Dressur früher – Dressur heute

By La Jaca | Archiv: Ausbildung

  • Avatar Talimeth sagt:

    Zunächst vielen Dank für das Material. Es ist sehr interessant. Anmerkung: Klimkes Videos stammen aus dem Anfang der achtziger Jahre, nicht 1960. Ich erinnere mich noch daran, wie er auf einer Bierbank bei der CHIO Aachen diese vorführte (heute undenkbar). Auch hätte 1972 sicher Jelena Petuschkowa mit Pepel vorgestllt werden können. Immerhin schlug sie Neckermann, was dieser den Richtern nie verzieh- da hörte denn der Sportsgeist auf. Damls gewann sie acuh den großen Dressurpreis in Aachen- uind das eine Sowjetreiterin – Frau und aus dem Sozialismus- damals unerhört und politisch nicht gewollt.

    Was jedenfalls für mich deutlich wurde, ist, dass in frühere Zeit handwerklich besser geritten wurde. Auch zu meiner Turnierzeit wäre es unmöglich gewesen, mit enem Pferd aufzutreten, was deutlich hinter der Senkrechten eingestellt war – wie es heute Standard ist (vgl. Isabell werth in dem Video). Dann Klimke mit einem Losgelassenem Pferd (ruhiger Gesichtsausdruck, schwingender Rücken, pendelnder Schweif), dagegen später immer wieder Schweifarabesken. Es gibt keinen Grund in Piaffe und Passage so mit dem Sporn rumzuboren, dass der Schweif dauernd schlägt. Außerdem ist dies ein untrügliches Zeichen für Spannungen im Rücken.

    Insgesamt, so bestätigt es, geht es mit der Kommerzialisierung im Reitsport was die eigentliche Arbeit anbelangt, immer mehr den bach runter zugunsten von spektakulären aber gemessen an der Beurteilungssskala (und der Gesundheit der Pferde) immer mehr den Bach runte. Balkenhohl sagte noch einmal sehr richtig, GP ist Grundlagen, Grundlagen, Grundlagen. Dann sind die höchsten Scwhierigkeiten korreekt geritten. ich selbst habe viele Jahre jedes Jahr die CHI bad aachen besucht, 2006 ist es mir einfach vergangen.

    LG Talimeth

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Faszinierend, wie schön ruhig ein Schenkel doch liegen kann.

    Und Donnerhall ist natürlich ein Traum :love:

  • Avatar wednesday sagt:

    Es gibt keinen Grund in Piaffe und Passage so mit dem Sporn rumzuboren, dass der Schweif dauernd schlägt. Außerdem ist dies ein untrügliches Zeichen für Spannungen im Rücken.

    Der dauer-pinselnde Schweif fällt mir bei Neckermann (zweites Video – Rom 1960) negativ auf.

  • Avatar nisenase sagt:

    also man kann es´, meiner Meinung nach nicht unbedingt an den Zeitabständen messen. Ich hatte das Gefühl, dass bei jedem Reiter/Pferd Paar wie immer und überall, Stärken und Schwächen da waren. Meint ihr nicht, dass man aufgrund der Veränderung in den Choreos und eben den Gangveranlagungen nicht so das Auge aud die einzelnen Lektionen und Ausführung gleich bewertet? (Man beachte, dass bei Frau Linsenhoff in den Verstärkungen am meisten geklatscht wurde, der Trend war da also schon in vollem Gange)
    Bei Donnerhall ist mir aufgefallen, dass er ebenso mit dem Schweif schlägt (wie Pferde späteren Datums) und eben auch die Piaffe eher schwankend als gesetzt zeigt. Da finde ich die Piaffe von beispielsweise Kyra Kurklund (wird sie so geschrieben?) etwas besser….und so kann man eigentlich die Paare doch auch ohne Beachtung der Epoche ganz gut gegeneinander bewerten. Sicherlich finden sich heute auch noch Reiter/Pferde wie „damals“ die aber den Menschen leider nicht auffallen, weil es so unspektakulär ausschaut?
    In der Dressur ist es doch wie überall in der heutigen Zeit – weiter, besser,schneller, auffallender, ausgefallener…..mich wunderts echt nur, dass immer noch klassisch im Frack geritten wird und nicht „oben ohne mit vergrößertem Busen“ – etwas überspitzt ausgedrückt 😀

  • Avatar La Jaca sagt:

    Anmerkung: Klimkes Videos stammen aus dem Anfang der achtziger Jahre, nicht 1960.

    Stimmt, da ist mir der falsche Link reingerutscht. Bei 1960 sollte noch dieses (sehr bemerkenswerte, wie ich finde) Video stehen: http://www.youtube.com/watch?v=G0_AS_YBFks

  • Avatar ines sagt:

    und nun stelle sich einer diese zeitung auf dem viereck eines x-beliebigen internationalen durchschnittsturniers vor… welches der pferde wäre denn nicht ausgerastet? :bite:
    die reiterei, wie sie sich entwickelt hat sollte sich schämen :tuete:

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    Beim Ansehen der Videos fiel mir auf, daß die Pferde heutzutage erheblich elastischere Gänge haben und viel federnder laufen.
    Dies scheint die reiterlichen Defizite (harte Hand, Rollkur) tatsächlich „auszugleichen“ .
    So sieht ein Gummiball-Pferd immer noch gut aus, weil die spektakulären Gänge das weniger gute Reiten überdecken.

    Es fällt auf, daß der Grundsatz „eine Handbreit vor der Senkrechten“ sich im Laufe der Jahre verabschiedet hat.

  • Avatar Jasmin sagt:

    mir fällt am meisten auf, dass die leichtigkeit verloren gegangen ist.
    heutzutage sieht alles hektisch und nach arbeit und fast kampf aus. auf den videos von früher sieht es aus wie tanzen und als wäre es alles ganz leicht. so wie es sein soll …

  • Avatar Patti sagt:

    mir fällt am meisten auf, dass die leichtigkeit verloren gegangen ist.
    heutzutage sieht alles hektisch und nach arbeit und fast kampf aus. auf den videos von früher sieht es aus wie tanzen und als wäre es alles ganz leicht. so wie es sein soll …

    Hmm…
    Also gerade in dem Neckermann Video (Asbach) sieht das – meiner Meinung nach – eigentlich recht häufig nach Kampf aus. Das Pferd reagiert schon recht deutlich „gegen“ die Hand…

    Aber was mir aufgefallen ist in dieser Zusammenstellung: schlagt mich, aber ich finde, Totilas Piaffen sind ohne Gleichen!

  • Avatar Castellano sagt:

    Die Vorstellung von Totilas ist im Vergleich auch mit Sicherheit keine Schlechte! Da gibt’s spannigere Pinselpferde…

  • Avatar Jasmin sagt:

    mir fällt am meisten auf, dass die leichtigkeit verloren gegangen ist.
    heutzutage sieht alles hektisch und nach arbeit und fast kampf aus. auf den videos von früher sieht es aus wie tanzen und als wäre es alles ganz leicht. so wie es sein soll …

    Hmm…
    Also gerade in dem Neckermann Video (Asbach) sieht das – meiner Meinung nach – eigentlich recht häufig nach Kampf aus. Das Pferd reagiert schon recht deutlich „gegen“ die Hand…

    Aber was mir aufgefallen ist in dieser Zusammenstellung: schlagt mich, aber ich finde, Totilas Piaffen sind ohne Gleichen!

    ja das stimmt. aber bei den anderen passts. vor allem bei dem klimke.

