Drohenden Hund untersuchen

By Diana | Hundegesundheit

Ich brauche mal ein paar Tips, wie ich einem sehr ernsthaft drohenden Hund die Vorderpfote untersuchen kann.

Der Hund hat eine Schulterhöhe von über 70 cm und ist grundsätzlich fest entschlossen, niemanden an eine schmerzende Stelle zu lassen.
Ebenso hat er beschlossen, keinen Maulkorb zu dulden. ( Das hat er vor unserer Zeit wohl schon kennengelernt. Er droht und knurrt schon, wenn man ihm nur ein Halsband über den Kopf streift. Nichtsdestotrotz könnten wir ihm sicher einen Malkorb anziehen, aber wohl nur genau ein Mal.)
Bisher haben wir ihn noch nicht überreizt, weil wir ihm glauben, dass er es nicht beim Drohen belässt, sondern auch wirklich zubeissen wird.
Seine bisherigen Macken sind auch so verheilt, der Worst Case war noch nicht da, kann aber jederzeit eintreffen.
Der Hund ist jetzt drei Jahre alt und lebt seit 1,5 Jahren bei uns.

Mit unserem Tierarzt habe ich schon mal über den Hund gesprochen – es dürfte eine größere Aktion werden, wenn er den Hund behandeln müsste.
Vorerst würde ich gern selbst einmal gucken, warum er humpelt, aber er lässt keinen von uns an die Pfote dran.
Nicht mich, die ich sonst all unsere Tiere behandele und da weder zögerlich noch unsicher drangehe, noch meinen Mann, der er von uns am besten respektiert, noch meinen Sohn, den er am liebsten von uns hat.
Bestechlich ist er nicht. Sobald er merkt, dass man bei ihm irgendwas machen will, nimmt er nichts mehr an.

Hat jemand eine Idee?

  • Avatar kuwi sagt:

    Ganz ehrlich?
    Wenn das mein Schäfer ist, dann bekommt der entweder so die Hucke voll, wenn er mir droht – Vorgeschichte hin oder her – oder ich fahr mit ihm für eine einzige Spritze zum TA, selbst wenn ihm der diese mittels Blasrohr verpassen muß …. ?(

    Da Du aber vermutlich wie immer andere Antworten hören willst:
    leichtes Betäubungsmittel ins Futter mischen, wenn der dummdasig ist, Beisskorb drauf und untersuchen

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Ui, also das ist natürlich schon eine grobe Hausnummer, zumal er ja auch nicht der Allerkleinste ist. :denk:
    Frag mal beim Tierarzt nach, ob es ein Sedativum gibt, was man oral verabreichen kann, um dann vielleicht ein stärkeres intramuskulär nachzusetzen.
    Ich wage es zu bezweifeln, aber vielleicht haben die ja doch irgendwas im „Angebot“. :denk:

    Ansonsten fiele mir nur die harte Tour ein. :tuete:
    Abstandsstock mit Halsschlaufe, Maulkorb (auch gegen seinen Willen) etc.
    Würde ich allerdings den Profis überlassen. :tuete:

    PS. Schon mal Leckerlis aus dem Maulkorb geübt? Geht auch normales Nassfutter, wenn er Leckerlis nicht annimmt.
    Mit einem Tag hungern wird die Versuchung besonders gross sein. :eat:

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Ich würde den auch zuvor übers Futter sedieren. Zumal er dann den TA Besuch auch nicht als negativ im Gedächnis hat 😀

  • Avatar La Jaca sagt:

    Ganz ehrlich?
    Wenn das mein Schäfer ist, dann bekommt der entweder so die Hucke voll, wenn er mir droht

    Genau, GANZ PRIMA Idee! :doh:

    Mal eine andere Frage: Warum habt ihr es bisher so stehen lassen, dass er weder Halsband noch MK haben mag? Wo droht er euch denn noch?

    Ihn in Wildtiermanier über Futter zu sedieren halte ich wirklich für ziemlich krass, wenn es ein Hund ist, der eigentlich bei euch in der familie lebt. Wo ist denn das vertrauen des Hundes in euch???

    Sedieren wird aber Unsinnig sein, da der TA beim schlafenden Hund nicht merken kann, wo es ihm weh tut. Eventuell würds mit einer LMAA-Spritze gehen, da ist er noch wach aber beduselt. Wenn nähere Verdachtsmomente bestehen halt sedieren um zu rötgen etc.

    Wenn das Humpen nicht allzu akut ist, würd ich erstmal zeit damit verbringen ihm den schön zu füttern und zusehen, dass ihr eine Vertrauensbasis schafft. Vielleicht auch mit Unterstützung von Alternativen Medis wie Bachblüten und/oder DAP-Stecke. Auch mit Clickern kann man vieles wieder ins positive konditionieren.

