Dickdarmverdrehung bei tragender Stute

By Aljina | Kolik, Verdauung

Die Friesenstute (9 jahre) einer Freundin steht in der Klinik.
Sie hat eine Dickdarmverlagerung und im Blinddarm findet sich jede Menge Sand.
Die Stute ist tragend und soll in 6 Wochen fohlen.

Verlauf: Freitag lag die Stute auf der Weide mit einer extrem vergrößerten Scheide. Besitzerin befürchtete Fehlgeburt, rief den TA. Dieser meinte…allergische Reaktion auf Stich, aber keine Presswehen oder sonstwas. Stute wurde auf Allergieschub behandelt, stand auf und frass ein wenig Kraftfutter und Gras. Legte sich nach einer Weile wieder hin. Erneut den TA gerufen…rektale Untersuchung, Ergebnis..Fohlen braucht viel Platz im Bauchraum, drückt wohl auf den Darm. Stute weiter beobachtet, nachts in die Klinik gefahren. DIe sagen, dass Fohlen sei sehr groß und würde auf den Darm drücken. Dadurch hat sich der Dickdarm wohl auch verlagert (?) und die Stute hat Probleme mit dem Äppeln, frisst nicht und ist sehr schwach.

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Aktuell ist die Stute stabil aber noch immer sehr schwach. DIe Ärzte sind hin und her gerissen, was sie machen sollen.
– Fohlen per Kaiserschnitt rausholen, Darm in einer großen OP wieder zurecht rücken-> totes Fohlen und Überlebenschancen der Stute…nun… offen
– Stute operieren in der Form, dass man versucht, an die Darmverlagerung heranzukommen mit kleinst möglichen Eingriff ->schonender für die Stute, aber was ist mit dem Fohlen??
– Stute weiterhin nur überwachen und versorgen und hoffen, dass es wieder wird.

Wer von Euch kennt einen ähnlich gelagerten Fall?
Für welche Therapie wurde sich entschieden?
Haben Stute und oder FOhlen überlebt?
Kann diese übergroße Scheide irgendwie im Zusammenhang stehen??

Gruß
Katrin

  • Avatar Raglan sagt:

    Ich hatte das mit einer Einstellerstute – leider konnte die Stute trotz Intensivmedizin nicht gerettet werden 🙁 Die Stute war Ende 6 Monat tragend und die Kolik war so stark, dass Blut in den Bauchraum gelangt war (Darm bereits so stark beschädigt).

    Leider war das Fohlen in diesem Alter noch nicht weit genug entwickelt, sonst hätte die Klinik versucht dieses durch einen Kaiserschnitt zu retten.

    Alles Gute der Stute und dem Fohlen!!!

  • Avatar Andrea S sagt:

    Ich habe zum Glück keine Erfahrung mit der Kombination Kolik und tragende Stute!
    Was ich aber sagen kann ist, dass mi das Fohlen an dieser Stelle vollkommen egal wäre und ich versuchen würde die Stute zu retten, wenn man denn bereit ist eine OP machen zu lassen!

    Alles Gute für die Stute!

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Ich habe zum Glück keine Erfahrung mit der Kombination Kolik und tragende Stute!
    Was ich aber sagen kann ist, dass mi das Fohlen an dieser Stelle vollkommen egal wäre und ich versuchen würde die Stute zu retten, wenn man denn bereit ist eine OP machen zu lassen!

    Alles Gute für die Stute!

    Sehe ich genauso.

    Allerdings, wieso ist das Fohlen nicht lebensfähig? Ich überlege gerade hin und her, wir hatten ja auch mal ein Frühchen (das mit den krummen Beinen), das war auch seeehr früh dran, weiss aber nicht mehr genau, wieviel Wochen zu viel. Ich würde jetzt aber auch nicht abstreiten, dass es evt. sogar 6 Wochen zu früh gekommen ist….

  • Avatar Diana sagt:

    Tippt denn keiner auf eine drohende Frühgeburt durch Zwillinge?
    Wäre jetzt meine Vermutung.
    Erstmal die große Scheide und dann die große Frucht, die zuviel Platz braucht.