  • Avatar Rebeca sagt:

    ……und dann kommt so ein kleiner Spanier und zeigt den „modernen Reitern“ die Leichtigkeit.
    Klimke und Ahlerich sind natürlich schon ein Ausnahmepaar, wobei ich auch das Schweifschlagen bei „Necko“ kritisiere. Ich kannte den großen Meister persönlich und fand daß er immer ein Perfektionist war und seinen Pferden schon gerecht wurde.

  • Avatar Talimeth sagt:

    Leider konnte ich die Piaffen im Ritt von Amsterdam nicht ausreichend sehen. Was ich gesehen habe: Gal ist ein sehr sehr gut sitzender und einwirkender Reiter. Man beachte einmal die rießigen Bewegungen des Pferdes in den Verstärkungen und vor allem auch in der Passage.

    Was bei Totilas das Problem ist, das auch immer wieder diskutiert wurde, ist die Frage der Losgelassenheit. Ich neige dazu, von einer Losgelassenheit auszugehen, da man kaum einen Widerstand des Pferdes erkennen kan (außer einmal in der Passage) und Gal kam in der Bewegung sehr gut und elastisch mit.

    Es ist natürlich ein sehr spektakuläres Gehen, dafür ist Totilas aber auch ein völliges Ausnahmepferd, wie Gal wohl auch ein Ausnahmereiter ist. Deswegen neige ich, ohne letztendlich ganz sicher zu sein, dazu, Totilas für losgelassen zu betrachten.

    Was uns fehlt, sind Aufnahmen anderer legendäre Ausnahmepferde und Reiter. Ich hätte z.B. gerne eine Aufnahme eine GP von Lörke mit Fanal. Klar ist auch eines: Auch früher wurde nur mit Wasser gekocht.

    Für mich ganz persönlich ist entscheidend die Losgelassnheit und Zufriedenheit des Pferdes.

    Gruß Talimeth

  • Avatar nisenase sagt:

    besteht evtl. nicht die Möglichkeit, dass durch die generelle Veränderung in der Zucht die Pferde characterlich auch etwas „anders“ geworden sind.?! Schwieriger, nerviger, sensibler. Wer hat denn beim normalen Reiten auf seinem Viereck denn nicht schon mal „reingreifen“ müssen oder auch mal etwas deutlicher mit dem Sporn sein müssen?! Warum werden dann hier Reiter, die international reiten denn so extrem kritisiert, wenn dies auch hier mal sein muß?!
    Ich habe hier zwei Balkenhohl DVD´s und konnte da nix schlechtes erkennen…..klar, es wurde gefilmt, aber die Philosophie wird hier eindeutig praktiziert. Das kann man an den generell schön gehenden Pferden erkennen.

    Da sehe ich in den Provinzreitställen gaaaanz andere Bilder, meist auch einfach aus Unwissenheit oder Nichtskönnen……jedoch wollen gerade diese Menschen auch nix dazulernen…..

  • Avatar Talimeth sagt:

    Faktum ist aber, dass es auch im großen Sport zu Sachverhalten kommt, die ich als schwierig bezeichnen möchte: Rololkur, grobe Einwirkung etc, Pferde die nicht im Gleichgewixcht und korrekt gehen, Pferde, die nich in der Grußaufstellung ruhig stehn. Ich spreche nur von Dingen, die ich selbst gesehen habe.

    Sicher, die Pferde sind anders geworden: Leichter im Genick, höher im Blut. Leider wird nciht immer demenmtsprechend geritten.

    Gruß Talimeth

  • Avatar Patti sagt:

    Klar ist auch eines: Auch früher wurde nur mit Wasser gekocht.

    DAS denke ich aber auch….

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass heute im Grossen und Ganzen weitaus mehr auf die Befindlichkeiten von Pferden eingegangen wird. „Früher“ standen die Pferde in Ständern. Paddockboxen? Was’n das?? Das gab gar nicht. Weidegang ganztags? Kann ich mir nicht vorstellen. Das waren noch die Zeiten des montäglichen „Ruhetages“, wo niemand was im Stall zu suchen hatte.
    Die ganze Einstellung zum Pferd (oder zum Tier an sich) war damals mit Sicherheit eine ganz andere als heute.
    Wenn man sich mal überlegt, dass noch in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts bei ländlichen Turnieren mit den Arbeitspferden (!) zum Turnier gefahren und dort geritten wurde (nein, nicht mit Anhänger, das wäre zuviel des Luxus *grins* – mit’m Trecker und Pferde drangebunden – empfinde ich diese Verehrung der „guten alten Zeit“ mit der angeblich so „guten Reiterei“ immer so’n bisschen….zweischneidig.
    Wer weiss – wenn es damals schon solche Zuchtprodukte und Luxusmodelle wie beispielsweise Totilas gegeben hätte – vielleicht wären die damaligen Reiter höchst dankbar über solch pferdischen Untersatz gewesen? *grübel*

  • GidranX GidranX sagt:

    Wenn das Pferd aber nun gebäudetechnisch solche Quantensprünge gemacht hat, warum nur ist Reiten mit „Leichtigkeit“ dann immer noch die große Ausnahme statt die Regel.. :denk: Irgendwas geht da doch nicht auf.. :nix:

  • Avatar Alba sagt:

    Balanceakt – in dubio pro equo Guckst du im „Balanceakt-Faden“ Seite 2 Post 24 😀

  • Avatar Patti sagt:

    Wenn das Pferd aber nun gebäudetechnisch solche Quantensprünge gemacht hat, warum nur ist Reiten mit „Leichtigkeit“ dann immer noch die große Ausnahme statt die Regel.. :denk: Irgendwas geht da doch nicht auf.. :nix:

    Gidran –

    weil die Ausbildung der Reiter dem Vermögen und der Verbesserung der Zucht bei den Pferden deutlich hinterherhinkt.

    Oder kurz gesagt: die Pferde sind deutlich besser geworden, die Reiter im Schnitt eher nicht.

  • Avatar JAusten sagt:

    Naja, das Dressurpferd soll „durch den Körper federnd“ vorgestellt werden. Ist nicht ganz einfach, wenn man bedenkt, dass eine korrekte Ausbildung Jahre braucht. Heute werden aber schon 8-9jährige Pferde in einer **M-Prüfung geritten. Da darf man sich schon fragen, ob das nicht zu früh ist. Die meisten Berufsreiter müssen die Gäule vorstellen, um Geld zu verdienen. Die können es sich gar nicht leisten darauf zu warten, bis das Pferd wirklich nach jahrelanger Arbeit so weit ist, um losgelassen, federnd, schwungvoll vorgestellt zu werden. Auf der einen Seite steht das Lebewesen Pferd, auf der anderen Seite der/das Verdienst/Geld.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Balanceakt – in dubio pro equo Guckst du im „Balanceakt-Faden“ Seite 2 Post 24 😀

    Schade, dass es da nicht weiter geht. 🙁

  • Avatar La Jaca sagt:

    ……und dann kommt so ein kleiner Spanier und zeigt den „modernen Reitern“ die Leichtigkeit.

