Brauche Hilfe bei der Erziehung.

By SmoothSparkle | Archiv: Ausbildung

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Hallo ihr lieben, ich eröffne hier mal ein Thema, da ich im Moment nichts vergleichbares gefunden habe was mir an dieser Stelle weiter helfen kann.

Kurz zur Vorgeschichte, ich habe mir im Oktober eine neues Pferd gekauft. Ein 1 1/2 Jährigen Quarter Horse Wallach, der auf den Namen Smooth Sparkle hört. Sparkle war da sehr ruhig und sensibel. Ich holte ihn ziemlich schnell zu mir. Auch hier zeigte er sich als Goldkind. Jetzt seit 4 Wochen scheint er sich richtig eingelebt zu haben. IHn auf die Wiese bringen endet meist in einem Krampf… Er steigt, tritt nach vorne aus und bockt. Ich bin erlich gesagt etwas überfordert. Wollte natürlich nicht auf das Pferd einprügeln, sowas macht man nicht… Habe ihn dann angebrüllt :hurra: was ihn natürlich nicht beeindruckt hat. Eine bekannte zeigte mir das einige Dinge des Horsemanship. Das mach ich jetzt seit zwei Wochen. Es zeigt sich eine Verönderung Sparkle ist etwas ruhiger geworden und er lässt mit sich arbeiten. Wenn er bockt, tritt oder steigt, longier ich ihn um mich herum oder wechsel die Richtung. Klappt ganz gut.
Mein Problem ist trotz allem der Weg zu Wiese, ich kann tausend mal dran vorbei gehen, dennoch knallt ihm jedes mal die Sicherung durch. Die Situationen sind jedes mal mega gefährlich. Ich habe keine ANgst vor ihm, dennoch respekt das er mich trifft. Mit diesem Beitrag hoffe ich, dass ihr mir igrnedwie helfen könnt, mein noch sehr junges Pferd zu erziehen…
Ich danke schonmal im voraus :attack:

  • Avatar Ilustre sagt:

    Ich an deiner Stelle würde mir einen kompetenten Trainer für Bodenarbeit suchen und mit dessen Unterstützung die basalen Dinge des täglichen Umgangs, die ein Jungpferd können sollte, trainieren. Junge Pferde brauchen klare und konsequente Ansagen. Der Trainer wird dir die entsprechende Unterstützung geben können.

  • gitana gitana sagt:

    Vielleicht müßte man auch mal vorsichtig nach Haltung und Pferdegesellschaft fragen … :look:

  • Avatar Luppi sagt:

    Kann mich da Gitana nur anschließen!
    Wie lebt der Junge Wildfang denn derzeit??
    Hat er gleichaltrige Spielgefährten und genügend Auslauf?

  • Avatar winterquell sagt:

    Ich an deiner Stelle würde mir einen kompetenten Trainer für Bodenarbeit suchen und mit dessen Unterstützung die basalen Dinge des täglichen Umgangs, die ein Jungpferd können sollte, trainieren. Junge Pferde brauchen klare und konsequente Ansagen. Der Trainer wird dir die entsprechende Unterstützung geben können.

    Sehe ich auch so.Für mich ein klarer Fall für einen Profi!Das Ganze kann ja gewaltig ins Auge gehen :panik1: .Vermutlich wusste der Verkäufer,was er da verkauft hat……..es gibt gute Trainer,die das hinkriegen und ich denke,das Geld ist gut angelegt!
    Ein bisschen horsemanship wird da nicht reichen……bei den QH gibt´s schon knackige Kameraden!

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Steinigt mich, aber ich bin der Meinung, das das Pferdchen in eine Aufzuchtsherde gehört, in der er lernt, das man Respekt zu haben hat.

    Dann schlägst du 2 Fliegen mit einer Klappe, dein Pferd wird erzogen und du brauchst ihn nicht zur Weide bringen.