    Oder etwas gedrehte Gebärmutter?
    Wird auch nicht immer erkannt.

  • Avatar Aljina sagt:

    Sehe ich genauso.

    Allerdings, wieso ist das Fohlen nicht lebensfähig? Ich überlege gerade hin und her, wir hatten ja auch mal ein Frühchen (das mit den krummen Beinen), das war auch seeehr früh dran, weiss aber nicht mehr genau, wieviel Wochen zu viel. Ich würde jetzt aber auch nicht abstreiten, dass es evt. sogar 6 Wochen zu früh gekommen ist….

    Fohlen sind in der Regel frühestens 4 Wochen vor dem errechneten ET lebensfähig… und dann ist es meist auch schwierig.

  • Avatar Aljina sagt:

    Tippt denn keiner auf eine drohende Frühgeburt durch Zwillinge?
    Wäre jetzt meine Vermutung.
    Erstmal die große Scheide und dann die große Frucht, die zuviel Platz braucht.

    Oder etwas gedrehte Gebärmutter?
    Wird auch nicht immer erkannt.

    Es sind definitiv keine Zwillinge und die Gebärmutter ist ebenfalls ok. Das wurde bereits abgeklärt.
    Aber danke für die Tipps!

    Gruß
    Katrin

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Sehe ich genauso.

    Allerdings, wieso ist das Fohlen nicht lebensfähig? Ich überlege gerade hin und her, wir hatten ja auch mal ein Frühchen (das mit den krummen Beinen), das war auch seeehr früh dran, weiss aber nicht mehr genau, wieviel Wochen zu viel. Ich würde jetzt aber auch nicht abstreiten, dass es evt. sogar 6 Wochen zu früh gekommen ist….

    Fohlen sind in der Regel frühestens 4 Wochen vor dem errechneten ET lebensfähig… und dann ist es meist auch schwierig.

    Ich bin mir aber ziemlich sicher, das Fohlen ab dem 300. Tag lebensfähig sind. Jetzt ist natürlich die Frage, mit wieviel Tagen ihr den Geburtstermin errechnet, da gehen ja die Experten Meinungen ziemlich auseinander. Der Durchschnitt liegt wohl bei 340 – 345 Tagen….

  • Avatar maurits sagt:

    Ich kenne hier einen Züchter dessen Friesenstute zweimal hochtragend Kolik-operiert wurde, und beide Male brachte sie einige Wochen später ein gesundes Fohlen zur Welt.

    Ich wünsche Euch viel Glück! :hug: Egal, wie die Entscheidung ausfallen wird.
    lg
    mau

  • Avatar Andrea S sagt:

    Fohlen sind in der Regel frühestens 4 Wochen vor dem errechneten ET lebensfähig

    Nein Aljina, das stimmt so nicht, das kann man pauschal so nicht sagen!

  • Avatar Aljina sagt:

    Nun, es ist wie immer..da gehen alle Meinungen auseinander.
    Aber Fakt ist, dass ein Fohlen, welches 6 Wochen zu früh kommt, in der Regel nicht lebensfähig ist. Und ich meine damit..lebensfähig ohne Brutkasten und dem ganzen Pi Pa Po…
    Wir werden weiter sehen.

  • anchy anchy sagt:

    Aijna, meine Stute hatte im5 Monat eine Dickdarmdrehung um 270 Grad. Sie wurde sofort notoperiert und BEIDE haben das sehr gut überstanden. DIe TAs in der Klinik hatten wohl schon häufig derartige Fälle und hatte mir Mut gemacht. Sie hatten schon Stuten um 8 Monat unter dem Messer und BEIDE haben das wohl überstanden.
    Eine Garantie kann es nicht geben und so kurz vor der Geburt…
    Dennoch, ich würde mich IMMER für meine Stute entscheiden und eine OP wagen.

    Entweder überlebt es das Kleine im Bauch oder nicht. Es ist schlimm, ich kann das sehr sehr gut nachempfinden aber die Gesundheit meiner Stute ginge mir einfach vor.