    Finde ich garnicht. Er wirkt, wie ich finde, genauso zusammengepresst wie Toti. Nur sein Reiter ist ein prima Entertainer, die Musik ist genial auf die Kür zusammengeschnitten und es ist halt ein Exot. Lörke ist wohl kaum auf Videos zu finden, dafür nur einge Bilder: http://www.hsh-fritz-stahlecker.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Stahlecker%20Artikel%20Kurskorrektur..pdf http://www.grand-ecuyer.de/2009/10/20/bilder-der-reitmeister-otto-lorke/

  • Avatar St. Lucia sagt:

    ……und dann kommt so ein kleiner Spanier und zeigt den „modernen Reitern“ die Leichtigkeit.

    Finde ich garnicht. Er wirkt, wie ich finde, genauso zusammengepresst wie Toti. Nur sein Reiter ist ein prima Entertainer, die Musik ist genial auf die Kür zusammengeschnitten und es ist halt ein Exot.

    Dafür sitzt der Entertainer aber verdammt gut. Und noch ein klitzekleiner Unterschied: Fuego läuft schon immer so im Trab und zeigt genau diese Bewegungen auch an der Hand in der Morphologie. Na ja, ist ja schließlich doch nur ein Ackergaul bei der Rübenernte….. 😉

  • Avatar La Jaca sagt:

    Klar mag der Reiter gut sitzen und der Fuego hat sicherlich ein anderes (natürliches :rolleyes: ) Bewegungstalent als Totilas…trotzdem ist da für mich am Pferd immernoch zuviel Gepresse. :nix:

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    2007 habt ihr noch vergessen. :ja: Für mich der zweite Totilas! :love: http://www.youtube.com/watch?v=W9wh3kyMKJU&NR=1

  • Avatar maurits sagt:

    gar nicht wahr, Julerich. DAS sind die wahren Totilasse. :love: http://www.youtube.com/watch?v=At1oxg99OTo Und ich bin die Tussi mit der Peitsche und den Stiefeln und dem strengen Blick :ja:

  • Avatar Mumpitz sagt:

    😀

  • Avatar Cubano9 sagt:

    ……und dann kommt so ein kleiner Spanier und zeigt den „modernen Reitern“ die Leichtigkeit.

    Finde ich garnicht. Er wirkt, wie ich finde, genauso zusammengepresst wie Toti. Nur sein Reiter ist ein prima Entertainer, die Musik ist genial auf die Kür zusammengeschnitten und es ist halt ein Exot.

    Dafür sitzt der Entertainer aber verdammt gut. Und noch ein klitzekleiner Unterschied: Fuego läuft schon immer so im Trab und zeigt genau diese Bewegungen auch an der Hand in der Morphologie. Na ja, ist ja schließlich doch nur ein Ackergaul bei der Rübenernte….. 😉

    Och, da fallen mir noch ein paar andere Unterschiede ein. Z.B. das der Reiter eine wirklich gute Einwirkung hat, einer der wenigen im internationalen Zirkus ist, der sein Pferd von der Remonte an selbst ausgebildet hat und das dieses Pferd tatsächlich in der Ausbildung Schwung mitbekommen hat. Ist ja auch nicht sooo häufig bei den Iberern. Und ich stelle mir gerade die Frage, wie man ein zusammengepresstes Pferd 1.) mit solchen (nach deutschen Maßstäben) Fahrleinen zusammenzerren kann und 2.) wie man zusammengezerrt einhändig reitet? Aber wahrscheinlich würde dieses Pferd erst unter einem PK-Reiter so richtig glänzen können. 😀

  • Avatar Falun sagt:

    Was jedenfalls für mich deutlich wurde, ist, dass in frühere Zeit handwerklich besser geritten wurde.

    Finde ich definitiv nicht. Was ausgerechnet an Neckermann und Linsenhoff besser sein soll, sehe ich nicht. Und das sind noch „leuchtende“ Beispiele aus der Zeit. Es gab regelrecht gruselige Bilder.

    Auch zu meiner Turnierzeit wäre es unmöglich gewesen, mit enem Pferd aufzutreten, was deutlich hinter der Senkrechten eingestellt war – wie es heute Standard ist (vgl. Isabell werth in dem Video).

    Ja, wenn man nur mit Geodreieck rangeht, dann stimmt das. Dafür gab es reichlich Pferde, die gegen die Hand gingen, ausschließlich mit der Kandare im Rahmen gehalten wurden und im Rücken brettfest waren.

    Faktum ist aber, dass es auch im großen Sport zu Sachverhalten kommt, die ich als schwierig bezeichnen möchte: Rololkur, grobe Einwirkung etc, Pferde die nicht im Gleichgewixcht und korrekt gehen, Pferde, die nich in der Grußaufstellung ruhig stehn

    Ja, das gibt es heute – genauso wie früher. Es waren und sind nicht nur Künstler unterwegs.

    Gidran –

    weil die Ausbildung der Reiter dem Vermögen und der Verbesserung der Zucht bei den Pferden deutlich hinterherhinkt.

    Oder kurz gesagt: die Pferde sind deutlich besser geworden, die Reiter im Schnitt eher nicht.

    Stimmt. Das menschliche Leistungsvermögen ist begrenzt, uns züchtet ja auch keiner :nix: Hinzu kommt, dass die Ausbildung weniger wird. Eine Bereiterlehre dauerte früher 5 Jahre – und heute sollen manche nach 2 Jahren fertig sein :irre: Amateure denken, sie tun viel, wenn sie 2 Unterrichtsstunden pro Woche reiten. Das ist der untere Rand, um freihändig auf dem Klo sitzen zu lernen.

    Heute werden aber schon 8-9jährige Pferde in einer **M-Prüfung geritten. Da darf man sich schon fragen, ob das nicht zu früh ist.

    8jährige Pferde gehen S, wenn es keinen Bruch in der Ausbildung gab. Und 9jährige Pferde beginnen mit dem GP. In den M** Prüfungen wirst Du eher 7jährige Pferde finden, im Ausnahmefall vielleicht auch 6jährige, was ich tatsächlich früh finde. Welches Problem Du mit M** und 8/9jährigen hast, kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Nach drei Jahren unter dem Sattel – immer vorausgesetzt, keine langen Pausen oder gesundheitliche Auszeiten – sollte M wohl gehen. Und nach drei Jahren ist ein Pferd in der Regel 7.

  • Avatar Falun sagt:

    Aber wahrscheinlich würde dieses Pferd erst unter einem PK-Reiter so richtig glänzen können.

    :thumbsup: So wird es sein 😀

  • Avatar Patti sagt:

    Hinzu kommt, dass die Ausbildung weniger wird.

    Vor allem wird sie deutlich einseitiger. Wenn ich an die „alten Knochen“ denke, bei denen ich früher Unterricht hatte: die kamen eigentlich alle aus der VS-Reiterei. Sprich: die kannten und konnten Gelände, Springen und Dressur.
    Frag heute mal nen Bereiter aus nem Dressurstall, wie man am Besten ne Gymnastikreihe aufbaut….der hat 5 Fragezeichen im Kopf und zudem wird der kaum im Stande sein, das zu reiten.

    Amateure denken, sie tun viel, wenn sie 2 Unterrichtsstunden pro Woche reiten. Das ist der untere Rand, um freihändig auf dem Klo sitzen zu lernen.

