Erfolg Knieband OP

By Parodie | Bewegungsapparat, Lahmheiten

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Hallo,

ich habe mich schon ein wenig durch die Beiträge gewühlt……

Wer hat denn bei seinem Pferd eine Knieband OP durchführen lassen?? Meine Tierärztin meinte, es würde sich keine reiterliche Beeinträchtigung ergeben. Ist das wirklich so aus Eurer Erfahrung??? Was habt ihr für die OP bezahlt??? Das Hotta ist gerade 7 geworden. Mit einem „Verwachsen“ des Problems kann ich da wohl eher nicht mehr rechnen.

Alternativ könnte ja noch unterspritzt werden. Wie ich bisher gelesen haben, führt dies aber nicht mit Sicherheit zum gewünschten Erfolg. Oder habt Ihr da ganz andere Erfahrung gemacht? …weiß nicht so recht, was ich machen soll…. :panik1:

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Ich habe mein Pferd zweimal spritzen lassen, und mich gegen eine OP entschieden. Eine reiterliche Einschränkung hat man nicht, aber in meinen Augen finde ich , das das Pferd nicht mehr schildern kann ist für mein Pferd auch eine Einschränkung. Bei meinem Pferd war mit gezieltem Training das Problem gut genug in den Griff bekommen werden, das ich eine OP für nicht mehr notwendig angesehen habe.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Das wäre jetzt auch meine Frage: Kann man durch Training keine Besserung erziehlen? Was arbeitest du mit dem Pferd? Viele Übergänge, gar nix dolles, haben schon Besserung gebracht.

    Bei meinem wurde das Knie auch gerade 2 x gespritzt. Ist aber noch akut, deshalb kann ich dazu nichts sagen. Das andere Pferd, wo Training hilft, ist 5.

  • Avatar Parodie sagt:

    Danke Euch für die Berichte. Das Pferd haben wir erst 6 Monate. Sie war ja angeblich angeritten (wohl mit 4). Danach hat sie gar nichts mehr getan und wurde – wie ich erst später erfahren habe – nicht gerade obtimal aufgezogen. Sie kam wohl im Winter nur sehr wenig bis gar nicht raus und hatte nur eine kleine Paddockbox. Ob sie nun vernünftiges Mineralfutter bekommen hat, weiß ich nicht. Ich habe sie sehr schonened angearbeitet. Also erste Zeit nur ein paar Runden Schritt. Da zog sie schon das Hinterbein immer einmal an und ich dachte zunächst, es würde jucken o.ä. Dann haben wir ein paar Runden Trab dazugenommen. Nach 2 Monaten haben wir den Galopp hinzugenommen (1 Runde). Das Knacken habe ich nach dem 6. Galopp zum 1. mal wahrgenommen. Die Beugeprobe war o.B. Auch auf den angefertigten Röntgenbildern kein Befund (Veränderungen am Rollkamm o.ä.). Also viel wurde sie noch nicht gearbeitet. Lt. Tierärztin sollte ich nicht mehr galoppieren. Sie bekam Equitop Gonex. Z. Zt. reite ich sie 15 Min. Schritt und 15 Minuten Trab u. Schritt im Wechsel (wobei ich auch schon Trab-/Schrittübergänge kurz hintereinander hinzunehme). Wir reiten so oft es geht im Schritt aus mit einer längeren Steigung für ihre Hinterhand. Das Knacken ist immer im Schritt (Aufwärmphase) zu hören (nur rechts) und auch nicht dauernd. Die Kniescheibe „springt“ dann immer ein wenig, wobei das Bein noch nie ganz gestreckt stehen geblieben ist. Also löst sich wohl die Kniescheibe immer wieder von selber. Meine HausTÄin meinte, es würde schlimmer werden. Aber gerade ist es so 4 Tage besser geworden (konnte mehr ausreiten). :hurra:
    Dienstag habe ich einen Beratungstermin in der Klinik. Nur traue ich mich kaum, mehr mit ihr zu machen, was den Muskelaufbau verbessern könnte. Das ewige Haken kann ja nicht gut sein. Sie zieht aber jetzt die Hinterbeine eigentlich gar nicht mehr ruckartig an. ????????? Also vielleicht doch nur Spritze???????? Waren Eure Hottas schlimmer dran????
    LG Steffi

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Meiner nicht, weil ich eine geniale Rehatrainerin habe und es sehr früh entdeckt und richtig diagnostiziert wurde.

    Das andere junge Pferd ist 8 Wochen fast nur im Gelände gegangen. Das hat keine Besserung gebracht. Und da waren auch anständig Berge. Erst die Arbeit in der Bahn brachte Besserung. Das Bein schnackt nun nicht mehr hoch und knacken tut auch nichts mehr.

