Erste Hilfe bei Autounfall

By sweltsje | Archiv: Smalltalk

Hallo liebe Leute,
ich hatte heute ein Erlebnis, dass muss ich mal aufschreiben.

Normalerweise hab ich Montags frei, heute hatte ich aber einen Baustellentermin vormittags und musste mal schnell meine üblichen 50 km zur Arbeit fahren.
Auf dem Rückweg, gerade nachdem ich auf die Autobahn aufgefahren war, fuhr ich links rüber um am Autobahnkreuz an den üblichen Stockungen vorbeizukommen. Auf der mittleren und rechten Spur war voll und es stockte. Ich konnte Bremslichter sehen und ging vom Gas als ich grade sah, wie auf der mittleren Spur ein Kleinwagen auf das vorletzte Auto auffuhr, obwohl er bremste. Das Auto war ein Smart und in sekundenbruchteilen flog dieser Smart über die Autobahn. Über die zum Glück freie rechte Spur in die Leitplanke, prallte ab, überschlug sich und blieb rechts auf der Seite liegen.
Mir gingen tausend Gedanken durch den Kopf. Hatte mich doch erst vor ein paar Tagen über die Notwendigkeit von Erste Hilfe unterhalten und zugegeben, dass ich nicht wirklich wüsste, was zu tun wäre. Das Auto sah schrecklich aus, ich dachte sofort, dass da wohl schwere Verletzungen passiert sein müssen. Ich hab angehalten, und bis ich zu dem Auto gelaufen war, waren schon drei Mann dabei die Verletzte Fahrerin durch das Dach zu bergen. Die Frau war bei Bewusstsein, und oh wunder auf den ersten Blick nur leicht verletzt. Ich verständigte den Notruf. Die Frau hatte eine PLatzwunde am Kopf, die Männer kümmerten sich um sie. Ich schaute nach dem anderen Unfallbeteiligten Fahrzeug, das hatte nur eine eindrückte Front der Motor lief, kein Fahrer mehr drin. Die Fahrerin war auch schon bei der Verletzten, wie sich herausstellte. Ich hab dann gemeinsam mit einem Helfer, der wohl im Krankenhaus arbeitet aus irgendeinem verbandskasten der plötzlich bereitlag der Frau einen Kopfverband gemacht, weil das Blut ihr über die Haare auf die Schulter lief. Sie fragte nach Ihrem Auto und ihren Sachen. Die Männer hatten schon einiges auf der Straße aufgesammelt, alle Seitenscheiben waren hin, und die Habseligkeiten waren herumgeflogen. Ich holte die Handtasche der armen Frau aus dem Wrack. Sie war voll bei Bewusstsein, bedankte sich immer wieder bei uns. Dann kam ein Auto von der Streckenkontrolle, sperrte die Fahrbahn ab, kurz darauf die Polizei und die Rettung.
Ich hab einen riesen Schreck bekommen. So wie das Auto da herumgeflogen ist, hätte ich nicht gedacht, dass da jemand lebend rauskommt. Es waren auch keine Airbags aufgegangen, vielleicht hatte der Smart keine?
Ich bin ein bisschen hin und her gerissen, ob ich bestürzt sein soll, wie leicht so ein smart ist, wie schnell so ein kleines Auto abhebt und durch die Gegend fliegt. Das wäre mit meinem Oktivia Kombi sicher nicht so schnell gegangen.
Andererseits bin ich beeindruckt, dass die Fahrgastzelle von dem Smart absolut intakt war. Die Fahrerin hatte keine eingequetschten Körperteile, und bis auf die PLatzwunde am Kopf keine sichtbaren verletztungen.
NIchtsdestotrotz haben wir den Vorschlag eines Helfers sie auf/in eine Decke umzulagern abgelehnt. Ich hätte sie aufgrund der Gefahr von Wirbelverletzungen nicht nochmal bewegen wollen. Sie sass am Fahrbahnrand, halb aufrecht und war sooo tapfer!
Ich muss sagen, dass ich ein bisschen stolz bin, dass ich helfen konnte, weil ich immer der Meinung war, dass ich das im Notfall nicht könnte. Es geht doch!
Und ich kann nur jedem ans Herz legen, vorsichtig zu fahren, und immer genug Abstand zu halten. Es kann so schnell passieren!
Ich fahre mehrmals in der Woche 50-60 km einen Weg zur Arbeit, oft über die Autobahn. Ich bin auch am WE ständig auf der Autobahn unterwegs, wegen Wochenendbeziehung. Ich fahre gerne Auto, und dennoch habe ich so ein Erlebnis wie heute immer gefürchtet.
Bitte passt auf Euch auf!!
Und ich kann allen, die wie ich denken, sie haben im Notfall keinen Plan zu helfen, nur Mut machen. Ich hätte weiter fahren können, andere sind weitergefahren. Aber es stand irgendwie nicht zur Debatte in meinem sekundenbruchteilenlangen Gedanken, wie schwer mögen diese Verletzungen sein?, was erwartet Dich da, wenn Du jetzt anhälst und hilfst?.
Man kann immer etwas tun, und sei es die Handtasche zu bergen. Einen Kopfverband anlegen kann auch jeder irgendwie… von den Helfern war ich die erste, die auf die Idee kam. Jeder hat etwas eingebracht und ich glaube diese Frau hatte 10 Schutzengel!!
So, das musste ich mal aufschreiben. Das Ganze hat mich sehr nachdenklich gemacht!

