Die böse Reiterhand verbessern…

By Cubano9 | Archiv: Allgemeine (Pferde)Themen

Guten Morgen…
wie wohl – mit Ausnahme der ganz Begnadeten 😀 – beinahe jeder Reiter, habe ich auch eine bessere und eine schlechtere Reiterhand. Bei mir ist es die rechte, de problematischer ist – sie ist weder so weich, noch so flexibel, wie ihr linkes Gegenstück. Das ist denkbar schlecht – zumal ich ja gerade einen Youngster anreite ;(
Deshalb suche ich nachalltagstauglichen Tipps, mit denen sich dieses Problem in den Griff bekommen lässt. Und zwar sowohl im, als auch außerhalb des Sattels.
Ideen – immer her damit…

LG
Andrea

  • Watson Watson sagt:

    Bei mir ist es genau andersrum, wollen wir tauschen?
    Aber die Tips wuürden mich auch interessieren :ja:

  • Avatar Talimeth sagt:

    Ein wichtiges und schwieriges Thema:

    zunächst: Nicht nur an die Hand denken: Die Hand ist Teil Deines Körpers. D. h. an die muskulären Disbalancen zwischen Brustmuskulatur und Rücken denekn. Dann: Bewußtsein für die eigene Körperspannung entwickeln.

    Dann: Crosscoordination ist ein ganz wichtiger Punkt auch gerade was die Hand anbelangt. Dies gerade dann, wenn eine Hand deutlich geschickter ist als die andere. Dennoch: sich nicht auf die eigene Unsymmetrie festbeißen. Die eine seite lehrt immer die andere. deswegen auch meine Anmerkungen zur Hand als solcher. Gerade mit übungen zur Crosscoordination habe ich häufig schon sehr spontane Veränderungen gerade bei diesem Problem erreicht.

    Dann: Inneres Bild von einer korrrekten Anlehnung entwickeln. Dafür z.B. bei Gelegenheit am Langem Zügel oder an der Hand arbeiten bei entsprechend ausgebildeten Pferden und einem dafür erfahrenen Ausbilder. Die leichte Hand hat nichts mit schlackernden Zügeln zu tun.

    Für mich als Centered riding Trainerin ist ferner wichtig: Zentrieren, Erdung, Sanfter Blick, Atmung, im Gleichgewicht sitzen. Versuche dir vorzustellen, du seist eine Reispuppe. Dann fühle Deine beiden Sitzbeinhöcker. Ist einer mehr, der andere weniger belastet, dann fülle soviel Reiskörner um, bis beide Gesäßknochen gleich belastet sind. Das wirkt auch auf die Egalisierung der Hände.

    Dann: Füsse korrekt im Steigbügel (meiste Menschen haben die Steigbügel zu weit vorne aufgenommen und nciht am Schwerpunkt des Fusses. Grund dafür ist das Zusammenspiel von den großen Körpergelenken.

    Du siehst: Auch und gerade was die hand betrifft, ist ein ganzheitliches Denken, das den ganzen Körper als einheit begreift, wichtig.

    ich finde es aber ganz toll, dass Du Dir gerade um die Hand Gedanken machst in einer zeit, die mit immer groberen Händen reitet. Aber nicht an der einen Hand festbeißen.

    Gruss Talimeth

  • Avatar Patti sagt:

    Hi Cubano –

    die „einfachste“ Lösung ist ein Pferd, dessen „Händigkeit“ genau conträr zu deiner ist 😀

    Ok – und nun die ernsthafte Antwort:
    üben, üben, üben……Selbstkontrolle, Kontrolle von unten.

    Die Überlegung, so im Alltag die linke Hand mehr übernehmen zu lassen, hatte ich auch als ersten Gedankenblitz zu deiner Frage, aber die Gefahr ist doch dann, dass die linke Hand genauso „stark“ wird wie die rechte, oder?

    Ansonsten würde ich speziell vor dem Reiten, zum Aufwärmen vielleicht mal gezielte Strechtching-Übungen für den Oberkörper machen, um für eine gewisse „Grundlockerheit“ zu sorgen.

    Gruß
    Patti

  • Avatar Granit sagt:

    Hallo,

    da wir ebenso wie unsere vierbeinigen Kollegen auch unter einer Händigkeit „leiden“, wird es die absolute Gleichwertigkeit nicht geben.

    Die ist aber beim Pferd auch nicht vorhanden, man muß sich also „einfummeln“. Besonders trainiert hab ich das nicht, außer das ich als gelernter Handwerker öfter mal gezwungen war Dinge mit der „falschen“ Hand ausführen zu müssen. Das wars aber auch schon.

