter holen, der das Prozedere vor Ort durchführt. Einfach auch deshalb, weil sie dies so über sich ergehen ließe.
    ich ahbe mit beidem bisher positive Erfahrungen gemacht, soweit man diese als positiv bezeichnen kannn.
    Und dennoch würde ich immer ieder den Bolzenschuss wählen.
    Eine Freundin, auch Tierärztin für Pferde, zieht auch den BS vor, wenn erforderlich, genauso wie die Täe meiner Gemeinschaftspraxis.
    Sie werden wissen warum, denke ich.

    und zu den Komplikationen: ja, dann lieber die beim BS, da man schenller in der lage ist nochmal zu handeln!

    @Granado: ein guter TA narkotisiert in beiden Fällen!
    Ist T61 übberhaupt noch zulässig? Mumpi????
    Mein TA wendet nur das T77 an und auch nur unter vorheriger Narkotisierung.

    Im Übrigen zeigt dieser Thread wieder einmal, wie wichtig es doch ist, sich schon weit im Voraus mit diesem unliebsamen Thema ausgiebig auseinanderzusetzen! Im Notfall schafft es hier wohl kaum jemand einen klaren Gedanken zu fassen.

  • Avatar Granado sagt:

    Für dieses Pferd würde ich sogar einen Schlachter holen, der das Prozedere vor Ort durchführt.

    das ist, soweit ich weiss, nur noch im rahmen einer notschlachtung erlaubt, soweit ich weiss…
    „geplante schlachtung“ auf dem hof ist verboten…

    @Granado: ein guter TA narkotisiert in beiden Fällen!

    ja, das tut er ja auch.
    auch wenn er das eutha77 direkt gibt.
    denn das ist ein hochpotentes schlafmittel!
    lies mal den link von wikipedia.

  • Avatar Andrea S sagt:

    das ist, soweit ich weiss, nur noch im rahmen einer notschlachtung erlaubt, soweit ich weiss…
    „geplante schlachtung“ auf dem hof ist verboten…

    Granado, das ist dann auch eine Notschlachtung! Und nicht geplant :no:

    • Wenn man sein Pfere nicht leiden lassen möchte muss man eine NArkose bezahlen – ein reines Barbiturat wie z.b. Narcoren! Anders ist es human nicht möglich. T61 ist ein Teufelszeug und quält Tiere barbarisch bis zu Tagen zu Tode und dies trotz der Narkose! Weltweit auch in Deutschland glauben Tierärzte der Gift Schmugglerin Intervet und wollen einzuschläfernde Tiere nach der Narkose mit T61, das die MSD weltweit vertreibt, töten. Aber T61 enthält undeklarierte Chemikalien, die nicht töten, sondern wiederbeleben und die Tiere durch den hineingeschmuggelten Hauptanteil – das brennende Ameisensäureformalin N,N-Dimethylformamid (DMF) verätzen. Dadurch dass DMF am schnellsten in der Chemie ist, gelangen die lähmenden Chemikalien sofort in das Gehirn. Weswegen die Intervet von 1961 bis 2010 die Lähmung als einen Bewusstseinsverlust vorgelogen hat. Gleichzeitig hat die Intervet noch eine verlogenen Kardiodepression vorgelogen, die ebenso niemals existierte, da Tetracain nur der 25. Teil von der deklarierten Dosis enthalten ist. Dadurch fängt das Herz später wieder zu schlagen an. Embutramid ist der Abkömmling von GHB und nur zu einem Drittel enthalten, weswegen es statt betäubend bewusstseinserweiternd wirkt und es verlängert das Leben, da es Herzmuskel- und Lungenzellen repariert und man stellte außerdem im Tierversuch fest, dass Ratten, denen man 30 Minuten den Sauerstoff entzog, dadurch nicht starben. Seit 1961 – 2010 war T61 ohne Narkose erlaubt und nur die Tiere mit einem schlechtem Kreislauf und Resorption hatten entsetzlich geschrieen, die man dann als „seltene Fälle“ abgetan hat. Aber jedes Tier, dem T61 injiziert wird, leidet Höllenqualen, das man bei dem Hund nur deswegen sehen kann, weil die Intramuskuläre Injektion, die deswegen verboten ist, eben nicht sofort lähmt! Alle Tiere, denen T61 zur vermeintlichen Tötung nach der Narkose injiziert wird verbrennen innerlich bis zu Tagen und können ihre Qual nicht hinausschreieen. Manchmal zucken sie trotz der kompletten Lähmung durch das Ameisenformaldehyd DMF pur in T61. Das BVL (CSU) möchte es nicht vom Markt nehmen weil sie selbst die MSD ist, die es vertreibt ?https://www.cducsu.de/veranstaltungen/referenten/hanspeter-quodt

  • Avatar Granado sagt:

    das ist, soweit ich weiss, nur noch im rahmen einer notschlachtung erlaubt, soweit ich weiss…
    „geplante schlachtung“ auf dem hof ist verboten…

    Granado, das ist dann auch eine Notschlachtung! Und nicht geplant :no:

    das glaube ich dir. :friend:
    war auch nur der vollständigkeit halber,
    es könnte ja der fall eintreten, dass ein altes, krankes pferd erlöst werden soll, dass sich nicht verladen lässt,
    der besitzer aber schlachten lassen möchte.
    dann muss euthanasiert werden, da die geplante hausschlachtung verboten ist.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Um dann noch mal eine Überlegung in die Runde zu schmeißen: Ich kenne hingegen nur TÄ, die selber ihre Tiere auch immer nur Euthanasieren würden. Auch die wissen sicher, warum.

    Die Frage die sich mir da immer wieder stellt, ist doch, was sind die ausschlaggebenden Kriterien? Ist „schnell“ tatsächlich ein gutes Kriterium? Wenn es weniger schnell verläuft, und das Pferd davon aber auch weniger mitbekommt, ist das möglicherweise doch der bessere Weg für das Pferd?

    Abgesehen von meiner eigenen Einstellung zu dem Thema finde ich es übrigens ganz schlimm (daher erst mal Danke @Andrea, für Deine sachlichen und guten Beiträge), wenn man seine Meinung zu diesem speziellen Thema als die einzig richtige ansieht. Ich habe nun schon mehrfach folgendes Szenario miterleben müssen: Besitzerin erfährt, daß ihr Pferd unheilbar krank ist, und ein Weiterleben irgendwann nur noch Qual wäre. Sprich, sie muß sich jetzt relativ plötzlich mit dem Problem auseinandersetzen, daß sie erstens ihr geliebtes Pferd verliert, und zweitens, was sie jetzt macht, Euthanasie, oder Bolzenschuß.

    Und dann kommen die Verfechter vom einen oder anderen. „Wenn die Tiere Blut riechen, bekommen sie Panik“. „Wenn das Pferd sich gegen die Euthanasie wehrt, ist das total schlimm“. Selbstverständlich mit den entsprechenden Geschichten dazu.

    Ich sage in so einer Situation ganz klar, der Besitzer muß für sich alleine, am besten ohne daß 1000 Leute ihre Meinung kundtun, entscheiden, was er für sich und sein Pferd möchte. Und wenn ein geschockter Besitzer sich gerade mit dem bevorstehenden Tod seines Pferdes auseinandersetzt, und dann die Leute mit Horrorstorys um die Ecke kommen von Pferden die sich gewehrt haben (ich denke jetzt speziell an einen Fall, wo eine Frau dann von drei Pferden berichtete, die sich gewehrt hätten: Ein Fohlen, sechs Monate alt, mit so schwerer Kolik, daß es bereits zu einem Vorfall des Enddarms gekommen war, einem Rentnershetty von 45 Jahren und einer schwer Asthmakranken Stute. Bei allen dreien war der Kreislauf so runter, daß sich das auch auf die Euthanasie ausgewirkt hat. Wenn das Narkosemittel durch den Kreislauf nicht schnell transportiert wird, dann wird die Euthanasie auch nicht „schnell“ vonstatten gehen….) oder Schlachtpferden, die wieder aufgestanden sind und was man da alles schon selber miterlebt hätte…. das muß in meinen Augen einfach nicht sein.

    Ich habe beides schon gesehen, fand für mich (obwohl ich das Schlachten nicht verurteile, wie das leider viele tun) die Euthanasie für die Pferde, bei denen ich es gesehen habe, deutlich angenehmer. Trotzdem ist auch ein guter Bolzenschuß für mich total ok, und ich finde es schlimm, daß es Menschen gibt, die den trauernden Besitzern dann noch vorwurfsvolle Vorträge halten müssen. Das hat kein Besitzer verdient, der sich nämlich in der Regel (man sieht es ja auch hier am Thread, und an der einfach mal in den Raum gestellten Frage, was „besser“ sei) mit beidem auseinandergesetzt hat, und nicht nur „auf das Geld scharf ist“.

  • Avatar Crina sagt:

    Ich finde ein gutes Einschläfern die beste Wahl.

    Ein Bolzenschuss löst meines Wissens nicht den Hirntod aus, sondern lediglich eine gewisse Hirnschädigung, die zu Lähmungen und Betäubung führt. Der Bolzenschuss ist in der Viehschlachtung lediglich als ‚Betäubungsart‘ benutzt. Der Tod tritt dann erst durch Ausbluten ein. Schweine z.B. bekommen oft einen starken Elektroschock.

    Was wichtig ist an alle bei diesem Thema: Solltet ihr in einer Klinik einschläfern, oder es aus irgendwelchem Grund einen Arzt machen lassen, dem ihr nicht 100 pro vertraut, dann seid bitte selbst dabei, oder lasst jemanden von euren Bekannten daneben stehen.

    Nicht nur ich, sondern auch viele Kommilitoninnen haben es schon erlebt, dass T 61 ohne vorherige Betäubung (versteckt hinterm Misthaufen) iv reingehauen wurde. Ich war selbst dabei und fand es wirklich unschön… Nur um die Sedierung/Narkose zu sparen 🙁

    Ich persönlich würde (egal ob Eutha 77 oder T61) immer diesen Weg wählen: Sedierung, Narkose, Euthanasierungsmittel. Es ist einfach die beste Variante, meiner Meinung nach. Ich würde für mich selbst auch am liebsten ein sanftes Einschlafen an einem Plätzchen in meiner Heimat wählen. Da Hofschlachtung mit Bolzenschuss ja verboten ist, ist es ja immer mit einem Transport verbunden. ich möchte mein Pferd nicht heulend auf den Hänger verladen müssen, der wüsste eh gleich, da stimmt was nicht.

    Diese ganzen Horrorgeschichten über das Einschläfern kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Mein TA z.B. gibt auch T61 iv ne ganze 100ml Spritze, damit man auch sicher sein kann, dass der Tod eintritt. Ich war schon oft mit ihm beim Einschläfern und alle sind ausnahmslos friedlich und ohne irgendwelche Horrorgeschichten eingeschlafen.

    • Der Tod tritt durch T61 nicht ein es tötet nicht, denn es besteht undeklariert aus der schmerzhaftesten Ätzchemikalie Ameisenäsäuredimethylamid! Weltweit auch in Deutschland glauben Tierärzte der Gift Schmugglerin Intervet und wollen einzuschläfernde Tiere nach der Narkose mit T61, das die MSD weltweit vertreibt, töten. Aber T61 enthält undeklarierte Chemikalien, die nicht töten, sondern wiederbeleben und die Tiere durch den hineingeschmuggelten Hauptanteil – das brennende Ameisensäureformalin N,N-Dimethylformamid (DMF) verätzen. Dadurch dass DMF am schnellsten in der Chemie ist, gelangen die lähmenden Chemikalien sofort in das Gehirn. Weswegen die Intervet von 1961 bis 2010 die Lähmung als einen Bewusstseinsverlust vorgelogen hat. Gleichzeitig hat die Intervet noch eine verlogenen Kardiodepression vorgelogen, die ebenso niemals existierte, da Tetracain nur der 25. Teil von der deklarierten Dosis enthalten ist. Dadurch fängt das Herz später wieder zu schlagen an. Embutramid ist der Abkömmling von GHB und nur zu einem Drittel enthalten, weswegen es statt betäubend bewusstseinserweiternd wirkt und es verlängert das Leben, da es Herzmuskel- und Lungenzellen repariert und man stellte außerdem im Tierversuch fest, dass Ratten, denen man 30 Minuten den Sauerstoff entzog, dadurch nicht starben. Seit 1961 – 2010 war T61 ohne Narkose erlaubt und nur die Tiere mit einem schlechtem Kreislauf und Resorption hatten entsetzlich geschrieen, die man dann als „seltene Fälle“ abgetan hat. Aber jedes Tier, dem T61 injiziert wird, leidet Höllenqualen, das man bei dem Hund nur deswegen sehen kann, weil die Intramuskuläre Injektion, die deswegen verboten ist, eben nicht sofort lähmt! Alle Tiere, denen T61 zur vermeintlichen Tötung nach der Narkose injiziert wird verbrennen innerlich bis zu Tagen und können ihre Qual nicht hinausschreieen. Manchmal zucken sie trotz der kompletten Lähmung durch das Ameisenformaldehyd DMF pur in T61. Das BVL (CSU) möchte es nicht vom Markt nehmen weil sie selbst die MSD ist, die es vertreibt ?https://www.cducsu.de/veranstaltungen/referenten/hanspeter-quodt Mehr unter: http://www.qualvolle-einschlaeferung.de

  • Avatar Kirsten sagt:

    Schwieriges Thema:

    Ich habe meine Diplomarbeit an der Bundesanstalt für Fleischforschung gemacht. Während meiner aktiven Zeit im Labor wurde dort ein Schlachterkongress abgehalten. Ist schon einige Zeit her, aber aus BSE-Gründen wurden dort die neuesten Innovationen in der Schlagbolzen-Fertigung diskutiert. D.h. mittlerweile gibt es den Schlagbolzen an sich eigentlich nicht mehr (zumindest in der Rinderschlachtung), denn der sorgte dafür, dass Risikomaterial aus dem Gehirn sozusagen das restliche Fleisch konterminierte. Daher waren die neuen Geräte eine Art Druckwellenerzeuger, die den Schädelknochen quasi eindellen und damit sofortige Blutungen im Gehirn auslösen. Damit ist das Tier sofort weg vom Fenster. Die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers während der Prozedur ist sehr klein. Der körperliche Tod erfolgt dann durch Ausbluten. So man das Tier ohne Stress und artgerecht zum Schlachter des Vertrauens bringen kann eine sehr schnelle und saubere Methode.

    Bezogen auf´s Pferd würde das Vorraussetzen: das Pferd muss ohne Stress zu verladen und transportieren sein, der Grund für das Töten darf keinen Einfluss auf einen sicheren Stand im Hänger haben, und im Zweifel würde ich den Schlachter gerne vorher schonmal gesehen haben. Denn ich denke die wenigsten Schlachter sind tolle Pferdemenschen. Wahrscheinlich ist auch ein kleinerer Schlachthof am Land persönlicher als einer der riesen Schlachthöfe am Rande der Großstädte.

    Ich habe mich für eine Tötung per TA entschieden, denn ich möchte in den letzten Stunden das Hü nicht aus seiner gewohnten Umgebung reissen und wir haben zu den verschiedenen TA der nahen Praxis einen sehr guten Draht, während ich keinen Schlachter hier kenne. Ich möchte auch bei dem letzten Gang dabei sein, besonders weil Vaiven bei Fremden nach wie vor sehr unsicher ist und sich nicht wohlfühlt. Ich empfinde es als meine Pflicht ihm den letzten Weg so angenehm wie möglich zu machen. Den Abtransport würde ich mir allerdings tatsächlich sparen und hier den SB einspringen lassen.

    Nebenbei: diese Wünsche sind auch mit dem SB besprochen. Ähnliches ist auch im Falle eines Unfalles geklärt. Meine SB sind authorisiert nach ihrem Ermessen den TA zuzuziehen, so bei der morgendlichen und abendlichen Herdenkontrolle eine entsprechende Verletzung festgestellt wird und ich nicht vor Ort sein sollte.

  • Avatar maurits sagt:

    Sehr ernstes Thema.

    ich habe vor einigen Wochen darüber nachdenken müssen, da es hier einem Pferd sehr schlecht ging und man sich auch Gedanken machen musste, was passieren soll, wenn es ihm nicht in absehbarer Zeit wieder besser geht.

    Ich vertraue unserem Tierarzt da voll und ganz.
    Ich empfände es als würdelos, das Pferd noch zu verladen und zum Schlachter zu fahren.

    Ich kann mir vorstellen, dass es für alle Beteiligten besser ist, in gewohnter Umgebung, mit seinen vertrauten Menschen, einschlafen zu dürfen.

    Wenn der Fall in einer Klinik einträte, ist das zumindest hier so, dass die Besitzer sehr engmaschig über den Verlauf informiert werden und ich jederzeit hinfahren könnte.

    lg
    mau

    Für mich gibt es keine Alternative.

  • Avatar Sheesha sagt:

    Ich bin relativ häufig bei Euthanasien dabei, üblicherweise mit Narkose und T 61.

    Die Pferde werden genauso in Narkose gelegt wie für einen operativen Eingriff und bekommen erst wenn sie diesbezüglich „gut weg“ sind das T 61 rein. Mein TA nimmt immer 100 ml bei einem normalgroßen Pferd, bei größeren auch mehr. Das ist sehr(!) gut überdosiert. Ich habe in etlichen Jahren noch KEIN Pferd erlebt das nicht reibungslos gestorben wäre. Allerdings: Ja. Am Boden liegend lebt das Pferd noch, atmet etc. Es liegt einfach in Vollnarkose für eine kleine Weile bis dann beendet wird. Aber wenn dann schnell(!) die 100 ml drin sind ist sehr schnell Ende.

    Es gibt auch durchaus Leute die ihr Pferd in die Klinik fahren und zum sterben dort lassen. Gerade Pferde die öfter mal gefahren werden finden das oft nicht so schlimm und manche Besitzer können einfach nicht dabei sein. Bevor sie das Pferd völlig aufregen finde ich es da nicht schlecht es einfach mit ner Portion Möhren o.ä. zu verabschieden, zu gehen und erst wieder zu schauen wenn es in Narkose liegt oder bereits tot ist. Oder auch gar nicht wenn sie es so wünschen.

    Die Forderung dass „man“ beim Tod seines Pferdes selbst dabei sein muß kann keiner an andere stellen. Wenn es in vertrauenswürdige Hände geht kann(!) es auch für das Tier entspannter sein wenn nicht gerade eine völlig aufgelöste Hauptbezugsperson dabei ist.

    Meine Pferde werden mit Narkose und T 61 oder Eutha 77 sterben. Für mich geht beides wenns richtig gemacht wird ohne Schwierigkeiten. Bolzenschuß wäre für mich auch kein Problem, allerdings ist das bei mir aus verschiedenen Gründen unwarscheinlich.

    • T61 tötet nicht es lähmt nur, die teuflische Intervet hat von A-Z alles erlogen. Warum tötet T61 aus der Ätzchemikalie N,N-Dimethylformamid die Tiere nicht? Eine verzögerte Form der Toxizität wird aufgrund der Komponente Dimethylformamid (DMF) erst nach 4 – 8 Tagen beobachtet.  (Giorgi 2000) Tierärzte wissen nicht dass T61 eine lähmende Ätzchemikalie ist & undeklariert aus purem N,N-Dimethylformamid besteht, worunter Tiere bis zu Tagen innerlich in gelähmten Zustand verbrennen müssen! Die Tierärzte wurden seit 1961 angelogen, dass T61 betäube & töte. Alle Tiere kommen durch T61 nach der Narkose innerhalb von Sekunden unbemerkt zu Bewusstsein. Die Ätzchemikalie ist ein pures Ameisenformalin. Wenn der Tierarzt denkt, dass das Tier tot wäre, weil er keinen Herzschlag mehr hört, fängt das Herz später wieder zu schlagen an! Die Tiere leiden solange an Atemnot bis sie erstickt sind, denn die grausame Intervet hat nur die hälfte des lähmenden Mebenzoniums hinzugefügt, damit die Tiere nicht sofort ersticken, sondern sie lange leiden. Tierhilfe & Verbraucherschutz int. e. V. http://www.qualvolle-einschlaeferung.de

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Ich glaube, das beide Varianten völlig ok sind, solange da ein Profi am Werk ist.

    Bei meinem Dicken würde ich das Bolzenschuss gerät vorziehen. Da er sich gerne gegen die Narkose wehrt und ich nicht das Risiko eingehen möchte.

    Horrorgeschichten gibts immer. Egal zu welchem Szenario.
    Auf einem Tunier hat sich eine Stute, die sonst stehen blieb, bei einer Vollbremsung, das Bein mehrfach gebrochen.
    Der Tierarzt brauchte 3 Schüsse. Das war nicht schön.

    Solche Geschichten gibts es auch von der Euthanasie.
    Die Narkose schlug nicht richtig an, das Pferd wehrte sich……….

    Ich denke, es ist wichtig, das man sich bei den möglichen Personen informiert und dann entscheidet. Jeder für sich und was er für sich und sein Pferd am ehesten für „sinnvoll“ erachtet.

    • ES kommt nur ein Barbiturat in Frage anders ist es nicht zu machen. T61 quält die Tiere unsichtbar und hebt die Narkose auf sowie lähmt sofort. Tierärzte wissen nicht dass T61 eine lähmende Ätzchemikalie ist & undeklariert aus purem N,N-Dimethylformamid besteht, worunter Tiere bis zu Tagen innerlich in gelähmten Zustand verbrennen müssen! Die Tierärzte wurden seit 1961 angelogen, dass T61 betäube & töte. Alle Tiere kommen durch T61 nach der Narkose innerhalb von Sekunden unbemerkt zu Bewusstsein. Die Ätzchemikalie ist ein pures Ameisenformalin. Wenn der Tierarzt denkt, dass das Tier tot wäre, weil er keinen Herzschlag mehr hört, fängt das Herz später wieder zu schlagen an! Die Tiere leiden solange an Atemnot bis sie erstickt sind, denn die grausame Intervet hat nur die hälfte des lähmenden Mebenzoniums hinzugefügt, damit die Tiere nicht sofort ersticken, sondern sie lange leiden. Tierhilfe & Verbraucherschutz int. e. V. http://www.qualvolle-einschlaeferung.de

  • Avatar dat ninalein sagt:

    hallo,

    für mich persönlich wäre auch der bolzenschuss das mittel der wahl, einfach aus dem grunde, da ich es einfach nicht mehr sehen mag, wie der abdecker kommt und die tiere in den lkw verfrachtet. jetzt leider schon zweimal mit erleben müssen.
    noch dazu möchte ich auch nicht mehr die tiere über den hof schleifen müssen, damit sie vorne an der strasse liegen, so dass der abdecker sie mitnehmen kann, leider auch erst letztens passiert, eselin verstarb im stall, und wir mussten sie rauziehen… da das ganze noch an einem wochenende war, habe ich auch zwei tage auf den abdecker warten müssen, es hat gott sei dank zwischendrin immer wieder geregnet und war nicht all zu heiss, das ganze bei 40 grad in der prallen sonne unter einer plane, prost mahlzeit.

    ich denke, pferde, die den transport kenne, damit keine probleme haben, ruhig stehen, besitzer, die das ganze ruhig und ohne hysterie angehen, dem pferd eben auch die ruhe, aber leider auch die gewissheit vermitteln, da dürfte das ganze nicht in wirklichem stress ausarten. sicherlich, ,habe ich einen, der so gar nicht verladen werden möchte, den erlöse ich daheim.

    es muss jeder selber wissen, wie er sein tier auf dem letzten weg begleitet und welches mittel der wahl er trifft. schlimm ist beides, denn es bedeutet das ende.

    einen lieben gruss

    nina

  • Avatar Andrea S sagt:

    es muss jeder selber wissen, wie er sein tier auf dem letzten weg begleitet und welches mittel der wahl er trifft

    Genauso ist es! Vor allem ist es aber wichtig, dieses Thema von Anfang an nicht zu verdrängen oder von sich zu schieben, sondern sich wirklich ernsthaft damit auseinander zu setzen, den TA seines Vertrauens zu befragen was eigentlich passiert wenn oder Menschen, die bei diesem Thema nicht hysterisch reagieren und nur auf die ihre, als die einzig richtige Meinung beharren.
    Es ist kein schönes Thema, doch es gehört nun einmal dazu! Und gerade wenn ich mein Tier liebe, ist es wichtig, im Voraus genau zu wissen wie es auf gewisse Dinge (Spritzen, Verladen, ungewohnte Umgebung, Gerüche) reagiert.
    Und weiterhin ist es wichtig, sich als Mensch soweit im Griff zu haben, um gerade in einer solchen Situation ruhig bleiben zu können und dem Tier Vertrauen zu geben!
    Kann man das nicht, sollte man es vermeiden dabei zu sein und jemanden bitten, der in einer solchen Situation ruhig bleiben kann!

    Ob Bolzenschuss oder Euthanasie, jeder wird die für sich richtige Entscheidung treffen und keine der beiden ist zu verurteilen!
    In beiden Fällen können u.U. Komplikationen auftreten, auch dessen sollte und muss man sich bewusst sein. Und, man muss sich auch darüber bewusst sein, wie es dirket nach dem Ableben weitergeht und ob man damit umgehen kann sein Tier evtl. einige Tage am Hof liegen zu haben.

    Bei einer Euthanasie am Hof sollte man auch wissen, dass es am besten ist, dass Tier bereits dort euthanasieren zu lassen, wo der Abdecker rankommt um es aufzuladen. Das tote Tier muss nämlich aus der Box und an die Aufladestelle. Dies kann bei ungünstigen Stallbau bedeuten (Trecker kommt nicht an Box), dass das Tier zersägt werden muss. Und das muss man im Zwiefel selbst durchführen, der Abdecker macht das nicht.

    Auch das sind alles Dinge, die man für seine Entscheidung berücksichtigen muss und sollte.

    Auch ist es nicht würdelos für das Tier, dies durch einen Bolzenschuss gehen zu lassen. Ich habe wie gesagt beides bereits erlebt und ich fand in dieser Situation (ich habe das Tier selber zum Schlachter gebracht und bin dort geblieben bis es vorbei war, habe aber nicht zugesehen), dass der Schlachter mit dem Pferd würdevoller umgegangen ist als der TA. Es bekam eine Schüssel Hafer vor die Nase, wurde gestreichelt und es wurde nett mit ihm geredet. Und wie gesagt, auf dem Hof der Schlachterei standen die eigenen Pferde des Schlachters und alles war sauber, nichts roch etc.
    Ich denke einfach, dass der Begriff Schlachter oft einfach schlechte Bilder assoziiert.
    Dies ist jedoch nicht so.

    Wir haben nun einmal große Tiere, die wir nicht unter dem nächsten Baum vergraben können, so wie man es vielleicht mit Kleintieren tun kann.
    Wir müssen uns einfach klar darüber sein, dass unsere Pferde in irgendeiner Form der Wiederverwertung zugeführt werden.

    Zum Schlachter kann ich ein Pferd im günstigsten Fall hinfahren, es wird dort getötet und alles verläuft seriös ab, es wird sofort und dort der Wiederverwertung zugeführt uns bleiben unschöne Bilder erspart.
    Bei einer Euthanasie muss man sich unter Umständen nach dem Tod den unschönen Bildern beim Abtransport oder Transport aus der Box stellen, wenn man niemanden hat, der das für einen übernimmt.

    Ich finde, das alles sind Punkte, die man wissen muss. Egal für was man sich entscheidet, beides bedeutet den Tod des Tieres und wenn beides gut und fachmännisch gemacht ist, wird es dem Tier egal sein, wie es von der Welt geht.

  • Avatar Valioso sagt:

    Ich habe in den letzten Jahren beides mehrfach erleben „dürfen“ und gebe meinen Vorschreibern recht. Es kommt immer auf die Person an die es macht. Meine Pferde und Pferde die bei uns leben (wir versorgen einige Rentner) sterben bei uns auf dem Hof. Früher als wir in NRW gelebt haben kannte ich einen Schlachter der dafür rausgekommen ist und das vor Ort „erledigt“ hat. Er hat es sofort ausbluten lassen und mitgenommen. War alles sehr human und ruhig. Hier oben in Niedersachsen habe ich die Möglichkeiten nicht mehr. Hier macht es der Tierarzt. Entweder mit T61 (dann aber nur in ausreichend tiefer Vollnarkose) aber lieber mit Eutha77. Das andere Pferde Angst haben vor Blut oder dem Anblick eines sterbenden Pferdes kann ich nicht bestätigen. Wenn ein „Kandidat“ sehr sensibel ist und Stress hat nehmen wir einen ruhigen Kollegen mit der dann dabei bleibt bis sein Kumpel tot ist. Keines der Pferde hatte dabei ein traumatisches Erlebniss.
    Schlimm war es damals als wir ein Fohlen ohne Augen bekommen haben. Nach langem hin und her haben wir uns schweren Herzens dazu durchgerungen den Kleinen nicht aufzuziehen. Er ist in der Box eingeschläfert worden und danach hatte seine Mum eine Stunde Zeit sich von ihrem toten Fohlen zu verabschieden. Das war echt hart.

  • Saba23 Saba23 sagt:

    Meine Zara iat als Nichtschlachtpferd eingetragen. Darf denn der Schlachter dann überhaupt dran?

    Grüße Sandra

  • Avatar dat ninalein sagt:

    hallo,

    ich denke, töten darf er es, nur nicht zur weiterverarbeitung nehmen.

    einen lieben gruss

    nina

  • Saba23 Saba23 sagt:

    Ok, das macht Sinn. Dann käme quasi der Transport zur Tierkörperverwertungsanstalt trotzdem dazu? Die Frage ist ob der Schlachter das dann macht wenn er das Pferd nicht verwerten kann?

    Grüße Sandra

  • Avatar maurits sagt:

    nein der Status „Nicht-Schlachtpferd“ ist unwiderruflich.

    Es mag sein, dass er das Pferd töten darf, aber es darf nicht zu Lebensmittelzwecken verwendet werden.

    Das ist übrigens auch totaler Humbug, diese Hysterie die die Leute wegen des Eintrags Schlachtpferd oder Nichtschlachtpferd veranstalten.
    Meine Pferde wurden erst vom Tierarzt als Nicht-Schlachtpferd gekennzeichnet, als entsprechende Medikamente gegeben wurden, die man sonst nicht hätte geben dürfen.

    Deswegen hätte ich auch die Pferde, die vielleicht laut Pass noch als Schlachtpferd deklariert sind, nicht schlachten lassen müssen. Das bedeutet letztendlich nur, dass sie keine Medikamente bekommen haben, die nicht in den Lebensmittelkreislauf gehören.

    Unser Tierarzt geht korrekt mit den Pferden um, hat auch im Fall, dass ein Pferd getötet werden muss, einen sehr guten Ruf. Ich für meinen Teil möchte kein Pferd schlachten lassen weil mir der Gedanke zuwider ist, und gut ist.

    Jeder muss das für sich entscheiden.

    lg
    mau

  • Avatar Granado sagt:

    Ich für meinen Teil möchte kein Pferd schlachten lassen weil mir der Gedanke zuwider ist, und gut ist.

    Jeder muss das für sich entscheiden.

    genau.
    und das hat auch nix mit auf seiner meinung beharren zu tun, wie manche es implizieren wollen.
    denn genau die beharren auf ihrer meinung, dass schlachten das mittel der wahl sei.
    schade, dass manche es selbst bei einem solchen thema es nicht schaffen, sich zurück zu nehmen. :no:

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Jeder muss das für sich entscheiden.

    Ich glaub, das macht die ganze Sache für einige so schwierig. Es gibt in diesem Fall nunmal kein Schwarz und Weiß. Das in Verbindung mit der emotionalen Geladenheit, die so eine Situation mit sich bringt, lassen da oft vergessen, das man gerade dann, wenn man sein geliebtes Pferd gehen lassen muss, einfach das tun sollte, was für einen selbst am „richtigsten“ erscheint.

  • Avatar dat ninalein sagt:

    höm?

    du meinst, aber jetzt nicht hier im forum? oder habe ich was überlesen, denn bis jetzt fand ich den thread hier sehr aufgeschlossen und sachlich bei einem doch sehr emotionalem thema.

    lg nina

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Hier bisher noch nicht, aber der Fred ist ja noch klein.

    Ich durfte aber schon bei dem ein oder anderen Streitgespräch dabei sein. Da sind Freundschaften kaputt gegangen, weil die eine die Spritze bevorzugte und die andere das Bolzenschussgerät. :panik1:

  • Avatar netti sagt:

    Ich mußte bislang zwei Pferde euthanasieren lassen.
    Beide wurden in meinem Beisein eingeschläfert und hatten dabei augenscheinlich keinen Streß.
    Das war mir sehr wichtig.
    Sie wurden aus ihrem Stall geholt wie zur ganz normalen Impfung, TA und die anderen Beteiligten waren ihnen bekannt.
    Welches Mittel verwendet wurde weiß ich nicht ist schon ein paar Jahre her.
    Beide sind nach der Narkose zusammengesackt und hatten weder Zuckungen noch sonstige Probleme.
    Auch mein jetziges Pferd würde ich nur einschläfern lassen, weil es beim Hängerfahren großen Streß empfindet.
    Die Wahl der richtigen Stelle fand ich jedes Mal sehr wichtig. Die Abholung des Kadavers wird dadurch enorm erleichtert…

  • Avatar Cruzado sagt:

    das ist, soweit ich weiss, nur noch im rahmen einer notschlachtung erlaubt, soweit ich weiss…
    „geplante schlachtung“ auf dem hof ist verboten…

    Als bei uns letztens im Stall ein Pferd am Morgen mit einem gebrochenem Bein vorgefunden wurde, und in einer riesigen Blutlache :seufz:, kam der TA in sekundenschnelle an, und hat das Pferd direkt erschossen.
    Er meinte einschläfern würde viel zu lange dauern, und würde dem Pferd nur zusätzliche Qualen ausliefern.
    Es ging wohl alles sehr schnell und das Pferd war sofort tot. Die Besitzerin konnte erst am nachmittag erreicht werden. Schrecklich oder??

    In solch einer Situation fand ich das „gut“, und ich würde auch immerzur „schnelleren“ Lösung tendieren, sofern jemand da ist der sein Handwerk versteht.

    Auf der anderen Seite war ich bei unseren 2 Hunden immer jeweils beim einschläfern dabei und es lief immer sehr ruhig von statten. Ich denke ich lasse im Zweifelsfall die Situation entscheiden und würde dem TA vertrauen.

    Das andere Pferde Angst haben vor Blut oder dem Anblick eines sterbenden Pferdes kann ich nicht bestätigen.

    Encantada stand leider direkt neben dem besagten Pferd mit dem Beinbruch und die arme war tagelang völlig durch den Wind 🙁 .

  • niphiem niphiem sagt:

    Im Endeffekt muß jeder für sich oder vielmehr für sein Pferd die richtige Art finden. Ich habe mein erstes Pferd zum Schlachter gefahren, der auch eigenen Pferde dort auf dem Hof stehen hatte. Es war alles sauber und Pico hatte auch keine Angst da rein zu gehen. Leider hat der Bolzen nicht richtig getroffen, er ging zwar zu Boden, galoppierte da aber noch ewig weiter, wollte wieder aufstehen, wieherte, es war schrecklich. Der Schlachter hatte Schiss nochmals ran zu gehen und nochmal zu schiessen. Letztendlich schnitt er ihm bei Bewußtsein die Kehle auf und er blutete aus. Es war echt Horror, deshalb kommt für mich nur noch die Tötung durch den TA in Frage. Ich wollte bis zuletzt dabei sein um die Gewissheit zu haben, das er wiklich tot war, fand das war ich ihm schuldig. Hatte vorher auch nur positives über diese Art der Tötung gehört, deshalb entschied ich mich dafür. Nun habe ich schon ein paar mit dem TA erlebt, das war immer ruhig und problemlos, deshalb wäre das nun auch meine Wahl. Das ist ein echt wichtiges Thema, da will zwar niemand drüber reden, doch letztendlich kommt es irgendwann, denn leider sterben die Pferde nicht im hohen Alter gesund auf der Wiese. Die richtige Entscheidung ist alleine unsere Pflicht, die uns auch keiner abnehmen kann. Aber wer redet schon gerne vom Tod, wenn das Leben noch präsent ist.

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Zitat von »Valioso«
    Das andere Pferde Angst haben vor Blut oder dem Anblick eines sterbenden Pferdes kann ich nicht bestätigen.

    Encantada stand leider direkt neben dem besagten Pferd mit dem Beinbruch und die arme war tagelang völlig durch den Wind 🙁 .

    Das ist vielleicht auch noch mal etwas, worüber man sich im Vorfeld ein paar Gedanken machen sollte: Bei zweien unserer gestorbenen Pferde sind wir ganz bewußt mit den anderen Pferden hingegangen und haben sie das tote Pferd ansehen/beschnuppern lassen. Das haben sie auch getan – die Leitstute sehr ausgiebig, die rangniedrigeren Pferde nur mal kurz – und dadurch wußten sie dann wohl auch, was Sache war. Zumindest wurde nicht gerufen oder nach dem Kumpel gesucht.

    Bei dem dritten Pferd lief das alles etwas dramatischer ab (das war das Pferd mit dem Beinbruch in der Box), und da waren auch die anderen Pferde noch eine ganze Weile neben der Spur. Vielleicht weil sie da wirklich etwas von dem doch recht langen Todeskampf gespürt haben: Ich fand das Pferd morgens beim Füttern liegend und schweißnaß in der Box. Es versuchte immer wieder aufzustehen, kam aber nicht hoch. Zuerst dachte ich nur an Festliegen, bis ich dann sah, was mit dem Hinterbein war… :seufz: Auf jeden Fall wird diese Situation ja schon eine ganze Weile angedauert haben, und bis der TA dann da war, hat das Pferd ununterbrochen weitergekämpft. Beim Einschläfern (wenn es denn „gut klappt“) ist ja kein Todeskampf in dem Sinne zu sehen bzw. das geht dann ja wirklich sehr schnell.

    Im Grunde kann man wirklich dankbar sein, daß wir diese Möglichkeit haben, egal auf welche Weise Leiden unserer Tiere abzukürzen. Auch wenn sicherlich mancher sein Tier auch vorschnell über die Klinge springen läßt (die Kehrseite dieser Legalität), aber in den Situationen, in denen ich dabei war, war ich sehr froh, daß die Pferde nicht noch stundenlang weiter mit dem Tode ringen mußten.

  • Avatar Valioso sagt:

    @Cruzardo
    Ich glaube nicht das Taddel so durch den Wind war weil das andere Pferd gestorben ist sondern weil sie die ganze Zeit sein Leiden miterlebt hat.
    Wir haben schon mehrfach alte/kranke Pferde im Kreis ihrer Herde oder im beisein eines Kumpels eingeschläfert und die anderen Pferde wurden weder panisch noch ängstlich sondern waren mehr am Gras als an dem eigendlichen Vorgang interessiert.
    Der Tod ist etwas natürliches und gehört zum Leben – das verdrängen wir Menschen ganz gern.

  • Avatar Andrea S sagt:

    und das hat auch nix mit auf seiner meinung beharren zu tun, wie manche es implizieren wollen.
    denn genau die beharren auf ihrer meinung, dass schlachten das mittel der wahl sei.

    Das, Granado, hat hier aber noch niemand getan!

  • Avatar Chris sagt:

    Welche Methode die Beste ist hängt von vielem ab.
    Mein Großer wurde geschlachtet. Er war ruhig, fraß Heu, nix war hektisch. Der Schuß saß, und er war „weg“ bevor er wusste wo er ist. Im Stall hätten alle anderen Pferde das Einschläfern mitgekriegt, die Nachbarn, Spaziergänger, Kinder …. ob das so gut gewesen wäre? Keine Ahnung. So war es die beste Lösung für alle Beteiligten inkl. Pferd(en).

    Mein Pony ist seit kurzem als Nicht-Schlachtpferd eingetragen, da er alle Medikamente bekommen soll die er braucht. LIeber wäre mir gewesen, ich hätte im Fall der Fälle flexibler handeln können, aber jetzt ist es nunmal so.
    Das WO ist sicherlich ein entscheidender Faktor. Und auch das WARUM. Ist es ein geplanter Vorgang oder ein Notfall? Wenn ja, was für ein Notfall? Und dann spielt für mich die Kompetenz und Erfahrung der Anwesenden eine große Rolle.

    Es gibt sehr gute Schlachter, die ihr Handwerk verstehen und auch dem Besitzer gegenüber genügend sensibel sind. Die würde ich persönlich einem unsicheren Tierarzt (und Unsicherheit gestehe ich grundsätzlich jedem in einer solchen Situation zu) vorziehen.

    Kurzum: ich denke, eine allgemeingültige Lösung gibt es nicht. Zuviele Faktoren spielen eine Rolle bei der Entscheidung, die sich auch ändern können, beispielsweise durch einen Stallwechsel.

  • Avatar Marlo sagt:

    Als bei uns letztens im Stall ein Pferd am Morgen mit einem gebrochenem Bein vorgefunden wurde, und in einer riesigen Blutlache :seufz:, kam der TA in sekundenschnelle an, und hat das Pferd direkt erschossen.
    Er meinte einschläfern würde viel zu lange dauern, und würde dem Pferd nur zusätzliche Qualen ausliefern.
    Es ging wohl alles sehr schnell und das Pferd war sofort tot.

    Jetzt wäre es echt schön, wenn Mumpitz mal vorbei schauen würde. Denn diese Aussage interessiert mich schon lange:
    wenn dein TA sagte, dass der Bolzenschuss einen schnelleren Tod bringt, dann würde ich gerne wissen, weshalb das so ist. Rein informativ, ohne Bewertung.
    Denn ich denke, das ist ein wichtiger Punkt, den man in seine Überlegung mit einbeziehen muss.

    Ich habe Marlo damals einschläfern lassen. Welches Mittel es war, weiß ich nicht. Ich war auch zu sehr neben der Spur, als dass ich da noch hätte drüber nachdenken können.
    Aber es war eine auf Marlos Situation angepasste Entscheidung: Hänger fahren war ein riesen Problem, er wollte schon nicht gerne einsteigen, nur mit viel Theater. Und beim Fahren hat er mir jedesmal den halben Hänger zerglegt… X( Hinzu kamen natürlich die akuten Schmerzen. Er hatte eine postoperative Kolik. Es ging ihm echt schlecht.

    Ich habe ihn auf einer der Koppeln vor dem Stall geführt und da wurde er eingeschläfert. Erst sediert, dann eutahnasiert. Das dumme war nur, dass er nach der Sedierung auf die falsche Seite fiel und noch mal hoch musste… der TA hat ihn geschubst und gezogen, bis er wieder stand. Das war für mich kein schönes Bild. Aber nach der Euthanasie hatte ich das Gefühl, dass er gleich weg war. Nur reingucken kann man ja nicht. Deshalb interessiert mich das auch…

    Was mir noch in den Sinn kam, als eine Freundin ihr Pferd zum Schlachter brachte:
    jetzt muss er von seinem Zuhause weg und wo anders sterben. Und sicher wittert er gleich, um was es geht, wenn er aus dem Hänger kommt. Es riecht ja schon speziell beim Schlachter. Ich stelle mir vor, dass die Pferde da schon drauf reagieren. Nur so ein Gedanke…

  • Avatar Chris sagt:

    Der Schlachter bei dem meiner war schlachtet Pferde nur morgens als erstes, und nach jeder Schlachtung wird alles penibel sauber gemacht. Eben damit möglichst wenig Geruch die Pferde irritiert. Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten und da war von Aufregung oder Panik nichts, aber auch wirklich gar nichts zu merken. Und das, obwohl er sonst eher ein Sensibelchen war. :nix:

  • Avatar Bohnchen sagt:

    Ich habe das mit dem BS erst einmal miterlebt, das war eine Notschlachtung auf dem Hof, ein Pony hatte sich beide Beine gebrochen, war beim durchgehen vor eine Hauswand gelaufen. Es ging reibungslos, Gott sei Dank.

