Bin ich zu streng?

By testadmin | Archiv: Smalltalk

Liebe Pforgler,

mich beschäftigt seit einiger Zeit was, wozu ich mal gerne eure Meinung
wüsste.

Mein Neffe, 10 Jahre, hat angefangen zu reiten, da war er vier. Also
wirklich sehr früh. Er bekam ca. 2 Jahre Reitunterricht in zwei
verschiedenen Ställen. Danach machte er eine Pause von ca. einem Jahr
und seit dem reitet er in einem Ponyhof. Naja, meiner Meinung nach lernt
man da nicht richtig reiten aber zumindest den Umgang mit dem Pferd.
Reiten konnte er ja schon ganz gut.

Er kennt Woody natürlich seit ich ihn auch kenne, kennt also auch die
Zeit bevor er mir gehörte und er noch alleine stand und ziemlich gestört
war. Mein Neffe ist fast ausgerastet als ich ihm erzählt habe, dass er
jetzt mir gehört. Seine Patentante hat ein Pferd, unglaublich!!!

Dann habe ich ja einen Stall gesucht und leider nur einen „guten“ 30 km
von mir entfernt gefunden. Zum Glück, für mich, 2km von meiner Schwester
und Mama (und Neffe natürlich) weg. Somit hat sich mein Neffe noch mehr
gefreut, denn er kann ja mit dem Fahrrad zu Woody fahren. Ist zwar eine
ziemliche Steigung dazwischen aber nunja, dafür hat er sozusagen ein
„Pflegepferd“.

Am Anfang meinte er noch „Ich komme jeden Tag zu Woody.“ Klar, das ist
Kindergeschwätz und ich meinte zu ihm er solle sowas nicht sagen, weil
er das gar nicht einhalten kann. „OK, …“ meinte er „dann komm ich aber
immer freitags.“ Gut, dachte ich, das ist doch was.

Mein Neffe, hatte großen Respekt vor Woody, gerade weil er ihn ja vorher
schon kannte, ich hab ihm auch verboten, mit ihm was alleine zu machen.
Er durfte mir aber immer helfen ihn zu putzen und mit spazieren gehen.

Er war insgesamt vielleicht 3 mal alleine bei Woody und einmal mit
spazieren. Ich rief immer wieder an und fragte, ob er mit will. Nein,
heut ist dies, morgen das…. Irgendwann sagte ich, er solle sich bei
mir melden, wenn er mit will. Das hat er nie getan.

Ich hab mich wieder aufgerafft und ihn gefragt, ob er zu einem
Bodenarbeitskurs mitkommen will, zum zuschauen. Das hat er dann getan
und es hat ihm richtig gut gefallen. Daraufhin habe ich ihm zum
Geburtstag eine Bodenarbeitsstunde mit Woody geschenkt. Mittlerweile war
Woody ja „normaler“. Er hat sich riesig gefreut. Ganz stolz den
Gutschein überall rum gezeigt. Er darf mit dem Pferd der Tante einen
Kurs machen. :bravo:

Vor dem Kurs hatte er Ferien und ich rief ihn bestimmt wieder fünf mal
an: „Möchtest du nicht mal mit zu Woody, du hast doch etwas Angst, die
solltest du vorher etwas abbauen, außerdem kann ich dir ja schon ein
paar Sachen zeigen.“ „Nö,“ meinte er „heute ist dies, morgen kommt der
zu mir…“ usw.

Ok, mir graute es vor dem Kurs, weil er ja schon ewig nicht mehr bei
Woody war und ja wirklich schiss hatte.

Der Kurs lief dann aber ausgesprochen gut. Woody war toll, mein Neffe
hat es super gemacht und war total begeistert. So begeistert, dass er
nicht mehr zum Ponyhof wollte und ab jetzt regelmäßig mit zu Woody,
damit er ihn vielleicht nächstes Jahr auch reiten kann. Hat mich
wirklich gefreut.

Er ging dann auch vier Tage nach dem Kurs wieder mit, ich habe eine
halbe Stunde Bodenarbeit mit ihm gemacht, dann wollte ich anfangen zu
reiten, plötzlich meinte er, er will heim. Dann meinte ich, „Jetzt musst
du warten bis ich geritten bin, das war doch so ausgemacht.“ Nein, er
wolle sofort heim. Dann hab ich mit ihm geschimpft, dass ich das
unmöglich finde, er solle sich jetzt zusammenreißen und die halbe Stunde
warten bis ich fertig bin. Nein, er wolle heim. „Gut, dann ruf daheim
an und lass dich holen.“ Das hat er dann auch gemacht. Er wolle aber das
nächste mal wenn ich Zeit für ihn hätte wieder mit.

Ein paar Tage später rief ich wieder an, ob er mit will, zuerst hieß es
Ja! dann rief er mich 10 Minuten später an, er geht doch nicht mit, es
sei ihm zu viel (das war samstags um 11 Uhr) wann ich wieder ginge, dann
wolle er zu 100 % mit. Das nächste mal hatte ich Reitunterricht aber
ich sagte, er könne davon eine halbe Stunde abbekommen, dann mache ich
eine Stunde danach. OK, da hat er Lust dazu. Das war gestern.

Gestern rufe ich eine Stunde davor an, dass ich ihn dann und dann abhole
und meine Schwester meinte, er liegt heulend auf der Couch er sei
krank. (Er musste morgens in der Schule 4 km laufen, ich glaube, er war
einfach nur müde). Ich meinte dann, dass ich ihn nicht mehr mitnehmen
werde. Ich rufe ständig an und mache und tue und von ihm kommt einfach
nix. Ich reg mich dann auf und dafür ist mir meine Freizeit echt zu
schade. Sie findet das unmöglich, er sei schließlich krank und ich sei
seine Patentante.

Da bin ich ausgerastet. Ich hab meine Schwester angefahren, dass ich es
unmöglich finde, dass sie nicht mehr hinterher ist, dass, wenn er etwas
anfängt das auch konsequent durchzuziehen. Er fing in seinem kurzen
Leben schon so viel an und brach es nach ein paar Wochen oder Monaten
wieder ab, das find ich einfach unmöglich! SIe meinte dann nur: „Ich
hoffe, dass deine Kinder mal so perfekt sind und so ehrgeizig wie du es
gerne hättest.“

Ich habe schon oft vorgehalten bekommen ich sei zu streng. Mir sind aber
gewisse Werte einfach wichtig. Dazu zählen für mich auch
Zuverlässigkeit. Ich finde nicht, dass ich zu streng bin. Ich bin
konsequent. Er hat von mir oft genug angeboten bekommen mitzugehen. Ich
hätte ihn abgeholt und wieder heim gebracht. Was ist dann streng wenn es
mir irgendwann zu blöd wird und ich sage, ich nehme ihn nicht mehr mit?

Oder bin ich wirklich zu streng und man kann nicht so viel von einem 10 jährigen erwarten? Eigentlich reg ich mich ja mehr über meine Schwester auf, weil sie ihm nicht mal in den Hintern tritt.

Andere Kinder wären doch froh, wenn sie solch eine Möglichkeit hätten. Und noch dazu so ein Service! Abgeholt, heim gebracht, mit der Tante unterwegs usw..

Da reg ich mich echt tierisch auf.

So, das musste sein.

Viele Grüße,

Christl

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Ich finde nicht, dass Du zu streng bist, ich kannn Dich sehr gut verstehen. :friend:

  • Avatar Mia sagt:

    Ich finde es ein wenig merkwürdig, dass er immer total begeistert ist, aber dann das nächste Mal doch nicht mit will. Ich hatte damals immer einmal die Woche Reitstunde und am Tag danach konnte ich schon kaum mehr die nächste Woche erwarten :nix: . Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass er entweder nicht so begeistert ist, wie du es beschreibst, oder das er zwischendurch irgendwie beeinflusst wird, dass Reiten blöd ist. In dem Alter können einen ja auch schonmal die Freunde bedrängen, dass Reiten nur was für Mädchen ist oder so.

  • Avatar Christl sagt:

    Ich versteh es auch nicht. Wenn er wieder so eine „begeisterte Phase“ hat, denk ich mir „Anscheinend hat er doch Lust dazu.“ Dann geb ich mir wieder Mühe und er zieht wieder überhaupt nicht mit.
    Natürlich kann es sein, dass er geärgert wird, dass er reitet. Ich kann mir bei ihm aber auch vorstellen, dass er 1. faul ist und 2. wenn was interessanteres dazwischen kommt einfach absagt. Und das wird halt auch noch unterstützt indem die Eltern nicht mal sagen „Und du gehst! Das war ausgemacht und wird nicht abgesagt.“.
    Wie soll er denn Zuverlässigkeit lernen, wenn dieses mal hüh mal hott immer geduldet wird, ohne Konsequenzen. Vor allem wenn ich dann noch von meiner Schwester Vorwürfe bekomme, wenn ich sage, ich nehm ihn nicht mehr mit. Dann lernt er ja, dass er in seinem Verhalten noch Rückendeckung bekommt und er ja wieder mit kann wenn Herr mal gedenkt seinen Hintern in Bewegung zu bringen. Boah, regt mich sowas auf. :motz:

  • Avatar Zugellos sagt:

    Viele Kinder haben in dem Alter ja schon einen vollen Terminkalender und gehen von einem Kurs zum nächsten, Musik, Sport usw.

    Sind regelrecht verplant und dann überfordert. Wenn das bei deinem Neffen nicht der Fall ist, dann sollte er in der Lage sein 1x wöchtl. zuverlässig mit zu kommen. Ich finde sogar, du bist nicht „streng“, sagen wir mal kosequent genug, ihn immer wieder bitten

    würde ich nicht mehr.

  • Avatar Classis sagt:

    Hallo Christl ich finde nicht das Du zu streng bist.. Meiner Meinung nach müssen Kinder auch in dem Alter schon lernen was auch Verantwortung heißt. Meine Tochter ist auch 10. Sie hatte mit 6 ein eigenes Pony für genau 3 Monate. Da sie sich nicht einmal kümmerte von sich aus war es auch schnell wieder weg. Jetzt sagt sie sie will wieder gerne ein Pony. Wir haben ihr gesagt wenn sie nun 1 Jahr lang regel mäßig jede Woche Unterricht nimmt und sich da um „ihr“ Schulpony kümmert dann denken wir nochmal drüber nach..

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Nur ganz kurz.

    Du bist nicht zu streng. Du bist genervt.

