Bin mir etwas unsicher was ich meinem Pferd füttern soll. Wer kann mir da einen Rat geben?

By testadmin | Fütterung

Hallo
Habe jetzt seit einem Monat eine Stute sie ist 9 Jahre alt und ca. 1,50 m groß. Rasse ist unbekannt sie ist auf jeden Fall ein Rappschecke und steht eher im Vollbluttyp. Also sie ist ein fröhliches Stütchen was viel Bewegung braucht. Sie ist das einzige Pferd am Stall was ständig über den Paddock läuft also denke ich das Hafer bei ihr nicht nötig ist zur Fütterung.
Sie hatte jetzt vor kurzem erst eine Erkältung und die Nase läuft noch etwas und hinten gehen unten immer etwas die Hufe kaputt meint ihr ich sollte ihr etwas für Hufe und Atemwege füttern?
Was denkt ihr könnte ich ihr Füttern?

Würd mich über Ratschläge freuen.
Liebe Grüße 🙂

  • Avatar Hijara sagt:

    Hallo Mara,
    meine Hafistute ist auch voller Energie.
    Und trotzdem füttere ich Hafer aus folgenden Gründen:
    Hafer ist das Getreide, das vom Pferd am leichtesten verdaut werden kann.
    Hafer muss vor der Verfütterung nicht gequetscht, gepoppt oder geschrotet werden, wie Mais oder Gerste, um vom Pferd optimal verdaut zu werden. Mais und Gerste unbehandelt zu verfüttern kann hingegen Hufrehe auslösen.
    Hafer enthält Schleimstoffe, die die Verdauung begünstigen.
    Hafer enthält ungesättigte Fettsäuren.
    Hafer enthält ein sehr gutes Eiweiß (Aminosäurenmuster) und nicht mehr oder weniger Eiweiß wie z. B. Gerste.
    Die Haferspelzen regen zum Kauen an.
    Hafer enthält keine Klebereiweiße wie Weizen, Dinkel oder Roggen, die zu Verkleisterung des Magens führen können.
    Man weiß was man in den Trog schüttet.
    Hafer ist kostengünstig.
    Abgerundet mit einem guten Mineralfutter und natürlich genügend Raufutter ist ein Pferd bestens versorgt.
    Ich habe das Müsli abgesetzt da sie anfing sich zu schubbern.
    Mit dem Hafer sieht sie sehr gesund aus, die Hufe sind einwandfrei, die alte Hufrehe hats nicht angeregt und sie hat sehr gute Abwehrkräfte und war den
    Winter nicht krank.
    Da ich es ganz langsam eingeschlichen habe, war ihr gar nichts anzumerken.
    Ich kanns nur empfehlen!

  • Avatar Andrea S. sagt:

    sie ist ein fröhliches Stütchen was viel Bewegung braucht. Sie ist das einzige Pferd am Stall was ständig über den Paddock läuft also denke ich das Hafer bei ihr nicht nötig ist zur Fütterung.

    Warum nicht? Hafer ist eigentlich das beste Grundfutter, solange das Pferd darauf nicht allergisch reagiert und er mit dem Bedarf angepassten Mineralfutter gefüttert wird! Wichtig ist die Menge dem Bedarf anzupassen.
    meine flitzen lle den ganzen Tag draußen rum, die einen aktiver, die anderen weniger aber alle bekommen Hafer! Und der ändert, wenn bedarfgerecht gefüttert, nichts am grundsätzlichen Temperament der Pferde.

    Dazu ausreichend gutes heu und man hat alles was Pferd braucht!

    Ansonsten schau mal im Thread Hafer & Gerste Fütterung;) oder sprich bei Fragen Fintan an!

    Sie hatte jetzt vor kurzem erst eine Erkältung und die Nase läuft noch etwas und hinten gehen unten immer etwas die Hufe kaputt meint ihr ich sollte ihr etwas für Hufe und Atemwege füttern?

    Wegen der Hufe würde ich den Schmied fragen woran es liegt! Das kann sowohl mit nicht ganz korrektem Auschneiden! ls auch mit zu trockenen Hufen zu tun haben! ist das Pferd beschlagen?

    Gegen die Erkältung würde ich nichts anderes füttern als sonst auch. Und bitte… niemals Kräuter wahllos und unbedacht füttern und die ätherischen Öle aus dem Pferd lassen! Die richten nämlich mehr Schaden an, als dass sie helfen. Sowohl der dram als auch die feinen Flimmerhärchen in den Atemwege können darauf mit Schäden reagieren und man erreicht so das Gegenteil.

  • Avatar clementine2206 sagt:

    Also meine Freundin hat nen Hafi und ein DR.

    Der Haflinger bekommt im Winter etwas Hafer als Energiezufuhr dazu, damit er nicht so abnimmt. Dem Reitpony reicht aber das Heu. Davon bekommen beide allerdings reichlich – so wie von der Natur gedacht. Schließlich ist ein Pferdemagen auf stundenlange Nahrungsaufnahme ausgelegt und die ist mit Hafer wohl nicht gewährleistet.

    Als Zugabe gibt es bei meiner Freundin dann etwas Müsli – aber nur zum Naschen und damit das „Kommen“ auch einen Grund hat.

    Meine Freibergerin wird wohl ebenfalls kein Kraftfutter benötigen (soweit die Erfahrungen von anderen Freiberger Besitzern). Wichtig ist mir dann Mineralfutter, damit keine Mangelerscheinungen auftreten.

    Wenn nicht nötig, würde ich daher auch keinen Hafer füttern. Probiere es doch einfach aus. Wenn Dein Pferd Hafer gut verträgt und dadurch nicht noch engergiegeladener wird, dann kannst Du auch etwas geben. Ich denke (meine Meinung) es kommt auch darauf an, wieviel Du davon fütterst.

  • Avatar Andrea S. sagt:

    Wenn nicht nötig, würde ich daher auch keinen Hafer füttern.

    clementine, lies dazu mal Hijaras vorherigen Beitrag und die Beiträge von Fintan!
    Es gibt KEIN besseres Pferdefutter! 😉

  • Avatar Sheesha sagt:

    Hi,

    Glückwunsch zum Pferd 🙂

    Interessant könnte zunächst mal sein was das Pferd denn bisher bekommen hat. Kann der Vorbesitzer Dir da evt weiterhelfen? Das wäre insoweit interessant, als Du damit so in etwa ermitteln könntest was das Pferd an Energiezufuhr bei Arbeit X bekommen hat (und dabei gut aussah…oder nicht so gut….je nachdem eben).

    Grundlage ist dann erstmal Heu. Meine Pferde haben immer Heu zur Verfügung. Das Minimum für mich wenn dem nicht so wäre wären 1,5 bzw 2 kg Heu pro 100kg Lebendmasse = Pferdegewicht. Was man dann auf jeden Fall mehrmals vorlegen muß weil es sonst schnell weg ist.

    Hafer nach Maß mit entsprechendem Mineralfutter dazu. Wenn das Pferd auf Hafer nicht in unerwünschter Weise reagiert spricht eigentlich alles eher FÜR den Hafer. Das steht hier ja schon mehrmals :blinzel: .

    Wenn Dir sowas lieber ist habe ich aber auch mit einem Müsli keine Probleme. Ich füttere mit Überzeugung Hafer(meinem alten Norweger der nichts tut und einem jungen iberischen Viech das auch wenig tut), kenne aber auch zig Pferde denen es mit Müsli seit Jahrzehnten sehr gut geht. Nur würde ich(!) die Finger von Kräuterkreationen(mein Alter frißt sowas nichtmal, läßt er glatt liegen) lassen sowie von Futtermitteln in denen zig wilde Komponenten drin sind. Getreide X, Y, Z und Mineralzusatz reicht völlig.

    Zur „Erkältung“ würde ich sagen: nochmal TA draufhören lassen in Ruhe und nach Bewegung. Bevor Du nachher ein dauerhaft rotzelndes bzw atemwegsempfindlichs Pferd hast würde ich bei sowas nochmal nachhaken.

    Hufe: siehe Andrea. Mal bei der Bearbeitung ansprechen. Wenn die frühere Fütterung auffällig bzw defizitär war könnte man da auch mit entsprechenden Zusätzen kommen. Aber bis sich dann was ändern würde verginge nochmal etwas Zeit- und ab Datum X ausgewogen füttern müßte genau dann auch reichen!