    Das mit der Euthanasie und späterer Abholung war auf allen Höfen bislang kein Problem (insgesamt 3 unterschiedliche und 4 Euthanasien), die SB haben die Pferde mit dem Frontlader später auf den Hof gebracht damit sie am Stall eingeschläfert werden konnten der allerdings für den LKW nicht befahrbar war. Sie wurden auf den Hof gefahren und mit Plane abgedeckt. Die Besitzerinnen waren jeweils beim Transportieren nicht dabei, für uns war es aber in Ordnung so, weil wir trotzdem alle sehr respektvoll mit der Situation umgegangen sind. Das muss jeder für sich selbst entscheiden bei was er dabei sein kann/möchte.

    Ich erinnere mich, dass ich beim allerersten Mal noch Kind war und gar nicht mitbekommen habe, dass unter der Plane ein Pony liegt. Das wurde mir erst Jahre später bewusst als wir an gleicher Stelle wieder ein Pferd unter der Plane liegen hatten.

    Ein wirkliches Problem gab es nur auf dem letzten Hof. Das war vorletzten Sommer während einer krassen Hitze-periode. Da bekamen wir keinen Termin für die Abholung und das Pony lag einige Tage bei der Hitze unter der Plane. Es ging wohl durch die starke Hitze mit vielen älteren Tieren zu Ende und daher gab es Engpässe mit den Fahrzeugen. Echt schlimm.

    Für mich steht fest seit ich Pferde habe: Wenn es geht soll mein Pony am Stall eingeschläfert werden. Ich vertraue unserem TA zu 100 %, ein Transport ist für mein Pony sehr viel stressiger und ich könnte dabei niemals ruhig mitfahren. Er vertraut dem TA und lässt sich problemlos spritzen.

    Für mich geht es aber, ist vielleicht egoistisch, auch um den für mich sehr wichtigen menschlichen Kontakt und die emotionale Unterstützung durch unseren Tierarzt, den ich seit Jahre kenne und der mir in dieser Situation sicher zur Seite stehen würde.

    Das ganze würde mir beim Schlachter einfach fehlen.

    LG

  • Avatar maurits sagt:

    Was mir noch in den Sinn kam, als eine Freundin ihr Pferd zum Schlachter brachte:
    jetzt muss er von seinem Zuhause weg und wo anders sterben.

    Danke Marlo, genau so ein Gedanke wäre auch für mich unerträglich.
    Ich werde den Gedanken nicht los, dass es bei vielen Menschen auch das eigene Ego ist, welches da mit hineinspielt.
    Und nicht mal finanzielle Interessen, sondern eher das „selbst nicht sehen wollen, nicht ertragen können“, dass da jetzt ein totes Pferd vom Abdecker abgeholt wird, wenn man es doch besser beim Schlachter abgeben kann.

    Ich würde mich selbst nicht mehr ertragen können, wenn ich eines meiner Pferde in diesen Minuten allein lassen würde.

    lg
    mau

  • Avatar maurits sagt:

    Für mich geht es aber, ist vielleicht egoistisch, auch um den für mich sehr wichtigen menschlichen Kontakt und die emotionale Unterstützung durch unseren Tierarzt, den ich seit Jahre kenne und der mir in dieser Situation sicher zur Seite stehen würde.

    LG

    Auch das, Böhnchen, spricht mir aus der Seele. :friend:

  • Avatar Chris sagt:

    Ist meine Erfahrung mit einem Schlachter wohl eine Ausnahme? ?( Man durfte fast komplett dabei sein und sich danach vergewissern, dass das Pferd wirklich tot ist. Viele haben ja auch Angst, dass es vorne reingeführt und hinten wieder rausgeführt wird, um dann noch verkauft zu werden.
    Ich würde auch dabei sein wollen (sage ich jetzt!), aber es gibt Menschen die das einfach nicht können. Das akzeptiere ich, solang dafür gesorgt ist dass das Pferd nicht in einer fremden Umgebung, womöglich noch panisch, sterben muss.
    Bei uns im Stall sollte ein Pferd eingeschläfert werden. Die Besitzerin wäre nicht dabei gewesen. Gut, sie hat sich auch vorher nicht um ihr schwerverletztes Pferd gekümmert, aber die SB wären da gewesen, so dass das Pferd vertraute Personen um sich gehabt hätte. Grundsätzlich hätte ich das als völlig in Ordnung empfunden, allerdings erwartet dass sich die Besitzerin vorher gekümmert und sich Gedanken gemacht hätte. Aber es gibt eben solche Menschen…. nur in Panik muss und sollte kein Pferd sterben. Aber wenn jemand den Tötungsprozess an sich nicht sehen möchte, ok. Das kann halt nicht jeder.

  • Avatar Bohnchen sagt:

    Ist meine Erfahrung mit einem Schlachter wohl eine Ausnahme? ?( Man durfte fast komplett dabei sein und sich danach vergewissern, dass das Pferd wirklich tot ist. Viele haben ja auch Angst, dass es vorne reingeführt und hinten wieder rausgeführt wird, um dann noch verkauft zu werden.

    Ja, aber wenn ich den Schlachter nicht kenne? Ich weiß nicht wie ich in der Situation reagiere und unser TA kennt mich halt seit Jahren. Der würde dann wahrscheinlich dann einfach auch für mich die richtigen Worte finden.

    Je länger ich darüber nachdenke umso mehr denke ich, dass es VOR ALLEM dieser persönliche Aspekt ist. Wenn ich vielleicht hinterher noch was fragen möchte oder so.

    Bei unserem TA gehören die Tiere zur Familie, die werden dann auch mit Nachnamen angesprochen (meine Schwägerin war neulich mit unserem Hund beim TA, der brüllte dann gleich, das ist doch Vincent G******). Natürlich ist meinem Pony das egal, wenn es soweit ist finde ich soll es für ihn so angenehm wie möglich sein. Aber wenn ich wählen kann nehme ich auch die für mich schönere Alternative.

  • Avatar Valsa sagt:

    Ich habe bisher 2 Pferde einschläfern lassen müssen. Einen jungen Hengst nach einen Unfall und geplant ein altes Pferd. Beide Male sind die Pferde einfach eingeschlafen. Ich würde es immer wieder so machen. Den Abtransport mußte ich zum Glück nicht mit ansehen.
    Von unschönen Bildern beim einschläfern habe ich allerdings auch schon gehört. Dazu kann es doch eigentlich nur kommen, wenn die Dosis der Narkose zu gering ist oder sehe ich das falsch? Warum in so einen Fall knapp dosiert wird, kann ich nicht nachvollziehen.

  • Avatar Bohnchen sagt:

    Für mich geht es aber, ist vielleicht egoistisch, auch um den für mich sehr wichtigen menschlichen Kontakt und die emotionale Unterstützung durch unseren Tierarzt, den ich seit Jahre kenne und der mir in dieser Situation sicher zur Seite stehen würde.

    LG

    Auch das, Böhnchen, spricht mir aus der Seele. :friend:

    Pferdemädchen :love: . Und ich steh dazu.

  • Avatar Patti sagt:

    Ich habe auch beide Varianten bereits miterlebt, tendiere aber persönlich eher zum Bolzenschuss.

    Bei den „Schlachtungen“, bei denen ich dabei war, passierte das jedes Mal bei uns auf dem Hof – also nix mit Verladen etc.

    Pferd wurde irgendwo ans Grün geführt, konnte noch ne Ladung Gras fressen und dann gings einmal kurz „Plopp“ und dann lag das Pferd schon.

  • Avatar Granado sagt:

    Ich würde auch dabei sein wollen (sage ich jetzt!), aber es gibt Menschen die das einfach nicht können. Das akzeptiere ich, solang dafür gesorgt ist dass das Pferd nicht in einer fremden Umgebung, womöglich noch panisch, sterben muss.

    genau das ist der punkt.
    vorher sagen immer alle, dass sie gern dabei wären,wenn es passiert.
    habe ich auch. wollte ich auch, aus ganzem herzen.
    dennoch konnte ich es nicht, als granado eingeschläfert wurde.
    mein freund wollte nicht dabei sein, blieb aber als ich ging. freiwillig.
    ich war beim legen der braunüle dabei, habe ihn zum platz begleitet,
    war hinter her lange bei ihm.
    nur das fallen, das konnte ich mir plötzlich nicht mehr ansehen und ging.
    aber granado war auch nicht allein.

    Von unschönen Bildern beim einschläfern habe ich allerdings auch schon gehört. Dazu kann es doch eigentlich nur kommen, wenn die Dosis der Narkose zu gering ist oder sehe ich das falsch?

    nein, das siehst du richtig.
    manchmal brauchen z.b. ältere pferde, deren stoffwechsel langsamer ist, eine gewisse zeit, bis sie einschlafen.
    manch ein pferd wehrt sich gegen den „kontrollverlust“ der narkose, aber das weiss man i.d.R. vorher, denn das tun sie
    bei sedationen auch. dann kann der TA die narkosedosis entsprechend erhöhen, so dass die narkose sehr schnell eingeleitet wird, sodass schlicht dem pferd die narkose nicht bewusst wird und es keine zeit hat, zu versuchen, sich gegen die narkose zu wehren.
    manche pferde können dieses gefühl des langsam duselig werdens nicht ab. aber auch da kann man konsequent dagegen fahren!

    Zitat von »Cruzado«
    Als bei uns letztens im Stall ein Pferd am Morgen mit einem gebrochenem Bein vorgefunden wurde, und in einer riesigen Blutlache :seufz:, kam der TA in sekundenschnelle an, und hat das Pferd direkt erschossen.
    Er meinte einschläfern würde viel zu lange dauern, und würde dem Pferd nur zusätzliche Qualen ausliefern.
    Es ging wohl alles sehr schnell und das Pferd war sofort tot.

    Jetzt wäre es echt schön, wenn Mumpitz mal vorbei schauen würde. Denn diese Aussage interessiert mich schon lange:
    wenn dein TA sagte, dass der Bolzenschuss einen schnelleren Tod bringt, dann würde ich gerne wissen, weshalb das so ist. Rein informativ, ohne Bewertung.

    hier war denk ich eher der faktor zeit in bezug auf die vorbereitung einer euthanasie (braunüle legen, medikament aufziehen…. etc.)
    von bedeutung. da diese zeit wegfiel, war das pferd schneller erlöst. nicht generell.
    weisst du, wie ich es meine?

  • Avatar Pelle sagt:

    Für das jetzige Pferd ist ganz klar: einschläfern. Er hat einfach zu viel Stress beim Hänger fahren. Ich bin dabei, dass bin ich schon dem Pferd schuldig.

    Wo ich aber immer wieder mit mir unklar bin:

    Kann ich das sehen, wenn mein Pferd vom Abdecker abgeholt wird?
    Kann ich das mit mir vereinbaren, wenn ich es NICHT kann?
    Da ich doch immer sage bis zum letzten Schritt bin ich verantwortlich für das Tier.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für einen „Beauftragten“ ein schöner Anblick ist (und nach verfolgt dieser demjenigen in den Träumen)… :S

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Die Forderung dass „man“ beim Tod seines Pferdes selbst dabei sein muß kann keiner an andere stellen. Wenn es in vertrauenswürdige Hände geht kann(!) es auch für das Tier entspannter sein wenn nicht gerade eine völlig aufgelöste Hauptbezugsperson dabei ist.

    Wenn der Besitzer aufgelöst ist, dann ist das denke ich richtig und für das Tier auch wichtig, daß der Besitzer dann ggf. nicht dabei ist. Ich werde bei meinem Pferd dabei sein, war auch bei meinem ersten Pferd dabei. Aber man muß als Besitzer realistisch einschätzen,ob man das ertragen kann .Sonst ist man dem Pferd ggf. mehr Belastung als Unterstützung in dem Moment.

    Das ist übrigens auch totaler Humbug, diese Hysterie die die Leute wegen des Eintrags Schlachtpferd oder Nichtschlachtpferd veranstalten.
    Meine Pferde wurden erst vom Tierarzt als Nicht-Schlachtpferd gekennzeichnet, als entsprechende Medikamente gegeben wurden, die man sonst nicht hätte geben dürfen.

    Bei uns in HH / SH ist das mit der Hysterie wie Du es nennst gerade besonders ausgebrochen. Unsere Praxis behandelt nur noch Nichtschlachtpferde. Nachdem mittlerweile bei uns in der Gegend die Betriebe kontrolliert werden, und ein oder zwei TÄ bei uns in der Gegend schon Anzeigen am Hals haben, weil in einem Stall mit Schlachtpferden Equi gefunden wurde, und kein Stallbuch existierte, sind die umliegenden TÄ da sehr hinterher. Ich habe mir erklären lassen, für den Stallbesitzer geht es um Geldstrafen bis zu mehreren Tausend Euro, aber für die betroffenen TÄ denen damit dann ein Gesetzesverstoß nachgewiesen wird (weil jedes Schlachtpferd ein Stallbuch führen muß, in dem jede Behandlung drin steht), kann das von Geldstrafen bis zu Gefängnisstrafen gehen. Wie gesagt, zwei TÄ bei uns haben schon nicht zu knappe Strafen zahlen müssen.

    Ob man das dann sinnvoll findet oder nicht steht denke ich noch auf einem anderen Blatt…

  • Avatar Granado sagt:

    was noch einer meiner gedankengänge zum thema schlachtung sind:

    wir alle kennen doch mittlerweile die berichte von menschen, die bewusstlos im koma lagen – wo aber hinterher rauskam,
    dass sie doch alles mitbekamen, jedoch nicht in der lage waren, sich zu äußern.
    auch die zeichen wie pulsschlag etc. die sich hätten verändern können, wenn man reagiert oder etwas mitbekommt, blieben normal.
    nur der unterschied war, dass diese menschen trotzdem alles mitbekamen, obwohl es aus medizinischer sicht unmöglich war.
    ich kann den gedanken nicht ertragen, dass es bei der schlachtung ähnlich ist.
    dass das pferd zwar umkippt und laut unserem empfinden bewusstlos ist und nichts mehr mitbekommt,
    in wahrheit ist es vielleicht jedoch gar nicht der fall….

  • Avatar Granado sagt:

    Zitat von »Sheesha«

    Die Forderung dass „man“ beim Tod seines Pferdes selbst dabei sein muß kann keiner an andere stellen. Wenn es in vertrauenswürdige Hände geht kann(!) es auch für das Tier entspannter sein wenn nicht gerade eine völlig aufgelöste Hauptbezugsperson dabei ist.

    Wenn der Besitzer aufgelöst ist, dann ist das denke ich richtig und für das Tier auch wichtig, daß der Besitzer dann ggf. nicht dabei ist. Aber man muß als Besitzer realistisch einschätzen,ob man das ertragen kann .Sonst ist man dem Pferd ggf. mehr Belastung als Unterstützung in dem Moment.

    DAS kann ich nur unterschreiben!

  • Avatar Tibatong sagt:

    Mein erstes eigenes Pferd starb völlig unerwartet während einer Routine-OP…. ;(

    Mein alter Westfale wurde bei uns an der Klinik per BS getötet. Vorhergegangen waren noch einmal ausgiebige Untersuchungen. Das Pferd war zu der Zeit bereits Rentner mit lange bestehender HRE-Geschichte. In seinem letzten Sommer war ich zu der Erkenntnis gekommen, dass die schlechten Tage anfingen, überhand zu nehmen, auch mit Medikation. Trotzdem wollte ich noch das Urteil meines Chefs haben, der mein Bauchgefühl aber bestätigte.

    Das Pferd kannte den Klinikstall, es war seine zweite Heimat, er hatte da auch mal ein halbes Jahr „normal“ gewohnt, als ich ein Praktikum da machte, sowie anlässlich regelmässiger Untersuchungen.

    Den Schlachter kannte ich auch, von vielen „Patienten“ und ich wusste, dass er selbst einen Hof hatte und Pferde züchtete, somit nicht dem „typischen“ Bild entsprach. Außerdem arbeitete er seit Jahren mit meinem Chef zusammen.

    Ich habe mein Pferd 10 min vor dem Termin satt sediert und blieb mit ihm in seinen letzten Minuten gemeinsam auf der Stallgasse stehen bis der Schlachter kam. Er musste dann nur wenige Schritte vor den Stall gehen und wurde da getötet. Es ging alles sehr unaufgeregt und stressfrei ab.

    Ich würde es so immer wieder machen wollen, aber nur unter der Voraussetzung, dass es in der gewohnten Umgebung des Pferdes passiert. Wenn das nicht geht, wird eingeschläfert, allerdings nur vom TA meines Vertrauens und ich werde auf eine komplette Narkose (Sedation und Ablegen) vor T61 oder eben Sedation und Eutha bestehen.

  • Avatar Chris sagt:

    Maurits, mein Pony wurde genau aus dem gleichen Grund nicht-Schlachtpferd!
    Ich hätte nichts dagegen, ein Stallbuch zu führen (tue ich sowieso, ich will doch auch im Nachhinein noch wissen wann mein Pferd was und warum bekommen hat) wenn ich damit die Flexibilität zwischen Schlachtpferd und Nicht-Schlachtpferd hätte.

    Granado, es gibt spekulationen, die möchte ich gar nicht weiterspinnen. Dann müsste man sich auch fragen ob ein Pferd beim Einschläfern merkt, dass es stirbt, aber aufgrund der starken Sedierung nicht mehr ängstlich reagieren kann.

    So schlimm es auch ist, ein Tier töten lassen zu müssen: es gehört dazu. Wenn man ein Tier hat, gleich welches, muss man sich damit auseinandersetzen. Aber es gibt Dinge (s.o.) die möchte ich mir nicht weiter ausmalen.

  • Avatar Tibatong sagt:

    So schlimm es auch ist, ein Tier töten lassen zu müssen: es gehört dazu

    Auch in der Natur „wissen“ die Pferde, dass sie sterben, sei es, weil sie alt und schwach sind und nicht mehr mit der Herde mitkommen, sei es, dass ihnen der Berglöwe im Nacken sitzt und ihnen die Kehle durchbeisst…..

  • Avatar Castellano sagt:

    Ich habe nun beides einmal erlebt und ziehe aus dieser kleinen Erfahrung den Bolzenschuss vor. Beide Erlösungen wurde zu Hause in gewohnter Umgebung gemacht, dennoch war das Pferd welches eingeschläfert wurde (Beinbruch) sehr unruhig/ängstlich/panisch und dementsprechend unschön war der Tod, obwohl vor der Todesspritze Beruhigungsmittel und dann Narkosemittel gespritzt wurde.
    Beim Bolzenschuss (altes Pferd) lief es sehr ruhig ab und war ganz schnell vorbei, während das Pferd eine letzte Karotte zermalmte. Wenn man einen Metzger im Bekanntenkreis kennt ist die Tötung mit etwas organisation bezüglich des ausblutens auch zu Hause möglich und das Pferd muß nicht transportiert werden.

    Im übrigen habe ich unzählige Bolzenschüsse an Bullen miterlebt … es kam in 20Jahren in denen ich beim Schlachten oft zuschaute zu keinem dramatischen Zwischenfall.

  • Avatar Cruzado sagt:

    Leider hat der Bolzen nicht richtig getroffen, er ging zwar zu Boden, galoppierte da aber noch ewig weiter, wollte wieder aufstehen, wieherte, es war schrecklich. Der Schlachter hatte Schiss nochmals ran zu gehen und nochmal zu schiessen. Letztendlich schnitt er ihm bei Bewußtsein die Kehle auf und er blutete aus.

    Oh Gott wie schrecklich. Das ist ja der absolute Alptraum.
    Du arme, dass du das mitansehen musstest 🙁 .

    @Cruzardo
    Ich glaube nicht das Taddel so durch den Wind war weil das andere Pferd gestorben ist sondern weil sie die ganze Zeit sein Leiden miterlebt hat.

    Ja das kann auch gut möglich sein.
    Das Nachbarpferd hat ja auch bestimmt eine Menge Krach verursacht.

    Was mir noch in den Sinn kam, als eine Freundin ihr Pferd zum Schlachter brachte:
    jetzt muss er von seinem Zuhause weg und wo anders sterben.

    Wieso reden hier die meisten davon, dass man die Pferde zum schlachten wegbringen muss? :denk:

    Ich würde nie auf die Idee kommen und mein Pferd verladen, wenn ich mich für einen BS entschieden habe.
    Da kommt der TA her oder der Schlachter und macht es vor Ort.

    Für mich kommt es echt immer auf die jeweilige Situation an.
    Wenn ich den Tod „planen“ kann, dann würde ich wohl zum einschläfern tendieren.
    Wenn mein Pferd in einer Notsiuation ist und jede Sekunde zählt um ihr die Schmerzen zu nehmen, dann würde ich mich wohl für den BZ entscheiden.
    Hab bei uns auch noch nie gehört, dass das daneben gegangen ist.

    Fieses Thema! Mag man eigentlich gar nicht drüber nachdenken.
    Aber muss leider sein.

  • Avatar Diana sagt:

    ich kann den gedanken nicht ertragen, dass es bei der schlachtung ähnlich ist.

    Du weißt doch sicher, wie schnell das alles geht, oder?
    Da geht es um Zeitspannen von ganz wenigen Minuten.
    Das mit Koma-Patienten zu vergleichen, die monate-, vielleicht jahrelang bewegungslos da liegen, finde ich nicht passend.

    Ich habe beides schon miterlebt, bin aber eher fürs Schlachten.
    Nicht, weil ich es pferdegerechter finde, sondern weil ich dann den Zeitpunkt selbst bestimmen kann.
    Für den absoluten Notfall wird das gemacht, was schneller verfügbar ist.
    Das wird in der Regel der Tierarzt sein, weil ich den mit einem Anruf herbeiholen kann, während ich auf Anhieb keinen Pferdeschlachter kenne und von den beiden, die wir schon in Anspruch genommen haben, keiner mehr tätig ist (und beide nur auf Voranmeldung Pferde zu bestimmten Terminen genommen haben).

    Allerdings meine ich, dass ein Tierarzt die Mittel zum Einschläfern nicht dabei hat, sondern sie extra aus der Praxis holen muss.
    Kostet auch Zeit, wenn er erstmal zum Behandeln kommt.

  • Avatar Aragon sagt:

    Ich habe meinen 32-jährigen Reitponywallach beim Schlachter per Bolzenschuss töten lassen. Er hatte kein Verladeproblem, wir haben noch unser Shetty mitgenommen als Gesellschaft (das blibe solange auf dem Hänger). Auf dem Hof des Schlachters standen auch noch andere Pferde, er hat sich ruhig und interessiert umgeschaut, der Bolzen wurde aufgesetzt, es machte Klick und er fiel wirklich wie vom Blitz getroffen um. Der hat absolut gar nichts mitbekommen und null Angst gehabt.

    Vorher habe ich bei uns am Stall zwei Einschläferungen mitbekommen, beides Vollkatastrophen. Einmal Unfall mit Beinbruch, Sonntagnachmittag, 4 Tierärzte waren nicht erreichbar oder hatten frei oder andere Notfälle, schließlich kam eine sehr junge unerfahrene TÄ, das Pferd ist dann letztlich noch dreimal wieder aufgesprungen und auf drei Beinen herumgerannt, einfach grauenvoll. Dasselbe bei einem Pony mit Sehnenriss, das ist auch auf drei Beinen vor dem Tierarzt geflohen. Anscheinend ist es so, dass die Sedierung/Betäubung auch mal nicht wirkt, wenn das Pferd jung und gesund ist und voll unter Adrenalin steht.
    Seitdem habe ich mehrere sehr friedliche Einschläferungsaktionen mitbekommen, da gab es gar keine unschönen Szenen. Allerdings waren das alles keine Notfallsituationen, sondern alte, sehr schwache Pferde, die Z.T. sowieso schon lagen.

    Beim Einschläfern stelle ich es mir halt sehr schlimm vor, dass die Pferde ja durchaus noch mitbekommen, dass sie durch die Betäubung schwanken und umfallen. Das ist für ein Fluchttier sicher ein schreckliches Gefühl.

    Eine geplante Tötung würde ich daher wieder beim Schlachter mit BS machen lassen. Bei einem Notfall weiß ich nicht – ich hätte gar keine Nummer parat von jemandem, der nen Bolzenschuss setzen kann.

  • Kevin Kevin sagt:

    von meinen Pferden sind bisher 2 gegangen. Das erste war im Jahr 1981, eine Stute nach 3 Tagen Kolikbehandlung vor Ort. Die hatte erheblichen Transportstreß und einen Herzklappenfehler, deshalb war da an Transport zu einer Klinik nicht zu denken. Im Nachhinein haben wir sie dann aufgemacht und es stellte sich als eine Darmverschlingung raus. Am 3. Tag war dann klar, dass sie nicht zu retten war. Wir haben sie auf der dortigen Anlage im Park eingeschläfert. Sie hat sich etwa 45 min. gegen die Narkose gewehrt. Breitbeinig in alle Richtungen hat sie sich gegen ein Hinlegen / Umfallen gewehrt. Ich bin mir sicher, sie wußte, was kommt. Danach hat es mit dem T 61 noch mal etwa 15 – 20 min gedauert, bis wirklich Schluß war.

    Diese Zeit war einfach fürchterlich. Ich war hinterher fix und fertig. Wenns schneller gegangen wär, wär es mir besser gegangen.

    Mein Trakehner Hengst ist 1993 in Hochmoor in der Klinik geschlachtet worden. Ich hatte für den Fall des Endes aller konservativen Maßnahmen mein Einverständnis in die Schlachtung gegeben. Ich habe es leider nicht geschafft, zu dem Zeitpunkt dort hin zu fahren. Ich wäre selbst mit ihm ins Schlachthaus gegangen.

    In den Jahren meiner Anstellung als Reitlehrer in Betrieben mit Schulbetrieb bin ich selbst mit den Schulpferden zum Schlachten gefahren. DAS hab ich als meine Verpflichtung gesehen und konnte es auch aushalten. Es war schon schwierig, aber ich denke mal, ich war für die Schulpferde die maßgebliche Bezugsperson. Und den ersten, den ich beim BS am Kopf hatte, hätte ich fast losgelassen. Hab mir das vorher schon ein paar mal angeguckt um zu wissen, was auf mich zu kommt. Ich hatte zu dem Zeitpunkt einen guten Kontakt zum Metzger und konnte mich auch drauf verlassen, dass er „handwerklich“ fit war. Wie gesagt, hab mir das vorher ein paar mal angeguckt.

    Hier war es dann so, dass der Metzger vor Ort die Pferde selbst gefahren hat, hat den Hänger ans Schlachthaus rückwärts angeparkt, das Pferd abgeladen und im Abladen hat er schon den BS gesetzt! Die haben letztendlich das Schlachthaus lebend nicht mehr wahrgenommen.

    Leider ist das ja heute nicht mehr möglich, die müssen ja am Tag vorher angeliefert werden und ob ich das dann will, weiß ich im Moment noch nicht…

    Aber ich mache mir durchaus regelmäßig Gedanken dazu, erst recht, wenn wie die Tage ein Pferd aus meinem „Dunstkreis“ diese Erde verläßt. Inzwischen sind auch die Erfahrungen mit Euthanasien viel größer geworden.

    Ich schwanke im Moment hin und her, denke aber dass ich im entscheidenden Moment die richtige Entscheidung treffen werde. Auf alle Fälle möchte ich dabei sein!

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Mein Pony wurde zum Schlachter gebracht, da war ich noch zu klein, als unsere Stute gehen musste, war ich mit.
    Allerdings bin ich nicht mit rein. Mein Papa aber. Dort waren alle sehr lieb zu mir, alles lief total ruhig ab und die Stute hatte keine Angst.
    Sie humpelte hinter meinem Papa her wie immer. Sie bekam noch ein Möhrchen, alles gut.

    Einmal bin ich mit rein. Das Pferd einer Freundin. Ich hab mich zwar erschrocken, aber es war sonst alles gut.

    Aber auch hier ist der Schlachter selber Züchter und Reiter. Bei uns in der Gegend kennt ihn jeder und er kommt auch nach Hause.

    Zum Abtransport.
    Bei uns am Stall wurde es bisher immer so gehandhabt, das die große Halle gesperrt wurde. Pferdebesitzer und Pferd waren dann dort alleine. Da braucht auch niemand das Pferd übern Hof befördern. Der LKW kann direkt in die Halle gefahren werden.

    Allerdings kann der LKW bei uns auch bis hoch zur Weide fahren, die kleine Halle…. eigentlich überall hin. Weil Chef ja mit dem Traktor auch überall reinfahren will.

  • Avatar Sheesha sagt:

    Avalon.

    Beim Einschläfern stelle ich es mir halt sehr schlimm vor, dass die Pferde ja durchaus noch mitbekommen, dass sie durch die Betäubung schwanken und umfallen. Das ist für ein Fluchttier sicher ein schreckliches Gefühl.

    Das ist sicher seltsam für ein Pferd. Passiert aber jedem Pferd das zu einer OP in Vollnarkose muß. Ein großer Teil der Wallache hat das also schonmal erlebt, viele Pferde erleben es mehrmals im Leben.

    Ich persönlich finde das nicht so schlimm, obwohl ich auch denke, dass es für das Pferd beunruhigend sein kann.

  • Avatar Valioso sagt:

    Zum Abtransport:
    Mir wurde gesagt das die Fahrer Weisung haben die befestigten Wege (asphaltiert oder gepflastert) nicht verlassen dürfen. Damit fällt die Weide aus. Deshalb gehe ich mit dem Pferd auf ein Rasenstück hinter dem Hoftor. Von der Straße aus nicht einsehbar. Allerdings habe ich auch kein Problem damit wenn das Pferd dann abgeholt wird. Der Körper der da liegt hat irgendwie nicht mehr viel mit dem Lebewesen das ich kannte und geliebt habe zu tun. Auf diese Weise behalte ich meine Lieben so in Errinnerung wie sie aussahen als sie gelebt haben. :seufz:

  • Avatar Strick sagt:

    Ich habe zwei Erfahrungen mit Einschläfern durch den TA.
    Beide positiv, wenn man in diesem Fall das Wort gebrauchen möchte :seufz:
    Horror Geschichten gibt es sicher mehr als positive. Wie so oft werden diese doch eher und nachhaltiger erzählt, als all die Fälle die die positiv gelaufen sind. Ich betrachte das im Verhältnis und wette die unschönen Situationen sind weit seltener.
    Was für mich gegen eine Tötung und für den Transport zum Schlachthaus spricht ist der Umgang mit dem Kadaver.
    Ich verstehe aber genau so die emotionale Problematik, die dagegen spricht. Man sollte aber als Besitzer niemals dabei sein, wenn das Pferd vom Abdecker abgeholt wird. :no:
    Meine Mutter hat mich als Kind „gezwungen“ mein Pony zu verabschieden. Er wurde in der Klinik eingeschläfert. Sie hat dafür extrem viel Schelte von ihren Freunden eingesteckt. Kaum einer konnte verstehen, wie sie diese „Erfahrung“ ihrem Kind antun konnte.
    Für mich war es Rückblickend betrachtet gut und wichtig zu sehen, wie schnell und schmerzfrei Fuzzi damals einfach umgefallen ist. Ich musste mir nicht mehr vorstellen müssen, ob er gelitten hat, das es möglicherweise lange gedauert hat oder was ich mir vielleicht sonst so eingeredet hätte. Gerade wenn ich Horror Geschichten von anderen so verfolge.
    Seit dem kann ich jedenfalls meine Tiere „problemlos“ begleiten. Empfinde das auch als wichtigen letzten Dienst an meinen Tieren.
    ABER ich glaube da ist jeder anders, ich würde niemanden verurteilen, der das nicht selber kann und einen dritten bittet das zu übernehmen.
    Jeder Mensch muss das für sich selber ausmachen. Ich finde aber Wichtig, das man alles vorher genau plant. Den Abdecker terminieren, damit man nicht damit leben muss das das Pferd tagelang liegen bleibt, den TA beauftragen und ggf. die begleitende Vertrauensperson auswählen, der dem Pferd das letzte Geleit geben soll.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Allerdings meine ich, dass ein Tierarzt die Mittel zum Einschläfern nicht dabei hat, sondern sie extra aus der Praxis holen muss.
    Kostet auch Zeit, wenn er erstmal zum Behandeln kommt.

    An sich sollte der TA das Mittel für mindestens eine Euthanasie schon im Auto dabei haben. Stell Dir vor, man hat tatsächlich nen Notfall, und der TA hat schlicht und ergreifend nicht mehr die Zeit, extra noch in die Praxis zu fahren… je nach Einzugsgebiet der Praxis kann das nämlich ganz schön weit sein bis zur Praxis. Unsere TÄ haben immer mindestens Narkosemittel, T61 und alles für ungefähr zwei Pferde dabei.

  • Avatar Legolas sagt:

    Ich empfände es als würdelos, das Pferd noch zu verladen und zum Schlachter zu fahren.
    Ich kann mir vorstellen, dass es für alle Beteiligten besser ist, in gewohnter Umgebung, mit seinen vertrauten Menschen, einschlafen zu dürfen.

    Wenn der Fall in einer Klinik einträte, ist das zumindest hier so, dass die Besitzer sehr engmaschig über den Verlauf informiert werden und ich jederzeit hinfahren könnte.

    Das Gefühl habe ich auch, ich hätte damals sicherlich meine Stute verladen können und die 15 km zum nächsten Schlachter fahren, aber mit diesem Gedanken kam ich nicht zurecht. So wurde es dann in der Reithalle erlöst und das ging reibungslos und schnell.
    Ich war auch dabei als die TBA kam und das Pferd holte.

    Leider ist das ja heute nicht mehr möglich, die müssen ja am Tag vorher angeliefert werden und ob ich das dann will, weiß ich im Moment noch nicht…

    Das ginge für mich garnicht :no:

  • Avatar Fluppel sagt:

    ich würde jetzt auch mal aus berufenem Mund interessieren, ob auch ein TA mit BS töten darf. Zum Beispiel bei Kreislaufkollaps oder Pferd mit bekannter Narkose-„Verweigerung“.

    Und ja – es gibt durchaus Menschen die aus finanziellen Gründen den Schlachter wählen. Ich habe den Ausspruch „Der Tierarzt hat genug gekostet, fürs Ende zahl ich nciht auch noch was, beim Schlachter krieg ich wenigstens bisschen was wieder raus.“ oft genug gehört.
    Das betrifft aber natürlich sicher niemanden hier in dem Thread und würde ich auch nie jemandem unterstellen, aber ja, diese Einstellung gibt es.

    Dann gibt es übrigens auch noch unterschiedliche Vorschriften bezüglich der Abholung: in manchen Bezirken darf das Pferd keine Eisen tragen, sonst wird es nicht mitgenommen, in anderen Landkreisen ist das egal. Bei einer planmäßigen Tötung würde ich mich erkundigen, wie das in meiner Gemeinde gehandhabt wird und im Fall der Fälle vorher die Eisen abnehmen lassen. Das ist deutlich angenehmer als einem toten Pferd die Eisen abzuziehen… :no:

  • Avatar Legolas sagt:

    :denk: stimmt bei uns werden die Tiere nur mitgenommen ohne Eisen.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Nachdem was ich bis jetzt in der Tierschutzvorlesung gelernt habe, darf ein TA dann mit einem Bolzenschußgerät arbeiten, wenn er das gelernt hat. In der tierärztlichen Ausbildung lernt man das allerdings meines Wissens nicht.

    Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden. […] Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat.
    Quelle: Tierschutzgesetz, §4, Töten von Tieren

    edit: noch nen Tippfehler beseitigt :doh:

  • Avatar Sheesha sagt:

    Mit Eisen geht hier auch keiner mit. Früher hat das extra gekostet wenn mit Eisen, heute werden die dann nicht mitgenommen.

    Eisen abnehmen geht tot eigentlich schon auch ganz gut mit bischen Übung(ich kanns ehrlich gesagt am toten Pferd fast besser als am lebenden im Moment :nix: , allerdings am Besten zu zweit ). Bevor einer barhuf kaum stehen kann würde ich das lieber posthum machen (nicht unbedingt bei meinem eigenen, da würde ich wen anders bitten).

  • Avatar Sheesha sagt:

    Theoretisch kann ein TA das schon in der Zeit im Schlachthof lernen. Aber ob man das dann wirklich sicher kann? Ich weiß nicht wie die Geräte im Handling sind, jemand der das dauernd einsetzt dürfte da eben sicherer mit umgehen.

    Ich kenne keinen Ta der nicht für mindestens 2 Pferde genug zum töten dabei hat und zusätzlich mehr wenn was geplant ist. Und manchmal braucht mans dann auch noch wirklich(hier vor ein paar Jahren mal ein Autounfall bei dem wirklich mehrere Pferde getötet werden mußten). Bei den Autos zum Glück nur Blechschaden, übrigens.

  • Avatar Mirage sagt:

    Eine geplante Tötung würde ich vor Ort durch einen mir bekannten Metzger via Bolzenschuss machen lassen. Bei einer nichtgeplanten Tötung käme es auf die Situation an, bevor das Tier aber ggf. noch ein oder zwei Stunden leiden muss, wird es sofort eingeschläfert.

  • Avatar Fluppel sagt:

    Bevor einer barhuf kaum stehen kann würde ich das lieber posthum machen

    Selbstversständlich. Ich ging jetzt nicht von Extremfällen aus – es war nur eine Anregung.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    @Sheesha, das ist eben die Frage. Auch zu solchen Dingen gehört meines erachtens ein wenig Routine, und zumindestens die wird der TA da vermutlich nicht haben. Als Praxis TA hat man nun mal selbst wenn man das Bolzenschußgerät bedienen gelernt hätte, nicht so wirklich häufig die Gelegenheit, darin Routine zu bekommen. Daher würde ich dann wenn umbedingt den Bolzen haben will, doch eher nen Schlachter fragen. Was hilft es mir, daß der TA ansonsten superkompetent ist, wenn das was er eben extrem selten macht, dann schiefgeht? Dann wäre ja mein Tier das leidtragende…

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Den Abdecker terminieren,

    Da haben wir auch mal den Hammer in anderer Richtung erlebt: Es ging um ein geplantes Einschläfern eines schwerkranken Pferdes. Termin mit TA stand, nachmittags um drei Uhr, Firma „Saria“ war für den kommenden Tag bestellt. Nur fuhr der Fahrer dann bereits vor Eintreffen des TA vor, als wir alle dabei waren, uns innerlich auf das, was kommen würde, vorzubereiten. Das war irgendwie ganz schön makaber! 🙁

    Aber bei mir standen die auch schon mal vor der Haustüre „Ja, wir wollten das tote Pferd abholen“, da hatten wir aber überhaupt kein totes Pferd. :panik1: Nur meine Stute stand zu der Zeit schwer krank in Hochmoor und sollte operiert werden. Da hab ich aber echt Panik gekriegt!!! Erst mal in Hochmoor angerufen, da war aber alles ok. :seufz: Im Nachhinein vermuten wir einen schlechten Scherz, der Fahrer meinte, sowas gäbe es wohl schon mal öfters… :irre:

    und im Fall der Fälle vorher die Eisen abnehmen lassen.

    Bei meiner Stute war es so, daß der Fahrer von „Saria“ drei der Eisen runtergemacht und mir dagelassen hat. Warum das vierte nicht, weiß ich nicht.

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Kann ich das sehen, wenn mein Pferd vom Abdecker abgeholt wird?
    Kann ich das mit mir vereinbaren, wenn ich es NICHT kann?
    Da ich doch immer sage bis zum letzten Schritt bin ich verantwortlich für das Tier.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für einen „Beauftragten“ ein schöner Anblick ist (und nach verfolgt dieser demjenigen in den Träumen)… :S

    In den drei Fällen, die ich bisher erlebt habe, war von uns nie einer dabei, wenn die Tiere abgeholt wurden. Der Fahrer hatte die Adresse und hat das Aufladen dann eigenständig über die Bühne gebracht.

    Übrigens auch ein krasser Job, wenn man das so tagein, tagaus macht… :seufz:

  • Avatar Sheesha sagt:

    Fluppel!

    :hug: War ich böse zu Dir?

    Anregung

    Die war doch auch gut! Ich laber halt immer bischen rum und gebe auch noch bischen was zu Bedenken.

    Und ich bin so weil ich manchmal „komische“ Ergebnisse von Internetunterhaltungen mitkriege. Also beispielsweise, dass jemand rumtelefoniert weil sein Pferd „dringend“ euthanasiert werden müsse aber das dürfe nur einer machen der Release/Eutha77 nimmt. Naja…blöd wenn von denen die das verwenden grad keiner Zeit hat/bzw im Urlaub und daher weg und der Besitzer dann das Pferd halt rumstehen läßt da offenbar sein eigener TA das auch nicht nimmt.
    Und dann kann ich mir eben auch vorstellen dass jemand der alles richtig machen will und so einen Thread vielleicht nur mal gelesen hat seinem rumpelplatten Pferd die Eisen abmacht(mit denen es ganz OK klar kommt) weil es in 2 Tagen sterben soll und bis dahin weiß es dann nicht mehr wie rumhumpeln.
    An sowas denke ich dann einfach……war nicht als Gezicke gegen irgendwas/irgendwen gedacht…..

    GillianCo,

    So denke ich mir das ja auch. Hier kenne ich jedenfalls keinen TA der damit arbeitet, ergo auch keinen, der damit routiniert arbeiten könnte. Weiß nicht, ob das evt in der Rinderpraxis bspw anders aussieht. Da gehen ja eh die meisten an den Haken soweit möglich, aber wenn man mal eins schnell erledigen muß weiß ich da nun gar nicht, ob da per Injektion oder doch eher geschossen wird, dann….muß mal fragen, mir fallen immerhin grad zwei TAs ein die hauptsächlich Rinder machen….

  • caos constante caos constante sagt:

    Bislang wurden die Pferde, die wir gehen lassen mussten, alle eingeschläfert. Mir ist die Vorstellung, dass mein liebes Pferd auf irgendeiner Kirmes als Bratwurst von einem Betrunkenen endet, einfach zuwider. Egal ob dem so ist oder nicht. Ich fürchte für mich auch, dass ich das Geräusch des BS noch lange im Ohr haben werde. Unsere Pferde sind alle friedlich eingeschlafen. Ohne Probleme. Selbst unser „tierarztallergisches“ Pony. Dass den Pferden das Hinlegen durch die Narkose unangenehm ist, kann ich mir vorstellen. Aber bei einer OP ist das auch so – nur da denkt man als Mensch positiver.

    Unsere Pferde wurden immer abends eingeschläfert. Die Firma, die die toten Tiere abholt, hab ich vorher angerufen, und gesagt, dass sie am nächsten Morgen kommen müssen. Da gab es nie Probleme. Nur bei einem, wegen der Eisen. Das war für mich schon sehr hart, die selbst noch abzunehmen. Das Aufladen war dann auch übel, aber irgendwie war ja (für mich) mein Pferd schon weg, auf der großen Wiese. Und da ging es.

  • Avatar Aragon sagt:

    caos constante: Dass ein Schlachtpferd als Bratwurst endet, brauchst du nicht zu befürchten – wenn es überhaupt zu irgendwas verarbeitet wird (weil keine Medikamente drin, kein Schimmel, nicht eh schon nur noch Haut und Knochen usw) dann bestimmt nicht zur Kirmescurry. Und der Bolzen ist ein Bolzen, keine Räuberpistole. Der macht nur dezent „Klick“ – da verfolgt dich garnichts.

  • caos constante caos constante sagt:

    Was macht man dann damit?

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Ich kann nach eigenen Erfahrungen auch nur sagen, daß der Abtransport für mich nichts ist, was man sich umbedingt ansehen sollte. Und die Transporteure haben tw. schon nen schrägen Humor, bzw. einen komplett anderen Umgang mit den toten Tieren… da hab ich bei meinem Freund mal die Horrorstory erlebt… konnte man nur mit dem Kopf schütteln.

    Bei uns ist es wenn es geplant ist in der Regel so, daß der TA morgens kommt, und direkt den Menschen von der Tierkörperbeseitigungsanstalt schon angerufen hat, damit das Pferd möglichst zeitnah abgeholt wird. Hat bei uns eigentlich auch immer sehr gut geklappt.

  • Avatar DonNico sagt:

    Lieben Dank für die Denkanstöße!!!