    Und ich begreife nicht warum Du Dich nervst :eye:

    Der Junge will nicht, basta :ja:

    Das Leben ist zu kurz um sich mit Menschen zu umgeben, die einem keinen Spass machen, Patenjunge hin oder her. :ostern:

    Lasss ihn ziehen mach einen Strich und zieh selber Dein Ding durch und Friede, Freude, Eierkuchen wird bei Woody und Dir einziehen.

    Und falls es darum geht, Woody zu beaufsichtigen, weil er weiter weg steht und Du nicht jeden Tag dahinfahren kannst oder willst, dann suchst Du Dir eine nette RB der auch Spass macht, sich mit dem Pferdchen abzugeben.

    So what, lass ihn ziehen, den Patenjungen :bite: :ostern:

  • Avatar Christl sagt:

    Mein Neffe ist eigentlich nicht sehr verplant. Er geht noch ins Tennis. Und bis vor kurzem halt noch Ponyhof. Das finde ich jetzt nicht sooo viel.
    Vor allem konnte er sich ja immer raus suchen, wann er mit geht. Ich hätte und hab mich auch terminlich teilweise nach ihm gerichtet.
    Ich seh das auch eher als Konsequent. Wenn er nicht mitzieht, dann ist halt irgenwann mal Schluss. Ich mach mich doch nicht zum Affen. Wenn er richtig wollen würde, würde er doch auch dran bleiben.
    Classis,
    das finde ich eine sehr gute Methode.

    Bei uns ist nur komisch: zum Ponyhof ist er konsequent jede Woche gegangen. Aber da stand auch meine Schwester dahinter, dass er geht. Sie hatte ja schließlich bezahlt dafür. Mit der Schwester kann man es ja machen. Kost ja nix. Außerdem ist es schließlich ihr Patenkind, da kann sie schonmal sowas machen.

    Ähm, nö!

  • Avatar Christl sagt:

    Der Junge will nicht, basta :ja:

    Wenn ich dann aber zu Besuch bin, fragt er wieder, wann ich mal wieder geh und wann er wieder mit darf. Oder meine Schwester fragt.
    Wenn ich dann sag, er darf nicht mehr mit, bin ich die Böse! Ich wär ja so streng. Er wär schließlich noch ein Kind.

    Ja, ich bin genervt. Tierisch sogar.

    Hab ne Reitbeteiligung. Die kommt zwei mal die Woche.

  • Avatar wind sagt:

    Das Leben ist zu kurz um sich mit Menschen zu umgeben, die einem keinen Spass machen, Patenjunge hin oder her.

    Der Satz ist gut! :thumbsup:

    Christl, wenn er wirklich will, dann kommt er schon auf Dich zu! Ich würde ihn jetzt einfach nicht mehr fragen. Und wenn Deine Schwester nicht so dahintersteht, wer weiß ob es dann so klug ist, ihn zu überreden..

    Edit: sehr gerade, er fragt. Aber dann würde ich ihm klipp und klar sagen, dass nun Du keine Lust mehr hast. Einer ist immer der Böse .. :nix:

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Ganz ehrlich? Das hat mit Strenge gar nichts zu tun. Offenbar gehst Du an den Knirps mit einer Erwartungshaltung heran, die er schon deshalb nicht erfüllen kann, weil sein Interesse an Pferden eben nicht so groß ist, wie Deins. Und warum sollte das Kind Verantwortung für etwas übernehmen, an dem ihm halt nicht so viel liegt? Zwingen kannst Du den Knirps nicht, also lass es einfach und ärgere Dich nicht weiter…

  • Gandi Gandi sagt:

    Das Leben ist zu kurz um sich mit Menschen zu umgeben, die einem keinen Spass machen

    DAS ist für mich der Satz des Tages :thumbsup:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Der Junge will nicht, basta :ja:

    Wenn ich dann aber zu Besuch bin, fragt er wieder, wann ich mal wieder geh und wann er wieder mit darf. Oder meine Schwester fragt.

    Kein Problem, ganz einfach, wenn er mitwill soll ihn Deine Schwester bringen und wieder abholen…wo liegt das Problem?

    Wenn er kommt OK, dann macht ihr was, wenn er nicht kommt temps pis :nix:

    Und Du ziehst an dem Tag Dein Ding durch, was Du Dir sowieso vorgenommen hast, und wenn Du z.b. reiten wolltest, dann reitest Du und er darf Dir allenfalls zugucken und das Pferd putzen und evtl. noch ein bisschen draufsitzen :na:

    Du ziehst einfach Dein Ding durch. Es ist Dein Pferd, Deine Freizeit, Dein Einsatz…und wenn man dir Egoismus vorwerfen würde…was sollst, sind wir nicht alle Egoisten :na: :bravo: :bite:

  • Avatar HaffiAnni sagt:

    Hallo Christl!

    Also ich finde auch nicht, dass du zu streng bist. Da würden sich mir auch die Fußnägel hochrollen.

    Ich hasse sowas! Ich hasse Unzuverlässigkeit und ähnliche Dinge. Da können sich 10 jährige ruhig dran gewöhnen. Gerade im Bezug auf Tiere ist das total wichtig für mich. Wenn ich einen 10 Jähriges Kind hätte was zum Beispiel ein Kaninchen haben wollen würde müsste es auch dafür sorgen JEDEN TAG und nicht nur dann wann das Kind Lust dazu hat.

    Mit 10 „können“ Kinder schon ganz andere Dinge. Da dürfte man ja wohl Zuverlässigkeit verlangen können.

    Ich finde Merlins Posting TOP :thumbsup:

  • Avatar Ynse sagt:

    Warum ist er in den Ponystall gern gegangen und bei dir macht er so ein Theater?Hat er vielleicht ein Problem mit dir,so Zwischenmenschlich gesehen?Oder er ist grad in einer Phase vom „ich weiß nicht was ich will“ :nix:

  • Avatar McFlower sagt:

    Du rufst in unregelmäßigen Abständen (mal seltener, mal ganz oft) an, und fragst, ob er mitkommen will. Und er will eben nicht. Na und? Ich kann da keine Unzuverlässigkeit erkennen, so lange nicht alle naselang irgendwelche fest zugesagten Termine abgesagt werden. Und krank ist krank, finde ich. Durchs Telefon kannst du nicht erkennen, ob es ihm wirklich schlecht geht, oder nicht. Diese Beurteilung musst du deiner Schwester überlassen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass der Junge (und vielleicht auch deine Schwester) ein Problem mit diesen Spontanaktionen hat. Viele Kinder lieben Vorhersehbarkeit und Rituale. Gerade, wenn er noch etwas mit Angst zu kämpfen hat, braucht er vielleicht einige Zeit, um sich auf den „Pferdetermin“ einzustellen und mental vorzubereiten. Der Bodenarbeitskurs hat vielleicht deshalb so gut geklappt, weil er von langer Hand geplant war.

    Wenn du wirklich versuchen willst, den Jungen an dieses Pferd heranzuführen, würde ich mit ihm und deiner Schwester eine Art „festen Termin“ vereinbaren. Einmal pro Woche zu einer festen Uhrzeit. Das kann man planen und gut isses. Wenn dieser Termin dann oft abgesagt wird, kannst du deiner Schwester ohne Probleme sagen, dass es so nicht geht und dass er nicht mehr mitkommen kann, ohne dass du die Böse bist.

    Die zweite Variante ist die von Merlin. Du sagst deiner Schwester, sie soll anrufen, wenn der Junge mit zum Stall will. Dann sagst du ihr, wann du an diesem Tag dort bist und wann sie ihn hinbringen und wieder abholen soll.

  • casper109 casper109 sagt:

    Wenn du wirklich versuchen willst, den Jungen an dieses Pferd heranzuführen, würde ich mit ihm und deiner Schwester eine Art „festen Termin“ vereinbaren. Einmal pro Woche zu einer festen Uhrzeit. Das kann man planen und gut isses. Wenn dieser Termin dann oft abgesagt wird, kannst du deiner Schwester ohne Probleme sagen, dass es so nicht geht und dass er nicht mehr mitkommen kann, ohne dass du die Böse bist.

    Zu deiner Frage nein du bist nicht zu streng.

    Aber den Vorschlag von McFlower :thumbsup:

  • Watson Watson sagt:

    Christl, warum rennst du den Kind so nach? Wenn er mit möchte, soll er sich mit dir in Verbindung setzen, wann du im Stall bist und dann kann er kommen oder sich hinbringen lassen. Ich hätte da ganze 3 mal angerufen und gefragt und dann fertig :nix: Wer was will der soll sich melden.

  • Avatar Christl sagt:

    Im Ponyhof, denk ich, war mehr Druck von meiner Schwester dahinter. Zwischenmenschlich ist bei uns eigentlich alles super. Er liebt es bei mir zu übernachten oder mit mir was zu unternehmen. Vielleicht bin ich ihm wirklich etwas zu streng. Von Zuhause ist er das nicht gewohnt. Z.B., dass er, als er dabei war heim wollte. Meine Schwester wär dann halt heim gegangen. Ich nicht.

    Naja, ich habe am Anfang regelmäßig angerufen, dann hab ich es für einige Zeit ganz sein lassen, weil keine Resonanz kam. Dann hab ich wieder, die Zeit vor seinem Kurs regelmäßig angerufen, da kam auch nichts. Nach dem Kurs meinte er ja, ich solle anrufen, wenn ich geh. Das tat ich dann auch. Seit dem, regelmäßig. Wir haben auch vier Tage davor was ausgemacht. Das finde ich eigentlich nicht zu kurzfristig.
    Das mit dem festen Termin finde ich aber eine gute Idee. Vielleicht ist dann meine Schwester auch etwas mehr hinterher. Ich werde es mal vorschlagen.
    Dass sie ihn hin fährt, ist eigentlich blödsinn, da ich fast an dem Haus meiner Schwester vorbei fahre. Aber ich kann ja ausmachen, dass er schon draußen steht, wenn ich komme.
    Dass sie oder er mich anruft, wenn er mit will haben wir ja auch schon probiert. Das klappt net.

  • Watson Watson sagt:

    Christl was klappt daran denn nicht? Wenn er sich nicht meldet, will er nicht mit

  • Avatar Mia sagt:

    Ich finde das ist ein guter Plan. Und wenns nicht klappt, dann eben nicht, aber es kann dir keiner vorwerfen, dass du dich nicht bemüht hast.

