Bonfire – Deutsches Reitpony 17 Jahre

By Böhnchen | Pferde ab 4 Jahre

Nun bekommt mein kleiner auch ein Tagebuch.

Ich habe ihn mit fast drei gekauft. Er war damals noch Hengst und wurde mir von seinem damaligen Besitzer verkauft weil er nicht seinen Erwartungen entsprach. Eigentlich sollte er nämlich zur Körung vorgestellt werden. So kam ich aber dann in den Genuss :-).

Bonfire hat einen gekörten Vollbruder den ich gern mal kennengelernt hätte, der aber leider schon früh eingegangen ist. Abstammungsmäßig vereint er typisches Hannoveraner Ponyblut.

Ich ließ ihn mit ca. 3 Jahren kastrieren und bildete ihn selbst mit Hilfe unterschiedlicher Ausbilder aus. Eigentlich hatte ich mein damaliges Feld-Wald und Wiesen-Pony verkauft weil ich mit meinem Böhnchen Vielseitigkeit reiten wollte. Er sprang “Hochhäuser” und Claus Erhorn war auf einem Vielseitigkeitslehrgang in Lumühlen so begeistert von ihm, dass er Bonfire und seine Schwester, die auch mit von der Partie war, nur noch als “meine Ponies” bezeichnete.

Ich war damals 16 Jahre alt und manchmal ganz schön überfordert. Der “Donnerbolzen” wie mein Vater ihn nannte hatte es ganz schön in sich. Es gab Zeiten da bin ich jeden Tag runtergefallen. Die Hiobsbotschaft die ich im Alter von 17 Jahren aufgrund anhaltender Rückenbeschwerden bekam war niederschmetternd für mich: kein Springen mehr, keine Geländeprüfungen.

Ungefähr bis zum Alter von 10 Jahren ritt ich das Pony bei einem sehr guten Dressurausbilder einmal wöchentlich Unterricht. Mit ausreichend Gang ausgestattet wurde das Springpony (dem es ohnehin etwas an Herz und Mut im Springen fehlte) mein kleiner Dressurmokel den ich dann sicher bis A und L Anfängen ausbildete. Dann fehlte mir Berufsbedingt die Zeit und er wurde Freizeitpony. Später fiel ich dann zweimal verletzungsbedingt aus (Bänderriss und komplizierter Bruch im Finger).

Nach ca. 1,5 Jahren Pause und 4 Jahren ausschließlichem Spazierenreiten habe ich ihn vor ca. 1,5 Jahren wieder angeschoben. Er soll in seinem Alter natürlich keine großen Sachen mehr machen und das Erinnern an schon Gelerntes fiel am Anfang auch etwas schwer aber langsam erkenne ich, dass seine Grundausbildung mal durchaus solide war.

Wir bauen darauf weiter auf und versuchen natürlich auch uns weiterzuentwickeln. Wir werden dabei von einer seehr guten Trainerin unterstützt (Danke!).

Meine Probleme bei ihm sind, dass er sich gern eng macht und dann völlig über Tempo mit durchgedrücktem Rücken durch die Bahn jagt. Erstmal musste er also lernen mir wieder zuzuhören. Vorwärts/abwärts klappt seit einiger Zeit wieder super und er rennt auch nicht mehr einfach nur los.

Ich hoffe, dass der kleine Ponymann noch viele schöne Jahre mit mir verbringt. Mein größter Traum wäre, dass meine Kinder auf ihm reiten lernen. Ich hoffe, dass er das noch gesund und munter erleben wird.

Bilder folgen natürlich.

Alles Liebe

Böhnchen

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