  • Avatar SmoothSparkle sagt:

    Ich danke euch erstmal für eure Antworten…

    Als ich ihn gekauft habe lebte er mit 10 weiteren Junghengsten zusammen… Im moment mit einem Wallach der zwar schon 17 Jahre ist, aber ein richtiger Araber und auch bereit mit dem Jungen zu spielen. Desweiteren steht er mit zwei Kaltblutstuten zusammen, die ihn aber zu erziehen versuchen, als mit ihm spielen 😉

    Ja über Professionelle Hilfe habe ich nachgedacht, da wie ihr schon sagt, dass auch schnell ins Auge geht. Das Problem ist im moment jedoch wo find ich den? Bin noch auf der Suche…

    Dazu muss ich noch sagen, dass er in der alltäglichen Arbeit ein Goldkind ist, er macht alles was ich möchte, ist sehr aufmerksam und bereit neues zu lernen. Nur in Richtung WIese knallen seine Nerven durch. Bei seinem Züchter hat er zwar gelernt das es Halfter gibt, dennoch wurden sie nie geführt nur angebunden. Um die Pferde auf die Weide zu bringen wurden einfach die Stalltüren geöffnet und dann konnten sie auf die Wiese. Das kann ich ihn halt nicht bieten ;(
    Ich glaube mir fehlt auch einfach die Erfahrung für ein Junges Pferd, meine Stute habe ich zwar bekommen als ich 3 Jahre alt war, die Erziehung hat jedoch meine Familie damals übernommen :red:

    Ich bin sehr dankbar für eure Kommentare und versuche dieses mal umzusetzen…
    Dankeschön

  • Avatar SmoothSparkle sagt:

    ach was ich noch vergessen habe…
    Ich versuche ihn täglich raus zu bringen, bleibt dann meist 4-8h draußen, je nach Wetter…. Dort spielt er dann mit dem Araber und rasen erstmal ne ganze weile über die Wiese. Natürlich gibt es Tage an denen er nicht raus kann, da versuche ich dann mit ihm spazieren zu gehen, ihm neue Dinge zu zeigen oder lasse ihn auch mal auf der WIese laufen so das er sich ordentlich auspowert. Eigentlich steht er keinen Tag in der Box und muss sich langweilen.

  • Avatar SmoothSparkle sagt:

    Nochmal an dat_julschen.
    du hast definitiv recht und musst dich nicht steinigen lassen. :thumbsup:
    Ich habe ihn ja von einem Züchter aus einer Herde mit Junghengsten… ich wollt ihn da ja auch stehen lassen, bis er 2 1/2 ist… das Problem war, das die Herde aufgelöst wurde und alle verkauft wurden. Sparkle hätte also auch bei ihm nicht zwischen Gleichaltrigen stehen können. Die andere Herde bestand auch nur aus älteren Pferden. In meiner Nähe gibt es zur zeit auch keine Herde mit gleichaltrigen oder ein anderes Pferd welches in seinem Alter ist…alles etwas sehr schwierig. Dennoch ist der Araber der mit ihm draußen steht immer wieder bereit mit ihm zu spielen, auch wenn dieser nicht mehr der Jüngste ist. Arabaer kann zwar keinen Kumpel ersetzen, aber es ist im moment meine einizige Lösung…

  • Avatar Akascha sagt:

    Dazu muss ich noch sagen, dass er in der alltäglichen Arbeit ein Goldkind ist, er macht alles was ich möchte, ist sehr aufmerksam und bereit neues zu lernen.

    :denk: was ist das für eine alltägliche Arbeit? Wie alt ist das Pferd? 1 1/2 Jahre?

  • Avatar SmoothSparkle sagt:

    Die alltägliche Arbeit…okay, ich versuche jeden Tag etwas anderes zu machen. Ich gehe viel mit ihm spazieren, zeige ihn STraßenverkehr und all solche Dinge. Ich putze ihn (kannte er vorher auch nicht), ich mache einfaches Führtraning mit ihm, also stehen bleiben, rückwärts gehen und noch andere DInge. Dann bring ich ihn auch mal allein auf die Wiese, wo er sich mal austoben kann und auch mal lernt, dass er auch mal allein wohin gehen muss. Mitlerweile kennt er es, eine Decke aufgelegt zu bekommen, oder Bauchgurte um zumachen. Solche Dinge versuche ich täglich zu machen.
    Ja das Pferd ist 1 1/2, najagut er wird bald zwei 8)

  • Avatar Raubertochter sagt:

    ehrlich gesagt empfinde ich 4-8h weide mit einem (!) älteren pferd für einen jungen hengst als nicht ausreichend.
    ich glaube ich würde ihn, zur not auch weiter weg, in eine herde mit mehreren gleichaltrigen und auch mehreren älteren pferden stellen. und zwar möglichst 24h draußen.