  • Bille21 Bille21 sagt:

    Das Leben ist zu kurz um sich mit Menschen zu umgeben, die einem keinen Spass machen

    DAS ist für mich der Satz des Tages :thumbsup:

    *unterschreib*

    Und wenn man den Hund zum Jagen tragen muss, dann ist es besser, es komplett bleiben zu lassen. :thumbdown:

  • Wildecker Herzbube Wildecker Herzbube sagt:

    Oh man wart mal bis sie 12 ,13 sind und endecken das es außer Pferde auch noch Jungs (in meinem Fall ) Musik und das schmincken gibt :panik: .Da gibt es phasen heute geh ich mit und morgen will ich nie wieder reiten :doh: .
    Ich hab meine erwartungen auch immer zu hoch gesteckt was meine Kinder betrifft das mach ich nicht mehr.
    Wenn sie die Pupertät überstehen und dann noch am Pferd interesse hat dan wird es auch bleiben ,denk ich mal 😛 .
    Also immer gedult haben und wenn der kleine nicht will lass ihn daheim.Dann bist du nicht genervt und gestresst und wenn er mit
    will nimm ihn mit wenn du magst dan hast du auch den Nerv eventuelles genörgel wegzustecken 😉 .

  • Avatar kitiara sagt:

    Im grossen und ganzen stimme ich Merlin da voll zu.
    Bei uns heisst es: Wer nicht will, der hat gehabt. Fertig.

  • Avatar Valsa sagt:

    Wenn er sich nicht meldet, will er nicht mit

    Sehe ich auch so. Wenn Kinder etwas wirklich wollen sind sie schon hinterher, daß sie es auch bekommen.

  • Avatar nadl&merlin sagt:

    Kein Problem, ganz einfach, wenn er mitwill soll ihn Deine Schwester bringen und wieder abholen…wo liegt das Problem?

    Wenn er kommt OK, dann macht ihr was, wenn er nicht kommt temps pis :nix:

    Und Du ziehst an dem Tag Dein Ding durch, was Du Dir sowieso
    vorgenommen hast, und wenn Du z.b. reiten wolltest, dann reitest Du und
    er darf Dir allenfalls zugucken und das Pferd putzen und evtl. noch ein
    bisschen draufsitzen :na:

    Du ziehst einfach Dein Ding durch. Es ist Dein Pferd, Deine Freizeit,
    Dein Einsatz…und wenn man dir Egoismus vorwerfen würde…was sollst,
    sind wir nicht alle Egoisten :na: :bravo: :bite:

    …sehe das gnauso wie MerlijnCH und finde auch nicht dass du zu streng bist 😉 .

    Mit 10 ist man durchaus schon in der lage etwas Verantwortung zu übernehmen und zuverlässig zu sein. Bei mir wars zumindest so. Ich habe gelernt…wenn ich was haben will muss ich mich darum kümmern und was dafür tun. Habe mit 10 Jahren mein Pony bekommen (bzw. selbst gekauft vom Kommuniongeld :ja: ) um das ich mich selbst gekümmert habe, weil ich wusste, wenn ichs nicht tu kommts auf der Stelle weg. Auch davor hab ich mich immer mit um das Pony meiner Nachbarin gekümmert, misten, putzten, reiten etc. Ich liebe Pferde vom ersten Augenblick an als ich eins sah, auch in der Pupertät hat dies nicht nachgelassen. Also wer willder kann auch bzw. setzt sich auch dafür ein – meine Meinung!!

    Liebe Grüßlas an Alle 😉

  • Avatar Saro sagt:

    Dass sie ihn hin fährt, ist eigentlich blödsinn, da ich fast an dem Haus meiner Schwester vorbei fahre.

    wieso wird der geholt und gebracht? Hast Du nicht irgendwo geschreiben, dass das Pony für ihn mit dem Fahrrad erreichbar ist?. Dann reicht es doch, wenn Du ihm sagst ich bin dort, kommt er gut kommt er nicht auch gut und will er nach Hase kann er das selbständig tun.

  • casper109 casper109 sagt:

    wieso wird der geholt und gebracht? Hast Du nicht irgendwo geschreiben, dass das Pony für ihn mit dem Fahrrad erreichbar ist?. Dann reicht es doch, wenn Du ihm sagst ich bin dort, kommt er gut kommt er nicht auch gut und will er nach Hase kann er das selbständig tun.

    :thumbsup: voll unterschreib, außer es regnet bzw schüttet 😉 Bis´n regen schad auch nix :na:

  • Avatar Miss Sophie sagt:

    Dass du zu streng bist, finde ich auch nicht. Mich nervt das auch ungemein, wenn Leute kurz vorher was absagen und man weiß oder merkt, dass es nicht aufgrund wichtiger andere Verpflichtungen ist, sondern weil die Person nun grad in diesem Moment doh keinen Bock hat. Und ic hfinde auch, dass man Kindern das beizeiten beibringen sollte, und da sind 10 Jahre sicher nicht zu früh.

    Allerdings könnte es sein, dass der Zeitpunkt deiner Unmutsäußerung und der Verweigerung weiterer Angebote aus diplomatischer Sicht etwas ungünstig gewählt war, weil er ja in diesem Moment offensichtlich tatsächlich krank oder zumindest arg erschöpft war. Dass an dem Punkt deine Schwester ihren Missmut über dein Unverständnis äußert, wundert mich somit nicht.
    Deine Verweigerung jetzt nur als Folge dieses einen Vorfalls zu sehen und die anderen Gelegenheiten völlig unreflektiert zu lassen, ist sicher auch nicht richtig, aber da kann man wohl nix machen als nochmal auf die vielen anderen verpassten Verabredungen hinzuweisen.

    Also Fazit bliebe aber für mich auch nur: lass ihn laufen, sooo groß scheint das Interesse ja nicht zu sein.

    Oh mann, ich bin gespannt, wie das wird, wenn mein Neffe noch mal 5 Jahre älter ist….

    Gruß
    Nini

  • Avatar HaffiAnni sagt:

    Dass sie ihn hin fährt, ist eigentlich blödsinn, da ich fast an dem Haus meiner Schwester vorbei fahre.

    wieso wird der geholt und gebracht? Hast Du nicht irgendwo geschreiben, dass das Pony für ihn mit dem Fahrrad erreichbar ist?. Dann reicht es doch, wenn Du ihm sagst ich bin dort, kommt er gut kommt er nicht auch gut und will er nach Hase kann er das selbständig tun.

    Ich weiß nicht… mittlerweile sehe ich das etwas kritisch. Ich bin auch immer mit meinem Fahrrad überall hingefahren (zum Stall, Schule, usw.), aber wie man ja jetzt wieder gesehen hat im Fall Mirco kann man ein 10 Jähriges Kind wohl wirklich nicht mehr allein 3 km mit dem Rad wegfahren lassen. Ok, da spielt die Uhrzeit vielleicht auch noch eine Rolle, aber ich glaube wenn sich die Mitfahrgelegenheit ergibt, weil sie ja eh da vorbei muss würde ich diese für mein Kind auch bevorzugen…. mittlerweile… *seufz*

  • Avatar Patrizia sagt:

    Zu streng? Nein.
    Zu inkonsequent? Ja.

    Für mich hört sich das so an, dass der Junge einfach zu viele Möglichkeiten hat. Bisher konnte er mit Dir mitkommen oder auch nicht, konnte absagen wann er wollte, konnte andere Prioritäten setzen, wie es ihm gefiel, ohne irgendeine Konsequenz zu spüren – Du hast ihn ja immer mal wieder gefragt. Ich denke, in dem Alter ist es noch schwierig, Prioritäten zu setzen, wenn einem die Möglichkeiten so hinterher getragen werden.

    Sag ihm einen Termin in der Woche (die anfängliche Absprache war ja freitags), da bist Du am Stall und ansprechbar für ihn, er kann kommen oder es lassen (warum sollte er nicht mit dem Rad fahren? Tut ihm gut…und schont Deine Nerven), aber das ist SEIN Termin, für ihn reserviert. Der ist nicht aufschiebbar oder diskutierbar, und darüber wird auch nicht ewig und drei Tage hin und her telefoniert… wenn er 15 Minuten nach dem vereinbarten Zeitpunkt nicht aufschlägt, machst Du mit dem Pony was Du willst. Dann kann er gerne zugucken, aber mehr nicht.

    Was Du ihm bisher beigebracht hast (und seine Mutter scheint das auch nicht weiter schlimm zu finden…) ist nur, dass immer wieder jemand für ihn die Karre aus dem Dreck zieht, weil er immer wieder Chancen bekommt. Er ist mit 10 nicht mehr so klein, dass er den Wochentag und die Uhrzeit nicht lesen kann. Wenn doch, ist die Mama dafür zuständig… :daumen:

  • Avatar Christl sagt:

    Ich habe einfach das Gefühl, dass er von Zuhause nicht lernt sich selbst etwas am Riemen zu reißen und auch mal zum Pferd zu gehen, wenn’s gerade nicht so passt. Das regt mich einfach auf. Ich finde das so wichtig. So etwas lernt er doch für’s Leben.
    Ich meine, auch mal was zu tun, obwohl man gerade keinen Bock drauf hat. Meistens macht’s doch dann trotzdem Spaß und es kostet nur etwas Überwindung. Aber es ist nicht mein Kind. Wenn meine Schwester ihm das nicht beibringen will, ok.

    Der Zeitpunkt meiner Unmutsäußerung war wohl wirklich schlecht gewählt. Ich tu mich manchmal etwas schwer mich zurückzuhalten. :red: :daumen:

    Ich sehe aber auch einfach Potential in ihm und wenn er dann mal dabei war fand er’s toll und war wirklich begeistert.

    Er bekommt jetzt eine letzte Chance. Ich habe mit meiner Schwester telefoniert und ihr vorgeschlagen einmal die WOche zu einem festen Termin mit ihm zum Pferd zu gehen. Sie fand das gut und wird es ihm, wenn er von der Schule kommt, vorschlagen. Wenn er sich dann nicht konsequent dran hält, sag ich ihm, dass er nicht mehr mit darf. Außerdem möchte ich, dass er fertig ist, wenn ich ihn hole. Also ich hupe und er kommt raus.

    Mit dem Fahrrad würde auf jeden Fall gehen. Es ist wirklich nicht weit. Man könnte es sogar in 15 Minuten zu Fuß schaffen. Maximal. Ist halt steil. Dazu ist er zu faul und meine Schwester unterstützt ihn indem sie mir sagt, ich könne ihn ja mitnehmen. Obwohl er etwas Bewegung auch gut vertragen würde.