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  • otto otto sagt:

    Das Ganze hat mich sehr nachdenklich gemacht!

    Danke für Deinen Bericht. Er macht wirklich nachdenklich!

  • Jasmin sagt:

    hut ab, dass du angehalten und geholfen hast!
    alleine das absichern der unfallstelle hilft ja schon um ein weiteres unglück zu verhindern! ein bisschen was tun kann wirklich jeder, solange man nicht anhält und fotos macht …
    ich erwische mich auch öfter dabei eine sms zu schreiben ect. und gelobe besserung. das ist es echt nicht wert.

    lg und erhol dich gut von dem schreck!

  • Wumba sagt:

    Klasse, dass Du geholfen hast!

    Das ist mutig und es traut sich nicht jeder, auch aus Angst, etwas falsch zu machen.
    Dabei würde sich jeder wünschen, dass ihm selbst geholfen wird.

    Bei uns sind gerade mehrere Menschen auf der Autobahn ums Leben gekommen, auch Frauen beim Absichern der Unfallstelle. Das nahm SWR3 heute zum Anlass, kurz über die richtige Verhaltensweise am Unfallort zu informieren. Und auch, dass man immer helfen kann, auch wenn man „nur“ den Notruf betätigt. Es ist wichtig, sich sowas immer wieder mal in Erinnerung zu rufen!

  • M_N_ sagt:

    Ja, es kann einen wirklich nachdenklich machen wie schnell was passieren kann.

    Am Mittwoch bin ich an dem Unfall vorbei gefahren:
    http://www.nr-kurier.de/artikel/13603-auto-total-demoliert—fahrer-unter-drogeneinfluss-mit-viel-glueck-nur-leicht-verletzt

    Das der Unfall so glimpflich abging wie im Bericht steht hätte ich nicht gedacht.

    Zu dem Smart: Es geht nicht ganz deutlich hervor ob der Smart der auffahrende war oder der der getroffen wurde.
    War er der ‚getroffene‘ ist klar das die Airbags nicht aufgingen, bei Heckaufprall wäre das nämlich extrem ungünstig.

    Die Härte der Karosserie ist gut bei einem Unfall mit einem ’normalen‘ Auto, denn da er keinen Platz zum knautschen hat muß er halt möglichst ‚hart‘ sein. In diesem Fall nimmt das andere Auto die Energie auf.

    Treffen zwei Smart aufeinander ist diese Bauart ein extremer Nachteil (Billiardkugeleffekt) und auf die Insassen wirken extremste G-Kräfte die zu schweren, meist inneren Verletzungen, führen können.