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    Oh weia, dein Problem kann ich sehr gut nachvollziehen, weil ich so was in der 50 kg Klasse hier habe.
    Ich kann nur zu einem Ta gehen, weil der sich von diesem irren nicht so beeindrucken lässt, nicht versucht zu „erziehen“, sondern zügig arbeitet.
    Bei groesseren Verletzungen, die genäht werden mussten, ging es nur mit Vollnarkose ( Mann u ich Klammern schweissgebadet am tobenden Kopf, immer aufpassen, dass der niemanden erwischt, derweil der Doc ihn schlafen legt).
    Ansonsten geht alles nur mit Mega-festgezurrtem Maulkorb, den man mit einem beherztem Griff draufvhaben muss.
    Verbandswechsel an der Pfote: 4 Kräftige Leute und Maulkorb.
    Fieber messen geht gar nicht.
    Soll er aber wutschnaubend weissen Schaum durch den Maulkorb spucken: der muss drauf für solche Aktionen, da ich für so ein Getue keinen Nerv habe.
    Angst hat der Sack nämlich nicht, wenn die Behandlung vorbei ist, Maulkorb ab, freudestrahlend zum Ta und am liebsten noch ein Leckerchen.
    :nix: Er ist halt so, schön ist anders, dafür ist er ansonsten im Umgang sehr gelassen geworden.
    Er hat früher übrigens auch mit dem Halsband ein Problem gehabt, dass ist aber jetzt vorbei.
    Ach Gott, über diesen Hund könnte ich ganze Opern schreiben :panik1:
    Ich wünsch dir starke Nerven. Mach aber keine Experimente, im Zweifelsfalle wirklich besser sedieren.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @La Jaca: Einem Hund der so reagiert eine Spritze zu verpassen, dürfte wohl auch nicht die gescheiteste Idee sein. :no:
    Eine LMAA-Spritze kommt in meinen Augen einem (oralen?) Sedativum gleich. :denk:
    Worin siehst du jetzt den Unterschied, ausser das dem Hund noch der unangenehme Piekser zugefügt wurde? ?(
    Ein Sedativum ist keine Narkose!
    Ich bin kein Tierarzt, glaube aber je nach Tiefe des Sedierung eben genau auch diese LMAA-Stimmung hervorrufen zu können.
    Vielleicht meldet sich ja Mumpi noch zu Wort.
    Die weiß das ganz sicher. :ja:

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Ach je, so einen Kandidaten hatte ich auch mal, den Holländischen Schäferhund-Mix. Mir war das Getue und Gedrohe irgendwann echt zu doof. Zumal er an dem Tag eine wirklich ordentliche Macke am Hinterbein hatte. Mein Ex meinte damals noch beschwörend zu mir: „Das musst Du mit Diplomatie versuchen“. Ja klar, dummerweise ist der Hund bis dahin verblutet :rolleyes:
    Also habe ich ihn und mich in einen Raum gelotst und ihn da im wahren Sinne des Wortes in die Enge getrieben. Bis ich ihn packen und verarzten konnte. Allerdings muss ich dazu sagen: Dieser Hund hatte primär Angst und war deshalb aggressiv, ich war mir also (vergleichsweise, hüstel…) sicher, dass mir nichts passiert. Ist es auch nicht, als ich ihn dann hatte, gab es nur einen fürchterlichen Tanz und ein schreckliches Gewinde, bis er mal verarztet war. Kurioserweise hat er aber wohl geschnallt, dass ich ihm nix Böses, sondern Gutes will – von da an wurde es langsam, aber kontinuierlich besser. Wenn auch nie so gut wie bei unseren anderen Hunden, den ich sogar Glassplitter aus der Pfote gezogen habe, ohne dass sie nur gezuckt hätten.
    Brutus hatte übrigens das gleiche Problem, wie hier bereits geschildert: Halsband, Wurmkur, Flohhalsband – alles ganz schrecklich und ein Grund, sofort zu knurren und zu flüchten, wenn möglich…
    Aber: Dieser Tipp ist zur Nachahmung echt nur eingeschränkt zu empfehlen 😀 Wie gesagt, ich war mir damals ziemlich sicher, dass es beim Drohen und der großen Klappe auch bleibt…

  • Avatar La Jaca sagt:

    Okay, ich hatte jetzt unter Sedieren eine komplette Anästhesie verstanden. Klar, wenn es ein LMAA-Niveau oral gibt, wäre das natürlich am idealsten. Wobei ich denke dass oral immernoch am schwierigsten ist, da es langsamer wirkt und sicher schlechter zu dosieren ist…und große Rassen haben einen empfindlichen kreislauf, sind Narkoserisikokanidaten…

    Ich würd an deiner Stelle zu einem Sporthundetierarzt fahren, frag mal beim SV oder DVG nach. Nach Dänemark (kurz hinter Flensburg) zu „unserem“ Sporthundearzt ist es dir sicher zu weit. 😉 Die kennen sich aus mit „starken“ Hunden, mit allerlei „Humpelerkrankungen“ und eben allgemein mit großen Hunderassen meist gut aus.

  • Avatar Castellano sagt:

    Ich bin gerade fast geschockt, angesichts der Tatsache wie viele aggressive und nicht handelbarer Hunde es alleine hier im Forum gibt. Sicher kein sinnvoller Beitrag, aber diesbezueglich kann ich auch einfach nicht weiter helfen, sondern nur den Kopf schütteln :tuete:

  • Avatar Red Setter sagt:

    Für den Notfall – egal wie Hund zum Tierarzt, am besten mit/unter Betäubung, wenn das im Notfall unmöglich ist von mir aus auch mit Gewalt. Ohne Notfall: dringend(!!!!) daran Arbeiten, dass der Hund überall anfassen duldet. Maulkorb dulden ist Pflichtprogramm für einen großen nicht ganz einfach Hund! Und ja, ich würd dem den Maulkorb schönklickern, dauert ein bisschen ist aber sehr wirkungsvoll, besonders bei aggressiven und ängstlichen (ängstlich-aggressiven) Hunden Z.B. so: http://weblog.claudiaspike.de/maulkorb-training-mit-clicker/ Falls B unmöglich für Euch würde ich Küwis weg gehen (wenn ich sie richtig verstanden habe) und der Hund bekäme die finale Spritze – ich hätte keine Lust mit einem Hund vor dem ich Angst haben muss in einem Haushalt zu leben!

  • Avatar Weltsje sagt:

    Ich bin sicher, dass Diana die Probleme des Hundes nicht verursacht hat. Sie setzt sich trotzdem mit dem Hund auseinander und fragt nach Tipps. Da finde ich Antworten wie die von Küwi mehr als unangebracht. :thumbdown:

    Mit meinem Bully, der durch schwerste Misshandlungen auch ein Angsthund ist, wenn es um seinen Körper geht 😉 , vermeide ich unnötigen Stress für ihn und mich indem ich ihm vor der Behandlung ein Sedativum (Vetranquil/Sedalin) verabreiche und gut ist.

    Notfalls vereinfacht das auch das Anziehen eines Maulkorbs ungemein. Dauert allerdings einen Moment, bis die Wirkung eintritt.