  • Avatar Christl sagt:

    @Patrizia: Ganz genau! So werd ich’s machen. Ich denke auch, dass du es ziemlich gut getroffen hast. Er konnte einfach die ganze Zeit absagen und ich hab wieder angerufen.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Christl, mal ganz direkt..und es ist überhaupt nicht böse gemeint.

    Was Deine Schwester mit dem Kind macht oder nicht macht kann Dir wurscht sein.

    Wenn Du Kinder erziehen willst, musst Du selber welche aufstellen.

    Wenn Du Tennnismutti spielen willst ebenfalls.

    Ist nicht böse gemeint, aber ich begreif den Aufruhr nicht. :friend:
    Du machst Dir viele zu viele Gedanken, die Du Dir gar nicht zu machen brauchst

  • Watson Watson sagt:

    MerlijnCH genau das lag mir auch der Zunge, nur mit wesentlich schärferen Worten 😀

    Christl, die Erziehung, auch wenn was fehlt, ist nicht deine Sache. Mach dir daran deine Nerven nicht kaputt.

    Ich merke schon, es gibt schon Gründ, warum ich keine Kinder möchte.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich merke schon, es gibt schon Gründ, warum ich keine Kinder möchte.

    *giggel*….das hast aber DU gesagt :eye: 😀

    Und ich wehre mich seit mindestens 35 Jahren erfolgreich gegen Patenkinder jedweglicher Art :na: :ostern:

    Was nicht heisst, dass ich Kinderhasser bin 😀 aber auch mit den Goofen meiner 4 Geschwister (also denen bin ich ja Tante) habe ich nur immer was unternommen wenn ICH Lust hatte.

    Dann hatten DIE aber immer Lust…komisch ich war immer höchst angesagt 😀

  • Avatar Christl sagt:

    Ich weiß, dass ich mich nicht einmischen sollte. Ist aber schwer für mich. Ich bekomme einfach zuviel mit. Wäre es jemand fremdes, wäre es mir auch egal. Meine Schwester meint oft genug: „Du könntest mal wieder was mit ihm unternehmen Du bist schließlich seine Patentante.“ Aha, aber einmischen darf ich mich dann nicht. Dann soll sie solche Sprüche auch bleiben lassen.

    Ich finde einfach grundsätzlich, dass heutzutage die Werte in der Kindererziehung verloren gehen. Bei Fremden kann ich das noch ertragen aber in der Familie? Ich weiß nicht.

    Aber bei mir ist das ja immernoch die Theorie. Wie es dann mal in der Praxis aussieht, wird man dann sehen. Wir arbeiten dran. 😉

    Bin mal gespannt, ob sich meine Schwester dann bei mir einmischt. Wahrscheinlich bin ich dann eine Rabenmutter, weil ich viel zu früh wieder arbeiten geh und viiiieeeeel zu streng. Die armen Kinder! 😀

  • Avatar maurits sagt:

    und mir würde es an Stelle Deiner Schwester grenzwertig auf den Senkel gehen, wenn sich jemand aus der Familie in die Erziehung einmischt.

    Ich würde dem klare Grenzen setzen, und ich würde erwarten, dass diese respektiert werden.

    Du respektierst weder die Art wie Deine Schwester das Kind erzieht, noch das mangelhafte Interesse des Kindes am Pferd.

    lg

  • Avatar maurits sagt:

    .

    Ich finde einfach grundsätzlich, dass heutzutage die Werte in der Kindererziehung verloren gehen. Bei Fremden kann ich das noch ertragen aber in der Familie? Ich weiß nicht.

    das geht Dich einen …. an. Es ist ihr Leben, nicht Deins.
    Ebensowenig würdest Du ertragen können, wenn sich Leute permanent in Dein Leben einmischen.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Maurits….. 8o 8o 8o 8o 8o

    Du verschreckst Christel :eye: 8o 8o 8o 8o 8o :bite:

    Aber irgendwie….Christel….recht hat sie :ja:

    Und Christel, wenn Deine Schwester sich beklagt, du würdest nix mit dem Patenkind unternhmen, dann sag einfach, wenn es was unternehmen will, sollte es sich doch besser selber melden. Ist doch alt genug das Jüngelchen, und sprechen kann es sicher auch schon und weiss sicher auch, wie man ein hundsgewöhnliches Telefon bedient, wobe das private Händy – nehme ich mal an – kommoder ist 😀

    Vielleicht will ja Jüngelchen mal was unternehmen, was nicht mit Pferden oder Woody zusammenhängt, hast Du mal schon nach Wünschen nachgefragt.

    Soviel ich weiss gehen Kinder gerne zu McDonalds essen :eat: *kreiiiisch* 8o 8o :panik1: :panik1: :panik1: :panik1:

  • Avatar HaffiAnni sagt:

    Irgendwie finde ich aber gar nicht, dass Christl sich in die Erziehung einmischt. Sie bietet dem Neffen an Pferdisch zu lernen und möchte dafür klare Regeln die eingehalten werden. Das ist für mich absolut verständlich und nachvollziehbar.

    Wenn sich dann Mutter und Kind nicht daran halten hätte ich auch derbe den Papp auf.

    Viel mehr mischt sich doch die Schwester in Christls Leben ein indem sie sie immer wieder unter Druck setzt und ihr vorschreibt…:“Du könntest auch mal wieder was mit ihm unternehmen – bist ja schließlich seine Patentante!“.

    Ich glaube wenn ihr euch jetzt auf den festen Tag einigt und das so macht wie hier vorgeschlagen, dann habt ihr eine klare Linie und wenn sich nicht daran gehalten wird, gut, dann hat er halt keine Lust und es ist ok. Aber dann hast du wenigstens einen klaren Rahmen in dem du handeln kannst. :thumbsup:

  • Avatar Gambassi sagt:

    Hm, um mal einen anderen Gedanken einzuwerfen – diese immer kurzfristig wieder absagen und Ausreden erfinden, könnte es da nicht auch einfach sein, dass er plötzlich wieder Schiss kriegt und das nicht zugeben will? Ich kenne das, wenn Kinder in der Reitstunde Angst haben: Da ist dann ständig irgendwas, die haben Durst, die müssen aufs Klo, denen ist schwindelig, denen tut was weh, denen fällt ständig, vielleicht auch unbewusst, irgendwas ein, um die Stunde zu unterbrechen. Sie sind dann immer im Zwiespalt, weil sie zwar eigentlich gerne Reiten, aber aus welchem Grund auch immer Angst haben. Vielleicht ist das bei ihm auch ähnlich? Oder es gibt irgendein anderes Problem (die anderen Jungs finden Reiten doof o.ä.). Das muss er aber mit sich selbst ausmachen. Ist ja ein Stück weit auch ein Teil der Charakterbildung, ob er seinen eigenen Schweinehund überwindet oder nicht. Wenn er es nicht tut, sind ihm die Pferde wohl doch nicht so wichtig.

    Ansonsten würd ich ihn auch nicht hinterhertelefonieren. Wenn er von sich aus wieder fragt, gut, dann mach ihm aber von vornherein klar, dass wenn ihr einen Termin ausmacht, er dann auch mitzukommen hat und auch warten muss, bis du fertig bist. Wenn er das nicht will, es lassen. Wenn du etwas mit ihm unternimmst, kannst du deine Regeln aufstellen, da muss er dann wissen, ob er sich daran halten kann. Das kannst du ja auch deiner Schwester so sagen, schließlich stellst du dich ja auch zeitlich darauf ein, dass er mitkommt, und überlegst dir ‚Programm‘. Darüber hinaus würde ich mich aber auch nicht einmischen, das ist die Sache deiner Schwester.

  • Watson Watson sagt:

    *giggel*….das hast aber DU gesagt

    😀 und DU gedacht :stein:

    Mau, so ähnlich hatte ich was in den Fingern, aber ich wollt nich gleich so mit der Tür ins Haus fallen :daumen:

  • Avatar Christl sagt:

    So empfindlich bin ich jetzt nun auch wieder nicht!

    Ja, ich denke die Einmischerei beruht auf Gegenseitigkeit. Meine Schwester erwartet von mir, dass ich in meiner Freizeit was mit ihren Kindern mache. Im Gegenzug erwarte ich, dass sich an gewisse „Regeln“ gehalten wird. Ich sage ihr, dass ich finde, sie vermittelt ihren Kindern gewisse Werte nicht (wer soll es ihr sonst sagen), sie sagt mir, ich wäre zu streng (wer soll es mir sonst sagen). Meiner Meinung nach, kann unser Verhältnis so etwas durchaus ab. Trotzdem muss ich mich zurückhalten. Ich sage es ihr manchmal (oft auch nicht) und dann ist gut.

    Ich hab mit meinem Neffen schon unzählige andere Sachen gemacht. Wilhelma, Zoo, Go Kart Führerschein, Sea World, Geocaching, Indoorspielplatz (früher), Eis essen, Greifenwarte usw.. Er ist also durchaus verwöhnt was das Unterhaltungsprogramm betrifft.

    Was die Angst vor dem Pferd anbetrifft, könnte das schon sein. Die müsste er halt mal langsam überwinden. Wenn er aber nicht mitgeht, kann er das nicht.
    Wie gesagt, habe ihm vorgeschlagen, dass wir einmal die Woche einen festen Termin ausmachen an den er sich halten muss. Jetzt soll er entscheiden.

  • Avatar gitte sagt:

    Hallo,

    ich denke auch, dass Du nicht streng bist, nur konsequent. Ich hab so ein ähnliches Problem mit meiner Reitbeteiligung gehabt und hab Sie vor kurzem entfernt.

  • Avatar Christl sagt:

    Er ist einverstanden.
    Ich habe ihm gesagt, er solle mir sagen, wenn er nicht will, dann lassen wir’s. Ich bin ihm nicht böse. Nein, er will das so. Dann hab ich gesagt, dass er sich dann aber auch dran halten muss und an denen Tagen halt nix mit anderen ausmachen kann. Der Termin ist fest. Ja, er wird sich daran halten er will das so.

    Jetzt bin ich mal gespannt.

  • Avatar Miss Sophie sagt:

    Ich auch!! 8) 😉

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Suppi…Du musst einfach konsequent bleiben.