  • Avatar SmoothSparkle sagt:

    Er ist kein Hengst mehr… mitlerweile seit drei Monaten kastriert.
    Zu dem Weidegang kommt noch meine „alltägliche Arbeit“… wenn ich könnte würde er länger raus, aber die Wiesen geben im Moment nichts her, wir füttern zwar zu, aber durch die Matsche sind die Wiesen so kaputt, dass das für die Pferde auch nicht der brüller ist.

  • Avatar Araber_fan sagt:

    Ichvermute mal das er evt. Schlechte erfahrungen gemacht hat!
    :attack:

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Nochmal an dat_julschen.
    du hast definitiv recht und musst dich nicht steinigen lassen. :thumbsup:
    Ich habe ihn ja von einem Züchter aus einer Herde mit Junghengsten… ich wollt ihn da ja auch stehen lassen, bis er 2 1/2 ist… das Problem war, das die Herde aufgelöst wurde und alle verkauft wurden. Sparkle hätte also auch bei ihm nicht zwischen Gleichaltrigen stehen können. Die andere Herde bestand auch nur aus älteren Pferden. In meiner Nähe gibt es zur zeit auch keine Herde mit gleichaltrigen oder ein anderes Pferd welches in seinem Alter ist…alles etwas sehr schwierig. Dennoch ist der Araber der mit ihm draußen steht immer wieder bereit mit ihm zu spielen, auch wenn dieser nicht mehr der Jüngste ist. Arabaer kann zwar keinen Kumpel ersetzen, aber es ist im moment meine einizige Lösung…

    Naja, optimal ist das nicht, aber besser als nix.

    Ich befürchte allerdings, das dein Pferd durch dein Training, dich zu sehr als Kumpel und nicht als ranghöheren Zweibeiner sieht.

  • Avatar SmoothSparkle sagt:

    Das seh ich auch so…. hat einer eine Idee was ich dagegen machen kann? ich bin, wie man es vielleicht lesen kann, bemüht ihm das beste zu geben… Ich werde mal weiter suchen ob ich eine Herde in der Nähe finde, wobei ich dann in der Zeit nicht viel mit ihm machen kann… Dann würde ich ihn in einem Jahr wieder zu mir holen und dann mit dem EInreiten beginnen?
    Gleichzeitig guck ich mal nach professioneller Hilfe… vielleicht hilft mir das auch schon etwas…

  • Avatar SmoothSparkle sagt:

    Wie meinst du schlechte Erfahrungen? ich vermute, dass er es noch nicht anders kennt ;(

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Ich werde mal weiter suchen ob ich eine Herde in der Nähe finde, wobei ich dann in der Zeit nicht viel mit ihm machen kann… Dann würde ich ihn in einem Jahr wieder zu mir holen

    Das scheint mir die beste aller denkbaren Lösungen! „Alltägliche Arbeit“ ist für einen knapp Zweijährigen absolut nicht das Richtige.

    Gleichzeitig guck ich mal nach professioneller Hilfe

    Das ist eine sehr gute Idee, wenn Du ihn dann wieder zu Dir holst, und vielleicht kannst Du ja vorher bei dem schon was lernen.

  • Avatar SmoothSparkle sagt:

    ich versuch es mal und gebe dann Info….danke an euch :attack:

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Wenn dein 1,5 jähriger weiß das das Halfter ihn nicht tötet und er sich anfassen läßt, würd ich mal gar nichts machen. Bauchgurt einfach weg lassen….

    und such ihm nen Aufzuchtsplatz und wenn der nicht ums Eck ist, ist auch nicht schlimm, der kleine Kerl braucht dich im Moment einfach nicht jeden Tag.

    In welcher Region wohnst du denn?
    Vielleicht weiß hier ja jemand nen Aufzuchtsplatz.