    Vieles was ihr erzählt habt, war mir überhaupt nicht bewußt, z.B., daß man die BS-Methode nicht am Hof durchführen darf, sondern in den Schlachthof transportieren müsste. Ich weiß zwar nicht, wie der örtliche Schlachthof arbeitet, aber so einen Transport würden meine Nerven nicht aushalten und das überträgt sich sicher auf das Pferd. Obwohl Nico Null Verladestress kennt, möchte ich ihm den Blutgeruch nicht zumuten. Ich mußte ihn vom 1. bis zum 2.Lebensjahr immer durch den Ort an einer Metzgerei zur Koppel vorbeiführen, dort gab es immer ein nervöses Geschnaufe und Gerenne (insbesondere dann, wenn schon die Kuhhälften am Haken hingen). Nein, mein Herz, das tu ich Dir nicht an :love:

    Nico wurde schon mehrmals in Narkose gelegt (Kastration, Sarkoid-Op), es verlief immer ruhig und problemlos und ich bin mir nun sicher, daß ich diesen Weg für ihn einschlagen werde, wenn es irgendwann sein muß. Die ganze Thematik ist sehr individuell zu sehen und zu beurteilen und „Pannen“ gibt es bedauerlicherweise wohl immer mal. Man kann nur beten, daß alles glatt und sauber über die Bühne geht. Daß es bei dem Abtransport unschöne Bilder geben kann, ist mir klar aber wenn ich mir sicher bin, das Bestmöglichste für mein Pferd bis zum Schluß getan zu haben, kann ich das verarbeiten und gut ist.
    Im Kreis der bekannten Herde zu sterben empfinde ich als Mensch sehr beruhigend – dafür nehme ich auch in Kauf, mir unschöne Bilder von Kadaver am Trecker die Koppel entlangschleifend reinzuziehen. Dafür bin ich Mensch, daß ich trennen kann zwischen Albtraum und Verantwortung bzw. Fürsorge. Diese Bilder sind das Mindeste, die ich auf mich nehmen kann.

    Ich habe meiner Stallesitzerin schon seit Monaten eine Vollmacht ausgestellt, daß Sie (wenn ich nicht da bin) volle Verfügungsgewalt über Nico im Krankheitsfall hat. D.h. sie kann über Ta-Wahl und Behandlungsmethoden frei entscheiden, weil ich weiß und mich darauf verlasse, daß sie handelt als ginge es um ihr eigenes Pferd. Ich werdes nun noch einen Passus anfügen, der den Todesfall mit einschließt bevor ich in Arbeitsurlaub entschwinde.

    Lieben Dank für eure geschilderten Eindrücke, es war sehr hilfreich und schlußendlich auch Meinungsbildend, alles zu lesen und eigene Schlüsse daraus zu ziehen.

    Liebe Grüße, Christine

  • Avatar Cruzado sagt:

    Vieles was ihr erzählt habt, war mir überhaupt nicht bewußt, z.B., daß man die BS-Methode nicht am Hof durchführen darf, sondern in den Schlachthof transportieren müsste. Ich weiß zwar nicht, wie der örtliche Schlachthof arbeitet, aber so einen Transport würden meine Nerven nicht aushalten und das überträgt sich sicher auf das Pferd.

    Hm…ich weiß nicht wie oft ich nun schon darauf hingewiesen habe, dass die Schlachter auch vor Ort kommen!!!
    Und dass sogar bei uns der TA kommt und einen BS setzt.

    Warum sollte das in anderen Regionen so großartig anders sein.

    Da würde ich mich an deiner Stelle nochmal informieren.

  • Avatar Patti sagt:

    Lieben Dank für die Denkanstöße!!!

    Vieles was ihr erzählt habt, war mir überhaupt nicht bewußt, z.B., daß man die BS-Methode nicht am Hof durchführen darf, sondern in den Schlachthof transportieren müsste.

    Echt? Ist das so?

    Bei uns wurde das immer am Hof durchgeführt. Letztes Jahr noch bei 2 Pferden.

  • Avatar Blue Pearl sagt:

    @ Don Nico
    Meine Nerven habe ich auch nicht im Griff gehabt. Da meine Spatkranke Stute Spritzen gehasst hat, habe ich beschlossen, daß sie geschossen werden sollte. Unser Metzger hier hat selber Pferde und ist absolut professionell. Ich bin aus dem Grund nicht mitgefahren, daß ich meine Aufregung (vor der unbekannten Situation) nicht ins Pferd geben wollte. Eine gute Bekannte hat sie hingefahren und meine Reitbeteiligung (männlich) ist mitgefahren. Beide habe berichtet, daß es absolut stressfrei und schnell für meine Stute war. Da wir vorher öfter in der Pferdeklinik waren, war es für sie kein Problem mit der Hängerfahrt und einer neuen Umgebung. Verabschiedet habe ich mich vorher von ihr. 🙁

    Ich habe vor einigen Tagen mit der Züchterin meines QH- Fohlens, die auch Tierärztin ist, über das Thema gesprochen. Sie überlegt, sich das Bolzenschiessen für Notfälle professionell beibringen zu lassen und hält diese Art des Euthanisierens für die humanste und schnellste für das Pferd.

    Bei meiner 18-Jahre alten Traberstute werde ich es (in hoffentlich vielen vielen Jahren erst!) von der Situation abhängig machen. Sollte sie auch noch transportfähig sein, werde ich sie begleiten. Vorher möchte ich mir einmal ansehen, wie genau das vor sich geht und wie die Örtlichkeiten sind. Bei der Einschläferung von zwei anderen Pferden war ich auch schon dabei. Es ging auch recht ruhig, schnell und schmerzfrei.Daher wüßte ich auch da, was auf mich zukommt. Der Wallach meiner Freundin war nur während der vorausgehenden Sedierung sehr angespannt und aufgeregt. Das tat mir leid für ihn. Vielleicht lag es auch mit an meiner Freundin, der die Tränen über das Gesicht liefen, als sie ihn hielt. Nach der zweiten und dritten Spritze (Eutha77) ging es ganz schnell. Bei dem anderen Wallach merkte man eher, daß er gehen wollte. Allerdings hat ein Bekannter ihn am Halfter gehalten und nicht die Besitzerin selbst. Sie ging erst zu ihm, als er fiel.

  • Avatar Valioso sagt:

    Es gibt immer mal wieder Schlachter die das machen – es ist allerdings nur bei Notschlachtungen erlaubt (soweit ich weiß).
    In NRW kannte ich auch einen der das gut und schnell gemacht hat. Hier in Niedersachsen kenne ich aber keinen und da mein TA sehr gut und ruhig mit der Spritze umgeht – warum nicht :nix:
    Auch mit dem abholen hatten wir nie Probleme. Letztes Jahr im November hatte ich den Fall das ein Pensionspferd (Rentner, Traber, 27 Jahre alt) Sonntags Abends anfing still zu koliken. Besi angerufen, TA bestellt, Medis gegeben (Untersuchung war unaufällig) und die folgenden Stunden regelmäßig kontrolliert. Auch unter Schmerzmitteln hat der alte Mann nicht fressen wollen (er durfte laut TA etwas Heu knabbern) sondern stand nur dösend herum und als die Medis abgeklungen waren legte er sich wieder ganz ruhig in Seitenlage und zog den Bauch ein (also Bauchweh). Also wieder Besi und TA anrufen. TA wußte nicht recht weiter und Besi wollte mit dem alten Pferd nicht in die Klinik. Also ……..
    Wir haben ihn mit seinem Kumpel (Traber 22 Jahre) auf den Wiesenstreifen geholt, er hat seine Sedierung bekommen und hat sich ganz ruhig hingelegt. Im liegen hat er dann das Eutha77 bekommen und es ging alles sehr schnell. Sein Kumpel hat ihn noch einmal beschnuppert und ist dann wieder in die Box gebracht worden. Er hatte die ganze Zeit friedlich neben seinem Kollegen gestanden und gefressen.
    Das ganze hat sich gegen 8 Uhr in der Früh abgespielt. Ich habe dann beim zuständigen Unternehmen angerufen und um 10 Uhr wurde er abgeholt. Alles schnell und sauber. Ich habe es noch nie erlebt das ein Pferd länger als einen Tag gelegen hat wenn man denen Bescheid gibt. 6 Wochen später kommt dann die Rechnung über den Eigenanteil und den Rest bezahlt die Tierseuchenkasse.
    Mir ist es sehr wichtig das ein Pferd in Würde sterben kann wenn es soweit ist. Da Pferde beim Schlachter ja wenigstens einen Tag stehen (wenn sie Medis mit Wartezeit bekommen haben auch länger) ist das für mich ein absolutes no go. BS hier auf dem Hof wäre eine Alternative aber solange ich mit meinem TA in dieser Richtung zufrieden bin sehe ich nicht wirklich ein mich in dieser Richtung verstärkt umzuschauen.

  • Avatar Patti sagt:

    Der Schlachter, der das bei uns am Hof macht, verwertet das Fleisch nicht für den menschlichen Gebrauch.

    Es geht nach Hodenhagen, zum Serengeti-Park.

    Da ich da persönlich kein Problem mit habe, finde ich diese Variante völlig ok. Pferd muss nicht transportiert werden, bekommt eigentlich überhaupt nix mit. Das Pferd liegt quasi schon, bevor der Klang des Schusses zu Ende ist.

    Für mich ist dieses „Niedersinken“ bei der Euthanasie mit der Spritze ganz ganz fürchterlich. Die Male wo ich dabei war, dauerte das halt – die Pferde wankten und stolperten hin und her, bis sie endlich (!) irgendwie zu Boden gingen. Das fand ich ganz grausam.

  • Avatar Mirage sagt:

    Der Schlachter, der das bei uns am Hof macht, verwertet das Fleisch nicht für den menschlichen Gebrauch.

    Danke, so ist es bei uns auch, das Pferd wird einfach am Hof getötet und dann bei uns von der Tierkörperverwertung abgeholt, wobei die Serengeti-Park-Lösung auch nicht verkehrt ist. 🙂

  • Avatar Kirsten sagt:

    Was mich mal interessieren würde: kommt es eigentlich auch vor, dass Pferde sich hinlegen und einfach „einschlafen“? Hab´sowas noch nie erlebt. Eigentlich komisch? Greift der Mensch immer zu früh bzw. rechtzeitig bzw. wie immer man das sehen mag ein?

  • Avatar Mirage sagt:

    Kirsten, ich kenne einen einzigen Fall, da kam der SB in der Früh in den Stall zum füttern und das 9-jährige Pony lag tot in der Box, ob es allerdings friedlich eingeschlafen ist, kann nicht beurteilt werden. Woran es starb ebenfalls nicht.

  • Avatar Andalusine sagt:

    Für mich ist dieses „Niedersinken“ bei der Euthanasie mit der Spritze ganz ganz fürchterlich. Die Male wo ich dabei war, dauerte das halt – die Pferde wankten und stolperten hin und her, bis sie endlich (!) irgendwie zu Boden gingen. Das fand ich ganz grausam.

    Genau davor graut es mir auch am Meisten. Ich muss zugeben, dass ich mir über das Thema bisher gar keine ernsthaften Gedanken gemacht habe. Ziemlich blauäugig, da der Tag irgendwann kommen wird. Erst dieser Thread hat mich zum Nachdenken gebracht.

    Ich habe mich heute mit meiner TÄ darüber unterhalten. Sie sagt, dass Eutha 77 gibt es nicht mehr. Dafür sind wohl andere, gleichwirkende Produkte, auf dem Markt. Auch hat sie unterschiedliche Erfahrungen gemacht, sagt, es sei sehr schwierig, wenn beim Umfallen während des Einschläferns die Kanüle flöten ginge….auch wenn sie festgenäht ist. Sicher gibt es bei beiden Methoden unterschiedliche Erfahrungen. Doch tendiere ich deutlich dazu, mein Pferd am Stall in seiner gewohnten Umgebung gehen zu lassen. Da schliesse ich mich der Meinung vieler hier an.

    Doch hat eine Freundin von mir ihren Wallach vor ein paar Jahren zu einem Schlachter hier in der Nähe gebracht und war sehr zufrieden über den Umgang mit dem Pferd UND dem Besitzer! Es sei alles sehr schnell gegangen und sie würde diese Methode immer wieder wählen.

    Ich glaube, ich könnte zumindest nicht dabei sein, wenn mein Pferd umfällt (ich rede jetzt vom Euthanasieren). Ich hätte Angst, dieses Bild nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen. Sobald er liegt, würde ich wieder dazugehen und ihn begleiten…das hat sich für mich in den Gedankengängen der letzten Tage herauskristallisiert.

  • Avatar Sheesha sagt:

    Kirsten,

    Gibts selten. Aber ab und zu gibts das schon mal. Aber bei Pferden wartet man meist eben nicht so lang bis es „von selber“ stattfindet. Ist vermutlich auch nicht so arg „unnatürlich“, in Freiheit werden Pferde vermutlich auch eher „fremdgestorben“ wenn sie eben nicht mehr ausweichen können, wegen Erkrankung nicht wegkommen. Ich stell mir mal einen mit Dünndarmschlingen/wasauchimmer in den letzten Zügen vor, wenn der da so rumrobbt/rumliegt kann man den als Beutegreifer schon anknabbern, bspw….

    Andalusine,

    Eutha 77 gibt es nicht mehr. Dafür sind wohl andere, gleichwirkende Produkte, auf dem Markt

    Ich erwähnte bereits „Release“, bspw. xmas

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Aber man muß als Besitzer realistisch einschätzen,ob man das ertragen kann .Sonst ist man dem Pferd ggf. mehr Belastung als Unterstützung in dem Moment.

    Jetzt aber mal ehrlich: man hat da doch keine Erfahrungen mit. Woher weiß ich denn, ob ich dem gewachsen bin? Ich würde gerne dabei sein, weil ich 1. die einzige Bezugsperson für mein Pferd bin und 2. ich dafür auch bis zum Schluss die Verantwortung tragen möchte. ABER: was, wenn ich dann feststelle, dass ich überfordert bin, bzw. dass ich dem Tier eher meine Unruhe und Angst übertrage??? Wäre es dann besser, mich von allem fern zu halten??? :denk: :nix:

    ch würde nie auf die Idee kommen und mein Pferd verladen, wenn ich mich für einen BS entschieden habe.
    Da kommt der TA her oder der Schlachter und macht es vor Ort.

    Ich kannte von früher einen TA, der auch aufm Hof per BS getötet hat. Ich dachte, das machen alle TAs und das wäre auch für mich das Mittel der Wahl.
    Beim Basispass habe ich aber gelernt, dass dem nicht so ist. Also entweder per Euthanasie vom TA am Hof oder verladen und zum Schlachter fahren, was ich persönlich aber nicht möchte.
    Andere sagen hier aber was anderes.
    Wie ist es denn nun richtig oder hängt das wirklich von der Gegend ab?

  • Avatar maurits sagt:

    Die beschriebene Variante das Pferd zum Schlachter zu fahren und da noch wochenlang stehen zu lassen, weil evtl. noch Medikamente abgebaut werden müssen ist für mich das allerhinterletzte.
    Also die paar Wochen darf man den Leuten ja dann auch noch zumuten die Stallmiete zu tragen.
    Unfassbar.

    lg
    maurits

  • Avatar Andalusine sagt:

    Andalusine,

    Zitat
    Eutha 77 gibt es nicht mehr. Dafür sind wohl andere, gleichwirkende Produkte, auf dem Markt

    Ich erwähnte bereits „Release“, bspw. xmas

    Hoppla, das habe ich dann wohl überlesen. Aber gut, somit ist es bestätigt.

    Jetzt aber mal ehrlich: man hat da doch keine Erfahrungen mit. Woher weiß ich denn, ob ich dem gewachsen bin?

    Das frage ich mich auch. Ich habe diese Erfahrung bisher zum Glück noch nicht machen müssen und habe auch wirklich keine Ahnung, wie stark ich sein könnte. Aber der Mensch ist ja bekanntlich immer stärker, als er selber glaubt. Aber Angst habe ich definitiv davor!

  • Avatar Sheesha sagt:

    Honeybear,

    Das merkt man denke ich schon rechtzeitig. Und wenn es nicht anders geht weil keiner da ist der es einem abnimmt ist das auch nicht das Drama. Es IST halt was trauriges und für das Pferd ist es danach ja rum. Menschen sterben auch nicht unbedingt fröhlich entspannt und angstfrei. So ein paar „Erlebnisse“ sind eben einschneidender als andere und Geburt und Tod machen wir alle mit. Aber „man“ möchte eben schon, dass es so entspannt wir möglich passiert wenn man es beeinflussen kann.

    Ich war mir bei meinem eigenen Pony nicht sicher ob ich das gut hinkriege. Ich bin zwar häufig bei Euthanasien dabei, aber eben nicht mein Kindheitsbegleiter. Aber als er eines Tages liegend aufgefunden wurde und es zunächst sehr schlecht aussah war zumindest klar, dass ich da klar bleiben kann einfach damit es für den OK ist. Wobei ich die Leute, die dann dazukamen teils unfreundlich angegangen bin sie sollen verschwinden wenn sie sich nicht im Griff haben :tuete: (zwei begannen zu heulen, konnte ich da grad nicht brauchen, hatte schon über ne halbe Stunde mit meinem liegenden Pferd dagesessen).

    Ich tu mir eben schwer damit wenn ich sehe, dass ein Pferd das ganz entspannt mit einer fremden Person mitgezockelt ist zum Braunüle schieben, schon ein bischen sediert ist, dann sichtlich erschrickt wenn sich eine lauthals weinende Bezugsperson dranwirft. Dass man da weint ist ja auch OK. Ich fände nur dann schöner man könnte erst wenn das Pferd schläft so ausbrechen. Aber wie ich oben schon sagte…..es IST eben was einschneidendes im Leben.

  • Avatar Andrea S sagt:

    Die beschriebene Variante das Pferd zum Schlachter zu fahren und da noch wochenlang stehen zu lassen, weil evtl. noch Medikamente abgebaut werden müssen ist für mich das allerhinterletzte.

    Da stimme ich Mau absolut zu!
    Was sind das für Menschen 🙁

    Ih habe ja bereits einmal ein Pferd zum Schlachter gefahren. Dies kam jedoch vom Anhänger, bekam die Haferschüssel vor die Nase und ging mit mir direkt in den vorgesehen Raum für den BS.
    Ich hätte mein Pferd niemals „alleine“ dort gelassen. Ich bleibe bei allen meinen Tieren bis zum Schluss und so auch beiden Pferden.

    Übrigens zweifle ich bei solchen Schlachtern, die das mitmachen, wirklich die Seriosität an :nix:
    Der Schlachter, den wir in der Nähe haben und der einen guten Ruf genießt, hat 3 Tage an denen er Pferde zur Schlachtung aufnimmt und auch nur eines pro Tag! Die Pferde werden nur morgens angenommen und nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit (da es im Ort ist und er einen angrenzendes Geschäft hat, müssen die Pferde vor Ladenöffnung dort sein). Spätere Anlieferungen nimmt er nicht an.

    Nico, bei diesem Schlachter riecht übrigens nichts nach Blut. Die Anlage wird nach Shlachtung komplett gereinigt, desinfiziert etc. pp.
    Das hat zum einen etwas mit Hygienevorschriften zu tun, zum anderen damit, dass die Tiere nicht in Stress geraten sollen.
    Zumindest ist dies bei unserem Schlachter hier so. Der achtet da wirklich -als selbst Pferdehalter , Reiter und geschätzter Pferdemann in der Umgebung – penibelst drauf. Pferde dürfen dort auch nur abgeladen werden, wenn er komplett umgezogen ist! Wenn er also zuvor im Laden war um dort alles herzurichten, zieht er sich komplett frische Arbeitsklamotten an.

    Noch etwas zur Schlachtung vor Ort. Es gibt Schlachter, die kommen mit Wagen, auf dem die Schlachtung vorgenommen werden kann. Dort hätte ich allerdings Bedenken, wenn mein Pferd noch nie auf einen LKW musste :nix:

  • Avatar frau_shrimp sagt:

    Für mich ist dieses „Niedersinken“ bei der Euthanasie mit der Spritze ganz ganz fürchterlich. Die Male wo ich dabei war, dauerte das halt – die Pferde wankten und stolperten hin und her, bis sie endlich (!) irgendwie zu Boden gingen. Das fand ich ganz grausam.

    Ich kann mir schon vorstellen, dass dies dem Menschen – immer mit dem Hintergedanken, dass der Tod folgt – ganz grausam erscheint. Aber ist es nicht beim narkotisieren immer so, dass das Pferd, wankt und stolpert bis es irgendwie zu Boden geht? Ich mein, wenn z.B. eine OP ansteht, wird das Pferd doch auch narkotisiert mit den beschriebenen Folgen. Finden wir es in dem Fall aber weniger grausam, weil wir den Hintergedanken der Heilung im Kopf haben? :denk:

    Oder anders gefragt, macht es für das Pferd einen Unterschied? Eigentlich müßte das Pferd sich ja noch mehr dagegen wehren, weil unbekannte Umgebung und vielleicht strenger Desinfektionsgeruch in der Klinik? :nix:

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Mir ist es sehr wichtig das ein Pferd in Würde sterben kann wenn es soweit ist. Da Pferde beim Schlachter ja wenigstens einen Tag stehen (wenn sie Medis mit Wartezeit bekommen haben auch länger) ist das für mich ein absolutes no go.

    Das hab ich nun wieder noch nie gehört. Bei uns hat der Schlachter gefragt, ob das Pferd Medikamente bekommen hat, die problematisch sein könnten. Hatte das Pferd nicht. Also haben wir es aufgeladen, sind hingefahren, haben es vor der Halle abgeladen, und das Pferd wurde an den Pferdeboxen des Schlachters wo seine eigenen Pferde standen vorbei in die Halle geführt und der Bolzen gesetzt.

    Die Medikamente von denen ich es weiß, haben in der Regel eine Wartezeit von 6 Monaten (muß auch noch andere geben, ich weiß, aber die wo ich es mal nachgeguckt habe, lagen alle da), und so lange würde man ein Pferd wenn es geschlachtet werden muß, weil es ihm nicht gut geht, wohl kaum irgendwie zum Schlachter stellen. Ich jedenfalls würde das nicht machen.

    Was mich mal interessieren würde: kommt es eigentlich auch vor, dass Pferde sich hinlegen und einfach „einschlafen“? Hab´sowas noch nie erlebt. Eigentlich komisch? Greift der Mensch immer zu früh bzw. rechtzeitig bzw. wie immer man das sehen mag ein?

    Bei uns im Stall ist das dreimal der Fall gewesen. Einmal der Isländer meiner Freundin, hat sich auf der Weide hingelegt, einmal eine Stute, die schon recht alt war, und einmal ein Herzkranker Rentner. Für die Pferde kann man sich im Grunde genommen nichts schöneres vorstellen als einfach einzuschlafen und nicht wieder aufzuwachen, in der gewohnten Umgebung. Aber wenn man dann das Pferd aus einer engen Eckbox mit Trecker und Drahtseil rausziehen muß…. das ist dann auch weniger schön. Muß dann sein, klar, aber das war echt kein schöner Anblick.

    Jetzt aber mal ehrlich: man hat da doch keine Erfahrungen mit. Woher weiß ich denn, ob ich dem gewachsen bin? Ich würde gerne dabei sein, weil ich 1. die einzige Bezugsperson für mein Pferd bin und 2. ich dafür auch bis zum Schluss die Verantwortung tragen möchte. ABER: was, wenn ich dann feststelle, dass ich überfordert bin, bzw. dass ich dem Tier eher meine Unruhe und Angst übertrage??? Wäre es dann besser, mich von allem fern zu halten??? :denk: :nix:

    Wenn ich merke, ich ertrage es nicht, und mache das Pferd unruhig, würde ich weggehen, ja. Ich habe (um dann mal meine eigenen Erfahrungen zu nehmen) damals gesagt, ich habe schon Pferde gesehen, wo die Besitzer beim euthanasieren noch wild die Möhren reingestopft haben, und hysterisch heulend am Pferd hingen. Ich bin damals zu meiner TÄ gegangen, und habe sie direkt gefragt, was kann ich tun, damit es für mein Pferd „so angenehm wie möglich“ ist? Und ihre Antwort war einfach nur „bleib ruhig“.

    Ich habe mein Pferd von der Weide geholt an den Platz, wo sie eingeschläfert werden sollte. Die TÄ hat alles vorbereitet, in der Zeit hat mein Pferd noch ein paar Möhren bekommen. Dann kam erst die Sedierung, und da war es bei mir an sich mit der Beherrschung schon vorbei. Ich wollte erst heulen, wenn es wirklich vorbei ist, aber ich habe schon da gestanden und geheult. Aber ich bin halt ruhig geblieben. Und das Pferd war dadurch jedenfalls nicht beunruhigt. Es wurde dann eben das Eutha gegeben, und sie fiel um.

    Was das Release angeht, darüber habe ich auch schon Diskussionen geführt, Release ist aber wohl weniger konzentriert als Eutha, weswegen man davon dann wohl mehr braucht , als vom Eutha. Und meine TÄ sagt (selber Chirurgin), daß sie ein Pferd ebenso gut und ruhig mit Sedation, Ketamin und T61 einschläfert. Das T 61 nimmt sie auch nur wenn das Tier schon gefallen ist (auch wenn sie Release nimmt), um die Reflexe einzudämmen. Als Besitzer ist es nämlich auch schwer zu ertragen, wenn das Pferd dann noch zuckt, oder noch ein-, zweimal einen Atemreflex zeigt. Das verringert die Gabe von T 61.

    Was ich übrigens auch sehr sehr wichtig finde, wenn man sich doch fürs einschläfern entscheidet: Einen TA, der nicht nur das Handwerk versteht, sondern einem auch in Ruhe erklärt, was er gerade macht, warum er das macht, was es bewirkt, und was es vom Tier für Reaktionen geben kann. Wenn ich als TM Studentin eine Pferdebesitzerin treffe, die einen Monat nach dem Einschläfern ihres Pferdes immer noch geschockt ist von dem, was sie gesehen hat , und ICH ihr erklären muß, daß es Reflexe waren, für die das Tier nicht mehr bei Bewußtsein sein muß, dann finde ich das echt bitter vom TA, daß er den Besitzer so „alleine läßt“.

    @Andrea S, genau, danke, das wollte ich auch noch schreiben… bei dem Schlachter zu dem wir das Pferd meiner Freundin gefahren haben, lief es auch genau so ab. Ruhig, alles sauber, kein „Blutgeruch“ und so weiter. Das sind die Horrorvorstellungen, die durch „Anti-Fleischkonsum-Videos“ immer wieder ausgelöst werden, die stimmen aber mit der Realität bei einem seriösem Schlachter nicht überein.

  • Avatar Andalusine sagt:

    Wenn er also zuvor im Laden war um dort alles herzurichten, zieht er sich komplett frische Arbeitsklamotten an.

    Das finde ich mal richtig toll!

    Noch etwas zur Schlachtung vor Ort. Es gibt Schlachter, die kommen mit Wagen, auf dem die Schlachtung vorgenommen werden kann. Dort hätte ich allerdings Bedenken, wenn mein Pferd noch nie auf einen LKW musste :nix:

    Ja und vor allem ist dann eigentlich auch der Faktor „vertraute Umgebung“ passé. Wenn schon am Hof, insofern das hier und da möglich ist, dann wirklich an einem vertrauten und gewohnten Ort, finde ich.

  • Avatar Sheesha sagt:

    Frau Shrimp,

    Nö. Das ist für das Pferd natürlich kein Unterschied. Weswegen ich auch keine Schwierigkeiten mit Narkose und T 61 habe. Und auf die Weise sterben hier die meisten. Geht wunderbar und friedlich. Das ablegen ist eben dasselbe Spiel wie zur OP :nix: .

  • Avatar Diana sagt:

    Bei der Schlachtung vor Ort darf man das Ausbluten lassen nicht vergessen.
    Wieviel Liter Blut hat ein Pferd?
    20? 40?
    Die müssen ja irgendwohin.
    Außerdem werden Schlachttiere an den Hinterbeinen aufgehängt zum Ausbluten – wie wird das bei Pferden gehandhabt, die zu Hause geschlachtet werden?
    Diese Dinge wollte ich zu Hause nicht erleben

  • Avatar maurits sagt:

    60 Liter, Diana.

  • Avatar Farina sagt:

    @Honeybear:

    Ob man der Situation gewachsen ist, wird man vorher wohl nie wissen, dazu sind die Umstände zu wenig vorhersehbar.

    Mein erstes Pferd war im zarten Alter von 26 Jahren, als ich es übernommen habe, weil der Besitzer in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Ich hatte ihn dann noch 10 Jahre, in den letzten Jahren dieser Zeit habe ich mir viele Gedanken über sein Ende gemacht. Er stand in einem Rentnerstall, so kam es häufiger vor, dass ein Pferd eingeschläfert werden musste, und ich habe viele verschiedene Weisen mitbekommen, wie der jeweilige Besitzer damit umgegangen ist.

    Ich persönlich hatte einen Horror davor, einen Termin für das Einschläfern – zum Schlachter hätte ich den Alten nicht mehr gebracht – machen zu müssen, wie es leider teilweise zwecks Organisation des Abtransportes notwendig war. Ich weiß nicht, ob ich das hätte ertragen können. Es kam dann nicht so, da er eines Tages eine Kolik bekam, die ihn doch so sehr mitnahm, dass der Tierarzt eigentlich nur noch das Ende vorziehen konnte. Das Pferd wäre sowieso in dieser Nacht gestorben, da der Kreislauf nicht mehr mitspielte, und wir konnten ihm einen qualvollen Tod ersparen. Ich war ganz ruhig und gefasst und wollte ihm nur noch weitere Schmerzen ersparen. Das Einschläfern fand in der Longierhalle statt, da diese abschließbar und für den Abdecker leicht zugänglich war. Ich habe auch nicht geweint – bis zu dem Moment, in dem er vor der Halle stehenblieb, sich noch einmal umschaute, als ob er sich alles einprägen wollte, dann laut wieherte und entschlossen in die Halle stapfte. Aber es waren stille Tränen, keine hysterischen.

    Beim Niedergehen habe ich ihn nicht festgehalten, das haben der Stallbesitzer und der Tierarzt gemacht, aber als er lag, habe ich mich neben ihn gesetzt und ihn gestreichelt, bis der Tierarzt sagte, er sei jetzt ganz sicher tot.

    Keinen Augenblick kam es mir in dieser Nacht in den Sinn, nicht bei meinem Pferd zu bleiben, und ich hoffe, dass, wenn für mein jetziges Pferd der Zeitpunkt kommt zu gehen, die Situation wieder so ist, dass ich die Kraft habe, ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten. Das ist aber hoffentlich, wenn er so alt wird wie der erste, erst in dreißig Jahren.

  • Avatar Granado sagt:

    Aber man muß als Besitzer realistisch einschätzen,ob man das ertragen kann .Sonst ist man dem Pferd ggf. mehr Belastung als Unterstützung in dem Moment.

    Jetzt aber mal ehrlich: man hat da doch keine Erfahrungen mit. Woher weiß ich denn, ob ich dem gewachsen bin? Ich würde gerne dabei sein, weil ich 1. die einzige Bezugsperson für mein Pferd bin und 2. ich dafür auch bis zum Schluss die Verantwortung tragen möchte. ABER: was, wenn ich dann feststelle, dass ich überfordert bin, bzw. dass ich dem Tier eher meine Unruhe und Angst übertrage??? Wäre es dann besser, mich von allem fern zu halten??? :denk: :nix:

    ja, dann wäre das besser.
    im idealfall ist bei der euthanasie auch der stallbesitzer oder der freund / die freundin anwesend.
    bei mir waren beide da + der mann der stallbesi + die tierärztin. so war es nicht schlimm, als ich merkte, dass ich nicht dabei sein konnte, obwohl ich es mir so fest vorgenommen habe. in der situation, es ging nicht.
    aber ich wusste, dass granado angemessen betreut wird!

    was das fallen angeht: man kann pferde auch kontrolliert ablegen, sie müssen beim fallen nicht völlig haltlos zu boden gehen und in der gegend rumkullern! wir haben granado damals gegen das garagentor gelehnt, und der mann der stallbesi hat mit der schulter gegen gehalten. so sank granado kontrolliert zu boden!!

    Ich fände nur dann schöner man könnte erst wenn das Pferd schläft so ausbrechen. Aber wie ich oben schon sagte…..es IST eben was einschneidendes im Leben.

    ja, das ist es.
    ich bin eher ein ruhiger mensch, aber auch emotional. doch ich war bis zu diesem punkt nie hysterisch.
    am abend des 29.10.07 war ich es, als ich danach nochmal zu granado ging.
    ich habe noch nie in meinem leben so geweint und geschluchzt, völlig unkontrolliert.

  • Avatar Legolas sagt:

    Jetzt aber mal ehrlich: man hat da doch keine Erfahrungen mit. Woher weiß ich denn, ob ich dem gewachsen bin? Ich würde gerne dabei sein, weil ich 1. die einzige Bezugsperson für mein Pferd bin und 2. ich dafür auch bis zum Schluss die Verantwortung tragen möchte. ABER: was, wenn ich dann feststelle, dass ich überfordert bin, bzw. dass ich dem Tier eher meine Unruhe und Angst übertrage??? Wäre es dann besser, mich von allem fern zu halten???

    Honey, ich kann dir sagen, dass spürst du. Ich konnte damals den Gang zu der Halle nicht ertragen, ich wollte mich auch zusammen reissen, damals verbrachten das Pferd und ich 17 Jahre miteinander. Aber es ging nicht. Als sie lag, kam ich wieder dazu.
    Auch wenn man denkt man ist ein Mensch, der sich beherrschen kann, dachte ich von mir auch, war aber nicht so.

  • Avatar Tibatong sagt:

    Ich finde es wichtig, dass man bei Einschläferungen als TA GENAU wie bei einer Narkose zur OP vorgeht, d.h. alles unternimmt, damit das Pferd kontrolliert runtergeht und nicht „irgendwie“ hinstürzt, so nach dem Motto, es ist eh das letzte Mal….. Denn das irgendwie stürzen und noch rumzappeln ist das, was den Beteiligten, besonders den Besitzern, dann nicht aus dem Kopf geht.

    Für ein kontrolliertes Ablegen brauche ich Zeit und Ruhe und mehrere Leute. Das Pferd wird i.v. satt sediert, wenn die Wirkung einsetzt, wird die Braunüle geschoben und festgenäht. Dann wird das Pferd an eine Wand gestellt und je nach Narkoseart gibt es Muskelrelaxans und Trapanal oder Ketamin oder was auch immer i.v. Einer steht am Kopf des Pferdes und drückt ihn nach hinten, einer oder zwei stehen an der offenen Seite des Pferdes und drücken es zur Wand. Normalerweise (ich sage mal 95%) geht ein so vorbereitetes Pferd sauber und ohne Stress runter.

    Schwieriger wird es bei Notsituationen (z.B. Beinbruch o.a.) wo das Pferd Schmerzen hat und voll Adrenalin ist…. Aber eine „normale“ geplante Einschläferung sollte so stressfrei ablaufen können.

  • GidranX GidranX sagt:

    Mittags hatte die TA nach eingehender Untersuchung zur Einschläferung geraten. Termin wurde für den nächsten morgen 7.00 Uhr gemacht. Der Abdecker wurde für 8.00 Uhr bestellt.
    Ich habe bis um 3.00 Uhr Nachts bei meinem Pferd gesessen bis ich nach Hause gefahren bin. Es war unerträglich wissentlich alles das letzt Mal zu tun. Wirklich ALLE kamen sich von ihm verabschieden. Es war sehr schwer. Ich habe ihm sogar noch Augensalbe ins Auge gegeben, weil er prompt an diesem Tag auch noch ein Fletschauge hatte…wie hätte ich das NICHT tun können? Um 6.00 Uhr morgens habe ich bei meiner SB angerufen, das ich nicht kommen könnte, obwohl ich mir vorher immer so sicher war, auf jeden Fall dabei zu sein – da ich sonst alles abbrechen würde. Mein Pferd lag ja nicht kollabierend in der Box. Es hätte nicht an diesem Morgen sein letzter sein müssen, ich hätte es noch aufschieben können, auf morgen..oder übermorgen..oder…
    Ich hatte den Tag zuvor 2 liebe und in solchen Dingen ERFAHRENE Stallkollegen gebeten, zur Sicherheit anwesend zu sein, um übernehmen zu können. Das wurde dann auch so gemacht.
    Der Abdecker kam dann leider erst um 14.00 Uhr und hatte bereits Tiere geladen, deswegen durfte er den Hof nicht befahren, so seine Aussage. George musste dann vom SB mit dem Trecker bis zur Straße gezogen werden – ich war froh, das ich DAS nicht mit ansehen musste!
    Ich denke im Nachhinein, das es für das Loslassen trotzdem besser gewesen wäre, ich wäre dabei gewesen. Ich habe noch bis zum Monatsende – fast drei Wochen – tagtäglich am Stall gesessen und so getan als würde George lediglich wie immer auf seiner Weide stehen. Die leere Box habe ich bis auf den letzten Tag nicht angerührt. Die Box leermachen, war dann eigentlich nicht soo schlimm, es traf mich viel mehr, als am nächsten Tag ein anderes Pferd darin stand.
    Was ich daraus für meine Trulla mitnehmen konnte? Eigentlich nur, das man sowas ganz schlecht planen kann. Es kommt einfach wie es kommt und ist es soweit wird man spätestens in dem Moment entscheiden müssen und damit klar kommen müssen. Es macht sicherlich auch einen Unterschied bei solch einer Planung, ob man sich als Einsteller immer wieder mal auf neue Gegebenheiten einstellen muss (Stallwechsel, TA-Wechsel etc.pp.) oder ob man die Tiere am eigenen Stall stehen hat…

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Genau so wie Du es beschreibst, sehe ich das auch @Tibatong. So habe ich im Praktikum schon selber Pferde mit abgelegt. Sehr kontrolliert, und ruhig.

    Das schlimmste was ich da einmal erleben mußte war ein Pferd , was nach Willen der Besitzerin UMBEDINGT in der Herde euthanasiert werden mußte. TA erklärte warum das keine gute Idee ist, Besitzerin war nicht umzustimmen. Pferd ging es aber obwohl es in der Herde stand so schlecht, daß sich der TA auch nicht einfach „weigern“ konnte.

    Ich sollte helfen, das Pferd abzulegen. Wir haben alles so gemacht wie du es beschrieben hast, und als die komplette Narkose im Pferd war, dieses aber noch nicht zusammengesunken war, kam ein anderes Pferd ,und biß diesem in den Hintern. Danach war keine Chance mehr auf „kontrolliertes ablegen“, da das zwar schon sedierte Pferd auf seinen Kollegen trotzdem noch reagierte, und ich nun nicht mehr ablegen konnte, sondern mich in Sicherheit bringen mußte, damit das Pferd was nun unkontrolliert lossprang, nicht auf mich drauffiel.

    Das nur als Tipp, falls doch jemand meint, in der Herde selber wäre es für das Pferd am schönsten. Ich kann das nicht bestätigen, denn das war für mich ein Riesenschreck, und wenn man dann anstatt das Pferd abzulegen nur noch zusehen muß, daß die eigenen Knochen heil bleiben… wirklich unschön.

    Außerdem werden Schlachttiere an den Hinterbeinen aufgehängt zum Ausbluten – wie wird das bei Pferden gehandhabt, die zu Hause geschlachtet werden?
    Diese Dinge wollte ich zu Hause nicht erleben

    Das genau wäre auch meine Überlegung. wie kann man ein Pferd korrekt ausbluten lassen in der gewohnten Umgebung? Bei uns im Stall wäre das realistischerweise nicht möglich. Und das könnte ich auch wirklich nicht mit ansehen, da ist das ganze Umfallen etc. für mich nicht so schlimm wie das.

    @Gidran, zumindestens das mit dem fremden Pferd blieb mir erspart, weil mein zweites Pferd die Box meiner Stute „geerbt“ hat. Aber ich kann mir vorstellen daß das kein schönes Gefühl ist.

  • Avatar Patti sagt:

    Für mich ist dieses „Niedersinken“ bei der Euthanasie mit der Spritze ganz ganz fürchterlich. Die Male wo ich dabei war, dauerte das halt – die Pferde wankten und stolperten hin und her, bis sie endlich (!) irgendwie zu Boden gingen. Das fand ich ganz grausam.

    Ich kann mir schon vorstellen, dass dies dem Menschen – immer mit dem Hintergedanken, dass der Tod folgt – ganz grausam erscheint. Aber ist es nicht beim narkotisieren immer so, dass das Pferd, wankt und stolpert bis es irgendwie zu Boden geht? Ich mein, wenn z.B. eine OP ansteht, wird das Pferd doch auch narkotisiert mit den beschriebenen Folgen. Finden wir es in dem Fall aber weniger grausam, weil wir den Hintergedanken der Heilung im Kopf haben? :denk:

    Oder anders gefragt, macht es für das Pferd einen Unterschied? Eigentlich müßte das Pferd sich ja noch mehr dagegen wehren, weil unbekannte Umgebung und vielleicht strenger Desinfektionsgeruch in der Klinik? :nix:

    Ich kann das auch nicht wirklich sehen, wenn die Pferde einfach nur sediert werden oder narkotisiert werden. Also – bei der Narkose für ne OP sehe ich das nicht (weil man ja bei der OP meist nicht dabei ist) – gottseidank. Aber ich krieg schon ne Gänsehaut, wenn mein Pferd zum Zähnemachen sediert wird und da mit hängendem Kopf steht und beim „in-die-Box-Wanken“ sich fast auf die Kinnlade tritt…

    Ich find das einfach ganz fürchterlich. Bei meinem Hund übrigens auch.

    Zum „Wehren“: da das Einschläfern, was ich bisher erlebt habe, immer am Hof stattgefunden hat, gab’s nie ein Wehren wegen unbekannter Umgebung oder so.

    Bei der Schlachtung vor Ort darf man das Ausbluten lassen nicht vergessen.
    Wieviel Liter Blut hat ein Pferd?
    20? 40?
    Die müssen ja irgendwohin.
    Außerdem werden Schlachttiere an den Hinterbeinen aufgehängt zum Ausbluten – wie wird das bei Pferden gehandhabt, die zu Hause geschlachtet werden?
    Diese Dinge wollte ich zu Hause nicht erleben

    Also – wir haben hinterm Stall einen Weg der in ein Wäldchen führt. Bzw. der Wald fängt quasi 50 Meter hinterm Stall an. Da wird das Pferd irgendwo an den Wegesrand gestellt und dann per Bolzenschuss halt getötet. Das Ausbluten findet dann genau da statt. Das allermeiste Blut versickert eigentlich sofort – man muss nur in den nächsten Tagen etwas auf seine Hunde aufpassen, so man welche hat. Die rumoren da ganz gern noch dran rum….

    Dann fährt der Transporter zu dem Pferd und das Tier wird in den Transporter befördert. Gut- das muss man sich als Besitzer nicht unbedingt geben. Aber das ist genauso, als wenn das eingeschläferte Tier irgendwo liegt – das muss ja auch irgendwie in den Transporter gezogen werden.

    Gruß

    Patti

  • Avatar Sheesha sagt:

    Tiba,

    GENAU wie bei einer Narkose zur OP vorgeht, d.h. alles unternimmt, damit das Pferd kontrolliert runtergeht und nicht „irgendwie“ hinstürzt, so nach dem Motto, es ist eh das letzte Mal….. Denn das irgendwie stürzen und noch rumzappeln ist das, was den Beteiligten, besonders den Besitzern, dann nicht aus dem Kopf geht

    Macht das irgendwer anders? Ich kenne das nur so. Auf ein Pferd das irgendwie umfällt hat doch keiner Lust :flucht: .

    Bei uns werden die immer so abgelegt, dass man schonmal die Braunüle auf der richtigen Seite hat wenn sie liegen und dann nicht dasteht und doof guckt weil die jetzt blöderweise grad unten liegt….
    Also immer an der Wand runter, Braunüle auf der Wandseite und so, dass sie am Ende mit den Hufen zur Wand liegen.

    Hat nur den Nachteil dass man sie wegziehen muß wenn man dann noch Beschlag abnehmen muß, aber zu dritt kriegt man die da dann auch gut weg.