    Die Heilungschancen nach Kolipoperationen sind nach Gesprächen mit mehreren TAs derart gut, dass ich mich immer wieder für diesen Weg entscheiden würde .

    Drücke für die arme Stute und das Fohlen die Daumen!

    Anchy

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Ich bin ja seit neuesten der Meinung, dass eine trächtige Stute wegen des Drucks auf die Därme durch das Fohlen noch eher zur Kolik neigt.

    Ich hatte den ersten Kolikfall meines Lebens bei einer trächtigen Stute, die nichts aussergewöhnliches gefressen hat….

    Das Problem bei Fohlenfrühchen sind die noch nicht ausgebildeten Lungen. Aber die sind wohl ab dem 300. Tag ausgebildet. Und halt die noch zu weichen Gelenkknorpel, aber da kann man sich mit Gips helfen.

    Gruß

    Christine

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Wie ist denn der Stand der Dinge *malvorsichtiganfragt*

  • Avatar Aljina sagt:

    Die Stute war gestern über Tag noch stabil, aber gegen Abend hat sich der Zustand dramatisch verschlechtert (Blutwerte), sodass es nur „Sekt oder Selters“ gab. Also wurde sie in der Nacht noch operiert. Beide haben die OP überlebt.
    Die Stute hatte nicht nur eine Verlagerung, sondern der Darm war um 360Grad gedreht.
    Sie hätte ohne OP definitiv keine Überlebenschance gehabt.
    Der TA in der Klinik meinte, dass sie eine Verdrehung hatte an einer für tragende Stuten klassischen Stelle. Passt also zu der Beobachtung von St Lucia.
    Über Tag hat die Stute getrunken und klein wenig Heu geknibbelt. Nun ist natürlich wie immer klar, dass man wie bei allen Kolikern beobachten muss, ob der Darm wieder die Aktivität aufnimmt und die Heilung gut verläuft. Ich denke, die nächsten 3 Tage werden das zeigen. Der TA meint, er würde die Stute kein zweites Mal operieren, weil sie nicht stabil genug ist.

    Soweit die Eckdaten. Hoffe sehr, dass es wieder wird.

    Grüße
    Katrin

  • GidranX GidranX sagt:

    Ich drücke fest die Daumen.. :seufz:

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Ich drücke fest die Daumen.. :seufz:

    Ich auch!

  • Avatar Weltsje sagt:

    Das ist ja schrecklich, Katrin. Ich wünsche Euch und vor allem der Stute und dem Fohlen alles erdenklich Gute. Die Daumen sind gedrückt.

    Vielleicht kann ich Dir ein wenig Mut machen. Ich kenne eine Stute, die ebenfalls mit einer derartigen Symptomatik eine Kolik-OP überstanden und sechs Wochen später ein kerngesundes Fohlen völlig komplikationslos zur Welt gebracht hat.

    Die Stute wurde danach verkauft und hatte beim nächsten Besitzer danach noch diverse Fohlen und nie wieder Probleme. Sie ist jetzt 17 Jahre alt.

  • Avatar Aljina sagt:

    Danke Euch fürs Daumen drücken.

    Die Stute hat heute – zwar mässig, aber immerhin – gefressen und auch klein wenig geäppelt. Ich finde, das sind gute Zeichen. Sie steht jedenfalls schon fast den ganzen Tag.
    Ich hab für mich nun mal beschlossen, optimistisch zu sein.

  • Avatar maurits sagt:

    ich bin mal mit optimistisch und drücke weiter die Daumen!

    lg
    mau

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Auch ganz feste Daumen drück :daumen: :hug:

  • anchy anchy sagt:

    Drücke so die Daumen, auch meine Stute war die ersten 3 Tage sehr instabil ( Kreislauf) und hat es dennoch problemlos geschafft.
    Weißt Du, ob sie Teile vom Darm entfernen mußten?

    LG
    Anchy

  • Avatar Aljina sagt:

    Ja, es ist wohl auch der Kreislauf, der noch nicht so ist, wie es sein sollte…
    Die Stute hat die letzten Tage so viel durch…da ist es echt kein Wunder.

