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Die Geschichte der Lippizzaner

Die einstigen "Kaiserschimmel" der Habsburger Monarchie haben ihren Ursprung als älteste Kulturpferderasse Europas mit konsequenter Gestütszucht in Lipica, heute Slowenien.

Durch Einkreuzungen von importierten Spaniern, später auch von Neapolitanern und Arabern in die einheimischen Karstpferde entstand auf Initiative von Erzherzog Karl II um 1580 das "Pferd Karster Rasse Lipizzaner Zucht".

Kaiserliches Gestüt von Lipica

Durch die von Kriegen gezeichnete Geschichte bedingt verbreiteten sich die Lipizzaner auch in anderen osteuropäischen Ländern. Es entstanden so Gestüte in Rumänien (Simbata de Jos), Ungarn (Szilvasvarad), Kroatien (Dakovo), der heutigen Slowakei (Topolcianky), Jugoslawien (Militärgestüt Karadjordevo), Bosnien (Prnjavor) und Italien (Monterotondo).

Die Zuchtstätte, in der die Lipizzaner für die Spanische Hofreitschule in Wien gezogen werden, ist seit 1920 das Gestüt Piber in der Steiermark (Österreich).

Aufgrund der verschiedenen Ansprüche, die die so entstandenen Gestüte an den Lipizzaner stellten, entwickelte sich ein nicht einheitlicher Typ des Lipizzaners:

-In Piber wird ein barockbetonter Lipizzaner gezogen
-In Lipizza ein etwas größeres, modernes Reitpferdetyp
-In Ungarn, Rumänien, der Slowakei, Jugoslawien, Bosnien und Kroatien bevorzugt man dagegen eher einen kalibrigen, größeren Fahrpferdetyp. Ungarische Fahrlipizzaner haben sich mittlerweile im internationalen Fahrsport etabliert. Der in der Fachliteratur beschriebene Typ des "Wirtschaftslipizzaners" (Landwirtschaft) wird in dieser Art heute nicht mehr gezüchtet.