Der SPIEGEL: Die Blutschande

By otto | Kaffeeklatsch

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In der heutigen SPIEGEL-Ausgabe Nr. 23 vom 3.6.2017 ist auf Seite 71 der Beitrag „Die Blutschande“ abgedruckt. Wenn man diesen Beitrag liest, geht der Blutdruck hoch und eine gewaltige Wut überschattet den Pfingstfrieden.
In dem Beitrag werden Praktiken in der Landwirtschaft beschrieben, mit welchen Mitteln immer günstiger und billiger Schweinefleisch produziert werden kann. Dort heißt es u.a.:
​“Um Schweinefleisch zu Billigstpreisen produzieren zu können, werden trächtige Stuten zur Ader gelassen. Viele verenden elendiglich.“

​Auf speziellen Farmen besonders in Argentinien und Uruguay werden Stuten pro Woche bis zu 10 Litern Blut entnommen. Viele Stuten überleben die Prozedur nicht. „Fohlen werden systematisch abgetrieben.“

​Weiter heißt es dort: „Um die Schweineproduktion in den Tierfabriken effizient zu gestalten, wird den Sauen oft ein Hormonpräparat gespritzt, damit alle gleichzeitig trächtig werden und gleichzeitig werfen. Etwa jede dritte Zuchtsau in Deutschland erhält das Medikament. Das Mittel wird aus dem Blut trächtiger Stuten gewonnen (…).“

Den vollständigen Beitrag ist im aktuellen SPIEGEL nachzulesen, einen Teilauszug hier:

https://magazin.spiegel.de/SP/2017/23/151473766/?utm_source=spon&utm_campaign=centerpage

​Dies ist der Hintergrund zu Billigpreisen bei Schweinefleisch eines großen Discounters (600 Gramm zum Preis von 1,99 €).
​Verantwortlich für diese Praxis sind viele: Der Discounter (der mit Marktmacht die Preise drückt), die Bauern (die ihre Zuchtsauen damit behandeln), das Ministerium (das diese Praxis hinnimmt), die EU (die hierfür kein Importverbot erlässt) und letztendlich wir Verbraucher, die durch den Kauf von derart erzeugtem Billigfleisch mitschuldig sind am Elend von Pferden in Südamerika.
​Ich könnte kotzen!

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