    Wer nicht will hat gehabt 😀

    Wie richtigerweise hier schon jemand bemerkte :friend:

  • Avatar träumel sagt:

    und mir würde es an Stelle Deiner Schwester grenzwertig auf den Senkel gehen, wenn sich jemand aus der Familie in die Erziehung einmischt.

    Ich würde dem klare Grenzen setzen, und ich würde erwarten, dass diese respektiert werden.

    Du respektierst weder die Art wie Deine Schwester das Kind erzieht, noch das mangelhafte Interesse des Kindes am Pferd.

    lg

    .

    Ich finde einfach grundsätzlich, dass heutzutage die Werte in der Kindererziehung verloren gehen. Bei Fremden kann ich das noch ertragen aber in der Familie? Ich weiß nicht.

    das geht Dich einen …. an. Es ist ihr Leben, nicht Deins.
    Ebensowenig würdest Du ertragen können, wenn sich Leute permanent in Dein Leben einmischen.

    mau das finde ich gut :ja:

    und Christl, bin gespannt ob es nun so klappt !

  • Avatar Flora1 sagt:

    Na…das hört sich doch gut an….noch was am Rande,vielleicht solltest du keine Sätze sagen mit…“wenn du Angst hast“…..Jungen finden das echt doof….
    sag ihm lieber wie toll er etwas macht und ermuntere ihn…..
    Mein Sohn saß mal als er 6 oder so war auf meinem Pferd,ich hatte es geführt….da kam plötzlich ein riesiger Hund aus dem Gebüsch gesprungen und
    mein Pferd hat sich ziemlich erschreckt,er ist da fast runter gefallen,mir ist das Herz in die Hose gerutscht….er wollte gerade loslegen mit weinen…
    das hab ich ihn angeguckt und hab ihn gelobt was das Zeug hält,weil er die Situation so super gemeistert hat…Weinen vergessen,hat gestrahlt über
    beide Ohren….manchmal sind es klitzekleine Dinge oder Worte die die Situation beeinflussen…zum Positiven oder zum Negativen…

  • GidranX GidranX sagt:

    Ganz ehrlich? Das hat mit Strenge gar nichts zu tun. Offenbar gehst Du an den Knirps mit einer Erwartungshaltung heran, die er schon deshalb nicht erfüllen kann, weil sein Interesse an Pferden eben nicht so groß ist, wie Deins. Und warum sollte das Kind Verantwortung für etwas übernehmen, an dem ihm halt nicht so viel liegt? Zwingen kannst Du den Knirps nicht, also lass es einfach und ärgere Dich nicht weiter…

    Genau meine Meinung. Der Junge MUSS doch nicht reiten? Sei nicht sauer auf ihn, das ist schließlich nicht wirklich beeinflussbar…Ich denke, das es ihm zwar Spaß macht mit Dir mit zu fahren, wenn er so gar nix anderes vor hat..aber um wirklich dahinter zu stehen, hat ihn der PFerdevirus wohl nicht gepackt. So what. Biete ihm an, wann immer er Lust hat, Dich anzurufen, vielleicht möchte er ja gerne Zeit mit dir verbringen – aber eben nicht jedes Mal beim Pferd?

  • Avatar Patrizia sagt:

    Klar muss der Kurze nicht reiten! Darum geht’s doch hier auch garnicht primär…. aber er muss lernen, sich an sein Wort zu halten. Das ist Erziehungssache. Primär der Mutter, ist schon richtig. Ich würd auch den Teufel tun, der da rein zu reden (Mütter können da seeeehr empfindlich sein.. 😛 ), aber ich finde durchaus, dass es Christel betrifft, nämlich in dem Moment, in dem sie involviert ist. Später wird der Kurze auch Termine einhalten müssen und es kann nicht immer nur heissen „hat die Mama halt verlatzt – darum müssen es jetzt andere ausbaden“. 10-jährige können – genau wie unsere Zossen – schon recht ordentlich unterscheiden, bei wem sie sich was leisten dürfen und bei wem was nicht.

    Christl, versuch so unemotional wie möglich zu bleiben. Wenn der Plan klappt, schön, wenn nicht, auch recht. Was seine Mutter ihm beipult, ist tatsächlich nicht Deine Sache – aber was er in DEINER Gegenwart lernt oder nicht lernt, durchaus.

    (diese Geschichte mit „mach doch mal was, ist schließlich Dein Patenkind!“ hatte ich auch schon. Bei mir gings primär um „schenk gefälligst dem Kind was, undzwar in ordentlichem Wert, und das regelmässig“. Hab die Patenschaft irgendwann niedergelegt, denn bis auf Geschenke und Geld schicken durfte/ sollte ich nichts, das wurd mir dann zu dumm. Nach alter Ansicht hat Patenschaft tatsächlich noch etwas mit Erziehung, aber auch mit Förderung zu tun. Daher wurde sich früher gerne um möglichst liquide Paten bemüht :na: )

  • Avatar Christl sagt:

    Das ist es doch gerade!

    Ich bin überhaupt nicht sauer, wenn er nicht will. Das was mich so ankotzt ist, dass er sagt er will, aber nicht dahinter steht. Das find ich einfach nicht gut. Ich soll ihn anrufen, wenn ich zum Pferd geh, ich Idiot mach es, und er sagt mir ständig ab.
    Ehrlich gesagt hab ich doch mehr davon, ich geh alleine zu meinem Pferd und kümmer mich um unsere Ausbildung. So muss ich mich noch mit um ihn kümmern.

    @träumel und mauritz: wie gesagt, unsere Beziehung kann das durchaus ab. Ich sag ihr meine Meinung. Ich behaupte nicht, dass sie das so machen muss. Sie sagt mir ihre Meinung. Dann wird kurz gebröckelt und gut ist. Wir handhaben das so: „Wenn die Familie so etwas nicht sagen kann, wer dann?“. Also sagen wir es. Und, wie schon gesagt, ich versuch mich zurück zu halten aber manchmal geht das halt nicht.

  • Avatar McFlower sagt:

    Wenn dein Neffe was mit dir zusammen macht, gelten deine Regeln, wenn er zu Hause ist, gelten die Regeln seiner Eltern. Kinder können das ganz wunderbar unterscheiden.

  • Avatar Christl sagt:

    Ach ja, Geschenke ist auch so ne Sache. Da könnt ich auch Stories erzählen. Das wird halt alles erwartet und in nicht gerade geringem Maßstab.

    Ich lobe ihn durchaus. Ich finde nämlich wirklich, dass er das alles super macht. Das sag ich ihm auch.

  • GidranX GidranX sagt:

    Ich soll ihn anrufen, wenn ich zum Pferd geh, ich Idiot mach es, und er sagt mir ständig ab.

    Dann hol ihn nicht ab, sondern lass ihn von der Mutter bringen. Sind sie nicht da, fährst Du allein.

  • Bille21 Bille21 sagt:

    Nach alter Ansicht hat Patenschaft tatsächlich noch etwas mit Erziehung, aber auch mit Förderung zu tun.

    Das seh ich auch so. Als Pate habe ich doch eine gewisse Verantwortung für mein Patenkind und kann/soll/darf vielleicht auch eher mal was zu Themen sagen, zu denen „normale“ Verwandte den Mund halten sollten.

  • Avatar Chris sagt:

    Also entschuldigt, der Junge ist 10 Jahre alt und freut sich sicherlich hin und wieder mal mit zum Pferd zu kommen, hat aber ansonsten kein brennendes Interesse daran. Warum sollte er mitkommen? Weil Christl es möchte?
    Kinder MÜSSEN so verdammt viel, warum soll er jetzt noch zum Pferd müssen, wenn er nicht möchte? Sei doch froh, wenn er hinkommen möchte, aber lass ihm den Spaß und lass das nicht zur lästigen Pflicht werden. Man kann auch wirklich jedes Interesse eines Kindes wegerziehen.

  • Avatar Christl sagt:

    Sorry, Chris, seh ich ganz anders.
    Er soll lernen Entscheidungen zu treffen. Ja, ich will das machen, dann soll er sich an gewisse Regeln halten. Nein, ich will das nicht, dann mach ich aber auch nichts explizit mit ihm. Was nicht heißt, dass er nicht zum Pferd darf oder mich nicht besuchen darf wenn ich dort bin. Aber dann zieh ich mein Programm durch und richte mich nicht nach ihm.
    Ich finde das kann man einem 10 jährigen schon zumuten.
    Außerdem finde ich Zuverlässigkeit eine wichtige Eigenschaft. Die kann und sollte er auch jetzt schon lernen. Das wird er sein Leben lang brauchen. Was macht der mal im Job, wenn er nie gelernt hat zuverlässig zu sein?!
    Wenn er das mit seinen anderen Hobbies so machen will (was er nicht tut), ok. Sobald ich involviert bin aber nicht.
    Da bin ich in deinen Augen wohl auch zu streng.

  • GidranX GidranX sagt:

    Also entschuldigt, der Junge ist 10 Jahre alt und freut sich sicherlich hin und wieder mal mit zum Pferd zu kommen, hat aber ansonsten kein brennendes Interesse daran. Warum sollte er mitkommen? Weil Christl es möchte?
    Kinder MÜSSEN so verdammt viel, warum soll er jetzt noch zum Pferd müssen, wenn er nicht möchte? Sei doch froh, wenn er hinkommen möchte, aber lass ihm den Spaß und lass das nicht zur lästigen Pflicht werden. Man kann auch wirklich jedes Interesse eines Kindes wegerziehen.

    Nun ja, wenn er eine Verpflichtung eingegangen wäre – und vor allem einem TIER gegenüber – dann muss er lernen, diese Verpflichtung einzuhalten. Das hat er aber nicht. Er ist keine RB.
    Eine Verpflichtung geht er ein WENN er sich er sich mit seiner Tante verabredet. Meine Kinder haben lernen müssen, das Verabredungen bindend sind. Ich hasse nichts mehr als diese „ich-verabrede-mich-zwar-aber-wenn-sich-noch-was-besseres-bietet-mach-ich-lieber-das-Mentalität“.. :kotz: Da hat Christl alles Recht der Welt, sich darüber zu ärgern und Laut zu gegeben. Nicht nur der Mutter, sondern auch dem Jungen gegenüber. Der ist alt genug um das zu verstehen, das sowas nicht erwünscht ist.

