So, jetzt gehts los mit Arjens Tagebuch, erst mal rückblickend.
Wie kam ich überhaupt zu den Friesen? Schon das ist eine lustige Geschichte 😀
Ich war 9 Jahre alt und durfte endlich regelmässig in die Reitstunde gehen. Der Reitstallbesitzer war ein befreundeter Bauer meines Vaters. Wir sind also hingefahren und durch den Stall gezottelt. In diesem Stall standen alles Ponies bis auf drei Grosspferde. Ponies kamen für mich schon nicht mehr in Frage also los zu den Grosspferden. Da stand eine gemütliche Freibergerstute, ein grosser schwarzer Warmblüter und ein Friese. Die RL fragte meinen Vater welches Pferd ich denn wohl reiten wolle. Er sagte ganz pragmatisch „ach wir nehmen mal den schwarzen da mit den Puscheln, der sieht aus wie die im Zirkus“. Gesagt getan, so kam ich zu meinem ersten Friesenritt. Der Bann war schnell gebrochen und es war klar, für mich sind Friesen DIE Pferde. Ich kam dann noch einige Male in den Genuss Friesen als Pflegepferde zu haben oder sonst reiten zu dürfen.
Der Traum einen eigenen Friesen zu haben, steckte immer tief in mir drin, scheiterte aber immer an dem Ersparten. Und so kam ich zu einem tollen Freibergerwallach. Ich liebe dieses Pferd bis heute über alles, absolute Faszination ist er für mich aber nicht.
Jedesmal wenn ich einem Friesen begegnete brach ich in Tränen aus, ich weiss bis heute nicht warum. Wenn ich auf Youtube Friesen gesehen habe, sass ich gebannt vor dem Bildschirm und sah mir die Videos immer und immer wieder an. Wenn ich tolle Lieder im Radio gehört habe, habe ich mir ausgemalt was für eine Show ich mit einem Friesen dazu zeigen könnte. Mit den Jahren wanderte der Gedanke jemals einen Friesen zu haben in den Hintergrund, zu weit weg war dieser Traum für mich und ich hatte ja den Freiberger dem ich keinesfalls meine Liebe entbehren wollte.
Vor 2.5 Jahren kam im Sommer mein Geburtstag, mein Vater mahnte mich den Tag freizuhalten er habe etwas mit mir vor. Durch meinen Freund habe ich herausbekommen dass es irgendetwas mit Reiten zu tun haben musste. Tja, dachte ich da mein Vater im Welschland wohnt werden wir wohl das Freibergergestüt in Avenches besuchen gehen. Ich wusste nicht ob ich mich darauf freuen sollte, hätte ich doch so gerne wieder einmal einen Friesen geritten.
Wir trafen uns in Murten vor einem Reitsportgeschäft. Mein Vater drückte mir einen Gutschein in die Finger, lächelte mich verschmitzt an und sagte „geh und kauf dir was schönes, du leistest dir ja sonst nie was“. Ich freute mich riesig, sogar so sehr dass mir im Laden nicht einmal die zahlreichen riesigen Friesenbilder aufgefallen waren. Ich genoss die Zeit im Laden und las mir neue Sachen für meinen Freiberger aus.
Die Geschichte mit dem Reiten hatte ich schon wieder vergessen, dachte wir gehen noch gemütlich etwas essen und fahren dann nach Hause. Nein, dem war nicht so. Wir fuhren auf einen Hof und ich schnallte echt gar nichts! Ich stieg aus und plötslich stand die nette Verkäuferin aus dem Laden vor mir „äh was geht den hier ab“ dachte ich mir noch. Sie lächelte mich verschmitzt an und sagte „herzlich willkommen bei uns, geh dich umziehen du hast eine Reitstunde auf einem unserer Friesen“. Wäs? hä? was? wo? wer? iiiiiichhhhhh? Erst da sah ich mich genauer um und sah dass der Hof voller Friesen war, überall in jeder Ecke und auf jeder Weide sah ich die Schwarznasen mir freundlich entgegenblicken :ja:
Ich rannte also mehr in den Aufenthaltsraum als dass ich ging. Mit zittrigen Fingern schlüpfte ich in meine Reitsachen. Meinen die das Ernst? Meinen die wirklich mich??? Das ist doch eine Verarschung?
Nein! War es nicht! Als ich rauskam stand schon ein Friesenwallach bereit und wartete darauf von mir geputzt zu werden. Diese Mähne, dieses samtige Fell, dieser liebevoller Blick! Ich war sowas von vertieft das Pferd zu knuddeln und zu putzen dass die Stallbesitzerin schon kam und mir sagte wir sollten dann doch mal ein bisschen vorwärts machen 😀
Also ab aufs Viereck und rauf aufs Pferd. Was für ein Traum! Diese Bewegungen, dieser Sanftmut, diese wollige Mähne! Viel zu schnell ging die Stunde vorbei.
„Bist gar nicht mal so schlecht geritten, ich glaub ich zeig dir noch ein Pferd“, wäs? hä? NOCH EINER???????? JA IMMER HER DAMIT!!!!
Als nächstes kam der Fury-Traum pur, lackschwarz, elegant, seidige Mähne und mächtig Feuer. „Das ist ein Arabofriese“ sagte sie mir „der ist aber erst 4-jährig den geb ich nicht jedem in die Finger“. Ähä und warum dann genau mir? Arabofriese??? hä? Naja egal, hauptsache Friese! Noch ein Traum zum reiten, die Chemie stimmte sofort, ich liebte dieses Pferd von der ersten Sekunde an.
Nach der Stunde zeuckelte mich die Stallbesitzerin Richtung Weide „komm schau, wir haben ein paar hübsche Arabofriesenfohlen da, da wär doch bestimmt was dabei für dich“. Ja klar für mich, eh ja logo, is ja klar, vergesst das Leute, ich hab schon ein Pferd und den Traum wirds niemals in echt geben.
Egal, wir gingen zu den Fohlen, drei vorwitzige halbstarke erwarteten uns. Alle kamen sofort um ihre Streicheleinheiten zu holen, doch einer kam immer und immer wieder, drängelte sich zu mir, liess sich kraulen und legte seinen Kopf in meine Arme. Eigentlich habe ich mich in diesem Moment in den Jungspund verliebt, verdrängte es aber, schliesslich wars nur ein Traum.
Mein Vater stellte mir allerdings immer und immer wieder solch komische Fragen. „Ja möchtest du denn immer noch einen Friesen“, „Ach gell du hast gesagt der Unterhalt wäre kein Problem, nur der Kaufpreis ist das Problem?“, „Ja hättest du denn Zeit für zwei PFerde?“. Hätte, wäre, wenn dachte ich nur…
Auf dem Heimweg träumte ich von dem Friesenfohlen namens Arjen. Er ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Aus lauter Witz kamen mein Freund und ich auf das Thema zwei Pferde haben. Aus dem Nichts sagte er zu mir „weisst du ich kann mir gut vorstellen Minord zu übernehmen damit du einen Friesen haben kannst. Minord ist mein Traumpferd und wir passen so gut zusammen, eigentlich möchte ich den gerne für mich haben“ :denk: :denk:
Also hin und her diskutiert, die Fragen meines Vaters konnten eigentlich auch nur auf eins hinausführen…..

