Das elendige Magengeschwür

By Pelle | Kolik, Verdauung

Nachdem ich jetzt einige Geschichten über diffuse Magengeschichten las:

Kleine Geschichte:
Seit 2005 Besitz und seitdem immer großzügiger Offenstall:
Mein Pferd war immer etwas auffällig mit
etwas anlecken von Gegenständen, Holz anfressen, mal „voll“ gefressen von der Weide geholt (etwas aufgebläht, nicht schlimm, wie halt manche Pferdebesitzer ihre Pferde von der Weide holen)), am nächsten Tag mal etwas gewundert, dass doch so etwas weniger drauf ist. Heu wird dauerhaft getunkt. Alles mal weniger, mal wochenlang garnicht, kann man nicht messen. Die allgemeine Meinung: „der ist doch brav, schaut doch gut aus.“ Fand ich ja auch.
Interieur ist er doch manchmal büffelig, wenn er anderer Meinung ist, aber ansonsten gut händelbar.
Wochenlang gibt es ein völlig normales Pferd, bis dann mal diese Kleinigkeiten auftreten..und wieder verschwinden. Problem: er zeigt seine Beschwerden nur diffus, also mehr als recht unauffällig.
Reiterlich verhaltend, wurde zwar besser, aber nie ganz sicher,
Dann berufsbedingt Umzug 2007 in einen Offenstall, augenscheinlich völlig unproblematisch.

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Umzug im August 2010: Pferd kommt in einen Offenstall mit zwei weiteren, u.a. seine Herzensdame, die er wirklich ernst nahm. Die dann auch leider verkauft wird. Die Augenkuhlen machten sich für mich bemerkbar, ansonsten gesundes BMI. TA hatte keine Bedenken (Impftermin). Silvester schwere Gaskolik, wir wollten ihn einschläfern.

Seit März 2011, Umzug: der letzte Umzug hat das Fass zum überlaufen gebracht. TA da wg. wiederkehrender leichten Schlundverstopfungen, oder doch Koliksymptomen, andauernden Husten,..hatten wir alles doch schon mal in wechselnder Reihenfolge. Aber geballt? Ja wer legt zuerst das Ei? :wacko: Ach, ich vergass, der Hufrollenbefund, der doch als Weidepferd in „Schach“ war..

Behandlung mit Gastrogard, über mehrere Wochen. Wichtig die Rauhfutterumstellung. Im Sommer war er halt abend in der Box, da er draussen das Heu nicht frass, sondern dem Gras den Vorzug gab.

Fazit:
Ich war bekennender Offenstaller. Ich weiss jetzt, dass er seine „Ruhezonen braucht. Er steht jetzt im Stall. Mit all seinen damaligen Problematiken. Er hustet nicht mehr, er bekommt keine SV, keine Koliken. Ich füttere regelmäßig Mash und morgens unmelassierte Rüschnies mit Haferflocken und Öl. Dazu kontinuirlich Heu (bedampft) und Heulage.
Seit Schmiedwechsel läuft er auch mal wieder lahmfrei.
Stoffwechsel?

Und der eigene Ehrgeiz, dass ich nichts mehr von diesem Pferd möchte, ausser dass er sein Leben auf der Weide mit seinen (hoffendlich) langen Kumpels verbringen kann.. Stallwechsel wird es nicht mehr geben, egal wie es ausgeht.

  • Avatar ines sagt:

    … solche und ähnliche geschichten sind ja der grund, warum wir bedarfsgerechte und „nicht“ artgerechte haltung betreiben

    es gibt eben pferde die wissen nicht, dass die sich in einem optimalen offenstall wohlfühlen müssen, die wollen eben was anderes. und das sucht man dann und ermöglicht es.
    so einfach kann das sein :nix:
    schön, dass du dir gedanken über dein pferd gemacht hast, jetzt geht es ihm anscheinend deutlich besser :thumbsup:

    unsere pferde haben sich ihre haltung weitestgehend selber ausgesucht : wir halten pferde im offenstall, in der einzel-paddockbox in der gemeinschafts-paddockbox, in der innenbox ohne fenster (auch solche pferde gibt es :doh: ) und ein shettypaar steht im „4 reihen strom, zwei reihen holz – niemals weide knast“ mit zwei ziegen.

    deinem pferd weiterhin alles gute!

  • Avatar Weltsje sagt:

    Pelle, das ist doch schön, dass Du für Dein Pferd eine Lösung gefunden hast :thumbsup: .

    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es einfach Pferde gibt, die in der Nacht eine eigene Box bevorzugen. Interessanterweise hängt das offenbar davon ab, in welcher Haltungsform die Pferde aufgezogen wurden. Die Pferde, die hier in den Offenställen in Gruppenhaltung aufwuchsen fühlen sich auch nachts in der Box ganz augenscheinlich nicht besonders wohl. Dagegen warten Pferde, die erst später hier einzogen und in ihrer Jugend häufig in der Box standen, abends darauf, in ihre Box zu kommen :nix: .

    Anscheinend wirkt die Form der Aufzucht hier stark prägend. So wie es in der Fohlen-/Jugendzeit war, ist es für die Pferde offenbar „richtig“.

  • Avatar santimo000 sagt:

    Für meinen inzwischen 21 Jahre jungen Wallach habe ich nun auch die perfekte Haltung gefunden. Nachts Box mit überdachten Paddock und tagsüber ab zu den anderen auf die Koppel/Weide. Sein Heu und Kraftfutter bekommt er Früh und Abend auf dem Paddock, hat aber auf der Koppel Zugang zu einer Strohraufe. Ich vermute ebenfalls dass es zum Teil an der Aufzucht liegt. Soweit ich weiß kommt er aus Haren (Ems). Wie er dort aufgezogen wurden ist, weiß ich natürlich nicht. Ich habe in 11-jährig gekauft und kann nur bis zum Alter von ungefähr 7 zurückverfolgen dass er während dieser Jahre fast ausschließlich in der Box stand. Gearbeitet wurde er auch nicht wirklich. Jetzt, mit dem Paddock macht er einen super zufriedenen Eindruck. Der Paddock grenzt direkt an der Koppel zu seinen Kumpels (die mit der Offenstall-Haltung super zu Recht kommen) und er kann sie immer sehen und trotzdem in Ruhe fressen.