  • sweltsje sweltsje sagt:

    Ich hab schon öfters gehört, dass mit Quaterhorses sehr früh angefangen wird zu arbeiten. Du klingst aber nun nicht so, als hättest du eine ehrgeizige Show-Karriere vor oder so. Ich würde Dir dringend empfehlen, das Jungpferd in eine artgerechte Aufzucht zu geben. Auch wenn das so weit weg ist, dass Du ihn dann eben für ein Jahr nur am WE mal besuchen kannst. Das macht dem gar nix, sofern der Aufzuchtplatz ordentlich ist. Und ich denke wirklich, dass Du Dir so einen monatelangen Eiertanz, „was-mit-dem-Jungspund-machen-weil-eigentlich-nix-richtig-ist-und-nix-richtig-geht“ ersparst. Was ein Pferd in diesem Alter braucht ist nicht putzen, führen, longieren oder spazieren. Sondern raufen und toben mit anderen. Du störst da als Mensch eigentlich mehr, und das kriegst du nun zu spüren. Der Zosse ist ganz normal! :friend:
    Eine frühere Stallkollegin hat einen Dreijährigen, der bis zweieinhalb in der Herde aufwuchs, und dann doch nochmal richtig rüppelig war, und sich angewöhnt hatte fies zu beissen, nochmal weit weg in eine Aufzucht gebracht. Als sie ihn nach einem Sommer abholte, war der wundergeheilt. Nix beissen mehr! Der muss an einen geraten sein, der ihm entschieden die Meinung gegeigt hat, als er so frech gebissen hat. 😀 Der war kuriert, und die Besitzerin hatte keine Mühe, das hat sie sozusagen auf natürlichem Wege gelöst… 😉

  • anchy anchy sagt:

    Denke auch, dass die Probleme ursächlich in der Haltung liegen. Zu jung aus der Herde weg, zu wenig draussen und sage mal, wann ist denn der kastriert worden? Wenn der jetzt 1 1/2 ist!?
    War er so hengstig oder was war los, weil ich das schon früh finde.

    Bodenarbeit würde ich in dem ALter echt die Finger von lassen, ebenso Dominanztraining, das braucht er einfach noch nicht, er ist ein Baby und benötigt für seine Reifung Spielkameraden. Die Betonung liegt im Plural 🙂

    Liebe Grüße

  • Avatar Araber_fan sagt:

    Wie meinst du schlechte Erfahrungen? ich vermute, dass er es noch nicht anders kennt ;(

    Geschlagen, getreten… :stein:

  • Avatar Mumpitz sagt:

    wann ist denn der kastriert worden? Wenn der jetzt 1 1/2 ist!?
    War er so hengstig oder was war los, weil ich das schon früh finde.

    Vor drei Monaten, schrieb sie. Früher war es, zumindest in der deutschen Warmblutzucht, üblich, die Hengstfohlen, die nicht für die Zucht in Frage kamen, im Frühjahr nach ihrer Geburt, also mit ca. 9-12 Monaten zu kastrieren, was auch keine Probleme gemacht hat. Im Gegenteil: Die OP war Risiko-ärmer. Ich persönlich finde die „frühe“ Kastration nicht unbedingt nachteilig.

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Wie meinst du schlechte Erfahrungen? ich vermute, dass er es noch nicht anders kennt ;(

    Geschlagen, getreten… :stein:

    Ich denke, eher nicht. Er ist einfach frech und unerzogen, wie es ihm in seinem Alter (in „vernünftigen Grenzen, natürlich) auch zusteht. Viele Menschen sind immer sehr (zu) schnell bei der Hand mit der Begründung/Ausrede: „Der ist mal schlecht behandelt worden, oder hat mal was Schlechtes erlebt“, wenn Tiere ein Verhalten zeigen, das nicht gefällt.

  • anchy anchy sagt:

    Die OP war Risiko-ärmer. Ich persönlich finde die „frühe“ Kastration nicht unbedingt nachteilig.

    Aber werden die dann nicht irgenwie hochkantik und eher typlos?