  • Avatar Rising Sun sagt:

    Sedalin Paste, gibt esnicht nur fürs Pferd, sondern auch in Hunde-Dosierung.

    LG Caro

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    @weltsje: :thumbsup:

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Ich bin gerade fast geschockt, angesichts der Tatsache wie viele aggressive und nicht handelbarer Hunde es alleine hier im Forum gibt. Sicher kein sinnvoller Beitrag, aber diesbezueglich kann ich auch einfach nicht weiter helfen, sondern nur den Kopf schütteln :tuete:

    Dann schüttle mal, Castellano. Weißt Du, ich bin, seitdem wir Brutus hatten, extrem vorsichtig geworden, mit Vorverurteilungen wie Deinen. Dieser Hund wurde vor unserem Finca-Tor gefunden. Da war er gerade mal laut TA drei Wochen alt! Sozialisation wurde dann durch unser bestehendes Rudel vorgenommen, vor allem durch eine der Hündinnen. Dieser Hund war extrem gut erzogen, hörte aufs Wort, sogar auf Blickkontakt, streunte nicht (bei dem konnte das Fincator stundenlang offenstehen) war leinenführig, ging auch ohne Leine, war jederzeit abrufbar, jagte nicht, war wachsam… Nur war dieses Tier vom Grundwesen her halt extrem misstrauisch mit Hang zur Aggressivität. Als er drei Jahre alt war kam dazu, dass er nicht mehr rudelkompatibel war, weil er ständig den Chef markieren musste. Schlussendlich haben wir ihn abgegeben. An jemanden, den wir schon lange kannten und bei dem er Alleinhund sein kann. Plus Finca, auf die er mit Begeisterung aufpasst. Was wäre denn für Dich die Alternative gewesen? Einschläfern?
    Ansonsten unterschreibe ich wieder mal bei Weltsje 🙂

  • Avatar Castellano sagt:

    Ich weiß nicht was da die Alternative ist, weil ich nie so einen Hund hatte und hoffentlich auch nie haben werde. Sorry fürs Kopfschütteln, aber ich finde es echt erschreckend wie geballt häufig es solche Hunde zu geben scheint. Oder sind das jetzt hier Foren-Zufallstreffer?
    Fakt ist jedenfalls, das WENN ich mir einen Hund mit unbekannter oder erwiesenermaßen schlechter Vorgeschichte ins Haus hole, zuallererst nachhaltig am Vertrauen arbeite und mich darauf konzentriere, das auch fremde Personen mit dem Hund in auch mal unangenehmen Situationen umgehen können, ohne sich in Gefahr zu begeben. Und sei es meinetwegen vorsichtshalber mit Maulkorb.

    Aber wenn ich ganz ehrlich bin: nein, einen solchen Hund wollte ich nicht haben. Dafür geniesse ich zu gerne jegliche Freiheiten mit meinen Hunden und ist mir die Gesundheit von mir, meiner Familie, Freunde und übrigen Mitmenschen zu heilig.

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Maulkorb dulden ist Pflichtprogramm für einen großen nicht ganz einfach Hund! Und ja, ich würd dem den Maulkorb schönklickern, dauert ein bisschen ist aber sehr wirkungsvoll, besonders bei aggressiven und ängstlichen (ängstlich-aggressiven) Hunden Z.B. so: http://weblog.claudiaspike.de/maulkorb-training-mit-clicker/

    Mir ist das Clickertraining zwar etwas :wacko: aber in diesem Fall, würde ich ebenfalls dringend dazu raten.

    Falls B unmöglich für Euch würde ich Küwis weg gehen (wenn ich sie richtig verstanden habe) und der Hund bekäme die finale Spritze – ich hätte keine Lust mit einem Hund vor dem ich Angst haben muss in einem Haushalt zu leben!

    Amen. Ich würde nicht warten wollen, bis etwas passiert. Mit Kindern im Haushalt geht das schnell auch wenn der Hund sonst artig ist. Ich möchte damit niemand angreifen, ich habe Respekt vor denen, die sich solcher Hunde annehmen. Ich würde das nicht tun, dafür sind meine Kids einfach noch zu klein.

  • Avatar Weltsje sagt:

    Ähhm, habe ich Dianas Beitrag falsch verstanden ?(

    Sie suchte nach einer Möglichkeit, die Pfote ihres drohenden Hundes zu behandeln und bat hierfür um Tipps.

    Dagegen versuchte sie nirgends, irgendwelche Forenmitglieder zu überreden bzw, zu animieren, einen Hund mit vorangegangenen schlechten Erfahrungen mit Menschen aufzunehmen.

    Die wohlmeinden Hinweise, dass man selbst „so einen“ Hund nicht haben möchte, sind hier m.E. völlig deplatziert. :rolleyes:

    Wenn man alle Tiere abschaffen bzw. gar nicht erst nicht anschaffen würde, mit denen evt. „etwas passieren“ könnte, würde das die Haltung von Tieren aller Art, insbesondere von Pferden, immens einschränken :bite: .

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Aber wenn ich ganz ehrlich bin: nein, einen solchen Hund wollte ich nicht haben. Dafür geniesse ich zu gerne jegliche Freiheiten mit meinen Hunden und ist mir die Gesundheit von mir, meiner Familie, Freunde und übrigen Mitmenschen zu heilig.

