Angelaufene Beine – Stallgamaschen???

By Stina | Bewegungsapparat, Lahmheiten

Hallo ihr Lieben,

wir haben ein Problem 🙁 Die Weidesaison ist auf Grund des miserablen Wetters nun endgültig gelaufen.
Nun steht mein Dicker in seine Box über Tag und wenn ich komme hat er angelaufene Beine 🙁 Sie sind nicht heiß, nur dick. (Wie der Herr, so’s Gescheer^^ )
Bin ihn dann geritten, ganz lange im Schritt und da er ganz normal wirkte haben wir dann auch wie immer gearbeitet. Haben dann aber etwas länger im Schritt trocken geritten (so ca 15 Minuten). Nessi meinte seine Beine sahen da wieder ganz normal aus (konnte das leider nicht mehr objektiv betrachten, da ich schon wieder panisch wurde 😉 )
Dann hat noch eine aus’m Stall gesagt, ihrer hat das auch, wird aber wieder besser wenn es kälter wird.
Das kann ich mir wohl vorstellen.
Aber was soll ich bis dahin tun? Soll ich mir Stallgamaschen zulegen?
Habe gehört die von Back on Track sollen sehr gut sein?
Oder was kann man sonst noch tun?
Ach ja er bekommt zur Zeit ja auch noch Brennessel- und Birkenblätter, weil er ja von der Heulage schwammige Beine hatte.
Das wirkt ja eigentlich auch nur positiv darauf.

Wäre schön, wenn irgendjemand darüber genauer Bescheid wüsste.

Lg Stina

  • Weltsje sagt:

    Was heißt, die Weidesaison ist gelaufen und er steht über Tag in seiner Box?

    Steht er 24 Stunden in der Box? Gibt es keine Paddocks?

    Gamaschen hin, Gamaschen her, der braucht einfach Bewegung. Pferde sind nunmal keine Höhlenbewohner, die viele Stunden auf so begrenzten Raum wie eine Box beschränkt werden sollten.

  • Alexa69 sagt:

    Also Bernie steht ja seit über 3 Monaten stramm in der Box bis auf die Zeit, wo er bewegt wird.
    Ich sprach mit dem TA der Klinik Hochmoor und der riet mir vom Bandagieren in der Box ab. Ist zwar ein anderer Hintergrund bei Bernie, aber der Doc sagte, dass es sein kann, dass man dann immer bandagieren muss.
    Und jemand, der Lymphdrainage bei Bernie gemacht hat, riet mir auch dringend davon ab, zu bandagieren.
    Ich mache das auch nicht, halte da gar nichts von.

    Mein erstes Pferd hatte im Winter, wenn er länger stehen musste, auch mal angelaufene Beine. Nach ein wenig Bewegung war das gegessen.

    Kommen die da denn gar nicht raus nach der Weidezeit?

  • Stina sagt:

    Ja er steht über Tag in seiner Box.

    Abends wird dann geritten, longiert oder wenn eine Halle frei ist, lass ich ihn laufen.

    Bandagieren will ich auch nicht, das finde ich nicht gut. Aber die Gamaschen sollen das anlaufen verhindern aber nicht „quetschen“

  • Alexa69 sagt:

    Mir wurde halt auch von den BOT-Gamaschen abgeraten von der Lymphtherapeutin.
    Andere machen damit gute Erfahrungen. Ich verlasse mich da auf die Aussage einer „Fachperson“.

  • Stina sagt:

    mh okay, und bei Bernie ist das so wieder besser geworden?

  • Weltsje sagt:

    Ja er steht über Tag in seiner Box.

    Abends wird dann geritten, longiert oder wenn eine Halle frei ist, lass ich ihn laufen.

    Bandagieren will ich auch nicht, das finde ich nicht gut. Aber die Gamaschen sollen das anlaufen verhindern aber nicht „quetschen“

    Und wo steht er nachts?

    Tag und Nacht in der Box, von dem bißchen Bewegen durch den Besitzer mal abgesehen, ist im Krankheitsfall leider manchmal nicht zu vermeiden. Ein gesundes Pferd gehört einfach raus.

    Kannst Du statt des Gamaschen- Bandagen- was auch immer Gedöns nicht lieber für artgerechten Haltung sorgen? Dann würde sich das Problem der angelaufenen Beine doch gar nicht stellen :denk: .

  • jaara2008 sagt:

    Meine Stute hatte nie angelaufene Beine, aber jetzt – sie ist jetzt zweiundzwanzig – beobachte ich das erstmalig seit ein paar Tagen: Wenn ich sie morgens aus der Box hole, hat sie, vor allem hinten, angelaufene Beine. Wenn ich sie abends reinhole, sprich: sie sich den ganzen Tag bewegt hat, sind die Beine wieder normal.

    Mir gefällt das ja nicht, aber ich glaube, bei älteren Pferden muss man das einfach hinnehmen.

    Stina, wie alt ist denn Deiner? Noch nicht so alt oder? Da macht man sich dann sicher noch mal ganz anders Gedanken und fragt sich warum, wieso, weshalb bzw. was kann man dagegen tun? Ich glaube, ich würde an Deiner Stelle nach einer Möglichkeit suchen, bei der er auch über Tag mehr raus und sich selber Bewegung verschaffen kann.

  • MerlijnCH sagt:

    Stina,
    ich würde nicht bandagieren und ich würde keine Heulage füttern.

    Ich würde mich auch ums ändern der Haltungsbedingungen bemühen.

    Es muss ja nicht gleich Offenstall sein, eine Paddockbox und/oder geregelten Paddockgang im Winter, oder Weide wenn gefroren und Schnee und/oder eine Führanlage wären ideal.

    Reine Boxenhaltung und sei es nur im Winter, kommt für mich nicht mehr in Frage.

  • Weltsje sagt:

    Stina,
    ich würde nicht bandagieren und ich würde keine Heulage füttern.

    Ich würde mich auch ums ändern der Haltungsbedingungen bemühen.

    Es muss ja nicht gleich Offenstall sein, eine Paddockbox und/oder geregelten Paddockgang im Winter, oder Weide wenn gefroren und Schnee und/oder eine Führanlage wären ideal.

    Reine Boxenhaltung und sei es nur im Winter, kommt für mich nicht mehr in Frage.

    Nö, Offenstall muss es nicht unbedingt sein, wobei wenn die Alternative zur reinen Boxenhaltung der Offenstall wäre, dann würde ich ohne Zweifel den Offenstall wählen. Unter Offenstall verstehe ich allerdings nicht die häufig zu beobachtende Schmuddelhaltung 😉 !

