Auf der Suche nach verborgenen Pfaden

By Anypiep | Virtuelle Ritte!

Hallöchen!

Gestern haben meine Freundin und ich mit unseren beiden Warmblutstuten einen anderthalbstündigen Ausritt gemacht. Wir hatten sogar Glück mit dem Wetter, weil es hier in letzter Zeit eigentlich immer, sogar schon früh am Morgen, regnet. Meistens ist es ein Nieselregen, der einem sofort durch die Kleidung geht und den Spaß durch die feuchte Kälte verdirbt.

Weil es bei uns einige Standardwege und viele Straßen mit Schotter gibt, hatten wir uns entschlossen, einfach in einen Wald reinzureiten und neue Wege zu finden, die anderen hatten wir sonst schon so oft genommen. Also nahmen wir erstmal die nicht so schönen Strecken in Kauf und einen gemeinen Autofahrer und kamen dann endlich beim Forst an. Wir ritten auf der Straße weiter geradeaus, bis ganz plötzlich auf der linken Seite ein fast unsichtbarer Pfad erschien, den ich vorher nie bemerkt hatte, und der kaum breiter war als ein Wildpfad. Aber er war durchaus bereitbar. Und wir sind ihm spontan gefolgt. Er schlängelte sich durch den Wald, sogar bergauf und bergab, was hier im Flachland sehr selten ist, und dann lagen da plötzlich Baumstämme vor uns. Und da sind wir dann spontan drüber gesprungen. Der Pfad schlängelte sich immer mehr und wurde kaum erkennbar und da haben wir die Pferde selbst einen Weg einschlagen lassen. Die hatten richtig ihren Spaß dabei, springen, hüpfen, aufpassen müssen wo man hintritt, das Flitzen zwischen den Bäumen, die waren so glücklich wie schon lange nicht mehr, unsere Zausel. Und wir hatten den ganzen Wald für uns. Natürlich war der Pfad nach circa einem Kilometer zu Ende, aber wir kamen aus dem Wald heraus und konnten die wunderschönste Aussicht auf weite Felder und grüne Wiesen genießen. Wir standen an einem breiten, schnurgeraden Feldweg, der super zu galoppieren war. Keine Straßen mehr, keine anderen Reiter, Menschen oder Autos. Das war echt ein schöner Ritt. Schließlich wussten wir nicht mehr, wo wir eigentlich waren und haben uns dann am Himmel orientiert, bzw. der Sonne, schlugen weiter solche kleinen Wege mitten durch den Kiefernwald ein und kamen schließlich auf einer der bekannten Straßen raus, die zum Glück etwas ruhiger befahren war als sonst, weil es ja Samstag war. Schließlich ritten wir ruhig nach Hause und alle vier hatten ein dickes Grinsen auf dem Gesicht. Gerade als wir nach Hause gekommen waren und die Pferde abgesattelt hatten, fing es wieder an zu regnen und der Wald verschwand wieder in dem gewohnten grauen nebligen Schleier des nassen Norddeutschen Herbstwetters. Ich hoffe, dass der Altweibersommer wiederkommt, damit wir das bald wiederholen können!

Vielleicht hat's euch ja Spaß gemacht, das hier zu lesen. So einen schönen Ausritt habe ich seit langer Zeit nicht mehr gehabt und leider werden die Reitwege immer weniger. Viele Straßen werden bei uns mit Schotter überzogen und die Feldwege werden auch rar. Wir haben bei uns noch echt die schönsten Strecken und ich hoffe, dass es auch so bleibt! :ja:

  • Avatar DonNico sagt:

    Irgendwie dachte ich, es käme am Ende noch ein Filmchen (Rubrik virtuelle Ritte) :huh: aber schön war`s trotzdem :look: Wünsch euch noch viele spannende Ausritte dieses Jahr – kann ja nicht angehen, daß das Wetter so bleibt, oder?

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