  • Avatar Sheesha sagt:

    Der Haflinger bekommt im Winter etwas Hafer als Energiezufuhr dazu, damit er nicht so abnimmt. Dem Reitpony reicht aber das Heu. Davon bekommen beide allerdings reichlich – so wie von der Natur gedacht. Schließlich ist ein Pferdemagen auf stundenlange Nahrungsaufnahme ausgelegt und die ist mit Hafer wohl nicht gewährleistet.

    Dazu halte ich aber für erwähnenswert, dass Hafer nicht das Heu ersetzen soll……sondern wo notwendig ergänzen :eat:

    Krippenfutter ist in aller Regel nicht sonderlich ergiebig was Fresszeit angeht. Das Ziel ist ja dabei auch gerade, mit wenig Volumen mehr Energie, Protein…..sonstige Nährstoffe ins Pferd zu bringen.

  • Avatar MaraMaus sagt:

    Naja der Tierarzt meinte die Hufe wurden wohl mit der Flex abgeschnitten. Kann leider nicht nachfragen wie das Pferd gefüttert wurde, weil es zum schluss gar nicht mehr gefüttert wurde und davor wohl als Zuchtstute eingesetzt wurde. Also sie hat schon mehrere Fohlen gekommen. Die Besitzer hatten irgendwann kei Geld mehr und haben des Pferd einfach „vergammeln“ lassen.

    Naja hab schon von mehreren Leuten gehört das ihr Pferd total abdreht wenn es Hafer bekommt.
    Was füttert ihr denn für ein Minearlfutter? Habt ihr da ne bestimmte Marke oder so?

  • Avatar penelope sagt:

    @ Andrea: Ich glaube clementine meinte, ob generell Kraftfutter nötig ist. Bei Pferden in nur leichter Arbeit halte ich das auch nicht generell für sinnvoll bei ausreichend gutem Heu.

    Zum Thema MiFu:
    Als ich mein Futter noch selbst gekauft habe, gab es bei mir immer Salvana Mineralfutter.

  • Avatar jenna sagt:

    Huhu Mara!

    Was und wieviel du deiner Stute füttern sollst, kann ich dir nicht sagen, denn da bin ich wirklich kein Experte. Aber ich kann dir sagen, dass ich meinem Pferd seit ca. einem halben Jahr auch Hafer füttere. Anfangs war ich auch skeptisch, weil man eben ständig und überall irgendwelche Geschichten hört, dass die Pferde vom Hafer zu kernig werden und und und…Aber ich habe es ausprobiert und kein bisschen bereut. Ich merke absolut keinen Unterschied, ihr bekommt es wunderbar und sie steht wirklich gut da! Also nur Mut, einen Versuch ist es wert 😉

    lg jule

  • Avatar Hijara sagt:

    Naja hab schon von mehreren Leuten gehört das ihr Pferd total abdreht wenn es Hafer bekommt.

    Manche sehen schon rot wenn sie das Wort Hafer nur hören obwohl sie es nie probiert haben.

  • Avatar Sheesha sagt:

    grins…manchmal weiß man auch nicht so ganz genau WER denn nun abdreht bei solchen Futterthemen.

    Eine Freundin von mir hat ihre Doktorarbeit über die Auswirkung der Zugabe eines bestimmten Vitamins/Spurenelements geschrieben. Eine Gruppe bekam ein Pulver mit Vitamin X, die andere ein neutrales Zeug in dem „nichts“ drin war-hab vergessen was es war, aber nichts wildes. Interessanterweise gab es in der Placebogruppe nachher durchdrehendes Pferd, Glotzigkeit und Absturz….

    Es gibt offenbar schon derartige Reaktionen. Aber es wäre vermutlich häufig sicherer zu ermitteln, wenn der Reiter nichts von Futteränderungen wüßte.

  • Avatar Andrea S. sagt:

    Naja hab schon von mehreren Leuten gehört das ihr Pferd total abdreht wenn es Hafer bekommt.

    Manche sehen schon rot wenn sie das Wort Hafer nur hören obwohl sie es nie probiert haben.

    Hijara, so ist es 😀 wenn sie nur rot sähen, ginge es ja noch, teilweise werden die Leute sogar richtiggegehend hysterisch :irre:
    Da fragt man sih dann, wer denn den angeblich so kirre machen Hafer futtert 😉

    ich kann nur sagen, meinen Ponys gehts seit der Haferfütterung bestens!
    Und Dummheiten…. die haben sie auch im Kopf, wenn sie keinen Hafer bekommen, das ist gehupft wie gesprungen 😉

  • Avatar Fintan sagt:

    Denke einfach im Grundsatz abklären ob ein Kraftfutter überhaupt notwenig ist. Kommt wohl auf die tägliche Arbeit des Pferdes an und auch darauf ob genügend Heu gefüttert wird.

    Und wenn dann eben ja Hafer, aber in Maßen. Ein Spaßpferd braucht nicht wirklich viel Kraftfutter, meine Spaßtiere kommen zum Teil mit 500 Gramm Hafer am Tag aus. Eben einfach genut Heu füttern.

  • Avatar clementine2206 sagt:

    @ Andrea: Ich glaube clementine meinte, ob generell Kraftfutter nötig ist. Bei Pferden in nur leichter Arbeit halte ich das auch nicht generell für sinnvoll bei ausreichend gutem Heu.

    Zum Thema MiFu:
    Als ich mein Futter noch selbst gekauft habe, gab es bei mir immer Salvana Mineralfutter.

    Genauso meinte ich es!
    Die Pferde sind da nämlich keine Leistungssportler und im Winter ist ohne Halle dann auch nur Wetterbedingtes Reiten möglich. Da sie aber im Offenstall stehen, bekommen sie dickes Winterfell und können beim Reiten auch nicht ausgepowert werden. Somit reichte – bei wirklich sehr leichter Arbeit – das Heu vollkommen aus.
    Und wie ich schon mehrfach (nicht an dieser Stelle) gelesen habe, ist es in vielen Ställen beliebt, gerade an dem Rauhfutter, sprich Heu, zu sparen. Da hab ich auch schon von ettlichen Problemen gehört.
    Aus diesem Grund meine ich, dass Kraftfutter generell nicht notwendig ist. Aber je nach Arbeitstätigkeit und auch Bedarf des Pferdes muß dann entschieden werden, ob zugefüttert werden sollte.

  • Avatar MaraMaus sagt:

    Naja mein Pferd ist ja noch recht dünn momentan ist sie verletzt am Hinterbein aber wenn das wieder besser ist muss sie Muskeln aufbauen und es ist ja anstrengend für ein Pferd ohne Muskeln zu laufen also denke ich das Heu allein für meine Stute definitiv nicht ausreicht. Sie soll ja keine Mangelerscheinungen kriegen.

  • Watson Watson sagt:

    Pferde bauen Muskeln nicht durch Kraftfutter sondern durch Bewegung auf. Ich persönlich würde auch Hafer füttern. Dem Bedarf angepasst! Es kann dir auch passieren, dass die Stute ruhiger wird. So erging es einer Bekannten. Das Pferde war wesentlich ausgeglichener. Und das sie immer durch den Auslauf geht, das macht mein Fuchs auch, der geht halt spatzieren, bitte. Hab ich nichts gegen, der ist aber klar im Kopf. Das Vorurteil, dass Hafer „spinnert“ macht, kann ich nicht mehr hören. Unsere bekommen im Winter fast 4 Kilo täglich (Offenstall), sonst nehmen sie ab, da der Körper so viel verbrennt. Die sind beide absolut klar im Kopf! Klar sollte man ein Pferd, was 24 Stunden in der Box steht, nicht mir Hafer zuschütten, dann hat man ne Bome, daher immer auf den Bedarf abgestimmt.

    Ich denke auf Andrea und Fintan kannst du schön hören, lies mal den Beitrag den Andrea angegeben hat nach. Ich persönlich finde, dass es keine bessere Fütterung gibt. Ausserdem weiß ich dann genau was ich füttere, da wäre ich mir bei manchen Müslis nicht sicher.

  • Avatar Fintan sagt:

    Einen Mangel hast du eher wenn du nicht das passende Mineral fütterst, was übrigens für die Muskulatur essentiell ist, da Muskelwachstum im Zusammenhang mit Stoffwechsel (und internen „biochemischen Prozessen“) steht. Letztendlich richtet sich beim Pferd alles nach tatsächlichem Energiebedarf und der passenden Futterzusammensetzung im Verhältnis.