    Siehst Du – und DAS ist für mich eine Einstellung, die ich nicht verstehen kann. Für mich ist es ganz simpel so: Wenn ich ein Tier kaufe, oder wie in meinem Fall, aufnehme, übernehme ich damit Verantwortung. Für andere logischerweise, aber auch für das Tier. Und wenn sich dieses als charakterlich schwierig entpuppt, gibt mir das noch lange nicht das Recht, es einfach wegzugeben. Nimm es bitte jetzt nicht persönlich, aber das ist so eine „wenns-schwierig-wird-weg-damit-Mentalität“ , die ich echt nicht teilen kann und möchte. Natürlich gilt auch hier: Keine Regel ohne Ausnahme. Und die wäre für mich, das, was Du auch oben beschrieben hast: Das Tier greift andere an, wird zur Gefahr für die Familie etc. Das war aber bei dem von mir geschilderten Hund nie so. Ganz im Gegenteil ist mir auch bei der Verarztungsaktion nix passiert, wie vorhin ja bereits geschrieben. Aber vielleicht definiert auch jeder „schwieriger Hund“ ein wenig anders. Und vielleicht ist es auch immer noch so, dass es sehr schwierig zu verstehen ist, dass der beste Freund des Menschen immer noch seine tierischen Instinkte und Strategien hat – ganz gleich, wie nett, freundlich und fürsorglich die Menschen sind.

  • Avatar Castellano sagt:

    Du verstehst mich falsch, weil ich ganz bestimmt im Bezug auf Leben u damit Tiere nicht die wegwerf-Mentalität lebe. Ich beuge viel mehr vor, indem ich mir mein Tier als zukünftiges Familienmitglied sehr gut aussuche. Nun könnte man mir natürlich anhängen, das ich Züchter unterstütze, wo es doch so viele arme Seelen in den Tierheimen gibt. Da bin ich aber einfach egoistisch und mache es mir einfach: Gesundheit, Sicherheit, Familie gehen vor und ich geniesse es einfach, sehr frei und zwanglos mit meinen Hunden umzugehen ( soll meinen ohne Leinen/Maulkorbzwang, ohne Angst, ohne Spezialtraing…)

    Die gefährlichen oder unsicheren Hunde sollen sich dann doch lieber die halten, die keine Familie/Kinder haben, großes eingezäuntes Gelände und nicht täglich mit Hund in der Zivilisation unterwegs sind.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Ich gehe jetzt auch einfach davon aus, dass Diana alt und erfahren genug ist, die Situation gut einschätzen zu können.
    Schließe mich daher Weltsje, Cubi, Tussi und Co. an.
    Sie hat um Rat gebeten.
    Und nicht um och, und näch, und weg damit! :eye:

    Ich hoffe ich habe das mit der „finalen Spritze“ jetzt falsch verstanden. :flucht:
    Klar, immer weg damit, sobald es unangenehm wird. :thumbdown:
    Wegwerfgesellschaft.
    „Ooooooh, Hondchen kapooooott… :seufz: Na dann kaufen wir eben ein neues Familien-Spielzeug! 8o “
    :kowa:

    Ich habe auch 10 Jahre lang einen schwierigen Hund gehabt.
    Er hat zwar nicht gebissen, gedroht oder nach mir geschnappt, aber wir hatten auch reichlich Theater in den 10 Jahren!
    Aber er hat würdiges Ende gefunden.
    Und zwar ganz genau so, wie er verdient hatte!!!
    Er hatte 1,5 Jahre Zwingerhaltung hinter sich, kaum Fressen, kaum Trinken, nur Prügel, und als man feststellte, dass er als Diensthund nicht taugt, mußte er weg. :thumbdown:
    Er ist stolze 16 Jahre alt geworden und hat seinen Lebensabend in einer netten kleinen Familie verbracht, wo die Kinder auf ihm im Garten geritten sind. Und der Hund hat sich gefreut! Aber sowas von!
    Der war nur happy, wenn er dabei sein durfte, so dankbar war er!
    Der Junge aus der Familie hat sich Abend für Abend an Jerry gekuschelt, wenn sie Fernsehen geguckt haben und hat ihn als „Kopfkissen“ benutzt, während der Hund schlief.
    Eines Tages ist Jerry nicht mehr aufgewacht vor dem Fernseher.. :seufz: ;(
    Ich werde ihn nie vergessen. 🙁

    Wir alle haben diese Hunde geschaffen.
    Aber zum nächsten Tierarzt zu rennen um sie einzuschläfern, finde ich keine korrekte Antwort auf unser Konsumverhalten. :no:
    (Familien mit Kindern klammere ich jetzt mal aus. Darüber brauchen wir nicht diskutieren.)

  • Avatar Mumpitz sagt:

    @La Jaca: Einem Hund der so reagiert eine Spritze zu verpassen, dürfte wohl auch nicht die gescheiteste Idee sein. :no:

    Richtig!

    Eine LMAA-Spritze kommt in meinen Augen einem (oralen?) Sedativum gleich.

    Richtig!

    da es langsamer wirkt und sicher schlechter zu dosieren ist…und große Rassen haben einen empfindlichen kreislauf, sind Narkoserisikokanidaten…

    Nicht richtig!

    Man kann Vetranquil oder Sedalin recht gut dosieren, und selbst wenn man es 10-fach überdosiert stirbt der Hund im Allgemeinen nicht daran, auch ein großer Hund nicht. Wenn der Hund nüchtern ist, wirkt Vetranquil über Futter recht schnell (in max. 45 Minuten). Sedalin, direkt auf die Maulschleimhaut gegeben, wirkt innerhalb von 5 bis 15 Minuten, mit etwas Futter wie Vetranquil.

    Sedalin Paste, gibt esnicht nur fürs Pferd, sondern auch in Hunde-Dosierung.

    Das war sogar die erste Zulassung von Sedalin-Gel in Deutschland.

    Ich würde dem nüchternen Hund eine nicht zu geringe Dosierung (z.B. eine Tablette Vetranquil, oder ca. 0,1 bis 0,2ml Sedalin pro 10kg) geben, dann unbedingt(!!!) Maulkorb ordentlich drauf und dann gucken. Sedalin/Vetranquil kann 24 Stunden, oder auch länger, wirken, ganz besonders bei Rüden.

