ADHS und Schule

By GidranX | menschliche Leiden

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Da ich von einigen gebeten wurde mich aufgrund meiner eigenen Erfahrungen mal zum Thema zu äussern und Tipps zu geben, und es sich hierbei ja nicht um irgend eine geheime Sache handelt, dachte ich, ich mach mal einen Rundumschlag.. 😀

Vorweg erstmal der Disclaimer: Selbstverständlich bin ich nicht in der Lage eine Rechtsberatung zu geben. Alle Angaben sind immer ohne Gewähr, stammen lediglich aus eigener Erfahrung, es muss immer der Einzelfall beurteilt werden und natürlich haben alle Sachbearbeiter, Ämter, Städte, Schulen und Behörden IMMER nur das Beste für die Kinder im Sinn.. 😉

Da ich gleich von mehreren Interessierten bezüglich einer ähnlichen Situation angeschrieben wurde, versuche ich das mal ein bisschen allgemeiner zu halten.

Etwas wichtiges vorweg: Jedes Telefonat, auch wenn man nur versucht jemanden wiederholt zu erreichen, jedes geführte Gespräch, sollten zwingend mit Uhrzeit, Gesprächspartner und Inhalt NOTIERT WERDEN!! Ebenso, wann und warum Termine verschoben wurden, oder ob Sachbearbeiter krank/Urlaub sind. Jedes Schreiben in Kopie behalten! Das könnte alles mal sehr wichtig werden!!!
Das ganze auf eigene Faust zu regeln ist recht schwierig für jemanden, der den nötigen Biss nicht hat. Was man in der Regel schon daran erkennen kann, dass sie selbst sich nicht informieren können, sondern ihre Freundinnen dafür brauchen. Hört sich jetzt erstmal böse an, ist aber nicht so gemeint. Über das Internet hat man alle Möglichkeiten der Welt, in Erfahrung zu bringen, wie man unbedingt und sicherheitshalber vorgehen sollte. Das Sozialgesetzbuch, das Kinder- und Jugendhilfegesetz, das Schulgesetz bzgl. der schulischen Ordnungsmaßnahmen, die jeweilige Bezirksregierung und das zuständige Landesjugendamt, das ist alles für das eigene Bundesland im Internet zu finden. Deswegen schmeisse ich diese Stichwort mal so in die Runde, Tante Gockel ist da sehr hilfsbereit. Man kann sich sehr gut über die Rechte und Pflichten des Kindes sowie verwaltungsrechtliche Abläufe informieren. Mir persönlich hat ebenfalls die Wunsch-Schule im Vorfeld sehr geholfen. Dort wusste man sehr genau, was zu tun und zu lassen ist. Und wie ich das durchsetzen kann, das mein Sohn diese Schule besucht.
Aus diesem Grund würde ich hier eigentlich am ehesten Raten, einen Anwalt für Verwaltungsrecht aufzusuchen. Die Mutter vertritt ja lediglich ihr minderjähriges Kind das kein eigenes Einkommen hat, die Kosten dürften also übernommen werden. Im übrigen darf das Kind einen Anwalt bereits mit zur Teil- oder Schulkonferenz mitbringen! Ihr dürft den formellen Ablauf an den Schulen nicht unterschätzen. In der Regel sammeln sie auf ihrem Weg Munition, um dann am Schluss das Kind der Schule zu verweisen und es somit quitt zu werden. Und wenn ihr Euch nicht sofort dagegen wehrt, habt ihr am Ende ganz schlechte Karten noch irgendwas irgendwo durch zubringen.

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