    Wie beim Auto, wenn der Vergaser nicht richtig eingestellt ist, dann rußt die Kiste.

  • Avatar penelope sagt:

    Edit: Huch, hab fast gleichzeitig mit Fintan geschrieben. Sorry. Ich lass es aber trotzdem mal stehen:

    Mangelerscheinungen bekommt ein Pferd noramlerweise nicht durch zu wenig Kraftfutter, sondern furch zuwenig Vitamine und Mineralien. Dem kann man am besten mit gutem Mineralfutter vorbeugen.

    Um ein Pferd etwas aufzupäppeln ohne all zu viel Energie zu geben, eignen sich auch unmelassierte Rübenschnitzel ganz gut. Ein kleiner Schuss Öl ins Futter (Leinöl oder -wesentlich billiger- Rapsöl) kann sich auch sehr positiv auf das Pferd auswirken.

  • Avatar Hafimaus sagt:

    Hallo Mara,
    meine Hafistute ist auch voller Energie.
    Und trotzdem füttere ich Hafer aus folgenden Gründen:
    Hafer ist das Getreide, das vom Pferd am leichtesten verdaut werden kann.
    Hafer muss vor der Verfütterung nicht gequetscht, gepoppt oder geschrotet werden, wie Mais oder Gerste, um vom Pferd optimal verdaut zu werden. Mais und Gerste unbehandelt zu verfüttern kann hingegen Hufrehe auslösen.
    Hafer enthält Schleimstoffe, die die Verdauung begünstigen.
    Hafer enthält ungesättigte Fettsäuren.
    Hafer enthält ein sehr gutes Eiweiß (Aminosäurenmuster) und nicht mehr oder weniger Eiweiß wie z. B. Gerste.
    Die Haferspelzen regen zum Kauen an.
    Hafer enthält keine Klebereiweiße wie Weizen, Dinkel oder Roggen, die zu Verkleisterung des Magens führen können.
    Man weiß was man in den Trog schüttet.
    Hafer ist kostengünstig.
    Abgerundet mit einem guten Mineralfutter und natürlich genügend Raufutter ist ein Pferd bestens versorgt.
    Ich habe das Müsli abgesetzt da sie anfing sich zu schubbern.
    Mit dem Hafer sieht sie sehr gesund aus, die Hufe sind einwandfrei, die alte Hufrehe hats nicht angeregt und sie hat sehr gute Abwehrkräfte und war den
    Winter nicht krank.
    Da ich es ganz langsam eingeschlichen habe, war ihr gar nichts anzumerken.
    Ich kanns nur empfehlen!

    Hallo!

    Ich habe auch einen Haflinger und bisher wird sie mit Pellets und Müsli gefüttert, bald ziehen wir in einen neuen Stall, dort gibt es beides nicht. Eigentlich freue ich mich auch darüber, weil ich schon so viel schlechtes v.a. zu den Pellets gelesen habe, bin mir aber nicht sicher wg. der Haferfütterung. Wieviel Hafer fütterst du denn deinem Hafi. Meine geht jetzt im Winter auf die Koppel ca. 4 Stunden und „muss“ täglich ca. 1 Stunde Dressurarbeit machen. Sie ist eigentlich voller Energie und tatendrang.

    LG

    Hafi :attack:

  • Avatar Fintan sagt:

    Ein Pferd welches am Tag eine Stunde leichte Arbeit geht muss nicht zwangsläufig „Kraftfutter“ haben.

    Ein Hafi hätte bei zwei Stunden spazieren gehen und einer Stunde leichter Arbeit bei einem Gewicht von 500 KG einen Energiebedarf von ca. 75 Mj. L Dressur ist leichte Arbeit.

    Wenn du ein gutes Heu hast, so hat dieses ungefähr 8,5 Mj pro KG. Wenn du Ihm also 11 KG Heu fütterst, so hat er mehr als genug.

    Logischerweise noch Mineral dazu.

    Du kannst auch 10 KG Heu und 1 KG Hafer füttern, das macht vom Gesamtenergiewert an sich kaum einen Unterschied. Die Ration wäre so sogar noch durchaus bekömmlich.

    Aber notwendig?……

  • Avatar Hijara sagt:

    Ich füttere ca. 3x 250 gr., könnten auch 3x 300gr. sein, also knapp weniger als 1 Kg. täglich.
    Ich muss mal die Waage einpacken.
    Wird täglich gearbeitet und steht auch momentan so 4 Std. auf dem großen Winter-Hackschnitzelplatz zum toben.
    Meine Hafistute wird muffelig wenn Sie kein Kraftfutter bekommt. Und der Stall ist nun über den Winter eisekalt und gut belüftet.
    Sie braucht deshalb auch viel Energie.
    Sie hat eine gute Figur, Elan, und Freude an der Arbeit, keine Verdauungsprobleme und sehr gute Zähne, ich habe keinen Grund die Fütterung zu überdenken.
    LG

  • Avatar Hijara sagt:

    Wenn du ein gutes Heu hast, so hat dieses ungefähr 8,5 Mj pro KG.

    Wobei das mit dem guten Heu ja auch so eine Sache ist. Das letztjährige Heu hat sicher kaum eine gute Qualität.
    Zumindest bei uns hat es sehr viel geregnet. Dann lagert es schon eine ganze Weile und verliert dabei auch an Güte, genauso wie der Hafer.
    Um ein gutes Min.Futter kommt man also v.a. im Winter nicht herum wenn man sein Pferd gesund erhalten will.
    LG

  • Avatar Hafimaus sagt:

    Ich füttere ca. 3x 250 gr., könnten auch 3x 300gr. sein, also knapp weniger als 1 Kg. täglich.
    Ich muss mal die Waage einpacken.
    Wird täglich gearbeitet und steht auch momentan so 4 Std. auf dem großen Winter-Hackschnitzelplatz zum toben.
    Meine Hafistute wird muffelig wenn Sie kein Kraftfutter bekommt. Und der Stall ist nun über den Winter eisekalt und gut belüftet.
    Sie braucht deshalb auch viel Energie.
    Sie hat eine gute Figur, Elan, und Freude an der Arbeit, keine Verdauungsprobleme und sehr gute Zähne, ich habe keinen Grund die Fütterung zu überdenken.
    LG

    Danke, das hört sich gut an. Meine wird auch total muffelig :cursing: ohne Kraftfutter. Sie musste nach einer Verletzung 10 Tage stehen und durfte dann nur im Schritt spazierengehen, also haben wir das Kraftfutter gestrichten… sie war nicht auszuhalten. Als wir wieder traben durften, bekam sie ihr Kraftfutter und siehe da: das ausgeglichenste Pferd der Welt. :attack:

  • Avatar Campera sagt:

    Ich habe jetzt nicht alles durch gelesen, möchte aber trotzdem meinen Senf dazu geben.
    Ich war eigentlich auch immer ein Gegener von reiner Haferfütterung. Warum :nix: Wohl weil man mir damals erzählt hat, dass von Hafer die Pferde abspacken. Eigentlich völliger Quatsch wie ich es jetzt bemerkt habe :doh: Meine junge Stute hat auch immer fleißig Müsli bekommen. Das riecht ja auch so schön. Dank Fintan 😉 ist mir aber klar geworden, wie schädlich das für mein Pferd ist. Ich war doch schon ziemlich geschockt, was ich meinem Pferd da antue. Nun habe ich sie zusammen mit der Stallbesi auf die Fütterung von reinem Hafer umgestellt. Dazu noch ein gutes Mifu und das reicht.

  • Avatar Sunny23 sagt:

    Das mit der Hysterie betreffend Haferfütterung hab ich auch schon bemerkt. Angeblich reagieren Vollblüter (oder Mixe mit Vollblut) besonders auf Hafer. Ob das stimmt?