    Bei uns im Stall gibt es 3 Offenställe – um das Stallgebäude drum rum ist die Koppel – somit hat jedes Pferd seine eigene Box wo das Kraftfutter gefüttert wird bzw. wenn es mal wegen Krankheit drinnen bleiben muss – und kann rein und raus wie es möchte. Wenn hier ein Pferd länger krank wird, wird vor der Box einfach ein wenig Fläche abgetrennt damit es weiterhin bei der Gruppe sein kann.
    Meiner steht in einem Paddockstall wo ebenfalls anschließend an die überdachten Paddocks die Koppel ist. Momentan geht meiner allerdings als einziger nachts in seinen Paddock, weil die anderen aus seiner Gruppe Tag und Nacht draußen sind. Hierzu wurden die Paddockabgrenzungen einfach abgebaut und somit schaut es dann aus wie in den anderen 3 Offenställe. Ich finde dieses Konzept sehr durchdacht und man findet gut individuelle Lösungen fürs Pferd.

  • Avatar Pelle sagt:

    Interessanterweise hängt das offenbar davon ab, in welcher Haltungsform die Pferde aufgezogen wurden.

    Interessanter Gedanke, da steckt bestimmt was wahres hinter.

    Ich muss dazu sagen, dass mein Pferd sich im Offenstall nie unwohl zeigte, im Gegenteil, er ist ein geselliger Typ, der sich in der Rangordnung im Mittelfeld bewegt. Aber man kann wohl garnicht genug hingucken. Es hat etwas gedauert, bis ich merkte, dass er garnicht so abgeklärt ist, wie er sich zeigte, sondern eher alles in sich „reinfrisst“. Der letzte Umzug hat das Fass zum überlaufen gebracht.
    So kann man sich irren.

    Seit der Magengeschwürgeschichte ist er im übrigen von leichtfuttrig zu schwerfuttrig mutiert. Es scheint sich im Stoffwechsel was verändert zu haben, aber den Zusammenhang finde ich nicht. Können das andere Leidensgenossen bestätigen?

  • Avatar Chaplin sagt:

    Der Funky zum Beispiel ist auch so ein „drinnen Pferd“. Ich habe ihn jetzt seit fast 12 Jahren und egal in welchem Stall wir standen, er hat immer nach für mich relativ kurzer Zeit draußen auf dem Paddocks am Zaun gestanden und jeden angebrüllt, der vorbei kam. Er ging so lange er konnte am Zaun mit, in der Hoffnung er könne mit rein.

    Deutlich gesehen hat man es im September, als Funky und Chaplin für 2 Wochen Urlaub machen mussten auf einer Anlage, wo beide entscheiden konnten, ob rein oder raus (hatten wir so noch nicht). Chaplin hat gerne draußen gestanden und Funky stand IMMER drinnen und hat aus dem Fenster geguckt 8|

    Im jetzigen Stall (der 4. seit ich ihn habe) gefällt es ihm meiner Meinung nach am besten, denn er steht nicht am Zaun und will unbedingt rein. Hier hat er einen guten Wechsel. Morgens raus, Mittags rein (wird auch sehr gerne als Ruhezeit angenommen), nachmittags bis abends wieder raus mit den anderen und abends dann in die Box.
    Ich weiß, daß ich ihm mit einem Offenstall wahrscheinlich keinen Gefallen tun würde – zumindest nicht auf Dauer!

  • Avatar Chaplin sagt:

    Ach so… zum Thema Magengeschwür: Der Profi hatte wahrscheinlich auch massive Probleme damit, wobei wir uns nicht sicher waren, was zuerst da war: Magengeschwür und Koppen oder Koppen, weil der Magen weh tat.
    2009 war alles dermaßen „dramatisch“ daß er damals schon fast hätte eingeschläfert werden müssen. Ich habe das ebenfalls mit Gastro Guard akut in den Griff bekommen und bin dann mit Iwest Magnoguard langfristig weiter behandelt. Manchmal halfen auch ein Paar „Rennie“.

  • Avatar maurits sagt:

    Eine Freundin hat ihr altes Pferd auch zwangsvergesellschaften wollen im Offenstall, es endete katastrophal, das Pferd drehte vollkommen am Rad, kam überhaupt nicht einen Tag zur Ruhe, als sie den wieder in seine gewohnte Box stellte, war er innerhalb von Minuten wieder der alte.

    lg
    maurits

  • Avatar Chaplin sagt:

    Ich finde in dem Zusammenhang das Wort von Ines sehr treffend: bedarfsgerechte Haltung. 🙂

  • Avatar maurits sagt:

    korrekt.

    Meine Pferde stehen übrigens noch im Stall aktuell, da mega-fieses Unwetter draussen. Bedarfsgerecht halt.

  • Avatar catania sagt:

    Mein TA erzählte mir, dass er die entsprechenden Medikamente in Massen! an Offenstallpferdebesitzer verkauft.

  • Avatar E.v.A. sagt:

    korrekt.

    Meine Pferde stehen übrigens noch im Stall aktuell, da mega-fieses Unwetter draussen. Bedarfsgerecht halt.

    Unsre auch aus gleichem Grund. Und solange die schön Heu zum mümmeln haben, sind die damit äußerst zufrieden. Im Gegensatz zu den Nachbarspferden.Die warten auf jemand, der sich erbarmt die rein zu holen. :nix:

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Das ist schon ein interessanter Aspekt. Mein Pferd steht im Sommer 24 h draußen, da ist aber grundsätzlich auch genug Futter vorhanden. Im Winter eigentlich nachts in der Box, tagsüber draußen. Allerdings stehen sie momentan auch nachts noch draußen. Da muß dann aber auch sehr drauf geachtet werden, das jeder seinen Heuhaufen bekommt… meiner tendiert da auch leider eher dazu, zu warten, bis alle fertig sind mit Fressen, er braucht da auch seine Rückzugsmöglichkeit. Ich sehe halt zu, das er nach dem Reiten auch noch ein wenig Heu fressen kann, damit er ausreichend bekommt.

  • Scupi Scupi sagt:

    Ich hatte mein Pfed zuerst in einer Box mit Paddock stehen. Er war dort immer sehr unruhig bzw. kam da nicht so wirklich zur Ruhe. Íst das Nachbarpferd rausgerannt – rannte er hinterher etc…
    Als ich aus diesem Stall geflüchtet bin (u.a. wegen verunreinigtem Futter etc.) habe ich ihn zu einer Bekannten mit ins Weidezelt gestellt. Er hat aber immer das Innenleben des Zeltes aufgesucht. Als er die Stute meiner Bekannten immer wieder bedrängt und auch böse gebissen hat, hat sie das Weidezelt abgeteilt und er hatte ein recht kleines Abteil, das reichte gerade so zum Reinstehen: vorne Heunetz hinten ein Riesenhaufen Pferdeäppel. Der wollte garnicht großartig aus dem Zelt raus hat also eher einen sicheren Bereich gesucht.
    Danach bin ich in den jetzigen Stall gezogen: Innenbox und tagsüber Matschpaddock (mit einem Wallach zusammen) oder im Sommer stundenweise Koppel. Er ist sehr gerne draußen und spielt viel mit seinem Kumpel, auch Kraulen sie sich viel. Habe aber den Eindruck, das er froh ist wieder in seinen „Vier-Wänden“ zu sein. Ich glaube nicht dran, das er wirklich für den Offenstall geeignet ist.
    Grüße
    Simone

  • Avatar Mirage sagt:

    Seit der Magengeschwürgeschichte ist er im übrigen von leichtfuttrig zu schwerfuttrig mutiert. Es scheint sich im Stoffwechsel was verändert zu haben, aber den Zusammenhang finde ich nicht. Können das andere Leidensgenossen bestätigen?