    Steuern läßt sich das wohl nur über den Kopf und da ist die Erkenntnis, dass ein Unterschied vorhanden ist Ausschlaggebend.

    Schönen Gruß

  • Avatar Legolas sagt:

    OT AN:

    Für mich als Centered riding Trainerin ist ferner wichtig: Zentrieren, Erdung, Sanfter Blick, Atmung, im Gleichgewicht sitzen.

    Thalimeth, gibst du denn Unterricht oder gar Kurs ?

    OT AUS ! :red:

  • Avatar Talimeth sagt:

    Ich bin als Level III instructor berechtigt, Lehrgänge zu geben. Morgen steigt einer in der Nähe von Stuttgart und nächstes wochenende bei Karlsruhe. Für letzteren frage Indra.

    Gruss Talimeth

  • Avatar FriesenRottiPRE sagt:

    Tolles Thema :thumbsup:
    Ich „hänge“ links… :nix: …mein Job ist auch nicht gerade förderlich… als ich 2 Mt. im Fitness-Studio war und u.a. meinen Oberkörper trainierte bekam ich ein ganz anderes Sitzgefühl… :ja:
    Walking – JAAA was so komisch aussieht mit den Stöcken soll helfen :ja: …oder ALLE Schulterübungen/Brust, immer den Gegenspieler mit trainieren…

    Wenn ich reite…SELBSTKONTROLLE…ich merk das gar nicht und schwubbs bin ich wieder auf der linken HAnd :nix:
    Und meine „hängende“ linke Seite – Disziplin „LINKE Schulter hoch“
    …lach nicht – mein inneres Bild ist da, ein Stock der über mir schwebt, an dem meine linke Schulter dran hängt :whistling:

    Ansonsten Schnuggi – Eckard Meyners :thumbsup:

  • Avatar Talimeth sagt:

    Meyners: gute Idee-ich habe den auch schon fleißig rezipiert und integriert(vgl. Ostseeworkshop letztes jahr).

  • Avatar FriesenRottiPRE sagt:

    Talimeth – wann kommst hier her um mich gerade hin zu setzen 😀

    OT – darfst dann den großen schwarzen auch mal an langen Zügel ausprobieren (**überhaupt nicht eigennützig bin** :whistling: >)

  • Avatar penelope sagt:

    Das mit den Füßen ist wirklich erstaunlich :ja: – meine Reitleherin hat mir auch die Füße weiter in die Steigbügel gesteckt und das war gleich ein ganz anderes Gefühl im Oberköper :huh: .

    Ansonsten rühren meine Probleme mit meiner Hand wohl am ehesten daher, dass ich generell sehr schnell im Nackenbereich verkrampfe. Bei Stress im Büro stütze ich mich immer auf dem linken Ellenbogen auf. Bei Arbeiten fällt mir das gar nicht so auf, aber mein Pferd merkt es sofort, wenn verpannt bin und das auch noch ungleichmäßig. Wenn ich dran denke, regelmäßig Lockerungsübungen zu machen und ergonomisch besser zu sitzen bringt das sehr viel – sowohl auf dem Pferd als auch sonst.

    Als weniger „ganzheitliche“, aber dafür schnell wirksame Maßnahme finde ich die „Zügelbrücke“, die in dem Klimke-Buch empfohlen wird sehr gut: Den Zügel aus der linken Hand von oben durch die rechte Hand laufen lassen und anders rum. (Verstanden? – mir fehlt gerade eine bessere Erklärung). Dann kann man die Hand eigentlich nur noch aufrecht halten und hat nur einen recht kleinen Spielraum für Bewegungen. Das diszipliniert einen ungemein.

    Legolas OT schließ ich mich an: Ich würde mich sehr freuen, eine Korrektur von Talimth zu bekommen, wenn es Gelegenheit gibt (Und wenn ich nicht komplett daneben liege, wohne ich auch nicht all zu weit von Frotti weg 😉 )

  • Avatar Rosewhisper sagt:

    …und auf dem Weg zu Frottinger kommst Du ohnehin bei mir vorbei. Da ist ein kurzer Stop doch sicher möglich? 8o

  • Watson Watson sagt:

    die „einfachste“ Lösung ist ein Pferd, dessen „Händigkeit“ genau conträr zu deiner ist

    Dann brauch ich ein neues Pferd *shit* 😀
    Den Meyners hab ich auch, aber ohne Person, die aufm Perd korrigiert, hab ich da immer ein Problem, denn ich merk meistens nicht, dass ich „verkrampfe“.