    😀 😀 😀

  • Avatar La Jaca sagt:

    Stimmt. Das menschliche Leistungsvermögen ist begrenzt, uns züchtet ja auch keiner :nix: Hinzu kommt, dass die Ausbildung weniger wird. Eine Bereiterlehre dauerte früher 5 Jahre – und heute sollen manche nach 2 Jahren fertig sein :irre:

    Ich wollte vor Jahren mal einen Quereinstieg wagen und einen Ausbildungsplatz Pferdewirt Schwerpunkt Reiten machen. Durchgehend wird ein bereits vorhandenen und nachweisbares Reitniveau gefordert. Also Leistungsklassen, Turniernachweise und eigentlich am besten schon „fertig“. In der Ausbildung wird man nur gebraucht um die Pferde auf Turnieren vorzustellen oder junge Pferde zu bereiten. Eine richtige Lehre, wo von der Pieke auf gelehrt wird bis auf ein entsprechendes Niveau zu kommen, gibt es da kaum. Am besten sollte man schon vorher alles können, da im Betrieb überhaupt nicht die Zeit oder das Potenzial da ist, Azubis reiterlich auszubilden. In einem Betrieb war es sogar so dass ich mir selbst ein Pferd für die Prüfung hätte organisieren müssen, ein eigenes kaufen oder von irgendwem eines leihen, weil man nur Remonten oder ungerittene Zuchtstuten im Betrieb hatte.

    Naja, und zu der mangelhaften Bereiterausbildung kommt meiner Meiung nach auch noch, dass wir in D eine äusserst mangelhafte Nachwuchsförderung haben. Nach oben kommt nur wer entsprechende Sponsoren bzw das vermögende Elternhaus hat.

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Das kann man nicht verallgemeinern.

    Ich finde schon, dass die Bereiter bei der Landesreit- und Fahrschule Rheinland eine sehr gute Ausbildung erhalten – und auch erstklassiges Pferdmaterial gestellt bekommen. Aber die nehmen natürlich auch nur Reiter ab einem gewissen Ausbildungsstand und mit entsprechenden Leistungsnachweis – würde ich auch nicht anders machen.

    Ein Mädel bei uns aus dem Stall (zuvor einige E Prüfungen recht erfolgreich geritten, aber ich glaube, kein Abzeichen) hatte sich bei einem großen Reitstall in der Nähe als Bereiter beworben. Sie wurde dort zunächst als Praktikantin eingestellt mit der Aussicht auf einen Ausbildungsplatz als Bereiter, wenn sie besser reitet (Unterricht hat sie dort wohl kostenlos erhalten und Pferdmaterial auch). Irgendwie scheint sie das aber nicht geschafft zu haben, ist später in einem anderen Stall gelandet und hat dort eine „Ausbildung“ als Bereiter genossen. Ganz ehrlich: die würde ich heute noch nicht auf eines meiner Pferde lassen….

  • Avatar La Jaca sagt:

    klar, auf einem Landesgestüt wird da großen Wert drauf gelegt…aber weniger in Privaten. Zumindest ist das meine Erfahrung.

  • Avatar Talimeth sagt:

    Liebe Leute,

    Was die Berufsreiterausbildung anbelangt: dafür gibt es eine ganz klare Aussage: Es ist völlig unsinnig, einen Trainer im Reitsport in Form einer Lehre auszubilden und das auch noch als besonderes Qualitätsmerkmal zu verkaufen. Ich plädiere schon lange darum, die Berufsreiterausbildung als Fachhochschulstudium und wenigsten und zunächst einmal als Fachschulausbildung einzuführen. Denn diese Dinge müssen regelrecht studiert werden. Wenn dann in den Reitbetrieben die billigen Arbeitskräfte in Form von Lehrlingen wegfallen, dann ist das eben so. Es muss Anatomie Mensch/Pferd, Biomechanik, Didaktik, Sportwissenschaft etc. unterrichtet werden. Stallausmisten kann in den Semesterferien als Praktikum gemacht werden. Allerdings muss sichergestellt werden, dass ein professionelles Pferdehandling vorliegt.

    Gruß Talimeth

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Es muss Anatomie Mensch/Pferd, Biomechanik, Didaktik, Sportwissenschaft etc. unterrichtet werden. Stallausmisten kann in den Semesterferien als Praktikum gemacht werden. Allerdings muss sichergestellt werden, dass ein professionelles Pferdehandling vorliegt.

    Gruß Talimeth

    Moins,
    so löblich das auch auf den ersten Blick klingt: Ich habe in der jüngsten Vergangenheit entschieden zu viele RL kennengelernt, die zwar jeden Muskelzusammenhang perfekt benennen konnten, die Anatomie stets im Blick hatten und eine Menge von Didaktik verstanden – dummerweise haperte es da aber eklatant an Wissen. Und solange ein solcher RL Stellung und Biegung dauerhaft verwechselst, ein Schenkelweichen als Traversale verkauft und derartigen Unsinn mehr veranstaltet, bringt mich als Schüler auch die theoretische Abhandlung über den „musculus longissimus“ um keinen Deut weiter.
    Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass für die meisten Reiter, die heute Unterricht nehmen, die Praxis deutlich wichtiger ist, als alle Theorie – zumal sich viele von ihnen damit eh freiwillig auseinandersetzen. Und daran hapert es in meinen Augen: an Praktikern, die mehr drauf haben als Kommandos wie „stell ihn mal durch“ oder „heb die Hände bis Höhe der Pferdeohren“. Denn zumindest mir geht das so: Zuviel verkopftes Reiten schadet meiner Reiterei erheblich. Zumal der „gemeine Freizeitreiter“, der, wie Falun schon ganz richtig sagte, im Schnitt 2x in der Woche aufs Pferd kommt, in den meisten Fällen entschieden andere Probleme zu bewältigen hat.

  • Avatar Talimeth sagt:

    Ich sehe es nicht so: Dass die Praxis selbstverständlich beherrscht werden muss, das Handwerk ist selbstverständlich. Aber: Was ich sehe, sind in großer Anzahl Leute mit Abschluss Pferdewirtschaftsmeister Schwerpunkt reiten, wo einfach grundlegende Dinge fehlen. Und andere, die vielleicht praktisch das eine oder andere können, aber sich der Konsequenzen ihres Tuns nicht im klaren sind. Z.B. Reitlehrer, großer Name etc., gibt auf der ganzen Welt Unterricht. Der gute Mann n immt das Bein eines Kursteilnehmers und zieht mit seinem Gewicht kräftig dran. Das Bein dehnt sich- toll-gleich mal ein Bügelloch länger. Problem: Die Gelenke, vor allem das Hüftgelenk ist sehr empfindlich. Mit solchen Aktionen kann ganz leicht schwere , dauerhafte Schäden verursacht werden. Das zeigt aber, wenn ich nicht den Hintergrund weiß, kann ich nur pi mal Daumen unterrichten. Ich habe gestern abend mal wieder Praktiker bei der Arbeit gesehen- es hat mich geschüttelt. Nur um ein Mißverständnis vorzbeugen: Dass natürlich reiten können Voraussetzung jedes Unterrichts ist, will ich ncht bestreiten. Ws ich nicht selbst voreiten kann, kann ich auch nicht unterrichten. Aber um Menschen zu trainieren, bedarf es mehr. Viel mehr. Dass es manche Praktiker auch können, steht dazu in keinem Widerspruch. Wohl aber, dass die jetzige Ausbildung der Berufsreiter leider dazu führt, dass ein fähiger Trainer eher die Ausnahme darstellt. Ich weiß, es klingt hart. Aber niemand wird in der Schule Sportunterricht erteilen, der nicht mindestens an der PH seine Kompetenz dafür erworben hat. Wenn nun auch noch einzweites Lebewesen ins Spiel kommt, kann das nicht dazu führen, dass dann weniger von Nöten ist . und was das verkopfte reiten anbelangt: Dieses Argument zieht nicht, vgl. z.B. Meyners: Da jede bewegung im gehirn, d.h. im kopf beginnt, ist es eher notwendig, darauf zu achten, dass beide Hirnhälften beim reiten aktiviert werden. Wer verkopft, d.h. mit seiner linken Hirnhälfte reitet, wurde entweder nicht oder falsch trainiert. Und was eine Traversale ist, was die Kriterien, der Ausbildungsweg, der Nutzen, die gefahren sind, und ob bei niesem konkreten Pferd mit diesem konkreten reiter eine solche Lektion heute Sinn macht, auch das gehört zu der von mir geforderten grundlegenden Ausbildung. Und die hat auch und gerade derjenige verdienet, der nur zweimal die Woche aufs Pferd kommt. Hier kommt es darauf an, das der reitlehrrer in der Lage ist, auch unter diesen Vorzeichen dem reiter zu helfen, dass er auf dem Pferd (und auch sonst im Leben) einen guten gebrauch seines Körpers macht. Und dadurch das Pferd dennoch mit Anstand reiten kann. Das verlangt aber auch nach einer sehr gründlichen Ausbildung des reitlehrers. Und noch etwas: der reitlehrer soll keine Stories erzählen, sondern klar und kurz, was der Schüler jetzt konkret tun soll – und ncihts anderes. Keine Biomechanischen Abhandlunge noder sonst was. Aber er soll darum wissen. zum Wohle des Pferdes und des Reiters. Die kurzen, einfachen und knappen Anweisungen, die müssen aber sitzen. Und dafür bedarf es eben z.B. Mittel der Didaktik etc.

  • Avatar Rebeca sagt:

    Talimeth voll zustimm!!!
    Wem die Grundlagen nicht vertraut sind der kann sie nicht logisch und anschaulich weitergeben. Und eine gute! Ausbildung die weitergegeben werden soll verlangt eine genaue Kenntnis von dem der oben sitzt und von dem der unten richtig , im Sinne von gut gymnastiziert, gearbeitet werden soll. Gerade im Freizeitreiter Bereich sind die Möglichkeiten da i d R. nicht oft gegeben.

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Okay dieser Argumentation kann ich in weiten Teilen folgen. Wobei ich nach wie vor auf dem Standpunkt beharre, dass es heute – nicht zuletzt auch bedingt durch Pseudo-Ausbildungen wie etwa den Trainer C – zu wenig Praktiker gibt, die den Namen auch verdienen. Denn in meinen Augen weiß ein guter Praktiker nicht nur, WIE der Schüler etwas tun soll, sondern auch wie er dorthin gelangt und WARUM er es tun soll. Und das warum heißt in eigentlich jedem Fall: Für das Pferd. Beispiel: Ein vernünftiger Sitz ist kein Selbstzweck. Sondern dient dazu, dass das Pferd den Reiter ohne großartige Verschleißerscheinungen tragen kann. Und, wiederum leider, habe ich in den vergangenen Jahren kaum mal einen RL kennengelernt, der diesem Thema die nötige Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Was sicher zum Teil auch an den Schülern liegt, die nur wenig Interesse daran haben, sich lange mit dem Komplex zu befassen und stattdessen lieber mit Lektionen „glänzen“ wollen. Was Meyners angeht: Guter Mann, keine Frage. Aber das Problem bei diesem, und auch anderen Konzepten, ist halt die Langlebigkeit. Einige Leute, die Kurse gemacht haben, haben mir zumindest erzählt, dass die Effekte verblüffend sind, aber eben nicht von Dauer. Was auch kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass der Mensch runde 2000 Wiederholungen braucht, um ein Bewegungsgefühl abzuspeichern. Da liegt mir die Riegler-Schule näher, auch wenn sie natürlich ziemlich monoton ist.

  • Avatar Talimeth sagt:

    Ich bestreite nicht, dass es den praktischen Könner gab und gibt. Solche Leute habe ich auch erlebt. Kein Thema. Aber. es geht darum, dass Niveau auf breiter Front zu heben und da sind Aktionen wie die von Hess „Besser reiten“ zwar gut gemeint, letztendlich aber nicht ausreichend, solange sich in der Ausbildung der Multiplikatoren nicht wesentlich etwas tut. Und hier wäre eine soolche Ausbildung sinnvoll, da sie auch dem Nicht-Überfliger etwas mehr in die Hand gibt. Natürlich, dass es auch dann Leute gibt, die schlecht sind, ist klar. Das sieht man auch bei andeen Berufsgruppen. Nicht jeder Arzt ist ein Genie. Richtig: die Trainerausbildung ist gut- für den Geldbeutel der Veranstalter solcher Lehrgänge. Aber: Es langt fachlich nicht hinten und vorne.

  • Avatar Falun sagt:

    Talimeth, wie kannst Du auf der einen Seite behaupten, früher sei das Reiten besser gewesen und auf der anderen Seite fordern, die Ausbildung zum RL an einer Fachhochschule – was ja noch weniger Praxis bedeutet -zu installieren. Wenn tatsächlich früher alles besser war, dann ist der Weg zum Heilsamen doch einfach: wir führen die Prais wieder ein und gut. Aber stattdessen ein Studium draus zu machen, erschließt sich mir nun gar nicht. Sieh Dich nur hier im Forum um, theoretisch können alle reiten, ganz zu schweigen von den Randdisziplinen, in denen man sich geradzu ungestört austoben kann 😀
    Mir persönlich sind Leute mit Erfahrung lieber. Ich hätte gern, dass die zweihundert Pferde geritten sind und nicht zweihundert Bücher gelesen haben. letzteres kann ich nämlich selbst.

  • Avatar Talimeth sagt:

    @Falun: Bitte lese mein Statement richtig. Dann erübrigt sich die Frage. Ich habe nie behauptet, Praxis durch Theorie zu ersetzen, wohl aber durch ein Studium zu fundieren, um eben das Niveau der Berufsreiter insgesamt zu erhöhen. Und dies steht auch nciht im Widerspruch zu meiner Beobachtung, dass handwerklich z.T. besser geritten wurde. Hier geht es nun aber um die Frage der Ausbildung der Multiplikatoren.

    Vielleicht dazu eine kleine Anekdote: Als Reiner Klimke in den USA einen Lehrgang gab, kam auch Sally Swift, die Begründerin von reiten aus der Körpermitte angeeilt, um den Lehrgang zu beobachten. Klimke meinte: Ach Sie sind die Dame mit dem grauen Buch_ wenn wir diese Dinge so lehren würden, hätten wir viel mehr Grand Prix Reiter.