  • Avatar Chris sagt:

    Natürlich sollten Termine eingehalten werden. Aber ich habe den Eindruck, dass von dem Jungen Interesse und Freue erwartet wird, und er vielleicht andere Dinge viel lieber machen würde. So würde ich es zumindest deuten. Ich würde mich fragen, ob er sich ehrlich freut und gerne mitkommt oder ob er sich freut weil man sich selber dann freut und er so die Erwartungen erfüllt.

    Und außerdem….. würd ich mich nicht aufregen, sondern sagen „komm, wenn Du Lust hast, ruf mich an, und ansonsten eben nicht“.

  • Avatar Christl sagt:

    Wenn es nur um mal um putzen helfen, oder zuschauen ging, würde ich dir zustimmen. Aber er hat extra sein Ponyhofreiten aufgegeben, weil er anfangen will mit Woody zu arbeiten um ihn nächstes Jahr evtl. zu reiten. Also braucht er Anleitung von mir oder Unterricht. Er behauptet er hätte ein Ziel (Woody reiten) tut aber nix dafür. Von nix kommt nix.
    Und mich anrufen lassen, „Heute hätte ich Zeit. Nimmst du mich mit.“ und ich lass mein Programm sausen um ihn anzuleiten, das will ich nicht. Ich bin doch nicht sein Handlanger!

  • Avatar Chris sagt:

    natürlich nicht.
    Ja, aber dann reitet er ihn eben nicht. Vielleicht hat er doch nicht ganz so große Lust dazu bzw. keine Vorstellung, dass das mehr arbeit ist als alle paar Monate mal reiten? Wenn er wirklich will, kommt er irgendwann von alleine. Und sonst halt eben nicht.

  • Avatar Ploco sagt:

    Nu hab ich hier auch mal a bisserl gelesen und muß zugeben, daß ich Maurits und MerlijnCH Meinung bin. Komischerweise ist es bei mir wie bei MerlijnCh ich habe keine Kinder und ich dränge mich ihnen auch nicht auf, bin froh, wenn sie anderen auf den Senkel gehen mit wieso, weshalb, warum….wer nicht fragt bleibt dumm…aber bitte nicht mich! 😀
    Nun war meine beste Freundin aus Berlin mit ihrem 7-jährigen Sohn zu besuch und was will der Butcher ? …reiten ! :panik1: … auf Ploco :panik1: Ich konnte es ihm nicht ausreden er wollte mit :wacko: Ich war streng, habe versucht seine mir unverständlichen Fragen zu beantworten und habe ihn auch einfach mal alleine gelassen mit dem Pony (weiß ja, daß er dem Kleinen nix tuen würde) Wir sind nur Schritt gegangen…langsam, ich dachte, nu hat er die Nase voll, da fragt er hinterher doch glatt ob er noch den Rest seiner Ferien ( 2 Wochen !!!!) wieder kommen und reiten lernen dürfte ! 8o :panik1: Zum Glück hat Muddi ihm da einen Strich durch die Rechnung gemacht….jeden Tag 60 km zum Reiten fahren :irre: 3 x war er dann doch noch da…uff….und will den nächsten Urlaub im Reitstall verbringen.

    Äh was will ich damit sagen, entweder Kinder möchten etwas unbedingt tun oder eben nicht, aber drängen zu etwas ? nein, bringt nichts.

  • Avatar McFlower sagt:

    Aber er hat extra sein Ponyhofreiten aufgegeben, weil er anfangen will mit Woody zu arbeiten um ihn nächstes Jahr evtl. zu reiten.

    Ui? Da würde ich doch sagen, der Junge hat keinen Bock oder zumindest nicht so wirklich. Dein Woody war eine willkommene Ausrede, um das Ponyhofreiten an den Nagel zu hängen. Er hat JETZT das Ponyhofreiten aufgegeben, um NÄCHSTES JAHR EVENTUELL Woody reiten zu können? Never ever. Hast du eine Vorstellung davon, wie lange die Zeitspanne „bis nächstes Jahr“ für einen 10-jährigen ist? Kinder haben ein ganz anderes Zeitempfinden als wir. Ein Jahr ist endlos lang. Ich habe mal gehört, die Spanne von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr erscheint einem genauso lang wie der komplette Rest des Lebens.

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    Dieses ganze Verhalten des Jungen deutet doch darauf hin, daß er im Zwiespalt steckt.
    Einerseits findet er Reiten, Pferde und das ganze Drumherum toll. Er freut sich dann ja auch, wenn er reiten durfte oder diese Bodenarbeitsstunde machen durfte.
    Andererseits hat er Bauchweh, Magengrummeln und unbestimmte Angstgefühle unmittelbar vor dem nächsten Treffen.
    So, nun ist da der innere Schweinehund, den es zu überwinden gilt!

    Ich kann das sehr gut nachempfinden, denn mir ging es damals vor jeder Reitstunde so. Geh ich hin oder nicht, trau ich mich oder nicht! Nach der Reitstunde war ich jedesmal so froh, da gewesen zu sein! Aber jedesmal hatte ich diese innere Angst (was passiert heute in der Stunde, werde ich angeschnauzt, welches Pferd bekomme ich etc.)

    Gut, dein Neffe weiß zwar, welches Pferd er bekommt, aber trotzdem ist da dieses leichte Unwohlsein.
    Vielleicht empfindet er auch die Erwartungshaltung als zu bedrückend und hat wohl auch ziemlich Respekt vor dir.
    So ist er innerlich zerissen und weiß nicht, wie er entscheiden soll.

    Jungs sind da auch in der Entwicklung den Mädchen hinterher, hier sollte man auch etwas unterscheiden.
    Ich würde ihm einfach noch 1-2 Jahre Zeit lassen und abwarten.
    Du kannst ihm anbieten, daß du ihn mitnimmst, wenn er Bescheid sagt, aber nur unter der Bedingung, daß er sein Wort halten muß! Er kläre ihm, daß du dich auf ihn verlassen möchtest!

  • Avatar dat_julschen sagt:

    ich kann das sooo gut verstehen. Mich würd das auch nerven.

    ABER mein Sohnemann wollte auch unbedingt reiten. Ok, hab ich also nen Ponystall gesucht, Sohnemann hatte geführten Unterricht, lernte Putzen usw.
    Nach einer Weile wollte er nicht mehr. Ich hab dann natürlich gefragt, warum er nicht mehr möchte. Antwort: Ich will richtig reiten, immer nur Putzen ist doof.

    Wenn ich heute zum Stall fahre, nehm ich ihn nur mit, wenn er auch aufs Pferd kann, ich die Zeit hab, ihn wirklich reiten zu lassen.
    Er braucht halt das Gefühl auch vorwärts zu kommen.

    Ausserdem ist es auch interessant mit Kumpels abzuhängen, das die reitende Patentante oder Mama das nicht versteht, ist klar.
    Aber ich hab auch Tage, wo ich mich in den Hintern treten muss um zum Stall zu fahren.
    Ich bin aber schon fast 30 und nicht 10 oder wie mein Sohn 6.
    Klar soll mein Sohnemann auch lernen, bei einer Sache zu bleiben. Auf der anderen Seite, ist man als Mutter immer bemüht, dem Kind ein Hobby zu ermöglichen das dem Kind Spaß macht. Wenn das Kind aber immer wieder sagt, er möchte nicht, dann will man es nicht drängen. Schnell ist man versucht, dem Kind andere Freizeitaktivitäten anzubieten.
    Mein Sohnemann spielt nun Fussball und im Moment ist er auch ganz heiß darauf , ich weiß aber auch, das irgendwann der Tag kommt, an dem er mal keinen Lust zum Training hat.
    Sohnemann und ich haben abgemacht, das er das Fussballspielen jetzt durchzieht.
    Und das Reiten erstmal nur dann geht, wenn ich Zeit und Lust habe ihn mitzunehmen.

  • Avatar Christl sagt:

    Ich denke wie Wattreiter es beschrieben hat, trifft es vermutlich sehr genau. Es kostet ihn Überwindung mitzugehen (klappt alles, ist Woody brav, schnauzt mich meine Tante an) aber wenn er dann dabei war ist er total begeistert und will natürlich wieder mit.
    Vielleicht ist das mit dem festen Termin wirklich das Beste. Er kann sich darauf vorbereiten. Vor allem mental.

    Wie schon mehrmals gesagt, fände ich es völlig in Ordnung, wenn er sagt er will das nicht. Ok, hätt ich schon mehr Zeit für Woody’s und meine Ausbildung. Aber er sagt ja, dass er das wirklich will. Dann muss ich sagen, erwarte ich einfach, dass er auch mitzieht. Sonst richte ich mich nämlich wieder nach ihm, mach mir Gedanken, was ich heute mit ihm mache und er sagt mir wieder kurzfristig ab. Da ärgere ich mich einfach. Ich war ja schon so weit, dass ich gesagt habe ich nehm ihn nicht mehr mit (die Option mit Fahrrad runter kommen, wenn ich da bin besteht ja jederzeit) und war die Böse.

    Ich habe ihm nach dem Bodenarbeitskurs gesagt, wenn er so weiter macht, dauert es wirklich nicht mehr lange, dass er Woody reiten kann. Aber ich denke, dass da im Moment noch dieses mulmige Gefühl bei ihm alles überragt. Ich denke, wenn ich ihm jetzt sagen würde er dürfe reiten, würde er es nicht machen. Er muss erst die Angst verlieren und das kann er nunmal nur, wenn er regelmäßig Zeit mit Woody verbringt. Ein großer Schritt war z.B. auch, dass er die Hufe von Woody ausgekratzt hat. An die Hufe hat er sich gar nicht getraut. Dann habe ich ihm geholfen und irgendwann fing er an alleine die Hufe auszukratzen. Ich hab ihn gefragt, ob ich ihm helfen soll und er meinte er mache das jetzt alleine, er braucht mich dazu nicht. Glaubt mir, ich habe ihn überschwenglich gelobt und ihm gesagt wie stolz ich auf ihn bin. Er hat also durchaus auch seine Erfolgserlebnisse.