    Meine Hafistute hat früher gar kein Kraftfutter bekommen. Dazu wurde sie einfach zu wenig bewegt und war sowieso so dick. Seit sie jeden Tag Dressurarbeit machen muss hat sie Anfangs einen Liter Hafer pro Tag bekommen plus Bierhefe und Mineralstoffmischung. Heuer im Sommer war sie nicht auf der Weide sondern kam mit einem Tinker der Gras nicht verträgt nur auf die abgefressenen Weiden, also keine Möglichkeit sich Winterspeck anzufressen. Dann kam der Fellwechsel und sie baute zimlich ab, ist mit 16 ja auch nicht mehr die jüngste, also Haferration erhöht, bis wir schlussendlich auf 3 Liter pro Tag waren. Dann kam der Kälteeinbruch und Pferd baute noch weiter ab, ohne allerdings an der Leistung etwas merken zu lassen. Sie ging weiterhin frisch und fröhlich vorwärts und zeigte nach Stehtagen auch gern mal ihr Temperament. Die Frage war dann Hafer noch erhöhen, was ich aber für ein Rehepferd etwas problematisch finde, oder versuchen mal zusätzlich einen halben Liter Müsli pro Tag zuzufüttern. Seit etwa 2 Monaten bekommt sie jetzt eine große Portion Heu (wieviel das genau ist kann ich nicht sagen, soviel das sie es halt gerade nicht als Einstreu verwendet, aber nicht alles ratzeputz aufgefressen hat. SB hat das ausgetestet, hat ja auch keinen Sinn wenn sie die hälfte jeweils als Einstreu verwendet), 3 Liter Hafer auf 2 Mahlzeiten aufgeteilt und einmal pro Tag noch einen halben Liter Müsli. Sie hat jetzt wieder etwas zugenommen, wenn sie ihre Idealfigur wieder erreicht hat werd ich das Müsli wieder absetzen und sie bekommt dann nur nach dem reiten einen halben Liter als Belohnung (mach ich jetzt auch so, das heißt sie bekommt eigentlich einen Liter Müsli, es sei den sie wurde nicht bewegt). Sommer auf jeden Fall wieder Weide, verträgt sie trotz Reheneigung super, war nur diesen Sommer ohne, da der Tinker eine Koppelpartnerin benötigt hat und sich da mein Pferd wegen Reheneigung am besten geeignet hat. Dachte es schadet ihr eh nicht.

    Grundsätzlich war ich immer der Meinung für einen Haflinger der leichte Arbeit (wenn das überhaupt Arbeit für sie ist) verrichtet kein Kraftfutter nötig ist. Aber wenn verschiedene Faktoren zusammen kommen, muss die Energiezufuhr raufgeschraubt werden.

    Allerdings hab ich eher beobachtet das die meisten Pferdebesitzer die Arbeitsleistung ihrere Pferde drastich überschätzen und mit Kraftfutter vollstopfen obwohl nicht nötig. Als Antwort bekommt man dann immer: ist ja schließlich ein Turnierpferd, das muss ja mehr arbeiten als dein Freizeitpferd. Komisch ist nur das mein Pferd eine gute Figur hat und das sogenannte (Spring)Turnierpferd so dick ist, dass die Tierärztin beim abhören gemeint hat, durch die Fettschicht kann sie das Pferd nicht richtig abhören….. 8|

  • Avatar Hijara sagt:

    Da fütterst Du aber ganz schön viel Kraftfutter.
    Hast Du mal die Zähne überprüfen lassen?
    Mit 16 verändert sich das Gebiss und dann kann es sein dass die Hafistute den Hafer nicht mehr optimal
    kauen und verwerten kann.

  • Avatar Sunny23 sagt:

    Ja ich weiß, deshalb war mir das auch Anfangs etwas unheimlich, vorallem mit der Reheneigung und nachdem wir bis vor 3 Jahren noch heftig gegen Übergewicht gekämpft haben, was wir im Sommer mit Weidegang regelmäßig verloren haben. Nach Stallwechsel und mehr Bewegung (hatte dann endlich Halle und Platz zur Verfügung was reiten nicht so abhängig vom Wetter macht) hat sich das Gewicht auf ein passables Maß eingependelt und bis heuer Herbst auch keine Probleme gemacht.

    Zähne sind in Ordnung, werden beim impfen immer mit kontrolliert. Wir müssen zwar in nächster Zukunft mal wieder raspeln, meinte die TÄ beim letzten mal, aber noch nicht tragisch und vorallem kein Grund so derartig abzubauen. Entwurmt wurde auch im …. November oder Dezember, bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber auf alle Fälle schon während sie anfing abzubauen.
    Ich bin noch am überlegen ob ich nicht zusätzlich ein Blutbild machen lassen soll, sie hat zwar auf die Müslifütterung sehr rasch wieder zugenommen, aber schaden wirds wohl nicht. Muss das noch mit der Tierärztin besprechen. Sie sieht aber ansonsten gesunde aus, glänzendes Fell, absolut kein Mangel an Leistungsbereitschaft, gesundes Hufhorn hatte sie schon immer und was sämtliche Hufschmiede verwundert hat auch trotz Hufrehe noch. 3 Jahre nach der Hufrehe und nach 3 mal Schmiedwechsel auch wieder eine schöne Hufform.

    Der Fellwechsel hat ihr halt schon sehr viel Substanz gekostet und dann mit dem Kälteeinbruch gings weiter. Sie steht in einer Paddockbox und die Türen sind eigentlich immer offen. Deshalb ist der Stall gut durchgelüftet (es zieht aber nicht), was zwar eine gute Luft beschert aber auch kältere Temperaturen und deshalb mehr Heizleistung der Pferde.

    Ach ja das Müsli ist aber ein speziell Eiweisreduziertes für Rehepferde. Sie reagiert zwar nicht empfindlich auf die Fütterung, vermute weil es keine Fütterungsrehe sondern Vergiftungsrehe war, aber vorsichtig genug kann man da nicht sein.
    Aber Müsli hat halt viele gute Dickmacher wie Mais, Melasse usw. drinnen.

  • Avatar penelope sagt:

    Wesentlich mehr Engergie um sich warm zu halten braucht ein Pferd so weit ich weiß erst ab -15 Grad.

    Wenn ein Pferd, das früher mit ganz wenig zurecht kam und nun plöztlich abbaut, würde ich annehmen, dass irgend etwas nicht in Ordnung ist. Ist das Pferd auch gegen Bandwürmer entwurmt?

  • Avatar Sunny23 sagt:

    Ja gegen Bandwurm wurde entwurmt, weil genau diese Entwurmung anstand und beim letzten mal gemacht wurde.

    Hab auch den Tipp bekommen das eventuell die Entwurmung nicht richtig angeschlagen hat, aber dann dürfte sie nicht so schnell wieder zunehmen.

  • Avatar Fintan sagt:

    Die Rehe das wird falsch eingeschätzt.

    Gerste erzeugt deutlich eher eine Rehe als Hafer. ZUm einen ist der Fruktangehalt in der Gerste deutlich höher als im Hafer und vor alem kommt es darauf an wo die Stärke verdaut wird. Bei schlechter Dünndarmverdaulichkeit und Übertritt in den Blinddarm – Dickdarm steigt die Rehegefahr enorm an.

    Hafer (Stärke) wird aber zu ca. 90% im Dünndarm verdaut, was man von Gerste nicht behaupten kann.

  • Avatar Sunny23 sagt:

    Dann werd ich drauf aufpassen da ja nicht mehr Gerste in mein Pferd kommt. Im Müsli ist sicher was drinnen (kenne die Zusammensetzung jetzt nicht auswendig). Aber das wird auch als erstes wieder abgesetzt, bzw. verringert. Ist halt eine blöde Angewohnheit Müsli nach dem Reiten zu füttern und wenn man sich das mal angefangen hat kann man des schwer wieder aufhören ohne das das Pferd dabei einen riesen Radau macht und meine ist leider sehr hartnäckig wenn sie was will, wo sie meint das steht ihr zu (betrifft auch Leckerlies, deswegen wird das während der Arbeit auf keinen Fall gefüttert).
    Aber zum aufhören besteht ja jetzt sowieso kein Grund.

  • Avatar MaraMaus sagt:

    Naja vielleicht werd ichs mit dem Hafer versuchen. Mein Müsli is eh scho fast leer. Hab das gekauft wiel ich auf die schnelle was zum Fressen für mein Pferd gebraucht hab und der einzige Laden in der nähe der offen hatte und auch Pferdefutter war halt der Dehner und da gibts halt verschiedene Müslis.

    Ich wieß aber immer noch ned was für Mineralfutter ich füttern soll um ehrlich zu sein. Könntet ihr mir da einen Tipp geben?

  • Avatar Campera sagt:

    Ich bin keine Experte auf dem Gebiet Fütterung :red: aer ich würde sagen, dass es nicht unbedingt das teuerste Mifu sein muss. Ein einfaches tut es oftmals auch.

  • Avatar Actros sagt:

    Du solltest eines füttern, das den Bedarf deines Pferdes deckt. Da hilft nur rechnen. Und aus Erfahrung kann ich sagen, keines der Billigen kommt auch nur annähernd in die Richtung!