    Um die Fütterung von Heulage wird man dieses Jahr in Deutschland kaum herumkommen, es konnte einfach nicht genügend Heu, ebenso wie Stroh, in guter Qualität geerntet werden ;( .

    Ich denke, es wäre hilfreich, sich einfach einen Tag im Gästeklo, möglichst fensterlos, einschließen zu lassen. Mahlzeiten werden 3 x täglich gereicht. Zeitung, Buch, Fernseher, Radio gibts natürlich nicht. Wer das als abwechslungsreichen, spannenden oder auch nur erträglichen Tagesablauf empfindet, der kann sein Pferd auch weiter 24 Stunden in eine Box sperren 😉 .

    Klar ist für einen Stallbetreiber die reine Boxenhaltung das billigste, was es an Haltungsform gibt. Ob man das tolerieren muss, ist eine andere Frage.

  • GidranX GidranX sagt:

    Klar ist für einen Stallbetreiber die reine Boxenhaltung das billigste, was es an Haltungsform gibt.

    Finde ich nicht. Der Arbeitsaufwand und die Kosten für teures Verbrauchsmaterial wie Futter, Einstreu sind doch deutlich höher, wenn die ständig Boxen bewohnt sind. Hier gibt es durchaus SB´s die wollen nicht, dass die Pferde durch die Einsteller Abends aufgestallt werden, wenn 24Stunden-Weide angeboten wird. Zumindest gibt es Diskussionen..

  • moppel sagt:

    *bei Weltsje unterschreib!*
    Bei 23 Stunden Boxenknast werden über kurz o. lang die angelaufenen Beine noch das geringste körperliche Problem bei deinem Pferd sein!
    fängt bei Atemwegsgeschichten an – über negative Veränderung des Hufhorns – hört bei Verhaltensänderungen auf.
    Statt über STallgamaschen u.ä. solltest du dir besser schnell Gedanken über ein besseres Heim für deinen schwarzen Schatz machen.

    Zu Eiweiss- haltige (i.d.R. früh gemähte) Heulage belastet den Stoffwechsel,was sich auf die Leber auswirkt mehr o. weniger.Gute pferdegerechte Heulage hingegen ist im Normalfall kein Problem – soll heissen: keines unserer 5 leichtfuttrigen Ponys hatten letzten Winter irgendwelche Probleme mit der Heulage-Fütterung. Sie leben allerdings in Offenstallhaltung u. bewegen sich dort täglich 5-10km zusätzlich zum tgl. Training.

    Angelaufene Beine können ein Symptom für überhöhte Leberwerte sein (sowas hatte mein eines Pensionspferd im Sommer ). In deinem Fall allerdings ist es bestimmt vorrangig Lymphstau durch Bewegungsmangel wegen Dauer-Boxenknast.

  • Stina sagt:

    Offenstall kommt für mich garantiert nicht in Frage.
    Und er kommt bei dem Wetter auch nicht Weide, das würde alles nur schlimmer machen als besser.
    Zur Vorgeschichte, im vergangenen Herbst/Winter hatte er tagsüber Weide/Paddock und es ging vom „matschigkeitsgrad“ aber er ist sehr anfällig auf Mauke und da hatte er Dicke Beine auf Grund von Mauke, die sich 4 Monate hartnäckig hielt. Nicht nur so leichte Mauke, sondern komplett offene Beine, die entzündet waren und geeitert haben. Und das obwohl ich es von Anfang an gesehen habe und behandelt habe und auch gefühlte 100 mal den TA da hatte. Lange Antibiotikabehandlung und ungefähr tausend Salben/cremes die wir ausprobiert haben.
    Und da hatte er Schmerzen und hat gelahmt, da „zieh ich etwas angelaufene Beine“ vor, anstatt ihm sowas anzutun.

    Und nun braucht ihr nicht kommen, dann muss man was vernünftiges suchen. Hier ist es leider nicht so leicht etwas anständiges zu finden. Besser gesagt so gut wie gar nicht. Es gibt keine Alternativen und ich suche seit ungefähr 8 Jahren. Die einzige Alternative wird irgendwann sein, das Pferd „nach Hause“ zu holen. Das ist aber erst möglich wenn ich einen festen Job habe und weiß was in dem auf mich zu kommt und natürlich müssen meine Eltern mir ihr Land überlassen und das muss komplett fertig gemacht werden, mit Stall, Reitplatz und Umzäumung (momentan laufen da Rinder) und das ist im Studium nicht möglich.
    Ich habe nun endlich einen Stall mit gutem Heu und Stroh (ich werde das ganze Jahr Heu füttern da hier mehr als genug vorhanden ist). Mein Pferd hat eine sehr viel größere Box als im alten Stall, es ist Hell, hat Fenster und hier hat er jedenfalls mal die Möglichkeit bei gutem Wetter rauszukommen oder in der Halle zu laufen, im alten Stall war nichts davon möglich.

  • moppel sagt:

    Klar ist für einen Stallbetreiber die reine Boxenhaltung das billigste, was es an Haltungsform gibt.

    Finde ich nicht. Der Arbeitsaufwand und die Kosten für teures Verbrauchsmaterial wie Futter, Einstreu sind doch deutlich höher, wenn die ständig Boxen bewohnt sind. Hier gibt es durchaus SB´s die wollen nicht, dass die Pferde durch die Einsteller Abends aufgestallt werden, wenn 24Stunden-Weide angeboten wird. Zumindest gibt es Diskussionen..

    jaaaha, während der Weidezeit. Aber im Winter ist reiner Boxenknast immer noch am günstigsten u. am bequemsten: man benötigt draußen keine teuer matschfrei gestalteten Auslaufflächen incl. stabiler Einzäunungen incl. Raufutter-Möglichkeit in der Auslaufgruppe. Der aufwändige Rein-/Rausbring-Service entfällt,es müssen draußen keine „größeren“ Auslaufflächen abgeäppelt werden u. es muss auch nicht für ne frostfreie Tränkemöglichkeit im Auslauf gesorgt werden.Und bei starkem Frost friert auch drinnen nix ein,weil ja die Pferde rund um die Uhr drinnen für ausreichende Innentemperaturen sorgen….

    Die Futterkosten sind höher,wenn Pferd rund um die Uhr drinnen steht? nun ja, das wäre der Fall,wenn es draußen im Auslauf kein Raufutter gäbe tagsüber – stimmt. Aber das soll ja natürlich nicht so sein.