  • Avatar Falun sagt:

    Falun: Bitte lese mein Statement richtig. Dann erübrigt sich die Frage. Ich habe nie behauptet, Praxis durch Theorie zu ersetzen, wohl aber durch ein Studium zu fundieren, um eben das Niveau der Berufsreiter insgesamt zu erhöhen. Und dies steht auch nciht im Widerspruch zu meiner Beobachtung, dass handwerklich z.T. besser geritten wurde. Hier geht es nun aber um die Frage der Ausbildung der Multiplikatoren.

    Wenn wir denn Praktiker hätten :nix: Denen würde ein Studium vielleicht sogar helfen. Leider habe wir jedoch zu viele Schwätzer, und was denen ein Studium helfen soll, weiß ich nicht. Noch besser schwätzen ? Bewahre mich davor.

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Wenn wir denn Praktiker hätten :nix: Denen würde ein Studium vielleicht sogar helfen. Leider habe wir jedoch zu viele Schwätzer, und was denen ein Studium helfen soll, weiß ich nicht. Noch besser schwätzen ? Bewahre mich davor.

    So ist es und genau deshalb wird in meinen Augen das allgemeine Niveau auch nicht besser, sondern schlechter. Weil Leute mit praktischer Halbbildung diese an Schüler weitergeben und dabei nur Viertelweisheiten rauskommen können. Was mich angeht, würde ich mir vielmehr die Rückkehr der Sorte Praktiker wünschen, die es in den 70er und 80er Jahren gab und bei denen ich reiten „gelernt“ habe, soweit man das je lernt.Ketzerischer Nachtrag: In meinen Augen gibt es schon jetzt zu viele Leute, die Reiten als akademische Kunst betrachten und die weder selbst wenigstens das Handwerk beherrschen, noch dieses weitergeben können.

  • Avatar Rebeca sagt:

    Cubano hast schon recht mit deiner Meinung die RL in den früheren Jahren waren korrekter, weil: es war damals noch, im Gegensatz zu heute, einer „Minderheit“ vorbehalten sich ein Pferd bzw Reitunterricht leistrn zu können. Man war auch bereit mehr zu „schuften“ und zuzuhören um das Vorgegebene umzusetzen.
    Heute in unserer schnellebigen Zeit, wie oben schon erwähnt, haben nicht mehr viele, ich sage bewußt nicht alle!, keine Zeit, Lust mehr auf die langsame Art das Reiten oder den Umgang mit Pferden anzugehen, der Schüler will Erfolge haben – sehen – und wie vor gesagt mit Lektionen „glänzen“
    Und das ist m.E. die Crux an der ganzen Sache.
    Wer mit Pferden oder egal mit welchem Tier umgeht und es zu etwas bringen möchte der muß „entschleunigen“ (schauderhaftes Wort)
    Amen

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Yep, Rebecca, das sehe ich auch so. Und viele der RL bedienen schlicht und ergreifend den Markt, nur wenige haben halt den Dickkopf oder soviel Idealismus, um ggf. weniger zu verdienen, dafür aber den Job so zu machen, wie er eigentlich gemacht werden müsste. Oder: Sie können es einfach nicht. Ist mir so vor einigen Jahren auf der Insel passiert. Ziemlich passionierte Dressur-RL gehabt, ich war mit meinem Schimmel auch vergleichsweise weit. Dummerweise fiel mir aber auf, dass ich – je weiter ich komme – um so mehr mit der Hand agieren muss. Ergo habe ich sie gebeten, den RU umzustellen: Zurück zu Sitz und Einwirkung, weg von den Lektionen. Ehrlich? Konnte sie nicht. Nach zwei vergeblichen Anläufen haben wir uns dann getrennt. Gibt es also auch. Allerdings denke (und hoffe) ich. dass so was eher die Ausnahme, denn die Regel ist. Und wenn ich als Schüler halt Sittzkorrekturen für überflüssig halte, muss ich damit leben, dass der RU entsprechend ist. So was bedingt sich immer auch gegenseitig.

  • Avatar maurits sagt:

    Also ich kenne hier einige Leute, die gut unterrichten, gut reiten, und davon gut und gern leben können.
    Sooo selten sind die nicht.
    Die haben das aber auch von der Pike auf gelernt, und zwar praktisch und theoretisch, nicht durch das Studieren von hochgeistigen Büchern und auch nicht durch Lesen in Internetforen.

    Ich halte die in Internetforen getätigte Aussage, es gebe heute keine oder nur noch sehr wenige gute RL, schlichtweg für falsch.

    Vielmehr glaube ich, dass es eine Menge Pferdebesitzer gibt, die vor lauter Streben nach vermeintlicher Leichtigkeit gar nicht wissen, worauf es ankommt.

    lg
    mau

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    *kicher“…wenn ich aber lesen muss, was „Reitlehrer und Praktiker der 80er und 90er Jahre“ für hahnebüchernen Unsinn in andern Foren erzählen, dann wird mir Himmel Angst und Bange, aber unter uns gesagt, ich begreife dann auch wieder einiges :ostern:

    @Falun, richtig 200 Pferde unter dem Arsch, das ist für mich Mass-Stab und nicht Dummschwätzer die sich 20 Jahre lang im Netz grosstun :ostern:

  • Avatar maurits sagt:

    Abgesehen davon dass auch ich in den berühmten 80er und 90 Jahren, der angeblichen Geburtsstunde der echten, wahren Könner und Praktiker :irre: , vieles erlebt und gesehen habe, was ich lieber vergessen würde.
    Das war auch in den 60ern und 70ern vermutlich nicht anders. Da gab es genauso viel gutes wie beschissenes Reiten. Und es gab auch Leute, die mit Druck, Zwang und Gewalt arbeiteten, weil sie in den 80er und 90er Jahren genau so doof und unfähig waren wie manch anderer es heute ist.

    Es gab und wird immer Leute geben, die können reiten und können es vermitteln, und ebensolche die Dummschwätzer, Spinner und Dilettanten sind.

    lg
    maurits

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Cubano hast schon recht mit deiner Meinung die RL in den früheren Jahren waren korrekter, weil: es war damals noch, im Gegensatz zu heute, einer „Minderheit“ vorbehalten sich ein Pferd bzw Reitunterricht leistrn zu können. Man war auch bereit mehr zu „schuften“ und zuzuhören um das Vorgegebene umzusetzen.
    Heute in unserer schnellebigen Zeit, wie oben schon erwähnt, haben nicht mehr viele, ich sage bewußt nicht alle!, keine Zeit, Lust mehr auf die langsame Art das Reiten oder den Umgang mit Pferden anzugehen, der Schüler will Erfolge haben – sehen – und wie vor gesagt mit Lektionen „glänzen“
    Und das ist m.E. die Crux an der ganzen Sache.
    Wer mit Pferden oder egal mit welchem Tier umgeht und es zu etwas bringen möchte der muß „entschleunigen“ (schauderhaftes Wort)
    Amen

    Ich denke das ist ein wichtiger Punkt.
    Aber man darf auch nicht vergessen, das heute Fehlverhalten schneller in der Presse ist, als vor 40-50 Jahren.
    Und wer glaubt, das bei den Großen der 60ziger und 70ziger nicht zwischen zeitlich die Halle abgeschlossen wurde, wegen disziplinarischer Massnahmen, der irrt doch sehr.
    Heute sind die Massnahmen moderner, das ist alles. Und wenn etwas verboten wird, dann findet man einen anderen Weg oder ein Schlupfloch.