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  • Lojola sagt:

    Hier ist klein Arjen in der mitte, der der sein Näschen vorwitzig gegen vorne drängt :herz: das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49583/

  • Lojola sagt:

    Weiter gehts…. Zuhause hab ich also alles zig mal durchgerechnet, ja klar einen Friesen halten könnte ich theoretisch, einen Friesen abbezahlen eigentlich auch, nur den Kaufpreis auf einmal auf den Tisch legen, das ginge nicht. Ich bekam einen folgenschweren Anruf meines Vaters der mir mitteilte dass er mir einen Kredit geben möchte, ich mich doch aber bitte mal in der ganzen Schweiz umsehen soll. Okeee gesagt getan. Gratis-Inserate wurden durchforstet, sämtliche Angebotsseiten aus der CH oder angrenzendem Ausland durchforstet, doch nie machte es klick. Ich hab mir dann noch ein Gestüt herausgesucht dass ich besuchen wollte weil die einige Pferde im Angebot hatten die passen sollten. Die ganze Familie machte sich also mit mir auf um zu dem Gestüt zu fahren. Es war ein verdammt kalter Tag. Wir kamen an dem Gestüt an und schon der erste Eindruck passte irgendwie nicht. Die Familie präsentierte sich von einer guten Seite, die Ställe waren gepflegt und der Kontakt freundlich. Dennoch wollte keine grandiose Hochstimmung aufkommen. Sie präsentierten uns nach und nach etwa 6 Pferde, schon beim ersten ging bei mir das Licht aus, nein der wars nicht, der nächste auch nicht, und auch der übernächste passte nicht. Die sind alle nicht wie Arjen, die haben nicht das gewisse Etwas, die sind irgendwie nicht wie er… Irgendwann verabschiedeten wir uns von der Familie und stiegen wieder ins Auto. Stille herrschte, keiner sagte auch nur ein Wort. Mein Vater brach die Stille „Gell Arjen ist es“, mir liefen Tränen über die Wange „ja er ist es, er und nur er“, „willst du noch in den Stall fahren?“ fragte er mich. Ich nickte nur. Also fuhren wir wieder geschlagene 2 Stunden in den anderen Stall. Die Besitzerin wurde vorinformiert und wir bangten dass Arjen nicht schon verkauft ist. Als wir ankamen waren die Jungs auf dem Viereck im Freilauf. Zielgerade stolzierte klein-Arjen auf mich zu und begrüsste mich mit seiner feinen, samtigen Nase. das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49584/ Nein, er ist noch nicht verkauft! Also machten wir zwei Wochen später einen Termin mit einem renomierten Tierarzt ab für die Ankaufsuntersuchung. Der Tierarzt war hin und weg von Arjen und versicherte mir immer und immer wieder wie brav der doch sei und was für ein toller Körperbau der doch habe. Das gebe bestimmt mal ein tolles Reitpferd da verwette er seinen Hintern drauf :-)) das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49585/ Und so viel die Entscheidung auf Arjen, MEINEN Friesen!

  • Lojola sagt:

    Phu ganz schön viel Geschreibsel bis man über 2 Jahre aufgeholt hat 😀
    Hier also noch die Daten von Arjen:
    Vater Dark Laes
    Mutter Doortje v. Herbricht
    Geburtsdatum 16.06.2008
    Gehört mir seit September 2009

  • Lojola sagt:

    So, weiter gehts…. Ich fühlte mich damals folgendermassen: :hurra: :party: :bravo: :friend: 😉 :ostern: xmas :hurra: :hurra: Und ich tus bis heute noch 😀 Schnallt man eigentlich irgendwann wirklich dass man Besitzer eines solch wundervollen Tieres ist? 8o Zuhause habe ich natürlich sofort meinen Stallgspänlis von dem unerwarteten Zuwachs erzählt. Alle freuten sich riesig mit mir, dennoch kamen auch einige wenige Stimmen die sich fragten ob ich das mit einem Jungpferd hinkriege. Zurecht finde ich, meine Stallgspänlis sind für mich nicht nur Kollegen sondern seit 10 Jahren enge Freunde. Arjen ist nicht das erste Jungpferd dass ich in den Händen halte und mit ausbilde, nur hatte ich bisher noch nie einen Jungspund in meinem Besitz. Der SB zeigte sich gottseidank bereit für Arjen eine neue Boxe zu bauen und so wars auch klar dass wir unserem Stammstall auf jeden Fall treu bleiben werden :hurra: Die Monate flogen dahin, ich besuchte Arjen spätestens jedes zweite Wochenende, putzte ihn, knuddelte ihn und stellte eine Verbindung zu ihm her. das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49592/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49594/ Der Winter verging und der nächste Sommer kam. Im Sommer 2010 also mit 2-jährig begann ich ihn ab und an auch mal rauszunehmen und zu putzen, ihm mal das Roundpen zu zeigen oder einen kurzen Ausflug aufs Viereck zu machen, dies alles bis im Winter 2010 das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49595/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49596/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49597/

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Phu ganz schön viel Geschreibsel bis man über 2 Jahre aufgeholt hat

    Deswegen zier ich mich ja so. Ich habe ein paar Jahre mehr aufzuholen. :panik:

  • Lojola sagt:

    Doppelt

  • Lojola sagt:

    Bei Minord wärens auch etwa 8 Jahre *lach
    Ich wart jetzt mal ab ob unsere Geschichte jemanden interessiert und wenn ja, dann schreib ich weiter 😀

    Phu ganz schön viel Geschreibsel bis man über 2 Jahre aufgeholt hat

    Deswegen zier ich mich ja so. Ich habe ein paar Jahre mehr aufzuholen. :panik:

  • GidranX GidranX sagt:

    Also mich interessiert es.. :ja:

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Ich komme auch nicht nur her, um Bilders zu gucken. 😉 😉

  • FlickaTaraLuna sagt:

    Mich Interessiert es auch , finde es sehr spannend zu lesen.

    Tolles Pferdchen hast du da.
    Ist er noch hengst ?

  • Lojola sagt:

    Also weiter gehts 😀 Die Monate zogen also ins Land und just war Arjen schon 2.5 Jahre alt. Eigentlich war geplant dass er bis 3-jährig auf der Weide bleibt, aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt, was ja nicht weiter schlimm ist 😉 Da mir von Anfang an bewusst war dass ich weder die Fähigkeiten habe einen Henst auszubilden noch die Möglichkeit ihm in unserer Umgebung einen gerechten Stall zu finden, wars für mich von anfang an klar dass Arjen Wallach werden muss. Im Januar 2011 wars dann soweit und Arjen wurde kastriert. Im Wundheilungsverlauf gabs einige Komplikationen so dass ich mich entschied ihn eine Woche ins Tierspital zu bringen und danach direkt mit nach Hause zu nehmen. Wir haben in unserem Stall eine buntgemischte Herde von 15 Pferden im Alter von 4 bis über 30ig jährig und die Pferde sind jeden Tag auf der Weide. Somit wars kein Abbruch dass Arjen früher nach Hause kommt. Unserem lieben SB sei dank dass sie noch flux eine Box gebaut haben damit Arjen rechtzeitig nach Hause kommen kann. Also packten wir unseren alten Minord in den Hänger und fuhren Richtung Bern los. Was war ich nervös, ob das alles gut geht? In Bern angekommen schnaubte mich Arjen zufrieden aus seiner Box an, ich glaube er wusste dass etwas spannendes passiert. Nervenbündel wie ich bin wartete ich auf den Tierarzt und die Arztgehilfen und verabschiedete mich dann aufs Klo. Mein Freund sowie zwei Helfer und der TA waren vor Ort und die waren ruhig im Gegensatz zu mir. Ich rannte also aufs Klo und mahlte mir die wildesten Sachen aus, sah mein geliebtes Pferd schon mit gebrochenem Bein am Boden liegen. Also aus dem Klo raus, Richtung Transporter gewatschelt, komme um die Ecke und mich trifft fast der Schlag! Die Rampe des Transporters ist zu! Ja was haben die denn gemacht? Ging der nicht rein? Hat er sich was gebrochen? NEIN HAT ER NICHT ER STEHT IM TRANSPORTER! *glotz Seelenruhig stehen die beiden Jungs nebeneinander als könnten sie kein Wässerchen trüben. Also noch kurz Schlussbesprechung mit dem TA und dann sagt der doch tatsächlich „wollen wir noch einen Kaffee zusammen trinken?“ OH GOTT BLOSS NICHT!!! Ich will nach Hause und zwar sofort!!! Die Heimfahrt gestaltete sich äusserst ruhig, ein paar mal stämpfeln und das wars auch schon. Zuhause angekommen stieg Arjen aus dem Transporter als hätte der nie was anderes getan. Also mit Minord ab auf die Weide. Die beiden Jungs freundeten sich sofort an. das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49600/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49601/

  • Lojola sagt:

    Entschuldigt wenn ich mich nicht mehr an das genaue Tagesdatum erinnere, war ja von nun an alles letztes Jahr 😀 Nach zwei Wochen Eingewöhnungszeit wagten wir uns auf den ersten Spaziergang mit der ganzen Familie. Minord kam natürlich als Begleitschutz mit. Arjen war zwar manchmal leicht unsicher aber absolut brav und händelbar, wenn auch noch rüpelig. Also beschloss ich flux unsere Bodenarbeitstrainerin ab sofort zu bestellen. Sie kam und verliebte sich auf den ersten Blick. Wir gingen aufs Viereck und übten das Freilongieren zwecks Erziehungsaufbau und erste Führübungen. Leider kam sie nur einmal weil sie danach in den Schwangerschaftsurlaub ging. Eine neue Trainerin aus der Umgebung war aber schnell gefunden. Und auch sie unterrichtet nach Doug Mills wie wir es bereits kennen. Ich beschäftigte Arjen also zwei mal in der Woche. Das Programm gestaltete ich sehr abwechslungsreich zwischen Spazieren mit Minord, Spazieren alleine, Roundpenarbeit, Bodenarbeit, Anti-Scheutraining, erste Schritte an der Longe und erste Zirkusslektionen. Die neue Trainerin kam und wie es das Glück so will, ist sie selbst auch Friesenbesitzerin, das verbindet natürlich ungemein. Sie bestätigte mir dass ich mit Arjen ein äusserst selbstbewusstes Exemplar und daneben ein ziemlich sensibles und intelligentes Pferd erwischt habe. Klar bei der Erziehung muss man eine Linie durchziehen, sonst würde er dem Menschen schnell mal auf der Nase rumtrampeln, aber mich beeindruckt das mittlerweilen herzlich wenig. Durch meine Trainerin habe ich das Rüstzeug mitbekommen und ich geniesse es ein solch arbeitswilliges und feinfühliges Pferd in den Händen zu haben. Inzwischen war August und Arjen schon 3-jährig und 2 Monate alt. So stand schon unser erster kleiner Kurs an. Eine Zirkusslektionenstunde. Für Arjen extra gekürzt auf eine halbe Stunde. Die Trainerin wollte erstmal sehen ob Arjen sich gut benimmt denn vorher unterrichtet sie kein Pferd in Zirkusslektionen. Arjen gab sich aber vorbildlich, schliesslich übten wir auch fleissig. Dann war noch unser erstes kleines „Turnier“ ein stallinternes Gymkhana. Ich ging nur zum Versuch hin, ging ja um nicht 😀 Das Antisheutraining und das Dominanztraining haben sich aber ausgezahlt, Arjen folgte mir mit viel Vertrauen. das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49602/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49603/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49604/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49605/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49606/

  • Lojola sagt:

    Des weiteren habe ich einen kleinen Kappzaumlongenkurs im Stall organisiert. Auch da habe ich Arjen kurz rausgenommen und mit ihm eine verkürzte Lektion mitgemacht. In dieser gings erstmal drum dass er an der Longe zu laufen lernt und auf meine Körpersprache anhält. Mit der Bodenarbeitstrainerin trainierten wir jeden Monat 1x. Nun wars auch schon soweit dass Arjen an den Sattel gewöhnt werden soll. Also jedesmal wenn ich ihn hervorgenommen habe, Sattel drauf, Sattel runter, Sattel drauf, Steigbügel bewegen, Schabracke klopfen, am Steigbügel rütteln und und und. Gleizeitig übten wir auf dem Viereck das Einparkieren vor einer Aufstiegshilfe, sehr praktisch kann ich nur sagen 😀 Danach gings weiter mit dem Vorbereiten fürs erste Aufsitzen. Also rauf auf die Aufstiegshilfe, Pferd einparkieren, von oben überall anfassen, Steigbügel bewegen, Bein rüberschwingen und wieder zurück, am Steigbügel rütteln und und und. Dies ging einige Wochen lang so weiter. Dann wars auch schon so weit, das Erste Aufsteigen stand an. Man war das unspektakulär sag ich euch. Mit genügend Übung läuft das ab als hätte das Pferd niemals was anderes gemacht. :hurra: Völlig stressfrei und ohne Hektik. das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49607/ Tja und dann ende Oktober wars soweit. Dank dem warmen Herbstwetter fuhren wir zu einer Unterrichtslektion bei Doug Mills höchstpersönlich. Unser erster Ausflug ausserhalb des Stalls. Beim Einladen hab ich einen entscheidenden Fehler gemacht, ich hab einen Tag vorher schon geübt. Also fand Arjen natürlich dass er nicht jeden Tag das gleiche üben will und sträubte sich. Gottseidank war unsere Trainerin schnell zur Stelle und half mir die Situation zu bereinigen. Meine Nervosität vor Ausflügen mit dem Transporter hat mir mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nichts desto trotz sind wir aber sehr gut beim Trainingsgelände angekommen und wurden von Doug gleich begrüsst. Auch er teilte mir sofort mit dass mein Arjen ein schöner Schürzenjäger ist, so hengstig wie er sich aufführte. Doug forderte mich dazu auf Arjen zu arbeiten wie ich es sonst immer tue damit er einen Eindruck von uns bekommt. Also los, Dominanztraining, ich bestimme, du gehorchst. Nach ein paar Minuten kam Doug zu mir und sagte mir dass wir unsere Hausaufgaben echt gut machen, ich aber noch bestimmter auftreten soll. Meine Reaktionsgeschwindigkeit sei aber sehr sehr gut, das hätte er schon nicht jeden Tag (bin generell ein sehr zackiger Mensch). Doug half mir dann mein Timing zu perfektionieren und dann wars auch schon soweit. Ich sollte satteln und Aufsteigen. Das ging absolut problemlos obwohl wir an einem fremden Ort waren. Dann kamen biegungsübungen vom Sattel aus und schon war die Stunde auch schon zuende. Also wieder verladen und überglücklich nach Hause fahren. Danach bekam Arjen 2 Monate Pause, das Gelernte will auch verdaut werden. das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49608/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49609/

  • sweltsje sweltsje sagt:

    Oh, das ist aber ein feines Tagebuch! HIer werd ich öfters lesen! 🙂

  • Aljina sagt:

    Eine sehr schöne Geschichte von und mit Euch zwei!
    Bin gespannt, wie es sich weiter entwickelt!

  • wurm wurm sagt:

    Ein schönes Tagebuch, toll geschrieben.Und zwei nette Pferdchen

  • Lojola sagt:

    So, weiter gehts mit dem „Schnelldurchlauf“ bis heute. Kurz nach Weihnachten wars mal wieder soweit, der Altjahresritt in unserem Stall stand an. Das ist für jeden im Stall jedesmal ein toller Anlass. Ein gemeinsamer Ausritt mit allen 14 Pferden vom Stall mit Apéro unterwegs und danach gemütliches Beisammensein im Reiterstüblein. Klar dass ich mit Arjen auch dabei sein wollte. Reiten gibts noch nicht also schlossen wir uns zu einer kleinen Gruppe von Leuten zusammen die eine kleinere Route zu Fuss zum Apéro wählten und dort dann wieder mit den Reitern zusammentrafen. Ein bisschen nervös war ich ja schon, denn ich hatte mir für diesen Tag grosses vorgenommen, dazu aber später mehr. Als wir in den Stall kamen war die Reitergruppe gerade bereit zum losreiten. Als der grosse Trubel vorbei war, holten wir unsere Pferde aus dem Stall und erledigten als erstes die Stallarbeit. Danach gings ans Putzen, wir hatten damit schliesslich genug zu tun weil die Weide grässlich matschig war :maul: Minord bekam seine kuschelige Abschwitzdecke auf den Rücken und Arjen wie gewohnt den Sattel (Seit dem ersten Auflegen war der Sattel über die Monate jedesmal drauf wenn wir zusammen etwas gemacht haben). Zum abgemachten Zeitpunkt war die heitere Runde von 5 Pferden auch schon bereit und es ging los. Klein Arjen war noch nie mit mehr als 3 Pferden unterwegs, sich aber deswegen aus der Ruhe bringen lassen? Nö Arjen doch nicht 😀 Es ging hoch, am Waldrand entlang und dann einen Grasweg durch den Wald. Die Geschichte mit galoppieren wollen sobald weicher Boden unter den Hufen ist, wurde den Pferden wohl in die Wiege gelegt, Arjen wäre jedenfalls am liebsten losgehüpft, aber nix da die Chefin hängt am anderen Ende des Seils und mit der ist nicht zu spassen :nase: Kaum auf dem normalen Waldweg angekommen war Arjen bereits wieder der Alte. Ich staune immer und immer wieder wie schnell der sich wieder beruhigt. Oben an der Waldstrasse angekommen, sahen wir aus weiter Distanz die anderen Reiter kommen, von hinten und von vorne kamen gleichzeitig Autos. „Na dann wollen wir mal sehen was jetzt passiert“ dachte ich mir hämisch (ich gebs zu ich liebe solche Situationen, je mehr desto besser). Was denkt ihr was passierte? Richtig, gar nichts 😛 Die Stute der Kollegin tänzelte wie gewohnt in alle Richtungen, und hüpfte kurz von einer Seite zur anderen und zurück. Arjen wars ziemlich wurst, nicht mal ein Rufen gab er von sich. Bei der Waldhütte angekommen, warteten schon die Stallbesitzer mit Glühwein und Snacks. Ich stellte mich absichtlich etwas abseits hin und übte mit Arjen das einparkieren und Stehenbleiben. Schon praktisch wenn man das Pferd neben sich hinstellen und das Seil auf den Boden fallen lassen kann. So hat man beide Hände frei für feine Snacks un einen guten Glühwein :ja: . Etwa eine halbe Stunde standen wir da und danach gings mit dem ganzen 14-köpfigen Pferdetrupp Richtung Heimweg. Ich ging mit Arjen absichtlich fast zuhinterst, wollte ich doch sehen was passiert. Wie gewohnt passierte nichts, er freute sich wohl mit der grossen Gruppe unterwegs zu sein, machte aber keinerlei Anstalten nach vorne stürmen zu wollen. Etwa 10 Minuten von zuhause entfernt wars soweit. Mein Freund übergab Minord einer Kollegin, ich band das Bodenarbeitsseil zu Zügeln und befestigte zusätzlich ein Führseil am Knotenhalfter. Die ganze Truppe war so lieb und wartete geduldig auf uns. Also Steigbügel runter, wie gewohnt wackeln, rütteln etc. und dann hoch aufs Pferd. Jetzt wurde den anderen auch klar warum ich die ganze Zeit schon einen Reithelm auf dem Kopf hatte 😀 Die Gruppe setzte sich in Bewegung und viele Augen guckten immer wieder zu uns. Und Arjen? Was macht klein Arjen? Stolz wie ein König marschierte er mit mir obendrauf durch den Wald, als hätte er nie was anderes getan. Und ich fühlte mich wie die fleischgewordene Prinzessin mit ihrem schwarzen Barbiepferd :panik: Kurz vor dem heimischen Stall stieg ich wieder ab und umarmte meinen schwarzen Traum. Meine beiden Männer haben das grossartig gemacht. Was für ein Schritt der kleine Arjen hat, diese Wallemähne vor mir, dieser stolze Kopf, dieser wogende Schritt. Wie war das? Pferde sind anfangs unsicher mit dem Reiter obendrauf? Ja gut ich sass ja schon etwa 10 mal drauf aber unsicher? Püff nicht der Arjen :hurra: Die Portion Äpfel hatte er sich redlich verdient! Hier noch der fotografische Beweis, ich bin quasi ausgeritten!! das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49662/

