Das darf doch nicht wahr sein!

By Nici40 | Allgemein

Hallo Freunde,

ich muß mir den Frust jetzt mal schnell von der Seele schreiben !! 🙁 Mein alter, sehr guter Schmied ist vorzeitig wg. Krankheit in Ruhestand gegangen, also auf zur Suche nach nem neuen Schmied. Gar nicht so einfach, hat sich herausgestellt, da wir nur 2 „alte, erfahrene“ Schmiede hier haben und die beide voll waren und keinen mehr annehmen. Tja, es gibt einen neuen hier, der mir von mehreren Reitern empfohlen wurde. Also ich den Schmied bestellt und mein Fons wurde beschlagen. 2 Wochen später ging er nicht sauber (kein lahmen), zeigte aber keine Empfindlichkeit beim Abdrücken, Huf war nicht warm etc. Ich dachte, vielleicht ist er auf der Koppel ausgerutscht, oder sie haben ein bischen gerauft……. also schonen wir uns und gehen nur zusammen spazieren, Koppel und warten. Nach 1 Woche immer noch nicht besser, aber auch nicht schlechter. Dann also Ausschlussverfahren – als erstes Eisen hinten runter. Und was soll ich sagen – der Hufschmied zieht das Eisen ab und die Suppe läuft raus! :panik1: Gott sei Dank ist jetzt offen, das Sekret kann abfliesen und einen Tag später geht er wieder ganz normal. Mann – ich kann nicht verstehen, daß er beim Abdrücken keinen Zucker gemacht hat, das muß ihm doch weh getan haben ;( und ich warte da eine Woche anstatt daß ich die Eisen gleich runter machen lasse :nix: das passiert mir nie wieder. Und diesen Schmied lasse ich nicht mehr an mein Pferd, also weitersuchen und hoffen, daß einer der beiden „Alten“ sich erweichen lässt und uns doch mit aufnimmt. „Ich will meinen alten Schmied wieder haben!!!“ :bite: So, daß mußte mal raus….

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  • yeti sagt:

    das hatte ein pferd bei uns im stall kürzlich auch – und der schmied,der dieses pferd beschlägt, ist einer von den guten. muss also nicht am schmied liegen, sondern kann offenbar einfach vorkommen.

  • maurits sagt:

    ich würde dem Schmied jetzt nicht per se alle Schuld geben. Du meinst er hat vernagelt? Kann dem versiertesten Schmied passieren.
    Oder war das ein Hufgeschwür?

    Mein Gerrit hatte oftmals alte Hufgeschwüre, die mein früherer Schmied beim ausschneiden fand und immer vollkommen erstaunt fragte, ob das Pferd denn gelahmt hätte, den das hätte er tun müssen, hat er aber nie. Gerrit ist auch mit einem hochgradigen Hufrollenbefund an der Hufrolle noch größtenteils schmerzfrei gewesen da er da eine sehr dicke Sohle hat und entsprechend nicht empfindlich ist.

    Falke hingegen tritt nur auf einen Stein und läuft drei Tage auf drei Beinen und ist mega-empfindlich.

    Frag doch den Schmied mal direkt, was der dazu zu sagen hat, meist kann man das mit einem persönlichen Gespräch besser klären.

    lg
    maurits

  • Donnaluttchen sagt:

    Schließe mich Maurits an, wenns ein Hufgeschwür war, muss der Schmied nicht zwangsläufig Schuld sein….

  • Nici40 sagt:

    Hi Ihr,

    ich hab mit dem Schmied ja geredet, und er meinte nur er hätte das Eisen wohl etwas zu eng gemacht 8| und ist deswegen mit dem Nagel zu dicht an die Lederhaut gekommen, daß hat sich dann mit der Zeit entzunden :wacko: Ich hab ihn dann etwas „ausgefragt“, wie denn so eine Ausbildung als Schmied aussieht. Tja, beim Praktikum beim Schmied dürfen sie fast nicht ans Pferd ran, weil es zu lange dauert ?( und in der Schule in Berlin gabs zu wenig Pferde für alle zum üben :nix: . Bin echt geschockt gewesen. Und dann wird eben nach der Prüfung „geübt“ :cursing: Außerdem hatte ich ihn in den letzten 6 Wochen fast 14tägig hier, weil immer ein Eisen weg war. Ich hab zwei Jahre lang kein Eisen verloren und mit dem neuen Schmied jetzt alle zwei Wochen! Und alle zwei Wochen nageln ist ja auch nicht gerade das Beste. Fons ist eigentlich einer von den Empfindlichen, deswegen wundert mich das so, daß er nicht aufs abdrücken reagiert hat :no:
    Hab jetzt einen der beiden „Alten“ erweicht, er kommt nächste Woche uns schaut nochmal drauf und ich hoffe, ich hab dann einen neuen Schmied.
    Darf ich Euch mal fragen wieviel ihr für 4 neue Eisen bezahlt ? Hier sind Unterschiede von 50 % mehr üblich :panik:
    Gruß
    Nici

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Darf ich Euch mal fragen wieviel ihr für 4 neue Eisen bezahlt ?