  • Avatar Castellano sagt:

    Nochmal: ich bin nicht dafür so einen Hund weg zu werfen, ich würde im
    Bezug auf mein Leben u Familie einfach gar nicht erst solch einen Hund kaufen/übernehmen. Und WENN ich es tun würde, dann mit der Konsequenz sofort das Problem versuchen anzugehen, damit ich nach 1,5Jahren im Beditz des Hundes eben nicht das Problem habe, das die Threaderstellerin hat.

    Das es hier einige problematische Hunde mit schlechter Vergangenheit gibt wissen wir ja, aber so wie das im ersten Beitrag geschrieben wurde, finde ich das wirklich unglaublich heftig und möchte da auch nichts schön reden!

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Casti: Hatte ich jetzt auch nicht so verstanden. Alles jut. :hug:

  • Avatar Red Setter sagt:

    Ich beuge viel mehr vor, indem ich mir mein Tier als zukünftiges Familienmitglied sehr gut aussuche.

    Hach, Castellano dafür könnt ich Dich knutschen :hug: würde das alle Leute so machen, gäb es so gut wie keine Hunde im Tierheim und im Tierschutz 🙂

    Da es leider nicht so ist, find ich’s toll, wenn sich Leute dem „Ausschuss“ annehmen. Aber dann bitte nur Leute, die das Wissen, die Zeit und die Lust haben mit so einem Tier zu arbeiten und es eben so zu halten, dass es keinen Schaden anrichten kann. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass zumindest letzteres bei Diana auf jeden Fall der Fall ist

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Nochmal: ich bin nicht dafür so einen Hund weg zu werfen, ich würde im
    Bezug auf mein Leben u Familie einfach gar nicht erst solch einen Hund kaufen/übernehmen. Und WENN ich es tun würde, dann mit der Konsequenz sofort das Problem versuchen anzugehen, damit ich nach 1,5Jahren im Beditz des Hundes eben nicht das Problem habe, das die Threaderstellerin hat.

    Das ist auch durchaus verständlich Casti – und keine Sorge, mein Beitrag war eher genereller Natur, Du warst sozusagen nur der Aufhänger. Aber frag mal in einem x-beliebigen Tierheim nach, nicht in der Listen-Hunde-Abteilung, sondern bei den ganz normalen Rassen/Mixen. Was glaubst Du, was die Menschen heute so schwierig finden, dass sie einen Hund ratzfatz abgeben. Du kannst gar nicht so beknackt denken, wie manche Zeitgenossen diesbezüglich ticken!
    Was Dianas Hund angeht, kann ich die Sachlage nicht beurteilen. Nur, was meinen damaligen Hund angeht, schon. Und wie gesagt, der wurde ausgesetzt vor unserem Finca-Tor gefunden, da war er drei Wochen alt. Nicht gerade das Alter, in dem man künftige Probleme erkennen könnte. Und natürlich ist diesen Problemen, als sie auftauchten, begegnet worden. Was ich aber unumwunden zugebe: Solche Hunde SIND schwierig, man braucht einfach ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit und Konzentration. Ist ein wenig so, wie mit Wallachen und Hengsten in der allgemeinen Meinung… 😀 😀

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Irgendwie habe ich ja fast damit gerechnet, dass das hier so ausufert 😉

    @Diana Wir hatten einen Hof- und Wachhund im Stall aus schlechter Haltung – bzw. hat man versucht den auf dem Hundeplatz agressiv und „scharf“ zu machen. Hat geklappt ;(

    Mich hat der Hund trotzdem akzeptiert und geliebt und ich durfte auch an ihn dran, wenn er Schmerzen hatte (und noch ein paar wenige Leute dazu). Wenn der mal was schlimmeres hatte, wurde der auch immer übers Futter sediert. Der TA hat dann bis zur Wirkung die anstehenden Pferde behandelt. Hat sein Leben lang so geklappt und er ist damit auch recht alt geworden. 😀

  • Avatar Castellano sagt:

    Klar kannst du bei einem 3 Wochen alten Welpen nicht wissen das es mal zu Problemen kommt, du kannst es aber auch nicht ausschließen, weil
    a) zu früh von Mutter weg/Prägungsphase/Sozialisierung
    b) unbekannte Vorgeschichte
    c) unbekannte Abstammung (auch wenn Rasse erkennbar, wie „sauber“ waren die Elterntiere?)

    Natürlich kann man auch mal beim verantwortungsvollen Züchter einen „Querschläger“ erwischen, due Wahrscheinlichkeit ist aber ziemlich gering und deswegen ziehe ich diese Tiere einfach in meinet persönlichen Lebenssituation Tierheimhunden mit unbekannter Vorgeschichte vor.

    Aber wir kommen vom Thema ab, ich kann nach wie vor nichts qualitatives zur eigentlichen Frage beitragen, außer das ich eben verstärkt daran arbeiten würde den Hubd an Halsband und Maulkorb zu gewoehnen, damit er gefahrlos behandelt werden kann.

  • Avatar Alexa69 sagt:

    gelöscht

  • Avatar Diana sagt:

    Vielen Dank erstmal.
    Ich werde mal morgen was zu den Einwänden schreiben.
    Nur soviel vorab – hätte ich gewusst, wie sich das Leben mit dem Hund gestaltet – wir hätten ihn nicht genommen.
    Ich sehe es nämlich so wie Castellano – ich möchte die Hunde genießen und nicht ständig aufpassen müssen.

    Die gefährlichen oder unsicheren Hunde sollen sich dann doch lieber die halten, die keine Familie/Kinder haben, großes eingezäuntes Gelände und nicht täglich mit Hund in der Zivilisation unterwegs sind.

    Trifft alles auf uns zu. Trotzdem ist das alles so Mist.
    Der Hund hat vor uns kein schlechtes Leben gehabt, er ist nicht misshandelt worden und er war nicht in schlechtem Zustand, als wir ihn übernommen haben.
    Wir haben ihn als Deutschen Schäferhund bekommen, er ist aber allem Anschein nach ein DSH x Malinois und zeigt das Verhalten und den Charakter eines Malis.
    Wenn man in Mali-Foren herumstöbert und sich durchliest, was für Probleme mit diesen Hunden auftreten können, dann erkenne ich unseren wieder.
    Möglicherweise spielt auch mit, dass er in unser Rudel nicht richtig integriert ist.