  • sweltsje sweltsje sagt:

    Das getroffene Auto war der Smart, der flog dann über die Autobahn. Von hinten getroffen von einem Polo, der bremste vor dem Aufprall. Nach meinem Empfinden hätten Airbags aber beim Aufprall des Smart‘ an der Leitplanke aufgehen müssen, denn das war seitlich vorne. Sind aber nicht. Die Stabilität der Fahrgastzelle hat mich beeindruckt, genau weil ja jeder sehen kann, dass es keine Knautschzone gibt.

    Als die Polizei kam, und sich die gelben westen anzog, wurde mir klar, dass keiner der Helfer so ne Weste anhatte. Der nachfolgende Verkehr hat geglotzt… :rolleyes: : ZUm Glück ist da keiner irgendwie blöd in die Unfallstelle reingefahren. Zum Glück!

  • M_N_ sagt:

    Kommt auf den Anprallwinkel an, wenn es zu sehr seitlich ist darf derebenfalls nicht aufgehen.

    Aber man darf sich gar nicht vorstellen wie der geflogen wäre wenn es z.B.ein Geländewagen gewesen wäre. Mein Auto ist mehr als doppelt so schwer als der auffahrende Polo. Und Kraft ist ja bekanntlich Masse x Geschwindigkeit.

    Vor knapp 20 Jahren gab es ja den Crashtest zwischen dem damaligen Patrol GR (kurz) und einem Passat. Jeder fuhr 50 km/h, der Patrol bohrte sich bis zur Frontscheibe in den Passat und kam zum Stillstand und der Passat wurde mit Tempo 50 zurück geschleudert, da der Patrol seine komplette Energie auf den Passat übertragen hatte.

  • Fluppel sagt:

    Man kann immer etwas tun,

    Und DAS ist das Entscheidende!
    Die Angst etwas falsch zu machen, darf einen nicht lähmen, NICHTS zu tun ist auf jeden Fall viel schlimmer! Viele denken sofort daran eine Herzdruckmassage leisten zu müssen (was ja bei den wenigsten der Fall sein wird) und werden panisch weil sie die Zahlen vom Führerschein-Erstehilfekurs nicht mehr wissen, aber letztendlich ist es „egal“ ob sie 30 mal drücken und 2x beatmen oder 25x drücken oder sonstwie – wenn sie GAR NICHTS machen, dann geht es defnitiv schlimm aus. Klar, kann man Fehler machen, auch schlimme Fehler, doch der schlimmste ist, einfach nur vorbeizufahren.
    Toll, dass du geholfen hast, obwohl du Bedenken/Hemmungen hattest!
    Mein Schwager kam neulich an einem schweren Unfall vorbei, er war das 5. Fahrzeug und der erste, der geholfen hat. Er schnitt die Fahrerin aus ihrem Gurt und leistete erste Hilfe. Sie hat es trotzdem nicht geschafft…

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Dein Bericht hat wirklich zum Nachdenken angeregt.
    Smarts haben einen Airbag, und wie MN schon schrieb, geht so ein Airbag nur auf, wenn die Sensoren den richtigen Winkel ermitteln. Trifft man zu seitlich auf, gehen (sofern vorhanden, bei Smart eher nich so :whistling: ) nur die Seitenairbags auf.
    Ich hatte auch mal einen Smart.
    Die Kisten sind wirklich furchtbar leicht.
    Als im Herbst vor 2 Jahren mal Sturm war, dachte ich auf der Autobahn, ich würde jeden Moment abheben mit der Kiste. :flucht:

    War auch schon mal Ersthelfer bei nem Motorradunfall. Glaube man handelt da einfach instinktiv. :nix:
    Wegsehen geht bei mir überhaupt nicht. :no: Dafür habe ich ein viel zu ausgeprägtes Helfersyndrom.