    Ich zahle 105 € + Widea-Stifte.

    Das klingt ja nicht so toll. Drücke dir die Daumen, dass es bei dem „alten“ Schmied passt.

  • Geisterlicht sagt:

    Die Ausbildung zum Hufschmied kann sich sehr unterschiedlich gestalten. Idealerweise hat man vorher eine Ausbildung im Metallhandwerk gemacht, damit man überhaupt mit Metall vernünftig umgehen kann. Danach sollte man mit einem guten Schmied mitlaufen, der einem viel erklärt und zeigt und den Lehrling auch z.B. selbst ausschneiden läßt. Mit der Hufbearbeitung und dem Erkennen von Stellung und Laufverhalten steht und fällt das Ganze. Die Hufbeschlagschulen, durch die man hinterher für mehrere Tausend Euro durchmuß, sind noch mal ein anderes Thema.

    Manche Schwierigkeiten ergeben sich auch aus den Wünschen des Halters… Da müssen die Hufe unbedingt gleich groß aussehen, die Eisen dürfen nicht zu lang sein, weil sie sonst abgetreten werden. Dann wird gemault, weil die Eisen überstehen. Ergo werden die Hufe so bearbeitet, daß sie optisch annähernd gleich groß aussehen (u.U. zu Lasten des Hufs), die Eisen werden zu klein gewählt und irgendwann läuft das Pferd dann nicht mehr. Auch sehr beliebt: der Schmied nimmt nur wenig vom Huf weg, weil er befürchtet, daß das Pferd sich sonst bis zum nächsten Termin zu viel abläuft und klamm geht und der Besitzer meckert, weil der Schmied ja angeblich geldgeil ist und nur so wenig abnimmt, weil er möglichst oft wiederkommen will. Auch ein guter Schmied kann sich mal vernageln und wenn Du einen hast, der einen Fehler auch mal zugeben kann, dann hast Du zumindest schon mal einen, der menschlich nicht völlig verkehrt ist.

  • Chavez sagt:

    Ich weiß auch, was es heißt einen wirklich guten Schmied zu verlieren. Meiner ist vor ca. anderthalb Jahren weggezogen. Und da ging für mich auch die Suche los – ich habe mehrere ausprobiert, bevor ich eine gefunden habe, mit der ich zufrieden bin. Der andere hat meine Pferde ca. acht Jahre betreut, da lief alles wie von selbst. Das ist wie ein Lottogewinn 😀

  • Nici40 sagt:

    Da kannst du recht haben! Ich hoffe, mit dem „neuen Alten“ klappts dann wieder.
    Ich hab keine Sonderwünsche beim Schmied geäußert – ich wußte nicht mal, daß man einem Schmied sagen kann ich will die Hufe gleich groß haben :huh: mein alter Schmied hätte mir was erzählt wenn ich sowas geäußert hätte! :irre:
    Naja, ich wasch jetzt jeden Tag aus, das Nagelloch ist offen, es kommt aber seit heut keine „Suppe“ mehr raus und er belastet auch wieder normal. Vielleicht sind wir nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen :whistling:
    lg
    Nici

  • Talimeth sagt:

    Liebe leute,

    manchmal muss man Glück haben. Als Conversano Tesalia bei mir und ich in der Reitanlage von Freunden einzog, fand ich zunächst keinen Schmied. Natürlich musste est mal ein Eisen abgehen. Was dan geschah, war eine Tragödie des Berufsstandes-Schwamm drüber. Meine Ex schickte mir dann ihren Hufpfleger. Gegen den Rat von Tierärzten und anderen Randgruppen der Gesellschaft ( 😀 😀 ) musste ich auf Eisen verzichten. bei einma anderen Pferd von mir auch, der orthopädischen Beschlag hatte. Nun eigentlich müssten nach tierärztlicher Auffassung beide Pferde platt sen. Aber- sie sind fit wie nie zuvor. Der Hufpfleger, ein wahrer Pferdemensch mit Bodenhaftung, kommt beabsichtigt alle drei, de facto dann doch alle 4 1/2 Wochen zu uns. Das rechne ich ihm auch sehr hoch an, kommt er doch von über 120 km angefahren.

    Und wenn wir ehrlich sind: Barhuf kann ja ncht ganz verkehrt sein. Während dieser Umstellungsphase habe ich dann von einem Seminar an der TiHo in München gehört, wo es über den Beschlag ging. Man höre und staune: Dort wurde sinngemäß gesagt, dass der Beschlag eine traditionelle Behandlung sei. Gäbe es sie nciht schon, würde man den Beschlag gar nciht mehr einführen. Denn u.a. die Belastung der gelenke durch die Fliehkraft sei ein viel zu großer Nachteil.