  • Helios Helios sagt:

    Actros, da gebe ich Dir recht.

    Fintan hat hier schon mal ein paar Zahlen zum Thema Mineral gegeben (in einem anderen Thread), die habe ich mal mit den Derby Mineralfutter-Daten verglichen, das kommt ziemlich hin. 10 kg kosten ca. 20 €, gibt es bei uns bei der Raiffeisen. Hier die Inhaltsstoffe:

    Zusatzstoffe (je kg)

    Vitamin A 400.000 I.E.
    Vitamin D3 50.000 I.E.
    Vitamin E 3.625 mg
    Vitamin C 2.000 mg
    Vitamin B1 75 mg
    Vitamin B2 150 mg
    Vitamin B6 125 mg
    Vitamin B12 750 mcg
    Vitamin K3 100 mg
    Eisen* 750 mg
    Zink* 2.175 mg
    Mangan* 1.080 mg
    Kupfer* 520 mg
    Kobalt* 13 mg
    Jod* 16 mg
    Selen* 15 mg
    Nicotinsäure 750 mg
    Pantothensäure 375 mg
    Folsäure 75 mg
    Biotin 12.500 mcg
    Cholinchlorid 1.500 mg

    *Spurenelemente als Eisen-(II)-sulfat, Monohydrat, Zinkoxid, Mangan-(II)-oxid, Kupfer-(II)-sulfat, Pentahydrat, Kobalt- (II)-carbonat, Monohydrat, Kalium- Jodid, Natrium-Selenit

  • Avatar penelope sagt:

    Wie oben schon geschrieben finde ich Salvana sehr gut. Auch wenn die mit den Preisen sehr angezogen haben, sind sie im Verhältnis zu mach anderem Anbieter noch im Rahmen.

    Für wirklich Hochleistungspferde muss es evtl wirklich was spezielleres sein, aber für unsere normalen Freizeithottis mit den „normal guten“ Marken wie Eggersmann, Salvana oder Höveler, die man im Landhandel um die Ecke bekommt, locker aus (und ich kenn auch Pferde, die mit MiFU dieser Marken Distanzen über 100km laufen). Das am höchsten dosierte Futter ist nicht immer das beste für ein Pferd, man kanns auch überdosieren.

    @ Helios:

    8| . Wo sind in der Auflistung denn Calzium, Phospor und Magnesium? Das sind doch die eigentlich wichtigsten Bestandteile eines MiFu und fast das einzige, bei denen tatsächlich schnell ein Mangel oder Missverhältnis auftauchen kann.

  • Avatar Fintan sagt:

    Ich denke das kann man so nicht im Raum stehen lassen.

    Es gibt in der Auswirkung einen riesen Unterschied, ob man nun ein Mineral nimmt in dem für 20 Cent Rohstoff enthalten ist oder eines das in Bezug auf reine Herstellungskosten schon ein Vielfaches vom Verkaufspreis der „Fresspappen“ beträgt.

    Das Problem ist man sieht als Verbraucher nicht hinter die Kullissen und kennt das wirkliche Geschehen nicht. Es gibt zwar ein europäisches Futtermittelgesetz, dieses ist jedoch auf Grund dessen das Europa aus vielen Ländern besteht recht dehnbar.

    Ein Tier welches der Schlachtung nach 6 Monaten zugeführt wird braucht keine Prävention in Bezug auf schlechte Hufe, Stoffwechsel, Fell, Haut, Muskulatur, Gelenke, etc.

    Das ist unerheblich, weil es landet in der Wurst. So gesehen ist die richtige Fütterung eine Art Versicherung in Bezug auf Gesunheit, Wohlergehen und gegen Folgekosten wie die in allen Foren diskutierten gesundheitlichen Probleme, beginnend bei schlechten Hufen über Allergien und welche Probleme auch immer.

    Ich wundere mich immer darüber mit welchem Enthusiasmus manche Leute ein Müsli füttern, Kilopreise von 1,70 Euro sind hier nicht selten. Für Wundermüslis.
    Unter der Lupe betrachtet stellen wir fest, ein Kilo Körner kostet ca. 18 Cent. Also steigt der Preis für ein Kilo Körner in einem Müslisack zum Teil um gute 900%.
    Davon werden dann sehr oft auch mehrere Kilo gefüttert.

    Ich denke es ist ein riesen Unterschied ob man nun einen Produktionsweg und Qualitätsrohstoffe in Pharmaqualität wählt, oder sich den billig und zum Teil schlecht kontrolliert in Osteuropa in Osteuropa oder sonst wo produzierten Mitteln bedient.

    So hat ein Zink in Futtermittelqualität eines renommierten deutschen Herstellers einen Bleigehalt von 0,04% (ausländische Produkte zum Teil deutlich mehr) man kauft aus Preisgründen sehr gerne im Ausland ein/ Ein Zink in Pharmaqualität hat nur einen Bleigehalt von 0,002%

    IN der kurzzeitigen Mastviehfütterung ist das unerheblich, denn das Tier hat keine Lebenszeit um hier Auffälligkeiten zu entwickeln.

    Das Pferd welches man aber 20 Jahre und länger hält und halten will, weil es einem ans Herz gewachsen ist…….

    Und so geht es quer durch die Bank. Nette andere Verunreinigungen wie Arsen etc. kommen ebenfalls ins Spiel.

    Man kann da einen Roman drüber schreiben, am Ende des Tages, Geiz ist hier nicht geil, oder aber pay now or pay later (more).

    Und wenn man man die Müslikosten etc. eh einspart, dann denke ich kommt es auch nicht darauf an ob man nun im Bereich Mineral auf ein High End Produkt zurückgreift oder nicht. Man fährt allemal günstiger, den Unterschied sieht und spürt man oft sehr schnell.(Wenn man Ihn kennt)

  • Avatar Lichtgestalt sagt:

    Fintan, welche Mineralfutter (zu reinen Heu oder Heu+Schwarzhaferfütterung) kannst du denn empfehlen? Sorry, falls ich das irgendwo überlesen haben sollte. :red:

  • Avatar Fintan sagt:

    @ Lichtgestalt

    mit der Frage stehe ich ein wenig blöd da. Ich produziere meine eigenen Sachen nach meinen Anforderungen, eben auch Mineral.

    Eben aus oben genannten Gründen. Und da wir eben alle Pferde nur mit Heu und Hafer füttern egal ob nun meine Spaßpferde oder aber Wettkampfpferde / Kundenpferde gibt es halt nur ein Mineral, ein vollständiges halt das keine Sonderprodukte daneben braucht.

    Die Ponys freuen sich drüber und die Sportler funktionieren.

    Was also sollte ich empfehlen?

    Ansonsten würde meine Empfehlung immer in Richtung Pharmaqualität gehen. Evtl. muss man zwar ein wenig mischen um das Optimum zu erreichen wenn Baukästen angeboten werden, aber am Ende des Tages, ich halte meine Pferde nicht um Probleme zubekommen.
    Ich bin Raucher, was wiegen da die Kosten eines High End Mineral gegen die Zigaretten?? Peanuts.

  • Helios Helios sagt:

    @ Helios:

    8| . Wo sind in der Auflistung denn Calzium, Phospor und Magnesium? Das sind doch die eigentlich wichtigsten Bestandteile eines MiFu und fast das einzige, bei denen tatsächlich schnell ein Mangel oder Missverhältnis auftauchen kann.

    sorry, das ist beim Kopieren wohl verloren gegangen:

    11% Calcium, 4 % Natrium, 2 % Phosphor und 1,5% Magnesium

  • Avatar Campera sagt:

    Ich kenn bis jetzt eigentlich auch nur das Mifu von Derby. Finde das eigentlich recht günstig und gut.

  • Helios Helios sagt:

    Campera, ich hatte auch schon mal das von Mela, da müßte ich am Tag 350 g füttern um auf die Werte zu kommen :doh: Josera bietet auch eine Futterzusammenstellung für das jeweilige Pferd an, aber das hab ich nicht ausprobiert, hatte mir aber mal die Unterlagen zuschicken lassen.

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Ich bin Raucher, was wiegen da die Kosten eines High End Mineral gegen die Zigaretten?? Peanuts.

    Wo er Recht hat, hat er Recht! :thumbsup:

  • Avatar Lichtgestalt sagt:

    Ich bin Raucher, was wiegen da die Kosten eines High End Mineral gegen die Zigaretten??