  • Kastenteufel sagt:

    ich kann mich da nur anschließen. Boxenhaltung hat mein Pferd lange genug ertragen müssen. Inzwischen haben wir einen Privatstall gefunden wo 24 Std. Weidegang (Wetter und Temperatur abhängig) möglich ist. Mein Pferd hat zwar noch keine angelaufenen Beine aber Arthrose und somit ist 24 Std. Boxenhaft nicht förderlich.

    Auch auf sein Gemüt hat es sich positiv ausgewirkt. Ich hatte noch nie ein so ausgeglichenes Pferd unterm Hintern. Tu Deinem Pferd etwas Gutes und such einen Stall wo er sich bewegen kann dann ist das Problem mit den „dicken Beinen“ bestimmt auch bald erledigt.

  • GidranX GidranX sagt:

    man benötigt draußen keine teuer matschfrei gestalteten Auslaufflächen incl. stabiler Einzäunungen incl. Raufutter-Möglichkeit in der Auslaufgruppe. Der aufwändige Rein-/Rausbring-Service entfällt,es müssen draußen keine „größeren“ Auslaufflächen abgeäppelt werden u. es muss auch nicht für ne frostfreie Tränkemöglichkeit im Auslauf gesorgt werden.

    😀 Das bietet hier so gut wie kein SB an, die Pferde kommen für ein paar Stunden auf kleine Matschpaddocks ohne Futter und Wasser, abgäppelt werden die nicht, wenn´s möglich ist alle paar Wochen mal mit dem Trecker drüber. Ansonsten liegt das in der Verantwortung der Einsteller. Die Ställe sind trotzdem voll, und der SB hat die Boxen Vormittags leer zum bequemen misten. Mittagsfutter gibbet eh nicht, da hier üblicher Weise nur zweimal täglich gefüttert wird, auch im Winter, alles andere ist die große Ausnahme. Manche bekommen Mittags noch Kraftfutter. Ach ja, und die Einzäungen sehen in der Regel so aus, dass es einfach nur freundlich von den Pferden ist, NICHT spazieren zu gehen.. :bite:

  • moppel sagt:

    Stina, ich hatte 11 Jahre einen Friesen,der ausschließlich in Offenstall-bzw. die ersten 2 Jahre in tagsüber-Auslauf-Haltung lebte.
    Er hatte auch ne Weile massive Maukeprobleme-stoffwechselbedingt-,die tierärztl. behandelt wurde.
    Mauke ist in erster Linie ein Stoffwechselproblem,da sollte man mal die Fütterung schecken.Eiweiss-Überschuss u. sonstige Stoffwechsel-belastende Futtermittel und Medikamente werden u.a. über die Haut entgiftet.
    Ist die Haut dahingehend vorbelastet, haben Bakterien+Keime von außen leichtes Spiel = Mauke mit offenen Wunden.
    Sauberer Matsch verursacht keine Mauke! Aber mit Ammoniak (Urin)+Äppelhaufen durchmengte Matsche,wo die Pferde stundenlang drin rumstehen müssen,ist Gift -auch für gesunde Haut.

    hast du ein aktuelles Blutbild,insb. Leber-Wert?

  • moppel sagt:

    😀 Das bietet hier so gut wie kein SB an, die Pferde kommen für ein paar Stunden auf kleine Matschpaddocks ohne Futter und Wasser, abgäppelt werden die nicht, wenn´s möglich ist alle paar Wochen mal mit dem Trecker drüber. Ansonsten liegt das in der Verantwortung der Einsteller. Die Ställe sind trotzdem voll, und der SB hat die Boxen Vormittags leer zum bequemen misten. Mittagsfutter gibbet eh nicht, da hier üblicher Weise nur zweimal täglich gefüttert wird, auch im Winter, alles andere ist die große Ausnahme. Manche bekommen Mittags noch Kraftfutter. Ach ja, und die Einzäungen sehen in der Regel so aus, dass es einfach nur freundlich von den Pferden ist, NICHT spazieren zu gehen.. :bite:

    Genauso siehts auch in meiner Umgebung in den meisten Pensionsställen aus – aber solange die Komfort-Einbußen „nur“ zu Lasten des Pferdes gehen, sind u. bleiben diese Ställe eben gut gefüllt :nix:

  • Stina sagt:

    So,
    also woher Mauke kommt, ist immer noch nicht wirklich bewiesen, da habe ich nachgeforscht 😉 Das war meine letzte Winterbeschäftigung.
    Stoffwechselproblem wird es nicht sein.
    Das letzte Blutbild war okay.
    Und natürlich ist es nicht gut, wenn nicht abgeäppelt wird und ggfalls auf das Weideland noch Gülle gefahen wird (jaha sowas habe ich letztes Jahr auch schon gesehen).
    Nur hier in der Umgebung gibt es keinen Stall der Winterpaddocks/Weiden hat bei denen das NICHT ist. Würde also wieder Mauke bedeuten. Was ich persönlich schlimmer finde, als die angelaufenen Beine, da es wieder Schmerzen bedeutet.

    Und noch mal auf andere Krankheiten zu kommen, wie Atemwegserkrankungen. Ausgeschlossen. Mein Pferd hat eine Außenbox und bekommt den ganzen Tag Frischluft und kann alles beobachten, seit er in diesem Stall steht, hat sich sein Gemütszustand verbessert und das obwohl er vorher auch tagsüber draußen war, aber nachts dann in Innenbox (im alten Stall stehen die, wie schon gesagt nun nur noch drinnen in ihren Paddockboxen).

    Und ich denke wir brauchen nicht über die optimale Pferdehaltung diskutieren, da jeder weiß, was die optimalste Haltung wäre.
    Aber wie GidranX schon sagt, die ist mehr schlecht als recht, da die meisten SB kein Bock haben sich damit zu beschäftigen und dann nur provissorisch alles machen.

    Und hier werden bestimmt keine Kosten/Mühen gescheut für die Hü’s.
    Meiner bekommt vom SB 2 mal täglich Heu (morgens und nachmittags) und auch dann sein Hafer. Zusätzlich bekommt er abends aber noch von mir Heu und Futter, sodass er dreimal Futter bekommt (was ich für sehr wichtig halte).

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    Stina,
    Dann ist deine Frage beantwortet!
    Du kannst nichts gegen angelaufene Beine machen, außer dem Pferd genügend Bewegung zu beschaffen!
    Alles andere ist kontraproduktiv.
    Dann müssen du und dein Pferd leider mit dicken Beinen leben!

  • MerlijnCH sagt:

    Nö, Offenstall muss es nicht unbedingt sein, wobei wenn die Alternative zur reinen Boxenhaltung der Offenstall wäre, dann würde ich ohne Zweifel den Offenstall wählen. Unter Offenstall verstehe ich allerdings nicht die häufig zu beobachtende Schmuddelhaltung 😉 !

