Schulterherein

Der wich­tigs­te Sei­ten­gang auf zwei Huf­schlä­gen ist das Schul­ter­her­ein. Diese Lek­ti­on bil­det das Rück­grat der auf­bau­en­den wei­te­ren Sei­ten­gän­ge und ist für das Ge­rade­rich­ten des Pfer­des von aus­schlag­ge­ben­der Be­deu­tung.

Zweck der Übung ist – das Bie­gen der Han­ken, Frei­wer­den der Schul­ter und Ver­bes­sern der An­leh­nung sowie die Ver­bes­se­rung von Ge­schmei­dig­keit und Ge­schicklickeit.

PRE Hengst Tornado an der Hand von Rabea Schmale im Schulterherein.

Im Schul­ter­her­ein wird die Vor­hand etwa einen hal­ben Schritt her­ein­ge­nom­men. Das Pferd wird ver­an­lasst mit dem in­ne­ren Vor­der­bein vor oder über das äu­ße­re Vor­der­bein zu tre­ten und mit den in­ne­ren Hin­ter­bein in Rich­tung unter dem Schwer­punkt. Die Vor­hand soll­te nur so­weit rein ge­nom­men wer­den, so das sich das Pferd nicht mit der Krup­pe her­aus schwenkt, so das die ge­wünsch­te Bie­gung ver­lo­ren geht. Die­ses kann pas­sie­ren, wenn man sich auf die Aus­füh­rung sei­nes Er­fin­ders Gué­ri­nié­res be­zieht, der diese Übun­gen mit deut­lich mehr Ab­stel­lung aus­ge­führt hat.

Jedes Pferd nimmt seine Schul­ter auf der einen Hand leich­ter her­ein als auf der an­de­ren Hand.

Die meis­ten Sei­ten­gän­ge sowie auch das Schul­ter­her­ein soll­te dem jun­gen Pferd unter dem Sat­tel im Trab bei­ge­bracht wer­den, da jeder Sei­ten­gang Schwung er­fo­dert.

Für un­ge­üb­te Rei­ter, zum Lösen des Pfer­des und zur Vor­be­rei­tung für die Ar­beit unter dem Sat­tel, kann die Übung auch im Schritt an der Hand aus­ge­führt wer­den.

Ge­ra­de zu An­fang soll­te man sich in Sei­ten­gän­gen mit ein paar guten Trit­ten zu­frie­den geben, so das eine gute Sache nicht so­weit ge­trie­ben wird, bis es eine schlech­te wird.

Schulterherein mit PRE Tornado und Rabea Schmale

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