    Ich habe genau die umgekehrte Erfahrung gemacht. Meine habe ich seit 2000 und sie war schon immer ein Hungerhaken, Figur vom Klavierspielen auf den Rippen bis zu leicht durchschimmernde Rippen. Also immer schlank bis klapperdürr. Seit dem Magengeschwür in 2010 und der sodann erfolgten und bis heute anhaltenden gewaltigen Heuaufstockung (rd. 15-20 kg im Winter, Sommers mindestens 10 kg zur Grasweide dazu) habe ich erstmalig ein Pferd mit einem kleinen Wohlstandsbäuchlein und auch mal keine Rippensichtung mehr. Allerdings das kleine Wohlstandsbäuchlein sich aktuell innerhalb von knapp 5 Wochen zu dünn verwandelt hat wegen einem neuen Magengeschwür. Aber die Abnahme ist bereits gebremst zum Glück. 🙂

  • schwarztier schwarztier sagt:

    Wie sind eure Erfahrungen mit Pferden die ein Magengeschwür hatten: ist es wahrscheinlicher das wieder eins auftaucht wenn ein Pferd vorbelastet war?

    Ich frage, weil mein Wallach wg eines Medikaments und krankheitsbedingter Stehzeit Magengeschwüre hatte, mit GG behandelt, danach noch 3 Monate ohne KF nur Weide. Ist jetzt ca 6 Monate und scheint mir ok zu sein. Ich habe ihn seit 5 Jahren, er hatte bis dahin keine Probleme im Magen-Darmbereich.

  • Avatar Mirage sagt:

    Schwarztier, aus aktueller Erfahrung heraus halte ich die Wahrscheinlichkeit für relativ groß. :S

    Erstes Geschwür war 2010 im Sommer, ursächlich waren wohl mehrere Faktoren wie viel Antibiotika in der Zeit davor + zu wenig Heu. Nach Auskurierung war ein komplettes Jahr Ruhe (war auch mal ein Jahr ohne jegliche Medis). Im September lahmte Madame in Wendungen, als es nicht besser wurde, gab es Metacam und schwubs, keine 10 Tage nach der Metacamvergabe bereits die ersten Magenanzeichen. Binnen 4 Wochen nach Metacamvergabe auch gleich einen kräftigen Krampfanfall, dann wieder GastroGard geschoben, nun san ma bei Pronutrin und haben künftig ein Problem…

    Entzündungshemmer kann man noch ausweichen, da gibt es lt. meiner TÄ ein – zwar teures, dafür aber angeblich 100 % magenunschädliches Medikament, heißt Equiox..irgendwas. Insgesamt auch der Ratschlag meiner TÄ, Lahmheiten oder ähnliches länger auszusitzen. Noch ist das Problem nicht akut, aber wird mal spannend werden, wenn´s Tier an Infekt hat, an Einschuss oder sonstwas dergleichen… Ich habe zum Glück sehr gute THP´s erwischt, die da gut und wirksam mit unterstützen können wenn es brennt. Aber wenn ich jetzt an sowas haariges wie die letzten Jahre denke (einmal eine Blutvergiftung, dann mal ein gscheiter viraler Infekt mit guten 40 Fieber), dann bekomm ich jetzt schon graue Haare.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    …. vor allem, weil Metacam ja schon ein COX 2 Hemmer ist, und daher empfohlen wird, weil eben der Mechanismus, der bei anderen Entzündungshemmern zu einer Schleimhautschädigung führen, weil der Schutz der Schleimhaut gestört ist…

    Wenn Du noch mal rausfindest, wie das andere Medikament heißt, schreib doch bitte noch mal, interessiert mich :ja:

  • Avatar Mirage sagt:

    Eben, meine TÄ meinte auch, dass das ja eh das harmloseste in dieser Richtung ist und sie es ebenfalls verordnet hätte (war in ihrem Urlaub und ein anderer TA kam, der nix vom Magengeschwür wußte und ich im übrigen da auch keinen Gedanken dummerweise dran verschwendete, da ja seit über einem Jahr rein ja alles in Ordnung war). In spätestens vier Wochen ist meine TÄ wieder da, dann frage ich sie und schreibs mir auch gleich auf. 🙂

  • Avatar Pelle sagt:

    Wie sind eure Erfahrungen mit Pferden die ein Magengeschwür hatten: ist es wahrscheinlicher das wieder eins auftaucht wenn ein Pferd vorbelastet war?

    Ja, lt. Ta (der mobil endoskopisch arbeitet) ist das Pferd immer wieder empfänglich, wenn a) nicht die Ursache beseitigt ist und b) und diese nicht dauerhaft ausgeschlossen wird.
    Z.B. wird mein Pferd auch im Sommer eine Box besuchen, um genügend Rauhfutter aufzunehmen. Das schafft das hiesige Gras einfach nicht. Zudem setze ich ihm keinen Stress mehr aus, auch nicht mal eine Runde um den Block zu drehen.

  • anchy anchy sagt:

    Kann Pelles Erfahrungen gut nachvollziehen. Auch meine täte ich mit Offenstall keinen Gefallen. Sie ist ein ranghohes Pferd und hätte Stress, weil sie nur damit beschäftigt wäre die Pferde vom Futter zu vertreiben und dabei selbst nicht zur Ruhe kommt.
    Am liebsten wäre ihr eine Box mit Paddock OHNE Pferde direkt neben sich, was aber leider nicht geht.

    Jedes Pferd hat seinen Individualabstand. Wird dieser permanent überschritten bedeutet das Stress und auch eventuell Magenprobleme.
    Da muß jeder für sein Pferd genau hinsehen.

    Wenn ich mir die Fütterung im Offenstall ins Gedächtnis rufe, das sah eigentlich nie wirklich entspannte Bilder. Ein rumgetreibe und die rangnierdrigen fressen schlimmsten Fall das was übrig ist.
    Nichts ist da wirklich sicher, weder der Schlafplatz noch das Futter. Artgerecht kann es nicht sein, weil der Platzbedarf auch einfach falsch berechnet ist und sich seltenst um eine gewachsene Gruppe handelt.