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Abgesehen davon dass auch ich in den berühmten 80er und 90 Jahren, der angeblichen Geburtsstunde der echten, wahren Könner und Praktiker :irre: , vieles erlebt und gesehen habe, was ich lieber vergessen würde.
    Das war auch in den 60ern und 70ern vermutlich nicht anders. Da gab es genauso viel gutes wie beschissenes Reiten. Und es gab auch Leute, die mit Druck, Zwang und Gewalt arbeiteten, weil sie in den 80er und 90er Jahren genau so doof und unfähig waren wie manch anderer es heute ist.

    Moins,
    vielleicht habe ich da einfach nur Glück gehabt – die RL, die ich zu dieser Zeit hatte, haben mir nix vermittelt oder vorgelebt, was ich lieber vergessen würde. Ausnahme: Die damals übliche Haltung in sehr kleinen Boxen und mit zuwenig Weidegang.

  • Avatar maurits sagt:

    man hat mir sehr viel gutes vorgelebt und vermittelt, aber ich sah auch Dinge die nicht schön waren.
    Wenn Ihr mich fragt, ist die gute alte Zeit auch nicht besser gewesen als heute.

    lg
    maurits

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Mal ehrlich Mau: Glaubst Du, dass eine Idee, wie die der Blood Rule von Sjef Janssen damals ein Thema gewesen wäre?

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    ich weiss nicht, dafür gehörte damals „Barren“ zum guten Ton 😀

  • Avatar maurits sagt:

    es war früher genauso schlimm wie heute. Und ich meine damit nicht kurzfristige disziplinarische Massnahmen, sondern Quälerei aus Unwissenheit und mangeldem Können.
    Sjef Janssen hat das ganze salonfähig gemacht.
    Zusammengezogene Pferde, Schlaufzügelreiterei übelster Sorte, blutige Mäuler, auch das hat es früher gegeben. Ich habe das nicht praktiziert, aber man kam halt herum, auch trainingsmässig fuhr man mal hier, mal dorthin. Und ich habe auch nicht zugelassen, dass so etwas mit meinem Pferd praktiziert worden wäre. Das war auch nicht an der Tagesordnung, aber es gab auch immer schon Menschen die Pferde mit Gewaltmethoden ausgebildet haben.
    Man sollte aber nicht vergessen,dass ich damals noch im Kindes- und Jugendalter war. Doch konnte ich durchaus einordnen, was „okay“ war und was nicht.

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Mau – mir ging es nicht darum, ob es so etwas früher schon gegeben hat. Natürlich hat es das. Auch das Barren. Nur: Das wurde von der FEI verboten. Heute geht es, wie Du schon ganz richtig schreibst, darum, dass solche Methoden salonfähig gemacht werden. Und das ist für mich halt eine klare Werteverschiebung.

  • Avatar maurits sagt:

    Ist Barren verboten worden? Ich erinnere mich schwach an irgendeine halbherzige Formulierung, die es letztendlich erlaubte.
    Vielleicht weiss jemand mehr dazu? :denk:

  • Avatar La Jaca sagt:

    Ist Barren verboten worden? Ich erinnere mich schwach an irgendeine halbherzige Formulierung, die es letztendlich erlaubte.
    Vielleicht weiss jemand mehr dazu? :denk:

    Wahrscheinlich ähnlich wie bei der Rollkur…nicht öfter als 10mal beim Training oder so. 😀

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Ist Barren verboten worden? Ich erinnere mich schwach an irgendeine halbherzige Formulierung, die es letztendlich erlaubte. Vielleicht weiss jemand mehr dazu? :denk:

    So wie es aussieht http://suche.abendblatt.de:8000/article.php?url=/ha/1990/xml/19900824xml/habxml900103_41922.xml wurde Barren nach der Schockemöhle-Affäre in den 90er Jahren verboten. Ob die FEI nachgezogen hat, konnte ich auf die Schnelle nicht rauskriegen, ich meine aber, dass diese Methode dort ebenfalls auf dem Index gelandet ist. Wobei für mich darüber hinaus der große Unterschied zur geplanten „Blood Rule“ der ist, dass Schockemöhle seinerzeit nicht zur FEI marschiert ist und dort beantragt hat, dass Barren in den Trainingskatalog aufgenommen werden soll.

  • Avatar maurits sagt:

    Ja, ich glaube aber auch, dass das in der heutigen Zeit anders wäre.

    Ich bin selbstverständlich entsetzt über diese Blood-Rule der FEI, unmöglich ist das.

    lg
    maurits

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Barren ist verboten, touchieren hingegen ist erlaubt…… :rolleyes:

  • Avatar Falun sagt:

    Cubano hast schon recht mit deiner Meinung die RL in den früheren Jahren waren korrekter, weil: es war damals noch, im Gegensatz zu heute, einer „Minderheit“ vorbehalten sich ein Pferd bzw Reitunterricht leistrn zu können. Man war auch bereit mehr zu „schuften“ und zuzuhören um das Vorgegebene umzusetzen

    Nun ja, das kommt wohl eher darauf an, wie weit wir in der Zeit zurück gehen. In den 50ern erwarteten die Privatreiter, dass das Pferd gesattelt in der Bahn stand und man einfach loslegen konnte. Von wegen „schuften“, das mußte funktionieren. Wie, das war den Reitern völlig egal. „Geschuftet“ haben immer nur die Jugendlichen, die sich kein Pferd leisten konnten, um mitreiten zu dürfen. Das Reiten, und wenn es nur ein paar Runden Schjritt waren, wurde sich erarbeitet.

    es war früher genauso schlimm wie heute. Und ich meine damit nicht kurzfristige disziplinarische Massnahmen, sondern Quälerei aus Unwissenheit und mangeldem Können.

    Nein, früher war es schlimmer, nicht nur die Haltung – und ich meine wieder die 50 er und 60er. Das ging schon mit dem Anreiten los, die Pferde waren Ende 2jährig, wenn sie unter den Sattel kamen. Eine Blood Rule hätte damals übrigens keiner gebraucht. Die Pferde wären nämlich nie aus der Prüfung verbannt worden. Es war völlig egal, ob im Maul, am Bauch vom Sporen, Striemen von der Gerte oder ein Ratsch von irgendwas anderem: die Pferde durften starten !

  • Avatar waikiki sagt:

    ich denke auch,dass es früher keinesfalls besser war. im gegenteil

    zu meiner teeniestallzeit wurde noch sehr häufig das wort „verbrecher“ genutzt, schulpferde hatten satteldruck, nicht nur in unserem stall, knüppel aus dem sack und „geschlossene halle“ – wegen prügel orgie war keine seltenheit.

    auch auf den turnieren ging es wenig zimperlich zu.

    heute ist sicher die gesundheitliche betreuung besser, osteopathie, zahnpflege etc., auch die haltung und unterbringung werden doch zunehmend komfortabler.

    ich sehe das sehr ähnlich wie falun

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Nun ja, das kommt wohl eher darauf an, wie weit wir in der Zeit zurück gehen. In den 50ern erwarteten die Privatreiter, dass das Pferd gesattelt in der Bahn stand und man einfach loslegen konnte. Von wegen „schuften“, das mußte funktionieren. Wie, das war den Reitern völlig egal. „Geschuftet“ haben immer nur die Jugendlichen, die sich kein Pferd leisten konnten, um mitreiten zu dürfen. Das Reiten, und wenn es nur ein paar Runden Schjritt waren, wurde sich erarbeitet.