  • Avatar chicuelo sagt:

    Fester Termin, Punkt. Habe ich auch mit meiner jüngsten Tochter abgemacht. Sie hat Stunde, klar, freut sich tierisch drauf, und geht mittlerweile alleine dafür hin (ist 13, Stall um die Ecke). Aber in der Woche sollte sie auch mal dran, ein Bißchen üben, oder was anders mit meinem Pony machen, ein Bißchen Einsatz zeigen. Da die Schule, Musik, Abhängen mit Freundinnen etc. auch Zeit in Anspruch nehmen, haben wir uns auf einem festen Termin geeinigt, damit wir beide Planen können. Klappt auch toll. Wenn sie zusätzlich kommen möchte, geht auch, muß aber nicht.
    Wenn der Kleine einen Termin hat, hat er sich dran zu halten. Sonst fehlt die Interesse, und man kann es auch lassen. Es ist für ihn auch einfacher, da er nicht immer weider überlegen muss.
    Zu streng bist du auf keinem Fall. Ein Bißchen eigeninitiative muss sien. Aber ihm ist auch mit dem festen Termin geholfen. Entweder wächst er dann rein und die Interesse steigt, oder er merkt (und du auch 8) ) dass es „in Echt“ doch noch so der Bringer ist.

  • casper109 casper109 sagt:

    Was Hänschen nicht lernt….lernt Hans nimmermehr :tuete:

  • Avatar Diana sagt:

    Irgendwann sagte ich, er solle sich bei
    mir melden, wenn er mit will. Das hat er nie getan

    Möchtest du nicht mal mit zu Woody, du hast doch etwas Angst,

    weil er ja schon ewig nicht mehr bei
    Woody war und ja wirklich schiss hatte.

    Ich würde ihn tatsächlich in Ruhe lassen.
    Offenbar hat er Angst vor dem Pferd.
    Und ich halte ihn auch noch zu jung, sich den Umgang mit diesem Pferd zu „erarbeiten“, um ihn in einem Jahr oder so dann auch zu reiten.
    Er möchte vielleicht wirklich reiten, aber eben jetzt und nicht irgendwann.
    Wenn dann noch dazu kommt, dass er kein Vertrauen in die Situation hat, dann ist es kein Wunder, dass er nicht mitkommen will.
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass pflegen und Bodenarbeit für einen 10j. Jungen sonderlich interessant ist.
    Pflegen und tüddeln sowieso nicht und richtige Bodenarbeit kapiert er wahrscheinlich gar nicht.
    Nicht die Absicht dahinter und auch nicht, wie es richtig aussehen soll.
    Wenn es sich dann auch noch Mecker oder Kritik einfängt, ist es ganz vorbei.
    Wahrscheinlich ist er bei braven Reitschulponys viel besser aufgehoben.

  • Avatar Ploco sagt:

    Genau das ist das was ich auch meine, Kinder müssen spielerisch an Pferde heran geführt werden und damit rum juxen können! Bodenarbeit etc. halte ich für absolut abschreckend! Drauf setzen und machen lassen… Gas…Bremse…sollen sie ausprobieren und wenn’s Kind runter fällt…so what, das gehört ebenfalls mit dazu, wieder rauf und weiter geht’s. Lieber Mütter, ich weiß Ihr bekommt jetzt grad nen Herzkasper ! 😀

  • Avatar Monty sagt:

    Lieber Mütter, ich weiß Ihr bekommt jetzt grad nen Herzkasper !

    Nö, ganz und gar nicht. Das ist in meinem Augen der einzige Weg, wie Kinder einen ungezwungenen Ungang mit dem Pferd lernen können: Einfach mal machen lassen!

  • Avatar Christl sagt:

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass pflegen und Bodenarbeit für einen 10j. Jungen sonderlich interessant ist.
    Pflegen und tüddeln sowieso nicht und richtige Bodenarbeit kapiert er wahrscheinlich gar nicht.
    Nicht die Absicht dahinter und auch nicht, wie es richtig aussehen soll.

    Komisch, dass er dann jedes mal wenn er dabei war total begeistert ist und voller Motivation. Die Bodenarbeit und die Absicht dahinter kapiert er sehr gut. Wie es aussehen soll auch. Er macht das toll und das kann kein Zufall sein. Der Trainer meinte er mache das besser als mancher Erwachsene, da er sich noch nicht so viele Gedanken macht und einfach macht.

    Ja, er hat Angst. Aber er war unglaublich stolz, als er den Kurs so toll gemacht hat und von allen Seiten gelobt wurde.

    Wir werden sehen. Wenn das mit einmal die Woche nicht klappt, dann weiß ich ja, dass er das nicht will. Dann braucht er mich aber auch nicht mehr zu fragen. Wegen mir muss er das nicht machen. Er darf dann dazu kommen und mir helfen und zuschauen aber selbst halt nix mehr machen. Aber jetzt warten wir erst mal ab.
    Einfach drauf sitzen ist bei Woody zu gefährlich. Er ist eben kein Kinderreitpony. Das drauf sitzen und ausprobieren hat er ja jetzt schon lange genug am Ponyhof gemacht.

  • Avatar Diana sagt:

    Komisch, dass er dann jedes mal wenn er dabei war total begeistert ist und voller Motivation.

    Wie oft war er denn dabei?
    Ich hatte es jetzt so verstanden, dass er fast nie da war?

    Wenn das mit einmal die Woche nicht klappt, dann weiß ich ja, dass er das nicht will.
    Er darf dann dazu kommen und mir helfen und zuschauen aber selbst halt nix mehr machen.

    Lass ihn doch einfach.
    Wenn es sich ergibt, dann nimm ihn mit oder lass ihn selbst kommen und gut ist es.

    Er ist eben kein Kinderreitpony.

    Das sagt meiner Meinung nach alles.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Lieber Mütter, ich weiß Ihr bekommt jetzt grad nen Herzkasper !

    Nö, ganz und gar nicht. Das ist in meinem Augen der einzige Weg, wie Kinder einen ungezwungenen Ungang mit dem Pferd lernen können: Einfach mal machen lassen!

    So und ich b in nach wie vor der Ansicht, dass Voltigieren der beste Einstieg für Kinder ist und nicht nur, weil ich so damit begonnen habe :ja:

    Das hat richtig Spass gemacht, ich weiss noch ein Rappenstute „Anna“ war unser Voltigierpferd…schon wieder ein Rappe…ohejh 😀

    Wir waren für damalige Zeiten richtig gut :ostern:

    Und manches Mal denke ich mir, ich möcht‘ nochmal..aber ich denke die alten Knochen :panik1: :panik1:

    Vor ein paar Jahren wollte ich prahlen, wie ich immer noch ohne jedwelche Hilfe auf ein nackertes Pferd komme…ojeh, weil ich bin wie ich bin und nicht aufgegeben habe, habe ich mir eine Zerrung geholt….A….ber, ich war oben 😀 :ostern:

  • Avatar Ploco sagt:

    Habe auch gedacht, daß Ploco kein Kinderpony ist….da saß noch nie eins drauf und er ist hypersensibel. Habe mit meiner Freundin vorher geklärt, daß ihr Kind auch mal runter fallen kann oder es ihm auf den Fuß tritt etc….ist OK! Na gut ! Auf dem angefügten Video saß der 7-Jährige das zweite Mal auf dem Pony. Er wollte alleine reiten ohne daß ich in die Zügel fasse..OK…dann laufe ich halt neben her. Er wollte lenken und bremsen…gut…Stangen hin gelegt zum durch und drüber reiten….war gar nicht so einfach wie er fest stellen mußte … habe natürlich – ohne, daß er es gemerkt hat – Ploco Handzeichen gegeben 😀 … genau wie beim Rückwärts reiten… er war stolz, daß er es geschafft hat 😀 Ploco war sooooo brav, der hat förmlich auf ihn aufgepasst :love: selbst beim Füttern hat er nicht gedrängelt und brav gewartet bis das Futter in der Krippe war und sich während des Fressens auch nicht stören lassen :love: Das Putzen gegen den Strich etc. hat Muddi nicht gefilmt, aber Plocos Gesicht hättet Ihr sehen sollen … er wich der Bürste dann immer aus, solange bis der Junge merkte, daß da wohl was nicht richtig sein könnte und es anders (richtig) probierte….Pony stand und genoss ! 😀 :love: http://www.youtube.com/watch?v=g6IkvSs3Hhw

  • Avatar Monty sagt:

    Voltigieren finden meine Kinder z.B. total doof. So zwischendurch ist das mal lustig, aber regelmäßig bräuchte ich ihnen nicht damit kommen. Wenn es für sie keine andere Alternative gegeben hätte, bräuchte ich ihnen jetzt wohl nur ab und an einen neuen Badeanzug kaufen (hätte auch seine Vorteile :denk: ), dann wären sie nicht „richtig dabei“ geblieben.

    Wobei Voltigieren grundsätzlich als Einstieg gut ist… nur eben nicht für jedes Kind. :nix:

  • Avatar Christl sagt:

    Aaalso Diana, nochmal ganz langsam. 😉

    Wegen mir muss er überhaupt nicht mit. Ich hab doch mehr davon, ich mach selbst was mit meinem Pferd als einen 10 jährigen anzulernen.
    Ja, ich habe vor dem Kurs, den ich ihm geschenkt habe mehrmals angerufen, weil ich nicht wollte, dass er da ganz ohne zu üben rein geht. Im nachhinein war das aber kein Problem.
    Danach hat er mich gedrängt weiter machen zu dürfen, war aber einfach unzuverlässig. Dann sagte ich, dass ich das dann nicht mehr mache und das Geschrei war da. Also, hab ich ihm angeboten einen festen Termin auszumachen an den er sich halten muss. Das ist nun seine letzte Chance.

    Woody ist kein Pferd, das ich einem Kind alleine „zum ausprobieren“ überlassen würde. Aber unter Anleitung schon. Er ist kein Anfänger mehr und die Trainerin vom Ponyhof meinte er könne jetzt schon auf ihm reiten. Was ich aber noch nicht möchte, da er erst eine Beziehung zu dem Tier aufbauen soll. Wenn er ihn am Boden alleine händeln kann, darf er aufsteigen. Ansonsten nicht. Punkt.

  • Avatar Christl sagt:

    Mein Neffe hat leider nicht die körperlichen Voraussetzungen zum voltigieren. 😀 Er ist leicht pummelig.

    Ich habe an mir die Erfahrung gemacht, dass Woody, sobald man drauf sitzt, total aufpasst. Ich könnte mir vorstellen, dass das bei meinem Neffen auch der Fall wäre.
    Das Video, Ploco, find ich sehr gut. So könnte ich mir das auch vorstellen. Ich würde aber meinem Neffen das Pferd aber nicht einfach überlassen und ihn machen lassen.
    Grundsätzlich ist aber meine Meinung (ich weiß, einige sehen das ganz anders) man sollte sich erst auf ein Pferd setzen, wenn man es am Boden einigermaßen händeln kann. Das erwarte ich auch von meinem Neffen. Und wenn er am Boden schon ein mulmiges Gefühl hat, dann hat er es doch oben noch mehr oder? Er soll erst mal seine Angst abbauen und Vertrauen aufbauen.