  • Lojola sagt:

    So, bald hab ichs geschafft und wenigstens die erinnerungsreichsten Erlebnisse erzählt :thumbsup: Mitte Januar gings wieder weiter. Wir hatten spontanerweise mal wieder was grosses vor. Ich hab Arjen also mal wieder rausgeholt und mit ihm Bodenarbeit gemacht. Ganz schön aufmüpfig manchmal der Kleine :ja: Aber aufmüpfig sein heisst Arbeiten, arbeiten, arbeiten und so gehts jeweils etwa 10 Minuten und wir sind wieder im gewohnten Temperamentsmass 😉 Am nächsten Tag spielte das Wetter nicht wirklich mit, gut schlecht wars nicht aber für das was wir vorhatten hätte es durchaus besser sein können. Es windete und ab und an regnete es auch immer wieder. Also Kappzaum geschnappt und ab aufs Viereck. Joa Arjen zeigt des öftern mal gerne dass er durchaus mit viel Temperament bestückt ist und so gehts an der Longe halt mal abwechslungsweise mit zwei oder vier Beinen in die Luft. Blöd nur wenn der Longenführer sich davon nicht beeindrucken lässt, dann ist das Spiel nach zwei Runden nämlich gar nicht mehr interessant. :tuete: Dann heissts halt, Seitenwechsel, geradeaus, Seitenwechsel, anhalten, antreten, anhalten, Seitenwechsel, grosse Volte, kleinere Volte, Seitenwechsel und so weiter. Ich brauch nicht anzutraben wenn ich ein Pferd an der Longe mit der Aufmerksamkeit zu mir holen will, gut ists nur wenn ich wirklich den ganzen Platz ausnützen kann 😀 Danach gings zurück in den Stall. Arjen wurde gesattelt und Minord geputzt. Mittlerweile kam mein Freund von seinem Hockeymatch und meine liebe Freundin war auch schon im Stall. Also wieder das Knotenhalfter zum Zaum umfunktioniert und einen weiteren Strick am Halfter angehängt. Schutzweste und Helm montiert und raus zum Aufsteigen. (Seit Dezember hatte ich kaum noch was mit Arjen gemacht und mich schon gar nicht erst draufgesetzt, der Kleine soll genug Zeit haben sich zu entfalten). Mein Freund sass auf, und ich gab ihm den Führstrick damit ich auch aufsteigen konnte. Die Jungs kennen das Spiel ja schon vom Handpferdreiten, also nix neues für die Beiden. Neu war nur dass da auf Arjen noch ein blinder Passagier sitzt. Meine liebe Kollegin sass ebenfalls aufs Pferd, die kam mit falls wir irgendwelche Probleme hätten damit sie einschreiten und helfen kann. Letzte Instruktionen an alle Hilfspersonen und los gings. Kann mir einer mal sagen warum ich nicht mal nervös war? Keine Spur, ich war nur stolz, stolz, stolz, nichts anderes. Wir ritten also etwa eine halbe Stunde durch den Wald bis wir auf der einen Seite einen Bauwagen sahen. Joa der stand das Letzte Mal halt noch nicht da, Arjen schnaubte, Arjen hüpfte, einen Satz nach vorne und zack wars auch schon wieder erledigt, einmal durchschnaufen und ganz normal weiterlaufen. Mensch dass sich selbst ein Hüpfer bei einem Pferd sowas von geil anfühlen kann! Kurz vor dem nachhausekommen gabs ein obligates Bild, ich glaube mehr muss man dazu gar nicht sagen :herz: das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49663/

  • Lojola sagt:

    So, dann kommen wir doch tatsächlich in die aktuelle Sparte :attack:
    Zur Zeit ist das Wetter ja alles andere als gut, aber ich wäre ja nicht ich wenn mir nicht trotzdem immer mal wieder was einfallen würde 😛
    Vor 1.5 Wochen hats mich gejuckt, irgendwann braucht Arjen ja auch mal eine Trense, also eine alte, zu kleine Trense von Minord geschnappt, Gutzi in die Hand und schwups schon war die Trense drin. Ja ging irgendwie 100 mal einfacher als ich mir das vorgestellt habe, gernerell hab ich mir das Leben mit einem Jungpferd so was von viel schwieriger vorgestellt. Tatsächlich aber ist es eine riesige Erfüllung, eine Lebensschule und eine Bereicherung auch für die Arbeit mit Minord.
    Ich lerne mit jedem Mal andem ich mit Arjen oder Minord arbeite, mein Einfühlungsvermögen wird immer besser, die Ideen spriessen und die Freude an erreichten Zielen ist riesig.
    Meine eigenen Pferde waren bisher meist alles andere als einfach. Meine erste Stute war der klassische Anfängerfehler der mich um ein Haar in den Rollstuhl gebracht hätte. Sie war schwierig, sehr schwierig, sie war gross, sie war temperamentvoll und sie war voller Hass dem Menschen gegenüber. So verwundert es nicht dass sie mich immer und immer wieder abgeworfen hat bis ich im Spital landete und die Ärzte nicht wussten ob ich jemals wieder zu Fuss rausgehen kann. Dennoch wollte ich sie nicht aufgeben und es dauerte ein weiteres halbes Jahr bis ich mich endlich von ihr lösen konnte. Danach trat Minord in mein Leben, dieser liebenswürdige Freibergerwallach der in seinem Leben wohl nicht nur gutes erlebt hat. Ein damals ca. 15-jähriger Wallach der sein Leben vor der Kutsche verbrachte und für den Arbeit eine Qual und nicht eine Freude war. Ich driftete ab in das „Sportdenken“. Der muss vorwärts, also Sporren ran, der muss runterkommen also Ausbinder rein. So lange bis nichts mehr ging. Das kann doch nicht allles gewesen sein. Das kann es doch einfach nicht gewesen sein. Also neuer RL bestellt und es fiel mir wie die Schuppen von den Augen, so nicht! Keine Sekunde mehr so weiter!
    Ich besann mich auf das was ich in der Kindheit schon in mir hatte und hab zurückbuchstabiert. Es hat lange gedauert und die Gefahr ins alte Fahrwasser zu fallen war gross. Aber mittlerweilen habe ich diese Phase dank meinem Minord durchgestanden. Er hat mir gezeigt dass es so nicht geht und dass das weder mein, noch sein Weg ist. Er hat die Zukunft für Arjen geebnet und widmet sich mit voller Liebe der Aufgabe für meinen Freund ein Lehrmeister zu sein. Heute liebe ich es Minord zu reiten, kein Knorz mehr, kein Kraftakt mehr, nur noch Liebe und Harmonie. Danke Minord!!!!!!
    So, nachdem das mit Arjen so gut geklappt hat, habe ich ihm seine erste eigene Trense bestellt. Die kam ende letzter Woche auch promt. Zusammen mit einem alten Zaumzeug von Minord ist die Erstausrüstung komplett 😀
    Somit üben wir nun jedesmal wenn ich im Stall bin Zaumzeug anlegen und ausziehen.
    Am Samstag war das Wetter mal wieder wie üblich, kalt und windig. Somit gabs eine ausgiebige Putzeinheit und neue Zöpfe. Auch der Zaum kam wieder kurz zum Einsatz.
    Beim zöpfeln wollte Arjen nicht gerne stillstehen, ich muss unbedingt schauen dass ich nebst der Weiterbildung endlich mehr Zeit für ihn habe, gottseidank ist die Weiterbildung bald vertig.