    Habe auch schon einen Rettungswagen geholt für einen „vermeindlichen Penner“ bei uns vor dem Laden.
    Die Dame aus dem Kiosk nebenan hat müde abgewunken: „Der ist doch sturzbetrunken!“
    Komisch, hat aber nicht nach Alkohol gerochen! :denk: :doh:
    Und siehe da…. Diabetis, Zuckerschock. Und 0,0 Promille.
    Der Mann war ausser Stande sich selbst zu helfen, und stundenlang sind zig Passanten an ihm vorbeigelaufen und KEINER hat es mal für nötig gehalten zu fragen ob er Hilfe braucht. :no:

    Da kann man in unserer Gesellschaft nur darauf hoffen kein Diabetiker zu werden. :flucht:

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Und siehe da…. Diabetis, Zuckerschock. Und 0,0 Promille.
    Der Mann war ausser Stande sich selbst zu helfen, und stundenlang sind zig Passanten an ihm vorbeigelaufen und KEINER hat es mal für nötig gehalten zu fragen ob er Hilfe braucht.

    Oh mann, das ist echt übel. 🙁

    @Sweltsje: :thumbsup:

    Heute morgen bei der Fahrt zur Arbeit habe ich wirklich ständig an deinen Post hier gedacht. Ich muss gestehen, dass ich auch immer zu schnell fahre. Nicht übertrieben, aber immer so 20 km/h über der erlaubten. :S

    Man hofft ja immer, dass einem so ein Unfall erspart bleibt. Ich denke aber auch, man funktioniert dann erst mal nur. Später begreift man doch erst, was man da erlebt hat.

    Ich hoffe, du hast soweit alles gut verarbeitet. :hug:

  • Granado sagt:

    sweltsje,

    das hast du echt super gemacht.
    erinnerst du dich an meine brand-geschichte? Ein Appell an die Courage

    da ging es mir ähnlich.
    und es tut gut zu wissen, wie man im ernstfall reagieren würde!

  • sweltsje sweltsje sagt:

    Ich denke noch viel drüber nach, und ich bin mir fast sicher, dass sie Frau noch weitere Verletzungen hat, die der Körper im Schockzustand sozusagen kompensiert hat. Der menschliche Körper ist ja ein Wunderwerk. Sie hat nicht über schmerzen geklagt, das kam sicher alles später…
    Heute ist der Brief von der Polizei gekommen, wegen der Zeugenaussage, hab ihn aber noch nicht aufgemacht, musste schnell ins Büro.

    Honey, ich fahre auch ganz oft zu schnell, und mich hats ja auch schon mal übel aus der kurve gehauen. Da hab ich auch mehr Glück als Verstand gehabt. Das Problem in dem konkreten Fall war der mangelnde Abstand. Und Unaufmerksamkeit. Der UNfallort ist vor einem Autobahnkreuz und da ist derzeit noch ne Baustelle. Da muss man vorausschauend fahren, noch vorausschauender als sonst.
    Ich bin wie gesagt ganz viel auf der Autobahn unterwegs und manchmal kann ich nur den Kopf schütteln, wenn mal wieder ein dicker BMW, son klassischer Geschäftswagen quer über drei Fahrspuren wechselt, rechts überholt und dann viel zu schnell weiterrast. Dass da kein Unfall passiert, ist ebenso oft ein Wunder. Hier waren die Beteiligten beides Frauen, gesetztes Alter, kleinwagen, keine Raser, einfach nur mal zu spät gebremst. Es kann so schnell gehen, und es war überhaupt nicht groß Fahrlässigkeit ersichtlich oder so…

    Mich fasziniert immer noch die Physik der ganzen Geschichte: dass dieser Smart so leicht fliegt, und dabei diese superstabile Fahrgastzelle hat. Im Zweifel ist man damit aber doch noch besser dran, als bei einem ichsagmal japanischen/italienischen Kleinstwagen. Der hat auch keine Knautschzone und wenig gewicht und aber vielleicht nicht diese speziell stabile Fahrgastzelle?