    Ständig neue Familienmitglieder, wem würde das nicht auf dem Magen schlagen.

    Anchy

  • anchy anchy sagt:

    …doppelt :rolleyes:

  • Avatar ines sagt:

    offenstallhaltung ist höchst anspruchsvolle pferdehaltung, die nur mit hirn funktioniert und den erwartungen entgegengesetzt eher teurer ist als boxenhaltung.
    und genau das ist das problem.

    ein baumarkt-carport kostet nix, und der zaun um die 30m2 naturboden auch nicht. und tadaaa, fertig ist der offenstall die katastrophe :seufz:

  • schwarztier schwarztier sagt:

    Schwarztier, aus aktueller Erfahrung heraus halte ich die Wahrscheinlichkeit für relativ groß. :S

    Erstes Geschwür war 2010 im Sommer, ursächlich waren wohl mehrere Faktoren wie viel Antibiotika in der Zeit davor + zu wenig Heu. Nach Auskurierung war ein komplettes Jahr Ruhe (war auch mal ein Jahr ohne jegliche Medis). Im September lahmte Madame in Wendungen, als es nicht besser wurde, gab es Metacam und schwubs, keine 10 Tage nach der Metacamvergabe bereits die ersten Magenanzeichen. Binnen 4 Wochen nach Metacamvergabe auch gleich einen kräftigen Krampfanfall, dann wieder GastroGard geschoben, nun san ma bei Pronutrin und haben künftig ein Problem…

    Entzündungshemmer kann man noch ausweichen, da gibt es lt. meiner TÄ ein – zwar teures, dafür aber angeblich 100 % magenunschädliches Medikament, heißt Equiox..irgendwas. Insgesamt auch der Ratschlag meiner TÄ, Lahmheiten oder ähnliches länger auszusitzen. Noch ist das Problem nicht akut, aber wird mal spannend werden, wenn´s Tier an Infekt hat, an Einschuss oder sonstwas dergleichen… Ich habe zum Glück sehr gute THP´s erwischt, die da gut und wirksam mit unterstützen können wenn es brennt. Aber wenn ich jetzt an sowas haariges wie die letzten Jahre denke (einmal eine Blutvergiftung, dann mal ein gscheiter viraler Infekt mit guten 40 Fieber), dann bekomm ich jetzt schon graue Haare.

    Danke für die weniger schöne NAchricht … :huh:
    Da ich selbst die SB bin, kann ich natürlich viel selbst steuern und vermeiden. Heu gibts nahe an ad libitum, Stress eh sehr wenig, KF nur Hafer und den habe ich wegen beginnender Spinnerei teilweise wieder ausgetauscht gegen entzuckerte Rüschnis.
    Die Info mit der erneuten Gabe von magenunfreundlichen Medikamenten ist schon mal gut. Ich hoffe, er braucht nix für die nächsten Jahre …

    Ich meine auch das Zeuch heißt Equiox, höllenteuer in Einzelspendern …

  • schwarztier schwarztier sagt:

    Wie sind eure Erfahrungen mit Pferden die ein Magengeschwür hatten: ist es wahrscheinlicher das wieder eins auftaucht wenn ein Pferd vorbelastet war?

    Ja, lt. Ta (der mobil endoskopisch arbeitet) ist das Pferd immer wieder empfänglich, wenn a) nicht die Ursache beseitigt ist und b) und diese nicht dauerhaft ausgeschlossen wird.
    Z.B. wird mein Pferd auch im Sommer eine Box besuchen, um genügend Rauhfutter aufzunehmen. Das schafft das hiesige Gras einfach nicht. Zudem setze ich ihm keinen Stress mehr aus, auch nicht mal eine Runde um den Block zu drehen.

    Na, dann kann ich ja nur hoffen, dass ich einfach keine Medikamente mehr brauch, die auf den Magen gehen! und eine erneute längere Stehzeit gibt´s eh nicht mehr, der Herr wird 22 und den Stress werde ich ihm nicht mehr zumuten. Dann hopp oder topp :S

  • Avatar smilla1 sagt:

    Mein Bilbo hat seit zwei Tagen üble Bauchschmerzen, ist total abgeschlagen und groggy. Der TA war sofort gestern am Pferd und äußerte heute als Vermutung (da keine Darmverlagerung oder Verdauungsprobleme, gute Herz- u. Lungenwerte, Bauchweh direkt nach dem Fressen) Magengeschwüre. Bilbo bekommt nun Cimectin und ist unter ständiger Beobachtung. Gastroskopie wurde noch nicht gemacht, müssten wir erst in die Klinik fahren. Völliger Unsinn ohne Gastroskopie? Oh Mann, ich will da jetzt echt nichts falsch machen :no: :no: :seufz: . Kann ich fütterungstechnisch irgendetwas tun? Zur Zeit bekommt er Heu und Hafer. Hatte die Tipps hier gelesen http://www.freetrainingsystems.com/cms_joomla_fts/index.php?option=com_content&view=article&id=56&Itemid=56&lang=de , hat da jemand Erfahrung? *verzweifeltbin* Die Stressquelle ist übrigens ausgeschaltet. Mein Pferd hatte beim Füttern in der Box enormen Stress und konnte jetzt vor 2 Wochen in einen kleinen Offenstal (bei der gleichen tollen SB)l, wo alle Stresssymptome weg sind. Das ist wohl am allerwichtigsten?

  • Bille21 Bille21 sagt:

    Das Pferd einer Bekannten hatte so massive Probleme mit Magengeschwüren, dass er nicht mehr trank und deshalb mit einer Verstopfungskolik in der Klinik landete. Er hat dann auch Medikamente bekommen und wurde auf eine getreidefreie Fütterung umgestellt. Die Glucose im Getreide begünstigt wohl Magengeschwüre. Das Pferd bekam Heu, Luzerne und unmelassierte Rübenschnitzel und mind. 6 Wochen die Medikamente. Mittlerweile ist er wieder fit, aber die getreidefreie Fütterung hat sie beibehalten.
    Vielleicht wäre das zusammen mit dem Cimectin eine weitere Maßnahme – Hafer weg und Heu satt rein.

  • Avatar smilla1 sagt:

    So schlimm wie bei dem Pferd deiner Bekannten ist es zum Glück noch nicht. Bilbo zeigt zum Glück gut an, wenn es ihm nicht gut geht!