    Für mein Pony hab ich mittlerweile schon etwa 4 Sterbeplätze auf dem Hof geortet. Ob der am Hofrand liegt ist mir aber egal, da gibts nen Frontlader, aber auch anfahrbar gibts genug geeignete Stellen*seufz*.

  • Avatar Mirage sagt:

    Bei der Schlachtung vor Ort darf man das Ausbluten lassen nicht vergessen.
    Wieviel Liter Blut hat ein Pferd?
    20? 40?
    Die müssen ja irgendwohin.
    Außerdem werden Schlachttiere an den Hinterbeinen aufgehängt zum Ausbluten – wie wird das bei Pferden gehandhabt, die zu Hause geschlachtet werden?
    Diese Dinge wollte ich zu Hause nicht erleben

    Ist nicht so dramatisch, es gibt in den meisten Ställen irgendwo eine ruhige Ecke wo das niemanden stört. Natürlich auf Untergrund wo es wegsickert. Aufgehängt wird da aber nix, Schnitt gesetzt wo das Hü zum Liegen kam nach dem BS und es läuft ab. Wenn der Kadaver dann weg ist, wird nochmal mit Wasser nachgeholfen, fertig. Ist aber natürlich nicht schön anzuschauen, keine Frage.

  • Avatar Tibatong sagt:

    Macht das irgendwer anders?

    Bei den TÄ’s, mit denen ich zu tun habe, glücklicherweise nicht….

    Die vielen Berichte von Pferdebesitzern, wie es bei ihnen gelaufen ist, lassen mich allerdings zweifeln…. :daumen:

  • Avatar Andalusine sagt:

    Diese Technik des kontrollierten Fallens ist mir allerdings wirklich neu, habe ich bisher zumindest noch nicht gehört. Selbstverständlich ist das eine sehr gute Methode….ich frag mich nur gerade, wieso mir das zum ersten Mal zu Ohren kommt 🙁 . Das minimiert einiges an Ängsten!

  • Avatar Lirio sagt:

    Was für ein Thema!!!! Aber dank den eigentlich meist positiven Erfahrungsberichten von euch, kann ich diesen Thred lesen, ohne dass ich gleich in Tränen ausbreche… Da ich ja eine Zeit lang während dem Studium bei einer TÄ gearbeitet habe, war ich ja bei einigen Tieren (Katzen und Hunde) dabei, die eingeschläfert wurden. Eigentlich ging es immer ganz schnell, einzig bei einem jungen angefahrenen Kater dauerte es länger (Adrenalinschub). Ich muss wirklich sagen, dass es zwar für die betreffenden Besitzer (und auch mich) ganz furchtbar war, aber für die Tiere ruhig un d friedlich. Wir hatten auch nie Probleme mit T61, da ja vorher sowieso eine Beruhigung ung dann eine Narkose gemacht wird.
    „Mein“ Lirio ist ja auch dieses Jahr gestorben (Aortariss) und ich habe mich nicht von ihm verabschiedet, da mir alle davon abgeraten haben ihn tot zu sehen. Jetzt fast 6 Monate später muss ich sagen, dass das ein Fehler war, denn ich brauchte extrem lange um zu realisieren was passiert ist. Erst eine Tierkommunikation hat mir da weitergeholfen….
    Bei Florido hoffe ich, dass ich ihm bei seinem letzten Weg begleiten kann, und ich hoffe, dass wir bis dahin noch eeeeewig Zeit haben – immerhin ist er ja erst 3 Monate alt.

  • Kevin Kevin sagt:

    ich hatte auch nicht vor, ein Pferd zum Schlachter zu stellen einen Tag vorher. Es gibt auch hier noch außerhalb der Notschlachtung die Möglichkeit auf dem Hof zu schießen und auszubluten. Dann darf das Pferd halt nicht für den menschlichen Verzehr genutzt werden.

    Ob es nun angehmer ist mir vorzustellen, dass er dann als Bratwurst unterwegs ist oder als Tierfutter oder als Seife, das will ich jetzt nicht differenzieren.

    Und wenn der Abdecker kommen würde nach einer Einschläferung, dann wär ich mit Sicherheit auch nicht dabei. Genau so kann ich nicht verstehen, dass die Pferde immer mit überstrecktem Kopf da liegen gelassen werden. Kann man die nicht noch für die letzte Nacht ordentlich hin drapieren?????? Ich hab meine Stute (s. o.) auch noch mal ordentlich hingelegt, als ob sie schlafen würde.

    Da wo ich bislang gestanden habe mit meinen Pferden werden die Pferde auch abends eingeschläfert, so ab 20.00 Uhr und später – falls kein Notfall. Die liegen dann in der Longierhalle bis zum nächsten Morgen, da werden die dann abgeholt. Ich komm ja morgens immer recht früh zum Stall und hab mich auch noch von allen noch mal persönlich verabschiedet. In 12 Jahren am gleichen Stall hat man viele Pferde kommen und gehen sehen… Und zu vielen hat man ja auch ein gutes Verhältnis.

  • Avatar Legolas sagt:

    Das Ausbluten findet dann genau da statt. Das allermeiste Blut versickert eigentlich sofort – man muss nur in den nächsten Tagen etwas auf seine Hunde aufpassen, so man welche hat. Die rumoren da ganz gern noch dran rum….

    das finde ich ekelig…

  • GilianCo GilianCo sagt:

    ich hatte auch nicht vor, ein Pferd zum Schlachter zu stellen einen Tag vorher. Es gibt auch hier noch außerhalb der Notschlachtung die Möglichkeit auf dem Hof zu schießen und auszubluten. Dann darf das Pferd halt nicht für den menschlichen Verzehr genutzt werden.

    Ob es nun angehmer ist mir vorzustellen, dass er dann als Bratwurst unterwegs ist oder als Tierfutter oder als Seife, das will ich jetzt nicht differenzieren.

    Da wäre ich pragmatisch, das ist mir tatsächlich egal. Mir ist wichtig, wie ich es am angenehmsten für das Tier gestalten kann. Ob mein Pferd hinterher zu Seife verarbeitet, verbrannt wird oder sonstwas wäre mir komplett schnurz, wenn es erst mal nicht mehr am Leben ist.

    Und wenn der Abdecker kommen würde nach einer Einschläferung, dann wär ich mit Sicherheit auch nicht dabei. Genau so kann ich nicht verstehen, dass die Pferde immer mit überstrecktem Kopf da liegen gelassen werden. Kann man die nicht noch für die letzte Nacht ordentlich hin drapieren?????? Ich hab meine Stute (s. o.) auch noch mal ordentlich hingelegt, als ob sie schlafen würde.

    Bei uns kommt eigentlich immer eine Plane über das Tier, da wäre es egal, wie es hinterher liegt, weil man eh nur die Plane sieht. Aber wieso übersteckter Kopf? Vom Ablegen oder wie?

    Da wo ich bislang gestanden habe mit meinen Pferden werden die Pferde auch abends eingeschläfert, so ab 20.00 Uhr und später – falls kein Notfall. Die liegen dann in der Longierhalle bis zum nächsten Morgen, da werden die dann abgeholt. Ich komm ja morgens immer recht früh zum Stall und hab mich auch noch von allen noch mal persönlich verabschiedet. In 12 Jahren am gleichen Stall hat man viele Pferde kommen und gehen sehen… Und zu vielen hat man ja auch ein gutes Verhältnis.

    Bei uns in der Praxis wird das immer morgens gemacht. Sprich, der TA bestellt den Menschen von der TBA direkt mit, und der kommt dann wirklich kurz nachdem das Pferd eingeschäfert wurde. Finde ich auch recht gut, so liegt das Tier nicht zu lange da. Das geht nur für die Fälle nicht (und die Pferde werden bei uns dann mit Planen abgedeckt) wo es am Wochenende als Notfall euthanasiert werden mußte.

  • Avatar Almira sagt:

    Welchen Sinn haben diese Hof-Schlachtungen anstelle des Einschläferns? Ich kenne das gar nicht, und habe auch hier (Hamburger Raum) noch von niemanden gehört, der das praktiziert.

    Auch habe ich noch nie gesehen, dass mein TA eine Waffe zum erschiessen hat. Jedoch muss er auch nie extra nach Hause fahren, um das Mittel (welches auch immer) zum Einschläfern zu holen.

    Ist das regional so unterschiedlich?

    Ich musste am 13.8.2010 Madonna im Alter von 25,5 Jahren einschläfern lassen.Leider nicht geplant, sondern wegen Kolik und Herzinsuffizienz. Der Abdecker kam erst heut (Montag gegen Mittag!), da die am WE nicht fahren. Das war nicht schön. Und ich google nun gerade, ob es mit Ausbluten angenehmer gewesen wäre. Denn durch das lange liegen bei der Wärme war sie stark aufgegast und innen „geplatzt“. Also war auch ohne Ausbluten jede Menge Körperflüssigkeit um sie rum. Und der Geruch war auch Stunden später noch in der Luft. Ist das vielleicht beim Ausbluten anders?

    Dieses Ablegen (bei Madonna war es nicht nötig, sie hat sich alleine hingelegt) ist ja bei einer Vollnarkose auch nicht anders. Das kann man mit ein bisschen Übung und einem kompetenten TA ziemlich gut steuern.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Der Geruch und so kommt ja nicht durch das Blut, von daher denke ich nicht, daß das einen Unterschied gemacht hätte. Wenn das Tier tot ist, dann treten verschiedene Prozesse ein, und das bringt dann diese Flüssigkeit, und den Geruch mit sich. Das wäre aber auch anders der Fall gewesen. Das ist leider das Problem, daß sie am Wochenende nicht fahren. Und wie gesagt, da hab ich schon Gruselstorys erlebt mit den LKW Fahrern, die für die Abdecker die Tiere einsammeln…

  • Avatar Fluppel sagt:

    Fluppel!

    War ich böse zu Dir?

    Neee, überhaupt nicht :hug: , ich wollte nur zu verstehen geben, dass ich auch keinem Pferd z.B. seinen notwendigen orthopädischen Beschlag abnehmen lassen würde um es dann tagelang so rumstehen zu lassen – unter Schmerzen. Dein Einwand war durchaus berechtigt und sinnvoll.

    Ein schreckliches Thema hier – aber leider wirklich wichtig. :seufz:

  • sweltsje sweltsje sagt:

    Ich hab es schon dreimal miterlebt… und ich bin froh, dass ich immer dabei war.
    Das erste Mal war ich noch relativ jung, anfang 20 und es war ein RB-Pferd, das ich nach dem Tod der Besitzerin was Pflege und Bewegung betraf wie mein eigenes übernommen hatte, die Kosten wurden von der Familie weitergetragen. Der Sohn kümmerte sich auch um die Stute und als sie einen schlimmen Reheschub hatte, kämpften wir ein paar Tage gemeinsam Tag und Nacht um sie. Als es sich abzeichnete, dass sie sich nur noch quälte, mit Hufbeinsenkung und keine Besserung in Sicht war, entschieden wir gemeinsam, dass wir sie einschläfern würden. Der TA und der SB stimmten einer Euthanasie in der Box (große Abfohlbox mit komplett zu öffenender Front) zu. Der TA hat das gut gemacht, und ich sah im Augenblick der Narkose, dass die Stute seit Tagen völlig verkrampft vor Schmerzen war (trotz Schmerztherapie). Als die Sedierung und Narkose drin waren, hatte sie einen völlig entspannten Ausdruck, Erleichterung machte sich breit, und ich wusste, dass es richtig war, und konnte sie mit diesem fast glücklichen Gesichtsausdruck in Erinnerung behalten. Das Umfallen war überhaupt nicht schlimm, kontrolliert und ungefährlich. Ich war supertraurig, aber ich wusste, dass es richtig war. Die Erlösung, im wahrsten Sinne des Wortes. Danach hatte ich das Gefühl, für ein eigenes Pferd „reif“ zu sein, weil ich nun sozusagen alle Aspekte eines verantwortungsvollen Pferdebesitzers erlebt hatte, so sah ich das, und war froh darüber.
    Bald bekam ich dann auch mein erstes Pferd, ein Fohlen, der leider nur 5 Jahre alt wurde. Er wurde wegen Krankheit mehrfach operiert und ich war auch bei einer OP dabei, beim Narkotisieren und Aufwachen. Das Ablegen und Aufwachen ist sicher manchmal heikel, aber wir wurden in der Klinik super betreut und ich fühlte mich gut informiert.
    Als er mit 5 Jahren nach einer Kolik Op eingeschläfert wurde, war ich auch dabei… es war schlimm, obwohl es rein technisch vom TA sicher nicht schlecht gemacht war, und er festlag, also das ablegen entfiel. Ich habe Jahre gebraucht mit dem Verlust klarzukommen. Nicht aber mit dem Akt des Einschläferns…
    Meine Stute, die ich danach bekam, wurde 11 Jahre alt, und war 9 Jahre bei mir. Sie starb nach einer ominösen Infektion, kein Labor konnte rausfinden was genau sie hatte. Ich kämpfte 5 Tage gegen ein hohes Fieber ohne weitere Symptome. Am 5. Tag brachte ich sie in eine KLinik, weil ich das Gefühl hatte, der Verantwortung nicht mehr gewachsen zu sein, und nicht wollte, dass sie in meinem selbstgebauten Stall am Haus nachts jämmerlich krepiert. Sie hat in der KLinik noch eine Nacht mit allen Behandlungsversuchen gelebt und am nächsten morgen mussten wir sie erlösen. Sie war sozusagen innerlich kollabiert, Ihr Blut war dick wie honig und schwarz. Als ich zum Einschläfern in die kLinik kam, hatten die TÄ große Mühe überhaupt die Venen zu finden und irgendwie ne Braunüle zu setzen, und die Medikamente ins Pferd zu kriegen. Der TA hat mich super aufgeklärt, dass es eben aufgrund des Zusammenbruchs des Blutes schwierig sein wird, sie einzuschläfern. Ich beobachtete seine Versuche die Halsvene zu finden, und wünschte mir ein Bolzenschussgerät. Ich sprach ihn darauf an, und er sagte, das sei die letzte Lösung… ich wollte nur, dass mein Pferd erlöst wird und ich glaub, wäre ich im Umgang mit Waffen geschult, ich hätte sie selbst erschossen, es war sooo schlimm…
    Irgendwie schafften es die TÄ die Medis ins Pferd zu bekommen, aber da der Blutkreislauf nicht mehr richtig funktionierte, verteilte sich das MIttel sehr langsam im Körper und deshalb fiel sie nicht einfach um… sie zuckte und zappelte minutenlang. Es war kein schöner Anblick, wirklich nicht… und ich war die ganze Zeit dabei, und allein, es war niemand von meiner Familie oder Freunden bei mir. Aber ich hatte das Gefühl, ihre Seele hatte sich schon verabschiedet. Ich hatte mich von ihr bereits verabschiedet, und ich wollte ihr nur helfen so schnell wie möglich diesen kaputten Körper zu verlassen. Dieses Pferd war mein absolutes Seelenpferd, und ich musste diesen Weg mir ihr zu Ende gehen… auch wenn ich noch soviel Angst hatte, und allein war. Ich vermisse sie noch heute, aber ich weiß, dass ihre Seele bei mir ist… sie ist eine Art Schutzengel für mich.

    Aufgrund meiner Erfahrungen würde ich wieder Einschläfern lassen, obwohl es bei meiner Schwalbe so schwierig war. Ich habe aber richtig entschieden sie in die kLinik zu bringen… ich glaube ich hätte ihren Tod schlechter verkraftet, wäre es zuhause passiert. Ich habe mich danach auch gefragt, ob in der Klinik die TÄ mit dem Bolzenschussgerät umgehen können, der TA klang so, als sei das also eine Alternative, wenn es anders nicht geht. Oder aber eine Spritze direkt ins Herz, sagte er glaub ich. Es war sicherlich ein schwerer Gang, aber ich würde immer wieder dabei sein wollen… es gehört für mich dazu. Und es gehört zum Abschied dazu. Das Abtransportieren des Kadavers habe ich aber noch nie gesehen, und ich glaube das will ich auch nicht.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Das mit der Spritze direkt ins Herz wird bei Kleintieren häufiger angewendet, bei Fohlen habe ich es auch schon gesehen. Und (schaurig, weil nix mit kontrolliert ablegen) bei einem Elefanten.

  • GidranX GidranX sagt:

    @sweltsje :hug:

  • Avatar Patti sagt:

    Das Ausbluten findet dann genau da statt. Das allermeiste Blut versickert eigentlich sofort – man muss nur in den nächsten Tagen etwas auf seine Hunde aufpassen, so man welche hat. Die rumoren da ganz gern noch dran rum….

    das finde ich ekelig…

    Ja sicher ist das nicht schön. Interessiert die Hunde aber herzlich wenig. Man kann ja entsprechend vorsorgen- ich wollt’s halt nur zur „Warnung“ erwähnen.

    Welchen Sinn haben diese Hof-Schlachtungen anstelle des Einschläferns? Ich kenne das gar nicht, und habe auch hier (Hamburger Raum) noch von niemanden gehört, der das praktiziert.

    Der Sinn ist, dass das Pferd nicht noch verladen werden muss. Zudem nimmt unser Schlachter die toten Körper halt sofort mit – wie gesagt, die gehen dann in den Safari-Park Hodenhagen. Da hat man nicht noch das Elend, u.U. mehrere Tage einen Pferdekadaver auf dem Hof liegen zu haben, weil der Abdecker nicht sofort kommen kann.

    Ist das regional so unterschiedlich?

    Keine Ahnung – obwohl ich bin ja auch relativ dicht an Hamburg dran.

    Also war auch ohne Ausbluten jede Menge Körperflüssigkeit um sie rum. Und der Geruch war auch Stunden später noch in der Luft. Ist das vielleicht beim Ausbluten anders?

    Wie gesagt – ich kenne das nur so, dass der Schlachter am Hof irgendwo das Bolzenschussgerät ansetzt, dann machts Plopp, das Pferd liegt, blutet aus und dann nimmt der Schlachter das tote Pferd sofort mit.

    Übrigens: tut mir leid mit deinem Pferd….

  • Frenzy Frenzy sagt:

    Ich musste meine Stute mit 32 Jahren einschläfern lassen. Mitten in der Nacht riefen mich die Stallbesitzer an und erzählten, dass sie beim Kontrollgang gemerkt hätten, dass sie festliegt und nicht mehr hochkommt. Sie haben noch alles probiert, mit Longen und Gurten, bevor sie mich anriefen, aber sie wollte und konnte nicht mehr. Ich habe dann erst den TA angerufen und bin in den Stall gefahren. Der TA kam 20 Minuten später und hat sie mit T61 eingeschläfert. Ob er vorher eine Narkose gesetzt hat, weiß ich nicht. Meine Süße lag in ihrer Box vorn am Eingang, so dass nur eine Person zur Zeit bei ihr sitzen konnte. Sie hat sich, als die Spritze gesetzt war, noch einmal auf den Rücken gedreht und ganz kurz mit den Beinen gestrampelt und lag dann still. Der TA blieb so lange mit dem Stetoskop an ihrer Brust sitzen, bis das Herz aufgehört hat zu schlagen. Währenddessen durfte ich bei ihr sitzen und sie streicheln. Das alles ging sehr schnell, für mich dauerte es aber ewig.

    Alles andere habe die SB organisiert. Meine Stute hatte noch ihre Winterdecke drauf und vorne Eisen und lag ja auch noch in ihrer Box. Der Transporter kam gleich morgens, da war zum Glück nichts mit Rumliegen in der Sonne.

    Kurze Zeit vorher wurde ein krankes Pony bei uns eingeschläfert und bei diesem habe ich mir den Abtransport angeschaut, weil ich wissen wollte, wie so etwas abläuft. Und ich habe zum Glück eine positive Erfahrung machen dürfen. Der LKW-Fahrer war ein junger Bursche. Er hat das Pony ganz behutsam hochgezogen und sehr sanft in seinem LKW abgelegt. Das war wirklich nicht schlimm. Bei meiner eigenen Stute habe ich mir das aber nicht angesehen, da ich außerdem noch unter Schock stand und gar nicht fähig war, irgendetwas zu machen.

    Erst ein Jahr später bin ich noch einmal in diesen Stall gefahren, vorher konnte ich das nicht. Und ihre Box anzuschauen ist mir da noch unheimlich schwer gefallen.

  • Avatar HaffiAnni sagt:

    Das sind alles so traurige Geschichten ;(

    Ich habe bisher zugesehen wenn Pferde eingeschläfert werden, musste Pferde auf den Schlachttransporter verladen, habe ein Pferd sterben sehen und habe vor ein paar Monaten ein Pferd bei einem Nachbar mit meiner Freundin zusammen eingeschläfert.

    Das Aufladen auf den Schlachttransporter war der Horror… das Pferd wollte eigentlich nur noch erlöst werden und musste aber noch die Steile auf diesen LKW laufen und die Fahrt über sich ergehen lassen. Ich war damals 12 oder 13 (?) – furchtbar. Das werde ich nie vergessen.

    Am schlimmsten war aber der Fall wo ich ein Pferd hab sterben sehen 🙁 Der Besitzer hat einfach keinen Arzt gerufen. Später als es zu spät war lies er sich überreden, aber da starb das Pferd dann schon in seiner Box.

    Mit dem Einschläfern habe ich bisher die „schönsten“ (in dem Zusammenhang total Banane) Erinnerungen. Es ging immer ganz sanft und ruhig von sich…

    Deshalb kommt für mich wenn Anni in 100 Jahren so weit sein sollte nur das Einschläfern in Frage. Mir kommen schon wieder Tränen in die Augen wenn ich nur daran denke.

  • Avatar Andrea S sagt:

    Ich fände nur dann schöner man könnte erst wenn das Pferd schläft so ausbrechen. Aber wie ich oben schon sagte…..es IST eben was einschneidendes im Leben.

    Ich kann das garnicht nachvollziehen :no: Ernsthaft. Aber ich verurteile es auch nicht.
    Ich stelle mir nur immer vor, wie schwer das für die Tiere ist, die nicht wissen was los ist.
    Ich bin grundsätzlich ein ruhiger Mensch und auch emotional. Wenn es aber um Trauer geht, die meine Tiere angeht, bin ich in deren Gegenwart fast schon „kalt“. Freude bekommen sie immer mit, Trauer, Traurigkeit, Tränen niemals, da habe ich mich total unter Kontrolle.
    Genauso wie ich in bedrohlichen Situationen mit und für die Tiere absolut ruhig werde.

  • Avatar Kirsten sagt:

    Das geht mir auch so, ist aber einfach nicht jedem gegeben. Menschen gehen mit schwierigen und traurigen Situationen nunmal alle anders um. Solange diese sich dann nicht befleissigt fühlen sich heulend über das Pferd zu werfen, sondern im Bewusstsein, dass ihr Gefühlsausbruch dem Pferd seinen letzten Gang nicht leichter macht, die Sterbebegleitung guten Freunden überlassen, finde ich das auch überhaupt nicht schlimm oder verkehrt.

    Umgekehrt können bestimmt viele nicht verstehen, wie man so „kalt“ bleiben kann. Hab´ich schon öfter als Kritik vor den Latz geknallt bekommen. Dass mir zuhause Rotz und Wasser über´s Gesicht läuft wissen Ausenstehende ja nicht :nix:

  • Avatar Andrea S sagt:

    ist aber einfach nicht jedem gegeben. Menschen gehen mit schwierigen und traurigen Situationen nunmal alle anders um.

    Eben, deswegen verurtiele ich es auch nicht. Nur sollte man dann bestimmte Dinge anderen überlassen, damit die Tiere ruhig bleiben.
    Ich habe es leider schon erlebt, wie sich Menschen die sich nicht im Griff hatten, hysterisch oder mit Heulanfall reagiert haben und somit auch das Tier verunsichert haben.

    können bestimmt viele nicht verstehen, wie man so „kalt“ bleiben kann. Hab´ich schon öfter als Kritik vor den Latz geknallt bekommen

    Ja, geht mir genauso. Es kommt dann oft „wie kannst Du nur so kalt sein, ist es Dir denn völlig egal?“. Oder in Situationen, die eigentlich eine Panik rechtfertigen, da kann ich völlig runterfahren. Sehen andere auch nicht immer gerne, sind dann aber hinterher froh, dass jemand ruhig blieb.

    Dass mir zuhause Rotz und Wasser über´s Gesicht läuft wissen Ausenstehende ja nicht

    ja, so auch bei mir. das passiert dann aber wenn ich alleine bin.

  • schwarztier schwarztier sagt:

    Zitat von »Patti«
    Für mich ist dieses „Niedersinken“ bei der Euthanasie mit der Spritze ganz ganz fürchterlich. Die Male wo ich dabei war, dauerte das halt – die Pferde wankten und stolperten hin und her, bis sie endlich (!) irgendwie zu Boden gingen. Das fand ich ganz grausam.

    Noch ein Kommentar zu dieser Passage: ich war bei zwei Pferden die per Eutha eingeschläfert wurden dabei.
    Das Ist kein Niedersinken. In dem Moment, in dem der TA die zweite Spritze angesetzt hat, war das Pferd stehend tot und fiel um wie ein gefällter Baum. Das hat vom Setzen der ersten Spritze bis zum Flachliegen auf dem Boden max. 3 sec gedauert. An den Augen konnte ich in beiden Fällen sehen, dass das Pferd stehend tot war.
    Für mich ein sehr friedlicher schneller Tod.
    Mein Gedanke war bei meinem eigenen Pferd: wenn´s bei mir mal soweit ist, möchte ich auch so sterben.

    Die Gesichter der beiden Pferden waren vollkommen entspannt.

  • Avatar Cruzado sagt:

    Welchen Sinn haben diese Hof-Schlachtungen anstelle des Einschläferns? Ich kenne das gar nicht, und habe auch hier (Hamburger Raum) noch von niemanden gehört, der das praktiziert.

    Weils schneller geht!
    Habe ich ja weiter oben schon geschrieben.

    Wie bei uns mit dem Pferd welches sich in der Box das Bein gebrochen hat.
    Da hat der TA den BS verwendet weil ihm selbst das Spritze aufziehen zu lange gedauert hat.

  • Avatar Patti sagt:

    Zitat von »Patti«
    Für mich ist dieses „Niedersinken“ bei der Euthanasie mit der Spritze ganz ganz fürchterlich. Die Male wo ich dabei war, dauerte das halt – die Pferde wankten und stolperten hin und her, bis sie endlich (!) irgendwie zu Boden gingen. Das fand ich ganz grausam.

    Noch ein Kommentar zu dieser Passage: ich war bei zwei Pferden die per Eutha eingeschläfert wurden dabei.
    Das Ist kein Niedersinken. In dem Moment, in dem der TA die zweite Spritze angesetzt hat, war das Pferd stehend tot und fiel um wie ein gefällter Baum. Das hat vom Setzen der ersten Spritze bis zum Flachliegen auf dem Boden max. 3 sec gedauert. An den Augen konnte ich in beiden Fällen sehen, dass das Pferd stehend tot war.
    Für mich ein sehr friedlicher schneller Tod.
    Mein Gedanke war bei meinem eigenen Pferd: wenn´s bei mir mal soweit ist, möchte ich auch so sterben.

    Die Gesichter der beiden Pferden waren vollkommen entspannt.

    Mag in deinen Fällen so gewesen sein.

    In den beiden Fällen, in denen ich dabei war, war das aber nicht so. Und dauerte defintiv länger als 3 Sekunden.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Das geht mir auch so, ist aber einfach nicht jedem gegeben. Menschen gehen mit schwierigen und traurigen Situationen nunmal alle anders um. Solange diese sich dann nicht befleissigt fühlen sich heulend über das Pferd zu werfen, sondern im Bewusstsein, dass ihr Gefühlsausbruch dem Pferd seinen letzten Gang nicht leichter macht, die Sterbebegleitung guten Freunden überlassen, finde ich das auch überhaupt nicht schlimm oder verkehrt.

    100% unterschreib!!

    Trotzdem weiß ich immer noch nicht, ob ich das „schnell“ für mich als Argument sehen kann. Wenn das Tier Schmerzen hat, dann wird ihm etwas gegen die Schmerzen und die Sedation gegeben. Ich denke auch immer noch, da gibt es ebenso unter den TÄ genug, die für Schlachter, oder aber für die Euthanasie sind. Wenn ich jetzt mal (nicht vermenschlichend, aber überhaupt) darüber nachdenke, was möchte ich als letztes im Leben mitbekommen, ein wegdämmern, wie ich es ggf. schon von anderen Situationen kenne (wie beispielsweise Kastration etc.) oder ein Knall, den ich vielleicht noch mitbekomme? Man weiß ja nicht, wie schnell die Tiere tot sind. Hören sie den Knall nicht mehr?

    Klingt jetzt vielleicht komisch, aber diese Ideen sind zwischen mir und meiner Chefin zu dem Thema irgendwann mal aufgetaucht, und ich habe auch das im Hinterkopf. Für mich muß nicht immer schnell das beste sein.

  • Avatar Cruzado sagt:

    Nun,ja GilianCO stell dir vor du fändest dein Pferd am Morgen mit gebrochenem Bein, stöhnend und in einer groooßen Blutlache vor.
    Ich finde es da fast schon fahrlässig das Pferd einzuschläfern WENN der TA der vor Ort ist auch die Mögliuchkeit hat zu schießen.
    Denn erstens war da eh nicht mehr viel Leben im Pferd, und zweitens dauert es meiner Erfahrung nach schon ziemlich „lange“ mit dem einschläfern.

    Und dem Pferd aus unserem Stall war der Schuß völlig egal, der wollte wohl einfach nur noch gehen.
    Der hatte den Todeskampf eh schon stundenlang durchgemacht und hat aufgegeben.
    Das Pferd hatte es einfach verdient dass man ihn schnellstmöglich erlöst.

    Ich bleibe echt bei meiner Meinung, dass es absolut situationsabhängig ist für welche Möglichkeit man sich entscheidet.
    Im Vorfeld ist das schlichtweg unmöglich.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Wäre ja auch langweilig, wenn man immer einer Meinung ist… Pferd mit gebrochenem Bein hab ich schon sehen müssen. Blutlache in dem Fall nicht. Fahrlässig ist mir da etwas zu „weit“ gegriffen. Meist ist der TA schnell da in so einem Fall, und ich kenne bei uns keinen TA, der auch schießen dürfte. Und unsere würden das halt auch nicht wollen. (ich weiß durch mein Studium auch, wo das Bolzenschußgerät angesetzt wird… ob ich dann machen möchte, oder eher eine Spritze nehmen, vermag ich so nicht zu sagen.)

    Für mich ist es komplett ok, auch solche Pferde einzuschläfern. Aber wie in so vielen Bereichen, ich denke, daß man da eh nicht auf einen Nenner kommt, weil die Meinungen da einfach unterschiedlich sind. Finde ich persönlich aber nicht schlimm.

    Und wäre es mein Pferd, was da liegt, dann würde ich es trotzdem einschläfern lassen. Schon, weil es meine TÄ machen würde, und die würde das Pferd nicht schießen.

  • Avatar Diana sagt:

    Wenn der Tierarzt dann da ist, ist es wahrscheinlich egal – beide Methoden gehen schnell bei fitten Tieren.
    Allerdings ist ein schwer verletztes oder sehr krankes Tier kaum zu sedieren.
    Das eine steht völlig unter Adrenalin, das andere hat vielleicht einen völlig heruntergefahrenen Kreislauf.
    Ein schneller Tod kann dann nicht herbeigeführt werden.
    Nur durch eine Injektion direkt ins Herz.
    Was ich schon zweimal miterlebt habe – einmal bei einem schwerverletzten Hund und einmal bei einem halbtoten Fohlen.
    In beiden Fällen fand ich das richtig – damit es endlich vorbei war.
    Der Hund hatte eine aufgerissene Bauchdecke und hatte damit schon ein paar Stunden gelegen, bis er gefunden wurde.
    Der sprach auf die Sedierung vor dem Einschläfern gar nicht an.

    In einem Notfall MUSS es schnellgehen – deshalb würde ich den schnellen Schuss auch der Spritze vorziehen.
    Wenn die erste nicht wirkt, dann fängt die Qual an. Für Pferd und Besitzer.

  • Avatar Strick sagt:

    Das Ist kein Niedersinken. In dem Moment, in dem der TA die zweite Spritze angesetzt hat, war das Pferd stehend tot und fiel um wie ein gefällter Baum. Das hat vom Setzen der ersten Spritze bis zum Flachliegen auf dem Boden max. 3 sec gedauert. An den Augen konnte ich in beiden Fällen sehen, dass das Pferd stehend tot war.
    Für mich ein sehr friedlicher schneller Tod.
    Mein Gedanke war bei meinem eigenen Pferd: wenn´s bei mir mal soweit ist, möchte ich auch so sterben.

    Danke, ich dachte schon ich hätte mir das immer nur eingebildet. In meinen beiden Fällen war das nämlich auch so und ich hatte mich gar nicht getraut das zu schreiben. Weil hier alle von schonendem ablegen sprechen :daumen: Meine beiden waren tot ehe sie den Boden berührten.

    Liegt das denn an der Art oder an der Dosierung, oder wie?

  • Avatar Patti sagt:

    Strick –

    eine Freundin von mir hat ihr Pferd einschläfern lassen – der ging auch bei der 1. Spritze schon so gut wie tot zu Boden.
    Der war allerdings auch richtig fertig….

    Vielleicht liegt das dann daran – keine Ahnung.

  • Avatar priatchen sagt:

    wenn es mal soweit ist, wird eingeschläfert in gewohnter umgebung. aus folgenden gründen: erstens, in einer narkose nimmt man nichts mehr wahr. ich kenne es aus eigener narkosen bei OP’s. die hätten mir den ganadenschuss geben können, ich hätte auf dem OP tisch nichts gespührt! zweitens: gewohnte umgebung, für’s pferd selbst, aber auch für die hinterbliebenen pferde, die sollen abschied nehmen können, damit sie den verlust auch verarbeiten können..

  • Avatar Diana sagt:

    Liegt das denn an der Art oder an der Dosierung, oder wie?

    Das liegt am Mittel, oder?
    T61 oder Eutha77.

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Das liegt am Mittel, oder?

    Nein, das liegt an der Vorbereitung: Man kann ein Pferd vor der endgültigen Spritze so weit narkostisieren, daß es sich ablegt – funktioniert ganz gut mit Ketamin – oder man kann eine Standnarkose machen und dann noch im Stehen das Mittel zum Einschläfern spritzen (große Menge schnell); dann fällt das Pferd (bestenfalls) wie vom Blitz getroffen um und ist tatsächlich tot, bevor es den Boden berührt. Ich habe eigentlich immer die letztere Methode bevorzugt.

  • Avatar jaara2008 sagt:

    erstens, in einer narkose nimmt man nichts mehr wahr.

    Ich weiß nicht, ob das so unbedingt und immer stimmt… Ich habe vor Jahren mal einen gebrochenen und ausgerenkten Ellenbogen unter Narkose wieder eingerenkt bekommen, und an diese Schmerzen erinnere ich mich sehr genau! Auch, wenn das vielleicht eigentlich nicht der Fall sein sollte.

    Zum Einschläfern der Pferde: Ich kenne es auch nur so, daß das Medikament (welches müßte ich nachfragen, habe ich nie gefragt) unmittelbar gegeben wird und daß die Pferde dann sofort umfallen und tot sind. Sedierung, Narkose und Ablegen hat in den drei Fällen, bei denen ich dabei war, nicht stattgefunden. Interessehalber werde ich meinen TA mal danach fragen, warum es so verschiedene Vorgehensweisen gibt bzw. mit welcher Begründung er diese wählt. Ich kann nur sagen, daß ich mit dem jeweiligen Verlauf „zufrieden“ war: Es ging jedes Mal sehr schnell und es kam zu keinerlei Komplikationen oder Katastrophen (zum Glück!).

  • Avatar Granado sagt:

    Ich habe vor Jahren mal einen gebrochenen und ausgerenkten Ellenbogen unter Narkose wieder eingerenkt bekommen, und an diese Schmerzen erinnere ich mich sehr genau! Auch, wenn das vielleicht eigentlich nicht der Fall sein sollte.

    da wirst du fast schon garantiert nur sediert worden sein.
    mit dormicum oder propofol.
    fürs einrenken legt man niemanden in narkose.

    und die tiefe einer sedation ist mit der einer narkose nicht zu vergleichen…

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Danke, ich dachte schon ich hätte mir das immer nur eingebildet. In meinen beiden Fällen war das nämlich auch so und ich hatte mich gar nicht getraut das zu schreiben. Weil hier alle von schonendem ablegen sprechen :daumen: Meine beiden waren tot ehe sie den Boden berührten.

    Liegt das denn an der Art oder an der Dosierung, oder wie?

    Wenn ich beispielsweise von Ablegen spreche, heißt das folgendes: Das Pferd bekommt die Sedation, einer geht an den Kopf (nicht der TA der die Spritze setzt), und wenn das Mittel ins Pferd kommt, dann stehe ich beispielsweise am Pferd, und wenn das Pferd umfällt, zieht man Kopf und Hals so weg, daß man steuert, wie das Pferd fällt, auf welche Seite etc.

    Haben wir bei meiner damals auch nicht so gemacht, ich fand das allerdings nicht so schlimm. Meine Freundin die damals dabei war meinte allerdings, daß sie ihrer Stute jetzt das hinlegen beibringt, damit sie das nicht sehen muß. Auch eine Maßnahme …

  • schwarztier schwarztier sagt:

    Die beiden Pferde die ich auf dem letzten Weg begleitet habe sind beide mit Eutha eingeschläfert worden ohne vorherige Narkose soweit ich weiß. Beide waren gut jenseits der 20 aber organisch nicht abgetakelt. Glücklicherweise beides Pferde die völlig unproblematisch zu spritzen waren.
    Ich war ehrlich gesagt sehr froh, dass es so schnell und ohne langsamen Übergang ging. Der eine auf seinem Paddock, meiner neben seiner Weide.

    Der erste von den beiden hat damals noch wenige Minuten leicht gezuckt, an verschiedenen Stellen. Herz war komplett weg, Augenreaktion auch, aber die letzten Nervenimpulse gab´s noch. War merkwürdig – aber in Ordnung, weil selbst ich sah, dass es kein lebender Organismus mehr war, nur noch die leblose Hülle.

    In der Schweiz wird die Sterbehilfe übrigens auch mit Eutha durchgeführt.

  • Avatar Luna2 sagt:

    Doch Granado, manche Gelenke bekommst du nur schonend unter Narkose wieder rein.
    Sedierung mit Propofol??? Ist wohl ein bisschen mehr, damit erreicht du einen kompletten Atemstillstand und völlige Muskelerschlaffung.

  • Avatar Granado sagt:

    Doch Granado, manche Gelenke bekommst du nur schonend unter Narkose wieder rein.
    Sedierung mit Propofol??? Ist wohl ein bisschen mehr, damit erreicht du einen kompletten Atemstillstand und völlige Muskelerschlaffung.

    tut zum thema nix zur sache,
    aber bei uns in der endo wird immer mit dormicum + propofol sediert. das propofol natürlch fraktioniert. da kommen für ne darmspiegelung schnell mal 100mg propofol zusammen, für eine magenspiegelung 60mg.
    und da ist keiner intubiert oder so. nur ne sauerstoffbrille. und das ist ne sedation und keine narkose!
    die dosis macht das gift, ne?
    morphin wirkt auch atemdepressiv. aber erst in hohen dosen!

  • Avatar Lescue sagt:

    Granado hat recht. Man kann mit fast allen potenten Hypnotika oder Analgetika eine Analgosedierung machen. Kommt auf die Dosis an 😉 . Inzwischen wird wegen der guten Steuerbarkeit und dem Patientenkomfort meist Propofol benutzt – sowohl für Repositionen als auch bei Magenspiegelungen, Kardioversionen usw.
    Auch auf Intensivstation wird mit Propofol sediert, worunter die Patienten durchaus selbst atmen können – manchmal wird das sogar bei nichtbeatmeten zur Schlafaufrechterhaltung verwendet.
    Bei manchen Repositionen wird allerdings eine komplette Muskelrelaxation benötigt – da ist dann ggf `ne Kurznarkose fällig z.B. mit Zwischenbeatmung per Maske.

  • Avatar priatchen sagt:

    aber bei uns in der endo wird immer mit dormicum + propofol sediert. das propofol natürlch fraktioniert. da kommen für ne darmspiegelung schnell mal 100mg propofol zusammen, für eine magenspiegelung 60mg.
    und da ist keiner intubiert oder so. nur ne sauerstoffbrille. und das ist ne sedation und keine narkose!
    die dosis macht das gift, ne?

    :thumbsup: unterschreib ich!

  • Avatar Quahbil de Sier sagt:

    Ich war bisher nur einmal dabei, als ein Pferd eingeschläfert wurde. Er war fast 34 Jahre alt und das Herz war kaputt. Er konnte nicht mehr aufstehen. Also wurde er liegend in seiner Box eingeschläfert. Mit welchem Mittel, weiß ich nicht, danach habe ich nicht gefragt. Aber es ging relativ schnell. Ich hatte seinen Kopf auf meinem Schoß, als er die Spritze bekam. Als er dann tot war, wurde der Kopf richtig schwer. Den Abtransport habe ich mir nicht angesehen.

    Ich denke, ich würde immer wieder die Spritze wählen – und wegen des Mittels dem Tierarzt vertrauen.

  • Avatar Rising Sun sagt:

    Man kann ein Pferd vor der endgültigen Spritze so weit narkostisieren, daß es sich ablegt – funktioniert ganz gut mit Ketamin

    Nur der Vollständigkeit halber (bin mir sicher, das Mumpitz das weiß/macht):

    Niemals nie nicht Narkose nur mit Ketamin. Das macht Halluzinationen, Angstattacken, Albträume etc.

    OT: Gelenkausrenkungen werden regelmäßig in Vollnarkose mit Beatmung wieder eingerenkt, denn wenn die Muskeln so weit entspannt sind, dass problemlos eingerenkt werden kann, ist auch die Atemmuskulatur häufig nicht mehr suffizient genug.

    LG Carolin

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Niemals nie nicht Narkose nur mit Ketamin. Das macht Halluzinationen, Angstattacken, Albträume etc.

    Beim Menschen zumindest, ja. Inwieweit Tiere Halluzinationen oder Albträume haben (können), ist natürlich fraglich. Aner nein, ich nehme/nahm nie Ketamin alleine, schon alleine, weil es auch eine Katalepsie macht und m.W. keine ausreichende Analgesie, und so ein Steiftier zu operieren, wäre nicht wirklich lustig. Üblicherweise, insbesondere bei Katzen, kombiniert man das mit Xylazin, das, soweit ich weiß, in der Humanmedizin nicht eingesetzt wird.
    Ketamin hat beim Pferd den Vorteil, auch in Kombi mit Xylazin, daß die Pferde (normalerweise) nicht umfallen, sondern sich halbwegs geordnet hinlegen. Bei kleinen Operationen hat es auch noch den Vorteil, daß man es sehr gut timen kann: Intravenös verabreicht hält es ziemlich genau 10 Minuten, dann kann man nachdosieren.

  • Avatar Christl sagt:

    Für mich ist die Vorstellung nicht dabei zu sein, wenn eines meiner Tiere gehen muss, die schlimmste. Bei diesem letzten Weg möchte ich für meine Tiere da sein. Der Hund meiner Mutter (mein Bruder :seufz: ) ist mit dem Kopf auf meinem Schoß zuhause eingeschläfert worden. So wünsche ich mir das auch für meine Tier. In gewohnter Umgebung. So ruhig wie möglich.

    Somit kommt eigentlich ein Bolzenschuss für mein Pferd nicht in Frage. Ich finde das Einschlafen in eine Narkose einfach etwas sanfter.

    Leider ist das ja nicht immer möglich. Wenn ein Unfall passiert und das Tier unter Schmerzen leidet muss es einfach schnell gehen. Dann würde ich das wählen, was am schnellsten verfügbar ist. Und wenn es der Jäger aus der Nachbarschaft ist, der das Tier schnell erlöst.

  • Avatar Samona sagt:

    @ nina
    habe Deinen Eintrag gelesen.