    Vielleicht wäre es das Beste, den Hund abzugeben. Nur – wie? Und zu wem?
    Obwohl ich glaube, er würde gerne bei uns bleiben. Er fühlt sich wohl hier.

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Vielleicht wäre es das Beste, den Hund abzugeben. Nur – wie? Und zu wem?
    Obwohl ich glaube, er würde gerne bei uns bleiben. Er fühlt sich wohl hier.

    Ich glaub schon, das du das am Besten einschätzen kannst.
    Ich weiß jetzt auch nicht, wie alt dein Kind ist.
    Mein Junior ist 4 und mir wäre die Gefahr einfach zu groß, das ein Fehlverhalten des Kindes zu einem Angriff führen könnte.
    Ich denke auch, das du weißt, das, sollte der Hund bei euch bleiben dürfen, du noch ein wenig Arbeit ins den Hund stecken solltest.

  • Avatar Wumba sagt:

    Vielleicht wäre es das Beste, den Hund abzugeben. Nur – wie? Und zu wem?
    Obwohl ich glaube, er würde gerne bei uns bleiben. Er fühlt sich wohl hier.

    Das ist doch der Hund, um den es schon ein paar mal gegangen ist, oder? Der nicht mit dem anderen Rüden kann, nicht zur Ruhe kommt etc. pp. Vielleicht ist das schlicht und ergreifend ein Einzelhund. Ja sowas gibt’s. Und dann ersparst Du ihm und Euch mit dem entsprechenden Platz eine Menge Stress. :nix:

    Zum aktuellen Problem wurde ja schon alles gesagt. Ich würd es für die akute Pfotenchose auch mit LMAA und Maulkorb versuchen und zudem natürlich Maulkorbtraining für die Dauer. Ob man das unbedingt clickern muss, lass ich mal dahingestellt sein.

  • Avatar dat ninalein sagt:

    diana, ich bin mir sicher, auch für ihn würde sich jemand finden…

    z.b. auch jemand mit großem grundstück, aber keine kinder, evtl. ein wenig ambitionen zum hundesport, um dem kerl einen ausgleich zu geben.
    jemand, der ihn als alleinhund halten kann.
    irgend jemanden da draußen gibt es mit sicherheit, das ist etwas, das weiss ich mittlerweile.
    sicherhlich wird es nicht einfach mit solch einem hund, aber vielleicht sucht gerade jemand genau so etwas.

    ich wünsche dir viel erfolg, erst mal für die behandlung und für das weitere vorgehen mit diesem hund, egal, wie das aussehen mag.

    lg nina

  • Avatar ines sagt:

    den würde ich mit futter in auto locken. (in das ich natürlich vorher eine abtrennung zum fahrgastraum eingebaut habe 😉 ) dann würde ich zum tierarzt fahren, der würde dann vom fahrgastraum aus (wir erinnern uns an die erfindung der hundegitter im auto!) den hund per blasrohr (kann das eigentlich jeder tierarzt?) oder meinetwegen auch dartpfeil einschläfern. punkt.

  • Avatar Diana sagt:

    :S
    Wenn ich den im Auto haben will, mache ich die Tür auf und sage „Hopp“ zu dem Hund.
    Und dann hüpft er da rein.
    Hat ja nichts mit Pfote untersuchen zu tun.
    Er macht übrigens Sitz und gibt einem dann die Pfote, nur untersuchen kann man sie nicht, man müsste sie ja von unten betrachten, denn ich vermute, er hat in etwas reingetreten. Wenn man nur fühlt und tastet, wird er gleich wieder komisch – ist ja unangenehm.
    Muss er halt noch etwas humpeln.

    Wir werden Maulkorb-Training machen, so haben wir das jetzt besprochen.
    Es wird sich ja zeigen, ob wir ihm das Teil öfter als einmal angezogen bekommen.

    Ach ja – Kinder. Meine sind 16 und fast 20, also erwachsen.

  • Avatar Andrea S sagt:

    Sedalin Paste, gibt esnicht nur fürs Pferd, sondern auch in Hunde-Dosierung.
    LG Caro

    Aber mit dem Zeug wäre ich bei Hunden extrem vorsichtig!

    Ich würde dem nüchternen Hund eine nicht zu geringe Dosierung (z.B. eine Tablette Vetranquil, oder ca. 0,1 bis 0,2ml Sedalin pro 10kg)

    Mumpitz, ich musste einem meiner Hunde mal Sedalin verabreichen, geringer dosiert als man mir befohlen.
    Was wir alle nicht wussten war, dass der Hund extrem auf Sedativa reagiert und zudem einen aufkeimende Entzündung im Körper hatte.
    Ich hätte den Hund mit der WESENTLICH geringeren Dosierung fast in den ewigen Jagdgründe geschickt! 🙁

    Dazu mal ein kleines Beispiel wie unterschiedlich Tiere auf das Zeug reagieren können. Von daher glaube ich nciht so ganz, dass man ein ier damit nicht auch in Gefahr bringen kann.

    Hafi-Wallach: dem kann man ne ganze Tube Sedalin verabreichen und der steht da und ist lediglich geringfügig abgedimmt.
    Lusi-Stute, gute 100 Kilo mehr als er, 1/4 Tube Sedalin und man hofft, dass die sich nach 10 Minuten Wartezeit noch auf den Beinen halten kann!