  • Luppi sagt:

    Moin moin,
    dass hört sich doch alles toll an.
    Bei meinem ersten Friesen gestaltete sich das „anreiten“ genaus unsepektakulär. Es sind einfach ganz tolle Pferde. :love:
    Viel Spaß weiterhin mit dem braven Burschen!

  • Lojola sagt:

    Weisst du ich finds irgendwie witzig. Auf der einen Seite sagten viele Freunde zu mir „warte nur damit kommst du niemals zurecht“, „das ist nicht so einfach wie du dir das vorstellst“.
    Nachundnach wechselt das nun in „hach deiner ist ja so einfach, das könnte jeder“ oder „warte nur anfangs gehts immer einfach, irgendwann hängts auch dem aus und dann kriegst du probleme“.
    Ich weiss sie meinens nur gut, aber die Sprüche mag ich echt nicht mehr hören :maul:

    Moin moin,
    dass hört sich doch alles toll an.
    Bei meinem ersten Friesen gestaltete sich das „anreiten“ genaus unsepektakulär. Es sind einfach ganz tolle Pferde. :love:
    Viel Spaß weiterhin mit dem braven Burschen!

  • Luppi sagt:

    Hmm, verstehe Dein Problem nicht??
    Iss doch toll, dass er so brav ist.
    Bei meinem kam übrigens mit 6 tatsächlich mal eine Phase, wo er komisch wurde. Ergebnis: Durchspießungsfaktur der Ulna.

  • GidranX GidranX sagt:

    Weisst du ich finds irgendwie witzig. Auf der einen Seite sagten viele Freunde zu mir „warte nur damit kommst du niemals zurecht“, „das ist nicht so einfach wie du dir das vorstellst“.
    Nachundnach wechselt das nun in „hach deiner ist ja so einfach, das könnte jeder“ oder „warte nur anfangs gehts immer einfach, irgendwann hängts auch dem aus und dann kriegst du probleme“.
    Ich weiss sie meinens nur gut, aber die Sprüche mag ich echt nicht mehr hören :maul:

    Hmm, verstehe Dein Problem nicht??

    Das verstehe ich sehr gut! Die Sprüche kenn ich.. 😀 Luppi, sie tun somit so, als wären es nicht die Früchte Deiner Arbeit am und mit dem Pferd, sondern als würde einem einfach nur ein Geschenk in den Schoß fallen. Und das ist ein großer Unterschied. So nach dem Motto, ach mit deeeeeeem hätte das doch jeder so hinbekommen, der ist doch sooooo brav. Aber genauso wenig wie Pferde als Verbrecher geboren werden, werden sie als wohlerzogene Reittiere geboren und wie sagt man so schön, von nix kommt nix. Und Lojola scheint es bisher richtig gemacht zu haben.. :thumbsup:

  • fichtefucht sagt:

    Süsser Kerl, du hast ihn von Simona, oder?

  • anchy anchy sagt:

    Ein schönes Tagebuch, mit sehr viel Herz geschrieben und ich werde gerne darin lesen :ja:

  • Lojola sagt:

    Weisst du ich finds irgendwie witzig. Auf der einen Seite sagten viele Freunde zu mir „warte nur damit kommst du niemals zurecht“, „das ist nicht so einfach wie du dir das vorstellst“.
    Nachundnach wechselt das nun in „hach deiner ist ja so einfach, das könnte jeder“ oder „warte nur anfangs gehts immer einfach, irgendwann hängts auch dem aus und dann kriegst du probleme“.
    Ich weiss sie meinens nur gut, aber die Sprüche mag ich echt nicht mehr hören :maul:

    Hmm, verstehe Dein Problem nicht??

    Das verstehe ich sehr gut! Die Sprüche kenn ich.. 😀 Luppi, sie tun somit so, als wären es nicht die Früchte Deiner Arbeit am und mit dem Pferd, sondern als würde einem einfach nur ein Geschenk in den Schoß fallen. Und das ist ein großer Unterschied. So nach dem Motto, ach mit deeeeeeem hätte das doch jeder so hinbekommen, der ist doch sooooo brav. Aber genauso wenig wie Pferde als Verbrecher geboren werden, werden sie als wohlerzogene Reittiere geboren und wie sagt man so schön, von nix kommt nix. Und Lojola scheint es bisher richtig gemacht zu haben.. :thumbsup:

    Genau so ist es 🙂
    Und auf der anderen Seite ist es halt so dass ich mich schon mal mit einem enorm schwierigen Pferd übernommen habe und mich damals eigentlich anfangs keiner wirklich ernst genommen hat und alle dachten es sei gar nicht so schlimm, bis ich dann eines Tages in der Notaufnahme mit geborstenen Brustwirbeln lag. Seit diesem Tag machen sich viele immer noch Vorwürfe warum es soweit kommen musste und nun möchten sie natürlich auf mich aufpassen damit sowas nie wieder passiert. Auf der einen Seite finde ich es toll wie sich meine Gspänlis um mich kümmern und auf der anderen Seite muss dieses Erlebnis auch irgendwann mal aus allen Köpfen (auch aus meinem) gelöscht werden. Neidisch ist bei uns bestimmt keiner, denn ich bin zugegebenermassen echt nicht die begabteste Reiterin geschweige denn Ausbilderin 😉

  • Lojola sagt:

    Süsser Kerl, du hast ihn von Simona, oder?

    Genau 🙂

  • Lojola sagt:

    So, gestern war ein lustiger Tag, jedenfalls dachte Arjen das 😛
    Ich hab mir den Kappzaum geschnappt und bin ab aufs Viereck. Tja, ich hatte in letzter Zeit kaum die Möglichkeit mit ihm zu arbeiten und das sollte ich zu spüren bekommen :stein:
    Wir also hochmotiviert raus aufs Viereck, schon beim Hinstellen hab ich gemerkt dass der Herr Jungspund wohl heute ein klitzekleines Energieproblem mitsich bringt. Ich wollte also loslongieren und Herr Arjen fand dass er mir doch mal wieder auf der Nase rumtanzen könnte. Statt sich auf den Zirkel zu bewegen kam er also pöbelnderweise auf mich zu. Nein mein Herr mit mir machst du das nicht :maul:
    Also energisch auf den Zirkel geschickt und jupeeee die Bockerei ging los, immer nach der Möglichkeit suchend sich entweder mir zu endziehen oder mir sein hübsches Hinterteil vor die Nase zu halten.
    Nach ein paar Runden wurde mir das zu blöd. Also Longe abgeschnallt freigelassen und Roundpenarbeit gemacht. Joa da wurde dann erst mal mächtig die Kiste verworfen und gezeigt was Sliding-Stops sind. Nur blöd interessiert das Muttchen einfach nicht, egal was Herr Jungspund fabriziert, Muttchen macht einfach unbeirrt weiter. :irre:
    Nach ein paar Runden Gebocke und Durchgestarte kam dann langsam die Konzentration wieder auf mich. Also hab ich immer wieder Seitenwechsel eingeleitet, anhalten und wieder los. Nach etwa 5 Minuten liess ich ihn stehen und er schaute mich an als könnte er kein Wässerchen trüben. „Waaaas war das gerade etwa iiiiiiichhhhhh :nix: „.
    Also Longe wieder dran und los mit der Arbeit die ich eigentlich vorgesehen hatte. Halt, Schritt, Halt, Seitenwechsel, Halt, Schritt, Halt. Und dann noch eine kurze Sequenz mit Schritt, Trab Übergängen auf der grossen Volte. Tja mein Herr, wenn Muttchen was will, dann kriegt sie das 😉
    Die ganze Einheit dauerte 20 Minuten und dann wars für mich brav erledigt.
    Jaja so ist das mit den Jungspunden, sie können einfach ihre Energie noch nicht sortieren, aber ich gebe mein Bestes ihm den richtigen Weg zu zeigen und seine Energie in die richtigen Bahnen zu leiten :ja:

  • Melli sagt:

    hallo,

    es macht wirklich spaß deinen beitrag zu verfolgen… ich stehe kurz davor den vertrag zum kauf meines friesen zu unterschreiben :hurra: er ist knapp 3 jahre und noch hengst, wird allerdings gelegt bevor er bei uns einziehen darf 😉
    von daher ist es natürlich besonders spannend zu lesen, wie es anderen mit ihren jungspunten ergeht und ergangen ist….

    vg melli

  • anavag sagt:

    hallo,

    es macht wirklich spaß deinen beitrag zu verfolgen… ich stehe kurz davor den vertrag zum kauf meines friesen zu unterschreiben :hurra: er ist knapp 3 jahre und noch hengst, wird allerdings gelegt bevor er bei uns einziehen darf 😉
    von daher ist es natürlich besonders spannend zu lesen, wie es anderen mit ihren jungspunten ergeht und ergangen ist….

    vg melli

    Hallo Melli,

    das freut mich für dich… 🙂 :bravo: :bravo:

    Wenn du den Vertrag unterschrieben hast, kannst du deine Neuerwerbung ja vielleicht hier einführen und vorstellen? Was hat er denn für eine Abstammung und woher bzw. von welchen Hengst stammt er ab?

    Es ist immer wieder toll und spannend, wenn ein neues Pferd in unser Leben tritt! Drücke die Daumen, dass die Wünsche und Erwartungen an den Neuerwerbung erfüllt werden….

  • Melli sagt:

    danke schööön 😀

    ja, es ist total spannend und ich freu mich schon riesig. leider kommt er erst ende april, da vorher noch die aku und die kastration anstehen …

    wenn er bei uns im stall steht, dann werde ich gerne alles über ihn berichten. 😉

    vg melli

  • fichtefucht sagt:

    Sag mal, Lojola, wo stehst du denn mit deinem Schatz?

  • Lojola sagt:

    Sag mal, Lojola, wo stehst du denn mit deinem Schatz?

    Im solothurnischen und du? :bravo:

  • Lojola sagt:

    Sooo weiter gehts mit letzten Samstag.
    Tja was soll ich bloss erzählen? Es war mal wieder völlig unspektakulär :red:
    Nach der Schule hatte ich endlich Zeit für den kleinen schwarzen Teufel 😀
    Im Stall war auch mein Freund bereits angekommen und so erledigten wir zuerst die Stallarbeit und machten danach die Pferde bereit für die Arbeit auf dem Viereck. Klein Arjen war mal wieder sehr sauber und so hatte ich kaum was zu tun mit putzen. Also satteln, Knotenhalfter drauf und los gehts.
    Bin dann als erste raus aufs Viereck weil ich den kleinen zuerst eine Runde rennen lassen wollte. Tja er war aber kaum energiegeladen und trabte und böckelte kurz vor sich hin, aber ohne weitere Ambitionen sich auszutoben.
    Also Knotenhalfter wieder drauf und neuerdings drüber den Zaum mit der Trense. Die Trense nimmt er sehr gut an und dank meinem Leckerli Trick will er auch nicht mehr den Kopf hochnehmen dabei. Die Trense also blind eingeschnallt hab ich ihn kurz etwas am Knotenhalfter longiert um zu sehen wie er denn heute drauf ist. Beim Richtungswechsel macht er neuerdings auf linke Seite beim ersten und zweiten mal etwas Terz aber schon nach dem zweiten Wechsel ist das Spiel nicht mehr lustig, Frau Ursi weiss sich durchzusetzen 😛
    Also Trense wieder raus, Seil zu Zügeln geknüpft und aufgestiegen. Zuerst wieder Biegungsübungen machen, kurz etwas kreiseln lassen um zu sehen ob die Notbremse funktionieren würde und dann ruhig stehen lassen. Vorwärtshilfen geben und siehe da, etwa 5 Schritte am Stück kriegen wir schon hin 🙂
    Wieder stehenlassen und eine gemütliche Pause einlegen. Danach nochmal Hilfe zum vorwärtsgehen und siehe da der kleine schwarze Herr marschiert tapfer los und stapft übers ganze Viereck, ich natürlich schon so :hurra: , tja bis ich gemerkt habe warum der so zielstrebig loswatschelt, er trottet nämlich genau meinem Hund hinterher und versucht den zu erwischen :blinzel: , neee das wars nicht was ich von dir wollte mein Freund :nase:
    Vom Hund weg siehts noch so aus als wären wir zwei besoffene die vom Karnevalsumzug kommen, zwei Schritte vor, dann stopp und Denkpause. Herr Arjen will oder kann noch nicht alleine auf dem Viereck vorwärts gehen. Ist auch nicht weiter schlimm, wir werden sobald der Schnee weg ist sowieso eher im Gelände üben :friend:

  • Lojola sagt:

    Gestern haben wir uns mal wieder aufs Viereck gewagt. Tja gewagt ist der richtige Ausdruck. Der Boden ist knüppelhart und immer noch teilweise mit einer Schneeschicht überzogen.
    Da das Viereck einen Schnitzelboden hat, habe ich mich trotzdem gewagt einige Runden langsam zu Traben.
    Dazu gabs Übungen wie Schenkelweichen, gelocktes Kruppeherein und man höre und staune die ersten Tritte Schulterherein auf beide Seiten :hurra:
    Das Ganze geht noch ein bisschen harzig von der Hand, was aber auch nicht weiter verwunderlich ist, wir stehen bei diesen Übungen ja noch komplett am Anfang :attack:
    Aktuell zerbreche ich mir den Kopf über das weitere Vorgehen im laufenden Jahr. Wieviel kann ich machen? Wieviel ist ihm zuzumuten? Wann beginnen mit „richtigem“ reiten? Wie oft in der Woche beschäftigen? Ja das sind alles Punkte bei denen ich mir stundenlang den Kopf zerbrechen kann um am Schluss zur Entscheidung zu kommen dass das Bauchgefühl wohl immer noch die beste Variante ist :tuete:

  • Lojola sagt:

    So, das Wochenende ist vorbei und am Samstag kam mein Herr Papa zu Besuch. Eigentlich wollte ich mich nun eine Weile nicht mehr auf Arjen draufsetzen, aber wenn Herr Papa kommt, wollten wir kurz zeigen wie cool der Kleine das mittlerweilen nimmt. Zuerst habe ich ihn mit dem Knotenhalfter longiert, die Trense blind verschnallt. Äh ja, ein Rodeopferd wäre der Vorname gewesen, sagen wir mal so, er hatte äusserst gute Laune :nase: Ich kenne dieses liebliche Spiel bereits und weiss wie ich darauf zu reagieren habe, also Übergänge, Übergänge, Übergänge, tja im Galopp waren wir jedesmal als Schauckelpferdchen unterwegs aber was solls, irgendwann wirds ihm dann schon zu blöd :hech: Tja hat mir mal eingetrichtert Friesen hätten ein Problem mit dem Galopp? Äh wie? Was? Wer? Wo? Bis jetzt merke ich davon rein gar nichts :tuete: Am Schluss war damit nicht genug, schliesslich wollte ich ein paar hübsche Fotos, eigentlich wollte ich für euch mal so richtig schöne vortrab-Bilder machen, ähm tja, schwieriger als es zuerst aussieht, das haben wir sofort gemerkt. Vor allem wenn die Strasse noch dazu bergauf geht :hech: :kowa: Schwarzes Pferd auf weissem Schnee = nix gut, somit hier also der misslungene Versuch ein Pferd hübsch auf Bildern zu vereewigen, tja hat wohl nicht geklappt :motz: 😀 das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49832/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49833/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49834/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49835/ das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/49836/