    Ich persönlich würde alles tun um meinem Tier den letzen Weg so schön wie möglich zu bereiten, auch wenn es für mich schwierig wäre , deshalb käme für mich nur eine Euthanasie in den bekannten Umgebung in Frage.
    Zum Abdecker, nur über meine Leiche. Es hat viel mit Respekt vor der Kreatur zu tun.

    Ein Pferd zum Schlachter zu fahren und zu glauben es bekommt nichts mit , da beisse ich mir jetzt lieber auf die Zunge und schreibe nichts.

  • Avatar maurits sagt:

    Samona: :friend:

    Diskussion ist ja unerwünscht, und wir sind ja nicht immer einer Meinung, aber Du sprichst mir sowas von aus der Seele…

    lg
    mau

  • Avatar dat ninalein sagt:

    och HIER könnt ihr wegen mir diskutieren, was ihr wollt…

    ich weiss, dass ich ein schlechter mensch bin, mea culpa

    einen lieben gruss

    nina

  • Avatar maurits sagt:

    Nicht besser oder schlechter als andere, aber gib doch mal zu, dass es unter Umständen oder vermutlich finanzielle Gründe hat und gut ist.

    lg
    maurits

  • Avatar dat ninalein sagt:

    genau, weil ich mir den ta für das einschläfern nicht leisten kann ( deswegen hat oppa vor drei wochen noch eine zahnbehandlung bekommen) , verfahre ich meinen sprit, gebe ein altes ausgemergeltes pferd ab und erwarte dann noch den vollen schlachtpreis zu bekommen – sorry :doh:

    ich habe meine gründe hier genannt

    und musste gerade bezüglich unserer finanziellen lage doch mal laut auflachen.

    einen lieben gruss

    nina

  • Avatar maurits sagt:

    Welche Gründe dann?

  • Avatar Mumpitz sagt:

    aber gib doch mal zu, dass es unter Umständen oder vermutlich finanzielle Gründe hat und gut ist.

    Das ist jetzt aber auch nicht ganz fair, und soooo viel Geld kommt für ein Schlachtpferd auch nicht rum, daß es sich nach Abzug aller Kosten und Gebühren noch wirklich lohnen würde, ein Pferd zum Schlachter zu bringen.
    Ich selbst würde, wenn möglich, meine Pferde auch am liebsten schießen (lassen), und das ganz bestimmt nicht wegen des Geldes, oder weil ich zu feige wäre, mein eigenes Pferd einzuschläfern.
    Ich habe darüber mal beim Workshop 2006 einen Vortrag gehalten….

  • Avatar Samona sagt:

    Ich fange hier bestimmt keine Diskussion an, aber Nina, geliebt hast Du dieses Pferd nie sonst würdest Du es in Würde sterben lassen und nicht mit der Angst im Nacken in einem Schlachthof.
    Sorry aber ich finde so eine Einstellung :kotz:

  • Avatar Sheesha sagt:

    Ich kenne nun über die Jahre/Jahrzehnte wirklich genug Leute. Es ist einfach ein Thema bei dem in meinen Augen beides das Richtige sein kann. Es muß doch nur für das Pferd und den Mensch passen.

    Für mich tut der Bolzenschuß oder auch die Narkose/Euthanasie der Würde des jeweiligen Pferdes keinen Abbruch. Kann nun vielleicht nicht jeder so sehen, ich sehs eben so.

    Es ist in meinen Augen ein Thema, bei dem man nicht so leicht richtig und falsch fassen kann. Bei meinem Wallach wäre die Variante der „Bewußtseinsausschaltung“ eigentlich egal. Dem macht spritzen nichts und beim schießen würde der auch vertrauensvoll dastehen. Beim früheren Pferd einer Freundin wär das Pferd sicherlich abgegangen wenn jemand Fremdes dem mit irgendwas an den Kopf wollte. Spritzen dagegen kein Thema……

  • Avatar Lescue sagt:

    Manchmal gibt es durchaus Gründe, zum Schlachter zu fahren, denn nicht jeder hat das Geld, ein Pferd noch viele Jahre als Beisteller durchzufüttern wenn es aufgrund irgendeines Befundes unreitbar ist (z.B. jemand, der vom unterrichten lebt und einsatzfähige Lehrpferde braucht). Kann das Pferd theoretisch noch ein halbwegs angenehmes Leben auf der Weide verbringen, wird es schwierig, einen TA zu finden, der es einschläfert. Und ein Pferd mit ernsthaftem Handicap weiterzuvermitteln käme für mich persönlich z.B. nie in Frage – das Risiko, dass da ein Wanderpokal draus wird oder doch wieder jemand trotz Schmerzen drauf rumjuckelt, wäre mir da zu gross. Ich würd`s wenn es meines wäre klar behalten, solange es noch Perspektiven gäbe – kann aber verstehen, wenn jemand, der nicht die finanziellen Mittel hat, so ein Pferd zum Abdecker bringt. Finde ich weniger feige als „abgeben“. Gute Beistellplätze sind schliesslich mehr als rar.

  • Avatar dat ninalein sagt:

    hallo,

    für mich persönlich wäre auch der bolzenschuss das mittel der wahl, einfach aus dem grunde, da ich es einfach nicht mehr sehen mag, wie der abdecker kommt und die tiere in den lkw verfrachtet. jetzt leider schon zweimal mit erleben müssen.
    noch dazu möchte ich auch nicht mehr die tiere über den hof schleifen müssen, damit sie vorne an der strasse liegen, so dass der abdecker sie mitnehmen kann, leider auch erst letztens passiert, eselin verstarb im stall, und wir mussten sie rauziehen… da das ganze noch an einem wochenende war, habe ich auch zwei tage auf den abdecker warten müssen, es hat gott sei dank zwischendrin immer wieder geregnet und war nicht all zu heiss, das ganze bei 40 grad in der prallen sonne unter einer plane, prost mahlzeit.

    ich denke, pferde, die den transport kenne, damit keine probleme haben, ruhig stehen, besitzer, die das ganze ruhig und ohne hysterie angehen, dem pferd eben auch die ruhe, aber leider auch die gewissheit vermitteln, da dürfte das ganze nicht in wirklichem stress ausarten. sicherlich, ,habe ich einen, der so gar nicht verladen werden möchte, den erlöse ich daheim.

    es muss jeder selber wissen, wie er sein tier auf dem letzten weg begleitet und welches mittel der wahl er trifft. schlimm ist beides, denn es bedeutet das ende.

    einen lieben gruss

    so, habe das jetzt noch mal kopiert.

    ich habe hier keine andere möglichkeit, als dies *hinten* zu tun, muss ihn, dann, um ihn vorne an die strasse zu fahren mit meinem auto *abschleppen* und ihn über den hof schleifen, vorne machen lassen kann ich das nicht, da es direkt an der strasse wäre, da möchte ich mir den worstcase WIRKLICH NICHT ausmalen. ich möcht nicht sehen, wie der abdecker kommt, und ihn auf seinen kran packt, evtl. ist er beim ersten mal nicht richtig zu packen, und er dann einfach darein geschmissen wird… und noch viel weniger möchte ich, dass das meine kinder sehen… DAS muss nun wirklich nicht sein. und ich möchte auch nicht, dass er hier zwei tage unter eine plane liegt und bei 30 grad in der sonne – dieses wetter ist bei uns die tage angesagt, vor sich hinverwest.

    IST DAS SO SCHWER ZU VERSTEHEN???

    wenn ja, dann ist es mir auch recht.

    och samona, ich finde auch ganz vieles zum kotzen, zum beipiel menschen, die das wort empathie in ihrem leben nicht einmal gehört haben, und ihre eigene intoleranz unheimlich toll finden…

  • Avatar Samona sagt:

    Leonie ich glaube das in dem Fall ( Nina`s Opa) ein TA das Pferd ohne Probleme einschläfern wird.

  • Avatar Lescue sagt:

    Eine Freundin hat letztens ihr Pferd zum Schlachter gebracht – das ist da super organisiert, nix Wartezeit oder ähnliches. Vom Hänger runter, rein in die Halle und tot – das hat keine 30 sec gedauert von Abladen bis Exitus. War aber auch ein Pferd, dem rumfahren etc. nix ausmacht – mein Oldie würde auch hier auf dem Hof eingeschläfert werden, der findet verreisen doof. Aber ich bin mir sicher, auch beim einschläfern würde der vorher merken, woher der Wind weht…..

  • Avatar SCHORSCH sagt:

    Ich selbst würde, wenn möglich, meine Pferde auch am liebsten schießen (lassen), und das ganz bestimmt nicht wegen des Geldes, oder weil ich zu feige wäre, mein eigenes Pferd einzuschläfern.

    @mumpitz, bei uns war es genau umgekehrt. Ein sehr guter Freund von mir ist Schlachter und ich half ihm oft, „Notschlachtungen“ auf dem Hof oder der Weide (d.h. das Pferd in vertrauter Umgebung) zu machen. Ich habe die Pferde geführt und gehalten, bis er sie schoß.
    Bei seinen eigenen Pferden konnte er es nicht und hat sie von unserm Tierarzt einschläfern lassen.

    Ich habe beim schießen noch keine schlechten Erfahrungen gemacht (wir haben ehe die Besitzer zurück kamen das Blut weggemacht bzw. Späne drauf, die Pferde ordentlich hingelegt)
    beim einschläfern habe ich schon3 mal Situationen erlebt, die ich nichtmehr haben muß im Leben….

    Ich denke, es leigt auch einfach am Wort: BolzenSCHUSS klingt böse, EINSCHLÄFERN klingt sanft. Doch bei beidn Versionen fallen die Pferde- die liegen in den seltensden Fällen wie ein Hund im Schoß.

    Was ich garnicht ab kann ist, anderen Leuten reinzureden, oder selbst noch „hinterher“ rumzustänkern. Ich denke KEINER macht es sich leicht diese Entscheidungen zu treffen. Die meisten gehen lange Zeit mit dem Gedanken schwanger und es nagt tief in einem drin…. Hier wird kein Pferd durch halb Europa auf einen Horroschlachttip geschickt. Hier wird auch kein Pferd zu tode gequält- weil man vor lauter „Tierliebe“ nicht den rechten Moment findet … lasst es einfach gut sein

    gebt Konstruktive Meinungen zum Thema Euthanasie ab – fertig

  • Avatar Samona sagt:

    ich möcht nicht sehen, wie der abdecker kommt, und ihn auf seinen kran packt, evtl. ist er beim ersten mal nicht richtig zu packen, und er dann einfach darein geschmissen wird… und noch viel weniger möchte ich, dass das meine kinder sehen… DAS muss nun wirklich nicht sein. und ich möchte auch nicht, dass er hier zwei tage unter eine plane liegt und bei 30 grad in der sonne – dieses wetter ist bei uns die tage angesagt, vor sich hinverwest.

    Edit Mod: Danke, es reicht :thumbdown:

    Weitere Schüsse unter die Gürtellinie deinerseits werden kommentarlos gelöscht.

  • Avatar SCHORSCH sagt:

    Vom Hänger runter, rein in die Halle und tot

    bei unserem Schlachter hier muß es heißen: vom Hänger runter- tot – die kommen da garnicht in die Halle. Wenn Du dann Dein Auto /Hänger um die Ecke fährst ziehen die den Körper in die Halle, bis Du wieder ausgestiegen bist ist das Tor schonzu….

  • Avatar ambra sagt:

    Heiliges Blech…

    Haben wir heute mal wieder Gutmenschen-Tag??

    Nina hat ihre Gründe warum sie das Pferd zum Schlachter bringt, das sollte doch eigentlich reichen…

    So und jetzt mal wieder zurück auf den Boden der Tatsachen… das Pferd lebt im hier und jetzt, es weiß nicht, daß der Weg zum Schlachter sein letzter Gang sein wird. Wenn es vorher gut zu transportieren war, so hat es sicherlich bei guter Behandlung und ruhiger Atmosphäre nicht mehr Stress als bei einer normalen Fahrt zu einer Pferdeklinik. Verzichten wir jetzt auf Transporte zur Klinik um etwaige Stress-Klinik-Phobien zu vermeiden?

    Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob die Entscheidung (wenn es soweit ist) Ambra im Stall einschläfern zu lassen, nicht nur meinem Wunsch und meiner Vorstellung entspricht oder gar nur mein Gewissen beruhigt, daß ich ja ach so pferdefreundlich handel. Woher weiß ich, daß mein Pferd nicht genauso ruhig und entspannt beim Schlachter sterben könnte? Wenn der es gut macht? ICH tu nur das, was ich nach meinen eigenen Maßstäben vielleicht für MICH wollen würde. Ob dies auf mein Pferd passt? Ich weiß es nicht.

    Und wenn hier schon so aufgeregt über den Schlachter ausgeteilt wird… was ist denn mit Menschen, die mutterseelenallein im Krankenhaus versterben?

    Sabine

  • Avatar Sheesha sagt:

    Das hat nun mit dem Einzelfall gar nichts zu tun, aber mich würde doch interessieren was genau an der Art einer schnellen, gezielten Tötung Aufschluß über die Zuneigung des Halters zu seinem Tier geben soll.

    Also mal Beispiel Bolzenschuß:
    Das Pferd kriegt nicht viel mit und ist ratzfatz bewußtlos. Was will man denn mehr? Im Ergebnis möchte man bei allen Varianten, dass das Pferd ohne allzu große Beunruhigung schnell weg ist.

    Euthanasie:
    Im Zweifel geht das Pferd in eine Narkose wie bei jedem operativen Eingriff. Kurz schwummerig, dann weg. Auch gut.

    (Natürlicher Tod:
    Im Zweifel langes Siechtum und mit bischen Pech auch langer Todeskampf bis zur Erlösung via Organversagen. Wenns gut läuft -Glück- machts „klick“ und Organismus fällt um und stirbt weg. So machen das Menschen, das ist dann wohl auch „human“)

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Komisch, hier fing alles so friedlich an.
    Aber es kam wie es kommen musste:

    Ich fange hier bestimmt keine Diskussion an, aber Nina, geliebt hast Du dieses Pferd nie sonst würdest Du es in Würde sterben lassen und nicht mit der Angst im Nacken in einem Schlachthof.
    Sorry aber ich finde so eine Einstellung

    Angst im Nacken? Hab ich noch nicht einmal gesehen.
    Angst wenn der TA mit der Spritze kommt kenn ich von vielen Pferden.

    Und wie Du schon schreibst; Du möchstest es nicht sehen…purer Egoismus meine Liebe. Du willst es nicht sehen, und Deine Kinder, oh
    bloss nicht mit der Realität konfrontieren, Du möchtest das nicht weil es unbequem ist, an das arme Tier wird hier nicht gedacht.
    Schnell und unsichtbar entsorgen. Bravo

    Mal knallhart: Das Pferd juckt es nicht mehr ob alle da stehen und weinen. Und das du Tiere über Menschen stellst, wurde ja schon in anderen Zusammenhängen klar.
    Aber das sich die Kinder jetzt das tote Tier anschauen müssen, nur um dir zu beweisen, das man kein Tierquäler ist, das geht wohl ein wenig weit. Und es ist ja auch viel würdevoller noch mal quer über den Hof geschleppt zu werden :kowa:

    Die Entscheidung zu treffen, ein Tier einzuschläfern ist schwer genug. Da ne Glaubenfrage draus zumachen, was nun besser oder schlechter ist, ist nicht nur unmöglich, es zeugt auch von einer Engstirnigkeit die seines Gleichen sucht.
    Das hat schon was von Dschihad. :attack:

    Ninalein, tu was du für richtig hälst, ihr macht das schon richtig :friend:

  • Avatar ambra sagt:

    Danke Julschen!

  • Avatar dat ninalein sagt:

    danke dir julschen,

    ja oppa hat ziemlich angst vor spritzen und dem tierarzt, vor dem hänger fahren dagegen gar nicht.

    liebe grüße

    nina

  • Avatar Andrea S sagt:

    aber gib doch mal zu, dass es unter Umständen oder vermutlich finanzielle Gründe hat und gut ist.

    Ich fange hier bestimmt keine Diskussion an, aber Nina, geliebt hast Du dieses Pferd nie sonst würdest Du es in Würde sterben lassen und nicht mit der Angst im Nacken in einem Schlachthof.
    Sorry aber ich finde so eine Einstellung

    Bei allem Respekt, aber mir droht grad der Kragen zu platzen 👿
    Ehrlich? Was bildet Ihr Euch ein, so zu urteilen?
    Ich denke jeder von uns wird hier seine Gründe für eine Entscheidung haben und diese – aus welchem Grund auch immer (der keinen was angeht) – gewählt haben.
    Und wenn es finanzielle Apsekte sind? Warum nicht? Was ist daran so schlimm?

    Samona, warst Du schon mal in einer Rossschlachterei?
    Wie mir scheint, ist das nicht so. Ich habe eines meiner Pferde schlachten lassen und das sehr bewusst aus Liebe zu meinem Pferd!
    Eben weil ich bei Bekannten und deren Pferden zuvor bei beiden Möglichkeiten dabei war, in beiden Fällen die Pferde gehalten habe, weil sie es selbst nicht konnten.
    Eines meiner anderen Pferde wurde eingeschläfert. Der Stute hätte ich gewünscht, sie hätte nicht noch 50 Meter laufen müssen um an einen Platz am Hof zu gelangen, der für den Abdecker erreichbar ist! 🙁 Sedieren ging nämlich nicht mehr
    Sicher, ich hätte sie auch in der Box einschläfern lassen können. Dann hätte ich sie nur hinterher zersägen müssen um sie an einen erreichbaren Platz zu bekommen und sehen können wie ich den Blutgeruch aus dem Stall bekomme, im Winter, wenn die anderen nachts im Stall sind :wacko:
    Tja, Einschläfern ist ja immer sooo schön würdevoll :wacko:

    Maurits, hattest Du schon mal ein finanzielles Problem?
    Wie oft gibt es die Situation, dass Pferdealter Zehntausende in die Genesung ihrer Tiere stecken, irgendwann lieber selbst nichts mehr essen, nur um ihrem Pferd zu helfen. Oft genug! Hast Du schon mal mit Menschen zu tun gehabt die in finanzeillen Notsituationen sind? Denen helfen oft schon 50 Euro weiter.

    Ich finde Eure Argumentationen und Anfeindungen unverschämt und absolut nicht angebracht.
    Wenn meine Pferde erlöst werden müssen, sind mir die Mittel recht, die für das Tier am angebrachtesten sind.
    Es gibt Pferde, die haben Panik vor dem TA (hab auch so ein Tierchen, die steht schon auf den Hinterbeinen wenn der TA (egal welcher) sie nur gedenkt anzufassen oder wenn man ihr ne Wurmkur gibt. und da soll das Ein schläfern positiv sein? Die pack ich eher auf einen Anhänger, fahre sie zum Schlachter, halte ihr ne Schüssel Hafer vor die Nase und ich schwöre, die geht noch mit einem Lächeln von der Welt.
    Dann gibt es Pferde, die haben Stress beim Fahren, die werde ich sicher nicht zum Schlachter fahren.

    Und dann gibt es Pferde, die haben in beiden Situationen keinen Stress. Die bringe ich zum Schlachter. Und wisst Ihr auch warum? Weil es ihnen nichts ausmacht und mir der Gedanke lieber ist, jemand anderes hat noch Freude an dem Tier, als der, dass mein Tier am Kran hängt und mit Wucht in den Anhänger plumbst und ich dabei noch die Knochen krachen höre und es zu Seife verarbietet wird (oder wa sauch immer) :wacko:
    Und by the way, wenn noch was dabei „rumkommt“, werde ich das Geld nehmen und es auf meinem Pferdekonto parken um für den Notfall ein noch größeres Polster für die anderen Ponys zu haben.
    Oder aber, ich spende wie bei meiner ehemaligen Araberstute, den Schlachtpreis dem hiesigen Tiershutzverein um anderen Tieren zu´helfen.

    Aber es ist ja immer so einfach Menschen zu verurteilen ohne zu wissen, sie als Barbaren abzustempeln ohne zu wissen was sie zu ihrer Entscheidung bewogen hat.
    Es ist einfach zum :kotz:

    Im Übrigen Samona, natürlich ist Nina absolut nicht tierlieb, schon garnicht hat sie ihren Oppa lieb.
    warum sonst behält man auch ein altes Tier, gibt ihm jahrelang das Gandenbrot, und macht und tut, steckt Geld rein und hat nichts davon :doh:

    Sorry, mir ist grad einfach nur schlecht bei soviel Wendygetue und Schubladendenken bei einem so ernsten Thema, von dem man eigentlich von jedem verantwortuzngsvollen Tierhalter erwarten sollte, dass er sich mal wirklich Gedanken macht! :wacko:

  • Avatar chicuelo sagt:

    DANKE ANDREA :ja:

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Die ganze Zeit gibt (gab) es hier interessante und sachliche Beiträge. Für viele steht der letzte Gang des geliebten Vierbeiners fest, für einige halt nö h nicht.
    Nun steht der Tod für einen von denen in naher Zukunft, auch hier ist die Entscheidung gefallen und dann ist es doch auf einmal verwerflich und für manche hier ein No Go? :thumbdown:
    das sollte doch wohl jeder für sich u sein Pferd entscheiden dürfen, ohne sich hier noch rechtfertigen zu müssen. :irre:

  • Avatar Kirsten sagt:

    Samona, das ist wie immer Selbstdisqualifikation auf höchstem Niveau. :resp: und weiter so. Bin gespannt, wann du hier deinen wohlverdienten Abgang machst/machen musst.

  • GidranX GidranX sagt:

    Es gibt Pferde, die haben Panik vor dem TA (hab auch so ein Tierchen, die steht schon auf den Hinterbeinen wenn der TA (egal welcher) sie nur gedenkt anzufassen oder wenn man ihr ne Wurmkur gibt.

    Wenn ich es nicht vor ein paar Wochen mal selbst gesehen hätte, hätte ich es nicht geglaubt, das es das gibt.. :S Ich wunderte mich, das TA sich platt wie eine Flunder an die Stallwand drückte und Meter für Meter näher, von Pfosten zu Pfosten, ran rückte um überhaupt an die Stute ranzukommen. Sie musste geimpft werden. Wie soll so ein Tier stressfrei eingeschläfert werden? Das ist wohl bei jedem TA so.

  • Avatar Monty sagt:

    Gut geschrieben, AndreaS. :thumbsup:

    Es gibt immer Gründe warum man sich genau so entscheidet, wie man es für sein Pferd, aber auch für sich am Besten hält.

    Meine Freundin hat vor kurzem- eben auch aus Rücksichtnahme vor den ganzen Kindern am Stall- ihr Pony verladen und beim Tierarzt einschläfern lassen. Das konnte einige aus dem Stall nicht verstehen.

    Bei uns wäre aber ähnlich, wie bei Nina gewesen. Einschläfern vorne an der Strasse wäre ein No-Go, selbst wenn die Abholfirma am gleichen Tag kommt, hätte das Pony erst mal dort gelegen. Zum zweiten war es gar nicht gerne auf dem vorderen Teil von Hof (die Ställe lagen hinten) und war- wenn wir zum Spazierengehen dort lang sind- vorne sowieso immer nervös. Hätte man es hinten gemacht, hätte man es von dort mit dem Trecker nach vorne bringen müssen. Auf dem Hof sind immer Kinder und das hat nichts damit zu tun, das man ihne eine heile Welt vorspielt, wenn man ihnen solch einen Anblick, der schon für Erwachsene schwer zu ertragen ist- erspart.

    Auf jeden Fall wurde das Pony aufgeladen und beim Tierarzt eingeschläfert. Hängerfahren war es gewohnt, das war überhaupt kein Stress. Beim TA stieg es aus dem Hänger aus, ging vertrauensvoll mit in die kleine Reithalle und bekam dort gleich die erste Spritze.
    Das war alles so friedlich und ruhig, das Pony hat nicht mitgekriegt, dass es gestorben ist. Ich habe hinterher gesagt, wenn mir jemand versichert, das ich mal so sterben darf, ich würde sofort dafür unterschreiben.

    Ich finde es bei bestimmten Umständen daher nicht verwerflich, das Pferd aufzuladen und nicht zu Hause sterben zu lassen. Wer das macht hat seine Gründe dafür und die sollten respektiert werden.

  • Avatar Tomte sagt:

    Huhu!

    Jetzt melde ich mich auch mal zu Wort.

    Schade, dass dieser Thread so ausgeufert ist. Was doch aus einer sachlichen Diskussion werden kann, wenn tatsächlich mal ein Fall auftritt… 🙁 Schade drum.

    Ich bin sicher, dass hier Jeder (!) das beste für sein Pferd will. Aber dass hier dann auf jemandem rumgehackt wird, der seine Meinung vertritt, finde ich, ehrlich gesagt, zum :kotz:

    Mal zum Thema zurück:
    Ich stand auch mal vor der Entscheidung, ein Pferd gehen zu lassen. Die Ponyoma war zu dem Zeitpunkt 34 Jahre alt und hatte schöne Jahre bei uns. Sie sollte auch zum Schlachter gehen, da war ich mir sicher. Ich hatte schon früh mit dem Herrn persönlich Kontakt aufgenommen, er war sehr nett und hat mir den Verlauf genau geschildert, wie es denn aussehen sollte vom Abladen bis zum Tod. Er ist selber Pferdemensch, seine Kinder reiten beide, die Pferdehaltung ist optimal. Da hätte ich das Pony vertrauensvoll hingefahren.

    Nur, es sollte dann doch anders kommen. Ponyoma war ja noch soweit fit, bekam dann aber eine Entzündung der Luftsäcke, was mein TA behandelte. Seiner Meinung nach hätte das Pony locker noch ein paar Jahre laufen können. Ich muss dazu sagen, dass das Pony bis dahin immer fit war, noch gute Zähne hatte und klare Beine. Ich fuhr dann in die nächste Klinik, um die Luftsäcke spülen zu lassen. Dort wurde aber festgestellt, dass die Entzündung zu weit fortgeschritten war. Wir entschlossen uns dann, das Pony an Ort und Stelle in der Klinik gehen zu lassen. Hier ging es sehr schnell.
    Das Pony wurde nach draussen geführt in den Garten unter einen Baum. Es folgte die Vornarkose – Pony frass noch ein wenig Gras und wurde schläfrig. Die letzte Spritze war noch gar nicht ganz leer, da war es vorbei.
    Ich war bis zum Schluss dabei und war überrascht, wie schnell es ging. Der TA sagte mir aber auch noch, dass das Pony wegen der Entzündung auch schon recht schwach war vom Körper her, so dass die Narkose schon ziemlich stark wirkte.

    Anders ging es einer Freundin von mir, die ihr Pferd nach einem Beinbruch einschläfern lassen hat. Sie wollte das Pferd auch eigentlich zur Schlachtung freigeben, aber mit einem gebrochenen Bein war daran überhaupt nicht zu denken.
    Ihr TA, zu dem sie volles Vertrauen hatte, wollte das Pferd in der Box einschläfern. Also, Einzelheiten lasse ich hier lieber aus, aber das Pferd hat über eine Stunde Todeskampf hinter sich gehabt. Meine Freundin war danach so traumatisiert, dass sie erst 2 Jahre später wieder an ein Pferd gehen konnte! ;(

    Ich kann hier noch nicht sagen, für was ich mich entscheide, ich lasse es auf die Situation ankommen.

    Und bitte, seid wieder artig und vertragt Euch :hug:

    Lieben Gruss

    Viola 😉

  • Avatar Strick sagt:

    Ich fange hier bestimmt keine Diskussion an, aber Nina, geliebt hast Du dieses Pferd nie sonst würdest Du es in Würde sterben lassen und nicht mit der Angst im Nacken in einem Schlachthof.

    Ich glaube es Hakt :irre:

    Es ist einfach ein Thema bei dem in meinen Augen beides das Richtige sein kann. Es muß doch nur für das Pferd und den Mensch passen.

    Eben :ja:

    Die Entscheidung zu treffen, ein Tier einzuschläfern ist schwer genug. Da ne Glaubenfrage draus zumachen, was nun besser oder schlechter ist, ist nicht nur unmöglich, es zeugt auch von einer Engstirnigkeit die seines Gleichen sucht.

    Engstirnigkeit ist noch freundlich ausgedrückt.
    Ich persönlich wünsche dir Samoa, das dich das Schicksal noch oft zwingen wird Dinge zu tun, die eigentlich gegen deine Überzeugung sind. Die du dann aber so entscheiden musst, weil die Situation es verlangt.
    Kann sehr Hilfreich sein, wenn man in Wendyland wohnt und anderen seine rosa rote Brille aufdrücken will :no:

    Schade, dass dieser Thread so ausgeufert ist. Was doch aus einer sachlichen Diskussion werden kann, wenn tatsächlich mal ein Fall auftritt… 🙁 Schade drum.

    Wirklich Schade

    @ Andrea S Danke für deine klaren Worte, so erspare ich mir das tippen :daumen:

    @ Ninalein, und du hörst sofort auf dich zu Rechtfertigen, das hast du gerade nicht nötig :no: :hug: Du brauchst die Kraft für den Oppa

  • Avatar dat ninalein sagt:

    hallöchen,

    danke euch für eure worte…

    strick, ich stehe zu meiner entscheidung und auch zu meinen gründen und ganz ehrlich, es ist mir ziemlich gleich, was aussenstehende, die mich nur virtuell kennen, meine pferde und genauer gesagt, den charakter eines jeden einzelnen so unheimlich gut einschätzen können, dazu sagen.

    und noch einmal, es muss ein jeder selber wissen, wie er seinem pferd den letzten gang bereitet, aber ich würde es mir niemals anmaßen, jemanden, der die schlachtung verwerflich findet, menschlich so zu verurteilen, ja DAS hat was von dschihad, das hat julschen hervorragend ausgedrückt. noch dazu, wenn einem egoismus nachgesagt wird, weil einem in dem fall das wohl der eigenen kinder einfach nur am herzen liegt und der dreijährige sohn, aufgrund seiner entwicklung, eh schon jede zweite nacht am bett der eltern steht und sagt kuscheln, weil er schon wieder einen albtraum hatte. und samona, wenn du jetzt sagst, kein wunder bei der mutter, dann hört es sich echt auf… denn DAS liegt am alter und den wahnsinnigen entwicklungsschüben, die ein kind in dem alter macht.

    einen lieben gruss

    nina

  • Avatar Andrea S sagt:

    Nina, mach dir keine Mühe! Es wird nicht ankommen.
    Menschen wie Dich gibt es leider viel zu wenige :hug:

    Und was ich grad unter Samonas Web-Link gelesen habe reicht aus. :panik1:
    Menschen verurteilen wegen mangelnder Tierliebe aber Impfungen ablehnen? Ey ey ey…..

    deshalb käme für mich nur eine Euthanasie in den bekannten Umgebung in Frage. Zum Abdecker, nur über meine Leiche. Es hat viel mit Respekt vor der Kreatur zu tun.

    Samona, ich hab das hier grad nochmal genau gelesen.
    Euthanasie ohne Abdecker? Wie geht das?
    Krematorium für Tiere (Achtung, da verbrennt es aber und die Abgase belasten die Umwelt und somit andere Lebewesen)
    oder Loch im Garten oder unter dem Lieblingsapfelbaum auf der Weide? (dort wird es wohl über kurz oder lang das Grundwasser und das Erdreich schwer belasten).

    Wenn man das alles liest was Du Dir zusammenschreibst fällt auf, dass genau Du eigentlich verantwortungslos gegenüber Tieren handelst, die Du angeblich liebst. Du verurteilst Impfungen und stellst Behauptungen auf, die nicht stimmen.
    Ich wünsche Dir, dass Du niemals – so uninformiert wie Du bist – in die Lage kommst, unerwartet eine Entscheidung treffen zu müssen, denn die würde Dich mehr als hart treffen! Und ich wünsche es auch Deinen Tieren, dass sie nie in diese Situation geraten.
    Deine Entscheidung würde nämlich sicher eine sein, die für Dich am „schönsten“ wäre, nicht aber für das Tier :nix:

    Und was mich noch erschreckt Samona, Du bist keine 14 mehr und solltest eigentlich im Leben angekommen sein.

  • Avatar träumel sagt:

    ich schreib jetzt mal was.

    Der Abtransport ist schlimm… bei uns starb ein sehr großer WB Wallach in der Box (Herz) den da raus holen bzw. zerren…mit dem Frontlader :seufz: :no:
    von daher – gut den Ort überlegen, auch wenn es schwer fällt.

    2 BS waren bei uns am Hof – Pferd wurde dann abgeholt.
    Pferde gingen beide einen gewohnten Weg..dort wartete der Schlachter – BS und Kehlschnitt.

    Spritze, da war ich nur vorher beim Pferd – durch die Umstände vorher – konnte ich einfach nicht dabei bleiben, wobei ich mir heute denke – ich hätte es tun sollen. Aber meine beste Freundin war dabei und sagte er ist einfach eingeschlafen. Und es war eine Erlösung.
    Denke übrigens auch – das er schon vorher „weg“ war.. erst bat er noch um eine Erlösung dann war er auf einmal „weg“… da hab ich es nicht mehr ertragen können :seufz:

    Samona :no:

  • Avatar Samona sagt:

    Und was mich noch erschreckt Samona, Du bist keine 14 mehr und solltest eigentlich im Leben angekommen sein

    Sehr richtig, ich bin keine 14 mehr sondern 50 Jahre und ich bin im Leben angekommen. Aber ich führe ein anderes Leben und habe
    zu vielen Dingen eine unterschiedliche Einstellung und die gebe ich auch kund.
    In Deutschland herrscht Meinungsfreiheit. In diesem Forum nicht.

  • Avatar Tibatong sagt:

    In Deutschland herrscht Meinungsfreiheit. In diesem Forum nicht.

    Wie auch im Leben, liebe Samona, macht auch hier der Ton die Musik…… :rolleyes:

  • Avatar frau_shrimp sagt:

    Menschen verurteilen wegen mangelnder Tierliebe aber Impfungen ablehnen?

    Samona, gehörst Du zu den Zeugen Jehovas?

  • Avatar dat ninalein sagt:

    samona,

    DANN bist du des Lesens leider nicht mächtig, denn auch HIER herrscht Meinungsfreiheit, ABER wie auch im wahren Leben, DER Ton mach die Musik, das ist alles.

    denn das, was du machst, ist nicht einfach Deine Meinung kund tun, sondern Menschen, die Du absolut NICHT kennst, bis aufs unwürdigste zu verurteilen. Und DAS ist HIER NICHT erwünscht.

    Einen lieben Gruß

    Nina

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Vom Hänger runter, rein in die Halle und tot – das hat keine 30 sec gedauert von Abladen bis Exitus. War aber auch ein Pferd, dem rumfahren etc. nix ausmacht

    Genau so sollte es sein und ist es meistens auch, zumindest hier. Ich habe selbst schon einige Pferde zum Schlachter gefahren und auch Notschlachtungen zu Hause begleitet. Dabei noch nie ein negatives Erlebnis gehabt.

    Bei seinen eigenen Pferden konnte er es nicht und hat sie von unserm Tierarzt einschläfern lassen

    Das ist nicht selten so.

    Ich habe beim schießen noch keine schlechten Erfahrungen gemacht (wir haben ehe die Besitzer zurück kamen das Blut weggemacht bzw. Späne drauf, die Pferde ordentlich hingelegt)
    beim einschläfern habe ich schon3 mal Situationen erlebt, die ich nichtmehr haben muß im Leben..

    Genau!

    Ich denke KEINER macht es sich leicht diese Entscheidungen zu treffen. Die meisten gehen lange Zeit mit dem Gedanken schwanger und es nagt tief in einem drin….

    So ist es.

    So und jetzt mal wieder zurück auf den Boden der Tatsachen… das Pferd lebt im hier und jetzt, es weiß nicht, daß der Weg zum Schlachter sein letzter Gang sein wird. Wenn es vorher gut zu transportieren war, so hat es sicherlich bei guter Behandlung und ruhiger Atmosphäre nicht mehr Stress als bei einer normalen Fahrt zu einer Pferdeklinik. Verzichten wir jetzt auf Transporte zur Klinik um etwaige Stress-Klinik-Phobien zu vermeiden?

    Das ist für mich und meiner Erfahrung nach, und ich habe bestimmt schon ein paar Tausend Tiere „erlöst“, die eigentliche Kern-Aussage zu dem Thema. Das Tier weiß es nicht! Allenfalls spürt es, daß seine Menschen anders sind als sonst…

    Wenn meine Pferde erlöst werden müssen, sind mir die Mittel recht, die für das Tier am angebrachtesten sind.
    Es gibt Pferde, die haben Panik vor dem TA (hab auch so ein Tierchen, die steht schon auf den Hinterbeinen wenn der TA (egal welcher) sie nur gedenkt anzufassen oder wenn man ihr ne Wurmkur gibt. und da soll das Ein schläfern positiv sein? Die pack ich eher auf einen Anhänger, fahre sie zum Schlachter, halte ihr ne Schüssel Hafer vor die Nase und ich schwöre, die geht noch mit einem Lächeln von der Welt.
    Dann gibt es Pferde, die haben Stress beim Fahren, die werde ich sicher nicht zum Schlachter fahren.

    *unterschreib*

  • Avatar Samona sagt:

    Zitat von »Andrea S«
    Menschen verurteilen wegen mangelnder Tierliebe aber Impfungen ablehnen?

    Samona, gehörst Du zu den Zeugen Jehovas?

    Bitte lest mal die Links die ich gesetzt hatte richtig. Was ich auf Facebook gepostet habe war eine Info bezüglich Impfungen.
    Es ist wissenschaftlich erwiesen das so einige Impfungen überhaupt keinen Sinn machen weil sich die Virenstämme mit der Zeit verändern
    z. Bsp bei der. Grippeimpfungen. Das ist bei Tieren nichts anderes als bei Menschen.

    Mit keinem Wort habe ich geschrieben das ich Impfungen bei Tieren ablehen. Das ist wieder ein gutes Beispiel dafür das einige Leute
    Dinge sehr gerne fehlinterpretieren.
    Meine Hunde sind geimft, mein Pferd ist geimpft. Ich bin gegen Tetanus geimpft. Geimpft wird aber nur wenn der Schutz ausläuft und
    das ist bei den meisten Impfungen alle zwei Jahre und nicht wie früher jedes Jahr.

    Nein, ich bin kein Zeuge Jehova noch gehöre ich ihrgenteiner anderen Sekte oder Kirchengemeinschaft an.

    Und was den Ton anbelangt. Ich bin direkt und spreche nicht durch Blumen. Und wenn ich etwas nicht gut finde dann sage ich das auch
    sehr unverblümt. Für mich hat ein Tier den gleichen Stellenwert wie ein Mensch. Es ist ein Lebewesen, er fühlt Schmerz und Leid genauso
    wie ein Mensch. Das diese Einstellung für die meisten von Euch völlig absurd ist und sich sowas nicht gehört ist mir klar.

    Nichtsdestotrotz habe ich genauso wie Ihr das Recht so zu denken wie ich es tue, ebenso habt ihr das Recht so zu denken wir ihr das
    möchtet. Das Menschen mit unterschiedlichen Ansichten nie Freunde werden liegt auf der Hand.

    Dennoch bin ich bestimmt nicht die Einzige mit dieser Einstellung bezüglich dieses Themas. nur , die meisten schweigen zu dem Thema weil sie keine Lust haben sich hier kreuzigen zu lassen.

  • Avatar dat ninalein sagt:

    hier haben beide seiten ihre meinungen kund getan, und NIEMAND hat die eine odere andere seite dafür verurteilt.

    DAS ist der unterschied.

    lg nina

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Es ist ein Lebewesen, er fühlt Schmerz und Leid genauso
    wie ein Mensch. Das diese Einstellung für die meisten von Euch völlig absurd ist und sich sowas nicht gehört ist mir klar.

    Ja, die arme Samona…….

    Dein rosa Welt muss echt hintern Mond liegen.

    Nichtsdestotrotz habe ich genauso wie Ihr das Recht so zu denken wie ich es tue, ebenso habt ihr das Recht so zu denken wir ihr das
    möchtet.

    Jap, du hast das Recht zu sagen was du möchtest und zu tun was du möchtest.
    Aber alle anderen auch.
    Du verlangst, das wir deine Meinung akzeptieren, schön. Dann akzeptiere doch auch die Meinungen anderer.
    Das wäre fair.
    Nur wenn du nicht in der Lage bist fair zu sein, erwarte das bitte nicht von mir!

  • GidranX GidranX sagt:

    Ein Auszug aus einem Artikel der Reiter-Revue

    „Pferdegerechte Euthanasie-Methoden
    Wie der Vorhang fällt, muss letztendlich jeder Pferdebesitzer für sein Pferd individuell entscheiden. Im Idealfall geschieht das in enger Abstimmung mit dem Tierarzt. Kommt der Tag X, sollte die Entscheidung mit welcher Methode dieses Geschehen soll, bereits feststehen. Ist die Entscheidung für die Euthanasie eines Pferdes aus medizinischer sowie ethnischer Sicht unausweichlich, muss zwischen zwei Tötungsmethoden entschieden werden: Einschläfern oder Bolzenschuss.
    Die Aspekte, die für die ein oder andere Methode sprechen sowie die jeweiligen Risiken müssen abgewogen werden. Angesichts der anscheinend immer wieder vorkommenden tragischen Zwischenfälle bei der Euthanasie von Pferden, kursieren in Reiterkreisen die schlimmsten Horror-Geschichten. Diese führen dazu, dass tragische Einzelfälle so fokussiert dargestellt werden, dass eine bestimmte Methode oder ein bestimmtes Medikament verteufelt wird – Schreckensberichte, die letzten Endes nur verunsichern. Fachliche Informationen sind von Nöten.
    Professor Hartmut Gerhards von der Chirurgischen Tierklinik der Ludwig Maximilian Universität in München zeigt die aus tierärztlicher Sich sachgerechten Methoden für die Euthanasie beim Pferd auf. Dabei sollte es, so Gerhards, ein primäres Anliegen jedes Tierarztes sein, das Einschläfern eines Pferdes mit der gleichen Professionalität durchzuführen, mit der er auch eine Operation durchführt. Nur so wird dem Pferd auch tatsächlich ein Gnadentod gewährt, der tierschutzgerecht ist.
    Als tierschutzgerechte Methoden kommen aus Sicht des Tierarztes Medikamente und Schussverfahren gleichermaßen in Betracht.