    Eben, und das meiste was ich zu Gesicht kriege ist diese Schmuddelhaltung, hauptsache artgerecht.
    Anwesende selbstverständlich wie immer ausgeschlossen 😉 .

    Ich denke, es wäre hilfreich, sich einfach einen Tag im Gästeklo, möglichst fensterlos, einschließen zu lassen. Mahlzeiten werden 3 x täglich gereicht. Zeitung, Buch, Fernseher, Radio gibts natürlich nicht. Wer das als abwechslungsreichen, spannenden oder auch nur erträglichen Tagesablauf empfindet, der kann sein Pferd auch weiter 24 Stunden in eine Box sperren 😉 .

    Ein anständiger Stall bietet – wenn er nicht Auslaufboxen anbieten kann, befestigte Aussenpaddocks an, in den die Pferde mindestens Stundenweise rausgestellt werden können.
    Das ist sogar bei meist uns so, und wir haben nicht dieses immense Angebot was Deutschland bietet.

    Klar ist für einen Stallbetreiber die reine Boxenhaltung das billigste, was es an Haltungsform gibt. Ob man das tolerieren muss, ist eine andere Frage

    Wenn ein Stall anständig geführt ist, und das heisst für mich täglich sauber misten und abendds wenn nicht gar noch mittags abpäppeln, dann wage ich zu behaupten, dass sich das vom Management her die Waage hält 😉

    So,
    also woher Mauke kommt, ist immer noch nicht wirklich bewiesen, da habe ich nachgeforscht 😉 Das war meine letzte Winterbeschäftigung.
    Stoffwechselproblem wird es nicht sein.

    Meiner Meinung und Erfahrung nach sind 90% von „Mauken“befall ganz einfach Milbenbefall :denk: :ja:

    Nur hier in der Umgebung gibt es keinen Stall der Winterpaddocks/Weiden hat bei denen das NICHT ist. Würde also wieder Mauke bedeuten. Was ich persönlich schlimmer finde, als die angelaufenen Beine, da es wieder Schmerzen bedeutet.

    Eines begreife ich nicht. Warum wird das winterliche Auslaufmanagment wenigstens nicht so handgehabt, dass in der Uebergangszeit halt die Weiden geschlossen sind, aber wenn Dauerfrost und gar Schnee angesagt ist, gehen sie wieder auf?
    Das würde einerseits die Grasnarbe schonen und andererseits die auslauflose Zeit eingrenzen, zumindest bei den harten Wintern, die wir letztens hatten.
    Bei uns ist wird das oft so gehandhabt. Okeh es verlangt etwas Flexibilität vom Stallbetreiber, aber der wird ja auch hoffentlich anständig entlöhnt und versteht sich als Dienstleister 😉
    Und wenn das Pferd dann zusätzlich noch täglich bewegt wird, dann kann man das durchaus für die Winterzeit zumuten, wenn sonst der ganze Rest stimmt.

    Und ich denke wir brauchen nicht über die optimale Pferdehaltung diskutieren, da jeder weiß, was die optimalste Haltung wäre.
    Aber wie GidranX schon sagt, die ist mehr schlecht als recht, da die meisten SB kein Bock haben sich damit zu beschäftigen und dann nur provissorisch alles machen.

    Je nu, wenn man nicht über Haltung diskutieren soll, wenn ein Pferd aufgelaufene Beine hat, dann erübrigt sich hier auch die Frage nach einer Lösung. Denn das Bandagieren ob mit oder ohne BOT ist sie nicht :ja:

    Und hier werden bestimmt keine Kosten/Mühen gescheut für die Hü’s.
    Meiner bekommt vom SB 2 mal täglich Heu (morgens und nachmittags) und auch dann sein Hafer. Zusätzlich bekommt er abends aber noch von mir Heu und Futter, sodass er dreimal Futter bekommt (was ich für sehr wichtig halte).

    Sorry, aber dass ein Stallbetreiber 2x täglich füttert (ich nehme jetzt mal an es ist Vollpension) ist ja wohl das absolute Minium 8o

    Bist Du denn in einer Gegend wo es keine Ställe/Anlagen hat, die adäquater sind?

    Kann ich mir in Deutschland kaum vorstellen – bei dem Riesenangebot 8o

    Vielleicht müsstest Du halt auf Deine Kosten zugunsten von Pferd Abstriche machen.
    Weiterer Weg, evtl. teurer, weniger Infrastruktur (z.B. Halle) usw. usf.

  • Geisterlicht sagt:

    Ich habe mit meinem Westfalen jahrelang die gleichen Probleme gehabt. Jeden 2. Winter Mauke, bei Heulagefütterung sofort dicke Beine und wenn er 1 Tag in der Box stand, waren die Beine richtig dick.

    Bei ihm hilft nur reine Heufütterung und die Möglichkeit, sich mindestens 6 Stunden am Tag frei bewegen zu können. Seit er in einer Paddockbox steht, kann er auch mal 2 Tage drinnen bleiben ohne dicke Beine zu bekommen. Zusätzlich bekommt er 2 – 3x wöchentlich auch noch eine Kräutermischung, in der u.a. Weißdorn und Brennessel und/oder Birkenblätter zu finden sind.

  • Geisterlicht sagt:

    Kann ich mir in Deutschland kaum vorstellen – bei dem Riesenangebot 8o

    Dein Vorstellungsvermögen scheint sehr begrenzt zu sein. Ich lade Dich gerne nochmal ins Münsterland, einer angeblichen Hochburg der Pferdehaltung, ein. Wir können uns dann durch über 100 Ställe tingeln und Du darfst Dir ein Bild davon machen, wie es in D wirklich ausschaut.

  • Weltsje sagt:

    Und ich denke wir brauchen nicht über die optimale Pferdehaltung diskutieren, da jeder weiß, was die optimalste Haltung wäre.
    Aber wie GidranX schon sagt, die ist mehr schlecht als recht, da die meisten SB kein Bock haben sich damit zu beschäftigen und dann nur provissorisch alles machen.

    Und hier werden bestimmt keine Kosten/Mühen gescheut für die Hü’s.
    Meiner bekommt vom SB 2 mal täglich Heu (morgens und nachmittags) und auch dann sein Hafer. Zusätzlich bekommt er abends aber noch von mir Heu und Futter, sodass er dreimal Futter bekommt (was ich für sehr wichtig halte).