    Cubi, was rät dir denn deine RL?

  • Avatar Ilustre sagt:

    Da ich mit meinem Pferd zurzeit täglich Schrittausritte mit einer kurzen Trabeinlage mache, beschäftige ich mich in der Zeit ausschließlich mit meinem Sitz und meiner Einwirkung auf das Pferd.
    Es ist fatal wie oft ich mich dabei erwische, das mein Körper von der Brust bis in das Gesäß vollig fest ist.. keine Atmung bis in den Bauch rein etc.
    Wie soll mein Pferd einen gleichmäßigen Schritt gehen und locker sein, wenn ich ihn mit meinem Körper festhalte?
    Also volle Konzentration auf eine Atmung bis ganz nach unten und leichtes mitschwingen (lassen) im Rücken.
    Aha, geht doch..
    Selbes für die Hände. Mein Pferd verkriecht sich ganz erfolgreich hinter die Senkrechte und meine Zügel schlackern.. Ohje, das ist nun wirklich keine Anlehnung.
    Also Handgelenke lockern, und die Finger sanft schließen. Leichte Impulse durch wechselweise Anspannen und lösen des Ringfingers an beiden Händen.
    Wenn mein Zusammenspiel aller Hilfen locker ist und klappt ist das Ergebnis toll. Dann macht auch Schrittreiten Spaß !
    Es erschreckt mich allerdings wie oft ich meine Mängel feststelle und hoffe das ich durch diese Selbstkontrolle ein beseres Körperbewußtsein auf dem Pferd entwickele.
    Grüßle
    Ina

  • Watson Watson sagt:

    Talimeth – wann kommst hier her um mich gerade hin zu setzen 😀

    OT – darfst dann den großen schwarzen auch mal an langen Zügel ausprobieren (**überhaupt nicht eigennützig bin** :whistling: >)

    Aber wartet, bis wir in Finteln sind, dann komm ich auch!

  • Avatar imme sagt:

    auch wenn sich das jetzt total bescheuert anhört, ich renne mit randvollen Tassen durch die Gegend, wenn ich merke, dass meine Hände wieder mal etwas unkoordinierter werden. Wenn man die Tassen so ausbalancieren kann, dass nix mehr rausschwappt, sind die Handgelenke schön geschmeidig, und die Hände viel ruhiger beim Reiten.

  • Avatar Talimeth sagt:

    Leute,

    Ihr wollt doch ncht ernsthaft mich in Bewegung setzen bis nach Norddeutschland….

    Is Finteln nicht bei Mainz?

  • Avatar pya sagt:

    ….ich bin zur Zeit auch mal wieder rechts-fixierter als sonst…
    Komisch, dass das auch Schwankungen unterliegt…

    Im Büro versuche ich dann rechts zu entlasten: Maus auf die linke Seite, Telefon (auch wählen!) mit links…
    Ein bisschen was nützt das, finde ich.

    Und: ich gebe beim Reiten in der Wendung (linke Hand) ganz bewusst außen nach und konzentriere mich auf den Sitz. Mein Pferd dankt es mit zufriedenem gehen und so langsam kommt dann auch wieder das Gefühl für rechts…

    @llustre
    Viel Schritt reiten ist immens förderlich für einen guten Sitz….Hilft mir immer ungemein!! Einfach mal an nichts anderes denken, als an guten Schritt und keine weiteren Anforderungen an die Reitstunde stellen, als richtig zu sitzen….

    Liebe Grüße
    die pya

  • Avatar penelope sagt:

    Leute,

    Ihr wollt doch ncht ernsthaft mich in Bewegung setzen bis nach Norddeutschland….

    Doch! 😉

  • Watson Watson sagt:

    Is Finteln nicht bei Mainz?

    nein bei Hamburg

    Aber du darfst auch gerne nach FFM kommen 😀

  • Avatar Falun sagt:

    Noch wichtiger als die Hände lockern, ist die Arme lockern. Die nötige Sitzspannung bei tiefen Schultern halten und gleichzeitig die Arme lockern ist das, was den meisten Reitern Schwierigkeiten bereitet. Eine weiche Hand wirst Du aber nur bekommen, wenn die Arme flexibel sind. Das Nachgeben und Mitgehen geht nicht aus dem Handgelenk.

