Loben / Strafen/Schlagen1.) Wir möchten dem Pferd lernen sich anzustrengen und nicht sofort aufzugeben. Es soll kapieren, das es immer, wenn es belohnt wird, das Geforderte richtig gemacht hat. Und das dieser Punkt immer erreicht wird, wenn es sich nur im Ansatz Mühe gibt.
Welche Positiv Verstärker gibt es und wie sollen sie aussehen?
Wie soll ein Lob durch Stimme und Geste genau aussehen. Lobt euch doch mal selber! Zum Motivations-Turbo wird das Lob erst, wenn innere Begeisterung dahinter steckt.D.h. nicht mit hängenden Schultern und mechanischen langweiligen Worten.
2.) Wieviel Zeit bleiben einem um ein Pferd für eine gelungene Übung korrekt zu belohnen ohne das der Positiv Verstärker verpufft und wirkungslos wird oder womöglich gar ein Verhalten belohnt das gar nicht gelernt werden sollte?
1 bis 2 Sekunden.
3.) Alles schön und gut, nur was tun, wenn das Pferd überhaupt nicht so reagiert wie ich es erwarte? Was, wenn während einer Übung das Dominanzverhalten neu geklärt werden muß? Dominanzverhalten: Das Vertrauen zwischen Mensch und Pferd basiert auf den gleichen Verhaltentsgesetzen, die das Zusammenleben in der Herde bestimmen: Wer sich den höheren Rang in der Herde erkämpft hat, übernimmt gleichzeitig die Verantwortung für die Schwächen. Wenn mein Pferd z.B. Angst hat und ich unsicher bin, kann das Pferd mir nicht Vertrauen, so geht Respekt verloren und am Ende der Gehorsam. Die Strafe gilt nur der Untugend, nie dem Pferd! | Ignorieren
| Stimme
| Körper haltung
| Hand (heben)
| Halfter, Strick, Kappzaum
| Rückwärts- richten
| Gerte (Zeigen, Anheben..)
| | Wegdrängen | | X | X | X | X | X | X | | Schnappen | | X | | X | | | | | Scharren | X | | | | | | | | Huf wegziehen | X | | | | | | | | Beißen | | X | | X | | | X | | Angriff | | X | X | X | X | X | X | Kopf runterrucken
| | X | | | X | | | | losreißen | X | | | | | | | | Steigen | |
| X | | | | X |
Die einzelnen Strafen müssen durchgesprochen werden, denn wenn wir z.B. den Spanischen Schritt lehren, müssen wir verschiedene natürliche hervorgerufene Reaktionen des Pferdes akzeptieren. Noch was: Erblickt ein Pferd in der gerechten Strafe etwas Selbstverständliches, das seinen Gedankenhaushalt nicht im geringsten durcheinander bringt erzeugt Schlagen Furcht. Man Strafe ein Pferd nie im Unmut oder Zorn! Die Strafe ist nicht nur das letzte Mittel bei offensichtlicher Widersetzlichkeit.
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