    Nö, über optimale Pferdehaltung brauchen wir sicher nicht zu diskutieren. Die Haltung Deines Pferdes ist sicher das Gegenteil von optimaler, pferdegerechter Haltung. Aber, wie Moppel schon sagt, solange die Komforteinbußen „nur“ zu Lasten des Pferdes gehen, ist doch alles gut. Was machen da schon so ein bißchen angelaufene Beine. Nicht etwa, dass die einfach nur ein Symtom der nicht artgerechten Haltung wären :denk: . Was bringt denn ein Fenster in der Box, wenn das Pferd 24 Stunden auf seinen Exkrementen steht. Die Atemwegs-, Huf- Verhaltensprobleme kommen dann später.

    Du scheinst Dir über vernünftige Pferdehaltung noch nicht ganz so viele Gedanken gemacht zu haben, sonst würde Dir die 2 malige tägliche Fütterung seitens des Stallbesitzers bei ganztägiger Boxenhaltung nicht vorkommen wie „hier werden bestimmt keine Kosten/Mühen gescheut für die Hü´s“. Das ist absoluter Haltungsminimalismus.

    Dein Eindruck, dass Stallbetreiber „keinen Bock“ haben, sich mit artgerechter Haltung zu beschäftigen und alles nur „provisorisch“ machen, liegt vermutlich eher daran, dass ihre Einsteller weder bereit sind, für ordentliche Haltung angemessen zu bezahlen noch gar mal selbst Schubkarre und Mistboy gen Paddock zu bewegen und abzusammeln. Wer hat schon Lust, bei jedem Wetter unbezahlt Paddocks und Weiden abzusammeln? Selbst die bösen Stallbesitzer vermutlich nicht.

  • Watson Watson sagt:

    Weißdorn und Brennessel und/oder Birkenblätter

    Weißdorn = Grategus = Kreislauf

    Brennessel/Birke :thumbsup:

    Stina wie ich bereits schrieb, das Silicea noch dazu und dann erst mal schauen.

  • MerlijnCH sagt:

    Jetzt war ich mal ausnahmweise in meine Beitrach lieb und sachlich und dann kommt die ppööööse Weltsje und haut auf die Kacke 😀 :rolleyes: 😉

  • Watson Watson sagt:

    Jetzt macht aber mal nen Punkt! Es gibt Hundertausend Pferde die so gehalten werden und davon gibts etliche, die nur sonntags mal die Sonne sehen. Natürlich ist diese Haltung nicht „oprimal“, aber vielleicht gibts Gründe. Mal von der Mauke abgesehen.

    Stine überleg dir das mit der Paddockbox, das ist auf jeden Fall sinnvoller. Für den „Übergang“ siehe oben und meine PN

  • moppel sagt:

    Zitat von Stina in ihrem „Tetse“-Thread: „Im Verein (also ihr jetziger Stall) haben wir eine eigene Weide mit vier Pferden und da können wir das selber planen/entscheiden. Aber wenn Wetter schlecht wird, bleiben die drinnen, sonst haben wir im nächsten Frühjahr eine kaputte Weide.“

    wenn ich das richtig verstehe, habt ihr also für 4 Pferde eine eigene Weide dort am Stall,wo ihr selbst managt wie u. wann die 4 Pferde raufkommen.
    Wo ist denn das Problem, täglich die Äppel von 4 Pferden von ein paar Stunden einzusammeln-das ist gerade mal ne Schubkarre voll? noch dazu wenn sich mehrere Pferdebesitzer diese Arbeit aufteilen können?

    Außerdem kann man von der Weide ein kleines Stück abtrennen,was man ausschließlich für Matschwetter benutzt.Bei Trockenheit+Frost dann die ebene größere Weidefläche.
    btw: wenn die Weidefläche so knapp ist, sollte man den Vorrang der Bewegung geben (u. zwar ganzjährig!) und nicht dem Futterertrag in den Sommermonaten (wo es ja hoffentlich sowieso Heu dazu gibt) – dann ist es eben keine Weide-zum-Satt-werden,sondern ne grüne Bewegungsfläche.

  • MerlijnCH sagt:

    Watson, jetzt mach Du nen Punkt.

    Wenn man hier nur fragen will und die Antworten hören will die man will, braucht man nicht zu fragen :nix:

    Und wenn wir die Argumentation nehmen Hundertausende andere Pferde leben genaugleich und werden nur einmal am Sonntag bewegt.

    Dann komme ich mit den agyptischen Kutscherpferden und dann ist die Haltung mit angelaufenen Beinen Schon Leiden auf hohem Niveau.

    Ne so diskutiere ich wirklich nicht :no:

  • Geisterlicht sagt:

    Weißdorn = Grategus = Kreislauf

    Brennessel/Birke :thumbsup:

    *klugscheißmodus an* Weißdorn = Crataegus *Klugscheißmodus aus*

    In dem Fall fürs Herz und den Kreislauf. Finde ich bei einem 29-jährigen hilfreich. Die B’s zur Entwässerung und Anregung des Stoffwechsels. Der Dicke bekommt aber noch eine Menge mehr wie z.B. Kamille, Heublumen, Teufelskralle. Immer nach aktuellem Bedarf gemischt und auch mit gelegentlichen Pausen dazwischen.

  • Stina sagt:

    Sorry, aber dass ein Stallbetreiber 2x täglich füttert (ich nehme jetzt mal an es ist Vollpension) ist ja wohl das absolute Minium

    Bist Du denn in einer Gegend wo es keine Ställe/Anlagen hat, die adäquater sind?

    Kann ich mir in Deutschland kaum vorstellen – bei dem Riesenangebot

    Vielleicht müsstest Du halt auf Deine Kosten zugunsten von Pferd Abstriche machen.
    Weiterer Weg, evtl. teurer, weniger Infrastruktur (z.B. Halle) usw. usf.

    Findest du? 😀 in dem vorrigen Stall war es einmal am Tag im Sommer und im Winter 2 mal und man durfte sich kein Heu nichts nachnehmen, also ich finde das schon eine wahnsinnige Verbesserung.

    Und nein es gibt keine besseren Anlagen, hier in der Nähe die besser sind. Eher schlimmer.
    Und ich mach Abstriche. Anstatt 9km fahre ich nun 19km, bezahle mehr Geld und es ist keine Vollpension mehr. Bis auf füttern machen wir alles selbst.
    Und auf eine Halle werde ich nicht verzichten, nur damit mein Pferd in einem Schmuddelstall steht (hier gibt es einfach keine vernünftigen Offenställe).