    Diana, grundsätzlich würde ich mit dem Hund mit viel Leckerli, Konsequenz und Geduld üben üben üben. Drohen ginge auch bei mir nicht und da würde ich auch im Normalfall sagen, dass der bei mir das Wort zum Sonntag² bekäme. Da dieser Hund aber eine Vorgeschichte hat und ne ordentliche Größe hat, würde ich das verstmal tunlichst lassen!
    Ich würde den Hund wirklich etwas abdimmen und das vorher mit dem TA besprechen und dann mit diesem einen Termin machen, dass er herkommt und den Hund vor Ort untersucht, wenn der TA-Besuch in der Praxis den Stressfaktor und damit auch die Angstagressionen erhöht.
    Selbst untersuchen würde ich das erstmal nicht weil es Dir dann auch passieren kann, dass das Ganze Prozedere nochmal gemacht werden muss und vor allem, weil in diesem Moment auch Du die Böse bist! Das mit dem Clickern ist für viele Tiere sicher eine gute Möglichkeit, wie Red Setter sagt. Und für diesen Hund, um ihn an den Maulkorb zu gewöhnen, sicher eine gute Sache!

    Wünsche Dir viel Glück dabei!

  • Avatar Red Setter sagt:

    Wir werden Maulkorb-Training machen, so haben wir das jetzt besprochen.
    Es wird sich ja zeigen, ob wir ihm das Teil öfter als einmal angezogen bekommen.

    Klar, lässt der sich den Maulkorb öfter als einmal aufziehen. Problem: das braucht Zeit! Ihr müsst wirklich langsam bei der Gewöhnung vorgehen und das Ding wirklich positiv besetzen, wenn ihr wollt, dass er den Maulkorb dauerhaft gut findet und ihr dauerhaft den Maulkorb eben auch in Tierarzt-Situationen etc. einsetzen wollt.

    Wenn ihr jetzt die Pfote untersuchen müsst: betäubt den Hund! Zur SIchrheit des Tierarzts, dann am besten auch die Schnauze fixieren. Dafür würde ich entweder einen Verband nehmen oder einen Maulkorb, der von der Machart sehr anders ist, als der den hier später positiv aufbauen wollt.

    Ich wünsch Euch Glück, dass der Kerl sich nur vertreten hat und ohne Tierarzt alles schnell wieder ok ist!

  • Avatar La Jaca sagt:

    den würde ich mit futter in auto locken. (in das ich natürlich vorher eine abtrennung zum fahrgastraum eingebaut habe 😉 ) dann würde ich zum tierarzt fahren, der würde dann vom fahrgastraum aus (wir erinnern uns an die erfindung der hundegitter im auto!) den hund per blasrohr (kann das eigentlich jeder tierarzt?) oder meinetwegen auch dartpfeil einschläfern. punkt.

    Was soll denn schon wieder das Gesabbel vom Einschläfern??? :cursing:

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Diana:
    Welchen Maulkorb verwendet ihr denn?
    Bei dem Maulkorb ist es wichtig, dass es sich um eine Lederkonstruktion mit Metallkorb handelt.
    Es gibt noch diese billigen Nylon-Schnorchel zu kaufen. Furchtbar die Dinger.
    Die Hunde können damit nicht richtig atmen, geschweige denn hecheln.
    Meiner Meinung nach gehören solche Nylon-Schnorchel höchstens in eine Tierarztpraxis und sollten nicht frei verkauft werden.

    Für Angsthunde:
    Lege den Maulkorb ganz normal zu seinen anderen Spielsachen. Wenn er keine hat, einfach in sein Körbchen.
    Der Anblick muss für ihn etwas völlig normales werden.
    Muss natürlich unter Aufsicht passieren, damit er die Lederbänder nicht abfrisst. :eat:

    Baue den Maulkorb dann nach und nach in den Alltag mit ein.
    Das könnte z.B. so aussehen:

    Level 1, einfach auf dem Fussboden super leckere Sachen verteilen, und den Maulkorb einfach daneben.
    (Erst den Maulkorb, dann die Leckerchen. 😉 So lernt er recht schnell, dass es was tolles gibt, wenn der Maulkorb zum Einsatz kommt.) Level 2 beginnt, wenn der Hund ohne Angst mit seiner Nase oder Schnauze den Maulkorb berührt.

    Level 2, Maulkorb hinlegen, Leckerchen überall verteilen, und ein paar direkt in den Maulkorb legen, so dass er irgendwann anfängt sie sich rauszusammeln. (sich selbst dabei entfernen.)

    Level 3, Maulkorb in die Hand nehmen, Leckerchen reinlegen. 8) Wenn das gut und angstfrei klappt, nächstes Level.

    Level 4, (mit 2 Personen) Maulkorb in die Hand nehmen, Leckerchen rein, Schnalle hinten schließen, Person Nr. 2 schiebt derweil unendwegt vorne durch das Gitter Leckerchen rein.
    Maulkorb sofort wieder runternehmen.

    Level 5, Zeiten verlängern.

    Ich bin der Meinung, dass man bei Angsthunden auch zu Mitteln greifen darf, die man sonst nicht tun sollte. Wie z.B. Leckerchen verfüttern, die sonst nicht in einen Hundemagen gehören, wie Käse oder Wurst.
    Finde es in dem Moment wichtiger, dem Hund die Angst zu nehmen, und solange solche Sachen nicht pausenlos verfüttert werden. :nix:
    Mußte mal gucken, was ihm besonders gut schmeckt.
    JEDER Hund hat eine Schwäche für irgendwas. 😉

  • Avatar La Jaca sagt:

    :thumbsup:

  • Avatar Red Setter sagt:

    @Diana: Welchen Maulkorb verwendet ihr denn? Bei dem Maulkorb ist es wichtig, dass es sich um eine Lederkonstruktion mit Metallkorb handelt.