    Hm, dass Getreide nicht so geeignet bei Magengeschwüren ist, habe ich auch schon gelesen. Nur was soll er denn langfristig statt dem Hafer bekommen? Ganz schön schwierig…

  • Bille21 Bille21 sagt:

    Hm, dass Getreide nicht so geeignet bei Magengeschwüren ist, habe ich auch schon gelesen. Nur was soll er denn langfristig statt dem Hafer bekommen? Ganz schön schwierig…

    Gutes Heu, Luzerne(pellets), unmelassierte Rübenschnitzel, Leinöl und ein gutes Mifu – reicht in der Regel aus… Und wenn die Magengeschwüre wieder weg sind, kannst Du evtl. wieder auf Hafer umstellen, wenn Du meinst, dass es ohne den Hafer nicht geht.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    m, dass Getreide nicht so geeignet bei Magengeschwüren ist, habe ich auch schon gelesen. Nur was soll er denn langfristig statt dem Hafer bekommen? Ganz schön schwierig…

    Wenn du schon auf der Seite von FTS warst, dann sprich den Herrn Michael Schmidt doch mal an. Der gibt dir sicher gerne Auskunft. Und kompetent ist der allemal. :ja:

  • Avatar Pelle sagt:

    Völliger Unsinn ohne Gastroskopie?

    Mein TA erklärte mir das damals so, dass die Behandlung u.a. davon abhängt, wo das MG sitzt, z.B. ist Magenausgang ziemlich langwierig und kommt mit den Alternativen (Cimectin) kaum bei. Mit Pech geht dann die Schose wieder von vorne los.
    Ich habe daher eine machen lassen, hatte aber auch das Glück, dass er ein mobiles Gerät besitzt und ich nicht in die Klinik fahren musste (wieder extremster Stress für den armen Rasmus :rolleyes: ).
    GastroGard musste ich dann doch über einige Wochen geben, obwohl das MG recht klein war, aber die Symptome brauchten, um zu verschwinden (scheisse teuer, das Zeug).

    Kann ich fütterungstechnisch irgendetwas tun? Zur Zeit bekommt er Heu und Hafer.

    Hafer würde ich auch weglassen. Kurmässig Mash füttern. Ich fahre zusätzlich mit dem Fütterungstip von FTS gut, aber in reduzierter Menge. Nach einer Weile kann man ja wieder langsam Hafer zufüttern.
    Oder die Kartoffelflocken von Honeybear.
    Im übrigen gibt es auch keine Äpfel und Möhren mehr, wenn dann nur als Leckerlie.

    Die Stressquelle ist übrigens ausgeschaltet. Mein Pferd hatte beim Füttern in der Box enormen Stress und konnte jetzt vor 2 Wochen in einen kleinen Offenstal (bei der gleichen tollen SB)l, wo alle Stresssymptome weg sind. Das ist wohl am allerwichtigsten?

    Den Indikator auschalten muss(!) sein, sonst hat man immer wieder damit zu tun.
    Und leider einmal MG, sind die Pferde Magen/Darmtechnisch immer wieder empfänglich dafür.
    Iwest hatte auch mal einen guten Artikel dazu geschrieben.
    Alles Gute deinem Pferdchen!

  • Avatar smilla1 sagt:

    :hug: Vielen Dank schon mal. Das macht mich total fertig bei meinem jungen, eigentlich soooo fröhlichen Pferdchen :seufz: . Heute haben wir noch eine Heubox mit Fressgitter gebaut, um die Nachtfresszeiten zu optimieren. Ich wünsche Bilbo so feste, dass es bald besser wird!

  • Avatar Pelle sagt:

    Lt. TA sollte ein Pferd mit schon mal durchlebten Magengeschwüren nicht mehr 24h auf die Weide, sondern mehrere Stunden die Möglichkeit haben, Heu zu fressen (Rauhfasergehalt).
    Habt ihr trotzdem mal geschaut, ob es nach länger ausgeheilten MG möglich ist, das Pferd im Sommer auf rein Weide mit genügend Gras zu stellen? Kam es zu Gaskoliken?

    Bin gerade am überlegen, ob ich es wagen sollte. Pferd kam letzten Sommer nachts in die Box, ist aber schon bald ein Jahr symptomfrei. Als Auslöser war ja Stress, den es nicht mehr gibt :denk:
    Vielleicht gehen da die Meinungen auseinander?

  • Avatar Jette sagt:

    Die Stute einer Freundin von mir stand die letzten 2 Sommer 24 Stunden auf der Weide und hatte keinerlei Probleme. Bei ihr waren die Magengeschwüre wahrscheinlich ebenfalls durch Stress entstanden. Sie stand sogar während der gesamten Behandlung auf Magengeschwüre 24 h ohne Zufütterung von Heu auf der Weide.

  • Avatar Pelle sagt:

    Jette, danke!

    Zufüttern ist in der Weidesaison generell ein Problem, das wird nicht gefressen. Selbst die Heucops werden mit Geschmackszusatz irgendwann verschmäht.
    Ich bin unsicher, einerseits denke ich, ich probiere das mal, andererseits kommen meine Ängste hoch. Ich bin da echt unsicher geworden bzg. Bauchgefühl :nix:

  • Avatar Aragon sagt:

    Pelle: Haste mal einen Borreliosetest gemacht? Häufige Schlundverstopfungen, diffuse Lahmheiten und seltsame Symptome schreien immer danach … kommt gern auch in Kombi mit nem chronischen Herpesinfekt, die begünstigen sich gegenseitig, das würde dann die restlichen Symptome erklären. Kann ja völlig ungeachtet des Magengeschwürs (ist das sicher?) sein und sich auch durch Abstellen von Stressquellen bessern.

  • Avatar ines sagt:

    hast du den link zum iwest artikel? finde irgendwie nichts :wacko:
    habe auch ein pferd bei dem ich ein magengeschwür vermute (auffälliges koppen bei kraftfuttergabe als symptom) zur zeit steht die stute auf sommerweide mit phlegmatischem beisteller und heuzugabe. das reicht aber nicht, die stute ist zu dünn. zahnarzt kommt am freitag (stute ist 3 jahre alt)
    außerdem fällt auf, dass sie recht gut bemuskelt ist, obwohl sie nicht trainiert wird. sie scheint eine hohe grundanspannung zu haben 8o

  • Avatar Pelle sagt:

    Nein, Borreliose wurde nicht getestet, obwohl mir der Gedanke damals auch schon kam, aber dann verworfen. Frag mich nicht warum?!
    Borrelien sind bei Stressausschaltung weniger aktiv, habe ich das richtig verstanden?

    Im Endeffekt war das Magengeschwür nicht ganz so gross (Endoskopie wurde gemacht), er zeigte aber deutliche Symptome, so dass wir (nach Anweisung TA) auch verhältnismäßig recht lange mit Gastrogard behandelt haben.