    Äh, aber ich bin Nichtraucher. :blinzel:
    Muss ich nu zum Glimmstengel greifen? :blinzel: Oder sollen meine Pferde anfangen zu rauchen? :blinzel:

    *verwirrtguck*

    Äh, blond bin ich zudem noch. :look: :look:

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Nö, Lichtgestalt, Du kannst so locker doppelt so viel MinFu kaufen… 😀 :hurra:

  • Avatar Valsa sagt:

    Unter der Lupe betrachtet stellen wir fest, ein Kilo Körner kostet ca. 18 Cent.

    Gibts den Hafer in Irland so günstig? Ich bezahle hier beim Händler 0,40 €/kg und beim Bauern, wo der Hafer etwas leicher, also qualitativ etwas schlechter ist, 0,30 €/kg.

  • Avatar Lichtgestalt sagt:

    Nö, Lichtgestalt, Du kannst so locker doppelt so viel MinFu kaufen… 😀 :hurra:

    Ja, aber welches denn? ;(
    Ich geh mal davon aus, dass die wenigsten Heu-Hafer-Fütterer selbiges analysieren lassen um genau über den (momentanen) Mineralstoffgehalt Bescheid wissen und so genau zu dem absolut genial passendem MiFu greifen können. :S
    Ich kann nur sagen, welche MinFu meine eine Stute nicht mag und aussortiert :maul: – was dann ja auch den Sinn verfehlt.

  • Avatar Fintan sagt:

    Die Diskusson zu dem absolut passenden MF unter Laborbedingungen funktioniert nicht. Das einzige was man kann ist optimiert füttern.

    Optimiert füttern heißt über ein MF so sicher abdecken das keine Lücken vorhanden sind. In einigen Bereichen wird man dann in eine Überdeckung geraten, das aber ist nicht schlimm. Es wird ein vielfaches leichter kompensiert als ein schleichender Mangel.

    Mit einem schleichenden Mangel werden Probleme oft erst erst nach Jahren sichtbar. 80% aller Arthrosen sind auf einen schleichenden Mangel zurück zu führen, wenn es soweit ist sehen aber nur ganz wenige den Zusammenhang zur Ursache.

    Man testiert einfach Verschleiss. Jedoch kann nur das verschleissen was nicht stark genug war oder sich nicht genügend regeneriert hat. Und das ist Nährstoffabhängig.

    Dieser ganze Wahn erst zu warten bis ein Blutbild einen ungenauen Mangel anzeigt ist an sich fahrlässig. Zum einen wird im Blutbild ein Mangel nur dann angezeigt wenn es schon mehr als kritisch ist und zum anderen ist die Spanne von Mangel bis zu keinem Mangel recht großzügig. Kein Mangel im Blutbild heißt noch lange nicht optimal.

    Daneben passiert noch was ganz komisches. Das Pferd hat die Möglichkeit wichtige Reserven aus seinem Körper zu mobilisieren um die Vitalfunktion aufrecht zu erhalten. Erst wenn die Körperreserven erschöpft sind, wird ein Mangel testiert.

    So wie eine Mutterstute sich selbst Kalzium und Phospor aus den Knochen zieht wenn sie ungenügend gefüttert wird, sozieht sich ein normales Pferd ebenfalls diverse Stoffe aus dem Körper. Solange dazu die Möglichkeit besteht wird kein Mangel ausgewiesen.

    Um einen Zinkmangel zu provozieren, kann es sein das man über einen langen Zeitraum im Mangel oder ungenügend füttern muss.

    Ist der Mangel angezeigt, so ist der Tank leer, das Pferd „trockengefahren“ und es braucht schon einen recht erheblichen Aufwand bis man diesen Mangel wieder geschlossen hat. In dieser Zeit werden schon die ersten Schäden die später auftauchen gesetzt. Das ist das Gleiche wie ein Auto immer mit einem Minimum an Öl fahren.
    Nicht davon zu reden bis das Optimum erreicht ist.

    Und das geht so quer durch die Bank. Die Gefahr liegen zu bleiben ist wenn man immer nur für 20 Euro tankt erheblich größer als wenn man voll tankt.

  • Avatar Fintan sagt:

    @ Valsa Deine HP entnehme ich das du mehrere Pfede hältst. Wenn du den Hafer vom freundlichen Futtermittelhändler kaufst der nur Zwischenhändler ist, dann hast du ungefähr 100% Aufschlag auf den Preis. Die Preise die ich genannt habe sind ein Durchschnitt aus Europa. Wenn du grössere Mengen abnimmst, dann wird es günstiger. Anstelle eines Sackes mit 25 KG einfach mal 1.000 KG bei der Genossenschaft kaufen und schon fängt es an Spaß zu machen. Wenn du den Hafer vernünftig lagerst, so hält er durchaus ein Jahr. Hier gibt es Silos die funktioneren wie eine Goretexjacke. Feuchtigkeit geht raus, aber nicht rein. Kleine Handliche Silos für kleines Geld. http://www.abs-silos.de/fuer-die-landwirtschaft/produkte/g-silos-fuer-pferde.html Die Silos gibt es sogar mit einem „Blower“ also einem Gebläse das den Siloinhalt noch mal durchtrocknet. Nutzen wir in Irland wegen der Luftfeuchte viel und funktioniert astrein. Es gibt auch Silos mit 1.500 Liter oder 2.000 Liter Inhalt. Das kommt dann auf ca. eine Tonne. Vorteil, kein Dreck aus Umverpackungen, Futterwagen leicht zu füllen, weniger Arbeitszeit, und Ordnung auf dem Hof. Dadurch geringere Kosten. Ab 500 KG Einkauf wird es interessant. Darunter ist es Sackware und die ist teuer.

  • Avatar Actros sagt:

    @Lichtgestalt

    Geh mal einen Schritt zur Seite und klick den Link in Fintans Fenster an.

  • Avatar penelope sagt:

    Es ist wirklich ein Problem, dass Mineralfutter weder als Futter noch als Medikament durchgeht und daher niemand so richtig dafür verantwortlich ist, zu kontrollieren, ob wirklich drin ist, was drauf steht.

    Man kann das umgehen, indem man MiFu kauft, das auch im biologischen Landbau zuglassen ist. Dann findet durch die Bioverbände eine regelmäßige Kontrolle statt.

    Dass bei MiFU für landwirtschaftlich gutzte Tiere sich Verunreinigungen finden wie z.B Arsen, das hier einige Beiträge vorher erwähnt wurde, halte ich für eine sehr gewagte Behauptung. Beispielsweise im Kuh in einem Biobetrieb wird oftmals gut 10 Jahre lang „genutzt“. So ein Tier ist teurer als das durchschnitts Reitpferd und die Milch wird täglich kontrolliert. Ich denke, „gepanschtes“ Futter würde da sehr viel eher auffallen als bei einem Sportpferd, bei dem nur in den Ausnahmefällen in den ganz ganz großen Wettbewerben jemals eine Dopingkontrolle oder ähnliches durchgeführt wird.

  • Avatar Fintan sagt:

    @ Penelope

    ist keine gewagte Behauptung. Arsen sind keine großen Mengen enthalten, denoch sind sie enthalten. Du bist als Futtermittelhersteller in gewisser Form frei in der Wahl deiner Grundstoffe, sie müssen EU konform sein.

    Jedoch gibt es einiges als Unterschied. Und wer sich ein wenig mit Homoeopatie auseinandergesetzt hat oder es an und ab tut, der weiß welch geringe Dosierungen häufig erstaunliche Wirkungen haben.

    In Bezug auf Zink ist es so, das der Preisunterschied zu den reineren Formen recht immens ist. Das gilt auch für andere Stoffe.

    Als Beispiel schreibst du auf ein Mineral drauf Vitamin E xy mg pro KG.

    Vitamin E für Futtermittel hat eine biologische Wertigkeit von 100 und kleiner.

    Gehst du auf Qualität, so verwendest du Alpha Tocopherol. Da ist die Wirksamkeit 149%. Hier entspricht 1 mg Vitamin E dann umgerechnet 1,49 IE (Internationalen Einheiten) Bei der anderen Form ist es dann 100 IE und geringer.

    Der Preis, klar ein kräftiger Unterschied. Aber am Ende des Tages immer noch günstiger als ein Billigmineral und zusätzlich noch X Mittel für Hufe, Muskeln, Fell usw. Vor allem erheblich weniger Ärger und Rätzelraten wo nun was herkommt.