    :thumbsup: Die besten Maulkörbe aus Hundesicht sind oft die, die für Menschenaugen am gruseligsten Aussehen – nämlich diese riesigen Draht- oder stabilen Kunststoffgestelle. Wenn die ordentlich angepasst und an den wichtigen Stellen gepolstert sind, kann der Hund damit am besten atmen und hecheln. Bei Leder muss man gucken, dass sie nicht zu eng anliegen, aber trotzdem fest genug sind, dass der Hund sie nicht verlieren oder kaputt machen kann. Hier nochmal eine Maulkorbanleitung – ob man klickert oder nicht, ist wumpe – hauptsache positiv (und in der Situation eben am einfachsten mit Leckerlis) aufbauen! http://www.sofahund.at/maulkorb-gewoehnung.html Beim eh schon misstrauischen Hund wirklich laaaangsam und mit viel Leckerlis arbeiten. Dann wird er den Maulkorb auch dauerhaft und immer wieder akzeptieren. Julys ersten Schritte würde ich persönlich weg lassen – davon ausgehend, dass der Hund keine Angst vor dem Objekt Maulkorb hat. Wenn Hund von selbst an den Maulkorb ‚rangeht (schnuppern/angucken/anstupsen), würde ich sofort mit richtig guten Leckerlis aus dem Maulkorb fressen lassen anfangen. Hat bisher ganz wunderbar bei allen Hunde, mit denen ich das so gemacht habe, funktioniert (Tierheimhunde). Der Maulkorb wird nur zu Trainingszwecken oder, wenn er getragen werden muss, rausgeholt.

  • Avatar Diana sagt:

    Das ist kein Angsthund.
    Ganz und gar nicht.

    Einen Maulkorb haben wir nicht. Ich habe zwar schon mal im Landhandel vor dem Regal gestanden und mir die Nylonteile beguckt, aber nicht gekauft.
    Ich denke aber auch, dass so ein Drahtteil sinnvoller ist.
    Wie bestimme ich denn die Größe?
    Zum Anprobieren werde ich ihn wohl nicht mitnehmen können. 😀

    Wir hatten noch nie einen Hund, der selbst uns nicht an seine Macken heranließ.
    Ich konnte immer an alles ran und wenn wir zum TA mussten, war es auch noch nie ein Problem.
    Von daher habe ich da zum einen keine Ahnung, zum anderen auch eine Hemmschwelle.

  • Avatar Red Setter sagt:

    Für den Maulkorb kannst Du ihn vermessen. Verschiedene Marken messen unterschiedlich, musst Du mal schauen. Bestellen kannst Du dann online. Vielen Firmen bauen die auch auf Maß. Hunter z.B. hat gute Metallkörbe, ich glaube Infos findest Du auch auf deren Webseite. In den Katalogen stehen auch Messanleitungen. http://www.hunter.de Julius K9 hat auch brauchbare: http://www.juliusk9-hundesportartikel.com/de/K9-Hundemaulkorb/K9-Drahtmaulkorb.html – da sollte auch irgendwo eine Messanleitung sein (sonst per Mail nachfragen). Von Baskerville gibt’s auch einen guten http://www.petfeder.de/index.php?page=product&info=1224 Bei allen genannten können die Hunde wirklich sehr gut atmen und hecheln und man kann auch Leckerlis durchfüttern so man will! Vorausgesetzt natürlich die Dinger sind ordentlich angepasst. Wenn man will kann man mit Filz/Neopren/Fell noch etwas besser abpolstern

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Diese Diensthunde-Maulkörbe lassen sich bis zu einem gewissen Grad noch etwas biegen. Wenn er also oben und unten zu eng, und an den Seiten zu weit ist, kann man solche Kleinigkeiten vor Ort richten.
    Manchmal ist es etwas fummelig, bis man den richtigen Maulkorb gefunden hat. :denk:
    Bin mir trotzdem sicher, wenn du dem Verkäufer die Situation erklärst, dass du den Maulkorb nach einmaliger Anprobe zurückbringen kannst, wenn er nicht paßt!
    :denk:
    Wenn es sich um keinen Angsthund handelt, kann man natürlich so wie RedSetter schon schrieb, gleich mit Leckerli im Maulkorb anfangen 🙂

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    Und wenn du den ultimativen Trick hast, wie man unsere Psychos dazu bekommt, sich von Menschen einfach untersuchen zu lassen, lass es mich wissen :ja:

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Habe gerade mal versucht Maulkörbe für dich rauszusuchen. Da du ja Schäferhunde hast, gibt es dafür Norm-Grössen! Hab zwar nichts gefunden auf die Husche, da sie mir alle nicht gefallen haben, aber dafür ein Paradebeispiel-Bild, wie ein Maulkorb nach Möglichkeit nicht sitzen sollte. Dieser Maulkorb ist in meinen Augen um Längen zu klein. Die Lefzen hängen unten raus, seine Schnauze liegt vorne an, und er wäre/ist mit diesem Maulkorb am Hecheln eingeschränkt. Und für meinen Geschmack sitzt er zu dicht an den Augen, bzw. könnte dort drücken. Und hier ein Link zu einem Maulkorb der a) passen könnte und b) für meinen Geschmack auch noch super geschnitten ist für Schäferhunde. http://www.hotfrog.de/Firmen/Fordogtrainers/Drahtmaulkorb-Bester-Draht-Maulkorb-Hund-perfekt-f%C3%BCr-Deutscher-Sch%C3%A4ferhund-51036

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Warum nur kriege ich jetzt dauernd hier Assoziationen von „Das Schweigen der Lämmer“ 8o :panik1:

    Grauenvoll :panik1:

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Vielleicht weil du nicht kompatibel bist, als mit mehr als 2 Tierrassen von diesem Planeten. :eye:
    😉

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich bin durchaus kompatibel, mein schärfster Behüterund bester Freund zartester Jugendjahre und Begleiter bis ins höhere Kindesalter war unser allerbester Familienhund „Cäsar“ :herz: ein deutscher Schäferhund 😉 hier mit meiner kleinen Wenigkeit :ostern: das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/48374/ Wir hatten zuhause immer Hunde und Katzen :na:

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Das bist duuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu???? :outlaugh:
    Niedliches Bild. :herz:

  • missredcat missredcat sagt:

    Wie unschuldig Du kuckst 8o 😀

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Tsja, da war sie (vielleicht) noch lieb. :ostern:

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