  • Avatar Pelle sagt:

    hast du den link zum iwest artikel? finde irgendwie nichts :wacko: habe auch ein pferd bei dem ich ein magengeschwür vermute (auffälliges koppen bei kraftfuttergabe als symptom) zur zeit steht die stute auf sommerweide mit phlegmatischem beisteller und heuzugabe. das reicht aber nicht, die stute ist zu dünn. zahnarzt kommt am freitag (stute ist 3 jahre alt) außerdem fällt auf, dass sie recht gut bemuskelt ist, obwohl sie nicht trainiert wird. sie scheint eine hohe grundanspannung zu haben 8o

    Sehe gerade, die haben die Homepage geändert, aber ich glaube, der ist das: http://www.iwest.de/tl_files/iWEST/Downloads/Magengeschwuere_beim_Pferd.pdf Nach deiner Symptombeschreibung würde ich evt. auch auf MG tippen. Zeigt sie leer kauen, Holz nagen, Metall lecken? Muss garnicht auffällig sein, immer nur mal hier und da..heute nicht, morgen ja. Hohe Grundspannung gerade im Kruppenbereich, quasi „hochgezogen“ im Flankenbereich.

  • Avatar ines sagt:

    wollt so gerne mal ein foto machen, aber es regnet seit heute morgen :cursing:
    besonders auffallend ist eine enorme hinterhand bemuskelung wie ich finde, (vielleicht wird´s ja heute noch mal für eine weile trocken)
    beim kraftfutterfressen hört sie extra zwischendurch auf um zu koppen. ob sie metall leckt kann ich nicht sagen. sie hat in der paddockbox die boxenabtrennung mit der nase beschnobert um dann nach einer weile aufzusetzen. ich dachte sie hat noch keine „gute“ stelle gefunden 🙁 das hat sie am anfang öfter gemacht. mittlerweile steht sie auf sommerweide, da setzt sie auf der metallheuraufe auf, wenn man ihr kraftfutter gibt. als sie auf dem sandpaddock stand hat sie beim heufressen auch auf der heuraufe aufgesetzt, aber ruhiger als in der paddockbox.
    vielleicht sollte ich mal darauf achten, ob sie auf der raufe aufsetzt, wenn ich ihr auf der weide heu gebe.

  • Avatar ines sagt:

    der tierarzt war gestern da…
    es bestätigt meinen verdacht, dass sie dauerhaft bauchschmerzen hat. er meint aber, dass sie kein magengeschwür hat, weil die bescherden dann noch deutlicher wären. die hohe grundanspannung sah er auch

    therapievorschlag:
    weidegang mit heufütterung, nachts paddock mit gefüllter heuraufe (weil sie auf der weile nicht zu schlafen scheint), absolute stressvermeidung (herde anpassen), KEIN kraftfutter, dauerhaft kraftfutter ohne getreide füttern. Sie soll langsam angeritten werden, vielleicht wird sie zufriedener durch die arbeit.
    sein vortrag schloss mit den worten „… viel glück!“ 🙁

    zähne habt er gemacht, ostheopathin war da, dann gehts wohl los…

  • Avatar Pelle sagt:

    Ich kann nur sagen, dass Magengeschwüre nicht unbedingt mit deutlichen Symptomen einher gehen müssen. Meiner hat z.B. so gut wie keine typischen Magensymptome gezeigt, so dass man hätte darüber stolpern müssen.

    Die für dein Pferd empfohlene Therapie gilt auch für Magengeschwürpatienten, also kannst du im Prinzip nix falsch machen. Ich drücke die Daumen, dass es damit besser wird. Ansonsten mal mit Cimetidin probieren.

  • Avatar Weltsje sagt:

    Wie sollten die Beschwerden durch ein Magengeschwür denn nach Ansicht des Tierarztes noch „deutlicher“ sein :denk: ?

    Ich habe hier zwei Pferde mit nachgewiesenen Magengeschwüren und außer dass sie immer schlechter fraßen und irgendwie matt wirkten, merkte man denen auf den ersten Blick gar nichts an. Die eine Stute knirschte lehrbuchmäßig mit den Zähnen, nagte an Holz, kaute leer. Ihr Bruder zeigte diese typischen Symptome nicht.

    Meinen „Magenpatienten“ bekommt Weide, natürlich nach vorsichtigem Anweiden,immer am besten. Dazu bekommen sie morgens und abends ihr geliebtes Pü (eingeweichte Heucobs mit Kartoffelflocken) und damit gehts ihnen prima. Kraftfutter gibts kaum oder gar nicht.

  • Avatar ines sagt:

    vor einer woche hatte die gute eine dicke kolik, daraufhin habe ich die gastro gard gabe ohne gastroskopie durchgesetzt. seit mittwoch bekommt sie zusätzlich pronutrin. das gastrogard läuft samstag aus.
    weidegang habe ich eingestellt, das umstellen morgens raus, abends rein brachte zuviel unruhe 🙁 . jetzt steht sie auf einem großen paddock, bekommt heu satt und die medis. nach pfingsten kommt sie ein bischen in die arbeit. wenn das pronutrin anschlägt möchte ich es gerne weiter füttern.
    leider bekommt sie zur zeit wieder kraftfutter, damit die die medis frisst. nach pfingsten mach ich mir da gedanken über alternativen…
    bilde mir ein, dass sie zunimmt. eine blutuntersuchung die ich durchsetzte („wird nix ergeben!“) zeigte, dass sie einen massiven selenmangel hat, bekommt sie nun natürlich ebenfalls zugefüttert.
    und jetzt fahr ich in den urlaub und wünsche mir, dass die bis montag die stellung hält. mein LG hat das alles im blick …

  • Avatar Pelle sagt:

    Da war ja mal die Frage: nur 24h Weide und entgegen der Empfehlung Box/Weide.
    Ich habe ihn dann doch auf 24h Weide gestellt.

    Mein lieber Dicker hat die Sommersaison unbeschadet überstanden.
    Gefüttert wird täglich Rüschnies/Haferflocken/Öl. Er ist kurzzeitig ein biserl dick über den Sommer gekommen, aber so what. Der war ja mal abgeschrieben. Eisen halten auch, tickern tut er eigendlich nicht mehr, geht aber diskret arthotisch (Schulauge).
    Schön finde ich, dass er inzwischen absolut in sich ruht, ihm geht anscheinend nix verloren.