    Stine überleg dir das mit der Paddockbox, das ist auf jeden Fall sinnvoller. Für den „Übergang“ siehe oben und meine PN

    Jap wenn eine frei werden sollte, dann nehm ich die auch, nur dazu muss jetzt erst mal jemand auf die Idee kommen, den Stall im Winter zu verlassen.

  • Weltsje sagt:

    Klar ist für einen Stallbetreiber die reine Boxenhaltung das billigste, was es an Haltungsform gibt.

    Finde ich nicht. Der Arbeitsaufwand und die Kosten für teures Verbrauchsmaterial wie Futter, Einstreu sind doch deutlich höher, wenn die ständig Boxen bewohnt sind. Hier gibt es durchaus SB´s die wollen nicht, dass die Pferde durch die Einsteller Abends aufgestallt werden, wenn 24Stunden-Weide angeboten wird. Zumindest gibt es Diskussionen..

    Ich weiss nicht, wieviele Pferde Du täglich versorgst, oder wie sonst Du zu diesem Schluss gekommen bist.

    Vernünftige Offenstallhaltung ist, angefangen mit den Investitionen und dem Platzbedarf pro Pferd, über die Fütterung bis hin zur Pflege von Offenställen, Paddocks und Weiden erheblich aufwendiger als Boxenhaltung. Was macht es denn für Arbeit, 2 x täglich 12-15 m2 zu misten und drei x täglich rechts und links der Stallgasse etwas Futter zu verteilen? Das steht in keinem Verhältnis dazu, 3000 m2 Paddock, mehrere Hektar Weide und einen Offenstall sauberzuhalten.

    Man bedenke alleine, wieviel befestigte Fläche man braucht, um keine Probleme mit Matsch zu bekommen. Weiter geht es mit beheizten Tränken. Hätte ich hier nicht die letzten 15 Jahre immens viel Geld und Zeit in artgerechte Haltung investiert, stünde hier nicht eine kleine Bewegungshalle sondern eine 20 x 60 Halle mit Casino ;( .

    Moppel, die den tollen Fotos nach auch einen mustergültigen Offenstall betreibt, wird das bestätigen können.

  • Weltsje sagt:

    Jetzt war ich mal ausnahmweise in meine Beitrach lieb und sachlich und dann kommt die ppööööse Weltsje und haut auf die Kacke 😀 :rolleyes: 😉

    Ich war zu langsam (ich bin langsamer als die Bernerin ;( ) . Hätte ich Deinen Beitrag vorher gelesen, hätte ich mir meinen sparen können 😉 .

    Und ja, wenn jemand seine Pferde aus Gedankenlosigkeit, Unwissenheit, Bequemlichkeit was auch immer, rund um die Uhr einsperrt, fehlt mir das Verständnis :red: .

  • moppel sagt:

    Findest du? 😀 in dem vorrigen Stall war es einmal am Tag im Sommer und im Winter 2 mal und man durfte sich kein Heu nichts nachnehmen, also ich finde das schon eine wahnsinnige Verbesserung.

    Und nein es gibt keine besseren Anlagen, hier in der Nähe die besser sind. Eher schlimmer.

    Unter solchen Bedingungen hätte ich persönlich mir gar kein Pferd gekauft :tuete:

    Weltsje,mustergültig ist weit übertrieben..dafür bräuchte es noch einiges mehr 😉

  • Weltsje sagt:

    Findest du? 😀 in dem vorrigen Stall war es einmal am Tag im Sommer und im Winter 2 mal und man durfte sich kein Heu nichts nachnehmen, also ich finde das schon eine wahnsinnige Verbesserung.

    Und nein es gibt keine besseren Anlagen, hier in der Nähe die besser sind. Eher schlimmer.

    Unter solchen Bedingungen hätte ich persönlich mir gar kein Pferd gekauft :tuete:

    Weltsje,mustergültig ist weit übertrieben..dafür bräuchte es noch einiges mehr 😉

    Na ja, UNS ist es eben nie perfekt genug. Zu verbessern gibt es immer etwas 😉 .

  • Watson Watson sagt:

    *klugscheißmodus an* Weißdorn = Crataegus *Klugscheißmodus aus*

    jaha, ich kann mir nie merken, wie das geschrieben wird 😀

    MerlijnCH so mein ich das auch nicht, aber das wie. Es wurde erst mal erbarmungslos drauf eingeprügelt, aber vielleicht gibts Gründe. Stine bemüht sich in diesem Stall ja um eine Paddockbox, was aber nicht von jetzt auf gleich geht.
    Und was die Ställe angeht, so ist es hier so, dass du entweder ordentlich zahlst, keine Halle hast, oder anderes nicht „akzeptabel“ ist. Ich bin froh einen Stall gefunden zu haben, der meinen Ansprüchen halbwegs und denen meines Pferdes gerecht wird. Wobei der sich sehr umstellen muss, von Offenstall mit 40qm Box incl. Auslauf für die Nacht und riesen Auslauf tagsüber, auf Weidehütte mit Paddock. Aber das ist das einzige was ich ihm bieten kann, was auch ordentlich gemacht wird.

  • pequeno Querida sagt:

    Mmh also leider kann ich dir da auch nichts anderes sagen als Weltje oder Merlijn. Sie haben nämlich recht! Alles bandagieren oder Gamaschenanlegen vertuscht das doch nur. Was soll das bringen? Dein Gewissen beruhigen? Nee, wenn du nach einer Lösung suchst, dann unterschreib ich dir: das ist sie nicht!
    Und auch wenn du es nicht hören magst oder argumentierst, dass es bei euch nichts Besseres gibt, die Haltungsform ist für mich ein absolutes No Go!

  • Weltsje sagt:

    Und was die Ställe angeht, so ist es hier so, dass du entweder ordentlich zahlst, keine Halle hast, oder anderes nicht „akzeptabel“ ist. Ich bin froh einen Stall gefunden zu haben, der meinen Ansprüchen halbwegs und denen meines Pferdes gerecht wird. Wobei der sich sehr umstellen muss, von Offenstall mit 40qm Box incl. Auslauf für die Nacht und riesen Auslauf tagsüber, auf Weidehütte mit Paddock. Aber das ist das einzige was ich ihm bieten kann, was auch ordentlich gemacht wird.