  • GidranX GidranX sagt:

    Gib den bloss so schnell wie es geht in eine Aufzuchtherde.. Bei jemandem der schon lange mit rotzigen Halbstarken zu tun hat… Dann lernt der auch den Weg zur Weide anständig zurück zu gehen, wenn er sie dann mal verlassen muss.

  • Avatar waikiki sagt:

    mein schwiegervater hatte immer drei bis 6 pferde, also selten eine „herde“ für junge wilde.

    die hengste wurden problemlos recht früh kastriert, siehe mumpitz- sie waren im matschwetter auch nur wenig draußen- wie wohl auch bei vielen züchtern-(was ich im münsterland bei unserer pferdesuche gesehen habe waren überfüllte laufställe, die ich mir als aufzucht nicht wünschen würde)

    da gab es nie eine frage, die waren ganz früh halfterführig und wurden auch ganz jung schon mal spazierengeführt oder longiert, wenn der weidegang begrenzt war.

    alle pferde waren komplett umgänglich,klar im kopf,und sozial mit andern pferden.

    ich würde keinen grund sehen, einen 2.5j nochmal irgendwohin wegzustellen. niemalsnich.

    ein pferd ist kein wanderpokal und verdient ein zuhause.

    da kann man wohl doch schon an der erziehung arbeiten.das pferdchen steht ja nicht in einzelhaft ,hat pferdegesellschaft und kommt raus.das sollte funktionieren.- wenn nötig mit kompetenter hilfe.

  • anchy anchy sagt:

    ich würde keinen grund sehen, einen 2.5j nochmal irgendwohin wegzustellen. niemalsnich.

    Der ist aber wohl etwas über 1 1/2!
    Da brauchen die Kumpels, an denen sie sich reiben, ehrlich, ich glaube nicht, dass ein älterer Wallach die ersetzt.
    Ich habe das heute wieder gesehen, als ich ANduryn in der Aufzucht besuchte. Da ist ein ständiges Messen und aneinander versuchen. Und wenn die Möglichkeit fehlt, muß der Mensch herhalten, was dann eventuell zu den beschriebenen Problemen führen kann aber nicht muß.

    LG
    Anchy

  • Avatar kathi87 sagt:

    Hallo,
    schließ mich Waikiki mal an, Carlos war auch nie in einer Aufzuchtsherde sondern in einer komplett gemischten Herde mit einem jüngeren der 4 Jahre war und dann aufwärts vom Alter her alles bis knapp 25 Jahren… Auch er ist groß geworden und musste bis knapp 3 Jahren noch nichts großartiges tun, klar gehörte Anbinden, Putzen und Führtraining von anfang an dazu aber mehr hab ich dann erst mit knapp 3 Jahren gemacht, ihr könnt mich jetzt gern rund machen, aber ich weiß JETZT das ich es NIE anders machen würde!! Ich habe einen gut erzogenen und braven Jung Wallach (gut das steigen war ein kleines Problem aber mittlerweile haben wir das Super im Griff, dank einigen Leuten hier) der alles mit und für mich macht. Leonhardiritt haben wir gemeistert obwohl er damals erst 3 Monate unter dem Sattel war sowohl super tolle Ausritte! :love:
    Ich denke auch in einer gemischten Herde werden Sie erwachsen!!
    Hab schon andere Sachen von einer Aufzuchtsherde erlebt dank meinem Vater, der seine Fohlen in die Berge zur Aufzucht brachte und wie die zurück gekommen sind… NEIN Danke!!! :cursing:

    LG

  • Avatar rita sagt:

    Die neuesten Forschungen zeigen, dass sich die Fohlen besser in einer gemischten Herde entwickeln, als bei Gleichaltrigen.
    Leider ist das bei den Hengstfohlen unmöglich, deswegen müssen sie in eine Aufzucht, wo leider nur Gleichaltrige sind. Der Kleine ist aber doch schon ein Wallach. Da wäre aber trotzdem professionelle Hilfe ratsam, damit du weiss wie du mit ihm umgehen sollst.
    Übrigens: in USA werden die QH Hengste schon zum Teil mit ca.3-6 Monaten kastriert.

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Also definieren wir mal Aufzuchtsherde:

    andere Pferde wären schon toll!