    Tod durch Medikamente
    Das Töten eines Pferdes durch die Spritze, das einschläfern, erfolgt durch spezielle Präparate. Auf dem Markt sind zwei Mittel, die in der Tierarztpraxis überwiegend eingesetzt werden: Eutha 77 und T61.
    Bei Eutha 77 (Pentobarbital-Na) handelt es sich um ein Narkosemittel, das stark überdosiert zum Herzstillstand führt. Da das Präparat dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterstellt ist, bedeutet der Einsatz von Eutha 77 für die Tierärzte einen bürokratischen Mehraufwand, der die Anwendung des aus Sicht des Münchner Wissenschaftlers idealen Präparates einzuschränken scheint.
    Das zweite in der Praxis gebräuchliche Präparat ist das T61. Dieses Präparat unterliegt nicht dem BtMG. Durch die Wirkstoffzusammensetzung hat T61 eine Dreifachwirkung: narkotisch (Embutramid), muskellähmend (Mebezonium) und oberflächenanästhetisch (Tetracain). Auf Grund der im Vergleich zu Eutha 77 anderen Wirkungsweise sollte das einzuschläfernde Pferd vor der Injektion mit T61 narkotisiert werden. ‚Besonders, wenn auf die Narkotisierung verzichtet wird oder unter ungünstigen Resorptionsbedingungen, können ungewünschte Nebenwirkungen wie starkes Unbehagen, Erstickungsanfälle oder qualvolle Äußerungen des Pferdes auftreten’, nennt Professor Gerhards mögliche Risiken.
    Die Vorgehensweise bei der Verabreichung der Mittel ist etwas unterschiedlich, aber von entscheidener Bedeutung für den Verlauf des Einschläferns. Eutha 77 (Pentobarbital-Na) wird dem nicht sedierten Pferd injiziert. Dazu legt der Tierarzt dem einzuschläfernden Pferd mit einer großlumigen Kanüle einen venösen Zugang in eine möglichst intakte Vene. Die Injektion des viskösen Mittels erfolgt so rasch wie möglich, d.h. als sogenannte Sturzinjektion unter energischen Druck.
    Sekunden später, bei einem Pferd mit normaler Kreislauffunktion etwa 30 bis 45 Sekunden, bricht das Pferd zusammen. ‚Bei den unter Umständen auftretenden Zuckungen, die von Pferdehaltern manchmal als letztes Lebenszeichen interpretiert werden, handelt es sich um ein reflexartiges Muskelzucken. Die Pferde sind zu diesem Zeitpunkt tot’, erklärt dazu Professor Gerhards.
    Zu beachten ist, dass besonders schwere Pferde (über 600kg) und Pferden in schwerem Schockzustand unmittelbar nach dem Niedergehen eine weitere Dosis Eutha 77 injiziert werden sollte. Bei der sicheren Anwendung und Durchführung dieser Methode würde, so Gerhards, in jedem Fall ein ruhiges Einschläfern gewährleistet. Die Pferde sind bereits beim Niedergehen in tiefer Narkose.
    Die Atmung des Pferdes setzt sofort aus. Dabei könne es aber, so der Hinweis, zu vereinzelten krampfhaften Brustwandbewegungen kommen, die den Atembewegungen ähneln. Der Puls des Pferdes ist nach einer Minute nicht mehr fühlbar und die langsam abnehmenden elektrischen Herzaktivitäten können per EKG noch fünf bis zehn Minuten nach der Injektion nachgewiesen werden. Der Lidreflex (Kornealreflex) erlischt innerhalb der ersten 60 Sekunden. Die Pferde schlafen also tief, während das Herz aufhört zu schlagen.
    ’Eine Sedierung des Pferdes ist unbedingt zu unterlassen. Sie ist nicht nur unnötig, sondern falsch’, unterstreicht Professor Gerhards eindringlich. Durch die Wirkung der Sedativa würde das Zentralnervensystem des Pferdes von dem Narkosemittel langsamer erreicht und die Sterbephase verlängert, was seines Erachtens im Widerspruch zu dem Anliegen der Euthanasie steht einen möglichst raschen und stressfreien Tod herbeizuführen.
    Ein anderes Vorgehen, das in der Praxis von Tierärzten angewendet wird, beschreibt Dr. med. vet. Stefan Rattenhuber. Der Tierarzt aus Diessen am Ammersee legt die Pferde vor der eigentlichen Euthanasie in Vollnarkose und injiziert dann T61. Ein Weg, der aus der Sicht eines Praktikers ebenfalls pferdegerecht scheint, gleichzeitig aber für den Pferdebesitzer oder begleitenden Betreuer besser zu verkraften sei, als das abrupte Niederstürzen des Pferdes bei anderen Vorgehensweisen.

    Bolzenschuss
    Die Tötung durch Kopfschuss mittels Bolzenschussgerät und das sofort anschließende Ausbluten des Pferdes durch das Eröffnen der Blutgefäße in der Drosselrinne wird aus tierärztlicher Sicht ebenfalls als vertretbare Euthanasiemethode angesehen. Webb die Venen des Pferdes beispielsweise nicht zugänglich sind, kann der Bolzenschuss das Mittel der Wahl sein.
    ’Die tierschutzgerechte Tötung mittels Bolzenschussgerät und Entblutung ist eine fachlich korrekte Alternative zur Tötung durch Medikamenteneinwirkung und hat den Vorteil, dass der Tierkörper nicht mit Medikamenten belastet ist’, so Gerhards. Sie habe den Nachteil, glaubt der Professor, dass große Mengen Blut in die Kanalisation oder Umgebung gelangen. Zudem wirke die Prozedur für den Pferdebesitzer oft sehr brutal. Für dieses Vorgehen wird das Bolzenschussgerät am Schopfansatz angesetzte, und erst wenn das Pferd die ruhige und präzise Positionierung zulässt, unter leichtem Druck ausgelöst. Mit dem Knall des Auslösens bricht das Pferd zusammen. Der Schuss hat das Gehirn des Pferdes so zerstört, dass es keinen Schmerz mehr empfinden kann. Der Tod tritt anschließend durch das Ausbluten ein, dass laut Tierschutz-Schlachtverordnung innerhalb von 20 Sekunden nach dem Bolzenschuss erfolgen muss. Wie auch bei der medikamentösen Tötung hat das gewissenhafte und geübte Vorgehen absolute Priorität, um Zwischenfälle unter allen Umständen zu vermeiden.

    Fazit
    Die Argumentation für das eine oder andere Verfahren bzw. Präparat ist auch abhängig von der Einstellung und Erfahrung des Tierarztes. Ist das Ziel eine möglichst rasche Tötung des Pferdes. Scheint Eutha 77 das Mittel oder Wahl oder die Tötung mittels Bolzenschuss.
    Ist der Wunsch das Einschläfern möglichst ‚sanft’ – auch für den menschlichen Betrachter – zu gestalten, wird die Entscheidung eventuell eher zu Gunsten von T61 ausfallen.
    Auch an dieser Stelle sind es wieder die menschlichen Befindlichkeiten, die eine Entscheidung beeinflussen. Wie wirkt das Prozedere auf den Pferdebesitzer, Pfleger und andere Anwesende.
    Schwer verständlich ist für den Besitzer, der emotional sehr an seinem Pferd hängt, wohl diese Tatsache: Die schnelle und auf den Menschen wohlmöglich brutaler wirkende Methode, bei der das Pferd abrupt niederstürzt, ist für das Pferd die angenehmere und auch die wohl tierschutzgerechtere Art der Euthanasie. Eine Beratung vom Tierarzt kann helfen.“

  • Avatar Diana sagt:

    Samona
    Es gibt sogar ein Wort für die Problematik: Toleranz
    Das bedeutet, dass man unterschiedlicher Meinung sein kann, die des anderen aber akzeptiert und ihn nicht dafür verurteilt.
    Du allerdings verurteilst Andersdenkende und Andershandelnde.
    Vielleicht solltest Du mal darüber nachdenken?

  • Avatar Andrea S sagt:

    Danke Diana 🙂

  • Avatar Legolas sagt:

    Gidran: informativer Text :thumbsup:

    Somona: Ich bin auch nicht für die BS-Methode, jedoch muss das jeder für sich und sein Tier selbst entscheiden und damit leben können. :S

  • Avatar dat ninalein sagt:

    danke für diesen informativen text

  • Avatar wind sagt:

    Auch an dieser Stelle sind es wieder die menschlichen Befindlichkeiten, die eine Entscheidung beeinflussen. Wie wirkt das Prozedere auf den Pferdebesitzer, Pfleger und andere Anwesende.
    Schwer verständlich ist für den Besitzer, der emotional sehr an seinem Pferd hängt, wohl diese Tatsache: Die schnelle und auf den Menschen wohlmöglich brutaler wirkende Methode, bei der das Pferd abrupt niederstürzt, ist für das Pferd die angenehmere und auch die wohl tierschutzgerechtere Art der Euthanasie. Eine Beratung vom Tierarzt kann helfen

    Würde der Metzger aus dem Dorf noch leben, in dem ich aufgewachsen bin, dann müsste er das machen. Ich habe als Kind einige Notschlachtungen miterlebt. Dabei war ich nie geschockt oder entsetzt – im Gegenteil. Durch seine besonnene, ruhige und schnelle Vorgehensweise dachte ich eigentlich jedesmal, wenn er dann da war um ein Tier zu erlösen: „jetzt wird alls gut“. Nun ist diese Metzger lange tot, aber soviel steht fest: für mich kommt nur eine schnelle Methode durch eine Person meines Vertrauens in Betracht. Und das wäre im Moment mein Tierarzt. :S

  • Avatar Willow sagt:

    oh man..

    dann oute ich mich mal – ich habe meine stute damals auch zum schlachter gebracht und nicht einschläfern lassen..
    und das war keine entscheidung des geldes wegen – ich hab für sie nämlich nix gekriegt, sondern noch draufgezahlt..

    dann bin ich in manchen augen wohl ein schlechter mensch :panik1:

  • Avatar dat ninalein sagt:

    och willkommen im club.

    lg nina

  • sweltsje sweltsje sagt:

    Och Mädels, jetzt hört mal auf mit Clübchenbildung!
    in dem Boot sitzen wir alle, wenn wir eigene Tiere haben, gemeinsam, und nach meinen Erfahrungen kann man sich gar nicht unbedingt auf eine „Methode“ festlegen, weil mit den Viechern gern mal alles anders kommt als erwartet, dann noch schnell gehen muss, und schon ist man u.U. um ne Erfahrung reicher, die man so nie geplant hätte.

    Ich verstehe Ninas Argumentation gut! Erstens wegen der Kinder und zweitens wegen der Entsorgung des toten Tieres.
    Aus demselben Antrieb habe ich vor zwei Jahren meine geliebte Stute nach 5 Tagen hohem Fieber flott in eine Klinik gebracht. Ein bisschen mit der kleinen Hoffnung dass sie gerettet werden kann, aber ganz instinktiv mit dem Gefühl, dass ich ihren Tod im frisch-bezogenen, sehnsüchtig-gewünschten, selbst-gebauten Stall direkt neben der eigenen Haustür nicht erleben wollte. Ich hatte genug damit zu tun, meiner kleinen Tochter zu erklären, warum unsere Freundin nicht mehr da ist, den Anblick des toten Tieres und den Abtransport direkt vor dem Küchenfenster hätte ich ihr und mir nicht zumuten wollen.
    Im Pensionstall hat man es manchmal leichter, weil man es auf den beherzten SB abwälzen kann, und einfach nach Hause fährt. Wohnt man mit seinen Pferden, kann man davor nicht fliehen.
    Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, habe ich immer ein Einschläfern favorisiert und mir dann im entsprechenden Moment eine Schusswaffe gewünscht. Die Welt ist eben nicht nur schwarz und weiß, und meistens kommt es anders als man denkt.

  • Avatar wilonya sagt:

    Ich denke mal das ist ein so schwireiges und ernstes Thema das muß man von Pferd zu Pferd entscheiden und auch wie.
    ICh denk aber mal hier jemanden nieder zu machen nur weil er eine andere Methode wählt als einem anderen hier lieber wäre ist nicht die feine englische Art.Schließlich ist egal welche Art für uns sehr hart.
    Ich habe schon beide Methoden mitgermacht und ich war mir beim einschläfern lange nicht sicher ob mein Pferd wirklich tot ist,- beim Metzger schon.
    Kann bei beiden Sachen mal was daneben gehen, so ist es und sollte nicht sein aber wenn dann kann man da auch nichts machen. Kein Mensch ist da perfekt und hat es bestimmt nicht mit absicht gemacht.
    Beim einschläfern ist mal ne Stute wieder aufgebäumt und hat meinen Mann angeschaut und angewiehert , so nach dem Motto was ist jetzt los. Der schläfert keine mehr ein, wenns nicht sein muß.
    Bei meinem kleinen dmaals mußte einschläfern wegen der Medikamente her sein und ich stand da und es dauerte mir ewig, bis er endlich tot war, dann noch das daliegen und der abtrantport. ne danke. Auch in der Tiermehlfabrik dort die weiterverarbeitung. Beim Metzger da weiß ich wie ausgebeint wird.
    beim metzger ich denke mal wenn ein Pferd Reisen kennt und das nichts neues ist und man dabei ist , so wars bei unserer dann ist die auch die Ruhe weg. Sie stand ganz ruhig bei uns und dann kam der Schuß und sie lag da, klar das ausbluten ist nicht jedermans Anblick aber das dauerte lang nicht so lang als wie das andere das einschläfern. 😉
    Vllt sind die Leute aufm Land durch die Hausschlachtungen da einfach etwas robuster. Den ein Schwein und Kuh fällt genauso und wird nicht eingeschläfert.
    Aber wie dem auch immer, man sollte deshalb keinen verurteilen nur weil er eine andere Methode wählt als man es selber machne würde. Das ergebnis zum Schluß bleibt shcließlcih das gleiche unser treuer freund ist Tot.

  • Avatar Samona sagt:

    Nichtsdestotrotz habe ich genauso wie Ihr das Recht so zu denken wie ich es tue, ebenso habt ihr das Recht so zu denken wir ihr das
    möchtet

    Zitat von »Samona«
    Nichtsdestotrotz habe ich genauso wie Ihr das Recht so zu denken wie ich es tue, ebenso habt ihr das Recht so zu denken wir ihr das
    möchtet.

    Jap, du hast das Recht zu sagen was du möchtest und zu tun was du möchtest.
    Aber alle anderen auch.
    Du verlangst, das wir deine Meinung akzeptieren, schön. Dann akzeptiere doch auch die Meinungen anderer.
    Das wäre fair.
    Nur wenn du nicht in der Lage bist fair zu sein, erwarte das bitte nicht von mir!

    Och, nun wird es aber langsam albern; was hatte ich dann geschrieben ? Mal lesen bitte, unten nochmal.

    „Nichtsdestotrotz habe ich genauso wie Ihr das Recht so zu denken wie ich
    es tue, ebenso habt ihr das Recht so zu denken wir ihr das
    möchtet“

    Es kann jeder machen was er möchte ; aber wenn man so ein Thema öffentlich stellt muss man auch damit rechnen das es Menschen gibt
    die es anders sehen und dies auch klar sagen. Ich glaube das hier viele ein Problem damit haben das ich sehr unverblümt schreibe was ich zu diversen Themen denke sind sich dann massiv auf den Schlips getreten fühlen.

    Ich finde es nicht gut was Nina mit ihrem Pferd macht und Punkt. Das ist meine Meinung.

    Im übrigen bin ich Realist, ich habe keine rosarote Brille auf. Ich glaube Du solltest auch ein wenig vorsichtiger mit Deinen Aussagen sein.
    Du kennst mich nicht aber verurteilst micht weil ich eine andere Meinung habe und diese auch sehr direkt zum Ausdruck bringe.

    Das ist übrigens typisch für diese Gesellschaft. Ist man nicht Massenkonform, und das war ich nie, wird man automatisch angegriffen.

  • Avatar Legolas sagt:

    Och Mädels, jetzt hört mal auf mit Clübchenbildung!
    in dem Boot sitzen wir alle, wenn wir eigene Tiere haben, gemeinsam, und nach meinen Erfahrungen kann man sich gar nicht unbedingt auf eine „Methode“ festlegen, weil mit den Viechern gern mal alles anders kommt als erwartet, dann noch schnell gehen muss, und schon ist man u.U. um ne Erfahrung reicher, die man so nie geplant hätte.

    :thumbsup:

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Ich finde es nicht gut was Nina mit ihrem Pferd macht und Punkt.

    Es bleibt Dir unbenommen, das nicht gut zufinden, und auch Dein Missfallen zu äußern. Aber, wie einige schon geschrieben haben: Der Ton macht die Musik!
    Dein Missfallen dadurch kund zu tun, daß Du Nina (und damit auch den Personen, die so denken wie sie) diverse, sehr persönliche und auch unsachliche Dinge unterstellst, ist ganz sicher NICHT der richtige Weg.

  • Avatar dat ninalein sagt:

    nun jaaaa,

    es ist ein unterschied, ob ich sage, ich finde es nicht, was xyz tut oder man behauptungen aufstellt, die jenseits der gürtellinie sind und den tod oder sorry die tötungsart eines pferdes über das wohlergehen unschuldiger kinder stellt, bzw. zu behaupten, ich hätte das pferd nicht geliebt, denn wenn ich das nicht getan hätte, entschuldige meine ausdrucksweise, dann wäre der gaul schon seit zwei jahren in der wurst… ach quatsch, ich hätte den bei meinem umzug gar nicht erst hier mit runter genommen, sondern hätte den einfachen und bequemen weg gewählt.

    DAS ist das einzige, was ich an deiner art und weise so traurig finde, ich kann auf vernünftige art und weise jemandem sagen, dass ich seine vorgehensweise oder verhaltensweise nicht gut finde, ich kann aber auch beleidigend und verletzend sein. und DAS hat nichts mit meinung sagen zu tun…

    ach ja noch etwas… da du ja der meinung bist, pferde fühlen und denken wie wir, wenn ich dem oppa jetzt erzähle, dass das alles bald ein ende hat, springt der mir mit sicherheit über meinen zaun, so als ehemaliges m springpferd mit sicherheit kein problem und sucht das weite, im paradies der natur, denn er möchte bestimmt noch ein bißchen länger leben, auch wenn er dabei leidet… *ironiemodusaus*

    falls du es hier ALLES gelesen hast und zwar RICHTIG, sollte dir aufgefallen sein, dass es für die einen, eben den weg und für die anderen den anderen weg gibt, aber NIEMAND ist hier beleidigend geworden oder hat eben behauptungen aufgestellt, dich ich persönlich einfach unmöglich finde.

    einen lieben gruss

    nina

  • Avatar Willow sagt:

    *bei nina unterschreib*

  • Watson Watson sagt:

    Ich hab hier mal quergelesen und ich muss sagen… gehts noch!!!
    Die Theorie.. Friede, Freude, Eierkuchen und sachliche Beiträge und nun wo es leider jemand entscheiden muss, so ein bohei. Ich find es eine Frechheit wie du, Samona, hier schreibst!
    Es ist schon schwer genug den Schritt zu gehen und da braucht man solche Leute weiß Gott nicht auch noch :no: Hier fehlt mir jegliche Toleranz und auch ein gewisser Funken anstand, wenn ich mir das Wie anschaue.

    Ich persönlich finde die BS Methode nicht verkehrt, wenns richtig gemacht wird. Die Metzger haben eine gewisse Routine, gehen ruhig an die Tiere ran und so schnell wie das geht, bekommt es das Tier nicht mit. Ich habe das bei Rindern oft mitbekommen, die wussten gar nicht was los was, kauten noch genüsslich und ne Sekunde später wars vorbei.
    Ich kann es bei meiner RB nicht entscheiden, aber in seinem Pass steht „kein Schlachttier“ also bleibt nur die Spritze. Ich werde für ihn den Platz gut wählen, wenn es geht auf der Koppel, da ist Platz und der LKW kann direkt rauf fahren. Da er auch keine Angst vorm TA und Spritzen hat, dürfte das auch kein Problem sein. Der Hanno hingegen hat schiss vorm TA und vor Spritzen, jedoch fährt er gern Hänger, also wäre da der Weg zum Schlachter, ruhiges ausladen und ein schneller BS für ihn angstfreier als die Spritze.

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Du kennst mich nicht aber verurteilst micht weil ich eine andere Meinung habe und diese auch sehr direkt zum Ausdruck bringe.

    Das ist übrigens typisch für diese Gesellschaft. Ist man nicht Massenkonform, und das war ich nie, wird man automatisch angegriffen.

    Ach, aber du kennst dat Ninalein anscheinend, oder wie? Oder warum verurteilst du sie, nur weil sie ein andere Meinung hat??
    Ich hab dir noch nicht mal vorgeworfen, das du nix für deine Tiere tun würdest, so wie du es bei Nina getan hast.
    Du kannst nicht andere verurteilen und dann rum heulen, du würdest angegriffen, weil du nicht „massenkonform“ bist.
    Dieses „nicht massenkonform“ sein, seh ich noch nicht mal. Deine Meinung nimmt dir keiner und du stehst ja nicht alleine mit deiner Meinung zur BS. Nur keiner ist auf die Idee gekommen, dem anderen vorzuwerfen, das sie ihre Tiere nur loswerden wollten ausser dir!
    Und das hat nix mit massenkonform oder nicht zutun, das hat was mit Erziehung zutun.

  • gitana gitana sagt:

    Die Sache mit Schlachtpferd oder Nichtschlachtpferd bezieht sich ja nur auf die weitere Verwendung als Lebensmittel, soweit ich weiß.

    Man darf doch auch ein Nichtschlachtpferd mit dem BS töten, wenn es danach nicht in den Lebensmittelkreislauf geht, sondern vom Abdecker geholt wird wie das eingeschläferte Pferd auch, oder?

    Meine sind alle als Schlachtpferde eingetragen, aber sollten sie Medikamente benötigen, die es erforderlich machen, den Status zu ändern, werde ich das selbstverständlich sofort tun. Ich mußte bisher gottseidank erst ein Pferd sterben sehen, das wurde eingeschläfert und leider funktionierte das auch nicht so, wie es sein sollte ;( Von daher tendiere ich auch mehr zu BS, falls ich die Entscheidung mal selbst zu treffen habe.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Um mal auf die Eingangsfrage zurückzukommen.

    Es gibt in Deutschland eine „Vereinigung zum Schutze des Pferdes“ (oder ähnlich).

    Die haben mal das Gütesiegel „Das blaue Pferd“ (wohl an das wundervolle Bild von Franz Marc gelehnt) kreiert.

    „Das blaue Pfed“ wird an Pferdemetzgereien verliehen, die sich durch einen überaus korrekten und humanen Umgang mit der Tötung eines Pferdes befasssen.
    Vielleicht könnte man ja da ansetzen, um an gute Adressen zu kommen.

    Bei uns in der CH in der Gegend von Bern gibt es den Pferdemetzger Horisberger, kurz Hori genannt. Dieser Mann, selber Rösseler und aktiver Springreiter geniesst weitherum einen hervorragenden Ruf und der letzte Gang eines Pferdes zu ihm – habe ich aus unzähligen Schilderungen gehört – hat überhaupt nichts mit Panik zu tun. Die kleine dörfliche Anlage ist sauber gehalten, da rieche nichts und es ist für das Pferd, als würde es zum Tierarzt gehen.
    Da sei auf seiner Schürze nicht mal ein kleines Blutfleckchen zu sehen.

    Der Besitzer kommt mit dem Pfed und lädt es aus, Hori tätschelt es und gibt ihm noch Möhren oder Leckerli.
    Der Besitzer geht mit dem Pferd rein (der junge Mann hat sich einfach abgedreht) und konnte ohne zurückzusehen durch die eine Türe raus und anschliessend kriegt man die Halfter und Strick zurück. Zwischen Ausladen und Hirntod sei nicht mehr als zwei Minuten vergangen und nach Eintreten in den sauberen Raum keine halbe Minute.

    Nachdem nehme Hori auch mal weinende Frauen oder Männer in den Arm und tröste oder trinkt einen Kaffee und lässt die Leute erzählen.
    Ich habe noch nie irgendwas schlechtes gehört im Gegenteil, dass Hori auch schon mal nach Feierabend oder am Sonntag ein Pferd erlöst hat.

    Gut ist auch, dass er einem quasi nachher eine Autopsie liefert, gerade beim alten Pferd vom jungen Mann war es der absolut richtige Entscheid, das Pferd begann plötzlich dauernd zu stürzen und die Diagnose Ataxie (ohne das 24jährige Pferd noch mit weiss nicht was für Massnahmen und Röntgen und Scinti) zu plagen war vollkommen richtig (TA und Chiropraktier). Die HWS war an einer Stelle vollkommen deformiert durch Arthrose und auch im Rücken und Kruppenbereich verklebte Muskulatur (Fleisch nicht mehr verwertbar).
    Das Pferd, früher ein routiniertes Turnierpferd mit sehr viel Hängererfahrung trat seinen letzten Weg stolz und mit erhobenem Kopf an.
    Zwischen Diagnos und finalem Ende lagen mal genau 4 Tage. Diagnos am Donnerstag, am Freitag gabs keinen Termin und Termin war am Montag.

    Das bisschen Geld was es noch gegeben hatte (und der Schlachter war dafür nicht der Grund, sondern ein sauberer und schneller Tod) sind junger Mann und die RB und ihre Tochter, die das Pferd die letzten 4 Jahre ans Futter hatten und abgöttisch liebten, diese Woche in Memorandum an dieses toll Tier bei einem guten Essen verprassen gegangen.

    Bei einem Metzger/Erlöser wie dem Horisberger, wird kein Pferd in einer Box auf den Tod warten. Man hat einen Termin, und zu dem erscheint man und dann gehts blitzschnell und alles ist human. Folgende Bemerkung habe ich kürzlich in einem Schweizer Forum zu diesem erwähnten Metzger gelesen und es ist nicht die erste Anekdote dieser Art die ich über ihn hörte.

    Der private Pferdemetzger (der selber auch aktiv reitet und eigene Pferde hat) hat mir folgendes gesagt:
    „Komm doch mit deiner Stute am Sonntagmorgen ganz früh – das ist für sie dann wie ein Concours (Anfahrt) plus ein paar Sekunden“. Solche Gedanken beweisen, dass es auch Pferdemetzger gibt die sich wirklich Gedanken machen und auch ein „Gefühl“ haben

    .

    Selbstverständlich kann man auch ein Nichtschlachttier zum Metzger, also zum Horisberger bringen, wenn man diese Tötungsart bevorzugt muss dann halt aber für die Entsorgung bezahlen. Auch dies wird sehr oft in Anspruch genommen.

    Ich denke wenn der Zustand und das Gemüt eines Pferdes den Transport zulässt und man solch fachlich versiertes Personal zu Hand hat, spricht rein gar nix gegen diese schnelle und humane Tötungsart.
    Ich verurteile auch niemanden der das Geld aus der Fleischverwertung nimmt. Denn was da schlussendlich liegt ist die Hülle und irgendwie gewöhne ich m ich an den Gedanken, dass die Verwertung, also wieder in den Nahrungskreislauf zu kommen sinnvoller ist, als auf einem Berg Kadaver zu Seife verarbeitet zu werden.
    Aber jedem das seine.

    Ich bin weder für noch gegen Einschläfern, noch für oder gegen den Schlachter. Die einzige Bedingung muss sein, dass beides fachlich versierte und erfahrene Spezialisten sind. Gerade das Einschläfern von so grossen Tieren ist nicht zu unterschätzen . Man muss da offen sein, und die Situation des Pferdes und die eigene auch berücksichtigen.

    Was gar nicht geht, ist Pferd irgendwelchen Metzgern oder Schlachthöfen zu verkaufen, wo die Gefahr von nicht humanem Umgang besteht oder die Gefahr, dass das Pferd auf einem Schlachtviehtransport durch halb Europa endet, NEIN das geht gar nicht!!!

    Ich nehme aber auch nicht an, dass jemand hier sowas tun würde. 8)

  • Avatar ines sagt:

    Ob der Metzger oder der Tierarzt die bessere wahl sind hängt für mich von ganz vielen Faktoren ab!!!

    Kennt das Pferd Transporte und steht es entspannt, wie würden die Artgenossen auf den Toten Kumpel auf dem Hof reagieren, schafft ihr es an dem Pferd vorbeizugehen, während ihr auf Kampe wartet? Können (dürfen?) eure Kinder ein totes Pferd sehen? Habt ihr einen fähigen Tierarzt / Metzger?

    Meine / unsere Entscheidung ist klar.
    Alle unsere Pferde werden bei uns auf dem Hof im Kreise der Artgenossen eingeschläfert. es wird nix weggesperrt, der Tagesablauf ist fast wie immer. Es gibt ein Abschiedritual mit Putzen, schweif und Mähne werden schön gebürstet. Die guten Äpfel aus der Küche, die absolut Tabu sind für die Pferde werden rausgerückt. Wir gehen auf den Reitplatz und mein Tierarzt (und NUR DER) schläfert das Pferd ein.
    Meine Tochter darf das Tote Pferd, nicht das einschläfern selber sehen. Die Reitkinder(-eltern) werden telefonisch benachrichtigt. sie sollen selber entscheiden, ob die kinder an dem abgedeckten pferd vorbeilaufen sollen.
    meine erfahrung ist, dass pferde den tod riechen, es kommt kein pferd auf den anhänger, auch wenn sie noch so anhängertauglich sind. der dickste kumpel des pferdes kann sich bei dem toten pferd verabschieden. klingt nach räucherstäbchen, aber wir haben beobachtet, dass den pferden sehrwohl klar ist, ob das pferd am boden schläft oder tot ist.

    durch die vielen alten Pferde bei uns auf dem hof haben wir leider routine im einschläfern (lassen). da verliert das an drama und ist dann ein teil bzw ein ende eines lebens.

    gruß ines

    ich glaube nicht, dass es eine richtige oder falsche entscheidung gibt

  • Avatar Samona sagt:

    nun jaaaa,

    es ist ein unterschied, ob ich sage, ich finde es nicht, was xyz tut oder man behauptungen aufstellt, die jenseits der gürtellinie sind und den tod oder sorry die tötungsart eines pferdes über das wohlergehen unschuldiger kinder stellt, bzw. zu behaupten, ich hätte das pferd nicht geliebt, denn wenn ich das nicht getan hätte, entschuldige meine ausdrucksweise, dann wäre der gaul schon seit zwei jahren in der wurst… ach quatsch, ich hätte den bei meinem umzug gar nicht erst hier mit runter genommen, sondern hätte den einfachen und bequemen weg gewählt.

    DAS ist das einzige, was ich an deiner art und weise so traurig finde, ich kann auf vernünftige art und weise jemandem sagen, dass ich seine vorgehensweise oder verhaltensweise nicht gut finde, ich kann aber auch beleidigend und verletzend sein. und DAS hat nichts mit meinung sagen zu tun…

    ach ja noch etwas… da du ja der meinung bist, pferde fühlen und denken wie wir, wenn ich dem oppa jetzt erzähle, dass das alles bald ein ende hat, springt der mir mit sicherheit über meinen zaun, so als ehemaliges m springpferd mit sicherheit kein problem und sucht das weite, im paradies der natur, denn er möchte bestimmt noch ein bißchen länger leben, auch wenn er dabei leidet… *ironiemodusaus*

    falls du es hier ALLES gelesen hast und zwar RICHTIG, sollte dir aufgefallen sein, dass es für die einen, eben den weg und für die anderen den anderen weg gibt, aber NIEMAND ist hier beleidigend geworden oder hat eben behauptungen aufgestellt, dich ich persönlich einfach unmöglich finde.

    einen lieben gruss

    nina

    Habe Dir eine PN geschickt

  • Avatar Samona sagt:

    Und das hat nix mit massenkonform oder nicht zutun, das hat was mit Erziehung zutun.

    Julchen, wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen schmeissen.

  • Avatar Chaplin sagt:

    Das ist übrigens typisch für diese Gesellschaft. Ist man nicht Massenkonform, und das war ich nie, wird man automatisch angegriffen.

    Wenn „nicht massenkonform“ bedeutet, daß man unverschämt in Foren schreibt und sich in der Realität genau so verhält, dann kann das von vielen Menschen als respektlos, pampig und was weiß ich noch alles gedeutet werden.
    Und wenn sich ein einzelner in einer Gesellschaft (hier das Forum) nicht zurecht findet, liegt das dann an der Gesellschaft?

    Du erwartest von den Schreibern hier, Deine Meinung zu respektieren ohne anzugreifen, tust aber genau das selbe mit den anderen hier. Du kannst von den Usern nicht das erwarten, was Du augenscheinlich selber nicht erfüllen kannst oder willst. So einfach ist das.

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Und das hat nix mit massenkonform oder nicht zutun, das hat was mit Erziehung zutun.

    Julchen, wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen schmeissen.

    Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus……

    Und Tschüß!

  • Avatar Samona sagt:

    Ob der Metzger oder der Tierarzt die bessere wahl sind hängt für mich von ganz vielen Faktoren ab!!!

    Kennt das Pferd Transporte und steht es entspannt, wie würden die Artgenossen auf den Toten Kumpel auf dem Hof reagieren, schafft ihr es an dem Pferd vorbeizugehen, während ihr auf Kampe wartet? Können (dürfen?) eure Kinder ein totes Pferd sehen? Habt ihr einen fähigen Tierarzt / Metzger?

    Meine / unsere Entscheidung ist klar.
    Alle unsere Pferde werden bei uns auf dem Hof im Kreise der Artgenossen eingeschläfert. es wird nix weggesperrt, der Tagesablauf ist fast wie immer. Es gibt ein Abschiedritual mit Putzen, schweif und Mähne werden schön gebürstet. Die guten Äpfel aus der Küche, die absolut Tabu sind für die Pferde werden rausgerückt. Wir gehen auf den Reitplatz und mein Tierarzt (und NUR DER) schläfert das Pferd ein.
    Meine Tochter darf das Tote Pferd, nicht das einschläfern selber sehen. Die Reitkinder(-eltern) werden telefonisch benachrichtigt. sie sollen selber entscheiden, ob die kinder an dem abgedeckten pferd vorbeilaufen sollen.
    meine erfahrung ist, dass pferde den tod riechen, es kommt kein pferd auf den anhänger, auch wenn sie noch so anhängertauglich sind. der dickste kumpel des pferdes kann sich bei dem toten pferd verabschieden. klingt nach räucherstäbchen, aber wir haben beobachtet, dass den pferden sehrwohl klar ist, ob das pferd am boden schläft oder tot ist.

    durch die vielen alten Pferde bei uns auf dem hof haben wir leider routine im einschläfern (lassen). da verliert das an drama und ist dann ein teil bzw ein ende eines lebens.

    gruß ines

    ich glaube nicht, dass es eine richtige oder falsche entscheidung gibt

    Das kann ich wohl und ganz unterschreiben.
    Ich war viermal dabei wo ein Pferd verladen wurde, es kam zum Schlachter. Keines der Pferde wollte in den Hänger.
    Alle Pferde waren Turnierpferde und liesen sich ohne Probleme verladen.

    Meine Hunde haben genau gespürt was kam, meine letzte Hünding hat sich bis zur letzen Minute gewehrt obwohl sie durch ein akutes
    Nierenversagen mehr tot als lebendig war. Hätte ich sie beim TA einschläfern lassen wäre es noch schlimmer gewesen. Glaubt mir mal
    diesen Blick von ihr werde ich nie vergessen.

    Ich bin der festen Meinung das jedes Tier spürt wenn es zu Ende geht , nicht zuletzt weil wir Menschen und anders verhalten, anders
    richen, auch wenn wir meinen wir lassen uns nichts anmerken. Tiere nehmen die feinsten Signale auf. Die wissen es einfach.

  • Avatar Willow sagt:

    Die Sache mit Schlachtpferd oder Nichtschlachtpferd bezieht sich ja nur auf die weitere Verwendung als Lebensmittel, soweit ich weiß.

    Man darf doch auch ein Nichtschlachtpferd mit dem BS töten, wenn es danach nicht in den Lebensmittelkreislauf geht, sondern vom Abdecker geholt wird wie das eingeschläferte Pferd auch, oder?

    ja das stimmt, meine stute kam damals zum schlachter und durfte nicht weiterverwertet werden, da voller medikamente..
    schlachter und bolzenschuß geht halt trotzdem, aber dann zahlt man eben dafür, im falle eines reinen schlachtpferdes, bekommt man ja den schlachtpreis..

  • Watson Watson sagt:

    das wusste ich nicht, dann ist es für den Großen auch ein BS. Definitv!!! Aber ich hoffe, dass das noch gaaaanz lange dauert

  • Avatar dat ninalein sagt:

    mh, vielleicht ist es mein menschliches empfinden, aber mein terrier ist seelenruhig eingeschlafen und war, glaube ich froh, dass es endlich vorbei ist. der und war totkrank…

    nun, was die tiere da spüren, wenn ein pferd schon den pulsschlag eines menschen spürt, dann evtl. den erhöhten desjenigen der da am strick hängt und merken DAS was nicht stimmt?

    ganz ehrlich, ich bin bei der sache völlig ruhig, so wie andrea es beschrieb, ist es bei mir auch, da mag man mir kälte nachsagen, aber vielleicht ist es auch deswegen, weil oppa einfach die letzten 8 jahre ein wirklich nettes leben hatte und nichts ausstehen musste, weil seine augen nun so etwas von müde sind und er einfach nicht mehr kann und will. weil es nun einfach zeit ist.
    ich kann das leider nicht ändern, ich kann auch seine zeit nicht aufhalten, wenn ich das könnte, würde ich das gerne tun, und ihn hier weiter als fohlenonkel seine aufgaben erledigen lassen.

    und warum ich bei ihm diese art gewählt habe, habe ich geschrieben und mir ist lieber, er muss nicht in panik geraten, weil schon wieder der ta mit einer spritze kommt, er, wenn er vorne steht, nach seinen kumpels ruft, weil er sie riecht, aber nicht sieht, sondern einfach lieber in ruhe auf den anhänger geht, seine haferschüssel unter die nase bekommt, und gut ist.

    es tut mir leid, dass ich da einfach so sachlich darüber schreiben kann, aber ich kann das pferd dann einfach nicht wieder lebendig machen. so schwer das ist, und es hilft mir auch nichts, da in schlimmster trauer zu verfallen, denn das leben geht einfach weiter, und nimmt da keine rücksicht.
    ich werde an oppa IMMER mit einem lächeln zurück denken, denn er ist einfach ein wundervolles pferd. jeder trauert aus seine weise, der eine ganz laut und der andere ganz ganz leise… und ich bin da *leider* der leise typ.

    in dem sinne

    einen lieben gruss

    nina

  • Watson Watson sagt:

    :hug: Nina du kennst meine Meinung und auch meine Eistellung zur Trauer. Mach es, wie DU es für richtig für deinen Oppa hälst und gut ist.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich war viermal dabei wo ein Pferd verladen wurde, es kam zum Schlachter. Keines der Pferde wollte in den Hänger.
    Alle Pferde waren Turnierpferde und liesen sich ohne Probleme verladen.

    Bitte sei so lieb und hör endlich mit diesem theatralischen Getue auf!

    Meine Hunde haben genau gespürt was kam, meine letzte Hünding hat sich bis zur letzen Minute gewehrt obwohl sie durch ein akutes
    Nierenversagen mehr tot als lebendig war. Hätte ich sie beim TA einschläfern lassen wäre es noch schlimmer gewesen. Glaubt mir mal
    diesen Blick von ihr werde ich nie vergessen.

    Tja, meinst Du dann nicht auch, dass der gut gesetzte Gnadenschuss vielleicht gnädiger gewesen wäre? Jetzt stell Dir mal ein Pferd vor, was sich wehrt, weil der TA nicht fähig ist, ein anständiges finales Ende zu setzen?

  • Avatar Samona sagt:

    Bitte sei so lieb und hör endlich mit diesem theatralischen Getue auf!

    Entschuldigung, das war so und hat nichts mit grossem Kino zu tun. Der Spruch ist völlig überflüssig und führt wieder zu Auseinandersetzung
    Ihr redet hier alle vom guten Ton vergreift Euch aber ständig selber.

  • Avatar SCHORSCH sagt:

    :thumbsup: merlijn

    mein alter Spanier war kein Turnierpferd und ein miserabler Hängerkandidat- aber an dem Tag ging er rauf wie ein alter Turniergaul…. :denk: :nix:

  • Watson Watson sagt:

    Bitte sei so lieb und hör endlich mit diesem theatralischen Getue auf!

    Entschuldigung, das war so und hat nichts mit grossem Kino zu tun. Der Spruch ist völlig überflüssig und führt wieder zu Auseinandersetzung
    Ihr redet hier alle vom guten Ton vergreift Euch aber ständig selber.

    Vielleicht, weil das Wendy-Getue hier einfach unpassend ist

  • Avatar dat ninalein sagt:

    merlijn, ich glaube gerne, das das so war, ich habe aber auch schon geschrieben, warum es wahrscheinlich so gewesen sein wird…

    vieles bei dem umgang mit unseren pferden hat etwas mit körpersprache zu tun und auch mit unserem körperlichen/seelischen befinden, sprich puls hoch, atmung hoch, dann überträgt sich dies, und nicht ein jeder ist bei einer sache sooo ruhig, dass er das eben nicht auf das pferd überträgt. und somit kann es eben zu solchen zwischenfällen kommen. das hat aber NICHTS mit dem denken zu tun, hilfe mein pferd kommt zum schlachter, und DESWEGEN will es nicht auf den anhänger…

    einen lieben gruss

    nina

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    nun, was die tiere da spüren, wenn ein pferd schon den pulsschlag eines menschen spürt, dann evtl. den erhöhten desjenigen der da am strick hängt und merken DAS was nicht stimmt?

    ganz ehrlich, ich bin bei der sache völlig ruhig, …..

    und warum ich bei ihm diese art gewählt habe, habe ich geschrieben und mir ist lieber, er muss nicht in panik geraten, weil schon wieder der ta mit einer spritze kommt, er, wenn er vorne steht, nach seinen kumpels ruft, weil er sie riecht, aber nicht sieht, sondern einfach lieber in ruhe auf den anhänger geht, seine haferschüssel unter die nase bekommt, und gut ist.

    Ganz ehrlich mir sind verantwortungsvolle Menschen, die ruhig und Sicherheit vermittelnd am anderen Ende des Stricks hängen, oder das betreffende Kleintier in den Armen halten lieber und wichtiger, als diejenigen, die mit hysterischem Getue das arme Tier halb mächuris machen. Das braucht kein Tier in den letzten Stunden oder Minuten. Trauern und heulen kann man und soll man nachher.

    Dat-Ninalein, Du machst das vollkommen richtig ! :friend:

  • Avatar ines sagt:

    es ist schade, dass grad bei diesem thema wieder mit sand geschmissen wird und das adressiere ich bewusst an dich, samona.
    es geht nicht darum DIE Wahrheit zu finden, sondern sich über die für jeden einzelnen beste lösung auszutauschen. um ggf standpunkte zu verändern. aber das sollte nicht passieren, durch ein plumpes niederwalzen mit der für dich richtigen lösung

  • Avatar Willow sagt:

    vieles bei dem umgang mit unseren pferden hat etwas mit körpersprache zu tun und auch mit unserem körperlichen/seelischen befinden, sprich puls hoch, atmung hoch, dann überträgt sich dies, und nicht ein jeder ist bei einer sache sooo ruhig, dass er das eben nicht auf das pferd überträgt. und somit kann es eben zu solchen zwischenfällen kommen. das hat aber NICHTS mit dem denken zu tun, hilfe mein pferd kommt zum schlachter, und DESWEGEN will es nicht auf den anhänger…

    du nimmst mir quasi die worte aus dem mund..

    samona – wenn die turnierpferde, die sonst immer problemlos auf den hänger gehen, es dann genau dann nicht machen, hängt zu ziemlich 100% am menschen am anderen ende des strickes und nicht daran, dass der hänger zum schlachter fährt..
    allein die innere abwehr des jeweiligen führtsrickhalters beim gedanken an „oh man, letzter gang, schlachter *heul*“ überträgt sich auf die körperhaltung, ganz winzige, unbewußte signale nach außen, die ein pferd viel schneller und eher wahrnimmt, als uns menschen lieb ist..
    alleine diese übertragene unsicherheit lässt dann pferde auch mal nicht auf den hänger gehen..denn wenn der „leitmensch“ das schon nicht will, dann MUSS es ja gefährlich sein…(und zwar egal was dann auch kommen würde..pferde kennen nicht wirklich den beruf eines schlachters)

  • Enco Enco sagt:

    Am 19.06.2007 mußte ich meinen ersten Wallach Micky einschläfern lassen. Er hatte eine schwere Kolik. Er lag sehr lange stöhnend auf dem Reitplatz auf dem Rücken, beobachtet von uns allen mitsammt dem TA, der noch die Hoffnung hatte, nachdem er über drei Stunden alles versucht hatte, daß es irgendwie doch noch besser wird. Mein Gefühl, daß ich bekam, als mein TA dann den Satz sagte „Jetzt erlösen wir ihn“ kann ich nicht beschreiben!
    Mein TA ging zum Auto und holte die Spritzen. Micky lag auf dem Boden. Als mein TA den Reitplatz betrat stand Micky auf! :no: (hätte er nicht liegen bleiben können??) Er würde jetzt das erste Pferd sein, bei dem ich beim Einschläfern dabei bin! Und ich hab schon soooo viel Scheiß darüber gehört :panik1: ! Mein TA kam zu uns, gab ihm die erste Spritze (was weiß ich nicht!) und Micky legte sich hin. Dann kam die zweite Spritze. Und es hat nicht lang gedauert, bis eine absolute Stille sein schweres Atmen ersetze. Ich saß noch lange, lange ganz allein bei ihm, an seinen Hals angekuschelt! Er war so warm…….. :seufz:

    Beim abholen am nächsten morgen war ich nicht dabei!

    Die Kolik, die er hatte, war furchtbar! Das Einschläfern nicht!!!