    Er „kann“ seine Herde weiter betreuen, Mein lieber Rasmus, mein Herzpferd und Lernmeister. :love:

  • Helios Helios sagt:

    Pelle, gute Entscheidung :hug:

  • Avatar ines sagt:

    meine stute habe ich auch irgendwann „experimentell“ auf die sommerweide gestellt und weggeschaut.
    sie erholte sich (figur war grenzwertig ok) stellte das koppen ein (!). Als ich ihren ständigen beisteller durch eine litze von ihr trennte (pony wäre fast geplatz – akute rehe gefahr) nahm sie sofort wieder ab.
    Mittlerweile reicht das gras nicht mehr, ich holte beide ans haus (ca 0,5 ha platz!) sie fing augenblicklich wieder an zu koppen. Zur zeit bekommt sie heu zur freien verfügung. Vor zwei tagen habe ich sie eingedeckt weil sie frierend (mit steifer muskulatur) auf dem paddock stand.
    blutwerte sind super, sie nimmt stetig ab.
    Vor zwei wochen habe ich sie gewogen: 160cm stm, 420 kg. Werde heute wieder wiegen fahren und den zwei wochen rhythmus beibehalten.
    und täglich grüßt das murmeltier 🙁

  • Avatar Pelle sagt:

    ines, das ist ja doof. 🙁
    Fütterst du denn ausser Heu noch was dazu?

    Helios *dreimalaufHolzklopfe* 8)

  • Avatar Pelle sagt:

    Ich habe mal eine Frage zu Rüschnis, Öl und Haferflockenfütterung:
    Ich füttere momentan keine Haferflocken mehr, sondern gequetschten Hafer und bemerke keine Verschlechterung.
    Frage für mich: kommt gequetschter Hafer den Haferflocken gleich da ja eh durchgekaut wird?

    Und wenn nicht, kann ich wieder auf normale Haferfütterung zurückgreifen, da ja die Stressfaktoren ausgeschaltet sind und keine Symptome mehr auftreten (seit ca. einem Jahr)?

  • Avatar ines sagt:

    Nachdem wir der stute neben heu satt dann auch rübenschnitzel jeden tag gefüttert haben nahm sie stetig zu. und wurde tatsächlich annähernd „normalgewichtig“!

    Die letzte funktionierende Haltung sah wie folgt aus: Box mit Betonpaddock und ca 20m Sandpaddock. Heu zur freien verfügung. Sie teilt sich die (große) Box nicht mit einem anderen Pferd, hat aber nebendran die esel bzw 3 jungpferde.

    da wir die ständige rübenschnitzelfütterung zu einseitig fanden haben wir die fütterung geändert. sie bekommt nun pavo care 4 life, ein futter gänzlich ohne getreide. Die Fütterungsempfehlung liegt bei ihrem gewicht bei 1 kg, sie bekommt mittlerweile über 2 da sie wieder abnimmt. 🙁 Sie trägt eine total dicke bucas decke und scheint trotzdem noch zu frieren. sie hat sogar am hals nur fell in dünner sommerfell-qualität :huh:
    Heute habe ich sie etwas geführt, da sie einen total steifen eindruck machte. nach einer weile wurden die bewegungen wieder flüssiger.

    ich vermute, dass sie durch das futter nicht genug energie für diese temperaturen bekommt. überlege ob ich sie mit in die hafer/gerste/mais fütterung nehme. das widerspricht zwar der idee dem pferd kein getreide zu füttern aber andere ideen hab ich zur zeit leider nicht. (habt ihr welche??)

    eine weile ist ihr die mähne ausgefallen und der mähnenkamm war angeschwollen und schuppig. (sie hat sich NICHT geschubbert!!) nach der gabe von Zink hat sich das gebessert- kaum noch schuppen, mähnenkamm annähernd normal, Mähne und schweif wachsen nach

    es fällt auf, dass sie zufriedener ist, wenn sie regelmäßig arbeitet (ist zur zeit erst anlongiert). kann im moment nicht mit den pferden arbeiten, ab märz soll sie angeritten und dann wider regelmäßig gearbeitet werden.

    PELLE: denke, dass du beim gequetschten hafer noch die „schale“ (wie nennt sich das?) mit dabei hast. wäre da vorsichtig aber wenn du keine verschlechterung festgestellt hast würde ich die fütterung ruhig so beibehalten.

  • Avatar Ynse sagt:

    Haferflocken hatte ich auch probiert,war nicht wirklich das edle.Meine Stute hat 3 Monate lang Magnoguard von mir bekommen-4 Wochen in voller Dosis und die restliche Zeit hab ich es langsam reduziert von 150 g bis hin zu 50 g pro Tag.Auf dem Beipackzettel stand das der Hersteller zu dem MG eine Haferfütterung empfehlen tut da im Hafer natürliche Schleimstoffe (?) enthalten sind.So bekamm sie früh von mir 2 handvoll Hafer und abends Mash mit etwas Hafer um die Pampe aufzulockern,eine tasse Öl und Maiscobs plus die jeweilige Dosis MG und weils besonders Magenfreundlich ist und da kaltes Saufen nicht gut ist bei Magengeschwüren braute ich ihr jeden abend einen 10 Liter Eimer voll Kamillentee. :rolleyes:
    Sie frisst wieder richtig gut,hat immer Heu zur Verfügung und nimmt zwar langsam aber stetig zu so dass die Rippen nur noch zu fühlen sind,wird frech und es kommt allgemein endlich Leben ins Pferd.Im Frühjahr will ich wieder mit longieren anfangen und spätestens Sommer kommt auf die alte Dame dann der Sattel (zum fast ersten mal :S )
    Ihre vielen vielen Schlundverstopfungen sind auch wesendlich besser geworden.jetzt kommts nur noch in der Rosse vor und dann aber nicht mehr fast jeden Tag.Allerdings reagiert sie auf Rübenschnitzel,Möhren und teils auf Apfel weshalb das vom Futterplan gestrichen ist.

  • Avatar Trulla sagt:

    ich vermute, dass sie durch das futter nicht genug energie für diese temperaturen bekommt. überlege ob ich sie mit in die hafer/gerste/mais fütterung nehme. das widerspricht zwar der idee dem pferd kein getreide zu füttern aber andere ideen hab ich zur zeit leider nicht. (habt ihr welche??)

    Wie wärs denn mit Rice Up als Kraftfutter ? ( Details lassen sich über die Herstellerseite googlen)

  • Avatar Furstenberg sagt:

    Warum nicht zusätzlich zu dem Pavo Müsli wieder Rübenschnitzel und Öl?
    Wenn es ihr mit Rübenschnitzel gut ging, dann könntest du ein Mineralfutter suchen, oder notfalls eins herstellen lassen, was den Calsium/Phosphor Haushalt ausgleicht. Dann ist daran doch nichts auszusetzen? Gibt wirklich ungesünderes Futter als Rüschnis…!
    Finde das Pavo Müsl sehr teuer, wenn du jeden Tag 2kg davon füttern musst…

    Das Rice Up ist auch teuer, aber viel gehaltvoller. Meiner mag das gerne! Wenn man die Gelegenheit hat, dss direkt vor Ort abzuholen, bekommt man einen Spezialpreis 😉

  • Avatar ines sagt:

    die stute bekommt zur zeit kein mineralfutter da ich keines gefunden habe, das nicht auf getreidebasis hergestellt wird.

    vielleicht ist das doch ne idee das pavo zu reduzieren und wieder rübenschnitzel zu füttern :denk: die frage ist nur ob das an energie reicht. in den schnitzeln ist doch auch nix drin, oder?