  • Bille21 Bille21 sagt:

    Ich bin als Level III instructor berechtigt, Lehrgänge zu geben. Morgen steigt einer in der Nähe von Stuttgart und nächstes wochenende bei Karlsruhe. Für letzteren frage Indra.

    Sind dabei Zuschauer willkommen? Dann würd ich mich nächstes WE nach Karlsruhe aufmachen zum Zugucken…

  • Tanni Tanni sagt:

    Leute,

    Ihr wollt doch ncht ernsthaft mich in Bewegung setzen bis nach Norddeutschland….

    Aber sicher doch…büdde!!! :hurra:

  • Moon Moon sagt:

    Ich bin als Level III instructor berechtigt, Lehrgänge zu geben. Morgen steigt einer in der Nähe von Stuttgart und nächstes wochenende bei Karlsruhe. Für letzteren frage Indra.

    @Bille21: Irgendwann machen wir einen Pforg-Talimeth-Centered Riding-Gedächtnis-Kurs. Wenn alle unsere Pferde soweit sind :ja:

    Wäre doch zu überlegen, oder??? Schließlich ist Talimeth gar nicht so weit weg von uns 🙂

  • Bille21 Bille21 sagt:

    Moon, das ist ne klasse Idee. Die Frage ist nur, ob Ihr alle so lange warten wollt bis mein Zwerg so weit ist… 😀

  • Avatar Jen sagt:

    hi

    ich kann dir jegliches Training für das Körpergefühl und gleichmässige Training für beide Körperhälten empfehlen. Ich mache z.b. sehr gute Erfahrungen mit chinesischer Kampfkunst/Tai chi/Lohan Gong etc. weil über diese Übungen nicht nur beide Körperhälften gleichmässig(er), sondern auch das Hirn trainieren. in vielen dieser Übungen wird nicht nur Kraft und Dehnung, sondern auch der Gleichgewichtssinn, die Koordination und präzise Bewegungsaufsührung geübt. Je geschmeidger und balancierter der Körper wird, desto einfacher fällt es im Sattel, jedes Körperteil gezielt loszulassen und einzusetzen. Und nach solchen Trainings fühle ich mich nicht ausgelaugt, obwohl es körperlich anspruchsvoll und anstrengend ist, sondern energetisiert und aktiviert, frisch. Ich kann es nur empfehlen. :thumbsup:

  • Moon Moon sagt:

    Moon, das ist ne klasse Idee. Die Frage ist nur, ob Ihr alle so lange warten wollt bis mein Zwerg so weit ist…

    OT: Mensch, hast du unseren Anreit-Plan für Mai schon wieder verworfen :maul: Der sieht doch schon so fertig aus – der packt dat!! :attack:

  • Avatar nessi sagt:

    Je geschmeidger und balancierter der Körper wird, desto einfacher fällt es im Sattel, jedes Körperteil gezielt loszulassen und einzusetzen.

    Und das genau ist mein Problem im Moment, wenn wir neuere Lektionen üben…*seufz*
    Obwohl ich eine gute körperliche Koordination durch das Voltigieren habe, macht mir mein Hirn beim Reiten einen Strich durch die Rechnung. :motz:
    Ich werde dann leicht fest/starr in der Hand und Waleska quittiert mir das natürlich mit nach oben rausheben und einfach unter meinem Hintern weglaufen, z.B. bei Seitengängen. :cursing:
    Das Einzige, was bei uns grad hilft, ist meine RL, die mich (im Moment noch) ständig dran erinnern muss: >Vanessa, denk wieder an Deine Hand, nicht verkrampfen, locker sitzen, nicht mit den Schenkeln klemmen, und wieder an die Hand denken….!< Dann klappt es sehr gut... Sobald ich zu Hause alleine reite, merke ich zwischenzeitlich immer wieder, wie verspannt ich bin. Dann kann ich mich zwar selber korrigieren, aber die Lektion ist dann erstmal hin und ich muss neu ansetzen! :nix: Aber ich bin da guter Hoffnung, das bald in den Griff zu bekommen... :hurra: ...aber dann erwartet uns sicher schon das nächste reiterliche Problem... ;( 😀

  • Avatar pya sagt:

    aber dann erwartet uns sicher schon das nächste reiterliche Problem…

    wie wahr!!!! 🙁

  • Avatar Jen sagt:

    Das Einzige, was bei uns grad hilft, ist meine RL, die mich (im Moment noch) ständig dran erinnern muss: >Vanessa, denk wieder an Deine Hand, nicht verkrampfen, locker sitzen, nicht mit den Schenkeln klemmen, und wieder an die Hand denken….!< Dann klappt es sehr gut... Sobald ich zu Hause alleine reite, merke ich zwischenzeitlich immer wieder, wie verspannt ich bin. Dann kann ich mich zwar selber korrigieren, aber die Lektion ist dann erstmal hin und ich muss neu ansetzen! :nix: Aber ich bin da guter Hoffnung, das bald in den Griff zu bekommen... :hurra: ...aber dann erwartet uns sicher schon das nächste reiterliche Problem... ;( 😀

    Hast du schon mal probiert, bevor du die Übung reitest, sie nochmals ganz genau im Kopf durchgehen zu lassen, und dir ganz genau zu überlegen, was welcher Körperteil machen muss? Solche Trockenübungen (visualisieren) helfen ungemein um gewisse Abläufe zu automatisieren. So bleibt dir mehr Aufmerksamkeit übrig, um dich selber zu beobachten, wenn du nicht noch zusätzlich studieren musst, was du genau tun sollst und merkst auch früher, wenn etwas nicht so läuft, wie du es dir wünschst.

  • Avatar nessi sagt:

    @jen: Ja da bin ich grade dran, das klappt auch schon sehr gut!!! 😉

    Beim Voltigiertraining machen wir es neuerdings auch ähnlich, das heißt, unsere Trainerin korrigiert nicht mehr ständig, sondern WIR sagen LAUT vor, während und nach der Übung, was wir alles beachten müssen und an was wir denken müssen….DAS ist so super und hilft sehr viel mehr, als eine Korrektur von außen.
    Denn bei der Selbstkorrektur fallen einem echt Dinge auf, die man zwar weiß/im Kopf hat, weil sie von der Trainerin schon 100mal korrigiert wurden, aber das man sie einfach nicht umsetzt. Wenn wir uns nun selber laut korrigieren…fällt einem das sofort auf, was man grade alles falsch macht und man kann das direkt korrigieren bzw. schon vorher beachten und gleich umsetzen!!!
    Das Problem ist wirklich meistens, dass man ja WEIß was man falsch macht, und auch wie es richtig aussehen soll, aber das Richtige umzusetzen, ist sehr schwer. :seufz:

    Es hilft auch, wie Du schon geschrieben hast, sich die Übung/Lektion vorher schon mal in Gedanken vorzustellen, wie sie aussehen soll, was muss ich dabei beachten…

    Man kann SOOOO viel mit mentalem Training erreichen und man spürt den Erfolg sofort!!!!! :thumbsup:

  • Avatar Punzel sagt:

    üben, üben, üben……Selbstkontrolle, Kontrolle von unten.

    Dies kann ich nur unterstreichen.. ich hab auch eine etwas stärkere Reiterhand gehabt und hab sie sicher teilweise immer noch.. !
    Aber alleine das zu wissen und es ändern zu wollen ist schon der erste Schritt..

    Gerade beim Wechsel meiner RB, da wars richtig heftig. Merlin war der Panzer und Gracioso jetzt ist total fein.. :doh: :doh: Aber mittlerweile hab ich es echt gut im Griff zum Glück.. aber ohne Kontrolle von unten wäre ich sicher nur halb so weit wie jetzt :denk: Und hat man das erstmal im Kopf „weich, weich – WEEEEEEICH werden“ lässt man es irgendwann in Fleisch und Blut übergehen *find*

  • Avatar Caterchen sagt:

    Ich hab das Problem auch.
    Die bessere Seite meines Pferdes ist links.
    Ich bin rechtshänder. Früher war meine Lieblingsseite zum Reiten auch rechts rum, komischerweise hat sich das im Laufe der Zeit geändert. Inzwischen hab ich auf der rechten Hand echte Schwierigkeiten.
    Ich bemühe mich immer um weiche Anlehnung und eine weiche Zügelführung.
    Links funktioniert das auch ohne Nachdenken, auf der rechten Hand muss ich mich enorm auf korrekten geraden Sitz und weiche Zügelführung konzentrieren. Dazu die Schwäche des Pferdes auf der rechten Hand, da haben wir echt ein bisschen zu beissen grad…
    Lg

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Talimeth – wann kommst hier her um mich gerade hin zu setzen 😀

    Legolas OT schließ ich mich an: Ich würde mich sehr freuen, eine Korrektur von Talimth zu bekommen, wenn es Gelegenheit gibt (Und wenn ich nicht komplett daneben liege, wohne ich auch nicht all zu weit von Frotti weg 😉 )