    Und genau da liegt das Problem. Das ist einfach so, dass ordentliche Pferdehaltung Geld kostet und wenn man nicht bereit oder in der Lage ist, für vernünftige Pferdehaltung ordentlich, also angemessen zu bezahlen, geht das zu Lasten des Pferdes. Warum sollte ein Stallbetreiber mit viel Geld und Arbeit die Pferdehaltung seiner Einsteller sponsern? :nix:

  • missregina sagt:

    Ich kann mir kein Urteil erlauben, wie bei euch die Stallsituation ausschaut, aber ich kann nur sagen, dass ich persönlich auf Einiges verzichte, damit es Tinus gut geht.
    Alles Ställe in meiner Nähe, die z.B eine Halle haben, kommen für mich haltungsmäßig nicht in Frage. Da würde Tinus nämlich auch nur in einer Box stehen im Winter. Das würde mich so belasten, dass ich das nicht könnte.
    Jetzt habe ich zwar keine Halle und kein Stüberl, dafür hat Tinus eine sehr große Paddockbox und kommt selbst im Winter, wenn alles gefroren ist auf die Weide. Dafür zahle ich knapp 400€ (ich weiß, dass das für schweizer Verhältnisse nix ist)
    Ich würde mich auch um eine bessere Haltung bemühen, in der du vielleicht Abstriche machen musst, aber deinem Schatz geht es vermutlich dann besser :nix:
    Denn ein 5 Jähriges Pferd mit angelaufenen Beinen würde mir auch Sorgen bereiten :seufz:

  • Jasmin sagt:

    hi!
    naja, also dass das noch nicht erforscht ist woher mauke kommt halte ich für ein gerücht.
    da kommen die bakterien aus dem äppel-matsch (moppel hat das glaub ich beschrieben) auf nicht-intakte haut.
    gut, die nicht intakte haut kann durch alle möglichen sachen hervorgerufen werden. stoffwechsel, allergie …
    und von „sauberem“ nassem boden/sand bekommt kein pferd mauke oder strahlfäule.

    aber bevor ich geld in gamaschen und tierarzt investiere, würde ich die lebensbedinungen vom pferd optimieren.
    kann du dich nicht mit ein paar leuten aus dem stall zusammen tun und einen paddock trocken legen? das ist weniger eine kosten-, als eine zeitfrage. ich rede nicht von auskoffern und drainage und so sondern von matsch raus und vielleicht bausand drauf. so funktioniert das bei uns seit 2 jahren super. und dann macht man einen abäppel-plan und die pferde können wenigestens stundenweise im winter raus.

    das würde der gesundheit des pferdes auf jeden fall zugute kommen. auf dauer steht der sich die beine kaputt, die sind anatomisch einfach nicht zum rumstehen geeignet.
    ich weiß, sowas ist leichter gesagt als getan, aber bei so einer situation würde ich das auf keinen fall belassen.

    zu der kosten/arbeits-diskussion: ich denke auch dass ordentliche offenstallhaltung mit genügend platz und sauberkeit mehr arbeit macht als ställe sauber halten (wenn sie denn dann ordentlich sauber gehalten werden …).
    wir haben nach und nach in den letzten 2 jahren unseren stall immer weiter optimiert und das hat nicht die welt gekostet. bei dem boden hier hat es gereicht den alten matsch runter zu holen und mit sand wieder aufzufüllen. wir haben uns auch bzgl vlies und matten erkundigt und werden das machen, wenn es nötig wird, ist es aber noch nicht.
    und sowohl paddock als auch der platz sind nicht matschig. nur bei dauerregen gibts ein paar pfützen.
    die pferde haben direkt am stall ein abdach (über dem ausgang, dann regnets auch nicht rein) und der boden dort ist betoniert. ich kann ganz schlecht schätzen, aber es dürften so 6x15m sein. wenn ein pferd also keinen regen oder pfützen mag, kann es sowohl im stall als auch unter dem dach trocken stehen.

    und ich muss auch sagen, dass ich kein pferd hätte, wenn es in einer box ohne auslauf wohnen müsste. das mag für manche komisch klingen, aber wenn ich ein tier habe, soll es so gut wie möglich leben.

    lg, j

    edith: okee, thread öffnen und erst eine stunde später antworten ohne neue antworten zu lesen geht nicht 😀 .

  • Watson Watson sagt:

    Das was ihr hier anbring gibt es hier in unserer Gegend aber nicht.

  • MerlijnCH sagt:

    MerlijnCH so mein ich das auch nicht, aber das wie. Es wurde erst mal erbarmungslos drauf eingeprügelt, aber vielleicht gibts Gründe.

    Ich habe hier keinen einzigen gelesen der „erbarmungslos auf jemandem herumprügelt“.
    Ich habe nur jemanden gelesen, der die Haltungsbedingungen aus 1000 Gründen nicht ändern kann und dann habe ich ein paar Beiträge gelesen die den Fakt gezogen haben „dann ist es halt so wie es ist“ und mehr kann man zu angelaufenen Beinen einfach nicht sagen 🙂 Da kann ich mich auf den Kopf stellen :S

    Und genau da liegt das Problem. Das ist einfach so, dass ordentliche Pferdehaltung Geld kostet und wenn man nicht bereit oder in der Lage ist, für vernünftige Pferdehaltung ordentlich, also angemessen zu bezahlen, geht das zu Lasten des Pferdes. Warum sollte ein Stallbetreiber mit viel Geld und Arbeit die Pferdehaltung seiner Einsteller sponsern? :nix:

    …unterschreib! :thumbsup:

  • moppel sagt:

    Stina, wie ist das denn nun mit euer „eigenen“ 4-Pferde-Weide? warum macht ihr darauf keine „Winterlösung“?

  • Lotte F sagt:

    Zur Frage ob und wie bandagieren wurde ja schon einiges gesagt. Fakt ist: normales bandagieren kann erst recht zu Lymphabflußproblemen führen, da man eben per Hand oftmals mehr anzieht, als es für die Durchblutung der Beine gut ist. Ob nun bot und wie dieses ganze neumoderne geldschneiderne Zeugs heißt oder nicht – die punktuelle Einschränkung der Durchblutung in einem kleinen Gebiet (Röhrenbein) bleibt bestehen. Wenn denn hier (medizinisch) überhaupt eine Kompression angebracht sein sollte, dann sollte man auf eine großflächigere Kompression setzen – mittel Kompressionsstrümpfe beispielsweise. Hier beschränkt sich die Kompression nämlich nicht nur bis zum oberen Vorderfußwurzelgelenk, sondern komprimiert gleichmäßig von „oben nach unten“, so daß der „Störfaktor“ punktuelles kräftiges Anziehen zumindestens ausgeschaltet ist.