    Das ist meine Erfahrung! Auch Enco werde ich, wenn es dann mal sein muß, einschläfern lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, mit meinem Pferd im Hänger zum Schlachter zu fahren. Ich verurteile aber auch niemand, der das kann und diesen Weg wählt!

  • Avatar Pelle11 sagt:

    Am 19.06.2007 mußte ich meinen ersten Wallach Micky einschläfern lassen. Er hatte eine schwere Kolik. Er lag sehr lange stöhnend auf dem Reitplatz auf dem Rücken, beobachtet von uns allen mitsammt dem TA, der noch die Hoffnung hatte, nachdem er über drei Stunden alles versucht hatte, daß es irgendwie doch noch besser wird. Mein Gefühl, daß ich bekam, als mein TA dann den Satz sagte „Jetzt erlösen wir ihn“ kann ich nicht beschreiben!
    Mein TA ging zum Auto und holte die Spritzen. Micky lag auf dem Boden. Als mein TA den Reitplatz betrat stand Micky auf! :no: (hätte er nicht liegen bleiben können??) Er würde jetzt das erste Pferd sein, bei dem ich beim Einschläfern dabei bin! Und ich hab schon soooo viel Scheiß darüber gehört :panik1: ! Mein TA kam zu uns, gab ihm die erste Spritze (was weiß ich nicht!) und Micky legte sich hin. Dann kam die zweite Spritze. Und es hat nicht lang gedauert, bis eine absolute Stille sein schweres Atmen ersetze. Ich saß noch lange, lange ganz allein bei ihm, an seinen Hals angekuschelt! Er war so warm…….. :seufz:

    Beim abholen am nächsten morgen war ich nicht dabei!

    Die Kolik, die er hatte, war furchtbar! Das Einschläfern nicht!!!

    Das ist meine Erfahrung! Auch Enco werde ich, wenn es dann mal sein muß, einschläfern lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, mit meinem Pferd im Hänger zum Schlachter zu fahren. Ich verurteile aber auch niemand, der das kann und diesen Weg wählt!

    Hallo enco,

    dein Erlebnis hat mich sehr berührt. Und ich denke, wenn für meine Pferde die Zeit gekommen ist, werde ich sie auch einschläfern lassen.
    Es muss jeder selbst entscheiden, welches der beste Weg ist. Es ist doch eigentlich auch total egal wie… denn tot ist tot.

    Und Samona, deine versuche Nina zu bekehren, sind hier nicht angebracht. Ich denke, dass es nicht einfach ist, so einen Weg mit seinem Pferd zu gehen.

    Und Nina, ich wünsche Dir das es ohne Probleme und schnell geht.

    Einen lieben Gruß, Sarah

  • Avatar dat ninalein sagt:

    mal ganz kurz ot und ich muss dabei leider total grinse…

    ich finde dieses wort mächuris irgendwie total lustig, vor allem wenn ich mir das vor meinem geistigen ohr auch noch mit schweizerischem dialket vorstelle…

    allen anderen danke.

    einen lieben gruss

    nina

  • Avatar Andrea S sagt:

    Ich war viermal dabei wo ein Pferd verladen wurde, es kam zum Schlachter. Keines der Pferde wollte in den Hänger.
    Alle Pferde waren Turnierpferde und liesen sich ohne Probleme verladen

    Wie alle anderen hier schon gesagt haben. Das lag nicht an den Pferden, das lag am mangelnden Vertrauen, welches durch ungewohntes Verhalten derjenige verursachte, der am anderen Ende des Strickes hing.
    Wenn ein Pferd in den Hänger geht, weiß es nicht, wo es hinfährt. Verhält sich der Mensch ruhig und gelassen, dackeln die wie immer hinterher.
    Und wer da nicht runterfahren kann, der sollte es jemanden anderen machen lassen! Meine Pferde blieben sowohl beim Schlachter als auch beim Einschläfern ruhig, die haben garnichts befürchtet, eben, weil ich mich bei solchen Dingen im Griff habe. Und ehrlich? Ich dachte sogar „endlich hat das Leid ein Ende“, was mich in gewisser Weise mit Zufriedenheit erfüllt hat, was auf die Pferde stark beruhigend wirkte.

    Meine Hunde haben genau gespürt was kam, meine letzte Hünding hat sich bis zur letzen Minute gewehrt obwohl sie durch ein akutes Nierenversagen mehr tot als lebendig war.

    Meine Hunde -entweder altersschwach oder krank – haben nie etwas gespürt. da sie den TA gut kannten, kamen sie sogar schwanzwedelnd auf ihn zu, haben, weil gut erzogen, sich auf das Kommando „Platz“ abgelegt, mit mir gekuschelt und der TA hat die Spritzen gesetzt.
    da war keine Panik, keine Angst, eben auch, weil ich total ruhig und erleichert war.

    Hätte ich sie beim TA einschläfern lassen wäre es noch schlimmer gewesen. Glaubt mir mal diesen Blick von ihr werde ich nie vergessen.

    Das musst dann aber Du Dir vorwerfen, so leid mir das tut. In diesem fall hättest Du jemanden bitten sollen, dem die Tiere vertrauen, der ruhig bleiben kann, sie zu halten.

    Ich bin der festen Meinung das jedes Tier spürt wenn es zu Ende geht

    natürlich spüren die Tiere wenn es zu Ende geht. In der Regel sind sie auch zufrieden, eben weil sie nicht menschlich denken, es gehört zum Kreislauf dazu und ist ein natürlicher Prozess. Die Tiere sondern sich dazu in der Regel von Artgenossen ab und nicht selten auch von den Menschen. was sie aber nicht spüren ist, dass sie da nun jemand erlösen oder – wie Du es scheinbar meinst – ihnen das leben nehmen will.

    nicht zuletzt weil wir Menschen und anders verhalten, anders
    richen, auch wenn wir meinen wir lassen uns nichts anmerken. Tiere nehmen die feinsten Signale auf. Die wissen es einfach.

    nein! Die sind nur skeptisch weil wir uns für sie komisch verhalten. Die wissen nicht, dass sie zum Schlachetr oder erlöst werden sollen.

    Nochmal, der kritische Faktor bei so einer sache ist immer der mensch. Der mensch meint immer er müsse unbedingt bis zuletzt bei seinem Tier sein, meint, das Tier würde es ihm übel nehmen, wenn er nciht dabei ist. Das ist ganz großer Quatsch.
    Wer mit dem Tod nicht umgehen kann (der im Übrigen in der Regel etwas friedvolles, ruhiges ist), der sollte es tunlichst unterlassen sein Tier dabei zu stören. Dem Tier hilft der Mensch dann nicht, es macht das Tier nur unsicher und quält es im Prinzip oft genug hoch, so dass es sich einem Todeskampf hingibt. Nicht aus Angst um sich selbst, sondern um seinen Menschen!

    Wie ich bereits schrieb, ich kann in solchen Situationen (auch Paniksituationen von Tieren) extrem runterfahren. wenn ich ein Tier von seinem Leid erlösen kann, erfüllt mich dies mit Zufriedenheit. Die Trauer folgt erst, wennn alles vorüber ist. Alles andere wäre für mich persönlich verantwortungslos meinem Tier gegenüber.

    @Merlijn: einen guten Schlachter habt Ihr bei Euch. Genauso einen haben wir hier auch. Eins sehr tierlieber Pferdemann, der auch nur nach Terminabsprache arbeitet und bei dem alles sauber ist, nichts riecht und zu dem.,, zumindest mein Pferd vollstes Vertrauen hatte.
    und auch bietet den menschen im Anschluss einen Kaffee an und ist nicht selten Psychologe

  • Avatar Chaplin sagt:

    Nochmal, der kritische Faktor bei so einer sache ist immer der mensch. Der mensch meint immer er müsse unbedingt bis zuletzt bei seinem Tier sein, meint, das Tier würde es ihm übel nehmen, wenn er nciht dabei ist. Das ist ganz großer Quatsch.

    Ich habe letzte Woche eines meiner Pferde einschläfern lassen und ja, ich war nicht dabei, als die Spritze gesetzt wurde. :seufz: Ich weiß, daß ich nicht der Held bin, wenn es um meine eigenen Pferde geht und ich wollte, daß alles ganz „normal“ verläuft. Ich habe mich so ruhig wie es nur eben ging verabschiedet und mein Pferd in eine vertrauensvolle Hand gegeben. So ist er ganz friedlich ohne Streß und Hektik voraus gegangen.

  • Avatar dat ninalein sagt:

    andrea, jetzt weiss ich es, ich versuchte die ganze zeit die worte in meinem kopf für meine ruhe zu finden, eine gewisse zufriedenheit, dass dieses leid nun ein ende hat…

    rebecca, GENAU DAS ist verantwortung, zu wissen, dass man es selber nicht kann, aaaabbbbbeeeeerrrrrrr jemanden an seiner seite bittet, der dafür die nötige ruhe mitbringt, dies zu tun… CHAPEAU! und nicht über deuvel komm raus, das ding durchzieht, ein pferd hat, welches panik spürt und das etwas nicht stimmt.

    einen lieben gruss

    nina

  • Bille21 Bille21 sagt:

    Becca, das tut mir sehr leid. ;( Lass Dich mal umarmen. :hug: :hug:

  • Avatar Mumpitz sagt:

    natürlich spüren die Tiere wenn es zu Ende geht. In der Regel sind sie auch zufrieden, eben weil sie nicht menschlich denken, es gehört zum Kreislauf dazu und ist ein natürlicher Prozess. Die Tiere sondern sich dazu in der Regel von Artgenossen ab und nicht selten auch von den Menschen. was sie aber nicht spüren ist, dass sie da nun jemand erlösen oder – wie Du es scheinbar meinst – ihnen das leben nehmen will.

    Nochmal, der kritische Faktor bei so einer sache ist immer der mensch. Der mensch meint immer er müsse unbedingt bis zuletzt bei seinem Tier sein, meint, das Tier würde es ihm übel nehmen, wenn er nciht dabei ist. Das ist ganz großer Quatsch.
    Wer mit dem Tod nicht umgehen kann (der im Übrigen in der Regel etwas friedvolles, ruhiges ist), der sollte es tunlichst unterlassen sein Tier dabei zu stören. Dem Tier hilft der Mensch dann nicht, es macht das Tier nur unsicher

    Andrea, Du hast ja so Recht und es in gute Worte gefasst!

    wenn ich ein Tier von seinem Leid erlösen kann, erfüllt mich dies mit Zufriedenheit.

    Genau so geht es mir auch! Ich würde es sonst auch gar nicht aushalten, manchmal mehrere Tiere an einem Tag einschläfern zu müssen.
    Bei meinem Atze (Avatar), der schwer herzkrank war, war ich richtig froh, als das Chaos in seiner Brust endlich zur Ruhe kam.

    Wütend werde ich nur, wenn ich ein Tier töten muss, weil der Mensch es verbockt hat, oder das unnötig lange wegen „seiner“ Menschen leiden musste, und es fällt mir dabei immer schwer, ruhig zu bleiben….

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Also ehrlich, als ich das letzte mal in diesen Thread geguckt habe, waren alle noch vernünftig und sachlich, und dann kommen solche Klopper…

    Ich fange hier bestimmt keine Diskussion an, aber Nina, geliebt hast Du dieses Pferd nie sonst würdest Du es in Würde sterben lassen und nicht mit der Angst im Nacken in einem Schlachthof.
    Sorry aber ich finde so eine Einstellung :kotz:

    Das hat für mich nichts mit „gutem Ton“ zu tun, wenn ich da klar sage: Diese Aussage ist anmaßend, verletztend für Nina und komplett unnötig. Warum mußt Du so eine Aussage machen? Warum kannst Du nicht, wenn Du in diesem Thread alles gelesen hast, eine Meinung akzeptieren, die sogar begründet hat, warum sie den Schlachter gewählt hat, und nicht den TA für eine Euthanasie? Warum ist nur DEIN Weg der RICHTIGE??

    das hat keine 30 sec gedauert von Abladen bis Exitus.

    Stimmt in meinen Augen trotzdem nicht ganz, bis zu dem Moment, wo das Pferd nichts mehr mitbekommt. Das ist allerdings in meinen Augen das wichtigste, was das Pferd mitbekommt von dem, was passiert. Das war auch damals, als ich mein letztes Pferd einschläfern lassen mußte meine Frage an die TÄ: Was kann ich tun, damit das Pferd unter dem letzten Gang so wenig wie möglich leidet? Ich denke, das kann man auch auf die Fahrt zum Schlachter übertragen…

    Was ich garnicht ab kann ist, anderen Leuten reinzureden, oder selbst noch „hinterher“ rumzustänkern. Ich denke KEINER macht es sich leicht diese Entscheidungen zu treffen. Die meisten gehen lange Zeit mit dem Gedanken schwanger und es nagt tief in einem drin….

    Und selbst nach dieser Entscheidung, und nach dem Tod des Pferdes sind solche Anfeindungen und eine solche Kritik unangebracht ,und komplett unnötig. Weil man als Mensch nach dem Verlust leidet, und das unabhängig davon , wie das Pferd gestorben ist. Das ist auch der Fall, wenn das Pferd einfach auf der Weide einschläft. Aber man hat einfach einen Freund verloren.

    strick, ich stehe zu meiner entscheidung und auch zu meinen gründen und ganz ehrlich, es ist mir ziemlich gleich, was aussenstehende, die mich nur virtuell kennen, meine pferde und genauer gesagt, den charakter eines jeden einzelnen so unheimlich gut einschätzen können, dazu sagen.

    Trotzdem ist der Gang für Dich so schon schwer genug. Ich bin auch für mein eigenes Pferd für die Euthanasie, finde aber, daß man einfach für sich selber entscheiden sollte, was gut ist. Jegliche Versuche, in so einer Situation jemanden „umzustimmen“, weil man selber da anderer Meinung ist, finde ich einfach nur unangebracht.

    Sehr richtig, ich bin keine 14 mehr sondern 50 Jahre und ich bin im Leben angekommen. Aber ich führe ein anderes Leben und habe
    zu vielen Dingen eine unterschiedliche Einstellung und die gebe ich auch kund.
    In Deutschland herrscht Meinungsfreiheit. In diesem Forum nicht.

    Meinungsfreiheit und bewußte verletzende Worte / Unterstellungen / Anmaßungen sind zwei paar Schuhe. Keiner würde sagen, Du darfst Deine Meinung nicht äußern. Warum Du aber damit andere Deine Meinung annehmen, verletzt werden müssen, sehe ich nicht, und in dem Punkt finde ich auch weiterhin, daß das unnötig ist. Das hat nichts mit Deiner Meinung zu tun, sondern damit, daß Du intolerant anderen Meinungen gegenüber bist. Das finde ich so wie Du es (siehe erstes Zitat) kundtust, einfach nur traurig.

    Schwer verständlich ist für den Besitzer, der emotional sehr an seinem Pferd hängt, wohl diese Tatsache: Die schnelle und auf den Menschen wohlmöglich brutaler wirkende Methode, bei der das Pferd abrupt niederstürzt, ist für das Pferd die angenehmere und auch die wohl tierschutzgerechtere Art der Euthanasie. Eine Beratung vom Tierarzt kann helfen.“

    Sorry, der Artikel klingt interessant, woher allerdings dieses Wissen kommen soll, würde mich mal interessieren. Haben sie hinterher mal ein Pferd gefragt??? Auch das ist für mich eine Aussage, die einfach eine Meinung hergibt, und nicht, wie es dort geschrieben wird, eine Tatsache.

    Ich bin der festen Meinung das jedes Tier spürt wenn es zu Ende geht , nicht zuletzt weil wir Menschen und anders verhalten, anders
    richen, auch wenn wir meinen wir lassen uns nichts anmerken. Tiere nehmen die feinsten Signale auf. Die wissen es einfach.

    Mein Pferd hat damals als meine TÄ ihre Tasche auspackte, die Sachen in der Tasche abgeleckt. Sie war kontaktfreudig, und von daher war es nicht ungewöhnlich. Würdest Du da auch interpretieren, „sie wußte, daß wir sie erlösen wollten, und hat sich gefreut“? Ich mußte über die Aussage einer Bekannten von mir hinterher nämlich nur herzhaft lachen. (soweit man schon wieder zum lachen in der Lage ist.)

    Bitte sei so lieb und hör endlich mit diesem theatralischen Getue auf!

    Entschuldigung, das war so und hat nichts mit grossem Kino zu tun. Der Spruch ist völlig überflüssig und führt wieder zu Auseinandersetzung
    Ihr redet hier alle vom guten Ton vergreift Euch aber ständig selber.

    Ständig kann ich jetzt nicht finden. Aber Du hast mit Deinem ersten Spruch einfach eine Lawine losgetreten. Daß nach einer so angreifenden und verletzenden Anfeindung auch andere unsachliche Antworten schreiben, wundert beim lesen ehrlicherweise nicht. Auch wenn Du auch das vermutlich anders sehen wirst…

  • Avatar Andrea S sagt:

    @Becca: :hug: :seufz: Dir gebührt mein Respekt :ja:

  • Avatar Dark Galileo sagt:

    Ich denke jeder sollte den Weg gehen, der für ihn und sein Tier am besten ist, oder besser den welchen jeder für sich am sinnvollsten empfindet.Ich persönlich tendiere auch zum einschläfern, habe aber auch noch nie schlechte Erfahrungen damit gemacht. Weder beim Pferd noch vor 3 Wochen bei meinem Hund. Er ist ganz friedlich eingeschlafen, wie man es sich wünscht für einen Freund, der einen über viele Jahre begleitet hat.

    Und…egal wie….der Freund ist hinterher fort und man trauert!

    LG Michaela

  • Avatar Sheesha sagt:

    Chaplin,

    Das tut mir Leid!

    und ja, ich war nicht dabei, als die Spritze gesetzt wurde. Ich weiß, daß ich nicht der Held bin, wenn es um meine eigenen Pferde geht und ich wollte, daß alles ganz „normal“ verläuft. Ich habe mich so ruhig wie es nur eben ging verabschiedet und mein Pferd in eine vertrauensvolle Hand gegeben. So ist er ganz friedlich ohne Streß und Hektik voraus gegangen.

    Das finde ich ganz große Klasse!

    Ich war bis es bei meinem Alten mal kurz davor war auch nicht sicher ob ich DA dann wirklich „abschalten“ könnte und hatte mir vorgenommen das bei meinem Pferd ggf zu delegieren. Ich hätte es gekonnt(weiß man auch erst wenns soweit ist :seufz: ). Aber diejenigen die es nicht können und dann trotzdem krampfhaft dabeibleiben weil „man“ das ja tun muß, die können es ihrem Tier so richtig schwer machen. Und genau das will man ja eigentlich nicht wenn man schon Einfluß nehmen kann bei seinem Tier.

    Samona,

    Weißt Du, meine Pferde werden relativ sicher eingeschläfert wenns soweit ist. Das ist für mich OK so und ich wollte die nicht mehr fahren. Ich persönlich finde den Bolzenschuß genauso OK wie eine ordentliche Narkose. Und je nach Tier kann in meinen Augen das eine oder andere besser sein. Aus irgendeinem Grund möchtest Du Dich daran festbeißen, dass jemand, der sein Pferd zum Metzger bringt es weniger gern hat als jemand der es einschläfern läßt. Und DAS, bei aller Liebe, ist einfach nicht zutreffend und eine solche Äußerung ist persönlich, kränkend und verletzend.

    Aber das wolltest Du ja vermutlich.

  • Avatar dat ninalein sagt:

    guten abend,

    da muss ich dazu sagen, dass sie das nicht wollte, denn in der hinsicht hat samona sich bei mir via pn entschuldigt.

    einen lieben gruss

    nina

  • Avatar anitul sagt:

    Puh, das Thema ist so wichtig und ich habe es schon so oft durchdacht, und werde immer unsicherer, welcher Weg für mein Pferd der richtige ist. Ich hoffe, dass ich die Entscheidung erst in vielen Jahren treffen muss. Mein Pferd wird sehr schnell nervös, wenn ein Fremder seinen Kopf berühren will, und weicht mit ruckartigen Bewegungen nach oben aus. Das spricht eigentlich gegen den Bolzenschuss. Allerdings ist er der Kandidat auf dem Hof, der bei der Sedierung für die Zahnbehandlung immer die höchstmögliche Dosis verpasst bekommt, und sich immer noch wie verrückt wehrt (ich weiß nicht, ob gegen das „Dösigsein“ oder gegen das Anfassen am Kopf, das beim Zahnarzt halt nun mal einfach sein muss).

    Irgendwann werde ich mich entscheiden müssen, und ich hoffe, dass ich dann der Situation angemessen die beste Entscheidung treffen kann. Jedenfalls danke ich Euch für Eure sachlichen Beiträge und für Eure Erfahrung.

    LG
    anitul

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Ich war bis es bei meinem Alten mal kurz davor war auch nicht sicher ob ich DA dann wirklich „abschalten“ könnte und hatte mir vorgenommen das bei meinem Pferd ggf zu delegieren. Ich hätte es gekonnt(weiß man auch erst wenns soweit ist ). Aber diejenigen die es nicht können und dann trotzdem krampfhaft dabeibleiben weil „man“ das ja tun muß, die können es ihrem Tier so richtig schwer machen. Und genau das will man ja eigentlich nicht wenn man schon Einfluß nehmen kann bei seinem Tier.

    Ich habe mal für einen Freund zwei alte Ponies zum Schlachter gefahren. Er wusste nicht, ob er dabei sein könnte und hat sich die „Flucht“möglichkeit bis zuletzt offen gehalten – ich wäre ja da gewesen, um zu sehen, daß alles mit rechten Dingen zugeht, und damit die Ponies eine bekannte Person an ihrer Seite haben. Hänger an die Halle gefahren, erstes Pony abgeladen, Hinterfüße noch auf der Anhänger-Rampe, „Peng“, Poiny in den nächsten Raum gezogen, Kumpel stand völlig ruhig auf dem Anhänger. Zweites Pony abgeladen, „Peng“ usw. Das Ganze hat keine zwei Minuten gedauert, und die Pferde waren absolut ruhig dabei. Der Freund ist doch dabei geblieben und war nachher auch „froh“ darüber, daß er selbst gesehen hat, daß es nicht schlimm für die Ponies war…
    So ist es, finde ich, auch eine gute Lösung: Wenn man nicht sicher ist, ob man dabei bleiben kann, eine zweite vertraute Person dabei haben, die ggfs. „übernehmen“ kann.

    P.S. Mir als „Einschläferndem“ ist es immer nur wichtig, daß eine Vertrauensperson dabei ist, die gegenüber dem Besitzer bezeugen kann, daß alles gut gegangen ist. Das hilft gegen Zweifel…

  • Avatar Corradee sagt:

    Mal was anderes: habe mir jetzt den thread gerade durchgelesen und bin durch eure Erzählungen/Beschreibungen zu der „Erkenntnis“ gelangt, dass auch der Gang zum Pferdemetzger eine humane Alternative zum Einschläfern darstellen kann. Bislang hatte ich auch immer ziemliche Horrorphantasien, was die Schlachtung eines Pferdes/Tieres betrifft, aber durch eure „Geschichten“ habe ich erkannt, dass dies lediglich meine Vorstellung ist/war und offenbar mit der Realität nichts zu tun hat. (Ausnahmen mögen wie immer die Regel bestätigen und auf beiden Seiten vorkommen…)

    Da mein Pferd aber jede Hängerfahrt übel nimmt und an jedem x-beliebigen Zielort erstmal sehr aufgebracht ist, denke ich, dass für dieses Pferd, wenn die Zeit einmal gekommen ist (hoffentlich noch lang hin!!!), der vertraute Ort das wichtigste darstellt. Trotzdem finde ich es wichtig, dass man sich auch mal mit anderen Perspektiven beschäftigt und sich nicht eine voreingenommene (negative) Meinung bildet und starr daran festhält!

    Wie heißt es so schön?! „Glaube nicht alles, was du denkst.“

    Auch wenn es in diesem Forum manchmal etwas „herb“ zugeht, so kann man hier doch beizeiten etwas hinzulernen, deshalb bin ich hier 🙂

    LG, Jill

  • Honeybear Honeybear sagt:

    @Becca: :hug:

    @Corradee: genauso geht es mir auch.

  • sweltsje sweltsje sagt:

    @Chaplin: :hug:

  • Avatar wind sagt:

    @chaplin: ich umarme Dich auch mal! :hug: :hug:

    Ich bin auch froh, dass das Thema Euthanasie hier einmal so aufgekommen ist! Als ich diesen Thread zum erstenmal gesehen habe, dachte ich: oh nein! Ich will und kann darüber gar nicht nachdenken! Es ist zu schmerzhaft.

    Aber – irgendwann wird dieser Tag, an dem mein Pferd gehen muss, auf mich zukommen. Und je mehr ich mitgelesen habe und mich damit beschäftige umso mehr verliert dieses Thema den Schrecken! Der Tod gehört nunmal zum Leben und ich weiß, dass ich stark sein kann, wenn es darauf ankommt. Hoffe ich ..

    Deshalb an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an DonNico, die den Thread eröffnet hat, und an alle anderen, die ihre Erfahrung hier beschrieben haben!! :friend: :thumbsup:

  • Avatar Quidam sagt:

    @Chaplin :hug:

  • Avatar Cruzado sagt:

    Chaplin mein tiefstes Beileid :friend: .

    Ich bin grad richtig schockiert. Hab gar nichts mitbekommen….

  • Avatar Andalusine sagt:

    Becca lass Dich mal drücken, das tut mir sehr leid! Ich finde Deine Entscheidung gut und bewundernswert :hug:

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Chaplin: :hug:

  • GilianCo GilianCo sagt:

    @Chaplin: :hug:

    ’Eine Sedierung des Pferdes ist unbedingt zu unterlassen. Sie ist nicht nur unnötig, sondern falsch’, unterstreicht Professor Gerhards eindringlich. Durch die Wirkung der Sedativa würde das Zentralnervensystem des Pferdes von dem Narkosemittel langsamer erreicht und die Sterbephase verlängert, was seines Erachtens im Widerspruch zu dem Anliegen der Euthanasie steht einen möglichst raschen und stressfreien Tod herbeizuführen.

    Darauf muß ich jetzt noch mal eingehen. Das ist für mich (ebenfalls aus dem Artikel der Reiter Revue) so nicht ganz korrekt in meinen Augen. Hab das Thema heute gerade noch einmal mit meiner TÄ diskutiert. Eine Sedation ist ein Teil der Narkoseeinleitung , und die braucht ein Pferd. Es gibt selbstverständlich Medikamente, die den Blutdruck herabsetzen, und bei denen kann es (wenn es hoch genug dosiert ist) zu solchen Problemen führen. Wenn man aber seine Medikamente kennt, dann weiß man auch, mit welchen Sedativa man eine Narkoseeinleitung macht. Und auch in der Tierschutzvorlesung wurde uns erklärt, daß eine Euthanasie komplett ohne Sedation nicht zulässig ist. Von daher kann ich (wenn Dr. Gerhards da korrekt zitiert wurde, das sei mal noch dahingestellt) dem so einfach nicht zustimmen.

  • Avatar Granado sagt:

    @Chaplin: :hug:

    ’Eine Sedierung des Pferdes ist unbedingt zu unterlassen. Sie ist nicht nur unnötig, sondern falsch’, unterstreicht Professor Gerhards eindringlich. Durch die Wirkung der Sedativa würde das Zentralnervensystem des Pferdes von dem Narkosemittel langsamer erreicht und die Sterbephase verlängert, was seines Erachtens im Widerspruch zu dem Anliegen der Euthanasie steht einen möglichst raschen und stressfreien Tod herbeizuführen.

    Darauf muß ich jetzt noch mal eingehen. Das ist für mich (ebenfalls aus dem Artikel der Reiter Revue) so nicht ganz korrekt in meinen Augen. Hab das Thema heute gerade noch einmal mit meiner TÄ diskutiert. Eine Sedation ist ein Teil der Narkoseeinleitung , und die braucht ein Pferd. Es gibt selbstverständlich Medikamente, die den Blutdruck herabsetzen, und bei denen kann es (wenn es hoch genug dosiert ist) zu solchen Problemen führen. Wenn man aber seine Medikamente kennt, dann weiß man auch, mit welchen Sedativa man eine Narkoseeinleitung macht. Und auch in der Tierschutzvorlesung wurde uns erklärt, daß eine Euthanasie komplett ohne Sedation nicht zulässig ist. Von daher kann ich (wenn Dr. Gerhards da korrekt zitiert wurde, das sei mal noch dahingestellt) dem so einfach nicht zustimmen.

    zumal sich das zitat direkt auf eutha77 bezieht.

    granado wurde damit euthanasiert. und er wurde sediert, da er unruhig wurde, als ich recht schnellen schrittes über einen schotterweg ins dunkle (es war halb acht abends ende oktober) wegging.
    trotzdem lief alles sehr ruhig und kontrolliert ab. auch mit eutha kann man pferde kontrolliert ablegen, die brechen nicht wie vom blitz getroffen zusammen, so wie es im artikel (der übrigens gut ist wie ich finde) dargestellt wird.

  • GidranX GidranX sagt:

    Ich habe letzte Woche eines meiner Pferde einschläfern lassen

    Chaplin, DAS lese ich ja jetzt erst?? Was ist denn passiert und welches Deiner Pferde musstest Du denn einschläfern lassen? Ich habe gar nichts mitbekommen. :no:

  • Avatar maurits sagt:

    Chaplin… :hug:

    Ohne Worte.

    lg
    mau

  • Avatar Chaplin sagt:

    Danke Euch 🙂 der Profi ist jetzt nicht mehr da und wenn ein wenig Zeit ins Land gegangen ist, schreibe ich dazu noch in seinem Thread. :seufz:

  • GilianCo GilianCo sagt:

    trotzdem lief alles sehr ruhig und kontrolliert ab. auch mit eutha kann man pferde kontrolliert ablegen, die brechen nicht wie vom blitz getroffen zusammen, so wie es im artikel (der übrigens gut ist wie ich finde) dargestellt wird.

    Nachdem mir da jetzt schon mehrere Dinge aufgestoßen sind, wirkt der Artikel auf mich, als wenn der Schreiber durchaus eine Meinung hat, und die dann als Tatsache verkauft. Und die Ungereimtheiten stören mich dann schon. Übrigens gibt es Eutha77 schon gar nicht mehr. Ist der Artikel schon älter? Wenn nicht, dann jedenfalls auch in dem Punkt schlecht recherchiert…. :denk:

    Chaplin, klar, sowas braucht Zeit. :hug:

  • Avatar metunja sagt:

    ich habe noch nie ein sterbendes pferd miterlebt und bin auch nicht wild darauf es mitzuerleben.

    kenne lediglich eine horrorgeschichte über ein pferd, dass eingeschläfert wurde und vom schlachter hatte ich bisher auch andere vorstellungen. ich wusste nicht, dass es schlachter gibt, die das tier sofort bei ankunft erlösen – finde es aber prima (wenn man das bei dem thema so ausdrücken darf) – dachte immer, dass die eine bestimmte menge ansammeln und dann wie bei anderen tieren eben auch mehrere schlachtungen auf einmal vornehmen. und da bin ich mir sichher, dass sie das mitbekommen. eine ehemalige aushilfe meines mannes(hauptberuflich kopfschlächter) hat es eben auch genau so erzählt. war öfter in frankreich mit mobiler schlachtertruppe und seine geschichten waren nicht schön :no: .sprach von zähen tieren, die oft mehr als einen bs bräuchten….

    worauf ich eigentlich hinaus will…mir geht es wie anderen hier auch, dass ich aufgrund einiger beiträge zur schlachtung nun eine andere einstellung habe und ich mir das durchaus als letzten gang vorstellen könnte (wenn wir dafür auch hoffentlich noch ganz lange zeit haben) zumal es mir immer eine graußige vorstellung war, dass sie eines tages vom hof gekarrt wird und zu seife verarbeitet wird :panik: , denn ab dann ist es vorbei mir dem würdigen umgang mit dem leblosen körper.

    @ chaplin: :hug: und meine vollen respekt für deine selbsteinschätzung

    lg metunja

  • Avatar maurits sagt:

    metunja mir hat jemand, der früher als Schlachter gearbeitet hat, aus tiefster Überzeugung davon abgeraten, eines meiner Pferde im Notfall schlachten zu lassen.
    Ich war mal dabei als ein Pferd eingeschläfert werden musste, da der Besitzer das nicht konnte, und es war nicht schlimm. Im Gegenteil.

    Für den Fall hier, vertraue ich unserem langjährigen Tierarzt und keinem anderen. Mir geht das Thema sehr nahe, da eines meiner älteren Pferde eine schlechte Phase hatte, wo es auch hätte so enden können, das hat sich erst mal geändert, aber natürlich macht man sich, bei einem Pferd mit schwerster Arthrose auch Gedanken, wie es mal enden sollte, wenn es so sein muss.

    lg
    mau

  • GidranX GidranX sagt:

    wirkt der Artikel auf mich, als wenn der Schreiber durchaus eine Meinung hat, und die dann als Tatsache verkauft.

    Ja was denkst Du denn? Das ist eine Zeitung. Die verkaufen i.d.R. immer nur ihre eigene Meinung, hat ja schließlich nicht den Anspruch einer wissenschaftlichen Dissertation..Wie gesagt, interessant fand ich die Beschreibungen von dem Doc zu den verschiedenen Tötungsweisen, und auch DAS stellt wahrscheinlich teilweise nur sein eigenes Empfinden dar!
    Genauso wie ich meine Meinung zu den Dingen habe – da können Schulmediziner soviel erzählen wie sie wollen, WISSEN werden auch sie es erst, wenn sie den Weg selbst gegangen sind, tja und dann können sie es nicht mehr erzählen. :nix:

    Wenn man so an die ganzen Menschen denkt, die trotz Narkose was mitbekommen haben. Wo war´s zuletzt noch, ich glaub in Belgien, der Mann der zwanzig Jahre angeblich nichts mitbekam nur weil er sich nicht mehr rühren konnte – und sich herausstellte, das sein Gehirn EINWANDFREI funktionierte. Und sowas nicht festzustellen, scheint heutzutage ja immer noch möglich. Da kann mir einer viel über Reflexe erzählen.
    Und ob bei bei jedem Schuß wirklich immer alle Teile des Hirns ausser Gefecht gesetzt werden..Es hängt schließlich kein EEG dran. Der Tod erfolgt erst durch´s ausbluten. Und wie angenehm das dann ist, kann wohl niemand beurteilen.

    Man kann sich doch immer nur nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden – ob es der richtige Weg ist, wer weiß das schon. Und das gilt m. E. n. für jede der beschriebenen Weisen.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Naja, Ich bin halt selbst so @Gildran, daß ich meine Meinung auch als meine Meinung sehe. Es gibt ja schon Zeitschriften, die ich wg. ihrer immer wieder aufkommenden „tollen erkenntnisse“ gar nicht mehr lese. Wissenschaftlicher Anspruch ist da immer noch ne Spur bei, sonst hätten sie jetzt nicht nen TA gefragt, es sollte ja korrekt sein. Ich denke allerdings, daß es auch eine Weile braucht, bis man beispielsweise in der Lage ist, beides einfach zu akzeptieren, und einzusehen, daß auch Schlachten für das Pferd sicher nicht so schlimm ist, wie manche es annehmen. Und daß die Horrorgeschichten die man tw. vom Einschläfern hört, eben Horrorgeschichten sind, und nicht immer der Realität entsprechen. (Und wenn doch was schiefläuft, daß das nicht an der Methode als solches liegt, sondern beim einschläfern beispielsweise daran, daß der Kreislauf aus verschiedenen Gründen zu schwach ist etc.)

    Ich war gestern wieder bei einer Euthanasie dabei. Das ging auch (wie hier schon viele geschrieben haben) total ruhig vonstatten. Erst eine Narkoseeinleitung (Sedation), wenn das Pferd dann wackelig wird, die Narkose, und anschließend wenn das Pferd schon nix mehr mitbekommt dann das T 61. Die Besitzer standen daneben, und waren froh, daß es so ruhig vonstatten gegangen ist.

  • Avatar Andalusine sagt:

    Die Besitzer standen daneben, und waren froh, daß es so ruhig vonstatten gegangen ist.

    GENAU SO wünsche ich es mir!

  • anchy anchy sagt:

    @Maurits

    Hat der Schlachter Dir auch eine Begründung genannt, warum ER ein Pferd lieber einschläfern lassen würde?

    Liebe Grüße

  • Avatar Fintan sagt:

    Ich habe vor einiger Zeit einen interessanten Spruch gelesen:

    „Die Wahrheit ist die hässliche Schwester der Lüge“

    Ich persönlich finde, dass wenn es mit einem „Haus“tier zu Ende geht, wird sehr viel von einer Lüge Gebrauch gemacht. Der Tierhalter sucht in den allermeisten Fällen den für sich bequemsten Weg und rechtfertigt Ihn mit allen Mitteln der Kraft. So weit das alle die diesen Weg nicht tragen keine „Gutmenschen“ sein können. Für mich eher ein Verteidigen der eigenen Position denn eine objektive Betrachtungsweise. Gut das ist wohl menschlich.

    Ich persönlich ziehe den handwerklich versierten Metzger immer vor, meine Erfahrungen mit der Spritze waren nie gut.

    Ich gehe hier sogar so weit, das ich im Bedarfsfall das Pferd (Tier) selbst erschiessen würde. Ungeachtet der Konsequenzen, denn das wäre es mir wert.

    Wenn jemand sein Pferd zum Metzger bringt und dafür noch Geld erhält so finde ich das nicht verwerflich. Er kann dieses Geld ja auch quasi als Nachlass für das nächste Pferd einsetzen, oder aber mögliche Kredite bedienen die er zuvor wegen Behandlungskosten aufnehmen musste.

    Zudem sehe ich einen riesen Unterschied zwischen einem fanatischen (teilweise haltlosen) Tierschutz und einem realistisch praktizierten Tierschutz.
    Manch ein Fanatiker hält sich wohl ein Pferd oder auch Pferde um überhaupt eine Identifikation zu erlangen.

    Bevor das jemand in den falschen Hals bekommt, ich glaube ich betreibe in vielen Fällen aktiven Tierschutz.
    Es macht mir Spaß und es ist zum Teil recht kostenintensiv.

    Allerdings ziehe ich hier auch immer eine klare wirtschaftliche Grenze, auch zum existenziellen Schutz der anderen noch vorhandenen Pferde / Tiere.
    Wenn es nicht mehr geht oder ohne den Sinn einer Wiederherstellung zu einem minimalen „Verwendungszweck“ nicht realisierbar ist, peng!

    Das bedeutet auch das man so ein Pferd an einen anderen Besitzer übergeben können muss der mit der gesamten Situation „technisch“ und auch finanziell klarkommen muss.

    Viele Pferde sind wohl lebensfähig, aber nicht verwendungsfähig. Entweder für einen Amateur zu viel Pferd, für einen Profi nicht tragbar und häufig unbegrenzte Dauerbaustelle. Die Grenzen werden dann durch den freundlichen Bankbeamten gesetzt.

    So stehe ich nun gerade wieder vor einer denkwürdigen Entscheidung. 6 jähriges Pferd und wenn es denn „funktionieren“ würde ein Traum von einem Pferd.

    Nur von der Genetik her für den normalen Tierfreund viel zu viel Pferd, für den Profi auf Grund seiner Tendenz alle 4 Wochen den gelben Urlaubsschein einzureichen nicht tragbar.

    Er ist klinisch austherapiert. Man findet nichts. Und er geht so im Schnitt immer zwei Wochen nachdem man mit Ihm leichte Arbeit wieder angefangen hat für 6 Wochen lahm. Die Klinik die Ihn in den Fingern hatte ist spezialisiert auf den Bewegungapparat, man bringt hier selbst Pferde aus Neuseeland her.

    So und nun die Frage 6 Jahre alt und Euthanasie? Für die Kosten die er verschlingt bekomme ich ettliche andere wieder gerade und ins Reallife zurück geführt.

    Samona willst du Ihn?

  • Avatar maurits sagt:

    @Maurits

    Hat der Schlachter Dir auch eine Begründung genannt, warum ER ein Pferd lieber einschläfern lassen würde?

    Liebe Grüße

    er arbeitet seit Jahren nicht mehr in dem Beruf. Er sagte mir, die Tiere merken es. Und man hat nie die Gewissheit, dass man wirklich mit dem Bolzenschussgerät den Teil des Gehirns trifft wo das Tier dann 100% hirntot ist. Man kann auch andere Teile des Gehirns zerstören.

    Er sagt aber auch, dass es in Privatschlachtereien, wo nur einzelne Tiere getötet werden, durchaus möglich ist, dass sie das vorher nicht spüren.
    In grösseren Schlachtereien wo mehrere Tiere „warten“, ist es definitiv so, dass sie unruhig werden weil sie mitbekommen wie ihre Artgenossen sterben.

    Das mag in den hier beschriebenen Fällen anders sein. Aber die Tatsache, dass auch beim Schießen leider öfter als man wahrhaben will, was daneben geht, ist nicht von der Hand zu weisen.
    Er würde keinem Tier zumuten wollen einen Schlachthof zu betreten.

    lg
    mau

  • anchy anchy sagt:

    Er sagte mir, die Tiere merken es. Und man hat nie die Gewissheit, dass man wirklich mit dem Bolzenschussgerät den Teil des Gehirns trifft wo das Tier dann 100% hirntot ist. Man kann auch andere Teile des Gehirns zerstören.

    Das genau wären auch meine Befürchtungen

    Aber die Tatsache, dass auch beim Schießen leider öfter als man wahrhaben will, was daneben geht, ist nicht von der Hand zu weisen

    Auch darüber darf ich gar nicht nachdenken!
    Auch beim Einschläfern kann natürlich was „daneben“ gehen, dennoch , ich glaube an die Medizin.

    Ich will den Bolzenschuß nicht generell verurteilen, es ist halt für mich keine „mit lebbare Entscheidung“.

    Anchy

  • Avatar maurits sagt:

    kannst gern fragen, ich geb Dir gern den Namen, ist ein still lesender User hier.
    Rate mal warum so manch einer in dem Beruf nicht mehr arbeiten mag…
    lg
    mau

  • Avatar Corradee sagt:

    @ Fintan

    Wie sind denn die Hufe des Pferdes? Ist er beschlagen, oder „steht er falsch“?

    Nur so ne spontane Idee, wenn nix pathologisches gefunden werden kann… Hattest du das Pferd auch schon in der Röhre?

    Und nur präventiv: nein, ich möchte ihn nicht übernehmen!

    Hätte aber irgendwie ein schlechtes Gewissen, wenn ich ein Pferd töten lassen würde, nur weil es nicht „funktioniert“, denn wenn ich deine Schilderung richtig verstehe, könnte das Pferd ja durchaus ein Leben auf Koppel führen.

    Bei der Pferdehaltung (wie jeder anderen Tierhaltung) habe ich übrigens den Anspruch an den Menschen, dass er sich nur Tiere hält, die er sich auch leisten kann und zwar unabhängig von der „Nutzbarkeit“; lediglich unerträglicher Schmerz und damit verbundenes Tierleid darf freilich nicht stattfinden.

    Mir ist schon klar, dass das gerade in sportlich orientierten Reiterkreisen anders gesehen wird, dort ist ein Pferd eben auch eine Art von „Gerät“, welches seine Leistung zu erbringen hat.

    Armes Pferd, Fintan.

    Hoffe, du findest eine gute Lösung, am besten eine „Heilung“. Drücke die Daumen, dass doch noch etwas therapierbares gefunden wird!

    LG, Jill

  • GilianCo GilianCo sagt:

    @Fintan, da hast Du in vielem sehr recht. Ich bin zwar selber für mich zu der Entscheidung gekommen, und das auch schon vor längerer Zeit, daß meine Tiere euthanasiert werden. Trotzdem finde ich (nicht hier im speziellen, das ist auch im RL sehr gut feststellbar, und tw. für mich noch viel schlimmer) daß häufig eine total unpassende Hetze gegen das Schlachten betrieben wird.