    Und ja, es wurden Teile vom Darm entfernt. Wie viel kann ich aber nicht sagen. Die Besitzerin ist platt und völlig gelähmt vor Angst. Sie hat leider vor ca 3 Wochen erst eine wundervolle, tragende Stute verloren. Da ist es für sie sehr schwer, an den Erfolg zu glauben.

  • anchy anchy sagt:

    Dafür werde ich für sie mit dran glauben :ja: und würde mich dann in ein paar Wochen um so mehr um Fotos freuen.

    Wichtig ist, dass der Darm wieder ans Arbeiten kommt und sich keine Collitis entwickelt. – mit dem schwachen Kreislauf- DAS Risiko nach so einer schweren Darmoperation. Die Klinik hat mir damals sehr viel Mut gemacht, alleine von der Statistik her stehen die Chancen gut, weitaus besser als noch vor 10 Jahren.

    Bitte auf dem Laufenden halten :ja:

    Anchy

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Ich glaube auch mal ganz fest dran, dass alles gut wird.Bitte weiter berichten, ja? :daumen:

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Gibts denn was Neues? :daumen:

  • Avatar Aljina sagt:

    Ja.
    Nach der OP ging es der Stute erst mal gut. Aber als die Schmerzmittel und Co langsam reduziert worden sind, hatte sie einen Durchhänger.
    SIe steht noch in der Klinik. Wenn sie stabil ist, kann sie nach Hause.

    Erst mal sind wir natürlich super glücklich, dass das Thema Kolik soweit wohl abgehakt werden kann.
    Nun hoffen wir, dass die Narbe bei der Geburt hält.

    Grüße und danke für das Daumen drücken

    Katrin

  • Avatar Hijara sagt:

    Hoffentlich geht alles gut!!
    Ich drücke auch mit die Daumen!

  • Avatar Aljina sagt:

    Die Stute ist seit gestern zu Hause.
    Sie hat seit gestern abend eine einseitige Schwellung kurz vor dem Euter.
    Die Klinikärzte sagen, dass es halt passieren kann, dass beim Aufschneiden durchaus das Gewebe des Milchstranges beschädigt worden ist.
    Das wird nun kritisch beobachtet. Mal sehen……

  • anchy anchy sagt:

    Dann hat sie die kritische Zeit erstmal überstanden! Schwellungen können ganz übel aussehen, meine hatte ein Bauchödem über die ganze Bauchdecke, sah schlimm aus, ging aber nach ein paar Wochen weg.

    Die TA sagten mir damals, wenn die Fohlen abgehen, dann in der Regel sehr schnell und nicht Wochen danach.
    Wie haben die eigentlich die Naht stabilisiert? Wurde ein Netz eingearbeitet um die Bauchdecke zu stabilisieren?

    Hach, ich drücke weiterhin die Daumen und hoffe, Du hälst uns weiterhin auf dem Laufenden.

    Liebe Grüße
    Anchy

  • Avatar Aljina sagt:

    Heute Morgen kam ein putzmunterers, sehr großes Hengstfohlen zur Welt. Stute, Fohlen und Besitzerin sind wohlauf :hurra:

  • anchy anchy sagt:

    MICH freut das ganz besonders :hurra: :hurra: :hurra: Bestell ihr mal alles Gute und nun kann es nur noch bergauf gehen. Ich glaube, die Kerle machen schon ganz gerne mal pränatal Probleme 😀

    Ist die Geburt ohne Probleme verlaufen ?

    Liebe Grüße
    SIlke

  • Avatar Diana sagt:

    Das ist eine sehr schöne Nachricht!

  • GidranX GidranX sagt:

    Das ist ja schööön, herzlichen Glückwunsch!

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Super, das freut mich!

    Von mir auch herzlichen Glückwunsch :party:

    Ist das Fohlen jetzt zum errechneten Termin gekommen? Ich habe ja den Verdacht, dass eine meiner Stuten eher fohlt. Die hat noch 4 Wochen, aber schon vor etlichen Wochen aufgeeutert……

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Juhu, auch hier Entwarnung! Das ist schön!!!

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