    Ich konnte allerdings die Erfahrung machen, dass bei unserem damals 16jährigen (mit deutlich angelaufenen Hinterbeinen) allein durch regelmäßigen Vormittagskoppelgang, sinnvolles gesunderhaltenes und regelmäßiges nachmittägliches Arbeiten + „Ersatzbewegung“ bei Trainingsausfall durch Führanlage, zusätzlichen Koppelgang oder Longieren eine deutliche Verbesserung der Beine eingetreten ist. Natürlich spielt die Haltung eine wesentliche Rolle, gern hätte ich meine Pferde in einem artgerechten Bewegungsstall untergebracht – gibt es aber leider auch bei uns nicht. Aber man kann als Pferdehalter dennoch einiges tun: wie wäre es, das Pferd vormittags mit Longieren, Schrittausritten oder Führanlage zu erfreuen? Vielleicht kannst Du da jemanden beauftragen (als Arbeitstätiger kann man ja vormittags häufig nicht – ist mir schon klar). Selbst wenn nicht jeden Tag – dann vielleicht 2 oder 3 mal die Woche – je weniger Dein Pferd 24hBox hat, umso besser …

  • Geisterlicht sagt:

    Und genau da liegt das Problem. Das ist einfach so, dass ordentliche Pferdehaltung Geld kostet und wenn man nicht bereit oder in der Lage ist, für vernünftige Pferdehaltung ordentlich, also angemessen zu bezahlen, geht das zu Lasten des Pferdes. Warum sollte ein Stallbetreiber mit viel Geld und Arbeit die Pferdehaltung seiner Einsteller sponsern? :nix:

    …unterschreib! :thumbsup:

    Gaaaaanz so einfach ist es ja nun auch wieder nicht. Oftmals ist ein passendes Angebot nicht mal gegen Geld zu bekommen. Was bringt die schönste Haltung, wenn ich 3 Monate im Jahr aber auch gar nichts machen kann, weil das Wetter nicht mitspielt? Oder es schon an so „einfachen“ Dingen wie Licht auf dem Reitplatz mangelt. Ich kann Dir hier eine wunderschöne, gut konzipierte Anlage zeigen, echt genial und auch überhaupt nicht billig. Das würde ich ja sogar in Kauf nehmen, wären die SB nicht ein bißchen arg wunderlich. Dort ist es verboten, mit Sporen zu reiten. Dafür nächtigt die SB dann schon mal auf einem großen selbstgebauten Bett in der Halle, um ihrem dort freilaufendem Pferd näher zu kommen :irre: Als Einsteller hast Du dann selbstverständlich nichts mehr in der Halle zu suchen. Auch lasse ich mir Schmied und TA nicht vom SB vorschreiben.

  • Watson Watson sagt:

    MerlijnCh, ich find den Ton hier schon sehr angreifend. Aber gut, persönliches empfinden.

    Ich würd gern so einen Stall nehmen, wie Moppel ihn hat, benötige aber eine Halle dazu. Und so etwas gibts hier einfach nicht. No way. Ich bin ja schon heil froh einen Stall gefunden zu haben, der bereit ist mein Heu zu wässern und in Netzen zu füttern, in dem ich Matten in die Box legen darf und mein Pferd dennoch 24 Stunden draussen ist. Es gibt eine schöne, helle und saubere Halle, einen rießigen Springplatz und einen Aussenplatz, der im Winter als Auslauf genutzt werden darf.
    In anderen Ställen hier ist es entweder mit der Sauberkeit nicht so weit her, man bekommt nicht anständig gefüttert oder gemistet, oder man stellt in einen Luxusstall und zahlt mal um die 400 Euro. Hat dann aber auch nur ne Paddockbox dafür aber ne Halle mit Ebbe-Flutsystem :nix:

  • Watson Watson sagt:

    Dafür nächtigt die SB dann schon mal auf einem großen selbstgebauten Bett in der Halle, um ihrem dort freilaufendem Pferd näher zu kommen Als Einsteller hast Du dann selbstverständlich nichts mehr in der Halle zu suchen

    Das nicht dein ernst 8o *kreisch*

  • MerlijnCH sagt:

    MerlijnCh, ich find den Ton hier schon sehr angreifend. Aber gut, persönliches empfinden.

    Na dann ist doch alles in Ordnung – ich bin wie immer das Feindbild 😉

  • MerlijnCH sagt:

    Ich kann Dir hier eine wunderschöne, gut konzipierte Anlage zeigen, echt genial und auch überhaupt nicht billig. Das würde ich ja sogar in Kauf nehmen, wären die SB nicht ein bißchen arg wunderlich. Dort ist es verboten, mit Sporen zu reiten. Dafür nächtigt die SB dann schon mal auf einem großen selbstgebauten Bett in der Halle, um ihrem dort freilaufendem Pferd näher zu kommen :irre: Als Einsteller hast Du dann selbstverständlich nichts mehr in der Halle zu suchen. Auch lasse ich mir Schmied und TA nicht vom SB vorschreiben.

    Das ist in der Tat echt abgefahren, da würde ich wohl am dritten Tag eh rausfliegen 😀

    Aber ich kann mir schon vorstellen, dass sich auf so einer Anlage ein paar Pferdehalter wohlfühlen 😀

  • Geisterlicht sagt:

    Doch Watson, mein voller Ernst.

    @MerlijnCH: Da fühlen sich nicht viele und schon gar nicht lange wohl. Die meisten sind zwischen 3 und 12 Monaten da. Es gibt noch andere „interessante“ Sachen, die man berichten könnte, aber das bringt nichts. Fakt ist, die Haltung ist von der Konzeption her das, was man definitiv als artgerecht bezeichnen würde.

    Bei vielen Ställen merkt man die Haken auch erst im Laufe der Zeit. Z.B. der Stall in dem Antibus steht. Offenstall sowohl mit Pflasterfläche als auch Sandfläche. Im Liegebereich gibt es Stallmatten und 2 Eingänge. Dazu gehören Weiden, die portionsmäßig abgeteilt werden. Für Antibus‘ Pferd ist das wahrscheinlich gar nicht so verkehrt. Für größere Pferd mit viel Bewegungsdrang ist das ziemlich kontraproduktiv. Die Stallmatten ohne zusätzliche Einstreu sorgen teilweise für Verletzungen gerade an den Sprunggelenken. Hast Du diese Erfahrungen noch nicht gemacht und keinen, der Dir kritische Anmerkungen dazu gibt, hältst Du das wahrscheinlich für eine sehr gute Lösung.

  • Watson Watson sagt:

    ich bin wie immer das Feindbild

    :nix: wenn du meinst

    Das ist in der Tat echt abgefahren, da würde ich wohl am dritten Tag eh rausfliegen

    Ich glaub ich würd schon vorher freiwillig abhauen. Das ja echt heftig!

  • >