    Hoffe, du hast gute Beratung und kannst die richtige Entscheidung für euch treffen. :hug:

  • Avatar Parodie sagt:

    Vielen Dank! Bin schon sehr gespannt auf Dienstag & hoffe, dass wir noch um eine OP herumkommen.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Ich würde vor der OP die Spritze (wenn das Erweitern des Trainings so nicht möglich ist) zumindest als erstes wählen. Wenn das Band erst einmal durchtrennt ist, dann ist das nicht mehr zu ändern, wenn man das Band anspritzt, dann ist das einfach noch ein weniger großer Eingriff 😉

  • Avatar metunja sagt:

    Meine Stute ist jetzt 12-jährig und dass sie ein lockeres Knieband hat wurde letztes Jahr per Zufall entdeckt, weil der TA etwas früher kam und sie noch auf der Weide (hanglage) stand. Als sie bergab zu uns lief erwähnte er das Knieband so nebenbei und ich hackte nach – ich hielt das immer für eine Schonhaltung wg. eines Sturzes vor meiner Zeit.
    Da mein TA es bei meiner damals 11-jährigen noch für möglich hielt, dass durch Training hinzubekommen sehe ich kein Grund, warum dass bei deiner jüngeren Stute nicht auch möglich sein sollte. Gut ganz so schlimm wie du das beschreibst ist es bei ihr nicht.
    Mein TA hat mir das aber auch so erklärt, dass man bei zu geringem Trainingserfolg erstmal spritzt und ERST wenn das nicht funktioniert kann man eine OP machen. Mir wurde erklärt, dass die Bänder dann angeschnitten und nicht durchtrennt werden. Das hat den Effekt, dass sich die Bänder mehr zusammen ziehen und nicht mehr über das Kniegelenk rutschen während der Bewegung.
    Bei meiner Stute ist es inzw. sehr viel besser geworden – fast von allein :rolleyes: , Training war nämlich aus versch. Gründen auch immer mit Unterbrechungen aber wir stehen seit fast einem Jahr in einem (wunderschönen :love: ) Stall mit ganz viel Hanglage und die Pferde müssen auf den Weiden einfach viel auf und ab. Anfangs war das eher eine Sorge für mich (da wusste ich das mit dem Band noch nicht), inzw. muss ich sagen, das war das Beste was ihr passieren konnte. Während sie früher selbst leichte Weidehänge im zickzack runterlief habe ich heute ein Pferd, das sicheren Schrittes, trabbend und gallopierend die Weide runterprescht und sich sogar in Kurven legt ohne hinzufallen. Bei einem zweiten Pferd im Stall ist es auch nur durch Training gut geworden die Kniebänder zu straffen.
    Ich würde, wenn es mit Training alleine nicht geht, auf jeden Fall erst das Spritzen ausprobieren.
    Viel Glück euch beiden lg Metunja

  • Avatar Parodie sagt:

    Hallo Ihr,
    vielen Dank. Eure Pferde waren wohl nicht so schlimm betroffen. Naja, ein wenig Hoffnung habe ich ja, da es seit ein paar Tagen etwas besser geworden ist. Es knackt sehr viel seltener. Einige Tage habe ich auch nichts gehört.
    …mal sehen, was in der Klinik geraten wird…..
    VG

  • GilianCo GilianCo sagt:

    @metunja, die Frage ist, ob man ein zu langes oder zu kurzes Knieband als Problem hat. Bei meinem war es ein zu kurzes (und ich habe mich schon immer gefragt, warum man zu lange noch durchtrennen sollte, …), und das wird eben bei der OP durchtrennt.

    Das irritierende in meinen Augen ist, das die Behandlung (Anspritzen des Bandes) in beiden Fällen gleich ist, nur das Vorgehen NACH der Injektion sich unterscheidet….

  • Avatar Parodie sagt:

    Jau, es war ein zu langes Knieband. OP geht nicht, da das Knie instabil werden würde. Öffensichtlich haben die Tierärzte auch schwierigkeiten eine Partellalluxation von einer Partellafixation abzugrenzen. Zuerst sagte er Fix- später wohl eindeutig Luxation nachdem die Kniescheibe am stehenden Pferd bewegt/verschoben werden konnte. ….jedenfalls wurde es durch Ertasten festgestellt.
    Sie wurde angespritz, wobei der erfahrenere der beiden Tierärzte auch meinte, dass es nicht unbedingt anschlägt.
    Zu meinem Erstaunen wurde es doch recht verharmlost. Ich soll sie normal arbeiten und Muskulatur aufbauen. Das „Springen“ soll sich wohl außerhalb der Gelenkfläche abspielen u. ob dies zu vorzeitiger Athrose führen würde, wäre noch nicht erwiesen. Naja, gehört habe ich es ….. allein der Glaube daran fehlt…. :denk: also abwarten

  • Avatar metunja sagt:

    Kannst du vllt. mal ein Filmchen einstellen, in dem man sie in Bewegung sieht…?

  • Avatar Parodie sagt:

    kann ich leider nicht…bin technisch nicht so gerüstet

    Aber auf dem Video würdest Du gar nichts erkennen können, weil sie das „Beinanziehen“(sieht aus, als wolle sie eine Fliege unterm Bauch verscheuchen) nur super selten macht. Nur dann, wenn sie mal wieder wie eine Irre über die Weide gerannt ist (ist eher nicht so der ruhige Friese). Im Bewegungsablauf würde man so nichts sehen. Nur das Knacken tritt häufig in der Schrittphase auf u. dann sieht man auch die Kniescheibe sich hin und herbewegen. Das soll sich ja lt. Tierarzt außerhalb der Gelenkfläche abspielen…naja….

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