    Granit ist mit einem gleichaltrigen auf einer großen Weide groß geworden und ist auch super geworden…..
    Allerdings denke ich eine Aufzuchtsherde, ob nun gleichaltrig oder gemischt, wobei ich das auch für besser halten würden, einfach damit Herr Pferd nicht nur 4 Std raus kommt und damit es der TE leichter fällt, Pferd mal Pferd werden zu lassen, in dem Alter das beste was man machen kann.

  • Avatar Weltsje sagt:

    Sehe ich genauso.

    Ein Jungpferd gehört ohne wenn und aber in eine Aufzuchtherde und nicht in eine Box mit wenigen bis gar keinen Stunden Auslauf am Tag. Eine Aufzuchtherde kann gerne gemischaltrig mit aber mindestens einem gleichaltrigen Pferd sein. Das ist einfach unersetzlich für die unter jungen Hengsten (Wallachen) für die geistige, soziale und körperliche Entwicklung notwendigen Hengstspiele. Was ein 1 1/2 jähriges Pferd ganz sicher nicht braucht, ist eine eifrig rumerziehende Besitzerin.

    Meine Junghengste wachsen bis 4jährig in einer gemischtaltrigen Wallach-/Hengstherde im Offenstall mit unterschiedlichen Böden, ohne Mistmatratze, auf.

    Interessant ist, dass in 20 Jahren nicht ein einziges derartig aufgezogenes Pferd jemals gelahmt hat wegen Sehnen-/Bänder-/Knochengeschichten. Die einzige Lahmheit, die meine Pferde jemals hatten war mal ein Hufabszess. So ganz verkehrt scheint diese Art der Aufzucht wohl nicht zu sein :denk: .

  • GidranX GidranX sagt:

    Sagen wir mal so, ich finde gemischte Herden super. Wenn genügend Gleichaltrige vorhanden sind. Aber ganz sicher nicht in einer Pensionspferdehaltungs-Gruppe. Mit nur einem Spielkumpel wäre mir das Ganze ebenfalls viel zu unsicher aufgestellt.. Der ist mal schnell weg aus vierlerlei Gründen und wenn es nur für eine Zeit wegen Krankheit ist, der andere steht da meist mit traurigem Gesicht.. :nix: Im übrigen würde ich HIER z.B. keinen Stall finden, der jetzt im Winter derartig viel Auslauf mit entsprechendem Platzangebot zur Verfügung stellt.. Da ist der Auslauf auf wenige Stunden begrenzt, und in der Regel auch nur auf einem kleinen Paddock. Die Unruhe in diesen Gruppen ist immer sehr groß da ein ständiges Kommen und Gehen herrscht, täglich (Pferde werden zum Reiten geholt) und auch ansonsten doch eine andere Fluktuation herrscht.. Damit steigt bei der eingeschränkten Platz-/Auslaufsituation auch immer ganz schön das Verletzungsrisiko, zumal es genügend Pferde gibt, die ungeniert auch auf die Kleinen losgehen..
    Da ist ein Aufzuchtbetrieb in allen Punkten in der Regel besser auf die Bedürfnisse eingestellt. Die Gruppe/Herde wird nur wenig bis gar nicht gestört. Wenn mal ein Kumpel „verloren“ geht, sind genügend Ersatzkumpel da. Die Herdenhaltung sollte ja nun auch nicht in Stress für den Kurzen ausarten.

  • Avatar SmoothSparkle sagt:

    oookay, das war jetzt viel nachzulesen…

    der Züchter wollte ihn damals gleich kastrieren, da er Sparkle nur kastriert verkaufen wollte….Hatte ANgst ich will weiterzüchten. War nie mein Plan :flucht:
    Ich denke auch, das junge Pferde erwachsen werden wenn sie mit älteren aufwachsen… Mein kleiner und der Rest der Pferdebande kommen im April alle raus. Auf die große Sommerwiese. Dort werden sie dann 24h Pferde sein können… und mich nur selten sehen 😉 höchstens gucken ob alle noch da sind und ab und an mal putzen. Kommen dann im November wieder rein… letztes Jahr kamen sie sogar erst Anfang Dezember rein. GUt wir mussten zufüttern, aber sie waren draußen und mit Hütte wird alles erträglich 😉 Dazu muss ich noch sagen, dass in der Herde dann keine Fluktation herrscht, der Besitzer der beiden Kaltblutstuten reitet nicht mehr und der Araber kann nicht mehr geritten werden, da er beim Vorbesitzer schlecht behandelt wurde…. quasi haben sie den ganzen Tag ihre Ruhe.
    Dennoch such ich immer noch im Harzrand eine Aufzuchtsherde, die nicht in einem superkleinen Laufstall steht. DIe habe ich nämlich schon gefunden und das sagt mir garnicht zu. Zwanzig Junghengste in einer kleinen dunklen Lagerhalle….Ein bisschen Platz sollten sie trotzdem haben und raus kommen sie auch nicht.

  • Avatar kathi87 sagt:

    Wir haben auch einen Offenstall mit festen Boxen und Paddocks davor, die eigentlich immer offen sind aber im Krankheitsfall zu gemacht werden können, so war auch Carlos mal für 2 Monate darin bis er gelegt wurde. Wir haben nur 4 Einsteller, der Rest der Pferde ist eigentlich immer da und es ist kein großes kommen und gehen! Eine gut kontrollierte Aufzuchtsherde finde ich ja an und für sich gut, aber ich hab mich jetzt auch eines besseren belehren lassen und gemerkt das es in einer gemischten Herde mit 14 Pferden auch geht 🙂

  • Avatar SmoothSparkle sagt:

    Ich kann mich halt auch nur an Erfahrungen halten….Besser ist eine AUfzuchtsherde, aber ich hoffe das ihm ältere Pferde ein Ersatz sein können…
    Unsere Kaltblutfohlen (letztes 2010) sind meist auch mit einem gleichaltrigen Aufgewaschsen, die restlichen Pferde waren älter. Groß sind sie geworden und sozial auch…
    auf der anderen Seite denke ich auch, dass es trotz allem wichtig ist, dem Jungen Pferd so früh wie möglich mit neuen DIngen zu konfrontrieren… dennoch sollte man nie vergessen das es noch ein Baby ist. Was ich auch nicht vergesse…Vielleicht hilft es ja wenn er mit den anderen draußen steht und er dann im WInter wieder rein kommt, dann werde ich auch ganz langsam anfangen ihn einreiten zu lassen…

  • Avatar jaara2008 sagt:

    auf der anderen Seite denke ich auch, dass es trotz allem wichtig ist, dem Jungen Pferd so früh wie möglich mit neuen DIngen zu konfrontrieren…

    Mit diesem Gedankengang sollte man sicherlich sehr vorsichtig sein. Im Grunde kann man vielleicht einen Vergleich aus der Menschenwelt heranziehen: Unsere Kinder kommen mit 5 oder 6 Jahren in die Schule – vergleiche dies mit einem 3 oder 4jährigen Pferd, das angeritten wird. Vorher gehen unsere Kinder in den Kindergarten. Dort lernen sie in allererster Linie Sozialkompetenz, und das erlernen sie im täglichen Umgang miteinander. Es erwartet niemand von einem dreijährigen Kind, dass es lesen oder schreiben oder rechnen übt. Genau so sollte ein eineinhalb oder fast zweijähriges Pferd nicht putzen, führen oder sonstwas üben müssen. Es muss nicht an Außenreize herangeführt werden, es muss auch nicht geputzt werden oder spazierengehen. Das alles hat Zeit, wenn es in die Schule kommt. Bis dahin genügt es, wenn man es halftern und ihm die Hufe hochheben kann.

    Meine Meinung. :nix:

  • Avatar dat_julschen sagt:

    dem Jungen Pferd so früh wie möglich mit neuen DIngen zu konfrontrieren… dennoch sollte man nie vergessen das es noch ein Baby ist.

    Also Baby lernen noch kein 1×1. Decken, Gurte, longieren, ………… das hat an einem Baby nix zu suchen.