  • Avatar Diana sagt:

    Was ich aber noch nicht möchte, da er erst eine Beziehung zu dem Tier aufbauen soll. Wenn er ihn am Boden alleine händeln kann, darf er aufsteigen. Ansonsten nicht.

    Aha.
    Und genau hier setzt Du ihn unter Druck.
    Ich finde, dass das ruhig parallel passieren könnte.

    Hast Du ihn denn mal gefragt, was er mit einem Pferd am liebsten machen möchte?
    Was ihm am Umgang und der Beschäftigung mit dem Pferd am besten gefällt?
    Findet er reiten am schönsten? Schnell reiten?
    Wie ein Cowboy oder ein Jockey oder ein Springreiter?
    Oder ist es gar nicht das Reiten, was ihn reizt?

    Bei allem, was Du schreibst, höre ich raus, dass Dein Neffe nicht zwanglos eingebunden wird, sondern dass ein „Entweder/Oder“ ständig über ihm schwebt.
    Es soll regelmäßig da sein, er soll was aufbauen und erarbeiten, er soll Fortschritte machen, sonst wird mit Konsequenzen gedroht.
    Und dafür ist er noch zu jung.
    Er blockt ja, auch wenn es ihm, wenn es denn doch mal stattfindet, auch gefällt.
    Aber er hat ganz offensichtlich nicht den Drive, von selbst zu kommen.
    Und unter Zwang – durch seine Mutter und Dich – wird er den Spaß gänzlich verlieren.

    Entweder kommt er mal von selbst oder das gibt nie was.
    Mein Sohn kann es eigentlich auch mit Pferden, er hat auch etwas Reiten gelernt, hat aber kein Interesse dran – Junge eben. :nix:
    Wir haben ihn draufgesetzt und er hatte zeitweise auch Spaß dran, aber das war es dann auch.
    Gezwungen wurde er nie.
    Unsere Tochter auch nicht, die reitet aber gern. Von sich aus.

  • Avatar wind sagt:

    @Ploco Die zwei sind ja mal richtig nett! :love: Wie vorsichtig einer mit dem anderen umgeht! :thumbsup:

    @christl: manchmal hat man aber aus der Froschperspektive ein mulmigeres Gefühl, als von oben :denk:

  • Avatar SCHORSCH sagt:

    Christl, ganz ehrlich- laß es bleiben. Der soll auf den Reitschulponys rumjucken und wenn er Lust hat ganz unverbindlich bei Dir am Stall vorbei schauen und gut. Kann er ja mit dem Fahrrad machen…
    Jungs können eins nicht ab- das Ganze ermahnen, aufpassen etc. wenn die einen Draht zum Reiten und Pferd finden sollen, dann ungezwungen, manchmal wild, frei. Die Pferde werdens überleben, und oft ist es so wie Ploco schrieb: die Zossen, denen man es am wenigsten zugetraut hätte sind die vorsichtigsten!

    Voltigieren ist super, unsere 3 Kids und die meiner Schwester gehen auch. Natürlich ist fast jedes Mal vorher einer, der nicht will- aber da gibt es keine Ausnahme- Termin ist Termin!– hinter her kommen alle heim und sagen, dass es mal wieder super war.
    Haben aber auch eine ganz tolle Trainerin und insgesamt 12 (!!) Jungs in den 4 Gruppen. Da gehts auch manchmal etwas ungepflegter zu… 😀

    Ich habe so das Gefühl, dass Du da schon große Erwartungen in den Jungen gesetzt hast- endlich eigenes Pferd, Patenkind will eventuell auch, gleich nebenan…
    Mach Du Dein Ding, Deine Schwester soll ihres machen.

    Gruß
    SCHORSCH

  • Avatar Ploco sagt:

    Wenn er ihn am Boden alleine händeln kann, darf er aufsteigen. Ansonsten nicht. Punkt.

    Das finde ich persönlich nicht richtig! Aber jedem seine Meinung! Ich kann bis heute mein Pony von unten nicht so gut händeln wie von oben :red:

  • Avatar Ploco sagt:

    @Ploco Die zwei sind ja mal richtig nett! Wie vorsichtig einer mit dem anderen umgeht!

    Ja nech, mein Herz ging richtig auf :love: … ansonsten, ich und Kinder ! :panik1: 😀

  • Avatar Christl sagt:

    Ich kann ihm doch jetzt, nachdem ich ihm das mit einmal die Woche vorgeschlagen hab, nicht sagen, ähm, doch nicht.

    Das mach ich nicht. Wie gesagt, er meinte er will das und jetzt soll er mir mal zeigen, ob er es will oder nicht.

    Ok, wenn ihr meint, ich solle ihn auch mal drauf setzen, damit könnt ich mich eher anfreunden. Wenn er das denn will. Wenn ich ihn führe oder wie Ploco nebenher laufe, geht das schon.

    Aber jetzt wieder anrufen und sagen, er darf doch nicht mit, mach ich nicht. Da halt ich mich jetzt auch an die Abmachung.

  • Avatar Diana sagt:

    Aber jetzt wieder anrufen und sagen, er darf doch nicht mit, mach ich nicht.

    Brauchst Du auch nicht.
    Die Chancen sind doch recht hoch, dass er selbst den Termin wieder knickt.
    Und DANN, dann brauchst Du keinen Termin mehr zu machen.
    Dann ist Eigeninitiative von ihm gefragt (und nicht von Deiner Schwester!).

  • Avatar wind sagt:

    Ok, wenn ihr meint, ich solle ihn auch mal drauf setzen, damit könnt ich mich eher anfreunden. Wenn er das denn will. Wenn ich ihn führe oder wie Ploco nebenher laufe, geht das schon.

    Würde ich so machen! :ja: Es gibt doch keine schönere Art zu einem Pferd Vertrauen aufzubauen, als wenn man sich einfach tragen lassen darf! Finde ich zumindest .. bin kein Reitpädagoge und vielleicht ist es die falsche Art. :red:

    Aber dieses sich dem Pferd anvertrauen zu dürfen, indem es einem trägt, macht man doch auch bei Reittherapie – oder? :denk: Und wenn er dann sieht, dass ihm dabei nichts passiert, traut er sich vielleicht auch mehr vom Boden aus.

  • Avatar Christl sagt:

    Das stimmt. Ich werd’s ihm das nächste Mal anbieten. Bin mal gespannt, ob er’s macht.

    Ich werd berichten.

  • Avatar Christl sagt:

    Gestern war unser erster Termin. Er war fertig angezogen, ich musste nur hupen und er kam ins Auto gehüpft.
    Er fand das putzen und fertig machen super, bis es dann auf den Platz ging. Ich weiß jetzt was sein Problem ist. Er hat wirklich Angst.
    Ich hab ihm dann gesagt, wir machen nur was im Schritt, da war er schonmal beruhigter. Wir haben im Schritt longiert mit Handwechsel ohne anzuhalten.
    Zum Schluß hat er dann Achten longiert (er in der Mitte auf einer Linie, Pferd geht achten) und er war mächtig stolz das geschafft zu haben. Er hat mir gesagt, er hätte Angst, wenn ich mich drauf setze, weil er Angst hat, dass ich runter falle. Also hab ich mich gestern nicht drauf gesetzt. Ihm zuliebe.
    Ich hab Woody dann noch an der Longe bewegt und Biegung geübt und das war’s. Mein Neffe hat zugeschaut, fand es super und hat gleich gefragt, ob wir das nächste Woche wieder machen.

    Ich denke er wird Freude dran haben, wenn ich das Ganze einfach langsam angeh und ihn nicht überfordere. Lieber kleine Schritte um die Angst abzubauen, als zuviel von ihm zu erwarten. Er soll Sicherheit bekommen. So könnt’s was werden.

  • Avatar chicuelo sagt:

    :thumbsup:

  • Avatar Mia sagt:

    Hallo Christl,

    prima, dass die Verabredung mit dem festen Termin geklappt hat. Ich drücke die Daumen, dass er sich auch weiterhin dran hält.

    Ich denke er wird Freude dran haben, wenn ich das Ganze einfach langsam angeh und ihn nicht überfordere. Lieber kleine Schritte um die Angst abzubauen, als zuviel von ihm zu erwarten. Er soll Sicherheit bekommen. So könnt’s was werden.

    Ich denke, das ist ein guter Weg. Wenn er schon Angst hat, wenn Du Dich auf dein Pferdchen setzt… meine Herrn… was hat Dein Woody denn angestellt bevor Du ihn bekommen hast?

  • Avatar Christl sagt:

    Naja, er stand ca. 2 Jahre alleine und kam damit überhaupt nicht zurecht. Man konnte ihn nicht 10 Meter führen. Hat sich losgerissen und in deine Richtung getreten. Longieren war ein Kraftakt und er hat mich mehr als einmal über die Wiese gezogen. Wir hatten leider keinen Reitplatz oder so und mussten solche Dinge dann auf seiner Koppel machen.
    Wenn man bei ihm in der Box war, konnte es durchaus sein, dass er dich an die Wand gedrückt hat. Oder wenn du zu ihm auf die Koppel bist, dass er auf dich zu galoppiert ist und dich umgerannt hätte, wärst du nicht aus dem Weg gegangen.
    Er war wirklich durchgeknallt und ich habe Jonas nicht erlaubt in die Koppel oder in die Box zu gehen. Das war letztes Jahr.
    Dann hab ich ihn ja umgestellt (als er dann mir gehörte) und er hat sich total geändert. Ganz, ganz selten rennt er noch los beim longieren im Trab. Mittlerweile weiß ich aber auch wie ich dann reagieren muss, damit er die Hinterhand wegnimmt und stehen bleibt.
    Beim Reiten ist er total lieb. Wie ausgewechselt. Er ist eh wie ein anderes Pferd.

    Ich denke mein Neffe hat die Bilder einfach noch im Kopf und er muss sich langsam davon lösen. Sobald Woody halt nen „hüpfer“ macht, hat er Angst, dass er wieder losrennt. Deshalb lass ich ihn jetzt erst mal nur noch Sachen im Schritt machen. Das beruhigt beide.

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