  • Lojola sagt:

    Schon wieder ist eine Woche um 😉
    MItte letzter Woche hat mein Freund Arjen auf dem Viereck longiert, das war das erste Mal bei dem ich nicht dabei war :thumbsup:
    Gestern Sonntag gings dann ganz früh aus den Federn raus. Ab in den Stall und Arjen rausputzen. Gemeinsam mit einer lieben Freundin gings dann los in die Bodenarbeitsstunde zu unserer Trainerin. Diesmal fuhren wir zu ihr statt sie zu uns. Das Pferd meiner Kollegin schrottet jedes RoundPen, deshalb wollte sie mal die Möglichkeit haben in einem stabil gebauten RoundPen zu arbeiten. Und weil wir sie sowieso fahren wollten, entschied ich Arjen auch gleich mitzunehmen.
    Ich war noch unsicher ob Arjen denn in den Transporter steigen würde, und wie sich die Stute überhaupt benehmen würde. Erstaunlicherweise brauchten wir zum Verladen der beiden Pferde gerade mal 15 Minuten :hurra:
    Wir fuhren also überpünktlich los und trafen am besagten Stall ein. Nur die Trainerin war nicht da, auf dem Hof herrschte reger Betrieb aber keiner konnte unsere Trainerin finden. Nach einigem Hin- und Hertelefonieren kam dann die Erleuchtung, wir waren auf dem falschen Hof! :tuete:
    Die Trainerin wollte gar nicht an ihrem angestammten Hof abmachen sondern bei einer Freundin die ein besseres RoundPen hat.
    Also Pferde wieder einladen, diesmal gings gerade mal noch 2 Minuten und beide waren drin :attack:
    Der andere Stall war gottseidank gerade mal 5 Minuten entfernt und als wir da ankamen, sahen wir auch warum wir gerade dort hinfahren sollten. Ein grosses, sehr stabiles RoundPen wartete auf uns.
    Ein paar Meter daneben befanden sich die Stutenausläufe, mensch waren die Weiber auf Zack!
    Arjen störte das kein bisschen. Er stieg aus, dachte sich wohl „aha die Weiber haben mich gesehen, gut so!“ und wartete brav bis die Stunde unserer Kollegin beendet war.
    Dann waren wir dran, ich dachte ja schon dass er an einem fremden Ort aufmucken würde, aber nein, im Gegenteil, der war sowas von faul :nase:
    Also freilongiert, auf sein Tempo geachtet, Outside Turn, Inside Turn, anhalten und mir nachlaufen, alles brav erledigt. :red:
    Danach fand unsere Trainerin ich solle Satteln und aufsteigen, nichts lieber als das!!! :hurra:
    Also gesattelt, Knotenhalfter angezogen, Rückenschutz und Helm montiert und rauf aufs Pferd. Unsere Trainerin sah uns an als seien wir von einem anderen Stern „Wow klasse! Der kommt nicht einmal aus dem Gleichgewicht wenn du aufsteigst, keine Unsicherheit, gar nix, der fühlt sich richtig wohl mit dir oben drauf!“ :bravo:
    Gut, also nächste Übung Cyrcling, Kreiseln lassen. Dies dient zum einen dem Gleichgewicht und zum anderen kann es in der Not auch eine Bremse sein. Zudem kommt der schöne Effekt dass klein-Arjen auch gleich versteht was ich mit den seitlichen Hilfen meine. Wir haben ja fleissig geübt, also wars für uns auch kein Problem die gewünschte Übung beidseitig abzurufen.
    Also einen Schritt weiter…. „Heb die Hände, fange langsam an deinen Körper anzuspannen, ausgehend vom Oberkörper bis in die Beine, sanft die Beine an den Bauch und warten bis er losläuft“ Gesagt, getan und siehe da er lief los :hurra:
    „Und jetzt wenn du anhalten willst, lässt du deinen Körper völlig zusammenfallen, sämtliche Zügel geben und dich hinsetzen als wärst du ein Sack Kartoffeln, so lernt er von anfang an auf deine Körperspannung zu achten“. Also ausprobiert und siehe da, klein Arjen stand nach einer halben Runde wieder still.
    Voilà, das reichte für heute, klasse gemacht!!!!!! :friend:
    In der Schlussbesprechung erläuterte mir die Trainerin, dass sie sehe dass Arjen definitiv bereit sei geritten zu werden. Sein Rücken sei sehr gut entwickelt, seine Psyche wolle arbeiten. Ab sofort soll ich mit Ausreiten beginnen. Zum Anfang mit einer halben Stunde anfangen und dann immer weiter steigern. Dabei darauf achten dass ich ihm schnellstmöglich beibringe beim Reiten den Kopf fallen zu lassen und zu lernen vorwärts-abwärts zu gehen. Dies aber auf dem Ausritt dass falle ihm leichter als auf dem Viereck.
    Na dann mal los, Freiheit wir kommen!! :attack:

  • Lojola sagt:

    Sodeli, gestern Abend war mal wieder ein lustiger Abend, unsere beiden Pferde könnten echt Clowns werden 😀
    Ich komm in den Stall, tritt mir eine Kollegin entgegen und sagt „du bist mir das was schuldig gell 😀 “ hö? was? wer? iiiich?
    „jaaaa deeeeiiiiin Pferd ist mir heute in die Achillessehne gesprungen wegen einem Hochdruckreiniger! :motz: “
    Oh weh ich schulde ihr wirklich was, aber sie trägts mit Humor :hug:
    Ich bin also direkt in die Sattelkammer marschiert und hab das Caveçon und die Longe geholt. Ich möchte ihn nun mit dem Caveçon reiten da es mir das bessere Gefühl gibt als die Trense oder der Kappzaum.
    Dazu hab ich die brandneuen Gamaschen geholt und bin zu Arjen in die Box. Longe, Cavecon und Handschuhe hab ich in den Futtertrog geworfen und mich daran gemacht ihm die Gamaschen anzuziehen. Ach mist, Gerten vergessen, also noch mal husch zum Schrank (der notabene gerade mal 2 Meter entfernt ist), komm zurück und was sehe ich??? Der kleine Teufel hat das Caveçon an die andere Ecke der Box befördert, die Longe hängt um seine Füsse und den Handschuh will er gerade fressen!!!! :kowa:
    Tja krieg mal einen Handschuh aus einem Pferd wenn gerade noch ein Finger rausschaut :motz:
    Ich hab also meine Sachen eingesammelt, C. montiert und raus aufs Viereck. Jajaaaaaa einen Tag nicht bewegt, ein paar Grad kühler und dat Frieslein will rumspinnen 😀
    Also zuerst wieder freigelassen und mal ausbocken lassen. Dabei hab ich gemerkt dass diese Sch…… Gamaschen nicht richtig passen! Sobald der kleine bockt drehen sich die hinteren Gamaschen! Ich werds wohl also doch mit den normalen kleinen Streifgamaschen versuchen müssen.
    Longieren ging mal wieder sehr gut. Im Schritt fängt er sich nun endlich an zu dehnen, im Trab ist noch keine Spur davon, aber das kommt schon noch. Ein kurzer Galopp auf beide Seiten lag auch wieder drin.
    Am Schluss hab ich die Zügel am C. montiert um zu sehen wie viel Einwirkung ich wohl habe. Biegung auf beide Seiten kein Problem, Kreuzen auch kein Problem, von mir wegtreten auch kein Problem. Er reagiert wirklich sehr gut darauf. Also noch eine neue Übung eingebaut. Druck auf beide Zügel und abwarten. Es ging nicht lange und er ging mit seiner Nase Richtung Boden, guter Junge! 3-4 mal wiederholt, mensch der lernt abartig schnell!

  • fichtefucht sagt:

    von »fichtefucht« Sag mal, Lojola, wo stehst du denn mit deinem Schatz?
    Im solothurnischen und du?