    Ich finde, daß das wirklich jeder mit SICH und keinem anderen ausmachen muß, was er zum Lebensende des Pferdes entscheidet, und warum er das tut. Viele hier (siehe Nina) kann ich gut verstehen, und ihre Entscheidungen haben für mich Hand und Fuß. Ich muß nicht das gleiche entscheiden, aber ich würde auch niemals hingehen, und jemandem aus seiner Entscheidung, ob Euthanasie oder Bolzenschuß und ausbluten lassen, einen Vorwurf machen, weil es mir meiner Meinung nach einfach nicht zusteht.

  • Avatar metunja sagt:

    metunja mir hat jemand, der früher als Schlachter gearbeitet hat, aus tiefster Überzeugung davon abgeraten, eines meiner Pferde im Notfall schlachten zu lassen.

    hallo frau mau, wie ich bereits schrieb, kenne ich pers. einen „kopfschlächter“ dessen erzählungen darüber auch alles andere waren als angenehm und hier ging es eben auch immer um mehrere schlachtungen auf einmal – und DANN merken die das auch, davon bin ich auch überzeugt. wenn es allerdings so abläuft wie hier nun öfter beschrieben kann man (ich) darüber nachdenken, denn wie schon gesagt die seifenverarbeitung hinterlässt ebenfalls einen dicken kloß in meinem hals den ich nicht geschluckt bekomme.

    Ich war mal dabei als ein Pferd eingeschläfert werden musste, da der Besitzer das nicht konnte, und es war nicht schlimm. Im Gegenteil.

    ich war beim pferd noch nicht dabei, lediglich eine bekannte hat kürzlich ihrer freundin beigestanden und kam ziemlich fertig zu uns – pferd hat sich wohl mit ganzem körpereinsatz gewehrt, hat sich trotz narkose aufgebäumt und ist hintenübergestürzt und hat sich dabei noch das rückrad (an-?)gebrochen. aufgrund der noch größeren schmerzen kam man dann fast nicht mehr an das pferd ran um es dann endlich voll zu erlösen.

    sicher gibt es immer horrorgeschichten diesbezüglich, aber in punkto schlachtung habe ich für mich hier dazugelernt, dass es hier nicht nur horrormäßig zugehen muss.

    ich habe hoffentlich noch langelange laaaaange zeit bis ich eine solche entscheidung treffen muss oder der liebe gott sie für mich entscheidet – aber gleich zwei der hier genannten schlachter sind bei uns in der nähe und es wäre mir eine überlegung wert diese mir dann evtl. vorab anzuschauen um mir meine ganz eigene meinung darüber bilden zu können.

    O.T. frau mau, ist dein senior auch hengst oder wallach? falls wallach, könntest du dir vorstellen ihm eine offenstallhaltung zu ermöglichen? gerne mehr per pn :hug:

    lg metunja

  • Kevin Kevin sagt:

    Danke Euch 🙂 der Profi ist jetzt nicht mehr da und wenn ein wenig Zeit ins Land gegangen ist, schreibe ich dazu noch in seinem Thread. :seufz:

    :friend:

    Und jetzt mal aus aktuellem Anlass:

    Ich komme am Samstag Morgen in den Stall und da fährt der Bessi mit dem Gabelstapler um die Ecke, eigentlich was ganz normales, aber nicht um die Uhrzeit, sprich um 7.15 Uhr. Er fährt damit die großen Strohballen und kippt die Gitterboxen, in die gemistet wird. Strohballen waren nicht auf der Gabel und zum Mistkippen war es noch zu früh.

    Da war dann in der Nacht eines der alten Pferden selbständig und ohne Aufregung gestorben. Die Box war völlig glatt, er hat sich also ohne Aufregung hingelegt und ist eingeschlafen. Die Pferde rechts und links daneben standen ganz entspannt und fraßen ihr Frühstück.

    Er wurde dann rausgezogen und auf ner Palette abtransportiert. DAS hab ich mir dann beides nicht mehr angeguckt.

    Auch so kann es gehen. Dem war nichts anzumerken. Da waren zwar jede menge „Baustellen“, aber jede für sich und auch in Summe nicht so, dass man von einem kurzfristigen Tod hätte ausgehen können. Es gibt noch ein paar Pferde in dem Stall, denen man das wünschen würde, da finden die Besitzer keinen Punkt….

  • Avatar anitul sagt:

    Chaplin, auch mir tut es sehr Leid für Dich und ich wünsche Dir viel Kraft!

    LG
    anitul :hug:

  • GilianCo GilianCo sagt:

    @ Kevin, ich denke, Tiere können damit auch noch anders umgehen als Menschen. Bei uns ist auch mal ein Pferd in der Box gestorben, und ich habe mithelfen müssen, damit wir es aus der Box gezogen bekommen. Auffallend am nächsten morgen (bevor der Abdecker da war) war, daß alle Pferde morgens beim rausführen an dem Pferd (abgedeckt mit einer Plane) scheuten. Zwei Stück taten das nicht. Der Boxennachbar, der hatte daneben gestanden, als er umfiel, und meiner, der hat gesehen wie das Pferd rausgezogen wurde (wo er schon ziemlich geschnaubt hat).

    Für diese beiden war klar, er ist tot, und er liegt da. Für die anderen war es nicht so, weil sie den Tod nicht direkt mitbekommen haben.

    Das ist es auch, was ich in der Herde beobachten konnte: Mein Wallach hat sich damals von meiner Stute verabschieden dürfen, nachdem sie eingeschläfert worden war. Er hat es akzeptiert, ebenso wie ihre beste Koppelfreundin, die wir ebenfalls noch dorthingeführt haben. Ein Pferd was bei uns zum Schlachter gefahren wurde, wurde ganz normal von der Weide geholt (wie sonst auch immer), und die Pferde haben (weil sie es ja nicht wissen konnten) tagelang nach dem Kumpel gewiehert.

    Natürlich ist es immer am schönsten, wenn ein Pferd von selber einschläft….

  • Avatar maurits sagt:

    metunja, danke für das Angebot. Aber ich bitte Dich, denk mal nach…Sorry, ich bin bei dem Thema sensibel.

    Der Oldie ist erst 16 Jahre alt. Er ist Wallach, er hat an beiden Vorderbeinen schwerste arthrotische Veränderungen an der Hufrolle, am Krongelenk, und am Hufgelenk. Das Pferd lebt hier seit er 1,5 Jahre alt ist, er lebt in Gesellschaft von Tomke auf der Weide tagsüber, also momentan täglich 12 Stunden oder länger, nachts im Stall, im Winter Auslauf im Paddock. Die Diagnose steht seit dreieinhalb Jahren, seit dem ist er nicht mehr im Sport, das letzte halbe Jahr wurde es halt, wie schon lange zu erwarten schlechter. Die letzten drei Jahre nutzte ich den wie von der Klinik vorausgesagt, als Reitpferd in einem sehr eingeschränkten Masse, also zum Spazierenreiten und für etwas Dressur auf dem Platz, beides machte er mit Begeisterung mit und es tat mir in der Seele weh, ihm nicht begreiflich machen zu können, dass der Kopf anders will als die Knochen können.
    Der wurde in der Klinik eingehend untersucht, an der Diagnose ist nichts zu bagatellisieren und nichts schönzureden.

    Das Pferd wird den Hof hier nur noch liegend verlassen. Er bleibt bei mir, er wird hier optimal betreut von TA und Hufschmied. Der geht nirgendwo hin, weder als Beistellpferd, noch in irgendwelche Offenstallexperimente. Ich kenne das Pferd wie meine Westentasche, ich merke sofort, wie es ihm geht, dafür brauche ich den nicht mal laufen zu sehen. Es geht im momentan wieder den Umständen entsprechend gut, er läuft gern und viel nur enge Wendungen gehen nicht mehr gut.
    Sollte es schlechter gehen, wird er vom Tierarzt auf ein Cortisondepot eingestellt, um ihm die Lebensqualität und relative Schmerzfreiheit zu sichern.

    Den „heilt“ niemand mehr, weder Offenstallverfechter, noch Barhuf-Fans, und auch keine Cortisongegner. Und ja, homöopathisch und alternativ wurde und wird er weiterhin mitbehandelt, aber auch das kann die Zeit nicht zurückdrehen und er hat nun mal eine Erkrankung die fortschreitend verläuft und sich verschlechtert.
    Der ist was die Gelenke angeht, wirklich platt. Da wird nichts mehr besser, und ich würde den nirgendwo hingeben. Allein die Vorstellung, ihn mit 16 Jahren aus seiner gewohnten Umgebung zu nehmen, finde ich extrem verantwortungslos.

    Wenn das nicht mehr geht, dann wird der hier seine letzte Ruhe finden.In meinem Beisein. Bis dahin wünsche ich ihm noch eine schöne Zeit, von der niemand weiss, wie lange sie dauern wird, ich hoffe noch sehr lange. Ich bin jeden Tag dankbar, den er hier in einem Zustand, den ich vertreten kann, bei mir sein darf. Ich habe die Verantwortung für ihn, jeden Tag seines Lebens.

    lg
    maurits

  • Avatar maurits sagt:

    Ach so, und was ich noch sagen wollte, „Bolzenschussopfer“ sind entgegen der landläufigen Meinung nicht hirntot. Die sind betäubt und das Schmerzzentrum ist ausgeschaltet, das Herz schlägt noch, sonst wäre ein Ausbluten nicht möglich.

    lg
    maurits

  • Avatar Legolas sagt:

    Das Pferd wird den Hof hier nur noch liegend verlassen.

    So halte ich das mit Sybe auch :S ich denke das nennt man Verantwortungsgefühl dem Partner Pferd gegenüber, zumindest was meine persönliche Einstellung betrifft.

  • Avatar missregina sagt:

    Für mich persönlich käme auch nur die Variante des Einschläferns in Frage, alles andere könnte ich mit mir nicht vereinbaren… :no:
    Aber ich denke, dass das letztendlich jeder für sich im Sinne des Pferdes entscheiden muss…

  • Avatar Fluppel sagt:

    Ich hätte da jetzt auch mal ne medizinische Frage:
    beim Menschen bedeutet der Hirntod laut Definition auch den Verlust der Spontanatmung (Dies ist ein unumstößliches Kriterium für die Feststellung des Hirntodes). Die Herz-Kreislauffunktion (die ja beim Pferd für ein Ausbluten nötig ist), kann nur über eine künstliche Beatmung aufrecht erhalten werden.

    Das würde übertragen auf den Bolzenschuss bedeuten, dass
    a) das Pferd entweder überhaupt nicht hirntod ist. Und da würde ich mich dann schon fragen, woher man dann so genau wissen will, dass aber das Schmerzzentrum u.a. Bereiche definitiv ausgeschaltet sind und das Pferd vom anschließenden Ausbluten nichts mehr mitbekommt.
    b) sich Pferd und Mensch in dem Punkt unterscheiden, was ich jetzt eher nicht glauben kann.

    Ich muss zugeben, ich stand im Laufe dieses Threads hier dem Bolzenschuss plötzlich gar nicht mehr so abwehrend gegenüber, aber inzwischen bin ich wieder bei meiner ursprünglichen Meinung angelangt. Dies wurde auch noch forciert von dem Gespräch mit einem Verwandten, der als Landwirt (und Jäger) sehr sehr viel mit Bolzenschuss zu tun hat und die Hände über dem Kopf zusammenschlug, als ich ihn danach als Alternative zum Einschläfern befragte.

    Ich für mich persönlich bin nun wieder an dem Punkt, an dem ich vorher schon immer war: meine Pferde werden bei mir von dem Tierarzt meines Vertrauens in meinem Beisein eingeschläfert. Denn, dass der Bolzenschuss auf den Menschen so „human“ wirkt, weil die Pferde wie gefällt zu Boden gehen, hat meiner Meinung nach nicht unbedingt zu bedeuten, dass dies -auch wenn es nach außen hin so wirkt- die gnädigste Todesart ist.

  • Avatar Fluppel sagt:

    Becca,
    du warst meinem „Patenpferd“ die beste Besitzerin, die er sich wünschen konnte. Hab Dank dafür. Der vom Profi ist dir gewiss. :hug:

  • anchy anchy sagt:

    Fluppel, durch die Druckwelle, die der Bolzenschuß im Hirn auslöst ist das Pferd betäubt, nicht Hirntot, denn wie Du schon vermutestet, würde es ansonsten nicht ausbluten können.

    Liebe Grüße

  • Avatar Fluppel sagt:

    Danke. Das bestätigt meine Befürchtungen.

  • anchy anchy sagt:

    http://edoc.ub.uni-muenchen.de/6897/1/Hilsenbeck_Eva_Maria.pdf „Selbst ein ausreichend betäubtes Tier könnte ohne Entblutung seine Gehirnund Körperfunktionen wieder erlangen (N.N., 2004), weshalb der Bolzenschuß als alleinige Tötungsmethode nicht erlaubt ist.“ Das hat mich dann doch etwas geschockt!!!

  • GidranX GidranX sagt:

    http://edoc.ub.uni-muenchen.de/6897/1/Hilsenbeck_Eva_Maria.pdf „Selbst ein ausreichend betäubtes Tier könnte ohne Entblutung seine Gehirnund Körperfunktionen wieder erlangen (N.N., 2004), weshalb der Bolzenschuß als alleinige Tötungsmethode nicht erlaubt ist.“ Das hat mich dann doch etwas geschockt!!!

    Deswegen muss einem Bolzenschuss ja auch der Kehlschnitt oder Herzstich – und zwar innerhalb von wenigen Sekunden! – folgen..weil nur hierdurch erst der Tod herbeigeführt wird. Ansonsten ist es verboten.

  • Avatar metunja sagt:

    Deswegen muss einem Bolzenschuss ja auch der Kehlschnitt oder Herzstich – und zwar innerhalb von wenigen Sekunden! – folgen..weil nur hierdurch erst der Tod herbeigeführt wird. Ansonsten ist es verboten.

    DANKE, bei den ganzen fragen bezügl. bolzenschuss und dann ausbluten lassen habe ich mich gerade gefragt, ob es denn dann nicht möglich ist eine herzstich durchzuführen, denn dann dürfte das pferd doch definitif nichts mehr mitbekommen auch das ausbluten nicht, oder?

  • gitana gitana sagt:

    Gibt es eigentlich Untersuchungen zur Hirnaktivität nach einem Bolzenschuß, ohne daß sofortiges Ausbluten erfolgt?

  • Avatar Legolas sagt:

    Ich denke mal schon, daher wird es ja alleinig verboten sein.
    Beim Herzstich verblutet das Tier doch dann innerlich :S das Herz pumpt doch weiter und blutet dann in den Körper. ( korregiert mich, wenn ich falsch liege)

  • Avatar Granado sagt:

    Beim Herzstich verblutet das Tier doch dann innerlich :S das Herz pumpt doch weiter und blutet dann in den Körper. ( korregiert mich, wenn ich falsch liege)

    genau. und das macht die sache nicht besser/schneller, eher im gegenteil. denn durch einen herzstich/inneres verbluten, das dauert wesentlich länger.

    ansonsten kann ich mich persönlich den letzten posts bzgl. bolzenschuss nur anschließen… besonders anchy und flupps.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Ich weiß ja, daß der Bolzenschuß nur die Betäubung ist. Da weiß ich dann nicht (weil wir die Diskussion hier schon hatten) ob Bolzenschuß für das Pferd tatsächlich schneller geht… aber ich denke man geht eh davon aus, daß das Pferd davon nichts mehr mitbekommt.

  • Avatar Legolas sagt:

    Man kann sich nicht sicher sein, ab das Tier nicht´s mehr davon mitbekommt oder eben doch :S aber wie schon geschrieben das muss jeder für sich selbst entscheiden, dass meine „ist“ es nicht.

  • Avatar Kirsten sagt:

    „Selbst ein ausreichend betäubtes Tier könnte ohne Entblutung seine Gehirnund Körperfunktionen wieder erlangen (N.N., 2004), weshalb der Bolzenschuß als alleinige Tötungsmethode nicht erlaubt ist.“ Das hat mich dann doch etwas geschockt!!!

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was daran schockierend ist. Erst wird betäubt, dann getötet? Das ist in der Kombi Narkosemittel, und was immer danach gespritzt wird doch auch so? http://www.tierschutz.org/tierschutz/problembereiche/nutztiere/schlachtung/schlachtphasen/betaeubung/bolzenschluss.php Wie in vielen Beiträgen vorher erwähnt, ist ein professioneller Bolzenschuss eine sehr humane Lösung. Schlecht durchgeführt können beide Wege zu Horrorszenarien führen. Daher hilft es sicher, wenn man sich auf den Tag X vorbereitet und sich so oder so im Umfeld entweder einen fähigen TA oder einen fähigen Schlachter sucht. Ich habe mich ja für den TA entschieden, mich im Rahmen dieses Treads aber auch mal nach der anderen Alternative umgehört. Bei uns nehmen die Schlachter angeblich keine Schimmel. Sowas schon mal gehört? Ich war ein bisschen überrascht

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was daran schockierend ist. Erst wird betäubt, dann getötet? Das ist in der Kombi Narkosemittel, und was immer danach gespritzt wird doch auch so? http://www.tierschutz.org/tierschutz/pro…lzenschluss.php Wie in vielen Beiträgen vorher erwähnt, ist ein professioneller Bolzenschuss eine sehr humane Lösung. Schlecht durchgeführt können beide Wege zu Horrorszenarien führen. Daher hilft es sicher, wenn man sich auf den Tag X vorbereitet und sich so oder so im Umfeld entweder einen fähigen TA oder einen fähigen Schlachter sucht.

    *unterschreib* Das mit den Schimmeln stimmt. Sie töten die zwar auch, aber geben die dann zum Abdecker. Warum, habe ich momentan vergessen….

  • Avatar Legolas sagt:

    Ich denke jeder der schon mal selbst in Narkose lag, kann sich vielleicht besser damit Identifizieren ein Pferd einschläfern zu lassen… :nix:

  • GidranX GidranX sagt:

    Aber die Frage einer korrekten Betäubung stellt sich für mich auch bei einer Narkose. Ich schrieb schon einmal – wer weiss denn wirklich, wieviel das Tier dann doch noch mitbekommt? Mir ist aus diesem Grund zb. auch wichtig, das aktuelle Gewicht meines Pferdes zu kennen. Damit auf jeden Fall reichlich überdosiert werden kann. Und nicht Pi x Daumen vom TA geschätzt wird. So stelle ich mir das zumindest vor. Und ich vermute auch, dass vielleicht aus solch einer Fehleinschätzung diese schlimmen Horrorstorys entstehen können?
    Die Betäubung erfolgt entweder durch Bolzenschuss oder durch Medikament. In beiden Fällen denke ich, muss man einfach hoffen, dass es RICHTIG gemacht wurde.

    Und ob das darauf folgende Sterben durch Ausbluten oder durch Atem-/Muskellähmungen „angenehmer“ ist falls die Betäubung eben nicht RICHTIG erfolgte, wer will das beurteilen??
    Beim Schlachten soll mit der richtigen Betäubung der Schmerz beim Kehlschnitt/Herzschnitt ausgeschaltet werden. Ob das Verbluten an sich Schmerzen macht? Ich habe mal irgendwann gelesen, jemand der Verblutet wird Müde und schläft dann ein.. :nix:

  • Avatar Patrizia sagt:

    Angeblich wegen möglicher Schimmelmelanome. Hab gehört dass daher die Wartezeiten der Schlachter für Schimmel, vorwiegend alte, länger sind als für farbige Pferde.

    Für mich käme vermutlich der Bolzenschuss nicht in Frage, weil ich nicht möchte, dass an meinem Pferd herumgeschnitten wird. Das mag ich einfach nicht haben. Im Notfall, wenn’s nicht anders geht – klar.

    Edit:
    Ich find’s schon interessant, dass es hier immer noch Leute gibt, die nicht wissen wie korrektes Schlachten funktioniert, aber täglich Fleisch essen. Will jetzt auf keinem Fall wieder eine Vegetarier-Fleischesser-Diskussion lostreten, nichts liegt mir ferner. Aber WISSEN sollte man doch, was man da täglich verzehrt….? Nein?

    Edit 2:
    Bei schnellem Blutverlust wird man tatsächlich nur schläfrig, insofern eine „humane“ Methode. Dass der Schnitt allerdings Schmerzen bereitet (und auch ein gewisses Entsetzen beim Tier auslöst) kann jeder sich bei Youtube ansehen. Einfach „schächten“ eingeben, wo nicht betäubt werden „darf“ (aufgrund des ach so heiligen Glaubens). Seit einigen Jahren darf auch in Deutschland wieder offiziell geschächtet werden. Unsere ach so modernen tierfreundlichen Zeiten ….. hach ja… wir wollen ja unseren lieben muslimischen und jüdischen Gemeindemitgliedern ihre Glaubensausführung auch hierzulande nicht verwehren, nicht wahr? :kowa: :kotz:

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Da hast Du dann leider recht…. da ist dann die Gradwanderung, Glauben vs. Tierschutz, und da der Mensch sich da dann natürlich über das Tier stellt, ….

    Wobei man durchaus da auch reichlich Videos findet, die mit dem schächten dann wenig zu tun haben, wie es eigentlich sein soll. Zumeist dann (wie sollte es anders sein) natürlich wieder in Großbetrieben.

    Was das korrekte Schlachten angeht… nicht jeder setzt sich damit auseinander. Man weiß ja trotzdem, daß es ein Tier war, was man da isst, auch wenn man nicht weiß, wie es genau gestorben ist.

    Was nach dem töten (in welcher Art auch immer) dann mit meinem Tier passiert ist mir (im Gegensatz zu manch anderem) dann eh egal, weil es nicht mehr mein Tier ist. Und tot bekommt es eh nicht mit, was mit ihm hinterher geschied.

    @Schimmel… ich habe einmal einen von innen gesehen…. seitdem steht einmal mehr fest, ich möchte nie im Leben einen Schimmel haben….

  • anchy anchy sagt:

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was daran schockierend ist. Erst wird betäubt, dann getötet? Das ist in der Kombi Narkosemittel, und was immer danach gespritzt wird doch auch so?

    Schockierend war für mich hier die Vorstellung, eines durch Bolzenschuß getroffene Pferd erlangt noch VOR Tötung das Bewußtein.

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Mir gehts da genau wie Anchy. 🙁

    Falls ich jemals vor dieser Entscheidung stehen sollte, käme für mich definitiv nur das Einschläfern durch den Tierarzt meines Vertrauens in Frage.

  • GidranX GidranX sagt:

    Ich habe mir den Link von Anchy komplett angetan..mir ist echt ein bisschen schwummerig. Für schwache Nerven ist das nichts.
    Für mich ist besonders erschreckend, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist KEINE FACHGERECHTE BETÄUBUNG zu erlangen trotzdem der Schuss von geübten FACHLEUTEN gesetzt wurde. Und visuell NICHT BEURTEILT werden kann, ob eine ausreichende Betäubung vorgenommen wurde. Das hat für mich schon was von russischen Roulette. Das käme für mich nicht in Frage.

  • Avatar SCHORSCH sagt:

    Schockierend war für mich hier die Vorstellung, eines durch Bolzenschuß getroffene Pferd erlangt noch VOR Tötung das Bewußtein.

    das ausbluten geht so schnell.
    Mein Tip: sucht Euch nen netten Metzger und schaut es Euch mal an.

    Mumpi, bei diesem Thema da sind wir wohl ganz auf einer Linie

  • Enco Enco sagt:

    Auf der Internetseite eines Pferdemetzgers ganz bei uns in der Nähe steht über die Schlachtung folgendes:

    Die Schlachtung
    Pferde sind meist gut an den Umgang mit Menschen gewöhnt und lassen sich ohne Scheu in die Schlachthalle führen. Mit dem Bolzenschussapparat erfolgt eine blitzartige Betäubung, so dass das Tier von der nachfolgenden Tötung durch Blutentziehung nichts mehr mitbekommt.

    Ich würde ja den Link zu dieser Seite hier einstellen, aber ich glaub dann werd ich zerfleischt!

  • Avatar Andrea S sagt:

    Schockierend war für mich hier die Vorstellung, eines durch Bolzenschuß getroffene Pferd erlangt noch VOR Tötung das Bewußtein.

    das ausbluten geht so schnell.
    Mein Tip: sucht Euch nen netten Metzger und schaut es Euch mal an.

    Mumpi, bei diesem Thema da sind wir wohl ganz auf einer Linie

    Und ich schließe mich an.

    Wichtig ist, sich vorher genau zu informieren und zwar an Stellen oder bei Menschen die dies objektiv und sachklich können
    ohne Meinungsmache zu betreiben.

    Tierschutzseiten, schaffen dies in der Regel nicht, da sie gerne Horrorszenarien darstellen, die zwar durchaus mal passieren können aber, immer auch im Fall der Euthanasie. Wird beides gut und kompetent von ausgebildeten erfahrenen Fachleuten durchgeführt, die mit Ruhe daran gehen und wissen was sie tun, minimiert in beiden Fällen das Risiko erheblich.
    Daher ist es eben auch so wichtig schon lange vor dem Ableben mit diesem Thema zu befassen und, wie Schorsch schon sagt, auch wenn es nicht schön ist, sich gewisse Dinge mal bewusst anzuschauen.
    Das ist nicht verwerflich, dient der eigenen Sicherheit und der für das Tier und einen selbst richtigen Entscheidung.
    Vor allem aber, lässt man sich dann nicht mehr durch hetzerische Berichte verunsichern und sieht sie in einem anderen Licht.

    Sicher, Probleme können immer auftreten und sind nicht schön, dies kann häufig auch an Faktoren hängen, die wir nicht beeinflussen können. Aber auch gerade deswegen sollte man informiert sein.

    Dem Tier wird es egal sein, ob erst die Narkose per Spritze oder per Bolzenschuss gesetzt wird (doch, einem meiner Pferde schon, die würde die Spritze ablehen!), der Tod tritt in jedem Fall ein. Entweder per Euthanasie oder durch Ausbluten. und was dem Pferd nun besser gefällt, werden wir wohl nie erfahren.

    Jeder muss den für sein Pferd und sich richtigen Weg wählen.
    und vor allem, wählt einen Plan B! Wie bereits erwähnt würde ich immer zum Bolzenschuss tendieren, ausgenommen bei einem Pferd, das Hängerfahren schrecklich findet. da bleibt nur die Euthanasie. Während ich bei einer Stute – wenn ich denn Euthansaie-Befürworter wäre – mir damit wirklich selbst ein Horrrorszenario schaffen würde.

    Man sollten offen für beide Varianten sein, es gibt immer Abweichungen von der Norm.

    Also, informiert Euch sachlich an kompetenter Stelle und nicht auf irgendwelchen Seiten die mit Horrorszenarien Stimmungsmache betreiben!
    Euren Pferden zuliebe!

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Ich hab gerade das hier gefunden:

    Eine 1978 veröffentlichte Studie von Forschern der Tierärztlichen Hochschule Hannover deutet auf die Abwesenheit von Schmerzreizen beim Schächten hin. Ziel der Studie war die „Objektivierung von Schmerz und Bewußtsein“ der Tiere, um objektiv gültige Urteile bezüglich des Tierschutzes zu erlangen, da die diesbezügliche Diskussion bisher weitestgehend mit subjektiven und emotional gesprägten Argumenten geführt worden war. Die EEG-Messungen der Untersuchung zeigten vor und nach dem Schächtschnitt unveränderte Hirnströme, wohingegen die Bolzenschußbetäubung im EEG auf deutliche Schmerzen hinwies. Die Wissenschaftler zogen daher folgendes Fazit: „Die hierbei in vergleichender Untersuchung gewonnenen Einblicke in sinnesphysiologische Abläufe beim Schlachten dieser Tiere weichen z.T. erheblich von bisherigen Vorstellungen ab“.

    Quelle

  • Avatar träumel sagt:

    Schockierend war für mich hier die Vorstellung, eines durch Bolzenschuß getroffene Pferd erlangt noch VOR Tötung das Bewußtein.

    das ausbluten geht so schnell.
    Mein Tip: sucht Euch nen netten Metzger und schaut es Euch mal an.

    Mumpi, bei diesem Thema da sind wir wohl ganz auf einer Linie

    schliesse mich an :ja:

  • GidranX GidranX sagt:

    Andrea, der Link von Silke ist keine Tierschutzseite sondern eine Doktorarbeit..Entblutzeiten bei Rindern.

  • Avatar Sheesha sagt:

    Enco, Ich habe eine Seite auf der das wortgenau so steht bereits bei Ninas Metzgersuche empfohlen : http://www.pferdemetzgerei-beerwart.de/7801.html Ist die Pferdemetzgerei der Wahl hier in der Region. Ist für sie nur etwas weit gewesen und es tat sich für sie dann ja noch was anderes auf. Hat auch nicht jeder Pferdemetzger eine Website.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    der als Landwirt (und Jäger) sehr sehr viel mit Bolzenschuss zu tun hat und die Hände über dem Kopf zusammenschlug, als ich ihn danach als Alternative zum Einschläfern befragte.

    Und wieso tat er das? Würde mich jetzt echt interessieren.
    Welche Kenntnisse hat er die andere Menschen mit ähnlichen Erfahrungen nicht haben?

  • Avatar dat ninalein sagt:

    hallöchen,

    ganz kurz offtopic, ich habe zwar einen schlachter gefunden, seines zeichens auch züchter… allerdings haben wir bei oppa nun noch eine sache ausprobiert und, oh wunder, sie schlägt an… bzw. er frißt sie so, wie man es an sich von pferden gewohnt ist, besser er haut rein wie ein scheunendrescher und es geht aufwärts… ich ärgere mich ein wenig, dass ich da nicht eher drauf gekommen bin, aber manchmal sieht man leider den wald vor lauter bäumen nicht… sein vorheriges futter hat er mehr schlecht als recht gefressen, auch das heu – er hatte einfach keine lust mehr. und ist nun nicht so gewesen, dass er nichts zu essen bekommen hätte…
    ich habe gesagt, ich versuche dieses jetzt noch 4 wochen… da es aber schon minimale wirkung zeigt, scheint es wohl zu funktionieren…

    trotz allem ,so übel die situation auch ist, bin ich froh, mir da *gedanken* drüber gemacht zu haben und auch hilfe bekommen habe.

    wir lassen also nix unversucht, nur war ich einfach so hoffnungslos, dass ich auch gedacht habe, nä, der muss sich jetzt echt NICHT weiter quälen.

    einen lieben gruss

    nina

  • Avatar Monty sagt:

    Enco, Ich habe eine Seite auf der das wortgenau so steht bereits bei Ninas Metzgersuche empfohlen : http://www.pferdemetzgerei-beerwart.de/7801.html Ist die Pferdemetzgerei der Wahl hier in der Region. Ist für sie nur etwas weit gewesen und es tat sich für sie dann ja noch was anderes auf. Hat auch nicht jeder Pferdemetzger eine Website.

    Und wenn die mein Pferd geschlachtet haben kann ich es später in Einzelteilen bei Ebay „zurückkaufen“. :panik:

  • Avatar Sheesha sagt:

    kann ich es später in Einzelteilen bei Ebay „zurückkaufen“.

    Oder ganz normal einkaufen. Ich war länger nicht mehr in der Stuttgarter Markthalle(kauf dann immer zuviel tolle Sachen ein), aber da gabs als ich das letzte Mal da war nen Stand.
    Oder direkt beim Abgeben bestellen geht sicher auch……wenn man möchte(?). 8)

    Bevor ich mein eigenes Pony hatte, ritt ich auf einem Hof der die Pferde immer dorthin brachte. Und wenn der Hofbesitzer wiederkam hatte er immer eine Tüte Salami/Wurst etc dabei. Wir fanden das ziemlich hart…

  • Avatar Legolas sagt:

    Oder ganz normal einkaufen. Ich war länger nicht mehr in der Stuttgarter Markthalle(kauf dann immer zuviel tolle Sachen ein), aber da gabs als ich das letzte Mal da war nen Stand.
    Oder direkt beim Abgeben bestellen geht sicher auch……wenn man möchte(?).

    :kotz: :irre:

    ok, ich esse auch nur Hähnchen die wir selbst geschlachtet haben, aber wer bitte würde seinen langjährigen Partner Pferd essen wollen…

  • Enco Enco sagt:

    Enco, Ich habe eine Seite auf der das wortgenau so steht bereits bei Ninas Metzgersuche empfohlen : http://www.pferdemetzgerei-beerwart.de/7801.html Ist die Pferdemetzgerei der Wahl hier in der Region. Ist für sie nur etwas weit gewesen und es tat sich für sie dann ja noch was anderes auf. Hat auch nicht jeder Pferdemetzger eine Website.

    Genau den meine ich! Ich hatte nicht gesehen, daß du schon einen Link seiner HP reingestellt hattest! Und: Pferdefleisch oder Wurst soll essen wer will! Solange ich es nicht essen MUSS. Ich würde aber trotzdem niemand dafür verurteilen, es zu essen! Pferdefleisch ist meiner Meinung nach das gesündeste Fleisch das es gibt!

  • Avatar dat ninalein sagt:

    ich mach mich jetzt bestimmt ubeliebt, wobei ich das eben auch nicht könnte… aber

    es gibt nun durchaus so genannte *fleischrassen* die eben damals speziell zur schlachtung gezüchtet wurden, bzw. man logischerweise zwei fliegen mit einer klappe schlagen wollte 1. ein williges, gutmütiges arbeitstier, welches durchaus auch schwere lasten ziehen konnte, 2. ein tier, wo eben noch genug dran war, um sich davon ernähren zu können. ich kann das durchaus nachvollziehen, kälber sind auch niedlich, aber da kräht kein hahn nach…
    heute hat sich das leider etwas gewandelt, die pferde werden zwar immer noch gezüchtet und teilweise auch für diese arbeiten eingesetzt, aber wie so vieles, haben moderne maschinen dies ersetzt, und es finden sich für so viele tierchen eben NICHT genug private abnehmer, so dass dann nichts anderes übrig bleibt, als sie schlachten zu lassen, nur mag ich bis heute nicht verstehen, warum man die dann hunderte kilometer karren muss, anstatt sie in der nähe schlachten zu lassen und dann das fleisch zu verkaufen…und ich weiss, dass es den züchtern dieser rassen, dann durchaus ums fleischig geht.
    ich glaube, wir selber hier können das alle schwer nachvollziehen, da wir unser pferd eben nur für das REINE freizeitvergnügen haben. aber in anderen regionen kann man sich so etwas schlichtweg nicht leisten. der winter in diesern regionen kommt früh und ist hart, und futter dort kostet enormes geld und auch engagement, das sind regionen, wo man nicht mal eben mit dem traktor einfach ne wiese mähen und heuen kann.
    man kann sich jetzt dann fragen, müssen denn dann diese fohlen produziert werden? das ist die andere seite. allerdings frage ich mich wirklich, ob in deutschland wirklich so viele fohlen verkauft, wie produziert werden, oder ob die nicht zum teil auch einfach und klammheimlich den weg in die nahrungskette gehen.
    ich weiss irgendwie nicht, was an pferdefleich eben so verwerflich ist, ich rede hier jetzt nicht von langen tiertransporten usw. sondern eben in dem fall von vernünftig aufgezogenen tieren, die nicht 1000 km weit gekarrt wurden, um dann dort letzten endes zu sterben.
    mit kühen und schweinen wird es doch auch gemacht, was ist da WIRKLICH der unterschied? ich meine die frage jetzt wirklich mal sachlich betrachtet, ohne die emotionen, die wir logischerweise für diese tollen tier haben.

    einen lieben gruss

    nina

  • Avatar Patrizia sagt:

    Da gibts keinen Unterschied meiner Meinung nach.
    Bei der Schlachtung gibt es durchaus Unterschiede, kleinere Tiere sind schneller ausgeblutet als große und kriegen dadurch ergo weniger mit. Andererseits sind Schweine ausgesprochen sensibel und kriegen wiederum mehr mit. Und bei Federvieh und Kaninchen kräht kaum noch einer nach humaner Schlachtung. Bei Fischen ebenso. Allerdings gibts andererseits Untersuchungen über ein weniger starkes Schmerzempfinden bei Fischen im Gegensatz zu großen Wirbeltieren.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Das kommt natürlich jetzt langsam vom eigentlichen Thema ab, aber gerade was Geflügel angeht (und ich hab es nicht so mit Hühnern….), aber wenn ich dann sehe, daß die Küken, wenn sie krank sind in den ersten Sieben Tagen einfach auf eine Stein- oder Metallkante geschlagen werden dürfen, um sie zu töten… ich bin nun schon einiges gewohnt , und in meinem Studiengang bleibt es nicht aus, daß man so einiges sieht. Aber da habe ich ehrlicherweise bei den Kontrollgängen bei den Küken immer gehofft, wir finden keine, die getötet werden müssen / sollen. Ich fand das obwohl es möglicherweise schnell geht, doch echt unschön. Und ich finde es auch irgendwo interessant, daß man bei so jungen Tieren (wie hier bis zum siebten Lebenstag bis sieben Tage) Dinge erlaubt, die später ein NoGo wären. Ich mag kein Pferdefleisch, aber ich finde ansonsten das schlachten von Pferden nicht generell verwerflich. Und ich mag Kühe, und wir essen auch die Kühe, die wir selber zum Schlachter fahren. Wobei ich auch gestehen muß, bei 65 Kühen plus Nachzucht hat man mit Sicherheit zu der Einzelnen Kuh nicht so ein enges Verhältnis, wie zu einem einzelnen Pferd, was einen lange Zeit begleitet. Was das schächten angeht, finde ich das Gutachten der Bundestierärztekammer noch recht aufschlußreich. Bundestierärztekammer

  • Avatar Mumpitz sagt:

    kleinere Tiere sind schneller ausgeblutet als große

    Das will mir nicht so recht einleuchten, denn das Herzminutenvolumen, d.h. die Förderleistung des Herzens, ist der Körpergröße angepasst…

    Im Übrigen: Bevor ich, oder womöglich gar meine Kinder verhungern müssten, in absoluten Notzeiten also, würde ich auch mein eigenes Pferd oder sogar meinen Hund essen, denn die müssten höchstwahrscheinlich auch verhungern, wenn ich nicht mehr wäre…

  • Avatar Sheesha sagt:

    Legolas,

    Ich sagte nicht dass ich das wollte oder vorhätte(meine werden ohnehin eingeschläfert), aber gerade dieser Stallbesitzer(der in den 80ern regelmäßig Pferde zur Fa. Beerwart brachte) hätte das sicher schon gemacht. Bei denen die man hingebracht hat weiß man auf jeden Fall, wie es denen vorher gegangen ist.
    Ich bin kein großer Fleischkonsument, aber ich finde es gut, wenn ich weiß woher das Tier kam. Ein Stück Angus von einem Erzeuger dessen Rinder ich regelmäßig hier in der Gegend auf den Weiden sehe, finde ich was anderes als ein Stück anonymes Fleisch. Gälte dann auch bei Pferdefleisch wenn man das einkaufen würde.

    Der brachte eben ein Pferd hin und kam mit einer Tüte Produkten(logischerweise nicht von diesem Pferd) wieder. Und vesperte dann. Für mich war das mit 11 schon schlimm, v.a. als es mal einer meiner Pfleglinge war. Es war aber eben so.

    Aber seit ich denken kann ist diese Metzgerei eine renommierte Adresse in der Gegend. „Einschläfern oder Beerwart?“ heißt das….

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Im Übrigen: Bevor ich, oder womöglich gar meine Kinder verhungern müssten, in absoluten Notzeiten also, würde ich auch mein eigenes Pferd oder sogar meinen Hund essen, denn die müssten höchstwahrscheinlich auch verhungern, wenn ich nicht mehr wäre…

    Mumpitz, diesen Gedanken hatte ich auch mal, und bin zu dem Ergebnis gekommen, daß es in der heutigen Zeit eigentlich ein Luxus ist, den man sich leistet, wenn man KEIN Fleisch ist. Irgendwie auch verrückt oder?

    Ich selber esse seit vielen Jahren kein Fleisch, aber ich bin mir ziemlich sicher, daß ich in Notzeiten essen würde, was ich kriegen kann. Da ist dann jeder sich selbst der Nächste! Hoffentlich bewahrt man sich nur die Charakterstärke, daß man das Töten wenigstens halbwegs „human“ durchführt – was auch immer das bedeuten mag. Wir alle hier machen uns darüber ja jetzt schon länger unsere Gedanken! :denk:

  • GilianCo GilianCo sagt:

    …. ich fand es auch verblüffend, was das schlachten von Hunden bei uns in D erst seit 1985 verboten ist….

    Sorry, back to topic.

  • Avatar Fintan sagt:

    @ Jill

    Ich habe hier vor der Haustür 2 Kliniken die derart auf den Bewegungsapparat inkl. Rücken spezialisiert sind, das man hier Pferde aus Neuseeland, den UAE und auch Indien etc. einfliegt. Sie finden nichts.

    Beschlagen ist er nicht, es gibt auch keine Fehlstellung.
    Papiertechnisch und auch mental ist das Pferd schon für den Sport gemacht, da aber liegt eben auch das große Problem. Es ist ein wenig viel Pferd für den normalen Menschen. Er hat leider im Kopf nicht verstanden dass das für seine Gräten nicht gut ist.

    Ein Leben auf der Koppel kann er führen und auch nicht führen. Einfach deshalb weil er dafür von der Veranlagung her nicht robust genug ist. Eher der empfindliche Ferrari.
    Nachdem man bei uns im letzten Winter mehr oder weniger ca. 20.000 Pferde ausgesetzt oder sich selbst überlassen hat, wird auch niemand einen Grund finden Ihn bei sich auf die Koppel zu stellen. Der Ire hat hier eh nicht den Gedanken sich einen Gartenverschönerer zu zulegen.
    Ich habe auch keinen Platz, wenn er 10 Jahre bei mir wäre, so würde er ungefähr 20 anderen Pferden die Chance nehmen wieder in ein „geordnetes“ Leben überführt zu werden. Ich nehme häufiger runtergekommene oder Pferde in Not auf, setze diese wieder „instand“ und schaue dann das sie ein neues gutes Zuhause finden.

    Tod durch Blutverlust:

    Was hier eintritt ist an sich schon mit einer tiefen Narkose gefolgt vom Tod zu vergleichen. Vor allem ist es ein schlagartiger Blutverlust mit einer direkten Unterbrechung der Zufuhr zum Hirn.
    Dennoch finde ich dass die EU Gesetzgebung hier völlig absurd ist. Mir ist nicht bekannt, dass ein Pferd BSE übertragen kann und der „Betäubungsschuss“ ist an sich erst durch BSE entstanden.

    Und gerade bei Rindern schient dieser Betäubungsschuss zum Teil erhebliche Probleme mit sich zu bringen, denn es muss ja vorsichtig geschossen werden damit nichts zerstört wird.
    Da die Kollegen aber zum Teil erheblich in der körperlichen Konstitution variieren gibt es immer wieder welche die nicht
    betäubt sind. Und das ist dann hässlich. Ein Herfordrind hat ne andere Schädelplatte als ein Charolais und da Schlachtungen im Akkord stattfinden wird hier mit Gewissheit nicht justiert.

    Das wiederum kotzt mich an. Charakterstärke? Wer die EU Hirntoten?

  • Avatar Corradee sagt:

    @ Fintan

    Schwierige Sitution mit diesem Pferd.

    Will nicht moralisieren oder mit erhobenem Zeigefinger durch die Welt laufen.

    Wünsche dir, dass du eine Lösung für dich und das Tier findest, wie auch immer, hört sich ja schon nach einem Problem an, das gelöst werden möchte.

    Schlachtung: kenne einen Metzger, der mir mal erzählte, dass es oft vorkam, dass der Schädel von Bullen zu dick war, als dass man da mit einem Bolzenschutzgerät etwas hätte bewirken können bzw. wie unendlich oft hätte geschossen werden müssen, dass die Tiere zwar gestürzt aber wieder aufgestanden seien; sind sehr unschöne Geschichten, die selbst diesen Metzger angewidert haben. Aber ein Pferd hat doch keinen vergleichbar dicken Schädelknochen, oder etwa auch? Zwar scheint der Tod durch Bolzenschußgerät keine regelrechte Perversion zu sein, wie ich immer befürchtete, aber bin doch zu dem Schluß gekommen, dass dieser Weg für mich und Pferd nie in Frage kommen würde… Das ganze Szenario ist einfach zu blutig, zu nah an der Fleischindustrie…

    LG, Jill

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