So liebe Pforgler,
endlich komme ich dazu euch meine beiden Reitbeteiligungen / Pflegepferde vorzustellen.
Max und Momo.

Max ist ein 16 Jahre alter Norweger-Warmblut-Mix und seit Januar 2006 bei uns.
Max sollte als unerschütterliches, nervenstarkes Ausreitpferd bei uns einziehen und später einmal einem Jungspund die große, weite Welt zeigen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt… Max entpuppte sich als Nervenbündel. Er hat sehr, sehr lange gebraucht sich bei uns einzugewöhnen, ist ständig hin und her gerannt (er hat eine Paddockbox), konnte nicht still stehen, war sehr schreckhaft, hat mit den Zähnen geknartscht und hat gleich beim dritten Mal reiten seine Besi in den Dreck gesetzt. Im Gelände war er so unter Strom, das man ihn nur schwer unter Kontrolle halten konnte. Es war nicht dieses unter Strom stehen nach dem Motto, lass und los, lass uns fetzen, sondern Schreckhaftigkeit und Angst. Immer wenn wir wieder am Hof mit ihm ankamen hatte er gezittert. Später hat die Besi herausgefunden, dass sein bisheriges Leben alles andere als rosig war, er oft den Stall gewechselt hatte. Wir haben den Verdacht, dass er, immer wenn wir ihn vom Hof weggebracht haben, Angst hat, wieder woanders hin zu kommen. Auf dem Platz war Max rittiger. Zwar war er auch hier oft guckig und scheute manchmal vor Eckenmonstern, die gar nicht da waren, doch konnte man meist gut mit ihm arbeiten. Er war und ist auch stehts bemüht alles richtig zu machen und wächst mit jedem Lob.
Nach nun mehr als drei Jahren hat sich Max gut bei uns eingelebt, ist sehr anhänglich geworden und schaut drein wie ein überdimensional großes Steiff-Tier ohne Knopf im Ohr. Ich möchte ihn nicht mehr missen. Die Besi und ich haben uns damit abgefunden, dass Max nicht das Pferd ist, das er sein sollte, dass er im Gelände Angst hat und weit weg von unerschütterlich ist. Ein Spaziergang in unsere Kieskuhle hinter unserem Hof lässt er immer noch gut über sich ergehen, aber alles, was ihn weiter weg bringt, lassen wir sein. Das tun wir seinen Nerven nicht mehr an.
Vor nun gut einem halben Jahr wurde Arthrose in den Knien bei ihm diagnostiziert. Seit dem ist er nur noch bedingt reitbar. Wir beschäftigen uns aber viel am Boden mit ihm, lassen ihn ein bisschen laufen, machen leichte Stangenarbeit, Handarbeit oder Trailübungen mit ihm. Er braucht die Beschäftigung und die Bestätigung, dass er ein Held ist.
So, dass erst mal zu Max.

Momo (sein richtiger Name ist Caid el Moro) ist ein 4 Jahre alter Andalusier. Er ist seit Herbst 2006 bei uns uns fungiert seit dem als „personal Trainer“ unser Jungesellengruppe. Er hält unsere kleine Truppe (4 Wallache) immer in Bewegung, benutzt Max als Trampolin und den gutmütigen Koppelkollegen Haffi Summer als Kauring. In der Box muss er sich zusammenreiße, da in der großen Paddockbox Max der Chef ist. Mit dem Oldie auf der Koppel (21 Jahre alt und platt auf den Füßen) macht er am liebsten Schnappspielchen. Momo hat bis er drei war das Fohlen Ein-Mal-Eins gelernt, wurde an Longe, Decken etc. gewöhnt und auf den Ernst des Lebens vorbereitet. Mit drei Jahren wurde er an Reitergewicht gewöhnt und seit dem Frühling diesen Jahres, wird er nun langsam angeritten. Momo arbeitet gerne, bzw. findet eigentlich alles toll, was mit Menschen zu tun hat. Er liebt es im Mittelpunkt zu stehen, spielt den Clown, und kann soooo verschmust sein. Am liebsten würde er auf den Arm kommen, aber mit seinen 1,65 m Stockmaß müssen wir ihm das immer wieder ausreden („Momo, Du bist kein Shetty“).
Hier noch ein paar Bilder vom anderluseligen.

LG
Sabrina

(166) comments

Add Your Reply
>