Wietse – mein Lehrmeister

By Honeybear | Pferde ab 4 Jahre

Also, da ich von einigen Leuten ja schon fast genötigt wurde ;), ein Tagebuch (das Ausbildungs- lass ich jetzt mal wech) zu erstellen, habe ich mich dann doch mal an die Arbeit gemacht.

Doch wo fange ich an??? :denk:

Friesen finde ich schon seit meiner Kindheit toll. Warum weiß ich nicht. Der Virus hat mich einfach so befallen. Schon von einem Schwarz/Weiß-Foto her. Den ersten lebenden Friesen sah ich dann 1986 in einem großen namhaften Zirkus. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden. 😀
Mit 28 las ich eine Annonce in einem lokalen Blatt, dass eine RB an einem Friesenhengst zu vergeben sei. Ich „schummelte“ mich noch ein Jahr älter, weil die Besitzerin jemanden ab 30 suchte. So hatte ich nicht ganz so viel gelogen und war ja dann fast 30 😛
Ich bekam den „Job“ und so zockelte ich mit einem Friesen namens Wietse (V: Peke; M: Franske)

genügsam durch die Wälder; bekam RU von einem Exjockey und die Zeit ging dahin.
Zur Info für später: ich bekam anfangs zu hören: „Ohne Sporen geht da gar nix, der ist faul wie sonstwas.“ *doofguck* Nun ja, ich fragte nicht nach, so ein Pferdebesitzer muss sich ja mit allem auskennen (dachte ich jedenfalls Augenverdreh). Der Unterricht gestaltete sich so, dass er mir tierisch auf der Schulter hing und ich rechts ziemliche Schmerzen hatte. „Ich muss wohl in die Muckibude, damit ich diesen starken Hengst überhaupt reiten kann“, so mein Plan.

Ich will es jetzt auch nicht zu lange werden lassen …

Er wurde inkl. RB (also mir) an ein junges Mädel verkauft. Die kümmerte sich kaum bis gar nicht und ich wurde im neuen Stall 1 Jahr lang für die Besitzerin gehalten, obwohl ich nur 2 x die Woche da war. So nahm das Elend seinen Lauf. Nach einer recht schweren Kolik (Bauersfrau hat wohl mal wieder ihre Kartoffelschalen o. ä. entsorgt :motz: ) hat sie sich wieder nicht gekümmert. Ich habe nie viel gesagt, weil ich Sorge hatte, dass ich meine RB dann los bin. In dieser Zeit ist er mir natürlich noch mehr ans Herz gewachsen. Nachdem ich dann mehr als einmal mit ihr geschimpft hatte, wollte sie ihn dann doch verkaufen. Mir sagte sie nichts, aber der SB hat es mir erzählt. Mein Gedanke war, dass ich wahrscheinlich nicht wieder als RB mitverkauft werde und so bat ich den Bauern, ihr zu sagen, er wolle das Pferd für seine Tochter haben.
Ihr glaubt ja gar nicht, wie schnell die Papiere da und der Spind leer waren. 8|

So war ich also von heut auf morgen Pferdebesitzer. Trotz der ganzen Odyssee bis heute, habe ich es nicht eine Sekunde bereut.

Leider habe ich von meiner RB-Zeit überhaupt keine Fotos von dem Schwarzen. :red:

– Fortsetzung folgt.

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