    Zu der Airbaggeschichte wundert mich trotzdem, dass er nicht aufging. Gut, wenn so ein Sensor genau getroffen werden muss, und das Auto seitlich auf die Leitplanke trifft, okay. Aber sollte nicht alles an Airbags aufgehen, wenn ein Auto über das Dach einen Salto schlägt? Wäre wohl hilfreich, oder? hm :denk:

    Jedenfalls hat mich das Erlebnis in meiner Haltung bestärkt, dass ich dankbar und demütig voller Freude in jeden Tag starte, den ich und meine Lieben gesund erleben dürfen. Mich nicht über die vielen blöden Kleinigkeiten aufrege… sondern mich an den schönen Kleinigkeiten erfreue. 🙂

  • M_N_ sagt:

    Mich fasziniert immer noch die Physik der ganzen Geschichte: dass dieser Smart so leicht fliegt, und dabei diese superstabile Fahrgastzelle hat. Im Zweifel ist man damit aber doch noch besser dran, als bei einem ichsagmal japanischen/italienischen Kleinstwagen. Der hat auch keine Knautschzone und wenig gewicht und aber vielleicht nicht diese speziell stabile Fahrgastzelle?

    Zu der Airbaggeschichte wundert mich trotzdem, dass er nicht aufging. Gut, wenn so ein Sensor genau getroffen werden muss, und das Auto seitlich auf die Leitplanke trifft, okay. Aber sollte nicht alles an Airbags aufgehen, wenn ein Auto über das Dach einen Salto schlägt? Wäre wohl hilfreich, oder? hm :denk:

    Fahrgastzelle: Diese stabile Fahrgstzelle hat auch Nachteile, eben weil sie NICHT knautscht. Denn dann geht die ganz Energie auf den Insassen über und das kann auch ganz schnell zu schwersten (inneren) Verletzungen führen. Diese Art der Karosserie schützt nur bei einem Unfall mit einem ‚weichen‘ Gegner, da er dann quasi für den Smart ‚mitknautscht‘.
    Anprall gegen ein festes Hindernis wie anderer Smart, Baum, Mauer, etc. enden hingegen bei gleichem Tempo wie Auto mit normaler Knautschzone für die Insassen eines Elefantenrollschuhs meist nicht so glimpflich.

    Airbag: In den Autos sind eine Vielzahl von Sensoren eingebaut die bestimmen wann, ob und wie ein Airbag auslöst. Mindestens zwei Sensoren müssen einen Wert höher X melden damit eine Zündung erfolgt.
    Bei Heckaufprall dürfen z.B. die Frontairbags unter keinen Umständen aufgehen, denn dann würde der Körper, der ja nach vorne beschleunigt wird genau auf den aufgehenden Airbag treffen der in diesem Moment noch hart wie Stein ist. Man darf nicht vergessen, der Kopf taucht bei einem Unfall ja erst in den Airbag ein, wenn das Gas schon wieder entweicht!!
    Auch der Aufprallwinkel speilt eine Rolle ob sich ein Airbag entfaltet oder nicht.

    @ Fahrstil: Ich stelle inzwischen fest das auf der Autobahn, insbesondere bei schlechtem Wetter, die Fahrer die ‚Sau raus lassen‘, deren Autos nicht über ausreichende Sicherheitseinrichtungen verfügen (weil alt) oder winzig (leicht) sind.

    Wenn es z.B. regnet könnte ich mit meinem 2,5 t Schiff und Allrad mit realtiv groben 255er Reifen (Wasserverdrängung) deutlich schneller fahren als der überholende Polo mit seinen breiteren Reifen (205er) der nicht mal die Hälfte wiegt. Denn auf Grund des viel höheren Gewichtes auf nur unwesentlich größerer Aufstandsfläche (je Reifen 5 cm mehr) ist die Gefahr von Aquaplaning für mich wesentlich geringer.
    Das ist z.B. der Grund warum die LKW bei Regen, auch Starkregen einfach mit geleichem Tempo weiter fahren, das hohe Gewicht drückt die Aquaplaninggefahr bei einem beladenen 40 tonner gegen Null, dazu sieht er auch noch viel mehr als die Autofahrer, da der Gischtnebel bei ihm ‚da oben‘ nicht so extrem ist wie unten…

  • Andrea S sagt:

    Nach meinem Empfinden hätten Airbags aber beim Aufprall des Smart‘ an der Leitplanke aufgehen müssen, denn das war seitlich vorne. Sind aber nicht.