    In dem Alter reicht es wirklich, wenn sie sich anfassen lassen, vielleicht nen Huf geben thats it.
    Mehr muss das Pferdekind nicht kennen und können
    Im Gegenteil, ich kenne Pferde, die haben ihre Zeit bis zum Anreiten auf einer großen Wiese verbracht, Menschen kannten sie, das wars.
    Die hatten weder Probleme mit Straßen, auf den Hänger gehen etc. Coole Socken allesamt.
    Die Pferdekinder, die ich kenne, die schon die „Frühförderung“ mitgemacht haben, haben sich oft mehr aufgeregt, wenn ein Auto kam.

  • Avatar winterquell sagt:

    Wenn der „kleine Kerl“ noch ein Jahr auf der Weide verbringt,wird alles wunderbar sein(zumindest für ihn)…oder auch nicht!
    Jeder gute Aufzuchtbetrieb macht die Fohlen halfterführig/schmiedefromm!

  • Avatar anavag sagt:

    Ich habe meinen Friesenhengst mit 18 Monaten in die Hengstaufzucht gegeben, da konnte er das Fohlen-ABC und das reicht aus. Mit knapp 3,5 Jahren habe ich ihn wieder abgeholt, da er recht Ranghoch war und aussah wie ein Flickenteppich. dazu war er so fett, dass ich mir sorgen gemacht habe und ihn recht schnell nach Hause geholt habe.

    Er war da noch Hengst und wir haben ihn dann nach knapp 2 Wochen kastrieren lassen. Meine TA und RL sind von seinem Wesen sowas von begeistert und er ist sozial, angenehm im Wesen und er macht überhaupt keine Probleme bei der Arbeit…. Er ist nun 4 Jahre alt und arbeitet einfach super mit, wobei er derzeit nur vom Boden aus gearbeitet wird….

    Ich habe mir gerade einen kapp 2 jährigen Junghengst aus Spanien gekauft, der auch dort das Fohlen-ABC gelernt hat und da er schon recht dominant und hengstig war, habe ich ihn in einer gemischte Herde mit drei Junghengsten gegeben. Dort bekommt er gerade erklärt, dass er nicht der Nabel der Welt ist und sich zu benehmen hat…. Für mich sehr angenehm, da er in Spanien nur ein Junghengst zur Gesellschaft hatte….

    Beide haben übrigens 24 Stunden Zugang zum Stall und zum Auslauf gehabt, kein Laufstall ohne Auslauf, das wäre keine Alternative gewesen… Wenigstens ein Matschpaddock sollte vorhanden sein!

    Ich kann also die Aufzucht in Junghengsterden oder in gemischten Herden nur befürworten. Du musst ihm jetzt auch nicht beibringen, was er später noch lernen kann. Warum muss er einen Baugurt tragen? Wozu ist dir das wichtig und hättest du in der Vorschule auch schon einen Dreisatz rechnen wollen oder ein Diktat schreiben wollen?

    Wenn du dir jetzt Zeit lässt, gibt dir dein Pferd das wirklich später dreifach zurück… Ich habe das auch nicht glauben wollen, bin nun aber wirklich überzeugt davon…. Ein Jungpferd braucht Jungpferde zum raufen und spielen, die älteren Mitglieder der Gesellschaft sind sehr förderlich zum einnorden! Und wie du an meinen beiden Beispielen siehst, auch Jungpferde können mit knapp 2 Jahren in einer Herde integriert werden….. Und ich habe in beiden Fällen auch ein guten Platz gefunden!

  • Avatar SmoothSparkle sagt:

    okay, ich werde es beherzigen und versuchen ihn auf eine Wiese zu bringen… und in einem Jahr werd ich dann anfangen…danke für die hilfreichen Tips.

  • Avatar SmoothSparkle sagt:

    vielleicht sollte ich nochmal was zu dem Bauchgurt sagen, da sich viele an diesem Ding aufhängen….Das Teil ist ein elastischer Gurt mit dem man Abschwitzdecken oder ähnliches fixiert…. Ist ja auch egal 😛 ich musste den ummachen, da Sparkle ein sehr kurzes Fell hat trotz WInter und er komplett durchnässt war und gezittert hat. Hatte kein Vertrauen in die ABschwitzdecke, das sie hält und deswegen diesen Bauchgurt umgemacht….mehr hab ich damit nicht gemacht :hurra:

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