    Das war noch in den 60er Jahren so.
    Ich erinnere mich sehr gut an den „Privatstall“ in der Städtischen Reitschule zu Bern, da führte der Stallmeister „Franz“ das Regime.

    Wenn die Herrschaften kamen (durchaus nette Leute, so ist das beiliebe nicht), standen die Pferde geputzt und gesattelt und aus der dem Stall geführt an der Aufstieghilfe und wurden von Franz beim Aufsteigen gehalten. Genauso wurden die Pferde wieder abgegeben, nur am Sonntag mussten die Privatpferde selber aus- und eingerückt werden, am Sonntag hatte Franz frei und hat nur gemistet und gefüttert :ja:
    Und das höchste der Gefühle für uns war ein Privatpferd zu ergattern um trockenzureiten. Oder wenn Privatbesitzer gesehen haben, dass man nicht schlecht reitet, und Privatpferde für den Unterricht kriegte 😉
    So hat Christine Stückelberger damals auch angefangen mit Merry-Boy und ich kriegte gar mal den Carabaldi, der unter Arthur Blickenstorfer internationale Erfolge feierte, für den Springunterricht 8o 8o

    Weiden gab es mitten in der Stadt keine einzige, und am Sonntag oder Feiertagen ritt man aus, vielleicht auch mal an Sommerabenden, um ins Gelände zu kommen ritt man mindestens 20 Minuten durch dichten Stadtverkehr.
    Mein erstes eigenes Pferd da, kannte nur einmal im Jahr Weide, wenn ich bei m einer Freundin eingeladen war, die ihren Lippizzaner da eingestellt hatte und deren Eltern am Murtensee ein Landhaus mit Stall und Weiden hatten. Da durfte ich jedes Jahr mit in die Sommerferien.
    Schon nur das Verreisen mit Pferden war eine Riesensache, da hatte man keine Anhänger und Pferdetransporter.
    Ritt man Turnier, ritt man in der Regel hin 😉 .

    Dafür stand die Leitung der Reitschule immer unter sehr kompetenter Führung, die Schule war hart aber herzlich und man hat fürs Leben gelernt.

    Oh nein, ich bin ganz sicher, dass es die Pferde grosso Modo heute viel besser haben, auch was die ganze Versorgung betrifft.

  • Avatar Castellano sagt:

    Jetzt bin ich überrascht 8)

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    …über was ?(

  • Avatar Castellano sagt:

    Über dein Alter, ich hätte dich wesentlich jünger geschätzt 😉

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Na ja, Ställe, in denen die Pferde fix und fertig ihren Reitern vorgeführt werden, gibt es auch heute noch. Im Hamburger Raum kenne ich zwei davon – ist halt alles eine Frage des Geldes.
    Und natürlich haben wir als Stallmädels Mitte der 70er auch mit Trockenreiten angefangen und uns dann langsam zu den richtigen Stunden vorgearbeitet. Das finde ich aber auch im Rückblick noch ganz in Ordnung so.
    @Waikiki: Klar, gesundheitliche Betreuung und Haltung sind heute deutlich besser. Dennoch möchte ich das, was ich damals im RU gelernt habe, nicht missen. Vor allem dann nicht, wenn ich mir heute so manchen Unterricht anschaue.

  • GidranX GidranX sagt:

    Barren ist verboten, touchieren hingegen ist erlaubt…… :rolleyes:

    Passt doch in´s Schema – ein bisschen Blut ja auch.. :rolleyes:

  • Avatar waikiki sagt:

    ich habe damals rückblickend glaube ich nichts „gelernt“

    schon als kind habe ich mich mit den reitlehrern angelegt,wenn mir die pferde leid getan haben

    die reitschulen in der gegend waren voll, wir hatten zweifellos viel spaß, aber ich entschuldige mich noch heute in gedanken

    bei so manchem pferd.

    gelernt habe ich viel zu spät, leider——-am meisten autodidaktisch, durch zuschauen und durch verwerfen dessen was für mich nicht tolerierbar ist (und das ist so einiges!)

    für mich steht nur sehr selten im focus was gezeigt/vorgeführt wird.ich war schon immer mehr für das stöbern hinter den kulissen und da sieht es früher wie heute- wenn auch in anderen facetten -übel aus.

  • Avatar Patti sagt:

    ich habe damals rückblickend glaube ich nichts „gelernt“

    Hab gerade am Wochenende etwas in dem Buch von Michael Strick „Denksport Reiten“ geschmökert, und bin da gleich am Anfang über einen sehr interessanten Satz gestolpert.

    Sinngemäss: man muss schon Einiges an reiterlicher Erfahrung haben, um reiten lernen zu können.

    Find ich ja ganz sinnig, den Satz….

  • Avatar Falun sagt:

    Sinngemäss: man muss schon Einiges an reiterlicher Erfahrung haben, um reiten lernen zu können.

    Find ich ja ganz sinnig, den Satz….

    Jep, da ist was dran.

  • Avatar tenicar sagt:

    Auch wenn die Pferde r oft gesattelt hingestellt wurden, so waren die Besizter oft doch in der Lage ,Sonntags die Quadrille mit 12 pferden in einer 15×30 Halle auch im Galopp zu reiten. Auch im Gelände konnten die ganz normalen Herrenreiter sich bewegen. Alles Dinge die ja mit den angeblich so toll gerittenen, gymnastizeirten modernen „Dressurpferden“ oft nicht möglich sind. Da Frage man sich mal nach dem Sinn von dem ganzen Zirkus.
    Happy horses produzieren ??? Dressurreiter haben sich zu allen Zeiten schon immer einen Heiligenschein aufsetzen können und sich damit gut verkauft.

  • Avatar maurits sagt:

    tenicar, ist alles in Ordnung bei Dir?

  • Avatar tenicar sagt:

    jo

  • Avatar tenicar sagt:

    für dier alte Garde un dfür die Jungen ebenfalls

  • Avatar horsman sagt:

    Jo, ganz allgemein kann man wohl sagen, dass die Pferdezucht eine gute Arbeit geleistet hat, die Reiterei jedoch allzu häufig nur noch sehr oberflächlich dar geboten wird. Nunja, das ist halt der Fortschritt, das passt zu unserer Gesellschaft.

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    @Maurits
    😀
    Das kam mir auch gleich in den Sinn…

    Frohe Weihnachten xmas

  • Avatar tenicar sagt:

    Sicherlich gabs früher manchmal Blut am Sporen, aber nicht immer. Genausowenig wird das ganze Horrorkabinett moderner Dressurmethoden von jedermann, Frau angwendet.

  • Avatar maurits sagt:

    Sicherlich gabs früher manchmal Blut am Sporen, aber nicht immer.

    Ich weiss, dass Dich dieses Thema zutiefst zu beschäftigen scheint.

    schönen Heiligabend, ich geh jetzt reiten, ohne Blut wo auch immer. xmas

  • >