    Nein Sweltje, das müssen sie leider nicht und sollen sie auch garnicht unbedingt :no:
    Ich hatte vor einigen Jahren einen Auffahrunfall bei dem ich mit mehr als 70 Sachen frontal auf einen anderen Pkw auffuhr.
    Auch damals gingen die Airbags bei mir nicht auf, was mir ehrlich gesagt nicht geheuer war. Ich habe mich daraufhin mit dem Fahrzeughersteller, dem ADAC und dem KBA in Verbindung gesetzt und mich erkundigt. Von allen erhielt ich eine identsiche Antwort. Die Auslösung der Airbags ist wesentlich vom Aufprallwinkel und der damit zusammenhängenden Geschwindigkeit abhängig, die je nach Winkel und Art des Aufpralls unterscheidlichen Mindestanforderungen unterliegt. Sind diese nicht gegeben, sollen und dürfen sich die Airbags nicht auslösen, weil sie andernfalls zu einer Gefahr für den Fahrer werden können.

    Vom KBA bekam ich damals eine seitenlange Erklärung dazu. Habe ich nicht mehr. Aber auch in meinem fall war es so, dass die Airbags in anbetracht des Aufprallwinkels und der Geschwindigkeit genau das richtige taten, sie lösten nicht aus :nix:

  • Bjutschilp sagt:

    @sweltsje
    Du hast wirklich toll reagiert, und Du gehörst glücklicherweise nicht zu denen, die nur anhalten und aussteigen,
    um blöd zu glotzen und den Helfern im Weg stehen !!!

    Ich bin schon des Öfteren zu schlimmen Unfällen gekommen (mein Mann sagt immer, die Unfälle ziehen mich
    magisch an), einfach so aus Zufall. Und immer war ich derjenige, der in dieser Situation seine sieben Sinne
    extrem beisammen hält und notwendige Handgriffe an Glotzer weiterdelegiert.
    In diesen Momenten funktioniere ich einfach, keine Ahnung, warum …
    … und erst sehr viel später fange ich zu zittern an und verarbeite das Ganze, teilweise mit Heulkrämpfen !

    Der schlimmste Unfall, zu dem ich kam, ereignete sich vor drei Jahren. Noch immer werde ich von Joel, dem Verunfallten,
    zu seinem „zweiten“ Geburtstag eingeladen.
    Auch ich musste mir damals das Geschehen von der Seele schreiben, weil ich so versuchen wollte, darüber wegzukommen.
    Aber selbst heute noch bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich an der Stelle vorbeikomme oder mir die Bilder von Joel
    nochmals vorstelle.

  • Saro sagt:

    Das allerwichtigste und erste was zu tun ist, ist das sichern der Unfallstelle um weitere Opfer zu verhindern. Leider kommt es oft zu Folgeopfer weil dieser erste Schritt nicht durchgeführt wird. Erst wenn die Helfer sich sicher bewegen können werden weitere Schritte eingeleitet. Bei einem solchen Unfall, wie hier beschreiben, ist es richtig sofort, heisst bevor KOntakt mit dem Opfer hergestellt wurde, den Notdienst zu rufen. Die können Leben effizient retten.

    Heute sagt man, dass auf die Beatmung auch verzichtet werden kann, die effiziente Herzmassage ist das wichtigste. Ich persönlich habe im Fahrzeug immer Beatmungmasken dabei. Musste aber Gott sei dank noch nie unter diesen Umständen Hilfe leisten.
    Ist der Notarzt und die Polizei zur stelle hilft man am besten wenn man zügig an der Unflasstelle vorbei fährt.

    Hier eine gute Zusammenstellung was zu tun ist.
    http://www.medical-advice.at/Erste_Hilfe/Dokumente/Basic_life_support_Pailer_mod_Handzettel.pdf

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