  • Avatar Furstenberg sagt:

    Schnitzel haben viel Restzucker und Zucker ist ein sehr guter Energielieferant! In Kombi mit Öl sitzt da schon ordentlich Power hinter! Sie hat doch“nur“ ein Magenproblem, oder auch ein Stoffwechselproblem? Die mini Menge an Getreide, die ein Pferd bei vielleicht 50g Mineralfutter zu sich nicht, sollte für keinen Rückschlag sorgen, oder? Während ein Mineralstoffmangel schon dazu führen könnte… Habt ihr ein aktuelles Blutbild? Wie ist dieses Mineralfutter: http://www.louven-shop.de/product_info.php/info/p3774_agrobs-naturmineral-naturbelassenes-mineralfutter-fuer-pferde.html

  • Avatar ines sagt:

    schnitzelfütterung habe ich wieder gestartet!
    reduziere nun das Pavo auf die fütterungsempfehlung, ich hoffe dass es der stute dann besser geht. 🙁

  • Avatar Furstenberg sagt:

    Deckt das Pavo bei Fütterungsempfehlung den täglichen Mineralbedarf?
    Ich hatte letztens auch einen Sack davon zur Probe (war im Angebot…). Mein Pferd liebt Müsli, bekommt es aber nicht. Ich wollte damit die Haferportion etwas strecken. Dieses Müsli fand er aber nicht sonderlich toll :nix:
    Mir ist der reguläre Preis zu hoch, um es noch mal zu kaufen denn letztlich ist da außer Luzerne- und Heuppellets, Halmen und Trockengemüse gar nicht so viel drin, was den Preis rechtfertigt und der kleine Sack wenig ergiebig…
    Warum setzt du den Schnitzel kein Öl zu? Ist doch ein optimaler Energielieferant.

  • Avatar ines sagt:

    die Lady hatte eine zeit lang die schnitzel verweigert wenn da auch nur ein tropfen öl drin war :S
    fange erstmal mit den schnitzeln ohne öl an und starte dann einen erneuten versuch

    laut vertrieb soll alles mit der fütterungsempfehlung abgedeckt sein. für uns ein grund mehr das pavo-müsli zu probieren. scheint aber zumindestens bei unserem pferd nicht hinzuhauen :huh:

  • Avatar metunja sagt:

    Ich hatte auch lange das PAVO und war immer zufrieden damit. Was ich sehr gut finde ist das diesem Müsli die „Geschmacksverstärker“ fehlen – z.B. kein versteckter Zucker (Melasse) und alles drin was Pferd braucht. Pferde die „geschmackvolleres“ Futter kennen brauchen sicher ihre Zeit bis sie sich an das „fadere“ Futter gewöhnen. Preislich kann ich keinen Unterschied feststellen, waren ca. 15,0€/Sack.

  • Avatar Ivy_90 sagt:

    Apfeltrester ist aber auch Zucker 😉

  • Avatar ines sagt:

    genaugenommen ist apfeltrester biomüll mit apfelgeschmack und fruchtzucker

    die lady zieht es vor die schnitzel überhaupt nicht zu fressen. werde sie probehalber mit gelierzucker versetzen X(

  • Avatar Ivy_90 sagt:

    Ich wollte jetzt nicht so direkt schreiben, dass das Abfall ist 😉 Meine Stute hat auch Probleme mit dem Magen und ich habe sie seit Mitte letztes Jahr auch getreidefrei, was ihr sehr gut bekommt. Ich gebe seitdem das Mühldorfer Low Glycaemic was sie gerne frisst (ist auch eher mäkelig und was nicht schmeckt wird rigoros verweigert). Dazu gibt es reichlich Heu, sie hat fast immer was zum Knabbern zur Verfügung, die Fresspausen somit sehr gering, kein Stroh, im Sommer noch Weide und ihr geht es damit sehr gut. Ich gebe auch recht wenig von dem KF-Ersatz da sie Rentnerin ist mit ihren 23 Jahren und eh mehr Energie hat als ihr gut tut 🙂

  • Avatar ines sagt:

    die Stute hat mein bitten und flehen erhört und frisst die Rübenschnitzel nun doch!
    Mit ein paar löffeln Gelierzucker versetzt schlürft sie die zuverlässig weg und sieht nun schon besser aus.
    Aktuell wird sie wieder verstärkt gearbeitet und auf das einreiten vorbereitet, bin gespannt wie sie sich entwickelt. Ich hoffe, dass jetzt ihr stoffwechsel in schwung kommt und die lady dann auch mit dem wetter besser klar kommt!

    gruß ines

  • Avatar ines sagt:

    die gute frisst die schnitzel nun zuverlässig und macht sich bei der arbeit auch gut. trotzdem scheint sie wieder bauchweh zu haben :maul: weiß der geier warum.
    Muskulär entwickelt sie sich gut und angemessen, ihr fell glänzt, sie hat etwas zugenommen.

    freitag kommt eine heilpraktikerin, vielleicht kann die was zaubern. mit ihr spreche ich auch die gabe eines magenmittels ab. gastro-care soll gut sein. kennt das irgendjemand? uns wurde vom tierarzt geraten eine 3 monatskur zu machen. 🙁

  • Avatar Trulla sagt:

    meine Freundin benutzt es bei ihrem Pferd nach Kolik OP und dort festgestellten Magengeschwüren.

    In der Klinik begann man mit GastroGard das hat sie noch 2 Wochen daheim weitergefüttert, danach kurte sie mit gastrocare weiter. Dann hat eine Bekannte ihr empfohlen tägl. 1 Eßl. Basenpulver aus dem Reformhaus zuzufüttern. Und : nur gutes Heu satt… Dieses Pferd sieht nach 5 Monaten besser aus als je zuvor. Wenn Du wissen willst aus welchem berühmten Stall diese Idee stammt gerne per PN… :whistling:

  • Avatar Pelle sagt:

    Ich habe von der monatelangen Rüschnifütterung vorsichtig auf Equigard gewechselt. Da es da keine Probleme gab, gibt es versuchsweise das Pavo c4l, da ich das Equi total überteuert finde. Zudem stinkt es extrem nach ätherischen Ölen.
    Zusätzlich fange ich jetzt das Füttern von Thymian an (Magen, Lunge).
    Heu gibt es weitgehend satt. Mal schauen.
    Bis jetzt trotzt er jeder Empfehlung von meinem TA. :nix:

    Rübenschnitzel werden übrigens sehr gerne mit einem Teeaufguss gegessen. :ja:

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