    Calcium ist auch so ein Ding. Dicalziumphosphat ist deutlich minderwertiger als Calciumcarbonat.

    Öko? Die meisten Ökosachen sind irgendwie ein wenig hm, schwer zu erklären. Ich drücke es mal so aus, ich dürfte auf mein Zeug ein Ökosiegel draufpacken, der Test wäre einfach zu bestehen. Aber eine Wertaussage ist das nicht, denn es besagt nur, das ein gewisser Teil an natürlichen Stoffen verarbeitet werden muss.

    Und da mir auf der Ökoschiene zu viel Mist produzert wird weil einfach jeder Öko sein will unabhängig von einer tatsächlichen Wirkung willich das Siegel nicht.

    Öko ist genau so Marketing wie als Idee Kräutermineral. Ein Mineral auf Kräuterbasis funktioniert nicht, es sei denn man würde davon ettliche Kilo am Tag füttern, Beispiel Karotten, 15,7 mg Gehalt an Vitamin A pro 1000 Gramm läßt tief blicken.

  • Avatar penelope sagt:

    Ne, Fintan. Im Bereich Ökolandbau bewege ich mich auf sehr sicherem Eis. Dein MiFu enthält so weit ich weiß beispielsweise Kupfer. Folglich dürfte man das, wenn du gewisse Reinheitstandarts einhälst evtl. geben, allerdings nur nach nachgewiesenem Mangel mit einer Sondergenehmigung, weil sich Kupfer sehr schnell in Organismen und im Boden anreichert und toxisch wirken kann. Eine generelle Gabe solcher Mittel ist untersagt.

    Es gibt sicherlich Leute, die völligen Quatsch als „Öko“ vermarkten. Aber solche Leute – und Leute die es kaufen – gibt es in absolut jedem Bereich, sei es Landwirtschaft, seien es Sättel, Reitkurse, Heilpraktiker, Autoverkäufer oder was auch immer. Trotzdem sind bspw. Sättel oder Autos sinnvolle und nützliche Produkte.

    Aber sei es drum. Wir können auch noch zwei Threads debattieren und ich werde immer noch keine Notwendigkeit sehen, einem gesunden Pferd in leichter Arbeit ein Minerlafutter für 190 Euro zu verabreichen 😛

  • Avatar Actros sagt:

    Wie Kupfer? Ich kann in jedem Supermarkt Kupfer-Präparate für mich kaufen. Warum sollte das nun verboten sein?

    Zu zu teuer, hätte ich anzuführen, daß z.B. viele Hersteller anorganische Verbindungen (was auch immer das ist) verwenden, weil diese ungleich billiger sind, als organische. Aber Ernährungswissenschaftler stellen immer wieder fest, daß der Körper organische wesentlich besser verwerten kann, als eben anorganische. Leider kann nicht festgestellt werden warum. So wird immer die Aussage „es ist nicht erwiesen, daß organische Verbindungen besser verwertet werden können“ vorgebracht. In meinen Augen schon recht irreführend. Und ich habe schon beide „Sorten“ getestet und konnte bei gleichen Mengen doch Magelerscheinungen, auch über Blutbilder bei den anorganisch gebundenen Mifus feststellen.

    Das ist leider super kompliziert. Auch die Verhältnisse zueinander, die Verbindungen usw. in einem MiFu müßen ja genaustens abgestimmt sein, damit die Inhaltsstoffe überhaupt verwertet werden können. Einfach viel von irgendetwas bringt gar nichts.

  • Avatar Stef sagt:

    @ penelope

    190€?? Für welchen Zeitraum???

  • Avatar Fintan sagt:

    @ Actros

    im Prinzip ist die Antwort darauf ganz einfach. Es ist richtig das Chelate besser verwertet werden. Und hier muss ich Penelope recht geben, aus Umweltsicht wäre es wünschenswert man würde mehr Chelate einsetzen.

    Der Haken dabei ist nur das es keiner bezahlen will und man auf Grund des Elementargehaltes an Kupfer (oder auch sonstigen Stoffen) im Chelat große Mengen verfüttert werden müssen um den Bedarf abzudecken.

    Wenn du ein gutes Kupferchelat hast, so ist dort ein Kupfergehalt von 17% enthalten. Es gibt auch Sorten die deutlich weniger Gehalt an elementaren Kupfer haben.

    Die Verwertung hier ist dann ca. 100% aber eben bezogen auf die 17%.

    Nimmst du ein Kupferoxid (es gibt auch hier unterschiedliche Reinheitsgrade) so hast du als Beispiel einen Kupferelementargehalt von 80%. Die Verwertung hier ist brutto schlecht, jedoch unter dem Strich kommt im Pferd trotzdem mehr Kupfer auf Grund des höheren Kupferelementarwertes an.

    Setzen wir hier die Verwertung sehr schlecht mit 30% an, so kommen eben 30% von den 80% Kupferelementarwert im Pferd an.

    Vergleiche ich nun die beiden Verbindungen oder ziehe aus je 100 mg die Bilanz, so liefern mir 100 mg Kupferchelat 17 mg verwertbares Kupfer für das Pferd.

    100 mg Kupferoxid liefern dann aber 24 mg Kupfer für das Pferd.

    Der Rest wird ausgeschieden.

    Der nächste Knackpunkt ist der Preis. Das Chelat kostet ein Vielfaches einer mineralischen Verbindung.

    Daneben brauchst du von dem Chelat 41% mehr um auf die gleichen Versorgungswerte wie mit der mineralischen Verbindung zu kommen.

    Der Preis wäre also das vielfache der mineralischen Verbindung mal 141% wegen dem Mehrverbrauch auf Grund des geringern Kupfergehaltes.

    Mir persönlich wäre das aus Umweltgründen sehr sympatisch.

    In der Schweinemast gibt es derzeit einen Höchstwert von Kupfer pro KG Trockensubstanz Futter von ca. 170 mg.

    Im Bereich Pferd arbeiten wir mit ca. 25 mg bis 30 mg pro KG Trockensubstanz, sind hier also deutlich ökologischer.

    Weiter absenken halte ich für mehr als bedenklich, denn Kupfer ist maßgeblich an diversen Stoffwechelprozessen und vor allem auch regenerativen Prozessen beteiligt. So für die Knochenentwicklung, Pigmente, Bindegewebe (Gelenke, Weichteile), Fruchtbarkeit, Blut und Nerven.

    Eine mangelhafte Versorung mit Kupfer führt zu mannigfaltigen Problemen mit hohen Folgekosten.

    Der Grenzwert beim Pferd in der Kupferversorgung ist übrigens unglaublich hoch. 800 mg Kupfer pro KG Trockenmasse Futter wurden über Monate hinweg beschwerdefrei tolleriert.

    Da ist man mit 30 mg pro KG Trockensubstanz noch sehr weit von entfernt.

    Aber für die Umwelt? Na ja, auch der Weg mit dem Auto in den Stall ist nicht sehr grün. Zum Mastvieh liegen auch noch Welten.

  • Avatar Fintan sagt:

    @ Stef

    bei einem Rennpferd im Volltraining ca. 4,5 Monate, bei einem Isländer oder identischen Pferd 8 Monate. Bei einem anderen Pferd je nach Größe (Gewicht) und Beanspruchung dazwischen 4 – 6 Monate.

    Allerdings bei Vollfütterung und absolut eine weiteren Zusätze egal ob schöne Hufe, schönes Fell oder Kondition und Ausdauer erforderlich. Reicht bei Heu und Hafer als absolute Vollversorgung aus.

  • Avatar Actros sagt:

    Problematisch ist dann die ausgeschiedene Menge Kupferoxid, die sich dann im Boden usw. anreichert?

    Und es darf Kupferoxid gefüttert werden, allerdings in begrenztem Maße?

  • Avatar Fintan sagt:

    Ja das ausgeschiedene reichert sich im Boden an, besonders über die Düngung wenn der Mist ausgebracht wird.

    Die Pferde haben hier den geringsten Anteil dran. Das meiste kommt nicht nur total auch prozentual aus der Mastviehproduktion und auch Milchleistungsfütterung.

    Es darf gefüttert werden.

  • Avatar Actros sagt:

    Ah, danke!

    @penelope

    Vor 8 Jahren, oder so, hat meine Stute einen bösen Pilzbefall bekommen und das Blutbild brachte einen ausgeprägten Zinkmangel zu Tage. Ich hatte 2 Jahre das gute Schaett. Ur…ne gefüttert. Sie konnte es wohl nicht richtig verwerten. Sie bekam dann Zink, der Pilz verschwand und kam nie wieder. :eye:

    Die Behandlungskosten, nur so nebenbei, lagen bei ca. 300,00 Eur.