    Gruß Talimeth

  • casper109 casper109 sagt:

    Das ist interessant.
    Ich habe auch ein Pferd bei welchem mir gesagt wurde wir müssten zumindest vorne weiter beschlagen.
    Ich habe aber, da er ja über den Sommer nicht geritten wurde, dankend abgelehnt und heute meinte meine Schmiedin „super! langsam bekommt er Eckstreben, es geht voran und die Hufe sehen gut aus“ 😀
    Tja manchmal lohnt es sich nicht auf die Experten zu hören :bite:

  • Pelle sagt:

    Meine Ex schickte mir dann ihren Hufpfleger. Gegen den Rat von Tierärzten und anderen Randgruppen der Gesellschaft ( ) musste ich auf Eisen verzichten. bei einma anderen Pferd von mir auch, der orthopädischen Beschlag hatte. Nun eigentlich müssten nach tierärztlicher Auffassung beide Pferde platt sen.

    Und dem stehe ich inzwischen skeptisch gegenüber.
    Orthopädischer Beschlag hielt trotz unterschiedlich und weitgehend vernünftigen Schmieden nicht. Gangbild gut, aber alle paar Tage Eisen suchen ist auch nicht das Gelbe, mal von den Kosten abgesehen.

    (Eine NHS zwischendurch wurde dazugezogen, da wurde er nach 2-3 kurzen Intervallen deutlich lahm, die Hufe schief).

    Nach Eisenabnahme nach ca. einem Jahr Versuch (hatte aufgegeben, „lauf, oder stirb“) kein Lahmen über ca. ein Jahr, dann chronische Verschlechterung.
    Neuer Schmied lässt die Eisen halten, aber leichtes Tickern bleibt.

    Frage bleibt, ob ich das Pferd lauftechnisch stabil gehalten hätte, hätte ich einen passenden Schmied und auf weiterer Eisenaufnahme bestanden hätte.

  • rita sagt:

    Wir hatten vier veschiedene, bis wir unseren TRAUMSCHMIED fanden 🙂 Der erste hat unsere Stute auch vernagelt, und hat sich geweigert zuzugeben, dass er Schuld daran hatte. Wir zahlen 90 für den glatten Beschlag, Widiastifte oder Stollen oder Gummi natürlich extra.

  • nisenase sagt:

    ich zahle 75 für 4 eisen und 45 für zwei. Barhuf ausschneiden kostet 25. Den Schmied hab ich schon 10 Jahre. Ich hatt eihn schon als er noch gar nicht ausgelernt hatte, da hat er schon mein barhufpferd ausgeschnitten, damals hat es 15 € gekostet 😉 Hatte auch noch nie Probleme!!!! und bekomme häufig zu hören (auf Turnier), dass mein Pferd schön auf den Hufen stehe…..
    Ich lasse über Winter die Eisen immer ganz unten und diese Saison hatte ich nur vorne welche drauf.
    Nächste Saison versuch ich mal ganz ohne zu bleiben…..

  • kitiara sagt:

    Die Erfahrung das es ohne Eisen manchmal besser läuft haben wir an unserem Stall auch.
    Einmal die Friesenstute die unter einer Athrose leidet. Die geht ohne Eisen deutlich besser und
    geschmeidiger. Mit Eisen vorne stockt sie leicht im Schritt.
    Über Winter gehen alle Pferde bei uns barhuf.

    Zweites Beispiel die Zweibrücker Stute unserer SB, diese hat eine ganz miese Hornqualität, immer schon.
    Letztes Jahr ging sie sehr lange ohne Eisen und in dieser Zeit hat sich die Qualität stark verbessert.
    Das Pferd war bis dahin immer beschlagen und selten ohne Eisen. Sie wird jetzt auch nur noch vorne
    beschlagen und diesen Monat kommen die Eisen ganz runter. Dann kann sich der Huf wieder erholen.
    Manchmal is es gar nicht so verkehrt mal umzudenken. 🙂

  • Talimeth sagt:

    @Pelle: Selbstverständich wurden die Pferde und werden fachtierärztloich betreut. Faktum ist, dass die Pferde innerhalb der letzten 1 1/2 Jahre besser wurden.

    Gruß Talimeth

  • Nicoletta sagt:

    @nici: wen hattest du denn da als schmied?
    wenn du niemanden findest, dann kann ich dir gerne die nummer meines schmiedes geben. einfach pn schreiben an mich. den schmied hab ich jetzt seit fast drei jahren, nachdem mein alter schmied auch in rente gegangen war. der senior-friesmann hat bei mir nur vorne eisen drauf und der jungspund läuft barfuß. hatte mit beiden noch nie probleme…

    kann aber wirklich sein, dass dein schmied nix dafür kann. sowas mit hufgeschwür kann einfach passieren!

    lg manu 😀

  • Nici40 sagt:

    Hi Manu 😉 ,
    hast ne pn!

    Ich hab bis jetzt 75 Euro für 4 neue Eisen bezahlt, der „neue Alte“ verlangt 120 Euro. Find ich a bisserl viel! Aber – was soll ich sonst machen X(

    lg
    Nici

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