    Schönbühl

  • Lojola sagt:

    *hust wie war das? Ich setz mich einfach mal drauf und reite los?????
    Äääähm eher nein 😀
    Gestern Abend haben wir die Pferde gesattelt und wollten losreiten. Die ersten Meter kam Arjen noch mit und dann entschied er sich doch mal lieber nachdenken zu wollen und stehen zu bleiben. Ich also runter, bis in den Wald hoch geführt und dann wieder aufgesessen. Oh wunder er marschierte zielstrebig los, liess sich lenken und auch bremsen, cooole Sache das Üben hat sich gelohnt!
    Interessant wie viele Gespenster plötslich im Wald sitzen wenn mal ein Mensch draufsitzt und nicht führt. Aber wir hatten ja den Senior dabei, der hilft beschützen.
    Ähm ja, gewaltig was der Arjen für einen Schritt drauf hat, krass echt, der marschiert als gäbe es kein morgen mehr, wahnsinn!
    Weiter vorne hörten wir ein lautes, durchdringendes Wiehern. Ich wusste sofort dass das mein Stallgspänli mit der hochrössigen Stute ist, also runter vom Pferd, diese Situation wollte ich vom Boden aus klären. Arjen nams aber sehr gelassen, stellte kurz den Hals und als er sah dass er die Stute kennt, war der Spass auch schon vorbei. Für die Kollegin wars ein grösserer Kraftakt, unglaublich wie penetrant rössige Stuten reagieren können.
    Ausser hör- und Sichtweite bin ich dann wieder aufgestiegen, tja es sollte wohl nicht sein und ich kam gerade mal etwa 50 Meter weit. „Bum“, „bumm“ schallte es durch den Wald. Wir hielten also an und horchten, na braaaavo Waldarbeiter! Wir hörten Traktoren, Motorsägen, Bäume fallen. Also wieder runter vom Pferd und führen, wer weiss wann plötslich ein Traktor um die Ecke schrammt.
    Zu Fuss gings dann bis nach Hause, der letzte Teil geht sowieso bergab und da geh ich sowieso zu Fuss.
    Ich glaub ich realisier noch gar nicht dass das mein erster Ausritt mit Arjen war 😀

  • Lojola sagt:

    So, am Samstag gingen wir wieder ausreiten. Das Wetter war wunderschön und sehr warm. Ich holte Arjen von der Weide und bereitete ihn für den Ausritt vor. Diesmal ging ich auf Nummer sicher und ging zuerst mit ihm aufs Viereck, schon nach zwei Runden Freilauf wusste ich dass er heute richtig gut ausgeglichen ist.
    Diesmal haben wir eine zusätzliche Sicherung eingebaut und mein Freund nahm Arjen und mich als Handpferd, hielt das Seil aber sehr locker.
    So konnte ich mich darauf verlassen dass in der Not noch jemand zum Bremsen da ist. Das Seil war trotzdem so lang dass ich mit Arjen üben konnte.
    Der Ausritt war komplett entspannt und am langen Zügel, sogar leichte Biegungsübungen lagen schon drinn. Mensch hat der Junge einen Schritt drauf, schon wieder war ich darüber richtig baff.
    Nach einem wunderschönen halbstündigen Ausritt kamen wir 4 glücklich und zufrieden wieder im Stall an. Gut gemacht Jungs!

  • jaara2008 sagt:

    Fein! :thumbsup:

  • Lojola sagt:

    Vielen Dank Jara :red:
    Ich habe gerade erfahren dass Kyle Mills im Mai tatsächlich zu uns in den Stall kommt um uns eine Privatlektion zu geben *freudenhüpf :party:

  • Lojola sagt:

    So, ich melde mich mal wieder.
    Aufgrund einer Krankheit habe ich über einen Monat gar nicht gearbeitet, deshalb ist mein Tagebuch weit nach unten gerutscht.
    Mittlerweilen bewege ich Arjen ca. 4 mal die Woche. Geritten wird 2-3 Mal, meist im Gelände aber auch auf dem Viereck.
    Bereits 2 Reitstunden haben wir hinter uns gebracht und beide Stunden waren genial. Arjen ist ein lernwilliges, arbeitswilliges Pferd. Er fordert von mir gearbeitet zu werden, es wird immer klarer dass Arjen kein Pferd ist dass sich mit reinem Ausreiten begnügen würde.
    Ich habe das Glück einen absolut tollen RL zu haben der mir mit Rat und Tat zur Seite steht. Sollte ich irgendwann Probleme mit Arjen haben, kann ich ihm jederzeit ein Telefon auch ausserhalb der Reitstunden geben.
    Die Ausritte werden immer länger und ich reite ihn nun ohne Sicherung zum Begleitpferd. Wir traben nun auch schon einige Sequenzen im Gelände und letztes Mal habe ich ihn kurz ein paar Galoppsprünge einspringen lassen :party:
    Auf dem Viereck arbeiten wir nun langsam an der Dehnung und ein kleines bisschen an der Biegung unter dem Sattel. Arjen zeigt sich als sehr talentiert und unser RL hat eine riesen Freude an ihm :hurra:
    Und auch am Kappzaum gibt es neue Erfolge zu verbuchen. Arjen dehnt sich nun auch im Trab und springt sehr schön rund in den Galopp :bravo:
    Alles in Allem ist Arjen ein richtiges Traumpferd, ich hätte nie gedacht dass aus diesem stubsigen Fohlen mal genau DAS Pferd wird welches ich mir seit Kindestagen wünsche. Ich kann mit gutem Gewissen sagen dass er meine grosse Pferdeliebe ist, MEIN Pferd.
    Ach ja und dann kommt noch das Grossereigniss welches wir hinter uns gebracht haben. Wir sind zum ersten Mal beritten Spalier an einer Hochzeit gestanden! Ja ihr habt richtig gehört, wir waren beritten dabei! :party: :party:
    Okeeey es war sehr nahe vom Stall weil es unsere SB war die geheiratet hat, aber für einen knapp 4-jährigen Jungspund finde ich diese Leistung dennoch enorm :hurra:
    Ähm ja und dann gibts noch ein Ereignis zu berichten. Ich bin das erste mal runtergesegelt. Aber es war durch und durch mein eigener Fehler. Ich bin vor dem Stall von der Aufsteighilfe aus aufgestiegen, Arjen hat einen Schritt nach links gemacht und ist in die Aufsteighilfe geraten, zack losgaloppiert und weil der Weg bis zur Kreuzung sehr kurz war, bin ich an der Kreuzung runtergesegelt. Er blieb danach sofort stehen und sah sich nach mir um. Ich bin wieder aufgestiegen und dennoch eine halbe Stunde mit meiner Kollegin reiten gegangen. Ihm hats zum guten Glück ausser einem Schrecken nichts gemacht, ich bin mit ein paar blauen Flecken und Prellungen auch gut davon gekommen.
    Wir haben das Ereignis aber gut hinter uns gelassen und es hat dem Vertrauen keinen Abbruch getan wie wir am Spalierstehen deutlich merken konnten.
    Joa das wars auch schon wieder von uns 😉

  • Lojola sagt:

    Hier übrigens unser Spalier-Outfit, ganz im Zeichen des Holländers 😀 das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/50764/

  • Luppi sagt:

    Toll sieht der Bursche aus und auch noch in dentypischen Landesfarben gekleidet mit ordentlich frisierten Puscheln!
    Nun ist er also ganz offiziell Reitpferd. Son Sturz gehört wohl auch irgend wie dazu und wenn Ech beiden nichts weiter passiert ist, ist ja alles gut.

  • Lojola sagt:

    Hihi Arjen wird immer ordentlich frisiert, schliesslich habe ich mein ganzes Leben lang auf ein Haarmonster gewartet 😀

    Meine Kollegin meinte auch: „Ach gut jetzt weisst du ja was passiert wenn du runterfällst. Irgendwann passiert das bei einem jungen Pferd halt mal und jetzt hast dus hinter dir 😉 „

  • Lojola sagt:

    Langlang ists her. Zum Schreiben komm ich eh sehr selten, aber hier mal Bilder von dem inzwischen 5-jährig gewordenen Arjen 🙂 Er ist immer noch mein absoluter Traum in Schwarz und ich geniesse jeden Tag mit ihm in vollen Zügen :drink:

  • casper109 casper109 sagt:

    Da freut man sich glatt mit wenn alles so gut passt und es viel Spaße und Freude bereitet 😉

    Aber umziehen müsstet ihr ja denn auch mal in „PFerde ab 4“ 😀

  • Lojola sagt:

    Da freut man sich glatt mit wenn alles so gut passt und es viel Spaße und Freude bereitet 😉

    Aber umziehen müsstet ihr ja denn auch mal in „PFerde ab 4“ 😀

    Ich weiss eben nicht wie das geht :outlaugh:

  • casper109 casper109 sagt:

    Macht dir der Admin :eye: :outlaugh:

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