  • Avatar penelope sagt:

    Mit Begründung darf bei der biologischen Prodkution jedes Mineral gefütert werden (so weit aus verträglicher Herstellung), ohne Begründung so weit ich weiß gerade mal etwas Salz,Phospor und Calzium.

    Es ging mir auch überhaupt nicht um umweltschutzgründe sondern darum, dass jeder Hans und Franz irgend ein Pulver als Mineralfutter falsch deklarieren kann, dann zwar eine Straftat begeht, allerdings wahrscheinlich nie erwischt wird, da aufgrund der Rechtslage keine Behörde klar für die regelmäßige Kontrolle der Mittel zuständig ist. Ist ein Mineral für die Produktion im Biobereich zugelassen, wird es jedoch regelmäßig durch die Bioverbände kontrolliert.

  • Avatar Fintan sagt:

    ???

    Nun ich bin schon ein wenig Öko. Denke schon an das was da noch so kommen kann und wird.

    Was die Deklarationen angeht, nun im „Öko Club“ wird anders kontrolliert. Das ist jedoch kein Gütesiegel für Fütterung mit Sinn und Verstand. Im Rahmen der Öko Werbung werden gerade für Pferde zum Teil recht sinnfreie Futtermittel angeboten, das wohl eher deshalb weil Öko oft mit artgerecht und vor allem bedarfsgerecht verwechselt wird.

    Auf der anderen Seite sieht die EU eine recht straffe Deklarationspflicht vor, die wie du richtig sagst leider nicht eingehalten wird oder so wie ich es sehe teilweise fast arglistig umgangen wird.

    Man kann es charmant als Neurolinguistische Verkaufspolitik bezeichnen.

    Wenn ich die aktuellen Bußgeldkataloge die für Verstöße gegen die Deklarationspflicht entwickelt wurden so durchgehe, so taucht bei mir der Verdacht auf, das man derzeit absichtlich nicht kontrolliert.

    Das deshalb, weil man bei Abschluss der Bußgeldkataloge und einer darauffolgenden Kontrolle ein wenig mehr Geld bekommt. So sieht die Schweiz hier Bußgelder bis zu 50.000 Franken vor und sie suchen die Liberalisierung mit der restlichen EU.

    Es ist abzusehen, das mit den verschärften Kontrollen die schätzungsweise binnen der nächsten 24 Monate einsetzen werden einige von diesen Hinz & Kunz Anbietern vom Markt verschwinden werden.

    Es ist gleichzeitig abzusehen, das es eine Verteuerung geben wird, da auf der einen Seite der Markt ein wenig bereinigt wird und auf der anderen Seite die Prüfung der Unternehmen nebst diversen „Zulassungsverfahren“ diverser Produkte erhebliche Kosten mit sich bringen wird. Rechtsberatungskosten in Bezug auf die Bewerbung von Produkten werden auftauchen und diese erheblich.

    Finde ich an sich nicht schlecht, wird doch dann die Spreu vom Weizen getrennt. Allerdings bleibt es dann am Verbraucher hängen, das ist der negative Beigeschmack.

    @ Actros

    Aber wenn ein Dr. die Ursonne publiziert, dann muss es doch gut sein oder? 😀 Nur ein Schelm würde einem solchen Produkt mehr Marketing, als Substanz unterstellen :rolleyes:

  • Avatar Stef sagt:

    Aha, danke! 190€ für ca. 6 Monate finde ich für ein gutes Min.futter durchaus angemessen. Ich liege bei meinen Großpferden z.Zt. ebenfalls bei 150€.

  • Avatar penelope sagt:

    Genau.

    Hoffentlich bald geben wird = jetzt aktuell gibt es sie noch nicht (die guten, regelmäßigen und sinnvollen Kontrollen von „konventionellen“ Produkten)

    Wenn mich nicht alles täuscht, gibt es auch kein „Bio Pferdefutter“ wie es etwa „Bio Milch“ gibt. Ein Viehfutter ist ein Produktionsmittel und bekommt nicht die gleiche Deklaration wie das Endprodukt. Es kann halt nur nach Kontrolle, evtl mit Einschränkungen, zugelassen werden oder eben auch nicht. Das zielt auf berufliche Landwirte. Mit Vermarktungen im Master***se Katalog hat das nichts zu tun.

    Aber gut, so langsam kommen wir vom hundersten ins tausendste.

  • Avatar träumel sagt:

    „Bio Pferdefutter“

    …aber „BIO-Hafer“ 😀

  • Avatar Fintan sagt:

    @ Penelope

    schon klar mit dem 1.000sten aber ist auch interessant. Und wenn ich dich langweilig oder doof finden würde dann würde ich nicht antworten.

    Für Zusätze im Pferdebereich gibt es schon so einen Öko Tüv, wobei ich nicht sagen kann welche Qualität das hat. Im letzen Jahr hat man mir hier stundenlang das Ohr abgekaut und auch Marketingvorteile versprochen weil Öko ja trendy ist.

    Genau deshalb habe ich es nicht getan.

  • Avatar Actros sagt:

    @ Fintan 8) So ist das!

  • Avatar Hijara sagt:

    Auf einen Öko-Tüv wollte ich jetzt nicht beim Pferdefutter bestehen, mir würde schon *Lebensmittelqualität* reichen.
    Aber natürlich muss auch dies bezahlt werden.
    Und würde sich deshalb vermutlich nicht durchsetzen.

  • Avatar penelope sagt:

    Ne noch mal: Zulassung zur Bio-Produktion ist NICHT das gleiche, wie das Biosiegel aus dem Supermarkt.

    Um einen ganz plakativen Vergleich zu suchen: Es sind für die Bioproduktion auch ganz bestimmte Feldmaschienen zugelassen oder eben nicht. Das bedeutet natürlich nicht, dass du einen Trecker essen sollst 😉

    Was man so unter dem Biosiegel alles kaufen kann ist haarsträuben. Ich hab länger in dem Bereich gearbeitet und wollte mich fast weigern, Bio-Kinder-Gesichtscreme, Bio-Weichspüler oder Bio-Schlankheitskapseln zu verkaufen.

    Die Landwirtschaftliche Produktion der Rohstoffe allerdings ist wenigstens bei den strengen Verbänden (Bioland, Demeter) mit unheimlich viel Know How verbunden. Du musst deinen Biohof als autarken Kreislauf betreiben und hast als Landwirt daher immer die Produktkreisläufe im Hinterkopf. Du solltest optimal deinen Hof so unterhalten, dass dein Boden genügend reich am Mineralien ist, deine Futterpflanzen reichhaltig und deine Frucht- und Feldfolge so, dass dieser Zustand auch über Jahrzehnte erhalten bleibt. Tritt nun an irgend einer Stelle irgend ein Mangel auf ist es natürlich möglich, diesen bei dem Viehbestand durch ein Mineralfutter auszugleichen. Dieses wird dann jedoch durch die Bioverbände auf seine Zweckmäßigkeit geprüft und sollte nur eine vorübergehende Sofortmaßnahme sein. Langfristig musst du die Nährstoffkreisläufe auf deinem Hof so ins Gleichmaß bringen, dass ein Zukauf von fremden Mineralien nicht notwendig ist.

    Das ist nun das Wort zum Freitag geworden 😀 – und natürlich ist mir klar, dass ein Pferdebesitzer in einem Pensionsstall so nicht im Ansatz arbeiten kann. Ursprünglich wollte ich auch nur mal sagen, dass bei den Bio-Zugelassenen Mitteln wenigstens mal jemand drüber geguckt hat – aber ist halt mein „Lieblingsthema“, da schreibe ich mich gerne mal in Rage :red:

  • Avatar Fintan sagt:

    @ Penelope

    Das ist eine schöne Vision. So halten wir immer ein paar Rinder und Schafe weitestgehend „Ökologisch“ wobei ich nicht sagen kann das wir das Land nach bestem Wissen und Gewissen wieder in den Urzuzstand zurück versetzen.

    Das einzige was wir tun ist wir tun dem Land nichts und wir haben viel Fläche pro Stück Vieh. Das Land kann sich also erholen.

    @ Hijara

    Denke schon das es sich durchsetzt nicht im Allgemeinen, aber im Speziellen.

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