    …und auf dem Weg zu Frottinger kommst Du ohnehin bei mir vorbei. Da ist ein kurzer Stop doch sicher möglich? 8o

    Ich sag nur eins: Ostsee-Workshop! DAFÜR kommt Talimeth auch in den hohen Norden zu den Eisbären und -Bergen! :hurra:

  • Avatar ines sagt:

    Hallo

    jede unbewussete bewegung braucht ca 10.000 bewusste bewegungen um geändert werden zu können. Z.b. linke hand nach innendrehen und innen führen beim durchparieren. Da ich nicht immer einen Menschen neben mir stehen habe der ruft „halt!!! linke hand nach außen!!!“ fand ich die idee mit den physiotape ganz interessant. die dinger werden wie pflaster auf bestimmte muskeln (hier auf der hand und unterarm und ellbogen) augeklebt. die sehen aus wie hansaplast, haben unterschiedliche elastizität. wenn die hand nun unbewusst eine bewegung macht, die nicht erwünscht ist, lässt das tape die bewegung zwar zu, am zug der haut (durch der aktivierung der muskelgruppen) wird man jedoch aufmerksam und kann den fehler bewusst korrigieren.

    das zeug wäre absolut meine erfindung… Wenn…. ich nicht tierisch allergisch dagegen wäre. nach einem halben tag (kurs mit mehreren reiteinheiten) fing meine haut an sich unter den tapes abzulösen :panik1: . also nicht unbedingt etwas für menschen mit empfindlicher haut.
    ich warte auf die weiterentwickling der tapes mit hautfreundlicherem klebstoff und werde mich dann wieder bei meinem physiotherapeuten für einen kurs einschreiben :attack:

    gruß ines

  • Avatar nessi sagt:

    @ines: PN, hab da evtl. was für Dich! :post:

  • Avatar Windaisy sagt:

    Meine RB läuft auf der rechten Hand nicht so dolle, aber die Seite liegt mir viel mehr. Auf der linken Hand könnte ich mich selber beißen. Es ist schon besser geworden, meine Hand samt Arm macht nicht mehr nur was sie will, sondern ich fange auch an mich selber zu korrigieren. Wenn ich merke das im Trab nur chaos ist, parier ich durch und sortier mich neu und trabe ordentlich wieder an. Oder ich versuche das gute Gefühl beim Handwechsel zu behalten. Je nach Laune des Pferdes und Fülle der Halle klappt das ganz gut. Ist es zu voll oder Madame mal wieder in Gedanken auf Hawaii wirds schon mal richtig schwierig.

    Aber wenn man schon mal weiß wo die Schwächen sind ist das schon mal ein großer Vorteil. Denn dann kann man daran arbeiten und vor allem auch gezielt.

    In den Reitstunden reite ich immer total ordentlich und das klappt irgendwie auch, aber wenn ich alleine bin und versuche alles genauso zu machen… das ist nicht einfach. Ich habe leider nicht regelmäßig Unterricht, weil der immer Dienstags ist und da habe ich lange FH. Wenn die mal ausfällt, darf ich aber auch extra an den Reitstunden teilnehmen. Das findet die Besi auch gut. Na mal sehen, werde gleich mal drauf achten wie es so klappt beim Reiten 😉

  • Avatar Daiwana sagt:

    Leute,

    Ihr wollt doch ncht ernsthaft mich in Bewegung setzen bis nach Norddeutschland….

    Is Finteln nicht bei Mainz?

    Talimeth, das wäre ein feine Idee! 😀

    Mumpitz, Workshop ist auf alle Fälle im Hinterkopf! 😉

    LG

    Heidi

  • schwarztier schwarztier sagt:

    Auch immer gut: mal die Zähne mit der linken Hand putzen, beim Essen Messer und Gabel tauschen, Maus in die „falsche“ Hand nehmen, Mistgabelhand tauschen …

    Gib´ts bestimmt noch Unmengen an Tätigkeiten, die wir immer mit der gleichen Hand ausführen. (in Abhängigkeit vom Links- und Rechtshänderdasein)
    Fällt immer erst mal schwer, aber wenn man sich gut konzentriert und diese Abläufe mal bewusst wahrnimmt, wird´s eigentlich besser.

    Ich habe oft Probleme mit der Reihenfolge der Buchstaben beim Tippen, Feintuning links-rechts stimmt dann nicht mehr, sobald ich wieder mehr mit Maus mit links arbeite, löst sich das von selbst!

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